skippr-Blog

Budeabe: Fünf Typen von Mitarbeiter/innen

Das Arbeitsjahr 2016 neigt sich dem Ende zu und in den kommenden Wochen findet in den verschiedensten Deutschfreiburger Unternehmen der legendäre „Budeabend“ statt. Wohl jede/r Arbeitnehmer/in in unserer Region kann von mindestens einem, wenn nicht von dutzenden unvergesslichen Firmenabenden in seinem Leben berichten. Am Budeabend kommen oft die wahren Gesichter der Arbeitskollegen ans Tageslicht. Da tanzt der CEO auch mal oben ohne mit einer Flasche Wodka in der Hand auf dem Tisch, der sonst rigorose Finanzchef schmeisst mit Trinkgeld um sich und das stille Mäuschen aus der Marketingabteilung erzählt schmutzige Witze. Lustigerweise gibt es beinahe an jedem Firmenabend – ob beim KMU, bei den Beamten oder bei der Grossunternehmung – die gleichen Verhaltensweisen oder besser gesagten die gleichen Typen von Arbeitskollegen. Hier eine kleine Typologie:

1. Der Witzbold

Kein Scherz ist für ihn zu schlecht. Er rezitiert bereits auf dem Weg an den Firmenabend einen Witz nach dem anderen. Er kennt den mit der Blondine im Reisfeld, den Gag mit den Pfarrern und den Kindern, streut zwischendurch einen leicht rassistischen Witz ein und sagt dann mit einem dreckigen Lachen, dass er sich die sexistischen Witze fürs Dessert spare. Im Verlaufe des Abends nutzt er jede Gelegenheit um aufzufallen und schliesst den Abend mit dem Ententanz zu AC/DC auf der Tanzbühne ab.

2. Die frisch geschiedene und leicht angesäuselte Kaderfrau

"1, 2, 3 und wer dann noch nicht auf dem Baum ist, der wird gejagt wie das Reh zur an einem nebligen Herbstmorgen", scheint das Motto dieses Typs Mitarbeiterin zu sein. Man erkennt sie meistens an den hohen Absätzen, dem kurzen Rock und den bereits beim Apéro leicht rötlichen Wangen. Je schneller der Service einschenkt, umso rasanter wird geflirtet. Als hätte die sonst eher strenge und zurückhaltende Vorgesetzte ein Flirt-Viagra erhalten. Immer wieder amüsant. Und: alleine geht die frisch geschiedene und leicht angesäuselte Kaderfrau an einem Firmenabend selten nach Hause.

3. Die Mumie

Er sitzt den ganzen Abend am Tisch und spricht kein Wort. Weder reagiert er auf die Scherze des Witzbolds, noch auf die Flirtversuche der frisch geschiedenen und leicht angesäuselten Kaderfrau. Gegen 23 Uhr sitzt er alleine am Tisch und schaut den anderen zu, wie sie das Tanzbein schwingen. Die Versuche der betrunkenen Mitarbeiterinnen, ihn auf die Tanzfläche zu bewegen, winkt er jeweils wenig angetan ab und gibt zu verstehen, dass er sich bald auf den Heimweg mache. 

4. Der stolze Firmenchef 

Seit Wochen hat er sich auf seine grosse Rede vorbereitet und freut sich auf seinen grossen Moment. Die Mitarbeiter/innen hören dem Chef gespannt zu, wie er das vergangene Jahr empfunden hat, was er für das neue Jahr erwartet und nehmen die Komplimente mit erwärmten Herzen entgegen. Gut, nicht ganz alle. Der Witzbold dreht sich in zweitvorderster Reihe zu den anderen Mitarbeitern und ahmt den Chef nach. Die frisch geschiedene und mittlerweile ziemlich angesäuselte Kaderfrau versteht kein Wort was der Chef sagt, da sie gerade erfahren hat, dass Herr Muster aus der Betriebsleitung vor zwei Tagen von seiner Frau verlassen wurde, da sich diese an ihrem Firmenabend in den jungen Praktikanten verknallt hat. Die Mumie hingegen applaudiert nach der Rede des Chefs, als hätte er gerade die Rede von Nelson Mandela nach seiner Wahl zum Präsidenten Südafrikas gehört. Der Firmenchef hat den Moment vor seinen Mitarbeiter/innen genossen, geht zurück zu seinem Platz, lockert den Krawattenknopf und lässt sich ab diesem Zeitpunkt verdientermassen, aber ziemlich unauffällig volllaufen. 

5. Die beliebte, knapp 50-jährige Sekretärin

Sie ist ein Phänomen. Nicht nur durch das ganze Arbeitsjahr, sondern auch am Firmenabend. Sie kennt jeden der 227 Mitarbeiter beim Vornamen, ist mit jedem per Du und schafft es an einem Abend mindestens mit 97 Prozent aller Mitarbeiter/innen einen kurzen Small-Talk zu führen. Am Montagmorgen schreibt sie allen eine E-Mail mit dem Betreff „Es war ein wunderschöner Abend“ und entschuldigt sich bei denjenigen, mit denen sie nicht ins Gespräch gekommen sei. Kaum ist die E-Mail aus dem Postfach, dreht sie sich zu den Kolleginnen um und sagt: „Habt ihr auch gehört, die frischgeschiedene und leicht angesäuselte Kaderfrau ist um 1 Uhr plötzlich mit Stefan (Vorname von Herrn Muster) verschwunden, der Chef ist mit dem Taxi nach Hause, ach der Witzbold war wieder mal mühsam und ja, wir müssen der Mumie unbedingt eine Freundin suchen..."

Gottéron-Blog

Ein Brief an das  Christkind

Liebes Christkind 

Es scheint, dass wir Gottéron-Fans auch in diesem Jahr nicht zu den bravsten Hockey-Kindern der Schweiz gehört haben. Jedenfalls erhalten wir von unserer Mannschaft keine Geschenke. Ja, wir geben es zu. Wir haben diese Saison unseren Lieblingsklub bis auf die Knochen kritisiert. Wir haben nach gewissen Niederlagen auch unserem Unmut freien Lauf gelassen und uns sogar über unseren Klub der Herzen lustig gemacht. Aber liebes Christkind, wir bitten Dich um etwas Verständnis, denn es wird uns auch nicht leicht gemacht vorbildliche Fans zu sein.

Da Du sicherlich nicht alle Hockeyklubs der Welt genau mitverfolgen kannst, möchten wir Dir zwei-drei Beispiele beschreiben, warum das Leben als Gottéron-Fan in diesen Tagen schwierig ist: Wir sind wie jeden September mit übergrossen Erwartungen in die neue Meisterschaft gestartet. Gut drei Monate später stehen wir nun klipp und klar auf einem Playout-Platz.  Die Tabelle findest du im Teletext übrigens auf der Seite 302 und nicht mehr auf der Seite 242, sonst suchst du Freiburg-Gottéron plötzlich noch im Klassement der italienischen Fussballliga. Kurz nach dem Saisonstart hat unser damaliger Trainer, Gerd Zenhäusern, entschieden lieber Junioren als die erste Mannschaft zu trainieren. Wenige Tage später wurde einer unseren besten Spieler entlassen, weil er die Schlittschuhe vergessen hatte und vor kurzem hat unser vermeintlicher „Königstransfer“ das sinkende Schiff verlassen. Du siehst, da kann man als Fan schon mal die Nerven verlieren. Wir bitten Dich uns trotzdem ein-zwei Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Unsere Wunschliste ist relativ kurz und wir verzichten diese Weihnachten auch darauf uns einen Schweizermeistertitel zu wünschen.  Umso mehr könntest Du uns doch unsere Wünsche erfüllen. Nicht? Hier unsere Wunschliste:

-       ein Hot-Fondue vor dem Spiel, dass nicht aus allen Löchern läuft

-       eine Duftkerze auf den Toiletten im Stadion

-       Kissen für die kalten Sitzplätze

-       ein-zwei neue Videos auf dem Bildschirm

-       ein wenig mehr Schlager im Stadion


Wenn du dann noch Platz hast und es Dir keine Umstände bereitet, hätten wir gerne noch einen neuen Torhüter, ein-zwei Teamleader, drei solide Verteidiger, fünf  torgefährliche Stürmer und eine Mannschaft die bis zum Umfallen kämpft. Das wäre schön.

Liebes Christkind, wenn Du uns unsere Wünsche erfüllst, versprechen wir Dir auch hochheilig, dass wir uns Mühe geben, gute Gottéron-Fans zu sein. 

Wir wünschen Dir frohe Festtage.

Deine Gottéron-Fans

 

 

Güfferschtee

Passend zu den klirrenden Temperaturen der letzten und kommenden Tagen liefert euch skippr das Rezept von "Güfferschtee". Dieses stammt aus dem Kochbuch «Freiburger Bäuerinnen und Landfrauen kochen» vom Landfrauenverein Giffers-Tentlingen und darf an kalten Wintertagen nicht fehlen. Probiert es selber!

Zutaten
1 Handvoll Lindenblüten
200g Kandiszucker
2 Stangen Zimt
3 Anissterne
5 Liter Wasser
1 Liter Rotwein

Zubereitung
Lindenblüten, Kandiszucker, Zimt und Anis in das kalte Wasser geben, aufkochen und 30 Min. ziehen lassen. Rotwein zufügen, heiss werden lassen, Flüssigkeit absieben und heiss servieren.

Tipp: Es kann auch Beuteltee verwendet werden.

Prost!