Themenwoche Seislertütsch

Sensler Gedichte von Angelia Maria Schwaller

erwache 

mǜüchig

graue

d wùuche

am hǜmù

 

dernaa

am morge

na geschter

i dym bett

 

erwachen i

i mym,

lööse mier

va myne trǜǜm

 

zmitts drinn

i där stadt

oni schlaaf

 

gseen i si

zye

aaggùgge

iinisch

as lengs

anann

aaggùgge -

 

dǜr d ùùge

vam andere

di ganzi wäut

gschpǜre

 

ù debyy

mee gsee

aus ali mau

devor

 

as dehiim,

nit bùne

ana ort,

ganz oni

wort -

 

dier sääge

fǜr hüt

oder ging

Mehr Gedichte von Angelia Maria Schwaller und mehr Informationen zu ihr findet ihr unter www.angeliaschwaller.ch.

Gottéron-Blog

Die Relegationsrunde ist ein schlechter Witz

Der schlechteste Witz aller Zeiten geht in etwa wie folgt: Was sind die letzten Worte eines Securitas? „Ist da jemand?“. Die Relegationsrunde ist jedoch noch um Weiten der schlechtere Witz: Was sind die täglichen Worte der Ticketverkäuferinnen während der Relegationsrunde? „Kommt denn niemand?“.

Dem Elite-Sport schadet selten mehr, als wenn es bei einem Spiel um nichts mehr geht. In dieser Eishockey-Saison ist dieser Fall der Fälle ein weiteres Mal eingetreten. In der Relegationsrunde ging und geht es auch in diesem Jahr nicht mehr um Sieg und Niederlage, sondern für Freiburg-Gottéron und Ambri-Piotta nur noch um die Vorbereitung der Playouts. Bei den Langnau Tigers und dem EHC Kloten ging es sogar nicht mehr um nichts, sondern um überhaupt nichts. 

Lex Rapperswil ist unnütz

Die Liga hat auf die Saison 2013/2014 die Relegationsrunde als „Lex Rapperswil“ geschaffen. Zur Erinnerung: Die Rapperswil-Jona Lakers  konnten während Jahren nicht mit der Elite mithalten und entschieden jeweils im Januar auf die Qualifikation zu pfeifen um die damaligen Playout-Halbfinals vorzubereiten. Aus diesem Grund entschied die Liga die Playout-Halbfinals mit einer Relegationsrunde zu ersetzen. Rapperswil stieg in der darauffolgenden Saison ab und kämpft heute um den Wiederaufstieg in die höchste Schweizer Eishockeyliga. Wie sich jedoch zeigt, ist die Relegationsrunde nur genau für diesen „Fall Rapperswil“ nützlich.

Relegationsrunde bringt nix

In den vergangenen Jahren kam in der Relegationsrunde eigentlich nie wirklich Spannung auf. Durch die sechs Spiele besteht zwar mathematisch meist noch die Möglichkeit, dass ein Team noch eine gegnerische Mannschaft abfangen kann. In der Realität sieht dies jedoch stets anders aus. In den vier Jahren der Relegationsrunde war das Verdikt schlussendlich jeweils klar und deutlich. Dies zeigt folgende Übersicht:

(Einfach auf die Statistik klicken um diese genauer anschauen zu können)

Reaktion der Liga gefordert

Die Liga sowie die Klubs müssen endlich reagieren und die Relegationsrunde abschaffen. Eine Wiedereinführung der Playout-Halbfinals wäre denkbar, würde das mit der Relegationsrunde beseitigte Problem („Fall Rapperswil“) jedoch wieder aufleben lassen. Aus diesem Grund ist eine neue Lösung gefordert. Am treffendsten wäre, nach der Qualifikation die Mannschaften auf dem 9. und 10. Rang in die Ferien zu schicken. Die beiden Klubs auf den Rängen 11 und 12 würden danach direkt den Playoutfinal austragen und der Verlierer danach die Ligaqualifikation gegen den NLB-Meister bestreiten. Hierfür müssten einzig die Playoffs in der National League B früher beginnen, was mit weniger Spielen oder Dienstagsrunden durchaus machbar wäre. Diese Lösung wäre aus sportlicher Sicht fair und würde dafür sorgen, dass es in möglichst allen Spielen um Sieg und Niederlage geht. Der Sport und die Fans wären äusserst dankbar.

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Themenwoche Seislertütsch

D Seisler hiis böös

Dies ist der Titel der neuen satirischen Erzählung von Christian Schmutz, die in Bälde veröffentlicht wird. Wir Sensler/innen haben es in der Tat nicht immer einfach. In einem Land mit gefühlten 50 Dialekten und in einem zweisprachigen respektive mehrheitlich "welschen" Kanton, werden wir oft nicht verstanden. skippr nimmt dies als Anlass drei Beispiele zu erfinden, die sich so ereignet haben könnten.

Drei gelebte Beispiele mit bitteren Enden:

1. Ruedi und die schöne Aargauerin

Im Ausgang in der Stadt Freiburg lernt Ruedi über ehemalige Arbeitskollegen eine wunderschöne Frau kennen. Etwas eingeschüchtert von der Schönheit der blonden Aargauerin, sucht er auf breitem Senslerdeutsch das Gespräch. Als sie auf seine ersten zwei Fragen nicht reagiert, quasselt Ruedi trotzdem unaufhaltsam auf sie ein. Nach fünf Minuten unterbricht die Aargauerin den Plaffeier abrupt und sagt: „I verstoh di nid, chasch bitte uf Schriftdütsch redä“...

Ruedi ist noch heute ledig!

2. Hubi und die unmögliche Selbstständigkeit

Hubi aus St. Antoni muss sich bei der kantonalen Ausgleichskasse anmelden, um seinen Traum einer Einzelfirma wahr werden zu lassen. Da er die schlecht übersetzte Internetseite nicht versteht, ruft er die Behörde an. Hier das Gespräch:

Ausgleichskasse: „Caisse de compensation du canton de Fribourg, Magali Brodard.“

Hubi: „Gùete Morge, da isch de Hubi Aerschmann.“

Ausgleichskasse: „Vous parlez français, Monsieur?“

Hubi: „Nei... i mine non, pas bien.“

Ausgleichskasse: „Une minute, Monsieur“.

Ausgleichskasse: (es läuft Liftmusik am Telefon) „Ausgleichskasse Kanton Freiburg, Stephane Chassot“.

Hubi: „Gùete Morge, da isch de Hubi Aerschmann.“

Ausgleichskasse: „Sprechen Sie Hochdeutsch?“

Hubi wurde nie selbstständig!

 

3. Käthi und der schwere Stand in Bern

Käthi Jenny aus St. Silvester arbeitet in einer Apotheke in der Stadt Bern. An einem Morgen kommt Frau Sutter, eine Bernerin, in die Apotheke und kauft eine überteuerte Faltencrème. An der Kasse fragt unser Käthi die Frau Sutter freundlich „Isches fürd's scheiche?“. Sagt Frau Sutter „Geits no! Sicher nid für d’Scheiche, füre Gring, dänk“...

Käthi arbeitet heute wieder in St. Silvester!

 

Die neue Sensler Erzählung „D Seisler hiis böös“ ist an die nigelnagelneue Sensler Hotline www.senslerhotline.ch gekoppelt. Die Sensler Hotline bietet auch Hilfe für Sensler/innen die sich missverstanden fühlen. In erster Linie geht es aber darum, einen Austausch zwischen den Menschen mit dem schönsten Dialekt der Welt zu schaffen.

skippr Fake-News à la Trump

skippr findet die Idee des neuen Präsidenten der USA, dass alle Medienberichten Fake News - sprich erfundene oder verfälschte Nachrichten sind - gar nicht mal so schlecht. Nicht dass es stimmen würde, aber Fake News können lustig sein. Wir haben uns darum entschieden, diese Woche fünf Fake News zu produzieren. 

Fake-News #3

Knall bei Freiburg-Gottéron

Die Freiburg-Gottéron AG hat den Schuldigen für die schlechte Saison gefunden. Nach langer Analyse hat der Klub heute gegenüber den Medien mitgeteilt, dass der Drache per sofort freigestellt wird.

Es gäbe klare Hinweise, dass der Drache seinen Zweck im St. Léonard nicht mehr erfülle. Das Klubmaskottchen habe auch die Verantwortung für die Abgänge von Pouliot, Ritola und Gustafsson zu übernehmen. Unter anderem habe er die Schlittschuhe von Pouliot versteckt. Gottéron teilt weiter mit, dass ab der nächsten Saison das Wappentier von Gottéron ein Wolf sein werde. Immerhin sei in Bulle und in Charmey in den letzten Wochen Wölfe gesehen worden. Ab kommender Saison heisst Gottéron nun "les loups, die Wölfe de Fribourg/Freiburg-Gottéron", dies um die Zweisprachigkeit zu wahren.

 

Fake News #2

Gekidnappte Kuh 

In der Region Cordast wurde am vergangenen Samstag eine Kuh gekidnappt. Der Bauer bemerkte das Fehlen seiner Kuh am Sonntagmorgen beim Melken.

Im leeren Platz im Stall fand er einen Brief mit folgendem Text vor: „Haben Vreni. Willst du Vreni wiedersehen, dann lege am kommenden Mittwoch CHF 100'000.- in eine Milchkanne und stell diese neben den Brunnen. Informierst du die Polizei, wird Vreni gemetzget.“ Der Bauer hatte Angst um seine Lieblingskuh, doch CHF 100'000.- waren ihm bei den heutigen Milchpreisen dann doch zu viel. So stellte er nicht eine sondern 200 Kannen neben den Brunnen und füllte diese mit Milch. Darauf legte er einen Zettel mit der Aufschrift: „Wollt ihr Geld, dann geht mit den Milchkannen nach Bundesbern“. Die Kidnapper liessen die Kannen stehen und luden Vreni wie gemacht ab. Ein Bauernsprichwort besagt: „Sind die Milchpreise tief, sind Kidnapper weniger fies“.

 

Fake News #1

Die Poya-Brücke steht am falschen Ort

Der Kanton Freiburg hat heute eine neue Verkehrsstudie veröffentlicht. Diese zeigt, dass die Poya-Brücke falsch platziert wurde. In der Studie heisst es, dass nicht der Verkehr vom Schönberg in die Stadt das Problem sei, sondern der Verkehr von Düdingen in die Hauptstadt. Der Kanton will nun die Poya-Brücke neben die Grandfay-Brücke verschieben. Damit erhofft sich der Staatsrat auch die Verkehrsprobleme rund um Düdingen zu lösen. Der Kanton hat hierfür nun beim Grossen Rat einen Kredit für 9 Millionen Franken beantragt, um eine Machbarkeitsstudie durchzuführen.

Kaiseregg und Gastlosen in St. Moritz?

Was zu weit geht, geht zu weit!

Ein skippr-User hat uns diese Woche dieses Foto aus St. Moritz zugeschickt. Zurecht stellt er die Frage: "Hat St. Moritz die Kaiseregg und die Gastlosen aus den Freiburger Voralpen geklaut?".


(Ein Klick auf das Bild und du kannst dir das Foto genauer anschauen)

Dass wir im Freiburgerland die schönsten Berge der Schweiz haben, ist uns Deutschfreiburger/innen seit jeher klar. Alle reden vom Matterhorn oder dem Eiger... wer aber schöne Berge sehen will, ist in den Freiburger Voralpen besser bedient. Das Foto aus St. Moritz ist der beste Beweis dafür. Warum sollte es der Veranstalter der Ski-WM 2017 sonst nötig haben in ihren Gebirgen die Kaiseregg und die Gastlosen zu kopieren? skippr findet: Was zu weit geht, geht zu weit! Wir verlangen, dass die Kaiseregg- und die Gastlosenkopien aus St. Moritz entfernt werden.