Freiburger Fussball…Wie weiter?

Alles eine Perspektiven-Frage

Spektakuläre Fussballmatches im Kanton Freiburg als Wochenend-Highlight waren einmal…Das St. Leonard gefüllt mit 15'000 Zuschauer kann unsere Jugend kaum glauben: «In Freiburg? Nein, das kann nicht sein!». Tatsächlich ist, bis auf einige Cup-Kracher, die Zuschauersituation auf den meisten Fussballplätzen übersichtlich und luftig. Die Wurst schmeckt trotzdem, das Bier ist kalt und das Spielgeschehen eher nebensächlich. Doch irgendwie schmerzt das Fussballer-Herz, man ist unzufrieden und nörgelt. Ursache: Das ist einfach der Schweizer Fussball Die Pattsituation im Freiburger-Fussball!

Versuche, ein TEAM FRIBOURG/FC CANTONAL auferstehen zu lassen, scheiterten bereits in der Projektphase. Die Liste der Scheiter-Gründe wäre ellenlang, wahrscheinlich zu subjektiv und da es nur in Deutsch Französisch geschrieben ist, nur schwer verständlich. (mehr Infos zur Gründung:Bericht FN)

Es scheint so, als wären die drei grossen Klubs FC Bulle, FC Fribourg und der SC Düdingen für die Misere verantwortlich. Stimmt aber nicht. Der FC Bulle und der SC Düdingen haben einen völlig intakten Club, super Juniorenabteilungen, der Zusammenhalt ist gut und wirtschaftlich kann man sich behaupten. Leider passen diese Eigenschaften nicht zum grossen FC Fribourg. Nebst einigen Juniorenteams ist nur noch die erste Mannschaft übriggeblieben. Keine Senioren, kein «Zwü» kein «Drü». Jedes Jahr kriegen sie „häbchläb“ das Budget für die nächste Saison zumindest aufs Papier und zittern bei jedem Heimspiel, ob sie die 200-Zuschauer-Grenze knacken (inoffiziell natürlich).

Wieso sollen also diese Klubs zusammenarbeiten? Fussball ist Identifikation, Leidenschaft und Zugehörigkeit. Ich bin FC Bulle, FCF oder SCD Fan…Aber doch nicht FC Cantonal. Oder doch?

Wieso ein Zusammenschluss und was wäre überhaupt das Reiseziel? Die Brack-Challenge League? Gleich viele Zuschauer wie in der ersten Liga, Lohnsummen, die im Verhältnis zur gezeigten Fussballkunst unverhältnismässig sind (man rechne: Die Spieler sind Halbprofis und verdienen im Durchschnitt Fr. 3’000.- x 13 Monate x 20 Spieler= Jahreslohnbudget von CHF 780'000.- ohne Trainer, Staff, Unterhalt, Miete etc.) und man spielt gegen Teams wie Le Mont, Wohlen, Chiasso und Wil. Da ist ein Derby zwischen dem SCD und FCF unterhaltender.

Lasst uns einmal träumen, vergesst für einmal alle Hürden, Limitation sowie Ängste und schweifen ins Jahr 2025 ab:

Sonntagnachmittag, 15 Uhr: 3. Spieltag der Raiffeisen skippr-Super League. Ausverkauftes St. Leonard mit 15'000 Zuschauer. Saison-Karten gibt es nur noch auf dem Schwarzmarkt. FC Cantonal – BSC YB. Wir schauen den Spielern beim Einlauf in die Arena zu. Im Lautsprecher ertönt die Aufstellung des FC Cantonals: A. Schafer, D. Van Kraus, F. Mubuli, J. Lee, L. Spicher, E. Da Silva, C. Cotting, M. Fasel, J. Allemann, K. Rumo, R. Krasniqi.

*ENDE TRAUM*. Nicht einmal im Traum kann sich ein Freiburger dieses Szenario erdenken.

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Nachdem der SC Düdingen das Kader für die Rückrunde 2016 bekannt gegeben hat, ging ein Raunen durch den Sensebezirk. «Wo bleiben die Schweizer Spieler? » oder sogar «die Sensler»? Schauen wir auf die letzten 4 Jahre und vergleichen die Namen, Nationalitäten mit den Anzahl Spielminuten für den SC Düdingen:

Adrian Schneuwly, Schweiz/Sensler, 8042 min

Fabian Brügger, Schweiz/Sensler, 7020 min

Elvis Corovic, Montenegro, 6798 min

Frédéric Piller, Schweiz/Sensler, 6729 min

Yann Hartmann, Schweiz/Städtler, 5479 min

Ermin Gigic, Bosinen/Schweiz, 5383 min

Christoph Schneuwly, Schweiz/Sensler, 3728 min

Lukas Schneuwly, Schweiz/Sensler, 3661 min

Mario Sturny, Schweiz/Sensler, 3633 min

Flavio Cassarà, Italien/Schweiz, 3346 min

Marc Rotzetter, Schweiz/Sensler, 3235 min

Daniel Spicher, Schweiz/Sensler, 2992 min

Pascal Jenny, Schweiz/Sensler, 2811 min

Ivano Baeriswyl, Schweiz/Sensler, 2747 min

In den meisten Klubs in der Schweiz kaum vorzustellen, dass auf 1. Liga Niveau Leute aus der Region über eine solch lange Zeit eingebunden werden können. Ein grosser Dank geht hier an alle Dorfklubs im Sensebezirk, die ihre Jungtalente ziehen lassen und die «Fussball-Region-Sense» über die des eigenen Klubs stellen.

Dies wird zukünftig nicht mehr der Fall sein, weil sich der Fussball verändert hat und der Kanton Freiburg im nationalen Fussball-Vergleich nicht existiert. Vor 10-15 Jahren war das Scouting-System der grossen Klubs quasi noch nicht vorhanden. Heute werden Jungtalente im Alter von 14 Jahren von den Scouts der Super League abgeworben. Nur wenige schaffen den Weg ins Profiteam. Diejenigen, die zurückkommen, haben zum Teil mit dem Fussball abgeschlossen, sind verletzt oder möchten nur noch zur Freude Fussball spielen. Und das funktioniert in der ersten Liga nicht.

Wenn wir den Werdegang der Stammspieler vom FCF oder SCD analysieren, stellt man fest, dass all diese Spieler ihre Grundausbildung in U-Junioren-Mannschaften absolviert haben. Nur selten schafft ein Spieler den Sprung in die 1. Liga ohne U-Erfahrung. Von wo also die regionalen Spieler nehmen, die in der ersten Liga bestehen? Je höher die Liga, umso schwieriger wird’s.

Oder wie viele Berner-Identifikationsfiguren hat YB? Erinnern Sie sich an Hänzi, Bregy, Kunz, Weber oder wie sie alle geheissen haben. Die Zeiten haben sich geändert und das ist auch gut so!

Die Professionalisierung schafft (zu) grosse Täler in den Schweizer Fussball. Entweder man setzt auf Leistung, 1. Liga und höher, oder man lebt den Dorfklub-Gedanken. Ein Mix aus beidem scheint für viele Klubs ein Ding der Unmöglichkeit. Der Dorfklub hat weit andere Verpflichtungen. So gilt es unter anderem die Dorfjugend einzubinden und zu begeistern, ihnen und den Aktiven eine sportliche Perspektive zu schaffen und den Zuschauern eine wichtige soziale Plattform zu bieten. Gute Teamstimmung, Freude am Fussball und ein Bierchen nach dem Matsch sind im Fokus. Die Auswirkungen, wenn man diese Punkte vernachlässigt, sieht man am Beispiel des FC Freiburg.

Wie weiter also mit dem Fussball-Kanton Freiburg? Visionäre vereinigt euch und lasst den Kanton Freiburg in neuen Fussballglanz erscheinen.

Schick uns eure Meinungen an info@skippr.ch oder per SMS/Whatsapp an die Nummer 079 950 15 71. Lasst uns diskutieren…

Gottéron-Blog

 Hockeygott schenk uns den EVZ

 „Wer seinen Gegner wählt hat Angst“, meinte Ex-Gottéronspieler Flavien Conne diese Woche in einem Interview mit Ticinoonline. Da ich weiss, dass einige Gottéronspieler den Blog lesen, bitte ich die Herren Aplanalp, Schilt und Co. nur noch bis zum Ende des Abschnitts weiterzulesen. Ihr könnt alle schlagen! Allez Gottéron. 

Da die Gottéronspieler jetzt nicht mehr mitlesen, reden wir nun Tacheles. Gottéron braucht als Viertelfinalgegner den EV Zug, sonst werden die Gottéron-Fans keine Freude an den Playoffs haben und die Freiburger im Eiltempo die Koffer packen müssen. Flavien Conne hat Recht. Die Spieler sollen nicht über mögliche Viertelfinalgegner sprechen und noch weniger die restlichen Spiele dahingehend beeinflussen auf ihre Wunschgegner zu treffen. Die Fans und Journalisten dürfen aber gerne pausenlos darüber diskutieren und den Hockeygott beschwören. Den Hockeygott beschwören? Gute Idee…. wir versuchen es mit einem Brief. 

 

Lieber Hockeygott

 

Ich habe mir oft vorgestellt wie du aussiehst. Wenn ich es versuche, dann sehe ich aber immer nur das Gesicht von Slava Bykov vor mir. Schick mir doch eine Autogrammkarte, damit ich diese mit derjenigen von Slava vergleichen kann, denn ich habe da einen Verdacht. 

Ich weiss, ich melde mich regelmässig. Aber ich erlaube mir dir zu schreiben, da bisher nur mein Wunsch zu „Sauvez Gottéron“ in Erfüllung ging. Bei den anderen Wünschen haben wohl mehr Kloten- und SCB-Fans als Gottéron-Anhänger geschrieben. Verstehen werde ich dies nie können, da du letzte Saison aber Rapperswil in die NLB verbannt hast, sei dir verziehen. 

Da diese Woche entschieden wurde, dass die Coaches Challenge eingeführt wird, hast du sicher auch etwas mehr Zeit meinen Wunsch zu erfüllen, da diejenigen Schreiberlinge wegfallen, welche sich stets bessere Linienrichter gewünscht haben. 

Ich will aber nicht lange um den heissen Brei reden. Schenk Freiburg-Gottéron bitte als Viertelfinalgegner den EV Zug. Lass mich dir erklären warum den EV Zug. Es sieht so aus, dass entweder Genf, Davos oder Zug gegen Gottéron im Viertelfinale spielen wird. 

Gegen Servette Genf hat Gottéron die letzten drei Spiele verloren und die Calvinstädtler praktizieren ein Hockey, dass den Drachen nicht liegt. Zudem würde eine Serie gegen die Genfer sehr kräftezehrend und das Risiko von Verletzten wäre zu gross. Darum bitte nicht Genf. 

Davos ist eine Playoff-Mannschaft und gegen die Bündner hat Gottéron in einer Playoff-Serie noch nie gut ausgesehen. Zudem hat der HC Davos Arno del Curto. Bin mir sicher, dass du ihn persönlich kennst und er dir auch regelmässig schreibt. Anders ist nicht zu erklären, dass ein Dorf mit gut 11’000 Einwohnern in den letzten acht Jahren dreimal Schweizermeister geworden ist. Bitte, bitte nicht Davos. 

Der EV Zug hingegen könnte der Truppe von Gerd Zenhäusern liegen. Gottéron hat gegen die Steuerparadisvögel zwar in dieser Saison nur eines von vier Spielen gewonnen, aber Zug wird in diesem Jahr keine guten Playoffs spielen. Spieler wie Ligatopskorer Bouchard und Martschini, immerhin der beste Skorer mit Schweizerlizenz, wissen in der Qualifikation zu brillieren, werden aber in der schönsten Zeit des Hockeyjahres gegen einen einigermassen gut organisierten Gegner nichts bewirken können. Solche Künstler haben es nicht gerne, wenn man ihnen den Schneid abkauft, was in den Playoffs das Motto eines jeden Teams sein muss. Solltest du das Motto von Freiburg Gottéron für die Playoffs schon wissen, dann schreib mir dies doch bitte auf die Rückseite deiner Autogrammkarte. Dies aber nur nebenbei. Zug scheint mir für eine Viertelfinalserie gegen Gottéron perfekt zu sein. In der Saison 93/94 gewann Freiburg-Gottéron die Halbfinalserie gegen den EVZ übrigens mit 3:1. Das muss ich dir aber wohl nicht erzählen lieber Hockeygott. Immerhin warst du, insofern mein Verdacht stimmt, in den Playoffs mit 31 Skorerpunkten in 11 Spielen (!) Topskorer der ganzen Liga. Zudem sind die Zuger vor allem Könige des Powerplays und in den Playoffs wird nicht gleich jeder Körperkontakt bestraft, weshalb es weniger Überzahlsituationen geben wird. Nicht ausser Acht lassen darf man auch, dass die Viertelfinalkonstellationen ZSC- Kloten, Genf- Lausanne, Zug- Gottéron und Davos- Lugano in jeder Serie für viel Spannung sorgen würde. Bitte verstehe mich nicht falsch, aber ja, ich habe absichtlich vergessen den SC Bern in den Playoffpaarungen zu erwähnen. Wenn du mir diesen Wunsch zusätzlich erfüllen würdest, dann verzeihe ich dir auch, dass Romain Loeffel heute bei Genf und nicht mehr bei Gottéron spielt. Da du sicher vor den Playoffs noch viele solche Briefe erhalten wirst und nicht alle Briefe ganz durchlesen kannst, hier nochmals kurz meinen grössten Wunsch:

 

Hockeygott schenk uns den EVZ

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Für das skippr-Team

 

Elmar

 

PS: ich melde mich dann für den Halbfinal wieder…

 

 

 

EW/ 18. Februar 201

Video Mia Aegerter

 

Teil 1 - Fakten und Zahlen die sie vom Kanton Freiburg noch nie gehört haben

(Perfekt für am Stammtisch gross aufzutrumpfen)

 

Ständige Wohnbevölkerung (Stand: 31.12.2015)

Total: 307'461 (153'732 Frauen und 153'729 Männer)

Seebezirk: 35'313 (17'576 Frauen und 17'737 Männer)

Sensebezirk: 43'196 (21'412 Frauen und 21'784 Männer)

 

 

Anzahl Gemeinden

Seebezirk:

1850: 43
1950: 43
2000: 32
2010: 26
2017: 17

Sensebezirk:

1850: 19
1950: 20
2000: 19
2010: 19
2017: 17

 

 

Staumauer Schiffenen

Betonmenge: 185'000 m3

 

Stromverbrauch:

2009: 1'731'838'000 kWh

2015: 1'814'152'000 kWh

 

Durchschnittlicher Netto-Mietpreis (ohne Heiz- und Nebenkosten):

  Freiburg Schweiz
1 Zimmer 700 CHF 800 CHF
2 Zimmer 1'000 CHF 1'100 CHF
3 Zimmer 1'200 CHF 1'300 CHF
4 Zimmer 1'500 CHF 1'600 CHF
5 Zimmer 1'700 CHF 1'900 CHF
6 Zimmer 2'000 CHF 2'300 CHF

 

 

Geschlachtete Tiere 2015 (2000):

Rinder: 91'652 (64'749)

Schafe: 2'358 (9'913)

Ziegen: 515 (488)

Schweine: 389'920 (211'729)

Pferde: 45 (391)

Andere: 133 (248)

 

Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 Kanton Freiburg

Teil 2 - Fakten und Zahlen die sie vom Kanton Freiburg noch nie gehört haben

(Perfekt für am Stammtisch gross aufzutrumpfen)

 

Bodennutzung nach Gemeinde in Hektar (2013):

  See-
bezirk
Sense-
bezirk
Siedlungsfläche 1'942 2'353
Landwirtschaftsfläche 9'198 16'419
Bestockte Fläche
(Wald/Gehölze)
2'798 6'783
Unproduktive Fläche
(u.a. Gewässer)
275 991

 

Gebäude nach Baujahr (2014):

< 1946: 17'808

1946-1980: 17'925

1981-2000: 18'235

2001-2014: 14'343

 

Leerstehende Wohnungen (2016):

1'763 (1.24%)

 

 

Strassenverkehrsunfälle (2015):

Total: 719

Davon tödliche: 6

Davon mit Verletzten: 535

 

Gezählte Motorfahrzeuge pro Tag (in beide Richtungen):

  Ort der Zählung 1995 2015
Murten - Düdingen Gurmels 7'000 7'700
Tafers - Plaffeien Tafers 6'900 10'300
Flamatt - Schmitten Flamatt 10'400 11'800

 

Luftverkehr (2015):

Motorflugzeuge: 25'624 (29'272 Passagiere)

Helikopterflüge: 3'917 (2'427 Passagiere)

 

Einnahmen für den Strassenverkehr:

1999: 207'843'000 Franken

2005: 172'184'000 Franken

2013: 136'085'000 Franken

 

Ausgaben für den Strassenverkehr:

1999: 261'334'000 Franken

2005: 224'205'000 Franken

2013: 248'763'000 Franken

 

 

Berufstätige Ärzte im stationären Sektor:

2010: 280

2015: 382

 

Rauchverhalten (2012):

Nicht-Raucher: 51.1%

Ehemaliger Raucher: 21.9%

Raucher: 27.0%

 

Häufigste Todesursache (2014):

Krankheiten des Kreislaufsystems: 30.6%

Tumore: 28.3%

 

Eingeschriebene Studenten der Universität Freiburg (15/16):

Total: 10'509

Wohnort (vor Studienbeginn):

 - Kanton Freiburg: 2'484

 - andere Kantone: 6'209

 - im Ausland: 1'816

 

Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 Kanton Freiburg