Gerd Zenhäusern wird Nachwuchschef

Eine Win-Win-Situation

Mit seiner Bewerbung als Verantwortlicher der Juniorenabteilung hat sich Gerd Zenhäusern sozusagen als Trainer selber entlassen und sich gleich selber als Nachwuchschef eingestellt. Warum? Der Sportchef Christian Dubé hatte keine andere Wahl, als Zenhäusern per sofort als Nachwuchsverantwortlicher einzusetzen und ihn von seinen Verpflichtungen als Trainer des Fanionteams aufzuheben. 

Spielen wir die vier anderen Möglichkeiten des Sportchefs in dieser Situation kurz durch:

1.     Zenhäusern im Amt als Trainer lassen und ihn auf nächstes Jahr als neuen Nachwuchschef einstellen: dies hätte die Glaubwürdigkeit des Trainers innerhalb der Mannschaft geschwächt und sich damit auf die Leistungen des Teams ausgewirkt. Dies hätte danach wiederum für Kritik am Sportchef gesorgt, da ihm vorgeworfen worden wäre, er hätte Zenhäusern entlassen müssen.

2.     Zenhäusern im Amt als Trainer lassen und ihm mitteilen, dass er den Posten als Nachwuchschef nicht bekomme: dies wiederum hätte das Verhältnis zwischen dem Trainer und dem Sportchef beschädigt, indem Dubé dem Wunsch Zenhäusern’s nicht nachgekommen wäre. Zudem ist ein Trainer nicht tragbar, der nicht daran glaubt, dass er in zwei Jahren noch Gottéron-Trainer ist.

3.     Zenhäusern per sofort entlassen und ihm mitteilen, dass er den Posten als Nachwuchschef auch nicht bekomme: damit hätte der Sportchef sein Budget überlastet. Zudem ist Gerd Zenhäusern der perfekte Mann für das Amt als Nachwuchsverantwortlicher. Nicht zu vergessen, dass sich damit eine wichtige Pendenz des Sportchefs in Luft aufgelöst hat.

4.     Zenhäusern per sofort entlassen und ihn erst auf nächste Saison zum Nachwuchschef machen: damit wäre eine unangenehme Situation entstanden und es wäre kaum erklärbar gewesen, warum der Wechsel an der Spitze der Junioren nicht per sofort vorgenommen wird, da dies finanziell keinen Unterschied für den Klub macht.

Christian Dubé wurde somit durch Gerd Zenhäusern vor vollendete Tatsachen gestellt. Dies ist kein Vorwurf an Gerd Zenhäusern, im Gegenteil ist die offene Kommunikation des Wallisers gegenüber dem Klub hoch einzuschätzen.

Ein weiser Entscheid Zenhäusern's 

Die Bewerbung als Nachwuchschef von Freiburg-Gottéron war wahrlich ein weiser Entscheid Zenhäusern’s. Der ehemalige Wirtschaftsstudent hat nicht nur seine familiäre Situation miteinfliessen lassen, sondern auch seine persönliche Situation bei Gottéron, sozusagen seinen Status bei den Drachen, sowie auch seine eigenen Fähigkeiten sehr gut eingeschätzt. In der letzten Saison stand der ehemalige Gottéron-Spieler kurz davor als Trainer entlassen zu werden. Dies wird Sportchef Christian Dubé zwar nicht zugeben, aber wir erinnern uns an die ellenlange Niederlagenserie. Auch der Start in die neue Saison ist nicht geglückt. Dadurch sah Zenhäusern die Gefahr in den kommenden Wochen/Monaten entlassen zu werden. Zudem bemerkte Gerd Zenhäusern bereits vor einem Jahr in einem Interview, dass er Morgen entlassen würde, wenn Slava Bykov Trainer bei Gottéron werden möchte. Der Weltstar betont immer, dass er ein Sabbatjahr mache, was soviel heisst, das er für die Saison 2017/2018 einen neue Herausforderung sucht (leider sucht er die Herausforderung nicht bereits zum jetzigen Zeitpunkt). Dementsprechend kam Zenhäusern zum richtigen Schluss, dass er nicht jahrelang an der Bande der 1. Mannschaft des HC Freiburg-Gottéron stehen würde. Da er mit seiner Familie jedoch im wunderschönen Freiburgerland bleiben will, bot sich der Job als Juniorenchef selbstverständlich an. Hierbei sei erwähnt, dass Gerd Zenhäusern ein sehr guter Juniorenchef wird. Er besitzt nicht nur die hockeytechnischen und organisatorischen Fähigkeiten, sondern auch die zwischenmenschliche Komponente, die es für die Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Eltern braucht. Der Walliser wird die Juniorenabteilung der Drachen auf Vordermann bringen und ist der richtige Mann für diesen Posten.

Nicht nur Gerd Zenhäusern, sondern auch Freiburg-Gottéron gewinnt durch die unerwartete Wendung der Karriere des ehemaligen Stürmers. Eine sogenannt Win-Win Situation also. Denn so überzeugt wie ich bin, dass Gerd Zenhäusern ein erfolgreicher Nachwuchschef wird, bin ich es auch, dass Freiburg-Gottéron mit einem anderen Trainer erfolgreicher sein wird als mit Gerd Zenhäusern. Dem Walliser ist zwar für die zwei Jahre als Cheftrainer kein schlechter Arbeitsausweis auszustellen, aber die aktuelle Mannschaft braucht einen hochdekorierten Erfolgs-Trainer, um Fortschritte zu machen. Mit Hans Kossmann und Gerd Zenhäusern wurden in den letzten Jahren zwei Assistenztrainer zum Trainer gemacht. Nun brauchen Sprunger, Bykov und Co. einen Mann mit Rang und Namen, einen Trainer der weiss, wie man Titel gewinnt. Slava Bykov wäre verständlicherweise der Traumtrainer eines jeden Gottéron-Fans. Seine Entscheidung (noch)nicht Gottéron-Trainer zu werden, gilt es jedoch zu akzeptieren.

Larry Huras ist die richtige Wahl

Der Name Larry Huras würde meiner Wenigkeit eigentlich gefallen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99.9% wird Larry Huras Trainer von Freiburg-Gottéron. Die Tageszeitung mit den fünf Buchstaben hat dies heute verkündet und wer die Hintergründe der Drahtzieher bei Freiburg-Gottéron, deren Agenten und deren Beziehungen zum "Blick" kennt, weiss, dass hier wohl eine Information durchgesickert ist. Wir erinnern uns daran, dass der Blick bereits drei Wochen vor allen anderen Medien berichtete, dass Christian Dubé Sportchef von Freiburg-Gottéron wird... Dubé selber wollte heute nicht bestätigen, dass Larry Huras Trainer von Gottéron wird. Für den angesprochenen Sportchef Christian Dubé ist der vorzeitige Abgang von Gerd Zenhäusern übrigens auch eine doppelte Win-Situation. Er hat den perfekten Nachwuchschef engagiert und kann nun zum ersten Mal in seinem Amt als Sportchef den Trainer seiner Mannschaft bestimmen.

ew/ 22. September 2016

Gottéron-Blog

Packt die Steinböcke an den Hörnern

Einen Steinbock packt man am besten zu Zweit. Einer greift die Hörner, der Andere die Hinterbeine. Um den HC Davos packen zu können, muss man den Steinbock jedoch studiert haben. 31 Meistertitel und 15. Spengler Cup Siege sprechen für sich.

Die grossen Erfolge des HCD sind zweifelsohne auch auf das Maskottchen des Klubs - den Steinbock - zurückzuführen. Der HC Davos und sein Steinbock gleichen sich unverkennbar vom Helm bis zur Schlittschuhkufe oder eben von den Hörnern bis zu den Klauen. Hier einige interessante - zum Teil jedoch an den Hörnern herbeigezogene -Übereinstimmungen zwischen dem HC Davos und dem Steinbock:                                             

-       ein Bock wiegt im Durchschnitt zwischen 90 und 100 Kilogramm: Forster, Paschoud und Co. haben die gleiche Statur. Der HCD ist die grösste und schwerste Mannschaft der Liga.

-       die Böcke haben einen Ziegenbart: Die Spieler des HCD tragen oft die längsten Bärte aller Schweizer Eishockeyspieler. Denn: Sie haben oft am längsten Zeit, ihre Playoffbärte wachsen zu lassen. Jaja, 31 Meistertitel.

-       der Steinbock lebt auf der Höhe der Eisgrenze: Die HCD-Spieler verbringen rund die Hälfte ihres Lebens auf dem Eis. Arno del Curto und sein stundenlanges Lauftraining lassen grüssen...

-       eine Steinbockherde setzt sich aus zehn bis zwanzig Weibchen und Jungtieren zusammen. Daneben gibt es Junggesellenherden noch nicht ganz ausgewachsener Böcke sowie einzeln lebende alte Böcke: Bei der Herde handelt es sich wohl um die Spielerfrauen und Kinder. Bei den Junggesellenherden wohl um Spieler wie Senn, Forrer oder Corvi. Die alten Böcke dürften wohl Forster, Du Bois und Ambühl sein.

-       Steinböcke sind eigentlich Ziegen: Kein Kommentar.

-       Über den Winter bleibt der Bock bei der Herde und verlässt sie im Frühling: Irgendwie logisch. Im Winter bleiben die HCD-Böcke im Team und im Frühling, sprich nach der Saison, gehen sie für kurze Zeit auseinander.

-       es kann kein Zufall sein, dass ein „Förster“ im Jahr 1820 die Behörden dazu bewegte die Steinböcke unter Artenschutz zu stellen. Nein, es war nicht Beat Forster, obwohl dieser wie ein Förster Eishockey spielt. „Um“ muss der Gegner, ich meine natürlich der Baum.

-       der Export von Steinböcken war früher verboten: Könnt ihr euch noch an das Gejammer der HCD-Fans erinnern, als Ambühl zu den ZSC Lions wechselte. Das waren wohl Nachwehen des früheren Exportverbots für Steinböcke.

-       der Bestand der Steinböcke wird seit dem Jahr 1977 reguliert. Wohl darum stieg der HCD Jahre später bis in die 1. Liga ab.

-       wer zwischen dem 22. Dezember und dem 20. Januar geboren wurde, ist als Sternzeichen Steinbock. Kein Wunder findet der Spengler Cup in der Altjahrswoche statt.

-       Im Jahr 2012 wurden in Österreich Reste eines Alpensteinbocks ausgegraben, die mindestens 3300 Jahre alt sind. Gefühlte 3300 Jahre ist auch Arno del Curto Trainer des HCD und damit der älteste Steinbock rund um die Vaillant Arena.

Der HC Davos und sein Steinbock, das passt wirklich so gut zusammen, wie die Steinböcke „Gian“ und „Giachen“ in der Werbung für die Region Graubünden. 

Nun haben wir den Steinbock etwas genauer unter die Lupe genommen. Was lernen wir daraus? Die Steinböcke sind schwer zu packen. Die Statistik zeigt dann auch, dass die Drachen aus den letzten 15 Heimspielen gegen die Steinböcke nur vier Mal gewinnen konnten. Wir lernen jedoch auch daraus, dass Steinböcke eigentlich Ziegen sind. Also packen wir sie, wie man einen Ziegenbock packt, um ihm die Klauen zu schneiden. Einer packt ihn an den Hörnern und der Andere an den Hinterbeinen.

Allez Gottéron. Packt die Steinböcke an den Hörnern.

The Burden Remains im Fri-Son

Metal fast ohne Grenzen

Das Unerwartete wurde wahr: Auch am Sonntagnachmittag – dann, wenn die Augen verstohlen blinzeln müssen beim Verlassen des finsteren Gebäudes, weil der geneigte Metal- und Fri-Son-Fan zu dieser Stunde eher gerade erwacht ist und um diese Zeit dort sonst einfach keine Konzerte stattfinden. Wir sprechen vom Tageslicht, dem Feind der Nachtschwärmer und schwarz Gekleideten, die an diesem Sonntagnachmittag eben nicht schwarz, sondern alltagstauglich, sogar bunt, angezogen waren.

(Foto: Stéphane Schmutz/ STEMUTZ.COM)

Ja, es wurde wahr: Vielhundertfach wurden die heiligen Gemäuer des Fri-Son am letzten Wochenende entweiht – entweiht im Sinn von „(auch altes) Fischfleisch debütiert im Fri-Son“.  800 Besucher am Samstag, hauptsächlich 30- bis 50-jährige Musik-affine, einige Szene-Leute und  die wohl am längsten anhaltende Menschenschlange aller Zeiten vor dem Fri-Son. 200 Vorverkäufen standen 600 zusätzliche gegenüber, die an der Abendkasse bewältigt werden wollten. Mit 35 Minuten Verspätung konnte das Konzert gestartet werden. Alle, die Verantwortlichen des Fri-Son, die Band, die Zuschauer selbst, waren überrascht und überwältigt von diesem Aufmarsch. Am Sonntag nochmal  500 Anwesende, mehrheitlich unter „Verwandtschafts- und Freundestreff“, umgeben von einigen Szene-Leuten, einzuordnen. Das Eidgenössische für Sensler im Saanebezirk hat letztes Wochenende stattgefunden.

Das Konzept „Dorfmusik auf Abwegen“ funktioniert

Thrash-Metal und Klassik, ein bekanntes Phänomen. Metallica haben es versucht, das Orchester in ihre Kompositionen zu integrieren oder vielleicht daran teilhaben zu lassen. Entstanden sind zwei getrennte Paar Schuhe. The Burden Remains aus Wünnewil, mit Unterstützung des 50-köpfigen Sensler Blasorchesters „The Horns Of The Seventh Seal“ unter der Leitung des wilden Dirigenten und Komponisten Manfred Jungo, haben es geschafft, das war ein in– und füreinander von klassischer und harter Musik mit passend düsteren Visuals, wuchtig vorgetragen mit einigen Gänsehautmomenten. Und auch wenn das Schlagzeug in einem Glaskasten sitzen musste, hat dessen Rumms oft die Bläser besiegt. Trotzdem: ein imposanter Auftritt des jungen Orchesters mit den alten Metal-Hasen.

„Metal without boarders“ steht auf der Homepage der Vier. Viele Grenzen wurden niedergerissen, andere blieben bestehen: Alt und Jung – nieder damit; Metal-Freunde und Ländler-Genossen – nieder damit; deutsch und französisch – nicht ganz so einfach. Am Samstag waren noch vereinzelte französische Stimmen hörbar, am Sonntag dann nur noch vom Personal. Senslerdeutsch war die Sprache der Stunde. 

Offene Mäuler, keine offenen Fragen

Nur eine: What’s next? Denn schon bei ihrer letzten Plattentaufe zusammen mit den Murtner Tambour-Kadetten hatten The Burden Remains Innovation bewiesen.  Zweimalig sollte das aktuelle Projekt nicht bleiben, zuviel Aufwand, Spass und Ertrag stecken dahinter. Weshalb nicht ins Freiburger Theater Equilibre damit, um auch die Gekrawatteten zu Ohrstöpseln zu zwingen – oder um des möglicherweise detailreicheren Klanges willen? Oder gleich ein Auftritt mit der Heilsarmee in der Rue de Romont am 23. Dezember vor 5000 Personen?

Mario Corpataux

 

 

Gottéron-Blog

Mutze putze, Mutze putze

Aber bitte mit Emotionen

Der Saisonstart von Freiburg-Gottéron hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Als neutraler Beobachter hat man das Gefühl, dass die Mannschaft von Gerd Zenhäusern genügend Zunder im Team hat, um diese Saison das eine oder andere Feuerwerk zu entfachen, jedoch bisher noch niemand die Streichhölzer gefunden hat.

Es tönt abgedroschen und wird von jedem Hockey-Experten immer wieder wiederholt: Gottéron braucht Emotionen. Abgedroschen und tausend Mal gehört zum Trotz, es stimmt. Gottéron braucht „des émotions“ und darum kommt das Zähringerderby gegen den SCB genau richtig. Denn das Derby Gottéron-SC Bern verspricht immer Emotionen und es gibt nichts schöneres, als die „Mutzen“ mit Emotionen zu putzen.

Wir erinnern uns gerne an den Samstag 21. Januar 2012: gegen 21:45 Uhr kocht die Patinoire St. Léonard bis unter die Decke.  6800 Zuschauer bejubeln die definitive Playoff-Qualifikation von Freiburg-Gottéron und flippen richtiggehend ab dem überlegenen Heimsieg gegen den Rivalen SC Bern aus. Nach einem Schaulaufen schicken Huet, Heins, Gamache und Co. die Erzfeinde aus der Bundeshauptstadt mit einem 6:1 zurück in den Bärengraben. Die Tore für die Drachen erzielten an diesem glorreichen Abend Afanasenkow, Bykov, zweimal Hasani, Jeannin und Lukas Gerber. Emotionen pur! Nur nebenbei sei erwähnt, dass Julien Sprunger an diesem Abend krank war, sonst hätte es vielleicht sogar ein „Stängeli“ gegeben.

Es war zusammen mit dem 6:1 Sieg vom 22. Januar 2006 der höchste Heimsieg gegen den SC Bern der letzten 15 Jahre. Die Bilanz der Drachen im eigenen Stadion gegen den SCB ist ausgeglichen. Seit dem Jahr 2001 resultierten aus insgesamt 46 Meisterschaftsspielen 23 Siege und 23 Niederlagen. Wir wollen heute in dieser Bilanz in Führung gehen und zwar mit Emotionen.

Sollte Gerd Zenhäusern vor dem Spiel gegen den SC Bern die Streichhölzer nicht gefunden haben, dann liegt es an den Fans das Stadion zum Brennen zu bringen und damit das Feuerwerk 2016/2017 zu entfachen...

 

 

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Greg Mauldin und die Liebe zur Verletzungshexe

Der US-Amerikaner verpasst diese Saison zum dritten Mal in Folge den Saisonstart mit Freiburg-Gottéron. Ein Zufall? Nein.

Greg Mauldin scheint in die Verletzungshexe verliebt zu sein. Kurz vor dem Start in die Saison 2014/2015 traf ihn ein Puck im Gesicht. Einige Wochen vor der Saison 2015/2016 erlitt Mauldin eine Hirnerschütterung und in diesem Sommer verletzte sich „Barracuda“ am Unterkörper.

Der Vertrag von Greg Mauldin läuft bekanntlich Ende dieser Saison aus. Ewige Nörgler behaupten er sei zu verletzungsanfällig und dürfe darum keinen neuen Vertrag bei Gottéron erhalten. Wir teilen diese Meinung nicht.

Dass er oft verletzt ist stimmt. Das ist einerseits Pech, hat aber auch mit seiner aufopferungsvollen Spielweise zu tun. Die Nr. 20 der Drachen ist ein unermüdlicher Kämpfer, ein Puck-Jäger, ein Schrecken eines jeden Gegners. Das Spiel von Greg Mauldin ist aufopferungsvoll und kraftraubend. Darum ist er mit einer gewissen Regelmässigkeit verletzt oder sichtlich müde. Sich aber darüber zu beschweren, dass Mauldin zu oft verletzt sei, ist, als würde man der Feuerwehr nach dem Löscheinsatz vorwerfen, sie hätte den Rasen zertreten. Mauldin’s Verletzungsanfälligkeit ist der Preis für seinen vorbildlichen Einsatz - denn Greg Maudlin gibt nie nur 90 Prozent - nicht im Training, nicht in Cup oder in der Champions Hockey League. Der Wille ist immer da bei „Barracuda“ - nur der Körper spielt nicht immer mit. Und es ist wahr: Ohne Saft und Kraft erzielt Mauldin keine Wirkung. Er ist einer dieser Spieler, die 100 Prozent fit sein müssen, um aufzufallen. An müden Tagen gehört Greg Mauldin darum zu den schlechtesten Spielern auf dem Eis, weil ohne Saft seine Stärken nicht zur Geltung kommen. An guten Tagen gehört er zu den besten "Forecheckern" der Welt und damit zu den wertvollsten Spielern auf unserem Hockey-Planeten. Greg Mauldin hat das Zeug mit seiner Art und Weise eine Mannschaft in den Playoffs bis zum Titel mitzureissen.

Wer nun fordert, dass der Vertrag mit Greg Mauldin nicht verlängert werde, verkennt den Wert unseres nimmermüden Fighters. Klar, Mauldin ist 34-jährig und verletzungsanfällig. Wenn er keine gesundheitlichen Probleme hat, dann ist er jedoch rein vom Preis-Leistungsverhältnis her der wohl beste Ausländer der National League A.

Mauldin ist wichtig für eine erfolgreiche Saison der Drachen, darum erhole dich schnell, du Geliebter der Verletzungshexe!