Stress adé

Yoga-Snack zur Weihnachtszeit

Noch rund eine Woche bis Weihnachten – wir geben euch ein paar yogische Tipps für etwas Ruhe, Besinnung und Entspannung in dieser hektischen Zeit.

Weihnachten ist eigentlich das Fest der Besinnung und die Zeit für innere Einkehr, aber oftmals verbunden mit Hektik, Druck und Stress. Jahresabschluss im Büro, Adventskalender basteln, Wichtelgeschenk ausdenken, Santiklous besuchen, Weihnachtsfeiern organisieren, Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum besorgen, Karten schreiben etc. 

Wir haben für euch ein paar Übungen zusammengestellt für einen Moment der inneren Ruhe. Es ist jetzt Zeit, durchzuatmen. Wann, wenn nicht jetzt?

Balasana – Kindhaltung: Entspannung, Erholung, innere Ruhe

Gehe in den Fersensitz mit den Knien hüftbreit auseinander. Evtl. ein Handtuch oder eine Decke in die Kniekehle legen. Beuge den Oberkörper mit einer Ausatmung nach vorne und lege ihn auf deine Oberschenkel. Den Kopf auf der Matte oder einem Kissen ablegen. Die Arme dabei ebenfalls gestreckt nach vorne führen und seitlich neben dem Kopf ablegen. Augen schliessen, ruhig und gleichmässig atmen und Übung für eine gute Minute halten.

Vrikshasana – Baumhaltung: Konzentration und inneres Gleichgewicht

Beginne in einem festen Stand und ziehe den Bauchnabel zur Wirbelsäule. Nun das Spielbein seitlich anheben und Fussssohle, wenn möglich, an die Innenseite des Oberschenkels des Standbeins setzen, sonst weiter unten entlang des Beines (nicht gegen das Knie). Die Arme nach oben ziehen und Handflächen aneinander legen. Wenn du so zu wenig sicher stehst, kannst du die Arme auch auf Brusthöhe zusammenführen. Die Hüften sollten in einer waagerechten Position sein. Die Übung für 5 bis 10 Atemzüge halten und Seite wechseln.

PS: Eine Yogalehrerin sagte mal, dass man einen fortgeschrittenen Yogi nicht an seinen beeindruckenden Asana-Posen erkennen kann, sondern daran, dass er zu Weihnachten keinen Streit mit seinen Eltern hat. Das Ziel, der Kern, die Essenz von Yoga ist nämlich die Einheit alles Seins. Vielleicht können wir in diesen Tagen auch fortgeschrittene Yogis werden: Liebe statt bewertende Blicke. Erwartungen wegstecken und uns an dem freuen, was ist. Weniger verurteilen und stattdessen mehr verstehen und verzeihen. DAS macht glücklich!

Ideen für etwas andere Weihnachtsgeschenke

Wie wär's mit... Wichteln?

Seid ihr als Familie oder mit Freunden noch uneinig, wie ihr es dieses Jahr mit den Geschenken handhaben wollt? Oder möchtet ihr dem ewigen "wir schenken einander nichts und doch bringt jeder jedem was" entfliehen? Hier kommt eine andere Art des Schenkens.

Wir finden, dass Wichteln eine super Sache ist. Wie das funktioniert? - Innerhalb einer Gruppe werden nach einem bestimmten System untereinander Geschenke verteilt. Es gibt x Variationen. Man kann beispielsweise das Los entscheiden lassen, wer wen beschenkt. Jeder verschenkt nur einmal und erhält auch nur ein Geschenk. Weniger Aufwand - für Kopf und Portemonnaie. Für die Auslosung gibt es unzählige Online-Tool, einfach googlen.

Falls ihr gerne Variationen mögt, hier unsere Vorschläge:

1) DIY: Jeder verschenkt etwas Selbstgebasteltes oder etwas aus der Küche.

2) Hauptsache lustig: Zum Beispiel eine Glasflasche mit Wasser (oder einer anderen klaren Flüssigkeit) befüllen und „geschmolzener Schneemann“ draufschreiben und/oder -zeichnen.

3) Alle Geschenke beginnen mit dem gleichen Anfangsbuchstaben.

4) Persönliche Gedichte anstelle von Namensschildern auf den Päckli. Die ganze Gruppe muss raten, zu wem das Geschenk gehört.

5) UNSER FAVORIT: Würfel-Wichteln! Das ist richtig spannend. Alle Päckli werden in der Mitte des Tischs gesammelt und ein Wecker mit einer festgelegten Zeit gestellt. Dann wird nacheinander gewürfelt. Sobald ein Spieler eine Sechs würfelt, darf er sich ein Geschenk aussuchen. Sind alle Geschenke verteilt, gelten folgende Spielregeln beim Würfeln:

1 oder 6 = Der Spieler muss sein Geschenk mit jemandem tauschen.
2 oder 3 = Alle Geschenke wandern im Uhrzeigersinn.
4 oder 5 = Alle Geschenke wandern gegen den Uhrzeigersinn.

Nach Ablauf der Spielzeit darf jeder das Geschenk auspacken, welches er dann in den Händen hält :-)

Ein Wort von Skipperin

Weihnachtsgeschenke à la minute und als Erlebnis - 1/3

Es geht tatsächlich anders: Für die kleinen Fach-Läden in der Innenstadt, so kurz vor Weihnachten für den analogen Einkauf. Wie im beschaulichen Murten gezeigt, geht der junge Held einkaufen. Er ist zwar sehr spät vor Weihnachten, aber mit vielen guten Gedanken für seine Liebsten gekommen.

Die Post für so Online-Ideen liefert eben rechtzeitig auch nicht mehr aus, aber die Läden und Lädeli , ihre Besitzer und ihr Personal sind bis am 24.12. (und übrigens auch sonst das Jahr hindurch) für die Shopper da. Und das in einer vielfältigen Auswahl! Degustieren hier, schlendern da, sich fachberaten lassen dort, und auf einmal wird das last minute Weihnachtseinkaufen zu einer hocheffizienten Sache und dennoch zum emotionalen Erlebnis. Komplett entschleunigt, weil alle lieb zu einander sind und die Innenstadt friedlich belebt. 

Wer nicht mehr weiss, wie es geht, darf das wirklich bis kurz vor dem Familienfest tun: Da gibt es so viele schöne Verpackungen und kreative Vorfreude zum Schenken, dass du nächstes Mal vielleicht daran denkst, in den Laden zu treten.

Film ab für Inspiration Nr. 1 – es geht um die Frühkonditionierung für gesunden Broccoli und seidenfeine Dessous.

skippr Adventskalender

13. Dezember

Ein Mann ohne Bart ist wie ein Brot ohne Kruste, sagt ein Sprichwort. Aber nicht, wenn er perfekt rasiert wurde, sagt skippr!

Zusammen mit dem Barber Center in Düdingen haben wir zwei Wertgutscheine à CHF 25.- für Haar- oder Bartpflege beim Herrencoiffeur verlost.

Die Gewinner sind: Gregory Schumacher und Sabrina Wyss-Borgognon

www.barber-center.ch

Carte Blanche #70

Kinder an die Macht

Weihnachten, Fest der Liebe und des Friedens, und sein Ladenöffnungskrieg in der Stadt Freiburg, oder 17-jährige Menschen hinter dem Steuer? Welches Thema generiert – kontrovers diskutiert – mehr Feinde/Krieg/Unfrieden? Nahe am Fest der Liebe entscheide ich mich für die kleinere Bevölkerungsgruppe: die 17-Jährigen.

In den Vereinigten Staaten fahren Jugendliche schon mit 16 Jahren im Jeep umher, ganz legal. Es sei Ihnen gegönnt. Ich würde ihnen auch ein Bierchen ab 16 gönnen, was dort drüben dann aber erst ab 21 Jahren möglich ist. Bei uns herrscht bezüglich Alkohol und Autofahren der gutschweizerische Kompromiss: Ab 16 darf gesoffen werden, ab 18 Auto gefahren, dann jedoch mit einer Promillegrenze. Nun will die abtretende Bundesrätin Doris Leuthard noch schnell ein ihr – oder der Autolobby – liebes Geschäft durchdrücken. 17-Jährige dürften damit den Lernfahrausweis beantragen und mit punkt 18 Jahren bereits den Führerausweis bestehen. Sind der Doris die Konsequenzen dieser Verjüngung eigentlich bewusst? Schon jetzt bewegen sich Herr und Frau Schweizer/in quasi im Alleingang in ihrem Personenfahrzeug, wie die Statistiken beim Pendlerverkehr eindrücklich belegen: 1,1 Personen sitzen dabei durchschnittlich im Auto. Wer das nicht glaubt, soll im Berufsverkehr die Probe machen und die Insassen pro Fahrzeug zählen. Meine Zählungen aus Langweile während der Busfahrt in der Stadt Freiburg bestätigen diese Zahlen, gehen sogar noch näher an die Eins.

Wenn nun die 18-Jährigen schon mit 18 Komma Null Jahren eigenständig ein Fahrzeug lenken dürfen, bedeutet dies zwingend, und speziell im Kanton Freiburg gemäss landesweiten Statistiken, noch mehr Fahrzeuge auf den Strassen, noch mehr Staustunden, noch mehr Abgase, noch mehr Lärm, vielleicht auch mehr Unfälle. Vielleicht wäre mit dieser Massnahme aber mein Zug weniger voll, da die Neulenker schon früher im eigenen Fahrzeug zur Arbeit oder in die Schule ziehen könnten. In diesem Sinn plädiere ich deshalb für Zehnjährige am Steuer. Der Verkehr käme dann nämlich vollständig zum Erliegen: weniger Abgase, weniger Lärm und vielleicht ein paar Geläuterte, welche endlich den Sinn des öffentlichen Verkehrs entdecken und ihr Auto zu Hause lassen würden.

Und weil es schon so schön politisch ist, doch noch ein Wort zu den Ladenöffnungen an Maria Himmelfahrt in der Stadt Freiburg: Ganz unabhängig davon, ob man nun für oder gegen offene Geschäfte an katholischen Feiertagen ist, wurde hier eindrücklichst die Absurdität (oder ist es doch Effektivität?) und (Ohn)Macht der verschiedenen Instanzen vors Auge geführt. Zwei Instanzen erteilen ein Ja, eine dritte rekurriert, die vierte erteilt, die fünfte hebt hälftig auf, die sechste rekurriert, um von der vierten in letzter Sekunde Recht zu erhalten bzw. die von der fünften Instanz aufgehobene halbe Bewilligung zurückzuziehen und in eine volle Bewilligung umzuwälzen – das Ganze innerhalb von acht Tagen. Zu viele Instanzen verderben den Brei. Auch hier deshalb: Zehnjährige an die Macht. Die sind meist noch unverdorben.

Mario Corpataux