Carte Blanche #20

Auch zwei Wochen nach dem Nationalfeiertag - 1. August Feuerwerk und Raketen sind Thema

Der 1. August ist der Schweizer Nationalfeiertag, zumindest dürfte man dies annehmen, da dies seinerzeit so bestimmt wurde. Dass dieser Tag nun vielerorts bereits am Vortag gefeiert wird, lässt den Grossteil der Schweizerinnen und Schweizern, wie auch das Ausland, jedes Jahr von Neuem den Kopf schütteln.

Die Eidgenossen scheinen zum ersten Volk zu mutieren, welches den Nationalfeiertag künftig traditionellerweise am Vortag feiert. Gründe dafür gibt es keine. Ebenso gut könnte man diesen Tag aber auch Nationalfeuertag nennen. Egal ob nun der 1. August gemeint ist oder der Vortag, besser noch sprechen wir vom Feuerwerksmonat. Denn trotz Verboten wird jeweils bereits vielerorts Wochen vorher und nachher irgendwelches „Chlöpfzüügs“ in den Himmel gelassen. Auch dies mit Raketen, Knallern und Böllern scheint eine liebe Tradition der Eidgenossen. Aber dass das Feuerwerk trotz Brauch auch grosse Schattenseiten hat, wird von den Verursachern gewissentlich unter den Tisch gekehrt. Scheinbar muss das Ganze als Toleranz akzeptiert werden, wobei ich eher auf die Bezeichnung Toleranz in Bezug auf Technik (das Mass, in dem etwas von einem Standardwert abweicht) abziele, als denjenigen in Bezug auf das Leben (Achtung und Duldung gegenüber anderen Auffassungen, Meinungen und Einstellungen).
So gibt es jedes Jahr ca. 280 Unfälle (85% Männer), Verletzungen und Verbrennungen die auf Feuerwerk zurück zu führen sind. Auch Tote gibt es bereits zu beklagen. Als toller Nebeneffekt werden jedes Jahr etliche Häuser und Gebäude durch die Raketen und 1. August Feuerwerke abgefackelt. Millionen Schäden, dazu irreparable Komponenten wie Umweltbelastung und Gesundheitsbeeinträchtigungen. Dass mit der Feuerwerks-Knallerei die Tiere zuhause und ebenso die Wildtiere gestresst werden, steht ausser Zweifel.

Scheint es nicht sehr zynisch, wenn so alle Umwelt-Vorschriften absurdum geführt werden. Dazu kommt noch die durch Feuerwerke verursachte Nachtruhestörung, die einem das Feiern fast verunmöglicht ;-).
„Frage zum 1. August: Wann wurde der erste Schweizer erschaffen?“

Text: David Aebischer

Carte Blanche #19

Ohne Gepäck auf Sizilien gestrandet

Die defekte Gepäck-Anlage am Flughafen Genf vor etwas mehr als einer Woche hatte Auswirkungen auf Yves Kilchör. Aber auch ohne eigene Kleider, Hygiene-Artikel und Strom-Adapter macht man spannende Erfahrungen, stellte er auf Sizilien fest.

 

Die Badehose war gepackt, die Identitätskarte im richtigen Fach verstaut und die Billette schön versorgt. Der Koffer war also bereit und ich konnte mich aufmachen, um in Genf das Flugzeug zu nehmen. Mein Ziel: Ein Sprachaufenthalt für zwei Wochen in Italien, um nebst "Pasta" und Pizza" auch noch ein paar andere Wörter dieser wunderschönen Sprache zu verstehen und sprechen zu können.

In Genf verlief zunächst alles reibungslos. Ich konnte einchecken und mein Gepäck aufgeben. Ausser der vielen Koffer, die da herumstanden, war für mich noch nichts sonderbar. Ich konnte auch problemlos durch die Sicherheitsschleusen und ans Gate gehen. Aber da sah ich es auf meinem Handy in den Online-Medien: Die Gepäck-Maschine des Flughafens Genf ist ausgefallen. Dennoch sollten die Flugzeuge pünktlich abfliegen. Ich konnte mich also schon mal psychisch darauf einstellen, dass ich wohl ohne meinen Koffer auf Sizilien ankommen würde. 

Genauso war es denn auch. Das Gepäck-Förderband im sizilianischen Flughafen präsentierte mir Koffer und Taschen unterschiedlicher Farben und Formen. Nur mein Rucksack war nicht dabei. Also ging ich zu einem Schalter, um die Verlustmeldung aufzugeben und anschliessend ohne Gepäck aus dem Flughafen. Zugegeben: Ich war alles andere als erfreut. Zum ersten Mal ganz alleine für zwei Wochen in einem anderen Land an einem fremden Ort und dann noch ohne Gepäck: Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Vor allem auch, weil ich sehbehindert bin und deshalb am neuen Ort erst mal herausfinden musste, wie ich meine Wohnung, meine Sprachschule und die richtigen Läden und Restaurants finde.

Glücklicherweise konnte ich dann im Städtchen trotz meiner späten Ankunft noch Zahnbürste, Zahnpasta und ein Duschmittel kaufen. Denn mein Vermieter zeigte mir einen Laden. 

Am nächsten Morgen war mein Gepäck auch Thema in der Schule. Dort empfahl man mir einzelne Läden, um neue Kleider zu kaufen. Am Abend entschied ich mich dann, dies zu tun, weil mein Gepäck immer noch nicht ankam. Spontan begleitete mich eine andere Schweizer Schülerin, um neue Unterhosen, T-Shirts und Flipflops einzukaufen. Dank ihrer Begleitung fand ich die für mich in diesem Moment sehr wertvollen Stücke sofort. Damit fiel mir einen grossen Stein vom Herzen. Ich konnte mich endlich wieder mal frisch kleiden.

In den nächsten Tagen kaufte ich alleine - oder mit der Hilfe anderer - dann noch weitere Dinge ein, wie Rasierklingen, Deo, Hautcrème und weitere überlebenswichtige Dinge. Damit kam ich über die Runden, bis es am dritten Tag an meiner Türe klingelte und mein Rucksack ankam. Heil und mit all meinem Hab und Gut.

Auch wenn dies zugegebenermassen eine doch eher mühsame Erfahrung war, empfand ich sie alles in allem als positiv: Ich musste in die Läden gehen und erlebte damit, wie die italienische Einkaufskultur funktionierte. Damit bekam ich ein Stück Italien mit, was ja das oberste Ziel meines Aufenthaltes in Italien war. Ausserdem merkte ich, wie gross die Unterstützung von anderen Menschen selbst an einem Fremdem Ort ist, auch wenn sie mich noch nicht kennen. Es war schön, wie mir verschiedene Mitstudenten beim Einkaufen halfen, nach der Ankunft meines Gepäcks fragten. Und auch die Schule unterstützte mich und rief immer wieder die Airline an, um zu erfahren, wo mein Gepäck ist. Zu guter Letzt erhielt ich auch von der Schweiz aus immer wieder Nachrichten, um zu erfahren, ob ich meine persönlichen Gegenstände erhalten habe. Und schliesslich zeigte mir diese Erfahrung, welche materiellen Dinge im Leben wirklich wichtig sind: Zuerst kauft man das wirklich Nötige und anschliessend immer weniger wichtige, aber dennoch annehmliche Dinge.

Deshalb mein Fazit: Manchmal hilft es, ohne viel materielle Dinge leben zu müssen. Es eröffnet neue Begegnungen, Einsichten und unvergessliche Erinnerungen. 

Übrigens: Wieso ich in Sizilien von der Bürokratie im Stich gelassen und von der Menschlichkeit überrascht wurde, erzähle ich in einer Woche an dieser Stelle. 

Text: Yves Kilchör

Carte Blanche #18

Der dramatische Taucher des Bilinguisme am Les Georges Festival

Ich bin enttäuscht – nicht vom Musikprogramm, denn das wird schweizweit von nur wenigen anderen Stadtfesten überboten: Châpeau! Enttäuschend ist der Umgang mit der deutschen Sprache in dieser ach so zweisprachigen Stadt Freiburg im Üechtland.

Enttäuschung auch, weil skippr in der Rubrik Wortbruch schon vor Jahresfrist die Homepage des Festivals und ihren gewagten, wenn nicht nihilistischen Umgang mit Goethes Sprache gerügt hat. Gelernt wurde nichts, die Schreib- und Grammatikfehler – im Dutzend wohl billiger – sowie die Lieblosigkeit gewisser Übersetzungen blieben weitgehend bestehen. Stünde ein Deutschfreiburger in seinen Französischfortschritten dermassen auf der Leitung, würde man das Hinterwäldlertum bemühen. Nur zwei Beispiele: «Wir haben für 2017 alle unsere Bands schon gebucht und haben kein Platz mehr!» «Keinen» müsste es heissen! Sorry für die Klugscheisserei, aber es gibt Fallregeln. Wenigstens wurde aus 2016 ein 2017. Oder: «Vorferkaufsstellen» als Titel, gleich schmerzhaft für die Augen wie letztes Jahr.

Drücken wir die Enttäuschung in Zahlen aus: Auf der französischen Homepage sind insgesamt neun Menüpunkte wählbar. Auf dem deutschen Pendant, wobei Pendant nicht stimmt, weil es auf Deutsch gar kein Musikprogramm gibt, stehen nur fünf Menüpunkte, arrangiert in einer Art und Weise, dass sie nicht als wirkliches Menü bezeichnet werden können. Die Deutschsprachigen sind sozusagen die Mitesser des französischen Menüs. Oder die Resteverwerter. Immerhin ist auf der Startseite mit rein französischen Bandvorstellungen der Monat «juillet» übersetzt. Wir wissen ja, dass wir viel weniger Worte brauchen, um dasselbe auszudrücken. Aber gleich so viele weniger???

Enttäuschung aber auch, dass dieses Festival, welches von jungen Menschen aufgezogen wurde und durchgeführt wird, so rein gar nichts Deutschsprachiges an sich hat. Ich meine ja nicht «deutsches Teutonisches», ein zweisprachiger Sprit oder mindestens ein gewisses Flair für die deutsche Sprache und Respekt gegenüber der grossen Minderheit von rund 30% Deutschsprechenden in der Stadt Freiburg. Kein einziges deutsches Wort: nicht am Eingang, nicht bei den Ständen, auf keiner Speisekarte. Die Leitung, die Programmatoren, das Personal – allesamt 100% pure francophone, zumindest hätte man nichts anderes bemerkt. Das Programm: Bands und KünstlerInnen aus der halben Welt, aber niemand aus dem deutschsprachigen Raum mit Ausnahme von Biel/Bienne, wo in der Minderheit bekanntlich französisch gesprochen wird, und zwar auch von der grossen, deutschsprachigen Mehrheit.

Völkerverbindend ist das Les Georges nicht. Auch wenn dies jetzt fürchterlich pathetisch, ewiggestrig und eigentlich wahnwitzig klingt: In diesem Punkt war die Jazzparade voraus. Ich freue mich auf Les Georges 2018 – vielleicht geht bis dann ein Ruck durch die frankophonen Reihen.

Text: Mario Corpataux

Carte Blanche #17

Über bizarre und wunderbare Begegnungen 

Vor einigen Wochen lief ich gut gelaunt durch die Rue de Lausanne in der Stadt Freiburg. Die Abendsonne schien mir prall ins Gesicht und auf meinen Kopfhörern dröhnte der Sommerhit im roten Bereich. Nein, die Rede ist nicht vom Ohrwurm "Despacito" von Enrique Iglesias, Entschuldigung, ich meine natürlich Luis Fonsi, sondern von einer Cover-Version des Klassikers "Bette Davis Eyes" eines australischen Künstlers, den ich zu meinem persönlichen Sommerhit erklärt habe. Plötzlich sprach mich ein älterer Herr an.

Ich muss ehrlich gestehen, ich ging davon aus, dass er mich um Geld bitten würde, da er mir etwas ungepflegt erschien. Weit gefehlt! Als ich die Kopfhörer zur Seite schob, sagte mir der ältere Herr auf Französisch in etwa folgendes: "Wieso verschliesst du deine Ohren?". Auch wenn ich sonst nicht gerade auf den Mund gefallen bin, wusste ich nicht, wie auf diese Frage zu antworten. Jedoch liess er mir auch gar nicht die Möglichkeit, nach einer Antwort zu suchen, denn kurz darauf sagte er: "Wenn du dich von der Aussenwelt abschottest, dann wirst du viele schöne Begegnungen verpassen". Kaum hatte er seinen Satz beendet, liess er mich auf der Strasse stehen, wie bestellt und nicht abgeholt. Verdutzt ging ich meinen Weg weiter und die etwas bizarre Begegnung war dann vorerst vergessen. 

Zwei Tage später holte mich dieses Erlebnis jedoch wieder ein. Am übernächsten Tag war ich nämlich mit einem Freund für ein Feierabendbier verabredet. Leicht gestresst und verspätet kam ich auf der vereinbarten Terrasse an und sah meinen Freund an einem Tisch mit einem alten Mann. Nein, es handelte sich nicht um denselben Herrn, den ich in der Rue de Lausanne getroffen hatte. Da kein Tisch frei war, hatte sich mein Freund zu erwähntem Mann hingesetzt. In der Folge kamen wir mit dem wohl gegen die 80 Jahre alten Romand ins Gespräch. Ein Gespräch, dass mir aufgrund der traurigen Geschichte des Mannes während Tagen nicht aus dem Kopf ging. Der alte Herr teilte uns mit, dass er heute seinen Geburtstag feiern würde. Selbstverständlich gratulierten wir ihm und stiessen auf seinen Purzeltag an. Er sagte uns, dass er früher Schriftsteller sowie Gerichtsprozess-Journalist gewesen sei und viele gute Freunde gehabt habe. Heute sei er jedoch allein, da seine Freunde alle verstorben seien. Zur Feier des Tages sei er mit dem Zug von Romont nach Freiburg gefahren, um sich eine Pizza zu gönnen und ein, zwei Bier zu trinken. Eine bewegte Geschichte und eine Geschichte, die einigen älteren Menschen bekannt vorkommen dürfte. Nachdem er sein Bier ausgetrunken hatte, machte er sich auf den Weg zum Bahnhof, um nach Hause zu gehen. Das Gespräch mit uns schien er jedoch sichtlich geschätzt zu haben.

Diese Begegnung erinnerte mich an das Treffen und die Worte des Herrn in der Rue de Lausanne. Hätte sich mein Freund nicht zum älteren Mann hingesetzt, wäre diese interessante und wunderbare Begegnung nicht zustande gekommen und das Geburtstagskind hätte auf seinem Ausflug vielleicht nicht einmal jemandem mitteilen können, dass er heute seinen Geburtstag feiert. Diese zwei Begegnungen haben mir aufgezeigt, dass ich in der Tat wohl schon einige spannende Lebensgeschichten verpasst habe, indem ich in der Öffentlichkeit lieber Musik gehört oder mich vollends meinem Smartphone gewidmet habe. Aus diesem Grund habe ich mir in den letzten Wochen zu Herzen genommen, im Bus, Zug oder auf der Strasse offen für Gespräche zu sein und es haben sich wirklich einige lustige, teils schräge und auch interessante Gespräche ergeben. Bitte hält mich jetzt nicht für einen Moralapostel, denn je nach Laune werde auch ich mich bereits morgen im Zug wieder abkapseln, aber der Mann in der Rue de Lausanne hatte wirklich Recht. "Wenn du dich von der Aussenwelt abschottest, dann wirst du viele schöne Begegnungen verpassen".

Text: Elmar Wohlhauser

Gottéron-Blog

Ein trainingsfauler Torhüter, der sich jeden zur Brust und ein Dachdecker, der das Team unter seine Fittiche nimmt

Bei Freiburg-Gottéron geht es bereits vor Saisonstart drunter und drüber. Der St. Leonard-Klub gab gestern bekannt, dass - wie erwartet - mit Barry Brust ein kanadischer Goalie für Reto Berra gefunden wurde. Zudem wurde die Verpflichtung des Amerikaners Jim Slater verkündet. Michal Repik hingegen wird das Trikot von Gottéron nicht überstreifen, da er befürchtete, zu wenig Eiszeit bei den Drachen zu erhalten. Liegt Sportchef Christian Dubé mit diesem Transfer-Wirrwarr goldrichtig oder stürzt er damit das arg gebeutelte Team mit weiterer Verunsicherung in den pechschwarzen Abgrund? Schauen wir uns die Neuverpflichtungen zuerst einmal genau an.

 

Barry Brust oder wenn ein Torhüter lieber die Fäuste auspackt als trainiert

 Der Nachname des neuen Gottéron-Goalies ist bei ihm Programm. Der 33-jährige Kanadier Barry Brust nimmt sich seine Gegenspieler gerne zur Brust und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Rückt ihm ein Gegenspieler zu hart auf die Pelle oder wird ein Mitspieler unfair angegriffen, packt der bullige Kanadier die Fäuste aus. Seine Rechte ist weltweit gefürchtet. Der bärtige Mann mit dem Hundevornamen ist zudem für zwei weitere Dinge bekannt.

Erstens: Trainings findet er unnütz und mag in den Übungen jedem Mitspieler ein Tor gegen ihn gönnen, um es nett auszurücken. Styl- und Technikanalysen sind für den erfahrenen Torhüter sprichwörtlich Fremdwörter. Dies könnte zu Reibereien mit dem minutiös arbeitenden Goalietrainer David Aebischer führen. Wobei! Im Wissen um den linken Hacken von Barry Brust wird der Stanley-Cup-Sieger wohl die Faust im Sack machen müssen.

Zweitens: Wer Trainings hasst und trotzdem in der KHL auf eine Fangquote von über 92% kommt, ist ein typischer Matchgoalie. Barry Brust gehört genau zu dieser Sorte.  Geht es um die Wurst, wächst der Kanadier über sich hinaus.

Jim Slater oder wenn ein einziger Spieler eine Mannschaft führen kann

Slater heisst auf Deutsch Dachdecker und dies passt zum Amerikaner wie die Faust von Shawn Heins auf das Auge von Daniel Rubin. Jim Slater ist ein Leader, ein Führungsspieler, ein Anführer. Der Center ist ein Teamspieler, der den Karren aus dem Dreck  ziehen oder ein sinkendes Schiff auf Vordermann bringen kann. Ein Dachdecker eben. In der vergangenen Saison kämpfte Freiburg-Gottéron über Monate mit Löchern im Dach. Jim Slater hätte als Dachdecker diese Löcher in Eile gestopft. Der Stürmer ist kein Topskorer, kein Spektakelmacher, aber ein solider Teamplayer. Dies hat er auch bei Servette-Genf als Kapitän unter Beweis gestellt.

Unterhaltung für die Fans und ein guter Deal für die Mannschaft

Die eingangs gestellte Frage, ob Christian Dubé mit seinen Transfers richtig liegt, ist mit gemischten Gefühlen zu beantworten. Fazit: Barry Brust hat einen wahnsinnig grossen Unterhaltungswert, was ihn zum Liebling der Fans und zum Gesprächsthema  Nr. 1 im Freiburgerland machen wird. Zudem wird er mit seinen unbestrittenen Können einige Spiele für Gottéron im Alleingang gewinnen. Sein aggressiver Styl könnte die Gottéron-Verteidiger jedoch auch überfordern. Ein etwas ruhigerer Goalie wäre Rathgeb, Schilt und Co. wohl besser bekommen. Lustig wird es auf alle Fälle. Mit Jim Slater hat der Sportchef genau den Spieler verpflichtet, der den Drachen in den letzten Saisons gefehlt hat. Ein geborener Leader, den jedem seiner Mitspieler die Last von den Schultern nimmt und in schwierigen Momenten das Wort ergreift. Der Dachdecker wird Gottéron richtig gut tun.