Packen für die Sommerferien

Die Sommerferien stehen quasi vor der Tür. Falls du noch nicht gepackt hast oder deine Pack-Devise überdenken möchtest, hier ein paar Tipps von skippr.

1. Pack- und Checklisten schreiben

Was mitnehmen? Was gehört in Koffer- / Handgepäck?  Was muss sonst noch erledigt werden? Tipp: Packliste mitnehmen, damit auch bei der Abreise nichts vergessen geht. App-Tipp für elektronische Checkliste: Wunderlist (für Android und iOS)

2. Alles bereitlegen

Bevor alles in den Koffer gepackt wird, unbedingt zuerst übersichtlich ausbreiten. Für die Kleidungsstücke eignet sich am besten das Bett, die Schuhe daneben. Achtung: Kombinierbare Kleidung ist das A und O, extravagante Teile zu Hause lassen.

3. Einpacken und Platzieren im Koffer

Schwere Sachen gehören nach unten und in die Nähe der Kofferrollen.  Hosen, T-Shirts, Kleider, Handtücher etc. brauchen gerollt viel weniger Platz - und sind erst noch weniger verknittert als wenn gelegt. Hosenbunde und Hemdkragen nicht auf die gleiche Seite, sondern immer versetzt. Mit Unterwäsche Lücken füllen. Schuhe mit Socken ausstopfen. Für alle Shoppingqueens: Bloss genügend Raum im Koffer lassen!

a) Sperrige Kosmetikprodukte
Rein finanziell lohnen sich natürlich grössere Dusch- und Shampoo-Flaschen. Platztechnisch ist es aber gäbiger, Reisegrössen zu kaufen - oder Rasierschaum, Bodylotion und Zahnpasta einfach vor Ort kaufen. Das spart auch an Gewicht im Koffer.

b) Zerbrechliches schützen
Parfüms und andere Glasflaschen sollten niemals lose im Koffer herumfliegen. Den Verschluss mit Chläbi sichern und das Parfum in einer Socke verstecken. Düfte sollten ausserdem vor großer Hitze verschont werden.

c) Schmuck reisefest verpacken
Feine Ketten haben verhaken sich gerne. Um das zu verhindern, führe eine Seite der Kette durch einen Strohhalm und schliesse den Verschluss. Ohrringe, die auf Reisen gerne mal verloren gehen, knipst du am besten an einem Stück Stoff fest.

d) Chaos im Koffer vermeiden
Kleinteile wie Haarnadeln oder Wattestäbchen lassen sich leichter wiederfinden, wenn sie gebündelt werden. Eine alte Pillen- oder Kaugummidose ist dafür die perfekte Lösung.

e) Fön, Handtücher, Bettwäsche?
Unbedingt abklären, ob dies im Hotelzimmer / Ferienwohnung zur Verfügung stehen? Vielleicht kannst du dir die nämlich sparen...

f) Handwaschmittel
Evtl. in Reisegrösse.

4. Für Familien...

Folgende Utensilien können jeweils hilfreich sein: Behälter wie Tupperware, Plastikbeutel mit Druckverschluss, Sackmesser, Klebeband, Schnur mit Wäscheklammern
Für unterwegs: Malbücher und Malstifte, Jasskarten, Spiele, Pixie-Büchlein
Für die ganz Kleinen: Viiiele Nuggis mitnehmen!
Und sonst: Vorabend-Check-In könnte sich lohnen.

5. Schöni Ferie ù bis baud ùmi in Dütschfriburg!

Gottéron-Blog

Ein Jahr Verspätung für den neuen Hockeytempel

In den letzten Wochen wurde allerseits spekuliert, warum die Vorbereitungsarbeiten für den Umbau des Stadions St. Léonard (noch) nicht in Angriff genommen wurden. Ursprünglich war geplant im April dieses Jahres die Container rund um das Stadion zu entfernen. Verschiedenste Gerüchte waren zu hören: Die Kosten seien unterschätzt worden und das Stadion werde 20 Millionen teurer als geplant oder auch man sei bei Testbohrungen auf schlechten Untergrund gestossen. Die ganze Freiburger Journalistengilde klopfte bei Stadt und Klub an, um den Gerüchten auf den Grund zu gehen.

Kein Kommentar! Dies die Antwort auf alle Fragen. Nun hat Freiburg-Gottéron kommuniziert und das Kredo tönt auf den ersten Überflug positiv. Aber - es gibt bekanntlich in gefühlten 99% der Fälle ein Aber - auf den zweiten Blick hin trügt der Schein. Denn aller blumigen Kommunikation zum Trotz, bleibt, dass das neue Stadion erst für die Saison 2020/2021 bezugsbereit ist. Sprich: die Gottéron-Fans müssen ein Jahr länger warten als erwartet.

Es wäre reine Spekulation hier zu viele mögliche Gründe für die Verspätung zu präsentieren. Eines der eingangs erwähnten Gerüchte könnte der Grund für die Verspätung sein, jedoch auch der langfädige politische Prozess oder das Motto "lieber langsam, aber dafür richtig". Die Verspätung damit zu begründen, dass erst entschieden werden musste, ob ein Generalunternehmen eingesetzt werden muss, scheint jedoch fadenscheinig. In den letzten 10 Jahren wurde wohl jedes Sportstadion in der Schweiz durch eine Generalunternehmung realisiert und dieser Prozess hätte früher eingeleitet werden können. Auch die weiteren erwähnten Mehraufwände (Sicherheit, Projektentwicklung, geotechnische Analysen, Koordination usw.) wären innerhalb eines Jahres zu bewältigen gewesen. Und ob die gesamte Gastronomie um das Stadion nun in der kommenden oder in der übernächsten Saison in der Festhalle vorzufinden ist, dürfte auch nicht matchentscheidend für die Verspätung gewesen sein.

Als positiv ist in der Medienmitteilung zu entnehmen, dass 300 Parkplätze realisiert werden und dass nun ein genauer Zeitplan steht. Ob dieser dann wirklich eingehalten werden kann, ist mehr als fraglich. Immerhin wird das Bauprojekt nicht in Bern oder Zürich realisiert, sondern in unserem schönen Freiburg. Die Poyabrücke lässt grüssen...

Die (erste) Verspätung hat selbstredend auch Einfluss auf den sportlichen Erfolg von Freiburg-Gottéron. Die Verantwortlichen beklagen sich seit Jahren, dass das Budget des Klubs am Plafond angelangt sei und dass ohne neues Stadion der Klub keine grossen Sprünge machen könne. Das heisst für die Fans: die Drachen werden ein Jahr länger um die Playoffs kämpfen müssen, denn erst mit dem neuen Stadion kann Freiburg-Gottéron sich wieder im Spitzen-Sextett der Liga etablieren. 

Ein überschwinglich positiver Gedanke zum Schluss: das altehrwürdige St. Léonard ist und bleibt das sympathischste Eishockeystadion der Schweiz. Auch wenn Komfort im Drachentempel ein Fremdwort ist, dürfen sich die Gottéron-Fans ruhig sagen: "Yeaahhhh eine Saison länger im Stadion, in dem Bykov/Khomutov die Hockeywelt verzauberten".

Carte Blanche #13

Sportdrink oder Drinksport

Toll, was da die Veranstalter geleistet haben am Kantonalen Turnerfest in Düdingen, welches vom 10. – 18. Juni ausgetragen wurde. Es wurde Gemeinschaftsgeist gezeigt und zelebriert. Soweit so gut. Was dann allerdings in den heiligen Hallen der Schweissgeschwängerten Luft anzutreffen war, kann und sollte nicht mit Sport in Verbindung gebracht werden.

Auf der Website des Turnfestes steht stolz: „Nach einer grandiosen Partynacht und den Wettkämpfen laufen die Vorbereitungen für die Schlussfeier…“. Scheinbar muss heute (noch viel mehr als früher) sinnlos „gesoffen“ werden (von der Verniedlichungsform „Trinken“ kann man da leider nicht mehr sprechen, schreiben). Was und wen man da teilweise in unvorteilhaftem Zustand antreffen und ertragen musste, ist eines solchen Festes einfach unwürdig. Es ist klar, dass ein Veranstalter in solchen Momenten kaum, mehr etwas dagegen tun  kann, aber sollten nicht gerade Sportvereine etwas mehr darauf achten? Immer eifrig auf der Suche nach Nachwuchs, sollten gerade solche Argumente ausgeblendet werden. Denn Saufen ist nicht Geselligkeit. Da wurde teilweise die Verantwortung (wie übrigens an fast allen Festen) nicht wahrgenommen. Auch am Martinsmarkt in Düdingen fallen jedes Jahr die Sportvereine auf, die scheinbar keine besseren Ideen haben als meterlange Bars aufzustellen. Es gibt bestimmt noch eine löblichere Art und Weise, um einen Verein in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Schade ist es allemal, auch wenn Alkohol in vielen Kulturen einen festen Platz hat. Anfänglich natürlich vor allem wegen der berauschenden Wirkung. Ein ideales Mittel, sich zu amüsieren, die Hemmungen abzulegen. Aber Achtung. Was man da teilweise zu sehen bekam hat nichts mehr mit Ablegen von Hemmungen zu tun. Hier war im grossen Stile „Fremdschämen“ angesagt, bei Männlein und Weiblein. Alkohol scheint immer noch ein Ventil für gewisse Menschen zu sein. Nur wer ab und zu die Möglichkeit hat auszubrechen, z.B. mit Alkohol oder anderen Drogen, kann sich in der übrigen Zeit wieder in die Gesellschaft einfügen. Da sind wir ja fast wieder beim (neuen) Olympischen Gedanken Citius, altius, fortius (schneller, höher, stärker) und somit beim kantonalen Turnfest.

Text: David Aebischer

Carte Blanche #12

In Deutschfreiburg ist Open-Air-Saison – und niemand geht hin!

Seit Jahren schiessen in der Schweiz jedes Jahr noch mehr Open-Airs aus dem Boden, so auch in (Deutsch-)Freiburg. Seit Jahren bin ich mir sicher, dass jedes Jahr genauso viele wieder dichtmachen müssen und das ganze Festivalwesen im Sommer ein Austausch- resp. ein Nullsummenspiel sein muss. Stimmt nicht, belegen die Fakten: Auch dieses Jahr ist ein Neues hinzugekommen, zwar im französischen Kantonsteil, aber eben wieder eines mehr, ohne dass ein anderes untergetaucht wäre. Die Behauptung im Titel ist also nichts wert, aber zu verlockend die Vorstellung, was wohl geschehen würde, besuchte wirklich niemand die Open-Airs…?

Am Schlager Open-Air in Plasselb schlagen sich die Musiker die Köpfe ein; am Schmittner Open-Air zertrümmern Sepultura die Instrumente von Züri West; am Les Georges Festival nehmen nur Georges, Georgetten, Giorgios, Georginas und Georgs teil, da sie (tatsächlich) keinen Eintritt bezahlen müssen; am Festival du Gibloux ist der einzige Besucher der Oberamtmann, der Absperrgitter und Erste-Hilfe-Koffer kontrolliert; das Contra-Festival in Liebistorf findet nach kurzfristigen Absagen 2015 und 2016 sowieso wieder nicht statt; am Stars of Sounds in Murten hängen die blassen Sterne tief und saufen alleine ab; die Murten Classics, na ja, so ein Orchester ist ja schon Publikum genug; und am neuen Metal-Open-Air Abyss Festival in Hauteville wurde der Alkohol-Vorrat schon beim Aufbau gänzlich vernichtet.

An ein Festival geht nun aber wirklich niemand hin, was auch wieder nicht stimmt, aber vielleicht werden es auch dieses Jahr viel zu wenige sein und 2018 ist dann Schluss. Das Rock’oz’Arènes in Avenches, zwar im Waadtland ansässig, aber in Griffnähe von Freiburg und für viele Deutschfreiburger ein jährliches Must, könnte ein künftiges Opfer des Festivalsterbens sein. Nach katastrophalen Finanzzahlen 2016 muss die Ausgabe 2017 durchschlagen. Wie aber, mit diesem Programm? Sorry, liebe ProgrammatorInnen, aber wer die britische, leider mehr legendäre, als heute noch hörbare Düster-Goth-Band Sisters Of Mercy nach dem überzeugend katastrophalen Auftritt im nur 15 Kilometer entfernten Fri-Son im Jahr 2016 bucht, war entweder nicht im Fri-Son oder kannte die Band damals noch nicht. So gehen schnell einige zehntausend Franken den Bach runter. Dem halten auch 2000 Jahre alte Gemäuer nicht Stand.

Viel Spass an einem der Freiburger Open-Airs.

Text: Mario Corpataux

Gottéron-Blog

Adieu Benjamin Conz!

Erleichterung bei Christian Dubé und dem ganzen Verein. Freiburg-Gottéron, Benjamin Conz und Ambri-Piotta konnten sind endlich über den Wechsel ins Tessin einigen.

In den letzten Wochen kam es zwischen dem Sportchef aus dem St. Léonard und Paolo Duca (Sportdirektor von Ambri-Piotta) sowie auch zwischen  Benjamin Conz und den beiden Vereinen zu einer richtiggehenden „Feilscherei“. Zum guten Schluss konnten sich die Parteien wohl irgendwo in der Mitte finden und sich über eine Übernahme des Torhüters durch Ambri-Piotta einigen. 

Finanzielle Konsequenzen?

Wenn alle Parteien den Saal knurrig verlassen, dann wurde eine gute Vereinbarung getroffen. Diese Meinung wird jedenfalls von alteingesessenen Richtern und Anwälten vertreten. Das heisst: die getroffene Abmachung muss allen Parteien ein Stück weit weh tun. Im Dossier „Adieu Conz“ stellt sich jedoch die Frage, ob die Schmerzen bei Freiburg-Gottéron nicht viel grösser sind, als diejenigen bei den Leventiner oder Benjamin Conz. Die Verhandlungsposition der Drachen war nicht gerade die Beste. Mit Reto Berra hat man eine neue Nummer 1 verpflichtet und mit Ludovic Waeber eine zukunftsversprechende Nummer 2 im Kasten. Benjamin Conz war somit das fünfte Rad am Wagen gewesen und würde in Freiburg einzig die Gehaltsliste belasten. Also? Wie viel Geld war Christian Dubé bereit auf den Tisch zu legen, um seinen unerwünschten Torhüter loszuwerden? In solchen Fällen ist es üblich, dass der alte Verein die Lohndifferenz übernimmt. Ein komplett geschätztes Beispiel: wenn Conz in Freiburg in der nächsten Saison CHF 450'000.- verdient hätte und Ambri-Piotta ihm „nur“ CHF 300'000.- bezahlen kann, müsste Gottéron CHF 150'000.- übernehmen. Genau diese Summer, die Lohndifferenz, wurde in den vergangenen Wochen verhandelt. Wie gesagt, die Zahlen sind geschätzt. Es wird übelicherweise von den Parteien in den Verträgen vereinbart, dass die Übernahme-Konditionen, sprich der Betrag den Freiburg-Gottéron nun einwirft, nicht bekanntgegeben werden darf. Aus diesem Grund werden die genauen Zahlen mit allergrösster Wahrscheinlichkeit das Licht der Hockey-Welt nie erblicken.

Geld aus dem Fenster geworfen?

Nach Adam Riese ist die Rechnung schnell gemacht. Freiburg-Gottéron verliert durch den Transfer des unerwünschten Torhüters Geld. Sieht man das Glas jedoch halbvoll und nicht halbleer, hält Freiburg-Gottéron mit der Übernahme von Ambri-Piotta den finanziellen Schaden in Grenzen. Wäre für Benjamin Conz kein Übernehmer gefunden worden, hätte dies ein grosses Loch in die Vereinskasse gerissen. Darum dürfen die Gottéron-Verantwortlichen und die Gottéron-Fans heute ruhig aufatmen.

Merci Benjamin Conz!

Zu guter Letzt muss man Benjamin Conz für die vergangenen fünf Jahre bei Freiburg-Gottéron danken. In den ersten beiden Saisons spielte der Jurassier im Tor der Drachen gross auf und weckte für die Folgejahre grosse Erwartungen, die er schlussendlich nicht erfüllen konnte. Jedoch ist dem Mann, der zu keinem „Schoggikuchen“ Nein sagen kann, ohne Weiteres zuzutrauen, dass er bei Ambri-Piotte zu Bestform auflaufen und die Tessiner näher an die Playoffs bringen wird. Merci Benjamin Conz!