Über 1000 Deutschfreiburger/innen haben entschieden

Plaffeien ist die schönste Gemeinde Deutschfreiburgs

Die Umfrage zur schönsten Gemeinde Deutschfreiburgs ist abgeschlossen. Insgesamt gingen 1088 Stimmen ein. Vor einigen Tagen hatte die Weltwoche das Schweizer Gemeinde-Rating 2017 herausgegeben. Dort wurde vor allem die Infrastruktur, die Steuerbelastung sowie die Steuerbelastung der Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohner/innen verglichen. Freiburg wurde zur attraktivsten Gemeinde gewählt und Plaffeien schnitt im Rain gar nicht gut ab. Wir haben nun bei den Deutschfreiburger/innen nachgefragt, welches die schönste Gemeinde Deutschfreiburgs ist und das Umfrageresultat erstaunt:

Hier die fünf Gemeinden mit den meisten Stimmen:

1. Plaffeien (158 Stimmen)

2. Düdingen (121 Stimmen)

3. Heitenried (92 Stimmen)

4. Tafers (88 Stimmen)

5. Murten (81 Stimmen)

Hier findet ihr die detaillierten Resultate der Umfrage: 

(Vergrössern per Klick auf das Bild)

Hier die Prozentzahlen:

Raiffeisen Football Camps Murten

Bereits zum fünften Mal fanden in Murten die Raiffeisen Football Camps statt. 120 fussballbegeisterte Kids zwischen 6 und 15 jährig trainieren während fünf Tagen mit ausgebildeten Fussballcoaches. Spiel und Spass steht natürlich auch hier im Vordergrund. 

Der Deutschfreiburger Projektleiter der Luzerner Firma MS Sports, Marco Vogelsang, zieht eine erfolgreiche Schlussbilanz.  

User-Bericht

Ein skippr-Taxi in Kanada

Der skippr-User Damian Kilchör hat uns aus Kanada ein Foto mit folgendem Text geschickt:

Jeden Tag skippr, auch weit weg!
Grüsse aus Ottawa/Kanada!

Da er in Kanada weilt und darum nicht am skippr-Taxi-Gewinnspiel mitmachen kann, hat er das Taxi nach Ottawa "collagiert"... Natürlich lassen wir dich Damian zum Gewinnspiel zu! Danke für den Bericht.

Hast auch du einen User-Bericht? Dann schick uns diesen auf info@skippr.ch.

Ein bisschen Wellness zu gewinnen...

skippr und die Massagepraxis Goldene Hände in St. Ursen verlosen zwei Tu-dir-gut Probier-Sets* im Wert von je CHF 18.-

Zum Teilnehmen: Schreibe eine E-Mail mit dem Stichwort "Tu mir gut" an gewinnspiel@skippr.ch oder eine SMS/WhatsApp an die Nummer 079 950 15 71. Name, Vorname und Wohnort nicht vergessen.

Der Wettbewerb läuft bis am Montag, 21. August um 12.00 Uhr. Viel Glück!

* Darin enthalten sind:

- Entspannungsbad 50 ml, bei Alltagsstress und Unruhe oder auch vor und während der Geburt
- Körperöl kräftigend 10 ml, gibt Kraft und seelische Stütze in allen Lebenslagen
- Fusscreme ausgleichend 9 ml, zur Fusspflege im Reflexzonenbereich, zum Entspannen vor allem abends
- Nerolihydrolat 20 ml, frisch, blumig; ideal zur Befeuchtung und Feuchtigkeitsregulierung der Haut, bevor ein Körperöl aufgetragen wird
- Familientee 2 TL, ausgleichend

Carte Blanche #19 (2. Teil)

Auf den Vulkan und das Boot darfst du nicht!

Für die meisten Touristen in Sizilien gehört der Vulkan Ätna zum Standard-Reiseprogramm. Auch Yves Kilchör plante einen Ausflug ein. Die Bürokratie zerschlug dann aber seine Pläne.

Den ersten Teil der Geschichte findest du hier...

Nachdem mein Gepäck in Taormina auf Sizilien angekommen war (ich habe davon letzte Woche berichtet), war mein Sprachaufenthalt ein einziges, wunderschönes Erlebnis: Mit extrem lieben Menschen, mit guten und lustigen Lehrern und mit der Aussicht auf tolle Ausflüge neben der Schule. Zum Beispiel eine Bootsfahrt am Donnerstag und einen Ausflug auf den Vulkan Ätna, der ganz in der Nähe der Schule steht und Rauch in den Himmel speit.

Organisiert hat diese Ausflüge die Schule. Auch viele meiner neu gewonnenen Freunde hatten sich dafür angemeldet. Deshalb ging auch ich ins Büro, um mich für die Bootstour und für die Wanderung auf den Vulkan einzuschreiben. Daraufhin sagte man mir aber im Büro, sie wüssten noch nicht, ob ich da auch wirklich mitmachen könne. Vielleicht sei dies für mich als sehbehinderte Person nicht möglich. Ich versuchte zu erklären, dass ich in der Schweiz in den Bergen wandere, Ski fahre und sogar mit Gleitschirmen, Segelflugzeugen oder Ballonen mitging, dass ich Tandem fahre, ständig alleine in der Welt umherreise, für den Beruf oft alleine unterwegs bin und so weiter und so fort. Aber man sagte mir nur kurz und bündig, ich würde dann morgen erfahren, ob es möglich sei.

Die Nachricht kam am Folgetag aber nicht. Also sprach ich mit dem einen Lehrer, der in der Schule für die Ausflüge verantwortlich war und bei beiden Ausflügen auch dabei sein wird. Er meinte, ich könne selbstverständlich mitkommen. Es gebe nichts, dass dagegen spreche. Für den Bootsausflug am Nachmittag schrieb er mich ein, ich ging auf den Bootsausflug mit und wir erlebten einen schönen und problemlosen Nachmittag.

Am nächsten Tag erläuterte er mir in der Schule nochmals die Regeln für den Ausflug auf den Vulkan: Ich müsse mich an seinem Arm anhängen. Das war für mich aber nicht ein Müssen, sondern ein Dürfen, denn er war als Ätna-Kenner ein sicherer Führer und könnte mir sicher auch noch einiges erklären. Wir gingen nochmals die Packliste durch, machten für am nächsten Morgen ab und freuten uns auf den Ausflug. Auf jeden Fall ich.

Allerdings dauerte meine Freude nur noch ein paar Minuten. Danach hiess es, ich müsse ins Büro. Dort sagte man mir dann kurz und bündig: "Du kannst morgen nicht auf den Ätna". Ich fragte, weshalb. "Weil dieser Ausflug eine andere Organisation für uns durchführt. Diese verlangen, dass alle gesund sind. Wenn wir dich mitschicken, verstossen wir gegen das Gesetz. Falls es einen Unfall gibt, zahlt die Versicherung nicht und wir werden angezeigt." Ich versuchte zu erklären, was ich in der Schweiz alles mache, wie eben zum Beispiel Skifahren. Ich sagte, dass ich sehr gut versichert sei. Und natürlich sagte ich auch, dass der Lehrer mit mir alles durchgegangen sei und organisiert habe. Aber darauf wollte man nicht hören. Man sagte, es gehe nicht um meine Versicherung, sondern um diejenige der Schule. Und der Lehrer würde dann die Konsequenzen schon noch spüren, weil er mich schon gar nicht hätte aufs Boot mitnehmen dürfen. Ich war geschockt und kämpfte weiter. Schliesslich holten die Büro-Angestellten den Schulleiter und dann sogar den Direktoren, welcher aber nur telefonisch mit mir sprach. Und ja, er sprach und ich hörte. Meine Argumente hörte er sich gar nicht an. Er meinte nur, ich solle nicht aufdringlich sein. Der Entscheid sei gefallen und fertig. Mein Mitschüler, der wortlos daneben stand, schaltete sich dann ein und schlug vor, ein Dokument zu machen und darauf zu schreiben, dass ich jegliche Risiken übernehme. Daraufhin hörte ich den Satz, der mich in meinem Leben wahrscheinlich am meisten erniedrigt hat. "Nein, das geht nicht, weil du ja gar nicht siehst, was du unterschreibst." Nun war meine Schmerzgrenze überschritten. Ich sagte, dass ich dann ja auch nicht auf die Post oder Bank gehen könne. Schliesslich verliess ich enttäuscht, wütend und erniedrigt das Büro. Ich durfte nicht auf den Ätna mit und wohl auch nicht auf die Ausflüge der nächsten Woche, da ja schon eine Schifffahrt für die Schule für mich ein Problem darstellt. Und Schifffahrten sind in einer Küstenregion halt dann doch noch schnell mal auf einem Ausflugsprogramm. Und ich fragte mich auch, was die Organisation wohl unter gesunden Menschen verstand. Denn ja, ich habe eine so genannte Behinderung. Aber sonst bin ich gesund und mache häufig Sport. Ich war also sicher viel fitter als viele der akzeptierten Mitschüler, die auf den Ätna gehen durften.

Nur langsam konnte ich mich während des Nachmittags erholen. Ich rief auch noch meine Sprach-Reise-Agentur an, welche auch noch mit der Schule sprachen und ihr grösstenteils recht gaben. Ausserdem verlangte ich Bestätigungen von der Krankenkasse und den Versicherungen, was aber die Entscheide der Schule auch nicht beeinflussten.

Schliesslich kam es, wie es kommen musste. Viele meiner Studenten gingen auf den Vulkan und ich blieb im Städtchen zurück. Und dennoch hatte ich einen schönen Tag mit einem Mitschüler am wunderbaren Strand und Meer. Und am Mittag schrieb mir ein Mitschüler vom Ätna aus, ob es mir gut gehe. Das freute mich enorm, denn schliesslich kannten wir uns erst seit einer Woche. Und am Abend gaben mir verschiedene Mitschüler sogar noch Lava-Steine, die sie auf dem Vulkan für mich gesammelt haben, weil sie an mich dachten und mit mir mitfühlten.

In den darauffolgenden Tagen erfuhr ich bei Gesprächen, dass das Thema auch in der Schule noch nicht abgeschlossen ist. Es waren viele nicht einverstanden, wie man mit mir umgegangen ist und wie man entschieden hat. Mit der Direktion habe ich das Gespräch gesucht, was aber leider vor Ort nicht geklappt hat. Wir möchten das aber nun noch telefonisch nachholen. Mir ist wichtig zu erfahren, was das genau für ein italienisches Gesetz ist. Denn meine ersten Recherchen zeigen, dass es dieses Gesetz gar nicht gibt. Und ich möchte mit der Schule besprechen, wie ich und sie in einem nächsten solchen Fall handeln können, damit ich bei allen Ausflügen teilnehmen kann. Denn ich besuchte diese Sprachschule nicht nur wegen des Unterrichts, sondern vor allem auch wegen der Ausflüge. Und für mich ist auch wichtig zu betonen, dass die Schule mich in diesem Punkt zwar enttäuscht hat, sonst aber einen extrem genialen Job gemacht hat: Ich erhielt die nötige Unterstützung, die Lehrer waren sehr flexibel und die Wohnung war an einer perfekten Lage. 

Schliesslich zeigte mir diese Erfahrung aber auch auf, dass zu viel Bürokratie oft behindern. Es sind also nicht schlecht-sehende Menschen, die behindert sind. Nein, es sind oft andere Menschen und Organisationen, von denen wir behindert werden. Und vor allem zeigte mir die Erfahrung, dass Bürokratie zwar extrem ausschliessend und frustrierend sein kann. Dafür sind gute Freunde im Leben umso wichtiger und können mich noch stärker aufstellen und motivieren. Und zu guter Letzt realisierte ich, dass das verspätete Gepäck überhaupt kein Problem war im Vergleich mit dieser Erfahrung. Denn beim Gepäck konnte ich selber reagieren und die fehlenden Kleider einkaufen. Aber beim Vulkan war ich definitiv handlungsunfähig. Oder hätte ich selber und alleine auf den Vulkan gehen sollen?

Text: Yves Kilchör