Slava Bykov und Kevin Schläpfer

Zwei Hockeygötter von unterschiedlichen Planeten

Was haben Slava Bykov und Kevin Schläpfer gemeinsam? Beide sind in ihren Städten Hockeygötter. Die beiden Hockeygötter könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein - als kämen sie von zwei verschiedenen Planeten.

Auf der einen Seite der Freiburger Hockeygott, die legendäre Nr. 90 von Freiburg-Gottéron. Slava Bykov gehört zu den besten Hockeyspielern aller Zeiten und muss im Welthockey in einem Atemzug mit Wayne Gretzky genannt werden. Der russische Zar war auf dem Eis ein Virtuose, ein Künstler, ja sogar ein Magier. Der Olympiasieger ist als Person eher zurückhaltend, russisch kühl und besonnen. Trotzdem hat er ein Charisma, dass die Kathedrale füllen könnte.

Auf der anderen Seite der Bieler Hockeygott Kevin Schläpfer. Als Spieler war er ein“Büetzer“, der nicht wie Bykov von der Hand des allmächtigen Hockeygotts geküsst und nicht mit viel Talent gesegnet wurde. Als Trainer ist Kevin Schläpfer ein Energiebündel, ein Motivator und ein grosser Kommunikator. Zu Schläpfers Persönlichkeit gehören Emotionen und eine lockere Zunge.

Ein weder kleiner noch feiner, sondern wichtiger Unterschied gibt es zwischen Bykov und Schläpfer auch betreffend dem Titel als Hockeygott. Kevin Schläpfer wurde von den Medien zum Hockeygott ernannt, Slava Bykov ist der Hockeygott.

 Die beiden Hockeygötter stehen aktuell ohne Trainerjob da. Der grosse Unterschied: Slava Bykov gönnt sich, seit er in Russland als Trainer zurückgetreten ist, eine Arbeitspause, während Kevin Schläpfer  unfreiwillig arbeitslos wurde, da er diese Saison beim EHC Biel den Trainerposten räumen musste. Slava Bykov ist seit nunmehr einem gefühlten Jahrzehnt Wunschkandidat für das Traineramt bei der Zähringer-Truppe und die Chancen stehen gut, dass er im Sommer seinen Sohn Andrei trainieren wird. Kevin Schläpfer könnte bei Freiburg-Gottéron jedoch auch eine Option für die Nachfolge von Larry Huras darstellen. Der Bieler Hockeygott könnte in Freiburg zum Thema werden, wenn der wahre Hockeygott, Slava Bykov, wiederum auf das Amt als Drachendompteur verzichtet.

 

 

Gottéron-Blog

Alle Noten der Gottéron-Spieler 

Welcher Gottéron-Spieler hat in der laufenden Saison 2016/2017 welche Note verdient? skippr präsentiert die bisherigen Noten der Spieler.

Mattias Ritola (Stürmer) Note 3.5

Mattias Ritola hat das Zeug, um die Liga zu dominieren. Er ist robust, zweikampfstark technisch überlegen, hat ein gutes Auge und einen guten Schuss. Viel davon haben die Gottéron-Fans in dieser Saison jedoch noch nicht gesehen. Ritola ist einer dieser Spieler von denen man nach jedem Spiel sagt, "wow, der ist gut. Ab dem werden wir noch viel Freude haben". Nun sind jedoch 33 Spiele durch und der Stürmer hat in 25 Spielen (8 Spiele verletzt) nur 15 Skorerpunkte erzielt und eine -7 Bilanz eingefangen. Zeit zu zeigen, dass er wirklich ein starker Spieler ist.

Alexandre Picard (Verteidiger) Note 2.25

Dass Alexandre Picard kein Top-Ausländer sein würde, wusste Sportchef Christian Dubé bereits bei seiner Verpflichtung und spätestens bei der Vertragsverlängerung. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte jedoch in der vergangenen Saison und darum erhielt der Verteidiger einen neuen Vertrag. Diese Saison ist Alexandre Picard jedoch ein Totalausfall. Ein ausländischer Verteidiger, der in 26 Einsätzen 4 Skorerpunkte erzielt, eine Bilanz von -3 aufweist und keine Leaderrolle übrnimmt, ist in der guten Schweizer Liga keinen Rappen wert.

Andrei Bykov (Stürmer)              Note 4.25

Der Sohn des legendären Slava Bykov hat in der laufenden Saison an Einfluss auf das Spiel der Drachen verloren. Unter Larry Huras erhält Andrei Bykov weniger Verantwortung als noch unter Gerd Zenhäusern. In 30 Spielen hat der Centre immerhin 24 Skorerpunkte erzielt und weist als einziger Gottéron-Stürmer eine positive Plus-Minusbilanz auf (+2) auf. Aus diesen Gründen erhält Andrei  Bykov eine genügende Note. Will Gottéron mit den besten Teams der Liga mithalten, muss die Nr. 89 jedoch in jedem Spiel eine gute, wenn nicht sehr gute Leistung abrufen.

John Fritsche (Stürmer)              Note 3.25

John Fritsche hat in der laufenden Saison seine Furchtlosigkeit verloren. Man spürt, dass die Flügelfräse mit Verletzungen zu kämpfen hatte. An guten Tagen tut John Fritsche weh, an schlechten Tagen tut es weh John Fritsche zuzusehen. Seine Bilanz: 23 Spiele, 2 Skorerpunkte. Kein Kommentar.

Benjamin Conz (Torhüter)         Note 2.5

Aus „King Conz“ ist im Verlauf der vergangenen Saisons ein „Kein Conz“ geworden. Unsicher, unbeweglich, schwache Fangquote. Benjamin Conz ist kein Rückhalt für die Mannschaft und mitschuldig an der Gottéron-Krise. Conz ist in dieser Form schlicht nicht NLA-tauglich. Ohne baldige Leistungssteigerung wird sich Sportchef Christian Dubé von ihm trennen müssen.

Marc Aplanalp (Verteidiger)      Note 4.25 

 

„Äpli“ ist der konstanteste Verteidiger im Ensemble von Freiburg-Gottéron. Marc Aplanalp ist die Zuverlässigkeit in Person und ein stiller Arbeiter. Über ihn wird nach einem Spiel selten bis nie diskutiert, was in einer Krise ein gutes Zeichen für einen Verteidiger ist. Mit einer geringen Fehlerquote schwingt er in der löchrigen Gottéron-Defensive mit der Note 4.25 oben aus. Gut bleibt er den Drachen erhalten.

Roman Cervenka (Stürmer)        Note 4.25 

 Der Tscheche müsste eigentlich in der Schweizer Liga ohne jegliche Diskussion die Note 6 erreichen. Hiervon ist Roman Cervenka trotz überragenden spielerischen Möglichkeiten weit entfernt. Seine Genialität blitzt regelmässig auf und er gehört in der Statistik Punkte pro Spiel (28 Punkte in 27 Spielen) zu den besten Skorern der Liga. Ein Spieler von seinem Format müsste jedoch eine Mannschaft im Alleingang aus der Krise ziehen können, weshalb er nur eine knapp genügende Note verdient. Die Gottéron-Fans erwarten mehr von ihrem Starstürmer.

Dennis Saikkonen (Torhüter)    Note 3.75

Der junge Torhüter feierte mit 4 Siegen in Folge einen Einstand nach Mass. Verständlicherweise konnte der 24-jährige Goalie dieses Niveau nicht halten und weist in der Zwischenzeit eine der schlechtesten Fangquoten der Liga auf. Aufgrund der Formschwäche von Benjamin Conz dürfte er in der laufenden Saison wiederum zum Einsatz kommen, was für ihn wichtig ist, denn jedes Spiel ist für seine Entwicklung Gold wert.

Ralph Stalder (Verteidiger)        Note 3

Im Defensivsystem des HC Lausanne war Ralph Stalder in den vergangenen Jahren ein Fels in der Brandung. In der schwammigen Verteidigungsorganisation von Freiburg-Gottéron steht er konstant im Schilf und ist pausenlos überfordert. Sein „Style“ gleicht  demjenigen eines durchschnittlichen 2. Liga-Spielers. Die Minus-Bilanz (-9) spricht Bände und in der Offensive ist Ralph Stalder inexistent. Unter dem Strich ist der Verteidiger leider ein Fehleinkauf.

Julien Sprunger (Stürmer)          Note 5

Der Kapitän der Drachen ist der einzige Gottéron-Spieler, der zur Weihnachtszeit eine „gute“ Note verdient. Julien Sprunger gehört trotz der dürftigen Leistungen der Mannschaft zu den besten 5 Topskorern (33 Punkte) der Liga. An ihm liegt die Gottéron-Krise nicht. Sicherlich müsste er als Kapitän einen grösseren Einfluss auf die Mannschaft haben, aber Sprunger ist nur Kapitän, weil sich kein anderer Spieler für das Amt aufdrängt. 

Yannick Rathgeb (Verteidiger)   Note 4.5

Die Plus-Minus-Bilanz (-16) des jungen Verteidigers täuscht über seine bisherigen Leistungen. Yannick Rathgeb übernimmt mit Abstand am meisten Verantwortung in der Verteidigung von Freiburg-Gottéron. Mit 19 Skorerpunkten ist er einer der produktivsten Verteidiger der Liga. Seine genügende Note verdient er sich unter anderem – trotz Angeboten von grösseren Klubs - auch mit dem Entscheid zwei weitere Jahre in Freiburg zu bleiben. 

Kilian Mottet (Stürmer)               Note 3

Was ist nur mit Kilian Mottet los? Diese Frage wird einem immer wieder gestellt. Die Antwort: er hat das Selbstvertrauen verloren und damit auch seinen Biss. Ohne strotzendes Selbstvertrauen kann Mottet nicht überzeugen und bleibt ungenügend.

Greg Mauldin (Stürmer)              Note 3.5

Der Tank scheint vor der Saison von Diesel auf Gas gewechselt zu haben, jedenfalls läuft der Motor nicht mehr rund. Greg Mauldin ist immer bemüht und gibt nie auf. Sein fortgeschrittenes Hockeyalter kommt seiner aufopfernden Spielweise jedoch nicht zugute. Sind die Batterien voll und stimmt die Form, ist Mauldin einer der wertvollsten Ausländer der Liga. Sind die Batterien leer, ist er eine Ausländerlizenz nicht wert. In dieser Form wird er wohl in Freiburg keinen Vertrag mehr erhalten.

Larry Leeger (Verteidiger)         Note 3.75

Der ehemalige Verteidiger des HC Lausanne sollte Stabilität in die wacklige Gottéron-Defensive bringen. Er gehört zwar zu den solidesten Verteidigern der Drachen, mit insgesamt 114 Gegentoren und einer Minusbilanz (-4) braucht es jedoch mehr, um eine genügende Note zu erhalten. 

Michal Birner (Stürmer)             Note 4.25

Die Leistungen des tschechischen Verstärkungsspielers sind ordentlich. Seine Skorerwerte sind mit 15 Punkten in 15 Spielen gut. Michal Birner spielt oft fehlerlos, jedoch zu oft wirkungslos, weshalb er nur eine knapp genügende Note verdient. 

Benjamin Neukom (Stürmer)     Note 3.5

Der Flügel wurde in der laufenden Saison in den verschiedensten Linien eingesetzt. Bei Neukom hat man stets das Gefühl, dass ihm als kleiner Bub niemand erklärt hat, dass es das Ziel eines Stürmers sein muss Tore zu schiessen. Seine Wege führen überall hin, jedoch nicht direkt auf das Tor. Zu Gute halten muss man ihm, dass er einer der wenigen Gottéron-Spieler ist, der die Checks fertig macht. Ohne Checks würde er knapp die Note 3 verdienen.

Sebastian Schilt (Verteidiger) Note 3.5

 

Der Verteidiger wird von Verletzungen geplagt. Zuerst zwickte die Leiste und dann brach er sich bei einem Faustkampf einen Finger. Die Bilanz von -8 zeigt, dass die Nr. 77 keine genügende Note verdient. Von ihm wird im Jahr 2017 Härte, Härte und Härte erwartet. Die Gegner müssen die Gottéron-Verteidigung wieder fürchten.

Lorenz Kienzle (Verteidiger) Note 4

Der Ex-Luganesi verdient sich mit einer +4 Bilanz eine genügende Note. Kienzle verpasste in der laufenden Saison aufgrund von Verletzungen 9 Spiele. Hat er die richtigen 9 Spiele verpasst, um eine positive Bilanz zu haben? Die nächsten Spiele wird zeigen, ob Lorenz Kienzle seine gute +- Bilanz halten kann. In der Offensive hätte man von ihm jedoch mehr erwartet (5 Skorerpunkte).

Christopher Rivera (Stürmer) Note 3.75

Ein Kämpfer ist er Christopher Rivera. Jedoch hat er in dieser Saison bisher die Boxhandschuhe vergessen, dies im sprichwörtlichen Sinne. Der Ex-Genfer erhält viel Verantwortung, manchmal wohl zu viel Verantwortung. Der Defensiv-Stürmer weist eine ernüchternde Bilanz vor. 31 Spiele, 5 Skorerpunkte, Bilanz (-6). Will er eine genügende Note, muss er von den Gegnern wieder gefürchtet werden.

Caryl Neuenschwander (Stürmer) Note 3

Mit Caryl Neuenschwander leidet man an einem Gottéron-Spiel richtig mit. "Kann er den Puck dieses Mal annehmen?", "reicht sein Schuss bis auf's Tor?". 33 Spiele, 3 Skorerpunkte, -7 Bilanz... die Note 3 ist als Aufmunterung gedacht, denn eigentlich würde die Nr. 9 in der laufenden Saison sogar eine schlechtere Note verdienen.

Flavio Schmutz (Stürmer) Note 4.00

Flavio Schmutz zeigt bisher eine ordentliche Saison und verdient sich trotz schlechter Statistiken eine genügende Note. Sein Problem: er ist auch bei Gottéron noch zu wenig gut, um in der ersten oder zweiten Linie zu spielen.  In der dritten oder vierten Linie ist es diese Saison bei den Drachen schwierig eine gute Statistik auf die Beine zu stellen. Schmutz ist jedoch engagiert und lässt regelmässig sein Können aufblitzen. 

Fotos: www.gotteron.ch

skippr-Kommentar

Yannick Rathgeb, die Zukunft der Drachen

Der 21-jährige Yannick Rathgeb bleibt Freiburg-Gottéron zwei weitere Saisons erhalten. Der Verteidiger hat am Samstag auf der Facebook-Seite von Gottéron gleich selber verkündet, dass er zwei weitere Jahre in Freiburg bleibt, insofern es ihn am Ende der Saison 2017/2018 nicht nach Nordamerika zieht. Eine wegweisende Vertragsverlängerung für die Zukunft der Drachen. 

"Wer die Jugend hat, hat die Zukunft", sagte einst Napoleon I. Bonaparte. Die Zukunft von Freiburg-Gottéron ist Yannick Rathgeb. Der 21-jährige Jungspunt ist zusammen mit Jonas Siegenthaler von den ZSC Lions der talentierteste Jungverteidiger der Schweizer Liga. Mit dem Sprung in die Nationalmannschaft ist dem gebürtigen Langenthaler ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die NHL gelungen. Sein Bekenntnis zu Freiburg-Gottéron, trotz der vielen Angebot anderer NLA-Klubs, ist für die Drachen ein Glücksfall und für seine persönliche Entwicklung - unter einer Bedingung - die beste Entscheidung. Bei einem Grossklub wie dem SC Bern hätte er nicht die Verantwortung, die Eiszeit und die Rolle erhalten, wie dies beim St. Léonard-Team der Fall sein wird. Und dass seine Freundin aus Freiburg stammt und das Drachenland zweisprachig ist, dürfte im Entscheid für Freiburg und gegen Genf oder Lausanne das Zünglein an der Waage gespielt haben. Gottéron wird an Rathgeb wachsen und Rathgeb wird an Gottéron wachsen.

Nun zu obenerwähnter Bedingung: "Es ist das Vorrecht der Jugend, Fehler zu begehen, denn sie hat genug Zeit, zu korrigieren". Dies pflegte der Maler und Bildhauer Ernst Berlach zu sagen. Yannick Rathgeb ist bei weitem nicht von Fehlern gefeit. Ungestüm und oft gar sorglos agiert der Neo-Nationalverteidiger teilweise in der Defensive. Diese Attitüde ist zweifelsohne auf sein junges Alter zurückzuführen. Dementsprechend liegt die Bedingung, dass Yannick Rathgeb im St. Leonard Fortschritte macht, in erster Linie nicht in der Verantwortung des jungen Spielers, sondern in derjenigen der Gottéron-Verantwortlichen, wie Larry Huras, Kari Martikainen und Christian Dubé. Die Trainer und der Sportchef müssen Yannick Rathgeb nun den Teufel austreiben, ohne ihm den Biss zu nehmen und ihn an die Zügel nehmen, ohne ihn in seiner Entfaltung zu bremsen. Eine schwierige Aufgabe, für die die professionelle Umgebung eines SC Bern vielleicht besser geeignet gewesen wäre. Roman Josi lässt grüssen. Für Freiburg-Gottéron ist die Vertragsverlängerung von Yannick Rathgeb jedoch ein Segen für die Zukunft. Mit einem Abgang des jungen Verteidigers hätte Freiburg-Gottéron in der kommenden Saison nicht einen einzigen talentierten Offensivverteidiger in seinen Reihen gehabt.

Yannick Ratgheb wurde von der Hand des Hockeygotts geküsst. Er ist furchtlos, technisch begnadet, hat einen tollen Schuss, eine gute Statur, hat für Checks eines der besten Timings der Liga, ist aggressiv, provokativ und kann im Powerplay sowie im Boxplay eingesetzt werden. Kurzum: er hat das Potential der beste Verteidiger der Liga zu werden und sein Ziel NHL zu verwirklichen. Von einem ungeschliffenen Diamanten zu sprechen wäre verfehlt, jedoch ist es nun an den Gottéron-Verantwortlichen den Feinschliff zu machen und damit Yannick Rathgeb zum nächsten grossen Schweizer NHL-Verteidiger zu formen.

Ein Kommentar von Elmar Wohlhauser/ 11.12.2016

Gottéron-Blog

Ein Brief an das  Christkind

Liebes Christkind 

Es scheint, dass wir Gottéron-Fans auch in diesem Jahr nicht zu den bravsten Hockey-Kindern der Schweiz gehört haben. Jedenfalls erhalten wir von unserer Mannschaft keine Geschenke. Ja, wir geben es zu. Wir haben diese Saison unseren Lieblingsklub bis auf die Knochen kritisiert. Wir haben nach gewissen Niederlagen auch unserem Unmut freien Lauf gelassen und uns sogar über unseren Klub der Herzen lustig gemacht. Aber liebes Christkind, wir bitten Dich um etwas Verständnis, denn es wird uns auch nicht leicht gemacht vorbildliche Fans zu sein.

Da Du sicherlich nicht alle Hockeyklubs der Welt genau mitverfolgen kannst, möchten wir Dir zwei-drei Beispiele beschreiben, warum das Leben als Gottéron-Fan in diesen Tagen schwierig ist: Wir sind wie jeden September mit übergrossen Erwartungen in die neue Meisterschaft gestartet. Gut drei Monate später stehen wir nun klipp und klar auf einem Playout-Platz.  Die Tabelle findest du im Teletext übrigens auf der Seite 302 und nicht mehr auf der Seite 242, sonst suchst du Freiburg-Gottéron plötzlich noch im Klassement der italienischen Fussballliga. Kurz nach dem Saisonstart hat unser damaliger Trainer, Gerd Zenhäusern, entschieden lieber Junioren als die erste Mannschaft zu trainieren. Wenige Tage später wurde einer unseren besten Spieler entlassen, weil er die Schlittschuhe vergessen hatte und vor kurzem hat unser vermeintlicher „Königstransfer“ das sinkende Schiff verlassen. Du siehst, da kann man als Fan schon mal die Nerven verlieren. Wir bitten Dich uns trotzdem ein-zwei Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Unsere Wunschliste ist relativ kurz und wir verzichten diese Weihnachten auch darauf uns einen Schweizermeistertitel zu wünschen.  Umso mehr könntest Du uns doch unsere Wünsche erfüllen. Nicht? Hier unsere Wunschliste:

-       ein Hot-Fondue vor dem Spiel, dass nicht aus allen Löchern läuft

-       eine Duftkerze auf den Toiletten im Stadion

-       Kissen für die kalten Sitzplätze

-       ein-zwei neue Videos auf dem Bildschirm

-       ein wenig mehr Schlager im Stadion


Wenn du dann noch Platz hast und es Dir keine Umstände bereitet, hätten wir gerne noch einen neuen Torhüter, ein-zwei Teamleader, drei solide Verteidiger, fünf  torgefährliche Stürmer und eine Mannschaft die bis zum Umfallen kämpft. Das wäre schön.

Liebes Christkind, wenn Du uns unsere Wünsche erfüllst, versprechen wir Dir auch hochheilig, dass wir uns Mühe geben, gute Gottéron-Fans zu sein. 

Wir wünschen Dir frohe Festtage.

Deine Gottéron-Fans

 

 

Gottéron „wie Flasche leer“

Hier die Wutrede des ehemaligen Bayern-München Trainers Giovanni Trapattoni angepasst auf die Leistung von Freiburg-Gottéron vom letzten Samstag in Lugano.

Am 10. März 1998 setzte Trapattoni an einem Dienstag, zwei Tage nach einer 0:1 Niederlage gegen Schalke 04 zu einer Rede an, welche in die Geschichtsbücher des Sports einging. Wir haben uns an diesem Dienstag erlaubt seine Wutrede gegen Strunz, Basler und Scholl auf die 1:8 Niederlage von Gottéron vom vergangenen Samstag anzupassen.

Giovanni Trapattoni: "Es gibt im Moment in diese Mannschaft, oh, einige Spieler vergessen ihnen Profi was sie sind. Ich lese nicht sehr viele Zeitung aber ich habe gehört viele Situationen:

Wir haben nicht offensiv gespielt. Es gibt keine Mannschaft spielt offensiv und die Namen offensiv wie Gottéron. Letzte Spiel hatten wir auf Eis zwei Spitzen: Bykov, Sprunger. Wir mussen nicht vergessen Mottet. Mottet ist eine Spitzen mehr Bykov e mehr Sprunger. Ist klar diese Wörter, ist möglich verstehen, was ich hab' gesagt? Danke. Offensiv, offensiv ist wie machen auf Eis.

Ich habe erklärt mit diese zwei Spieler: Nach Biel brauchen vielleicht Drittel Pause. Ich habe auch andere Mannschaften gesehen in Schweiz nach diese Samstag. Ich habe gesehen auch zwei Tage de Training. Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer sehen was passieren auf Eis. In diese Spiel es waren sieben, acht oder neun Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer!

Haben Sie gesehen Samstag, welche Mannschaft hat gespielt Samstag? Hat gespielt Cervenka, oder gespielt Ritola, oder gespielt Trapattoni? Diese Spieler beklagen mehr als spielen! Wissen Sie, warum die NHL-Mannschaften kaufen nicht diese Spieler? Weil wir haben gesehen viele Male solche Spiel. Haben gesagt, sind nicht Spieler für die Schweizer Meisters.

Conz! Conz ist vier Jahre hier, hat gespielt 161  Spiele, ist immer schwach. Was erlauben Conz? Letzte Jahre Playoff geworden mit Kamerzin eh...Ngoy. Diese Spieler waren Spieler und waren Playoff geworden. Ist immer schwerfällig! Hat gespielt 161 Spiele in diese Mannschaft, in diesem Verein! Muss respektieren die andere Kollegen! Haben viel nette Kollegen, stellen sie die Kollegen in Frage! Haben keinen Mut an Worten, aber ich weiss, was denken über diese Spieler!

Mussen zeigen jetzt, ich will, Freitag, diese Spieler mussen zeigen mich e seine Fans, mussen allein die Spiel gewinnen. Ich bin müde jetzt Vater diese Spieler, eh, verteidige immer diese Spieler! Ich habe immer die Schulde über diese Spieler. Einer ist Benjamin, einer, ein anderer ist Andrei! Yannik dagegen egal, hat nur gespielt 25 Prozent diese Spiel! Ich habe fertig!“