Carte Blanche #58

Das Handy – ein Fluch und ein Segen zugleich

Nach einem Unfall: Der Verletzte liegt auf dem Rasen, einige rufen mit dem Handy die Polizei, über dem Verletzten beugt sich eine Frau um zu helfen. Kommt ein Mann sicheren und energischen Schrittes von hinten, tippt der Frau auf die Schulter und sagt. „Lassen Sie mich das mal machen, ich habe einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht.“ Die Frau schaut ihm eine Weile zu und sagt dann zu ihm: „Wenn Sie an die Stelle kommen, wo Sie den Arzt rufen sollten, ich bin schon da.“

Ist das nicht eine wunderbare Errungenschaft? Wo du bist, stehst und gehst ist ein Gegenstand omnipräsent -  vor allem auch in unseren Breitengraden. Wichtiges gelangt schnellstmöglich an die Zieladresse. Überall ist man erreichbar und von überall kann man sich mitteilen. Das Bedürfnis ist gross sich über das Handy per Whatsapp, Instagram, Facebook, etc. ungefragt mitzuteilen. Und wie um so viel mehr „Wissen“ wird da weitergereicht und geteilt. Wie die Grösse oder Tiefe der Beziehung zwischen Sender und Empfänger aussieht, stellt sich dann spätestens beim nächsten Aufeinandertreffen heraus. Finden wir uns in einem gegenseitigen Verstehen - und wollen wir das überhaupt?

Das Handy – ein Fluch und ein Segen zugleich.

Diese Erreichbarkeit kann einen unbewussten Stress auslösen. Worauf soll man das Augenmerk richten? Symptom oder Ursache? Für viele Menschen ist Stress etwas Alltägliches und zum Teil auch schon chronisch. Da ist man froh, auf die altbewährten, ewig gleichbleibenden Eckpfeiler zurückgreifen zu können wie Familie, Freunde/Freundinnen, Arbeit, finanzielle Sicherheit, solides Netzwerk.  Was ist, wenn diese Säulen der Gesellschaft zum Teil oder ganz fehlen? Wieviel Zeit schenkt man sich? Wie oft unternimmt man bewusst etwas mit sich alleine? Und wieviel Zeit hat man für andere?

Gewünschte Berührungen sind fast unerlässlich für das Genesen  von Körper, Geist und Seele des Menschen in jedem Alter und wissenschaftlich belegt zum sanften Stressabbau. Unter anderem in London ist das eine Arbeitsnische, sprich Dienstleistung die angeboten wir: Kuschelzeit zwecks Stressabbau. In einem Vorgespräch findet der Austausch statt; unter anderem auch welche Berührungsstellen genehm und welche Stellen tabu sind.

Für mich ein wunderbarer Input. Als Experiment möchte ich das Aufgreifen und biete kostenfrei nach telefonischer Terminvereinbarung  „Kuschelzeit“ an. Ich freue mich.

Text: Monika Jeckelmann

skippr-Umfrage

Klares Nein zu den Papst-Millionen

In der vergangenen Woche sorgten vielerlei Themen für Gesprächsstoff. Unter anderem wurde darüber diskutiert, ob das Bistum Freiburg zwei Millionen Franken für einen Besuch des Papstes in Genf ausgeben soll. Zudem wurde hiess diskutiert, ob das Gefängnis Bellchasse in Sugiez ausgebaut werden soll und auch ob die Pensionskassen der Staatsangestellten saniert werden sollen. 

Die Meinung der über 300 skippr-User ist interessant:

  • 86% wollen nicht, dass der Kanton Freiburg 2 Millionen Franken für den Papstbesuch ausgibt
  • 76% sind für den Ausbau des Gefängnisses Bellechasse
  • 53% sind gegen die Sanierung der Pensionskasse des Staatspersonals

(Vergrösserung durch Klick auf das Bild)