Musik-Tipps

Wie tönt euer Herbst?

Keine Frage: Radio-Musik fägt, Vinyl-Platten auch und Spotify ist ebenfalls super. Und trotzdem ist es manchmal Zeit für etwas neue Musik. Geht das euch auch so?

Vorschlag: Ihr schickt uns eure liebsten Herbst-Songs und wir erstellen daraus eine wunderbare Herbst-Playlist — damit wir alle während den nächsten konzertlosen Wochen trotzdem neue Musik entdecken können. Wie tönt das?

Job-Angebot aus der Region

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Zum Abschied und Neuanfang

Frappantes von der Skipperin

Da sie nur noch wenige Wochen als Skipperin Nase und Segel im Wind hat, liegt es in der Luft auf dem neuen Frapp-Kurs, mit euch schöne und lustige Erinnerungen auszutauschen. Denn wie heisst es so schön: die Party auf dem Höhepunkt verlassen, also in guter Erinnerung und dicker Vorfreude auf das, was noch kommt. Also nimmt Skipperin im Rückblick mit Rückenwind Richtung auf:

 

Herzgeschichten

Unvergesslich bleibt ein Dreh mit sehr lieben Herzmenschen aus vier Generationen in einem schwarzen Taxi. Das davor, während und danach war überaus sentimental und erwärmend, das Taxisteuer war eine harte Herausforderung und der Schluss nicht zu überbieten: Er endete in einer wortwörtlichen Schlammschlacht.

Mit durchdrehenden Rädern am Waldrand der Burg, einem im Babotsch festgefahrenen Taxi und einem Rundum-Carwash im Löwenberg. Es war feucht und ein Samstag, 12. Januar 2018. Schönes Fazit: skippr war erfolgreiche Dating-App. Romeo hat dank dieser herzlichen Geschichte, seinen Lukas gefunden.

 

Trash

Wer Quentin Tarantino mag, weiss wie makaber ein simpler Fensterputz enden könnte.

Auf dem Tabourettli in Leo-Heels oder im Schneidersitz auf dem Ölfass, wie ein Schlangenbeschwörer die Flöte am Spielen, die Serie war farbig trashig und bleibt eine von Skipperin’s Favoriten, weil sie das Rumjogglen mag. Nur, verstanden hat den Trash wohl niemand richtig. Vielleicht weil ihr zuwenig Tarantino schaut? Oder nie selber Fenster putzt und wenn, sicher nicht in Leo-Heels?

 

Piste gut

Typischer Moment, halb Deutschfreiburg in den Bergen am Skifahren. skippr drehte im grossen Moos die Ernte des Wurzelspinats, das erste frische Feldgemüse der Saison «Februar».

Wurzelspinat gibt es dank der Nachfrage von Türken und Portugiesen, die mit diesem aufgestockten Spinat hervorragend kochen, und wir Banausen nur die delikaten Babyblätter essen. Der Wind war frostig und ging durch Mark und Bein – und unter die weissen Gemüseblachen. Hang loose im Boardermodus: wellenförmig, flach. Piste gut und es gab keine Kolonne am Lift.

 

Das gestohlene Pferd

Diese Anekdote fällt im Rückblick halb-lustig aus: Die Antwort auf die Frage, was hast du schon mal verloren, löste ein mittleres Mobbing aus. Ein Pferd zu verlieren, das fiel hinter der Kamera in die Kategorie «fies und gemein». Aber dass der Zweitplatzierte im Wettbewerb seinen Preis von 300.- nicht abgeholt hat, das ist schlimmer als ein verlorenes Pferd und geht unter «peinlich». Wäre dieser Cash ein echtes Mobbing wert?

RadioFr. News l 29.10.2020

Eine Hotline für pflegende Angehörige

Für Personen, die jemanden privat pflegen, gibt es ab dem 30. Oktober eine neue Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Über eine Hotline sollen diese Personen Antworten auf all ihre Fragen erhalten. Dies teilt der Kanton Freiburg mit. Auch könne man dort anrufen, wenn man jemanden braucht, der einem zuhört.

Die Hotline ist zweisprachig und wurde vom Kanton mit der Unterstützung des Vereins für Pflegende Angehörige Freiburg und der Loterie Romande eingerichtet.

Interessierte können den Dienst unter der Woche zwischen 14 und 18 Uhr erreichen. Ausgenommen ist der Mittwoch. Die Nummer lautet 058 806 26 26. /ns

Seislertütsch

Wir suchen die schönsten Kinder-Versprecher

Inspiriert von den lustigen Einsendungen der Kleinstadt-Community auf dieselbe Frage, möchten wir sie an euch richten: Welches sind die schönsten Versprecher auf Seislertütsch von euren Kindern (oder Enkeln oder Gotti-/Gettikindern oder Schülern)?

Feiern wie zu Coronas Zeiten - Teil 2

Halloween - von Skipperin

Hey ihr Süssen!
Nehmen wir mal an, die Zeiten wären nur halb so gruselig wie Halloween: Wir gruselig dürfen Kostüm und Essen dieses Jahr aussehen? Im Gegensatz zur Fasnacht, lässt sich diesen Samstag in social distancing um die Häuser ziehen. Mit Maske und an der frischen Luft.

Um die Zeit etwas weniger sauer zu gestalten, empfiehlt sich, NUR Süssigkeiten vor die Türe zu stellen. Oder, wenn sich die verkleideten Kinder im Quartier überhaupt noch trauen, zu klingeln und Streiche zu spielen: Lasst uns ganz grosszügig Süssigkeiten spendieren! Gekauftes oder Selbstgemachtes aus grünem Marzipan, schwarzer Lebensmittelfarbe, Heidelbeer-Saft, Bärendreck und Spinnen aus dunkler Schokolade und alles schön gruselig mit Maske im Türrahmen serviert.

Der geschnitzte und beleuchtete Kürbis darf hässlich bleiben, einen lustigen Augenzwinker kann man ja jeder Zeit mit dem Schnitzer einbauen. Oder man schmeisst ihn direkt in den Kompost.

Der Brauch, an die Verstorbenen zu denken und böse Geister zu vertreiben, kommt am Samstag unter einem blauen Vollmond daher. Wenn das kein gutes Zeichen ist! So lassen wir die kleinen und grossen Dämonen und Hexen möglichst unbeschwert um die Häuser ziehen und versüssen ihnen die Dämmerung. 

Tipps & Inspiration zu Halloween:

- Musik von Marilyn Manson
- Video zu Thriller von Michael Jackson
- Filme wie Twin Peaks von David Lynch und Coco von Disney Pixar
- Kostüm aus schwarzen Leggings oder Strumpfhosen, mit schwarzem Pulli, schwarzer Windjacke und schwarzer Woll-Mütze. Die Kleidungsstücke mit fluoreszierendem Klebeband verzieren und zwar dem Knochenbau vom Monsterli getreu. Am besten geht das bereits angezogen und an der frischen Luft zum Abkleben, weil warme Kleidung drinnen hässlich ist.
- Für die Schminke passt blaue oder schwarze Lebensmittelfarbe immer, Kajal auch und wer es ganz deftig mag, nimmt schwarze Schuhcrème.


- Grüne Fee als Drink oder einen Krötenschleim-Cocktail mit Gurken und Gin
- Spinnen-Scheisse-Häppchen in Form von Rahmspinat-Tätschli
- Wer vergessen hat, wie man sich echt hässlich kostümieren kann, findet in der vor sich dahin ruhenden Fasnachtskiste bestimmt was – oder geht ins Brocki.

Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt – Hauptsache, ihr kriegt nichts Saures und nur Süsses in dieser Vollmond-Nacht. Das brauchen wir jetzt doch umso mehr, oder?

Auf Facebook gesehen:

RadioFr. News | 28.10.2020

Neue Massnahmen des Bundesrates

Maskenpflicht im Freien, keine privaten Treffen mehr mit über 10 Personen, keine Discos und keinen Kontaktsport. Der Bundesrat gab heute landesweite Massnahmen bekannt, die teilweise weiter gehen als diejenigen des Kantons Freiburg.

Schweizweit soll nun die Maske teilweise im Freien getragen werden, etwa vor öffentlichen Einrichtungen und an weiteren Orten, wo sich viele Personen aufhalten, wie belebte Fussgängerzonen. Im Büro gilt dann eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Mit grösseren Veranstaltungen ist es in der Schweiz erstmal vorbei. Der Bundesrat hat Anlässe mit mehr als 50 Personen verboten. Ausnahmen bilden Parlaments- und Gemeindeversammlungen sowie politische Demonstrationen und Unterschriftensammlungen, mit den notwendigen Schutzmassnahmen. Damit ist klar, dass auch Profisport ab morgen ganz ohne Publikum stattfinden muss. Grundsätzlich ist Sport ohne Kontakt noch erlaubt, zum Beispiel Fitness. In einem Raum dürfen sich aber maximal 15 Personen aufhalten. Zudem gilt dann eine Maskenpflicht.

An privaten Anlässen dürfen sich nur noch maximal 10 Personen treffen.

Corona-Schnelltests

Zudem hat der Bundesrat entschieden, dass nächsten Montag in der Schweiz Corona-Schnelltests zugelassen werden. Bei einem Schnelltest liegt ein Resultat laut Bundesrat Alain Berset innerhalb von 15 Minuten vor.

Die neuen Schnelltests seien aber nur für jene Personen vorgesehen, die Symptome haben und zur Risikogruppe gehören. Auch Personen, die eine Meldung der Swiss-Covid-App erhalten haben, sollen den Schnelltest machen können. Der Schnelltest ist gratis.

Ausserdem sollen Personen, die während der Corona-Pandemie auf Abruf arbeiten, weiterhin Kurzarbeits-Entschädigung beantragen können.

 

Die Kantone können die vom Bund definierten Mindeststandards weiter verschärfen. Die Massnahmen treten ab morgen Donnerstag in Kraft.

Revival

Hamsterkäufe zum zweiten?

Mit den steigenden Corona-Zahlen beginnen mancherorts auch wieder die Hamsterkäufe. Erste Lücken tun sich in den Regalen von unseren Supermärkten auf. Eine skippr-Userin hat uns ein Foto gesendet.

Vielleicht liegt es an den neuen Corona-Massnahmen, die wir bald vom Bundesrat erfahren werden. In Deutschland und Österreich gibt es ja bereits ein iOS Widget, das auf dem iPhone-Bildschirm anzeigt, wie viele Packungen Klopapier und Mehl in den ausgewählten dm-Filialen noch verfügbar sind.

Und kennt ihr howmuchtoiletpaper.com? Dort kann man berechnen, wie viel Toilettenpapier man braucht, basierend auf der Anzahl noch vorhandenen Rollen und der Anzahl Toilettengängen pro Tag. Zum Beispiel mit 10 Rollen Vorrat und 3 Toilettengängen pro Tag ist man eingedeckt für die nächsten 53 Tage.

Wir wissen nicht, ob wir solches einfach nur genial finden, oder heulen sollen, weil‘s schon wieder soweit ist...

Inzwischen sollten die Deutschfreiburger doch dazugelernt haben und wissen, dass es keinen unbedingten Sinn ergibt, sich die Wohnung mit Klopapier vollzustellen... Wie habt ihr euch eingedeckt, wenn überhaupt?

Auflösung Maskenumfrage

A Maska isch guet für...

Man kann alles schlecht reden und sich über 1000 Dinge am Tag aufregen, oder einfach mal die Perspektive wechseln - und positiv sein. Zum Beispiel was die Maskenpflicht im ÖV und in Einkaufsläden betrifft. Das Hauptding ist glubs klar: Es könnte Leben retten.

62% sind froh, wenn die Maskenpflicht wieder aufgehoben wird!

Hier ein paar lustige, positive Inputs von eurer Seite zur Maskenpflicht:

- Bschütti vom buur ufem Fäud geit a minere Nase verbi

- So muss ich keine ganze doofe Gesichter mehr anschauen.

- Nichts! Bin erst erfreut, wenn dieser Blödsinn endlich aufgehoben wird! Mimik gehört zu unserem Leben! 

- Zum Zmittag as Glesli Wyy näh und niemer merkts...

- Mehr Augenkontakt!

- Knoblibrot essen und niemand riecht es...

- Etwas zwischen den Zähnen und niemand sieht es ;-)

- Neues Mode-Accessoire

- Man nimmt weniger Gerüche wahr

- Pickel verstecken

Habt ihr die Maske auch schon mal vergessen anzuziehen wenn ihr in einen Laden gegangen seid?

Ja, isch o scho passiert... ha aber zum Glück as Foulard aaghäbe, e haut das vor ds Gsicht bune u chenne iichuufe.

Ja... dann halt (kleine) Kinder ins Migros rein geschickt.. um gefühlte «Tonnen» von Gelierzucker zu kaufen..

Im Gespräch mit Cellist Albin Ackermann

«Als Sechsjähriger mochte ich vor allem den Klang des Wortes 'Cello'...

...und wusste damals weder wie dieses Instrument aussieht noch wie es klingt.»

Der 28-jährige Freiburger Albin «Binù» Ackermann spielt Violoncello seit er sechs Jahre alt ist. Er ist musikalisch unglaublich vielfältig unterwegs. Einige kennen ihn vielleicht noch als Sänger und Gitarristen der Hard Rock Band „Inplugged“. Nach seinem Studium in Zürich und Basel ist er nun seit August zurück in Freiburg.

Albin ist im Freiburger Quartier Schönberg aufgewachsen. Er hat an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Musikakademie Basel studiert. Er unterrichtet und spielt nebenbei in diversen Ensembles.

Binu, wie steht es um deine viersprachige Songreihe, die du Anfang des Jahres aufgenommen hast?
Die CD „Flutlicht“ ist diesen Sommer erschienen. Ich habe zehn Musikstücke aufgenommen. Man kann die Musik auf den geläufigen Streaming-Plattformen anhören oder direkt bei mir eine CD bestellen.

Was für eine Art Musik verbirgt sich dahinter?
Es sind selbst geschriebene Lieder mit eigenen Texten in Senslerdeutsch, Hochdeutsch, Französisch und Englisch. Ich singe und begleite mich selbst am Klavier, ohne weitere Instrumente. Stilistisch bewegt sich die Musik irgendwo zwischen Kunstlied und Pop-Ballade.

Woran arbeitest du momentan?
Ich habe im Herbst begonnen am Kollegium Gambach Musik zu unterrichten und mache eine Stellvertretung als Cellolehrer am Konservatorium Bulle. Da geht schon viel Zeit - auch kreative Energie - in die Unterrichtsplanung. Kompositorisch bin ich im Moment vor allem an einem Stück für Cello und Klavier. Eine Suite zur Sage vom „Grossmutterloch“ in den Gastlosen.


Grossmutterloch © Yannick Romagnoli via fribourgregion.ch

Du bist unglaublich vielseitig; machst Kammermusik, zeitgenössische Musik sowie Rock / Pop. Welches Repertoire bevorzugst du?
Ich schätze diese Vielseitigkeit sehr. In Gruppen von zwei bis fünf Leuten Musik einzustudieren und dann aufzuführen, ist eine Arbeitsweise, die ich sehr gerne mag, da jeder einzelne seine Ideen einbringen kann. Rein klanglich ist es aber auch fantastisch, in einem Orchester zu spielen oder den Sound von Stromgitarren und Schlagzeug zu erleben. Wichtiger als der Stil ist mir beim Musik machen, Gefühle auszudrücken, die Musik aktiv zu gestalten und eine Verbindung zum Publikum zu spüren.

Wo kann man deine Kunst live erleben in der nächsten Zeit?
Im Moment habe ich erst für Frühling 2021 wieder grössere Kammermusikkonzerte geplant. Vielleicht ergibt sich aber schon früher etwas. Ansonsten spiele ich regelmässig alte Musik in Gottesdiensten der Liebfrauenkirche.

Gemäss Wikipedia hast du einen Namensvetter: Albin Ackermann (1826-1903) war deutscher Verleger und Buchhändler in Leipzig. Was hast du mit Büchern am Hut?
Diesen Albin Ackermann kannte ich bis anhin nicht. Ich mag Geschichten und mag es zu texten, insofern lese ich auch sehr gerne. Ich tue dies vor allem in den Ferien, oder in den Tagen und Wochen nach Weihnachten oder nach meinem Geburtstag, da ich bei diesen Festen oft Bücher geschenkt bekomme. Es kann aber auch mal vorkommen, dass ich während drei Monaten kein Buch lese.

Zurück zur Musik: Wo wird das Cello eingesetzt?
Das Cello wird im Symphonie-Orchester und Streichorchester eingesetzt. Es ist Bestandteil verschiedene Kammermusikgruppen mit anderen Streichinstrumenten, zum Teil auch mit Klavier oder Blasinstrumenten. Es gibt aber auch Rockgruppen oder Jazz- oder Volksmusikformationen, die Cello einsetzen.

Wo sind die Grenzen respektive was kann das Cello nicht?
Das Cello ist eines der vielseitigsten Instrumente. Es kann die Hauptmelodie spielen oder die Bassfunktion übernehmen. Man kann gesanglich oder sehr kurz und artikuliert spielen. Man kann extrem leise oder auch ziemlich laut spielen. Grenzen gibt es wenige. Was man nicht kann: wie auf dem Klavier sehr viele Töne gleichzeitig spielen und quasi ein ganzes Orchester imitieren.

So ein Cellokoffer wiegt ordentlich etwas. Wie viel Kilo schleppst du mit dir rum?
Ich weiss das gar nicht so genau. Vielleicht sieben Kilo?

Welchen Wert hat der Inhalt?
Ich würde niemandem empfehlen, ein Cello für einen dreistelligen Betrag zu kaufen, obwohl es solche Angebote gibt. Auch ordentliche Einsteigerinstrumente kosten vierstellige Beträge. Richtig gute Instrumente haben einen fünfstelligen Wert und absolute Spitzeninstrumente zum Teil auch einen sechsstelligen.

Das Cello war das Instrument des Jahres 2018. Sollen jetzt alle Kinder Cello lernen?
Von dieser Auszeichnung habe ich nichts mitbekommen :-) Cello ist ein wunderbares Instrument, aber ist nicht ganz einfach zu lernen. Ich empfehle es allen Kindern und Erwachsenen, die Freude am Instrument haben und auch bereit sind, mehrmals in der Woche konzentriert zu üben.

Du hast mit sechs Jahren mit dem Violoncello gestartet. Sind deine Eltern Musiker oder wie bist du darauf gekommen?
Nein. Mein Vater hört oft Musik, singt gut und hat eine tolle CD-Sammlung, kann aber kein Instrument spielen und keine Noten lesen. Meine Mutter spielte früher etwas Klavier und Blockflöte und hat mich in den ersten Jahren in die Cello-Stunde begleitet. Seit einigen Jahren ist sie im Kirchenchor, aber alles als motivierte Amateurin.

Hast du dich sofort in das Cello verliebt?
Lustigerweise habe ich meinen Entscheid für das Instrument als Sechsjähriger so in Erinnerung, dass ich vor allem den Klang des Wortes „Cello“ mochte, und gar nicht genau wusste, wie dieses Instrument aussieht oder klingt. Als Zweijähriger habe ich einem Arbeitskollegen meiner Mutter, der Cello spielte, scheinbar immer sehr begeistert zugehört. Daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern. Später ging ich immer sehr gerne in die Cellostunde, wobei es gerade im Teenager-Alter auch Phasen gab, wo ich die elektrische Gitarre und das Singen spannender fand.

Hast du jemals daran gezweifelt, eine musikalische Karriere zu machen?
In der Zeit des Gymnasiums, wo die Frage nach dem Beruf aktuell war, hatte ich starke Zweifel, ob mir diese Berufswahl nicht zu riskant sein würde und auch ob mein Niveau auf dem Cello für einen Studienplatz ausreichen würde. Ich habe mich dann nach einer Sitzung in der Berufsberatung dafür entschieden, nach der Matura ein Zwischenjahr einzulegen. In diesem Jahr habe ich ein wenig Geld verdient, aber vor allem täglich mehrere Stunden geübt, um mich auf die Aufnahmeprüfungen vorzubereiten und auch, um zu schauen, ob mir dieser Alltag mit so viel Üben gefallen würde. Die Aufnahmeprüfung habe ich dann bestanden. Seit dem Studienbeginn hatte ich dann nie mehr Zweifel, dass ich professioneller Musiker sein will.

Wie würdest du jemanden, der noch nie in einem klassischen Konzert war, versuchen für die Musik zu begeistern?
Am Gymnasium habe ich ja mitunter auch diese Aufgabe. Ich zeige den Schülerinnen und Schülern meine Begeisterung für die Werke, die wir gemeinsam hören. Es hilft, wenn man die Stücke zusammen bespricht und analysiert und die Schülerinnen und Schüler dabei auch individuell antworten können, was sie bei einer Musik fühlen. Musikalische Themen als Klasse singen und mit Instrumenten zu spielen, kann helfen, sich mit einer Musik vertraut zu machen. Auch Filmmusik kann ein guter Einstieg in klassische Musik sein. Letztendlich braucht es einfach diesen Moment, wo man durch – am besten live gespielte – Musik berührt wird und den Drang hat, dieses Erlebnis wieder und wieder zu erleben, da es so schön war.

Klavier spielst du ja auch noch… Wie gut kannst du das?
Ich spiele genug gut Klavier, um interessante Begleitungen zu spielen, sei es für meine eigenen Lieder, für Schulklassen oder für Celloschüler. Grössere Ambitionen habe ich auf dem Klavier nicht.

Und du singst – ausdrucksstark und emotional. Woher kommt die Inspiration für deine poetischen Texte?
Oft sind es persönliche Erlebnisse verbunden mit starken Emotionen, sei es Wut, Trauer, Freude.

Wie gehst du an ein neues Stück heran?
Das ist unterschiedlich. Entweder ich setze mich ans Klavier und improvisiere bis mir etwas gefällt oder ich habe beim Spazieren einen Einfall für einen Text und entwickle den weiter.

Man sagt dir Einflüsse von Bon Jovi, Metallica, Franz Schubert und Gustav nach. Das ist ja unglaublich vielseitig?
Das ist alles Musik, die ich auch gerne höre. Deshalb fliessen diese Einflüsse sehr natürlich in meine Musik ein. So kann hoffentlich etwas neues entstehen, das homogen wirkt und nicht wie eine Collage oder ein Flickenteppich.

„Lampenfieber ist das Benzin auf der Bühne“, sagte mal einer. Stimmt das für dich?
Lampenfieber ist ja nahe verwandt mit Aufregung und Vorfreude auf einen Aufritt. Diese Dinge helfen, alles zu geben, noch mehr auszudrücken und sich noch besser zu konzentrieren. Es kann aber auch zu viel Aufregung sein und ins Negative rutschen. Dies geschieht vor allem wenn der Auftritt sehr anspruchsvoll ist, sei es, weil ein Stück technisch schwierig oder sehr neu ist. Ich hatte während dem Studium auch schon Mühe mit Lampenfieber, aber seit etwa vier Jahren war es fast immer nur Vorfreude und selten zu viel Lampenfieber.

Mit wem verbringst du mehr Zeit: mit der Musik oder deinen Freunden?
Da Musik ja auch mein Beruf ist, mehr Zeit mit Musik. Aber ich treffe mich auch gerne und oft mit Freunden.

Was hat dich eigentlich nach Basel gezogen?
Ich bin nach Basel gezogen, um dort Schulmusik II zu studieren. Das Studienangebot hat mich im Vergleich zu anderen Hochschulen am meisten überzeugt. Ich hatte wöchentlich Unterricht in Cello, Klavier, Gesang, Dirigieren und Sprechen. Dazu kamen Kurse in Didaktik, Band, Tanz und Körperarbeit. All das war vom Ausmass aber so, dass ich nebenbei mit Unterrichten etwas verdienen konnte und auch Zeit hatte, die verschiedenen Instrumente für mich zu üben.

Wie hast du während deiner Abwesenheit Kontakt gehalten mit Familie und Freunden aus Deutschfreiburg?
Ich habe jeweils ein oder mehrmals im Monat das Wochenende bei meinen Eltern in Freiburg verbracht. Ich habe mehrere enge Freundeskreise hier. Seit August wohne ich ja wieder in Freiburg.

Seit einigen Jahren unterrichtest du auch. Was rätst du deinen (Privat-)Schülern?
Je mehr die Schüler eigene Vorstellungen haben, was sie spielen möchten, desto einfacher ist es für mich, zu unterrichten. Ich habe eine Schülerin, die erst seit einem Jahr Cello spielt und doch ihr Repertoire quasi komplett selber bestimmt und auch fähig ist, es einzuüben. Ich kann ihr dann vor allem im technischen Bereich helfen.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis mit jungen Musiker*innen?
Am aufregendsten waren die ersten grossen Auftritte vor zirka zehn Jahren. Als Maturaarbeit habe ich mit guten Freunden das Musical „Johannes Brahms Superstar“ komponiert und im Podium Düdingen aufgeführt. Damals waren wir alle junge Musiker*innen. Das war schon ein grosses Highlight. Als Pädagoge ist mir besonders das Chorlager mit dem Kammerchor des Gymnasiums Muttenz in Erinnerung. Wir hatten eine super Stimmung mit den Jugendlichen. Ich durfte einige Sätze von Mozarts grosser C-Dur-Messe und Bachs h-Moll-Messe einstudieren und aufführen. Ein tolles Erlebnis.

Du leitest das Vokalensemble POM. Wie bist du da dazu gekommen?
Ich habe im Studium gefallen an Chorleitung und Vocal Coaching gefunden. Einen Sänger von POM kannte ich von gemeinsamen Chorkonzerten. So habe ich mich entschlossen, mich zu bewerben. Zwischen dem 28. und 30. Mai 2021 sind drei Konzerte geplant. Danach werde ich die Leitung voraussichtlich wieder abgeben. Als ich bei POM begonnen habe, war der Arbeitsweg von Liestal nach Wettingen gut zu meistern, von Freiburg nach Wettingen ist es schon etwas weiter.

Was gibt dir diese Tätigkeit?
An POM gefällt mir die breite musikalische Ausrichtung: Wir singen von Adele über Mani Matter und Jazz bis zu Renaissance-Madrigalen alles Mögliche. Das Ensemble ist ambitioniert und die Sängerinnen und Sänger in einem Alter in dem stimmlich auch noch eine grosse Entwicklung möglich ist.

Wie hast du die Lockdown-Wochen im Frühling erlebt?
Wir hatten es damals in der WG in Liestal gut. Meine Freundin (heute Frau) war vorübergehend bei uns. Wir waren oft im Wald spazieren. Ich hatte viel Zeit zum Üben. Schade war, dass doch einige tolle Konzerte abgesagt oder verschoben wurden.

Welche Highlights sind für 2020 noch geplant in deinem Leben?
Ende Jahr werde ich Vater. Darauf freue ich mich besonders!

Was fordert dich, was motiviert Dich?
Beim Musik machen motiviert mich, das Endergebnis, oder auch schon erfolgreiche Zwischenschritte: Wenn eine Stelle plötzlich so klingt, wie ich es will.

Was passiert, wenn du dich verspielst?
Früher hat mich das mehr drausgebracht. Heute kann ich meistens gelassener damit umgehen und spiele einfach weiter.

Wie kannst du abschalten?
Bei einem leckeren Essen mit meiner Frau, bei einem Bier mit Freunden oder wenn ich alleine bin auch mal mit Netflix oder Fifa vor der Playstation. Aber eigentlich bin ich schon von Natur ein ausgeglichener Mensch.

 Die regionalen Fragen: 
Wo in Deutschfreiburg würdest du dein eigenes Binu-Konzertlokal eröffnen?
Am ehesten in der Stadt oder vielleicht auch in Düdingen. Ich bin meistens mit dem ÖV unterwegs. Das Lokal müsste nahe an einem Bahnhof sein.

Wo in unserer Region gehst du gern zum Essen aus?
Ich gehe gerne ins Populaire. Gutes Essen gibt es auch bei meiner Grossmutter in Alterswil.

Was inspiriert dich an Deutschfreiburg?
In erster Linie die netten Leute, die sich stark in Vereinen organisieren. Das durfte ich beispielsweise in der JuBla, aber auch am Schmittner Open Air oder in der Hauta erleben. Auch die Sprache Senslerdeutsch und die Berge am Schwarzsee gehören zu meiner Vorstellung von Heimat.

Binu, tusen takk für die Beantwortung unserer Fragen und alles erdenklich Gute für deine Zukunft als Musiker - und Vater :-)

Facebook | JMF (Les Jeunesses Musicales de Fribourg)

 

 

skippr Wochenumfrage KW 44

Es ist viel geschehen in den letzten sieben Tagen in der Region Deutschfreiburg und wir wollen deine Meinung zu diesen Geschehnissen wissen. 

Und hier noch die Abstimmung von letzter Woche:

Keine Maske auf Sesselliften
41% Auf Sesselliften sollte unbedingt eine Maske getragen werden. Man sitzt sehr eng beieinander.  /  7% Mir egal.  /  52% Das finde ich in Ordnung. Man ist ja an der frischen Luft.

Steuersenkung für Freiburg
65% Schön, wenn die Kantonssteuern etwas gesenkt werden. Da kann ich mir etwas schönes leisten.  /  2% Interessiert mich nicht.  / 33% Bei meinem Einkommen macht das wohl nicht viel aus.

Weitere Unterstützung für Kariyon
55% Ich finde es sehr wichtig unser lokales Gewerbe zu unterstützen.  /  5% Interessiert mich nicht.  /  40%Ich kann auch ohne Gutschein das lokale Gewerbe berücksichtigen.

Fotoaufruf

Der goldene Herbst

Zu keiner anderen Jahreszeit ist das Licht so schön wie im Herbst. Buntes Herbstlaub hängt an den Bäumen oder bereits zu Boden gefallen. Zwar ist es kühler geworden, dafür schenkt uns der Herbst wohl die schönsten «goldrichtigen» Momente um tolle Fotos zu machen.

Habt ihr auch ein schönes Herbst-Foto gemacht? Sendet uns dieses an 079 950 15 71 - wir möchten eure Impressionen veröffentlichen.

 

W E T T B E W E R B

Vorweihnachtszauber mit einer Wichteltür: Wer will?

Wie wär's mit einer Wichteltür, die den Kindern die Vorweihnachtszeit versüsst? Zum Beispiel anstelle eines Adventskalenders gibt es dann Briefe, Geschichten, Rätsel, Aufgaben, lustige Überraschungen etc... Wir verlosen vier Wichteltüren mit Zubehör - wär das was für eure Kinder, Enkel oder Patenkinder?

Jetzt schon den 24 kleinen, (meistens eher weniger) sinnvollen Sächeli für den Adventskalender des Kindes (oder 48 Sächeli für zwei Kinder oder 72 für drei... JESSES!) hinterherrennen? Konsum, Stress und Hektik? - Nei merci! Lieber den Herbst geniessen ohne 1000 Gedanken an die ach so fröhliche Adventszeit. Ein Wichtel (oder eine Fee?) regelt dann den Rest - zu gegebener Zeit :-)

"Das ist die Tür von unserem Hauswichtel aus dem Norden, der bei uns wohnt - hinter seiner Miniatur-Tür, die niemals geöffnet werden darf. Da er quasi nachtaktiv ist, bekommen wir ihn nie zu Gesicht. Wenn wir wach sind, schläft er. Die Szenarien, die sich vor der Tür abspielen, lassen uns jedoch vermuten, was Flóki gerade so treibt in seinem Leben. Aktuell ist er im Umzugsmodus..."

In der Vorweihnachtszeit macht so ein Wichtel neben den ganzen Vorbereitungen für den Santiklous noch ganz viel: er schreibt Briefe an die Kinder, gibt Ideen für Weihnachtsstimmungs-Aktivitäten, stellt Rätsel oder macht "Seich" in der Wohnung... Ganz nach dem Gusto vom / von der jeweiligen Regisseur:in.

Der Zauber ist eine Bereicherung für alle. Und dass die Freude an solchen Aktionen viel länger hält, als der Geschmack von einem Hüseli Adventskalender-Milchschoggi oder einem kleinen Irgendwas, das kurze Zeit später irgendwo in der Ecke liegt, ist wohl klar... Ausserdem ist es ein Zeichen gegen den Konsumwahn; es müssen doch nicht immer Geschenke und Sachen sein; ist ein bisschen Magie nicht eigentlich viel schöner? Plus: Es gibt wirklich wenig Aufwand, wenn man die Grundausstattung hat. Und wenn man mal drin ist, macht es fast süchtig, sich neue Ideen auszudenken, Kleines zu verändern vor der Tür und immer wieder glänzende Kinderaugen zu sehen...

RadioFr. News l 26.10.2020

Gleitschirmpilot prallt in Kirchturm

Ein Gleitschirmflieger ist gestern Morgen auf dem Dach der Kirche Schwarzsee gelandet. Dies teilt die Kantonspolizei Freiburg mit. Der 27-jährige Freiburger hat sich verletzt und wurde von der Rega ins Spital geflogen.

Die Unfallursache ist laut der Mitteilung noch unbekannt. Eine Untersuchung sei im Gange. /cz

NEWS Covid-19

Neue, verschärfte Massnahmen

 

Der Staatsrat hat heute, 23. Oktober 2020, neue Massnahmen gegen das Coronavirus ergriffen um die Eindämmung der Epidemie zu erlangen.

Die epidemiologische Situation im Kanton Freiburg und der Anstieg der COVID-19-Infektionen in den letzten Wochen sind sehr besorgniserregend. Angesichts dieser Situation hat der Staatsrat gestern Abend in einer Sitzung Sofortmassnahmen beschlossen welche heute Freitag, 23. Oktober um 23 Uhr in Kraft treten und gelten voraussichtlich bis 30. November 2020.

- Versammlungen von mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum (Plätze und Spielplätze, Promenaden, Trottoirs, Wege usw.) sind verboten; dasselbe gilt für Versammlungen und Treffen von mehr als 10 Personen im privaten Raum.

- Diskotheken und Kabaretts mit Patent D sowie Freizeiteinrichtungen wie das Kasino, Spiel- und Billardsäle, Bowlings usw. werden geschlossen.

- Alle übrigen öffentlichen Gaststätten müssen um 23 Uhr schliessen.

- Öffentliche Gaststätten dürfen nur Gruppen von höchstens 4 Personen pro Tisch empfangen, es sei denn, die Gäste leben im selben Haushalt.

- Die Betreiberinnen und Betreiber öffentlicher Gaststätten sowie die Organisatorinnen und Organisatoren öffentlicher Veranstaltungen müssen die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden bzw. der Besucherinnen und Besucher in elektronischer Form erfassen.

- Die Ausübung von Sportarten und Aktivitäten mit Körperkontakt (Fussball, Basketball, Hockey, Kampfsportarten, Tanz usw.) ist verboten, mit Ausnahme des individuellen Trainings. 

- Bei Wettkämpfen des professionellen Leistungssports sind höchstens 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer gestattet. Trainings der Profisportler müssen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

- Chorsingen ist nur dann erlaubt, wenn an Proben und Aufführungen generell Masken getragen werden.

- Auf Märkten und an Messen gilt sowohl drinnen als auch draussen eine Maskenpflicht.

- In Einrichtungen des Gesundheitswesens, namentlich in Spitälern und Pflegeheimen, werden Besuche gemäss den Richtlinien der Einrichtungen streng begrenzt durchgeführt.

- Die Hochschulen (HES-SO//FR, PH, Universität) werden beauftragt, für Vorlesungen und Gruppenseminare Fernunterricht zu organisieren. Ausnahmen können für besondere Situationen gemacht werden, namentlich für stark interaktiven Unterricht (z. B. Labor- oder Werkstattarbeit).

PP - Polarisierende Produkte

Frappé - ja gäär oder nei merci??

Es gibt ja so Produkte, bei denen scheiden sich die Geister - oder Geschmäcker. Lasst uns wissen, wie die Meinung in unserer Region dazu aussieht. Letzte Woche war Safran dran: 96% mögen Safran, 4% nicht. Jemand fang Curry & Kurkuma und eine andere Person fand Ketchup "grusiger".

Diese Woche aus hochaktuellem Anlass ;-)

Das Frappé in allen Geschmacksvarianten - mit und ohne Kuhmilch, immer schön geschüttelt, aber nicht gerührt. Mit Eiswürfeln und einem Hauch von Schaum.

Vor der Zeit der High-Protein-Shakes war ein Frappé auch was wert für Shape und Fitness. Das Frappé war in der Confiserie ein schöner Ersatz einer Glacé-Kugel im breiten Metallkelch serviert. Oder eine Alternative zum Chacheli mit Ovo-Milch zum Zmorge.

Mandelmilch oder Hafermilch eignen sich genauso wie Kuhmilch, ein pelziger Überzug im Gaumen bleibt genauso hartnäckig. Es gibt die fruchtigen Varianten und die Kaffeeversion mit einem doppio Espresso.

Am besten schmeckt ein Frappé mit frischen Früchten oder Beeren. Das Protein Pulver mit Vanille-Geschmack und Stevia kann Eiweissgehalt und Süsse etwas aufwerten. Ein Schüttelbecher oder ein Configlas mit dichtem Deckel reichen, um sich ein schönes Frappé zu mischen.

Und ihr, ihr seid bestimmt schon Frappé-Fans! Wenn nicht, ihr werdet es bestimmt noch :-))

Fürna gueta Zwäck: Aktion Weihnachtspäckli

Jetzt erst recht - Sammelfieber bei Familie Freiburghaus

Jedes Jahr werden mit der Aktion Weihnachtspäckli Zehntausende Bedürftige in Ost- und Südosteuropa mit einem Päckli aus der Schweiz beschenkt, als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität. Jael Freiburghaus und ihre Familie aus Wünnewil machen mit und sammeln Waren, die sie dann verpacken und weitergeben. Wir haben mit ihr gesprochen...

Jael, du bist selbstständig, Mami von vier Kindern und hast ja eigentlich genug um die Ohren. Was motiviert dich, bei der Aktion Weihnachtspäckli mitzumachen?
Der Gedanke anderen zu dienen, die Not leiden, liess mich schon als Kind nicht los! Es ist Glück pur, zu erleben, wie meine Kinder diese Werte leben und sooo viele Helden Naturalien spenden! Da opfere ich gerne meine Zeit und unser Wohnzimmer :-)

Eure Sammelaktion ist voll im Gange. Wie läuft das ab?
Spender:innen können bei uns einzelne Waren abgeben, die wir sammeln, in Karton verpacken, in Geschenkpapier hüllen und ans Hilfswerk weiterleiten.

Was könnt ihr aktuell noch brauchen?
Vor allem Dusch für Kinder und Erwachsene, Seife, Farb- und Filzstifte, Notizblöcke und Biskuits... Auch die anderen Artikel nehmen wir gerne noch an.

Dann ergänzt ihr die Päckli?
Genau, wir packen die Päckli gemäss Liste von weihnachtspäckli.ch. Was fehlt, wird ergänzt mithilfe von Spenden, die natürlich auch abgegeben werden dürfen.

Bis wann nehmt ihr die Sachen und Spenden wo an?
Bis am 30. Oktober abgeben in Dietisberg 3 bei Wünnewil.

Wie geht es dir aktuell, so mitten in der Päckliflut?
Ich bin total überwältigt, so wunderbare, grosszügige Herzmenschen um mich zu haben. Ihr seid meine Helden! Danke von ganzem Herzen für jedes Glas Kaffee, jedes Päckli Biscuits, jede Zahnbürste und jedes (neue) Stofftier, das wir verpacken dürfen. Im Namen der Notleidenden: DANKE!

Viel Erfolg, liebe Jael - und schön, dass es Menschen wie euch gibt!


Zur Aktion Weihnachtspäckli

Jedes Jahr beschenken Zehntausende Menschen aus der Schweiz Bedürftige in Ost- und Südosteuropa mit einem Päckli. Damit setzt die Aktion ein starkes Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit notleidenden Menschen. Die Aktion wird gemeinsam von vier Hilfswerken getragen, welche die Sammlung, die Transporte nach Osteuropa und die Verteilung vor Ort organisieren. Alle Werke haben in den Zielländern eigene Niederlassungen oder Partnerorganisationen, mit denen sie seit Jahren zusammenarbeiten. Die Zielländer sind Albanien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Weissrussland und die Ukraine.


Weitere Sammelstellen in der Region (für fertige Päckli):

LIO-Sammelstelle Murten
Muntelierstrasse 10, 3280 Murten
A. Sommer: 079 259 14 74
Vom 2. bis 15. November 2020

FEG
Meylandstrasse 8, 3280 Murten
R. Bongni: 079 620 48 76
Vom 2. bis 15. November

HIOB Grossbrockenstube
Freiburgstrasse 118, 3280 Murten
026 672 13 22
Vom 17. Oktober bis 19. November

Reformierte Kirchgemeinde Laupen
Chroslenweg 4, 3177 Laupen BE
031 748 40 46
Annahme der Päckli im Ökumenischen Zentrum
Noflenweg 6, 3177 Laupen
Mi 11. November 8-10 Uhr
Sa 14. November 9-11 Uhr
Di 17. November 9-11 Uhr

Kirchgemeinde Neuenegg
Stuberweg 6, 3176 Neuenegg
078 627 19 86
Aktionstag auf dem Dorfplatz am 21. November

Interbroc Brockenhaus Hilfswerk
Albligenstrasse 2, 3148 Lanzenhäusern
Vom 3. bis 21. November
Di-Fr, 9-18.30 Uhr, Sa 9-17 Uhr

Die Aktion wird durch Spenden finanziert, zur Deckung der Transport- und Verteilkosten. Gehen mehr Spenden ein als benötigt, werden die Mittel für die regulären Hilfsprojekte in diesen Ländern eingesetzt.

Spendenkonto:
PC 30-222249-0
IBAN CH74 0900 0000 3022 2249 0
Adresse: Aktion Weihnachtspäckli, Bodengasse 14, CH-3076 Worb

Nach Homeoffice-Empfehlung von Bund und Kanton

"Homeoffice mit Kind"-Tipps - reloaded

Im Frühling waren Schulen geschlossen, Kitas nur bedingt offen - und wir haben euch Tipps gegeben zum "Homeoffice mit Kind". Heute sind diese Einrichtungen zwar offen, aber mehr Kinder zu Hause als sonst, wegen Schnuderi, Hueschte, Quarantäne etc. Viele Eltern müssen nun also wieder Kinderbetreuung und Arbeit gleichzeitig stemmen. Hier erneut unsere Gedanken und Tipps vom März - bizli adaptiert gäbig anwendbar jetzt.

"Glück hat, wer im Homeoffice arbeitet", so oder ähnlich tönte es im März vermehrt von Kinderlosen und in grossen Schweizer Medien (Tagesanzeiger von Samstag). Ja klar, wer zu Hause arbeitet, kann easy nebenbei auf die Kinder schauen. Das sieht dann in etwa so aus:


GIF von tenor.com

Ähm, so einfach ist das ja nicht, aber die Herausforderung ist machbar - wir zeigen euch unsere "Hacks". Während Homeoffice ohne Kinder oftmals beschrieben wird mit tagelangem nicht-duschen, kein BH tragen, Musik hören, TK-Pizza futtern und leicht einen sitzen haben, ist es mit Kindern ein bisschen anders, aber eben, auch irgendwie umsetzbar. Not macht ja schliesslich erfinderisch!

Jetzt aber ran an die Arbeit: Baby in der Trage, Kleinkind auf dem Schoss, Cappuccino in der Hand und los geht's - oder so.

In Sachen Homeoffice sind wir ja gäbig erprobt: seit den Anfängen von skippr arbeiten einige von uns fast ausschliesslich von zu Hause. Auch hatten wir schon Übungen am Laptop MIT Kind, wenn mal wieder ein kosmischer Chäfer aus der Kita mit nach Hause geschleppt wurde. Und ja, das geht schon irgendwie. Meist mehr irgendwie als richtig, aber eure Arbeitgeber haben hoffentlich Verständnis - in dieser besonderen Zeit unter diesen besonderen Umständen.

Wer seine Jungmannschaft jetzt wochenlang 24/7 zu Hause behalten, vor gefährlichen Viren schützen und unterhalten muss, sollte locker und kreativ werden. Weil ja gleichzeitig auch konzentriert gearbeitet und die Wirtschaft im Gange gehalten werden muss. Dazu aufpassen und erziehen, logo!

Wenn man sie laissez-faire-mässig einfach machen lässt, sieht es nach kürzester Zeit so aus:

(Dass das Kind danach selig auf dem Fussboden schläft, zeigt, mit welchem Enthusiasmus es zuvor am Werk war...)

Keine persönliche Erfahrung, was grössere Kids oder gar Pubertiere wurschteln, wenn man ihnen ein paar Stunden "freien Lauf" lässt. Wahrscheinlich gamen oder so; das gäbe immerhin weniger Puff am Boden (dafür zwischenmenschlich, haha).

Damit ihr euch Anfängerfehler (mit Anfängerglück) sparen könnt, hier ein paar gute Tipps von denen, die es wissen müssen. Hier sind sie (also die Tipps):

1. Spiel- oder Lernzeug
Gegen Langeweile bei Kleinkindern helfen - für je etwa fünf Minuten: Bücher, Puzzles, Schleichtierli, Autöli und Traktörli, Toniebox, Knete und Salzteig, Malbilder und Filzstifte (nicht an die Waaaand!), Schere (nicht die Haare der Schwester!) und meinetwegen auch verfrühte Geburi- und Weihnachtsgeschenke, oder gar solche, die für andere Kinder gedacht gewesen wären. Weil jetzt findet ja eh kein Geburifest statt und bis dahin kann auch online wieder etwas bestellt werden. Desweiteren könnte ein DIY-Kinderbüro geschaffen werden, damit das Kind selber Homeoffice spielen kann. Ein altes Handy, ein alter Laptop (oder einer aus Karton) und einfach ein Kindertisch mit Stiften, Papier etc. Grössere Kinder hingegen können sich schon während einiger Zeit selber beschäftigen. Schulkinder etwa mit Lernübungen, oder? Sonst bestimmt auch mal elektronisch...

2. Aramsamsam, Paw Patrol und Peppa Wutz
TV, Tablet oder andere elektronische Babysitter sind in stressigen Phasen besonders willkommen zur Ablenkung - auch für Kinder und Pubertiere. Während dieser besonderen Corona-Zeit ist (fast) alles erlaubt, was etwas Druck wegnimmt: mal einen Film schauen, ein Online-Spiel spielen, Podcasts hören etc. Tipp für kleinere "Päblet"-Freaks: YouTube Kids bietet ausgewählte Inhalten sowie Funktionen zur Kindersicherung. Hier aktuell besonders beliebt: Paw Patrol, Puppenmama und Peppa Wutz. Zum Mitsingen: "Ich lieb den Frühling, gungigali gungigali". Früher: Aramsamsam...

3. Zeit klar abgrenzen
Es ist im Homeoffice unabdingbar, die Zeiten klar einzuteilen und Arbeits- von Kinderzeit zu unterscheiden. Während ersterer klar sagen, dass Mämsi oder Päpsi jetzt konzentriert arbeiten muss. Denn für das Kind bist du zu Hause und könntest doch jetzt eigentlich spielen!? Wenn Baby schreit oder Kind sich verletzt hat, ist klar, dass auch das wichtigste Telefonat unterbrochen wird - zum Wohle aller Beteiligten. Und immer gilt: Ruhe bewahren. Danach gibt es wieder wertvolle Qualitätszeit mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Das tut gut - und ermöglicht danach vielleicht wieder einen Moment arbeiten!?

Wie wär's mit zwischendurch zäme cäffele? Stichwort Babyccino...

4. Im Wechsel - oder entweder früh oder spät
Wer als Eltern zu zweit zu Hause ist, ist klar im Vorteil. Man kann sich abwechselnd um die Kinder kümmern. Am besten auch räumlich deutlich machen; wer arbeitet, sitzt im Büro.

Wer keinen Partner zu Hause, aber durch den Arbeitgeber Gleitzeit ermöglicht hat, muss dann wohl entweder früh morgens oder spät abends hinhocken für ungestörtes Schaffen. Wenn es nur vorübergehend ist, kann man das erfahrungsgemäss oft einfacher umsetzen. Ansonsten mal offen mit dem Arbeitgeber sprechen und gemeinsam eine Lösung finden.

5. Teamwork
Der Klassiker: mit Kind(ern) auf dem Schoss arbeiten. Wer zwei Bildschirme hat, kann einen für sich und einen fürs Kinderprogramm nutzen und ist damit klar im Vorteil. Sonst besteht immer noch die Möglichkeit, den Screen zu splitten. Etwa so:

Eine zusätzliche Möglichkeit ist eine zweite Maus, die nicht angeschlossen ist und ein paar Crackers. Dann ist die Kinderunterhaltung sichergestellt und ihr könnt einfach gemütlich weiterbüglsasjdkg asjkdh df uiwzfhfffffffffffffisau  d dsafod dhdh........hg,eogzsjfhjkdfs sfg asg dsfg sdfghsd f


Und ansonsten kann man die Kinder ja auch im Haushalt anpacken lassen, während man selber arbeitet ;-)

Sie könnten beispielsweise kochen...

...Wäsche machen...

...oder die Wohnung aufräumen ;-)

Viel Spass und kreative Effizienz in eurem Homeoffajh,,,,,,,,.fleruial sdfkjha skfzuf adfglsdjf----vsdVSAAAA

Im Gespräch mit der irisch-freiburgischen Journalistin Clare O'Dea

«Manchmal möchte ich den Schweizerinnen und Schweizern zuflüstern, dass nicht immer alles perfekt sein muss!»

Quasi pünktlich zum 50. Jubiläum vom Frauenstimmrecht im kommenden Februar hat die irisch-freiburgische Journalistin Clare O’Dea einen Roman mit dem Titel «Der Tag, an dem die Männer Nein sagten» geschrieben. Er spielt sich im Kanton Freiburg und Umgebung im Jahr 1959 ab, als das Frauenstimmrecht abgelehnt wurde. Wir haben mit Clare über die geschlechterspezifischen Ungleichheiten von damals und heute, die Besonderheiten von Freiburg und die Smartphone-Welt gesprochen.

Clare (48) ist in Dublin geboren, wo sie Sprachwissenschaften studiert und als Journalistin gearbeitet hat. Nachdem sie einen Freiburger geheiratet hat, kam sie vor 17 Jahren nach Freiburg. Sie arbeitete mehrere Jahre bei Swissinfo und hat unter anderem das Buch «The Naked Swiss» (2016) / «Die wahre Schweiz» (2018) geschrieben.

Clare, du hast das Buch «The Naked Swiss» geschrieben, in dem du kritisch auf deine zweite Heimat blickst. Wie sind sie denn nun, die Schweizer*innen?
Ja, kritisch aber auch mit Zuneigung. Schweizer*innen haben hohe Erwartungen ans Leben und legen viel Gewicht auf Qualität. Meistens ist diese Einstellung positiv, zum Beispiel wenn es um Demokratie oder Essen geht. Aber es setzt die Gesellschaft auch ein bisschen unter Druck. Manchmal möchte ich den Schweizerinnen und Schweizern zuflüstern, dass nicht immer alles perfekt sein muss!

Was gefällt dir in der Schweiz besser als in Irland?
Das Gesundheitswesen, die zahlreichen Wanderwege und der Schnee. 

Und speziell an der Region Freiburg?
Ich liebe die alte Architektur in Freiburg, von den Bauernhäusern mit ihren ‘Drive-in’ Scheunen zu den Häusern und die Brücken in der Basse Ville.

Wann hast du deine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt?
Zuerst beim Lesen. Meine Grossmutter, die mit uns gewohnt hat, war Lehrerin und eine Leseratte. Sie hat uns Grosskindern gerne Bücher vorgelesen. Für mich waren Bücher etwas Wundervolles. Als junge Erwachsene fing ich an, davon zu träumen, selber einmal kreativ zu schreiben. Schriftsteller*innen sind sehr beliebt in Irland. Die Schweizer gewinnen den Nobelpreis für Physik, die Iren für Literatur (bisher allerdings noch keine Frauen!).

Ist die Lust zum Schreiben bei dir stets gleich stark vorhanden oder musst du dich selbst manchmal zum Schreiben motivieren?
Ich schreibe phasenweise. Die Idee muss stark genug sein, um mich zu motivieren. Das ist der Motor. Wenn ich schon drin bin, schreibe ich täglich bis ich zum Ende komme. Dann brauche ich Erholung und frische Inspiration bevor das nächste Projekt beginnt.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du feste Arbeitszeiten oder wachst du mitten in der Nacht mit einer Idee auf und legst los?
Ich kann überall schreiben, an meinem Pult zu Hause oder am Küchentisch, in einem Café oder im Zug. Es muss zwangweise ausserhalb von meiner (besser) bezahlten Arbeit bleiben, zum Beispiel am Abend oder am Wochenende.

Wie, wo und wann entstehen die besten Ideen?
Im Alltag, zum Beispiel in Gesprächen oder allein beim Spazieren. Eine Kurzgeschichte, welche Erfolg in Irland hatte, war von einer Todesanzeige in einer regionalen Tageszeitung inspiriert.

Du hast den Roman «Der Tag, an dem die Männer Nein sagten» geschrieben, der sich im Kanton Freiburg und Umgebung im Jahr 1959 abspielt. Damals wurde das Frauenstimmrecht abgelehnt. Worum geht es in deinem neuen Buch?
Es ist eine Geschichte über vier Frauen, die durch das Schicksal eines Verdingkindes miteinander verbunden sind. Die Handlung spielt von morgens bis abends des Abstimmungssonntags - ein sehr wichtiger Tag für alle vier Frauen, aber nicht unbedingt wegen der Abstimmung. Eigentlich ist es eher ein Zufall, dass das Buch so nah zum 50. Jubiläum des Frauenstimmrechts am 7. Februar 2021 geschrieben wurde. Die Geschichte von 1959 hat mein Interesse geweckt, als ich ein Interview mit der Frauenstimmrechtlerin Marthe Gosteli (siehe nachfolgendes Bild) führte und sie mir über ihre Enttäuschung an diesem Tag erzählt hat. Wir können es uns heute nicht vorstellen. Oder vielleicht nur durch indivuelle Geschichten, wie die in meinem Buch.

Welches sind die wichtigsten geschlechterspezifischen Ungleichheiten von damals und heute?
Die schlimmste Ungerechtigkeit ist vorbei - zumindest in der Schweiz. Das Gefühl, dass Frauen weniger wert waren, war fest im Alltag verankert – weniger klug, weniger wichtig. Frauen hatten kaum eine Präsenz im öffentlichen Leben und sie waren rechtlich, vor allem in der Ehe, mehr wie Kinder als Erwachsene. Heute wissen Mädchen und Frauen, dass sie gleichwertig und gleich klug sind wie Männer. Trotzdem treffen sie in ihrem Leben ähnliche Hürden an: Sexismus in der Arbeitswelt, sexuelle Gewalt, Doppelbelastung im Haushalt und Beruf usw.

Woher kam die Inspiration für dieses Buch?
Ich liebe es, persönliche Geschichten von Personen mit einer reichen Lebenserfahrung zu hören. Durch meine Arbeit als Journalistin und in meinem Privatleben habe ich dutzende spannende und oft schockierende Stories gehört. Von Heimkindern, Zwangsadoptionen, Armut und Diskriminierungen. Diese liegen nicht sehr weit in der Vergangenheit. Die Inspiration ist überall. Die genaue Idee von vier Frauen hatte ich während eines Spazierganges mit meinem Hund Lucky im Wald.

Als Journalistin bist du ja selbst leidenschaftliche Menschenbeobachterin... Fällt es dir schwer, hier keine Gegenfragen zu stellen? :-)
Nein, man hat zu wenig Chancen im Leben, Einzelheiten über sich zu erzählen (ausser in der Therapie :-)). Ich geniesse es!

Schreibst du auch privat viel? Lieber schreiben (SMS, WhatsApp) oder telefonieren?
Ich habe früher viele Briefe geschrieben, jetzt kommen meine Briefe per Email. Sonst lieber tippen als sprechen. Das gehört zur Smartphone-Welt.

Und lesen? Eher dicke Schunken oder magst du auch kürzere Geschichten?
Ich lese ständig – Belletristik kurz, lang, es ist egal, Memoiren, Sachliteratur und Essays.

Welche Bücher liest du selbst gerne? Hast du ein Lieblingsbuch aller Zeiten (von einem anderen Autor)?
Am liebsten lese ich zeitgenössiche Belletristik. Mein Lieblingsbuch ändert sich von Jahr zu Jahr. Momentan ist es Stefan Hertmans Meisterwerk "Die Fremde". Eine wundervolle Mischung von Fiktion, Memoiren und Geschichte.

Was hast du für Hobbies ausser Schreiben?
Ich habe einen kleinen Gemüsegarten, der mir viel Vergnügen bereitet. Wanderungen mag ich auch, vorallem im Kanton Freiburg. So kann ich meine direkte Umgebung besser kennenlernen. Ich denke immer, es wäre schön in einem Chor zu singen, aber die Zeit fehlt mir im Moment mit drei Kindern und meiner Arbeit als freischaffende Journalistin und Übersetzerin.

Was ist dein Plan für die Zukunft in Bezug auf die Schriftstellerei? Werden wir noch mehr von dir lesen?
Ich arbeite an einem Roman über zwei Kinder auf der Flucht. Die Geschichte spielt sich in einem Land, das von einer finsteren Firma regiert wird. Mal sehen, was es bringt. Klar ist, dass ich nicht aufhöre.

Welche Highlights sind für den Herbst / Winter geplant in deinem Leben (neben dem Launch des neuen Buches)?
Highlights! Schwierig im Moment. Ich möchte unbedingt nach Irland reisen, aber momentan gibt es Quarantäne-Vorschriften in beide Reiserichtungen. Zu Hause in Freiburg haben wir eine Tradition im Winter, dass wir Freunde für einen Hygge-Abend mit dänischen Smorrebord-Sandwiches und Bier einladen. Ich freue mich auf solche Treffen. Ein Schreibwochenende in Wilderswil mit anderen englischsprachigen Autorinnnen habe ich schon reserviert. Mehr gibt es aktuell nicht im Kalender.

Welche Interview-Frage wolltest du schon immer gestellt bekommen und beantworten?
Nicht eine Frage, sondern eine Klärung. Es regnet nicht öfter in Irland als in der Schweiz. Wenn es hier regnet, ist es nicht ‘wie in Irland’ sondern wie in der Schweiz ;-)

 Die regionalen Fragen: 
Wo in Deutschfreiburg gehst du gern zum Essen aus?
D’Ischhalla - Das Bistro in Düdingen. Ihr Club Sandwich ist delicious und die Atmosphäre sehr sympathisch.

Der inspirierendste Ort in der Region für dich als Autorin?
Pierrafortscha. Ich liebe den Blick über die schönen Ackerfelder, Wälder und Berge.

Wo in unserer Region würdest du dein eigenes Buchhaus eröffnen?
Am Bahnhof. Wer braucht so viele verschiedene Tees? :-)


Merci, liebe Clare, für deine Zeit und die Antworten. Für die Zukunft alles Gute für dich - und dass du bald wieder nach Irland reisen kannst.

Twitterclareodea.com

 

 

SwissCovid App 

Wer hat noch nicht...?

Die App schlägt Alarm – und dann? - Marcel Salathé, Professor für Epidemiologie, sprach mit SRF News.

«Wenn die App einen Alarm gibt, dass Sie dem Virus ausgesetzt waren, dann wissen nur Sie das», versichert Salathé. «Es sind nicht der Staat oder die Gesundheitsbehörden, die Sie informieren, sondern nur Ihr Handy.» Es sei bei einer Meldung jeder Person freigestellt zu entscheiden, ob man sich in Quarantäne begebe oder nicht. Dies gehöre zur Freiheit, die man in das Protokoll der App eingebaut habe. Eine Mitteilung, dass man sich in der Nähe einer positiv getesteten Person aufgehalten hat, solle die Menschen also nicht davon abhalten, die App zu benutzen, so der Epidemiologe: «Man kann dann immer noch im Fall der Fälle entscheiden, wie man sich verhalten will. Aber wichtig ist, dass man weiss, dass man dem Virus ausgesetzt war.»

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Die SwissCovid App ist in den Stores von Apple und Google Play verfügbar.

 

PS: Falls ihr euch Gedanken über Datenschutz macht, aber WhatsApp oder Facebook nutzt, schaut mal... ;-)

#becausewecare

RadioFr. News | 21.10.2020

Aktionswoche des Gesundheitspersonals

Die Gewerkschaften des Freiburger Gesundheitspersonals fordern bessere Arbeitsbedingungen. Nächste Woche planen sie verschiedene Aktionen, unter anderem eine Kundgebung am Donnerstagabend auf dem Pythonplatz in Freiburg.

Wie die Organisationen Syna und VPOD vor den Medien sagten, fordern sie unter anderem mehr Personal in Spitälern und Pflegeheimen, mehr Lohn, und höhere Covid-Prämien als vom Grossen Rat beschlossen. Am Samstag, 31. Oktober, ist zudem in Bern eine nationale Kundgebung geplant.


Seit Monaten bejubelt... und jetzt?

«Jetzt erst recht»

Die zweite COVID-19-Welle hat die Schweiz fest im Griff und es wird einmal mehr in den Händen unseres Gesundheitspersonals liegen, wie gut wir die Gesundheitskrise in den kommenden Wochen überstehen werden. Dazu ist es zentral, dass die Ruhe- und Höchstarbeitszeiten des Personals nicht wieder ausgehebelt werden und sein maximaler Gesundheitsschutz diesmal gewährleistet bleibt. Die Arbeitsbedingungen sind nicht nur das Problem der Angestellten, sondern - in Zeiten der Pandemie - betrifft auch PatientInnen und letztendlich uns alle.

In Zeiten steigender Fallzahlen ist es dringendlicher denn je für bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich zu kämpfen. Dies selbstverständlich mit den notwendigen Massnahmen bezüglich Schutzmasken und Sicherheitsabstand.

Du möchtest dem Gesundheitspersonal eine Solidaritätsbotschaft schicken?

Dann beteilige dich an der Social Media Aktion: Poste ein Foto / Video von dir mit deinem Statement / Solidartiätsbekundung und tagge den @VPOD Schweiz (Facebook), @VPOD_Schweiz (Twitter), @vpodschweiz (Instagram) oder @vpod.ssp (Tiktok)

Du möchtest die Anliegen des Gesundheitspersonals nachhaltig unterstützen?

Dann organisiert euch im Team, in eurem Betrieb, in Gewerkschaften. Überzeuge deine Kolleg:innen, dass sich gewerkschaftliches Engagement lohnt!

Du arbeitest im Gesundheitswesen und möchtest dabei sein?

29. Oktober: Versammlung um 17 Uhr auf dem Pythonplatz in Freiburg

31. Oktober: Nationale Aktion um14 Uhr auf dem Bundesplatz in Bern

Es werde Licht, Plan A von Skipperin

Diese Einbruchschutz-Massnahmen

Dämmert es euch, ihr dummen Diebe? Uns nämlich auch!

Es reicht ja, diese Zeitschaltuhren und Lämpli in jeder Ecke der Wohnung einzurichten, damit die Bude zur frühen Zimisstunde hell wird. Jedes Jahr kommt um diese Zeit ein ähnliches Szenario auf den Plan: Sicherheitsfirmen verschicken Flyer oder klingeln an der Türe, spielen mit unserer Angst, die Türe sei also schon nicht einbruchsicher und ja, diese Kippfenster sollte man unbedingt schliessen. Und bald sei ja schon zum Zvieri dunkel, wenn die Bewohner an oder von der Arbeit unterwegs sind. Und wäre es denn überhaupt noch hell, vernebelt der Nebel alles in eine nonstop-dämmrige Nuance. Die hält sich dann von frühmorgens bis spätabends in der Atmosphäre fest, so dass du das Licht gar nie ausmachen kannst.

Skipperin lässt sich jedes Jahr von diesen hellen Birnen stressen, die entweder zu schwach leuchten oder ganz kaputt sind. Und geht sie dann nach eigenem Lupencheck mit einem Muster in den Laden, gibt es die Birne entweder nicht mehr oder mit einem anderen Gewinde. Sie fragt euch, wieso braucht es eine Lupe, um Volt und Watt auf einer Birne zu entziffern? Ginge das nicht einfacher? Oder kriegen die OSRAM’s dieser Welt Provision bei den Dieben? Damit wir bewusst immer die falschen V und W einkaufen?

Als wären Birnen, Zeitschaltuhren und überhaupt Licht nicht wichtig genug, da toppen Leute mit ihren Kameras das ganze Langfingertum: Ab und zu zirkulieren in den sozialen Medien so unscharfe Schwarz-Weiss-Bewegtbilder von Dieben, meist im Autounterstand am Hebeln und meist im selben Quartier im Murtenbiet. Skipperin sagt euch aus Security-Gründen, weil hochvertraulich, nicht wo, obwohl es in auf Facebook und Co. breitgeschlagen wird.

Tatsächlich gibt es neben den vielen echten Einbruchschutz-Massnahmen auch Fake-Kameras und Fake-Alarmsysteme, Fake-Sirenen und Fake-Kleber – Merci ihr Diebe, ihr müsst’ euch gar nicht meinen. Wir sind alles andere als Fake und ihr im Sommer schon da. Besetzt ganze Ruheplätze für Camioneure auf der einen Autobahnraststätte, schreibt Codes an Türen und Briefkästen und schleicht euch durch offene Terrassentüren oder Gärten. Oder macht einen auf taubstumm und sammelt Spenden vor der Post (derselbe ist dann der Handdrögeler, der nichts auf seinem Instrument kann, und er kommt noch vor Weihnachten.) Doch unsereins bleiben bemüht und hell genug, eine Birne zu ersetzen, die mit dem Bewegungsmelder eine jede streunende Katze erleuchtet.

Was tun in diesen Herbstferien?

Herbstferien-Aktivitäten für Teenager

Wer aus dem Maroni-Männchen-Alter ist und keine Blättergirlande stecken mag, wem weder die Schnitzeljagd noch Tipi reichen, könnte entweder ein frühreifer oder ein waschechter Teenager sein. Und auch sie haben nun Herbstferien. Na toll und hurra!

Was tun Teenager in den späten Herbstferien, die zum Verreisen oder für die Openair Party wenig motivieren, sprich: Was tun Teenager jetzt? Ausser sie werden von ihren Eltern genötigt, den Garten winterdicht zu machen, auf Wanderungen mitzugehen oder den Zugvögeln im Chablais hinterher zu gucken?

Hier die ultimativen Ideen, die ihr doch bitte, bitte gerne ergänzen könntet, denn es sind lange 14 Tage!

1. Schlafen
2. Lang schlafen
3. Ausschlafen
4. Siebenschläfer im Papillorama besuchen
5. Für Geld e i n e n Tag im Garten helfen, aber bitte erst in der 2. Woche (siehe Punkt 1 bis 3: Schlafmanko geht vor)
6. Grossmutters Hund trainieren, damit er den Back Flip auch ohne 10’000 Goodies kann.
7. Skateparks testen, Murten oder neu aufgerüstet: Kerzers

8. Kiten oder Kiten lernen, sobald sich ein Lüftli meldet.
9. Mit Kollegen, einer Cervelat und einem Feuerzeug wandern und bräteln gehen.
10. Maroni-Kuchen backen, low carb ohne Mehl.
11. Lernen. Mit Plan. Denn die ersten Prüfungen sind schon angesagt.
12. Ausschlafen. Die Netflix-Session ging nachts was länger.
13. Wintergarderobe und Kleiderschrank ausmisten.

14. Warten auf jene Kollegen, die eben keine Ferien haben.
15. Mit dem GA und der Maske irgendeinen Zug nehmen und ohne Ziel verreisen.
16. Zimmer ausmisten.

17. Dirtbiken (da gibt es Insiderstrecken, illegale)
18. Fischen lernen und abends eine selbst gemachte Gesichtsmaske aus Algen auflegen

19. Termine abmachen beim Coiffeur, Zahnarzt, Augenarzt, Physio.

20. Nothelferkurs für Babysitter-Job oder Lehrfahrausweis machen.

Habt vielen ganz vielen Dank für eure Teenager-Ferientipps, die wir unbedingt und gerne teilen möchten:

 

Tipps gegen die Herbstdepression

So verjagt ihr den «Herbstblues»

Vielen schlägt der Herbst aufs Gemüt. Die Tage werden kürzer, das Sonnenlicht wird weniger, das Wetter wird zunehmend ungemütlicher und kälter. Obwohl der Herbst als goldene Jahreszeit bekannt ist, haben wetterfühlige Menschen in dieser Zeit oft mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Sie fühlen sich müde und antriebslos.

Wie wär's mit diesen Stimmungs-Aufhellern?

Essen
Es gibt «Gute Laune»-Essen, "Mood Food" genannt. Nüsse, Schokolade, Chili und Banane sollen die Laune heben.

Bewegung
Geh raus an die frische Luft und jogge eine Runde, mach einen Spaziergang im Wald und tanke soviel Sonnenlicht wie möglich oder lass einen Drachen steigen – mit Bewegung sorgst du für Glücksmomente.

Licht & Farben
Wenn es draussen grau ist, kannst du mit zusätzlichen Lampen und Farben in der Wohnung deine Stimmung positiv beeinflussen. Zieh dich bunt an, mach eine schöne Herbstdekoration und stell eine bunte Früchteschale auf – so kommst du auf positive Gedanken und die Früchte sorgen für die Stärkung des Immunsystems.

Wenn du im Herbst für Glücksmomente sorgst, wird er vielleicht sogar zu deiner Lieblingsjahreszeit!

Ein Wort von Skipperin

Was für ä Chiubi!

Auf der Suche nach einem waschechten Fleischmoudi-Sonntagsbraten und der mittlerweile ganzjährigen Cuchaule ist Skipperin auf dem traditionellen Freiburger Chiubi-Menu gelandet. So ganz aktuell und saisonal. Ohne oder mit Fleisch, das wohl schönste an der Tradition ist wortwörtlich zu verstehen: Lasst es gut sein und tanzt jetzt! * (das wussten die schon 1443, also nicht erst jetzt)

Skipperin tanzt mehr als gerne und mit: Sie beginnt bei Cuchaule ohne Senf, geht weiter zum Schafvoräss, tritt bei Chabissuppe aus und wieder ein beim Schinken, geht via Gigot und den Schenkeli und Bretzeli in die halbvolle Chiubi-Platte. Sorry liebe Meringues und geliebter Käse, ein ander’ Mal. So ganz ohni Spezial-Chiubi und nur im Chiubi-Alltag.

Auszug aus benichon.org:
* Lasst es gut sein, tanzt jetzt! - Weil sie früher eines der wenigen weltlichen Feste war im Kanton Freiburg, war die Kilbi lange mit Tanzen verbunden. Trotz ihres religiösen Ursprungs, schloss sich der Feier ein weltliches Fest an, das sehr alt zu sein scheint. Die erste bisher bekannte schriftliche Erwähnung datiert vom 23. September 1443, wo der Rat der Stadt Freiburg in einer Verordnung von Krawallen durch Kilbi-Vagabunden spricht.

Tipp: SocialShopping

Fair produziert – fair gekauft

Jeden Tag entstehen in den Werkstätten und Ateliers von sozialen Institutionen in der Schweiz eine Vielzahl von besonderen Produkten: Geschenksets, Haushalt- und Küchenartikeln, Taschen aus Blache, Brettspiele, Kerzen von Weizenkorn, Einrichtungen fürs Kinderzimmer und vieles mehr. Mit socialstore.ch bietet die Stiftung Sovalore mit Sitz in Düdingen eine nationale Plattform, auf der bequem von zu Hause aus gestöbert und einkauft werden kann. Auch Firmen finden darauf sinnvolle Ideen für Kunden- und Mitarbeitergeschenke.

Jetzt einkaufen: www.socialstore.ch

skippr Rezept

Olivenpaste zum Fürabe

Wer sich auf den Feierabend freut, hat vielleicht Lust auf etwas Salziges zum Naschen mit Brot, Cracker oder einfach so. Wie wär's mit Oliventapenade? Selber machen und fixfertig kaufen dauert etwa gleich lange. Aber: selber gemacht schmeckt mindestens 10x besser, versprochen!

PS: Das Apéro muss ja auch nicht in einer Gruppe sein, schon gar nicht ohne Mindestabstand. Deshalb auch die Mengen für einen Zwei-Personen-Haushalt, nicht für eine zehnköpfige Clique ;-)

Zutaten
1 Knoblauchzehe
150 g entsteinte schwarze Oliven 
50 g Pinienkerne
2 EL Olivenöl
(Kräuter-)Salz
Pfeffer

Zubereitung
Im Cutter fein hacken oder kurz pürieren, fertig!

Variationen je nach Gusto:
- getrocknete Feigen und Balsamico-Essig
- Rosmarin, Thymian, Kapern, Zitronenschale
- getrocknete Tomaten, Cornichons, Dijon-Senf
- Kapern, Oregano, Peterli, Limette, Stangensellerie...

Und denn eigentlich...

Kindergeburis in Zeiten von C?

Wenn Kinder ohne (Grossfamilie und) Freunde Geburtstag feiern müssen, ist das keine schöne Aussicht. Gerade die kleinen Geburikinder fiebern meist schon seit Monaten auf ihren Ehrentag hin, schmieden Pläne, schreiben Wunschlisten und zählen die Tage (oder Nächte) bis zum Geburtstag. Wie kann so ein Wiegenfest in Zeiten von Corona aussehen?

In diesem Jahr fallen die grössenwahnsinnigen Themen-Kindergeburifeste wohl oder übel dem Virus zum Opfer. 2020 also kein partytechnisches Wettrüsten. Keine dekadenten Supersize-Ausflüge mit 20 Gsänlis zum Ponyhof oder in die Indoor-Kletterhalle, kein externes Animationpersonal, keine halbkilöner Goodiebags, für uns auch gerne keine smartiesgefüllte Motto-Fondant-Torte ;-)

Dafür richtig schön feiern, einfach mit Schoggikuchen und den Liebsten, wie früher. Und wie immer nach dem Motto "wiederverwenden statt wegwerfen und mieten statt kaufen"...

Party, ob mit oder ohne Gäste! Wer aufgrund von Platz oder Risikopersonen lieber ganz auf Gäste verzichtet, muss die Feierei dennoch nicht lassen. Man kann ja auch einfach zu Hause mit seinen engsten Familienmitgliedern, also Eltern und Geschwistern, feiern.

Snacks, Desserts und Kuchen sind Pflicht, oder? Papierservietten sowie Einweg-Geschirr und -becher müssen jedoch nicht sein; aus Plastik schon gar nicht. Warum nicht einfach das Alltagsgeschirr und Stoffservietten (z. B. vom Brocki, wer noch keine hat) nehmen? Auch auf Trinkröhrli kann man gut verzichten - und sonst gibt es sie ja auch aus Papier oder Karton. Snacks können auch in gesammelten Glas-Joghurtbechern oder Konfigläsern serviert werden. Und mit Finger Food kann man den Abfall gering halten.

Hauptsache bunt: Wimpelketten, Schriftbanner, Papiergirlanden und vieles mehr. Statt wild Einwegdeko zusammenzukaufen, lassen sich mit bizli Planung und Vorbereitung im Voraus viel nachhaltigere Lösungen finden. Die beste Deko ist immer die, die nach der Feier nicht im Abfall landet. Aus wiederverwendbaren Materialien wie Stoff, Papier, oder Karton.

Fotos machen und "Gäste" virtuell teilhaben lassen.

Chärtli-Girlande: Schön, wenn viele liebe Menschen an einen denken, gerade jetzt... Verwandte, Kindergarten- oder Schulfreunde bitten, dem Geburtstagskind eine Karte zu schicken.

König*in sein - und den ganzen Tag bestimmen, was gemacht wird. Schoggikuchen zum Zmorge, fünf Folgen Paw Patrol am Stück schauen, Mami frisieren, bestimmen, was Papi anzieht; alles easy.

Videogratulationen und Geburiständchen - eventuell sogar ein "gemeinsames" Video-Zmorge, -Zvieri oder -Znacht. Vielleicht kann man den virtuellen Gäste vorher sogar Geburtstagsmuffins vorbeibringen, natürlich kontaktlos, damit bei der Online-Sause alle zäme das gleiche schnabulieren können.

Geschenke-Schatzsuche zu Hause - ob ein Wichtel, der die Geschenke entführt hat oder ein Drache, der besiegt werden muss – alles ist möglich! Statt Geschenkpapier, das nach paar Minuten eh zerknüllt in einer Ecke liegt, könnte man gemalte Bilder der Kinder nehmen zum Einpacken, oder ein Stück Stoff, Seiten aus Büchern, Comics, Zeitungen oder Magazinen, Servietten, alte Landkarten etc.

...oder Schnitzeljagd à distance - Hinweise führen das Geburikind zur Wohnung eines Freundes oder einer Freundin, wo Balkon oder Fenster mit Blumen, Konfetti und vielleicht Geschenken geschmückt sind usw.

PS: Auch nach Corona sich am besten vor der ganzen Planerei fragen «Was braucht das Kind? Was ist nötig? Was ist nicht nötig?»... Und nie vergessen, dass Kinder zwar viele Wünsche haben, das aber nicht alles Bedürfnisse sind. Ein Psychologe sagte kürzlich, dass der immense Aufwand nicht nur unnötig, sondern auch schädlich sei. Solche Riesenfeste bergen die Gefahr, dass Kinder ein völlig falsches Selbstbild aufbauen. Wer wird schon als Erwachsener mit einem rauschenden Fest gefeiert bei jedem Geburi oder Jobwechsel? Hahaha...

Und jetzt: frohes Feiern!

17 tolle Herbstaktivitäten für Kinder

Man nehme: untenstehende Liste und begeisterte Eltern/Grosseltern/Hüetis etc. (denn wenn diese nicht voll motiviert sind, wird es mit den Kindern meist auch schwierig...)
Allez hopp:

Natur-Bingo spielen! Ziel: zehn bestimmte Dinge suchen und in einem Eierkarton sammeln. Im Internet gibt es viele Vorlagen, einfach "Naturbingo" googlen oder pinterestlen... Oder die Vorlage von wohn-projekt.com nehmen:

- Naturschätze sammeln und kleines Museum einrichten: Pilze, glänzende Chöschteni, kunterbunte Blätter, Tannenzapfen, Buchennüsse, Moos etc.

- Landart oder Naturmandala machen: Bunte Naturmaterialien sammeln und zu Formen legen; zum Beispiel ein Herz aus roten Blättern, ein Haus aus Steinen mit einem Dach aus Chöschteni?

Barfussparcours erstellen zum Beispiel mit Blättern, Ästen, Steinen, Eicheln, Sand, Wasser usw... Barfuss (und eventuell mit geschlossenen Augen) durchspazieren. Tipp für im Anschluss: Fussmassage!

- Zeit im Wald verbringen mit Baumhöhlen bauen, auf Bäume klettern, mit einem Taschenmesser schnitzen und Abenteuer erleben! Zum Essen Schlangenbrot (z. B. mit Pizzateigstreifen) und Schoggi-Bananen über dem Feuer machen!

Drachen fliegen lassen, das fägt im Herbst besonders, wenn die Tage kühler werden und die Lüfte in Bewegung kommen... Am besten auf grossflächigen Wiesen ohne Hindernisse wie Strommasten oder Bäume.

- Neuen Spielplatz erkunden, in der Region gibt es einige - hier die Übersicht

- Küder sammeln in der Umgebung oder im Wald, einfach mit Küdersack, Handschuhen, evtl. Greifzange und offenen Augen spazieren gehen

- Vögel beobachten und bestimmen: Welche Vögel sind jetzt unterwegs und wie kann man sie erkennen?

- Campen im Wohnzimmer - wie draussen, nur drinnen :-)

- Bibliothek besuchen und Bücher ausleihen

- Spielhaus (oder ähnliches) basteln aus einem grossen Karton - Inspiration

Mini-Sandkasten bauen: 1 Packung Vogelsand in eine Box, Kiste etc. leeren und mit Siebli und Spielzeugautos bestücken. Danach Sand zurückleeren und staubstaugen, eh, sandsaugen :-) YES!

- Salzteigen: 2 Einheiten Mehl, 1 Einheit Speisesalz, 1 Einheit Wasser, evtl. Lebensmittelfarbe - Kindheitserinnerungen.....

- Im Lieblingscafé Kuchen essen

- Fenster mit Fingerfarben bemalen

- Herbstwanderung in die Freiburger Voralpen: im Schwarzsee gibt es viele Wandermöglichkeiten. Eine Tour um den See à la Häxewääg (ideal auch mit Kinderwagen), mit dem Sässeli auf die Riggisalp zum Riggli-Weg für einen Abstecher in die Welt der erneuerbaren Energien oder in den Breccaschlund?

Lieblinks und Webtipps

→ Sachen mit Gesichtern

Für manche mag das bloss eine aufgeschnittene Peperoni sein. Wir hingegen haben natürlich sofort gesehen, dass hier ein lustiges und ein weinendes Gesicht uns entgegenblicken. Die Betreiber von der Webseite twfaces.com sowie vom Instagram-Account «Things With Faces» sammeln solche herzige, freundliche, hässige oder zufällig entstandene Gesichter im Alltag. Falls ihr euch auch mal ein Gesicht begegnet, könnt ihr es natürlich einschicken und die unterhaltsame Sammlung erweitern.

Im Gespräch mit Stoffwindelberaterin Sybille

«Es gibt viele gute Gründe, um mit Stoff zu wickeln»

Ein Kind braucht durchschnittlich 5000 Windeln bis zum Trocken werden. Wegwerfwindeln kosten viel Geld und belasten die Umwelt. Dass es auch anders geht, zeigt Sybille Böhler aus Plasselb. Sie hat sich als Stoffwindelberaterin selbstständig gemacht und betreibt seit diesem Sommer auch den Windeline Onlineshop.

Sybille (36) ist gelernte Fachfrau Gesundheit, verheiratet und Mama dreier Mädchen. Sie ist fest überzeugt, dass wir im Umgang mit unseren Kindern wieder bewusster, naturnaher und intuitiver werden müssen. Sie findet, dass nachhaltige Themen wie Stoffwindeln und Abhalten unbedingt wieder zur Norm werden müssen.

Sybille, was hast du eigentlich gegen Windeln?
An sich überhaupt nichts. Aus Stoff finde ich sie sogar unglaublich hübsch! (Haha) Wenn mich etwas stört, ist es eher der unachtsame Umgang damit, in mancherlei Hinsicht.

Deiner Meinung nach: was sind die entscheidenden Vorteile von Stoffwindeln gegenüber herkömmlichen Windeln?
Eindeutig die diversen gesundheitlichen und damit verbunden auch emotionalen Vorteile, die sie bringen. Das fängt bei der gesünderen Haltung der Hüfte an, geht über das bessere Hautbild und endet bei der Tatsache, dass Stoffwindelkinder in der Regel ein viel besseres Gespür für ihre Ausscheidungen haben. Und natürlich spielt hier auch noch positiv mit, dass Stoffwickel-Eltern das Wickeln eher bewusster machen, es fast ein Wenig zelebrieren und es somit zur Qualitätszeit mit ihren Kleinen machen. Wickeln ist hier meist nicht mehr nur ein notwendiges Übel. Und dass man damit auch noch der Umwelt und dem Portemonnaie etwas Gutes tun kann, setzt dem Ganzen natürlich noch das Krönchen auf.

Kommen Stoffwindeln wieder in Mode?
Ja, defintiv!

Wie bist du selbst eigentlich zu Stoffwindeln gekommen?
Eher über Umwege. Es war die Hüftdysplasie einer unserer Töchter, die mich dazu bewogen hat, mit Stoff zu wickeln. Ich wollte alles mögliche versuchen, um ihr eine Schiene zu ersparen. Doch neben dem Erfolg durch die gesündere Hüfthaltung waren die vielen anderen Vorteile ebenfalls sofort sichtbar und schnell wurde klar, dass wir auf jeden Fall dabei bleiben und dass ich das auch nach aussen tragen werde.

Wann hat dich das Stoffwindelfieber gepackt?
Als ich die tollen modernen Stoffwindeln in der Hand hatte und dann merkte, wie extrem einfach die Handhabung ist und wie gut sie meinen Kindern tun. Die Tatsache, dass die Mädels mit den Stoffwindeln immer ein schönes, intaktes Hautbild hatten, auch ohne Cremes und Salben, und wir nie mehr das grosse Geschäft bis in den Body hatten, fand ich einfach grandios.

Wie ist «Windeline» entstanden?
Windeline entstand aus dem Wunsch heraus, so vielen Familien wie möglich zeigen zu können, wieviele Vorteile moderne Stoffwindeln haben, und wie weit weg sie von den verstaubten und vorurteilsbehafteten Vorstellungen der meisten Leute sind. Ich wollte, dass die Familien fundierte Fakten zum Stoffwickeln bekommen und sich nicht durch Unmengen an falschen, halb wahren oder unnötigen Informationen aus dem Netz kämpfen müssen.

Woher kommt der Name?
Dass das Wort „Windel“ im Namen sein muss, war eigentlich von Anfang an klar. Ich mags gern konkret und nicht zu kitschig oder zu umschreibend. Ein Windelinchen bin ich nicht, eine Windeline aber umso mehr  ;-)

Wann lernen Babys am besten, sauber zu werden?
Das „Sauberwerden“ ist ein Prozess, der ab dem Tag der Geburt beginnt. Es kommt stark darauf an, welche Möglichkeiten dem Baby wann und wie geboten wurden. Wenn wir wieder davon weg kommen würden, das Thema Windeln, Ausscheidung und Trockenwerden so zu handhaben, wie wir das seit dem Aufkommen der superabsorbierenden Wegwerfwindel tun, müssten wir uns gar nicht mehr so mühselig mit dem Trockenwerden unserer Kinder beschäftigen. Das würde unkompliziert, quasi nebenbei geschehen, und zwar schon relativ früh.

Wie merkt man, wann das Baby sein Geschäft erledigen muss?
Babies senden Signale, genauso wie sie das tun, wenn sie hungrig oder müde sind, oder Nähe brauchen. Auch hier gilt es, diese zu deuten und entsprechend darauf zu reagieren. Sie werden zum Beispiel unruhig, setzen beim Stillen ab oder weinen und so weiter.
Auch die Initiative der Bezugsperson ist nicht falsch. Ein Abhalten in Standardsituationen wie vor oder nach dem Schlafen, bei jedem Wickeln, nach dem Stillen, ist eine sehr gute Möglichkeit. Es handelt sich hierbei zwar um ein angeborenes Bedürfnis, welches aber in der Umsetzung noch geübt werden will. Genau wie das Stillen, Schlafen, etc. auch.

Was macht man dann?
Man zieht dem Baby die Windel aus und hält es in einer angehockten Position über das WC, ein Töpfchen oder wo es gerade praktisch ist, ab und lässt es sein Geschäft verrichten. Es darf guten Gewissens eine Windel genutzt werden. Deshalb heisst es auch "Hello Nappy" und nicht mehr windelfrei, weil letzteres zu viel Stress suggeriert und somit abschreckend wirkt. Schliesslich muss das Ganze auch zu unserem heutigen westlichen Lebensstil passen und praktikabel bleiben. Da müssen wir realistisch sein. Es geht nämlich nicht prinzipiell darum, jedes Pipi abzuhalten oder keine Windel zu verschmutzen, sondern vor allem darum, das Baby in all seinen Bedürfnissen wahrzunehmen und ihm die Möglichkeit zu bieten, weg von seinem Körper auszuscheiden. Wir stärken damit seine Wahrnehmung in Bezug auf die eigenen Ausscheidungen und fördern einen biologisch gesunden und einfachen Weg zum trocken werden.

Und unterwegs, zum Einkaufen oder bei einem Ausflug in die Stadt?
Macht man es, sofern man sich damit gut fühlt, wie zu Hause auch, beziehungsweise hält es „ins Grüne“. Das geht alles sehr diskret und man sieht das immer öfter. Und ansonsten lässt man es auch einfach einmal gut sein und in die (Stoff-)Windel laufen.

Wie kann man die Stoffwindeln am besten reinigen? Braucht man bestimmte Wasch- oder Reinigungsmittel? Dürfen die auch in den Tumbler?
Die wäscht man im Prinzip ganz normal, wie seine andere 60° Wäsche, mit einem guten Vollwaschmittel-Pulver. Einziger Unterschied ist, dass man vorher einen kurzen kalten Spülgang macht, damit das gröbste an Pipi und eventuelle Stuhlreste bereits ausgespült werden. Und, dass man darauf achtet, ein Programm zu wählen, welches genügend Wasser nimmt (keine Eco Programme), da es sich um sehr saugfähiges Material handelt. Die meisten hochwertigen Stoffwindeln dürfen laut Hersteller in den Trockner auf Schonstufe. Da gilt es dann jeweils aufs Etikett zu achten.

Wie funktioniert denn der ganze Reinigungsprozess bei Stoffwindeln (kleines und grosses Geschäft)?
Milchstuhl und Pipi können in der Windel belassen werden, da beides komplett wasserlöslich ist und bereits im Vorspülgang zum grössten Teil ausgespült wird. Ab Beikost-Start muss das grosse Geschäft aus der Windel entfernt werden. Am Einfachsten geht dies, wenn man ein so genanntes Windelvlies verwendet.

Es gibt doch auch grössere Kinder, die sich vehement weigern, aufs Klo zu gehen – und etwa im hohen Primarschulalter noch Windeln tragen. Woher kommt das?
Im Wesentlichen sind es folgende zwei Hauptprobleme:
- Die superabsorbierenden Wegwerfwindeln von heute machen es den Kindern unmöglich, ein Gefühl für ihre Ausscheidungen zu entwickeln. Es herrscht also zum Beispiel kein sogenanntes Nässe-Feedback, wie wir es in Stoffwindeln oder Unterhosen haben. Denn in dem Moment, wo das Pipi in die Windel geht, fühlt sich alles auch schon wieder trocken an.
- Wir gehen mit den Kindern nicht mehr so früh aufs Töpfchen, wie wir das noch vor ein paar Jahrzehnten gemacht haben. Ich meine hier nicht das „strikte Töpfchentraining“, sondern den Babies schon etwa ab Sitzalter regelmässig das Töpfchen anzubieten, ganz spielerisch und ohne Druck, damit sie langsam damit vertraut werden.
Diese beiden Tatsachen haben zur Folge, dass Kinder über mehrere Jahre nie bewusst Ausscheiden (müssen). Die Vernetzung von Gehirn und Blase hat also nicht stattgefunden, sie orchestrieren folglich nicht.

Und bei Kindern, denen schon früh regelmässig die Möglichkeit geboten wird, ausserhalb der Windel auszuscheiden?
Bei ihnen passiert dieser Lernprozess nicht (nur) kognitiv. Es wird, vereinfacht gesagt, quasi ganz nebenbei gelernt, wie zum Beispiel das Sprechen oder Laufen, in dem einfach immer wieder Impulse gegeben werden. Zwei oder drei Mal am Tag, vielleicht jeweils nach dem Schlafen oder Essen, wären schon ausreichend.

Wie können Kinder mit drei oder fünf Jahren lernen, die Blase zu kontrollieren?
Sie müssen sehr oft mühselig auf der kognitiven Ebene erarbeiten. Je später sie beginnen, desto schwieriger (obwohl leider oft etwas anderes behauptet wird). Das klappt dann durch den Tag und für das Pipi relativ schnell gut, aber nachts können sie es trotzdem dann noch lange nicht, da ihnen die Impulskontrolle fehlt. Dazu kommt noch, dass viele Kinder grosse Probleme damit haben, ausserhalb der Windel Stuhl abzusetzen. Es ist also nicht nur ein psychisches Unvermögen sich umzugewöhnen, sondern auch ein körperliches. Es ist meist keine Frage des Wollens, sondern des Könnens. Diese Kinder können nicht ausserhalb der Windel ausscheiden, auch wenn sie wollten, und leiden sehr darunter.

Was in der Werbung toll klingt und uns verleitet, uns nicht (mehr) so intensiv mit den Ausscheidungen unserer Kinder zu beschäftigen, wird gleichzeitig zu einem Problem.
Ja! Auf der anderen Seite können wir sagen, dass wir glücklicherweise etwas ändern können, da wir das Problem und dessen Lösung bereits kennen. Jetzt müssen wir es nur noch umsetzen!

Bei Stoffys sind ja viele erst einmal skeptisch oder gar ungläubig. Wurdest du auch schon bemitleidet für das Wickeln mit Stoff, «wie früher»…?
Wurde ich tatsächlich auch schon, oder belächelt. Aber ich muss sagen, eigentlich habe ich weit mehr Bewunderung und Lob erhalten. Was eigentlich genauso unnötig ist, denn für mich und viele viele andere ist es einfach ganz normal und macht unglaublich Spass!

Wie ging es deinem Mann: hatte er auch Berührungsängste mit Stoffwindeln?
Zu Beginn hatte er ein wenig Respekt und war immer unsicher, ob er die Windel auch richtig angelegt hat. Doch schon nach kurzer Zeit fand er, dass es ja eigentlich bubieinfach ist und viel angenehmer riecht, als mit Wegwerfwindeln.

Wie würdest du versuchen, jemanden, der noch nie mit Stoff gewickelt hat, dafür zu begeistern?
Die meisten holt man über das herzige Aussehen und die einfache Handhabung der modernen Stoffwindeln ab, denn es geistern in vielen Köpfen doch immer noch die sterilen weissen Mullwindeln und die Gummihöschen herum, die man auskochen muss. Danach schaut man weiter, welche Vorteile der Stoffwindeln auch wichtig für die jeweilige Familie sind.

Welche Stoffwindel-Favoriten hast du?
Huiii, ganz viele. Am liebsten mag ich Stoffwindeln aus Naturmaterialien. Grundsätzlich bin ich Fan von Stoffwindelsystemen, die flexibel genutzt werden können und wäschesparend sind. Konkret also Überhosen mit diversen Hanf- oder Baumwoll-Einlagen und All-in-Three.

Wie hoch sind für Einsteiger generell die fixen Anschaffungskosten für eine Grundausstattung bei Stoffwindeln? Welche variablen Kosten kommen sonst noch hinzu?
Das kommt ganz aufs gewählte System drauf an, und wie genügsam man ist. Für einen entspannten Wickel- und Waschrhythmus rechnet man mit 20-25 Windeln. Beim günstigsten System (keine Chinawindeln, sondern hochwertige) wären das um die 200 bis 250 Franken, und beim teuersten zwischen 600 bis 800 Franken - teurer geht natürlich auch hier immer ;-) Zum Vergleich: Wegwerfwindeln kosten in drei Jahren zwischen CHF 950.- und CHF 2700.-, je nach Marke, und können nicht für weitere Kinder verwendet werden.
Variable Kosten wären dann noch der Wasser- und Stromverbrauch. Das wären mit einem wäschesparenden System und einer energieeffizienten Waschmaschine etwas über 60 Franken in drei Jahren (plus Waschmittel). Zum Vergleich: die Entsorgung von Wegwerfwindeln kostet in drei Jahren etwa CHF 325.-
Betreffend Wasserverbrauch: das wären zirka 1,15 Duschen in der Woche, die einer alleine weglassen müsste. Wenn man zu zweit ist, würde also für den Ausgleich schon eine kürzere Dusche pro Woche reichen.

Wo finden die Beratungstermine statt?
Vor Corona war das so, dass wir alles angeboten haben: Beratungen online in Form eines Videochats, bei Windeline und den Familien zu Hause. Schon da wurden grösstenteils Onlineberatungen in Anspruch genommen, da der Grossteil der Kund*innen nicht aus der Region sind. Das ändert sich aber erfreulicherweise langsam ;-) Für den Moment bleiben wir bei Onlineberatungen, denn Vor-Ort-Beratungen unter Einhaltung aller Auflagen sind einfach nicht das gleiche und fast schon unpersönlicher als eine Videokonferenz.

Was kostet die Beratung? Wird es von der Krankenkasse übernommen?
Wir bieten unterschiedliche Möglichkeiten für Beratungen an. Eine Beratung zu einem Testpaket kostet beispielsweise 60 Franken.
Leider wird von den Krankenkassen noch nichts übernommen. Das sollte aber so sein, da die Verwendung von Stoffwindeln auch gesundheitsrelevant ist. Da muss ein Umdenken stattfinden.
Wir arbeiten zurzeit aber daran, dass Familien in der Schweiz einen Zustupf von der Gemeinde bekommen, wenn sie mit Stoffwindeln wickeln. Die Reduzierung des Müllaufkommens und der damit verbundenen hohen Kosten sind auch im Sinne der Gemeinden. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Österreich, hat man dies bereits fast flächendeckend eingeführt.

Seit neustem bist du ja auch Windelfrei-Fachfrau. Windelfrei = ohne Windeln? - Das tönt stressig…
Deswegen heisst es jetzt „hello nappy“ und nicht mehr windelfrei. Letzteres suggeriert nämlich Stress, den man gar nicht zu haben braucht. Windeln als sogenanntes Backup sind sehr sinnvoll, weil wir entspannte Eltern wollen, die ihre Kinder gern abhalten, weil es so einfach ist. Aber eben am besten mit Stoffwindeln, damit das Nässe-Feedback gegeben ist. ;-)

Was bedeutet abhalten?
Es bedeutet, sein Baby über ein geeignetes Plätzchen zu halten, wo es dann ausserhalb der Windel ausscheiden kann.

Was ist gerade deine grösste Herausforderung?
Nicht zu viel auf einmal zu wollen. Ich habe viele Ideen und möchte diese möglichst auch zeitnah umsetzen. Natürlich alles andere als einfach, wenn ich auch meinen Lieben gerecht werden und genügend Schlaf bekommen will :-)

Welche Highlights sind für den Herbst / Winter noch geplant in deinem Leben?
Es wird verschiedene Zusammenarbeiten mit tollen Leuten geben, die sich den Themen Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit genauso verbunden fühlen wie ich. Hoffentlich die eine oder andere dann auch in der Region. Und ich möchte mit Kolleg*innen an meiner respektive unserer Wunschwindel tüfteln.

Was fordert und motiviert Dich?
Im Moment ist die grösste Herausforderung noch der Spagat zwischen Familie und Geschäft. Das will gelernt sein und ich gebe zu, dass ich das noch etwas üben muss.
Das wachsende Interesse an Stoffwindeln und die wirklich sehr positiven Feedbacks der Test- und Beratungsfamilien motivieren mich ungemein!

Wie kannst du abschalten?
Hmmm… Momentan eigentlich nie wirklich, ausser ich zwinge mich ganz bewusst dazu - das ist eben auch noch so etwas, was ich üben muss. Aber wenn ich wirklich den Kopf lüften und geniessen will, gehe ich im Wald spazieren oder spiele mit den Meitli irgendetwas Lustiges :-)

Welche Interview-Frage wolltest du schon immer gestellt bekommen und beantworten?
Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich finds einfach gerade ganz toll, dass ich hier ein bisschen über eines meiner Herzensthemen berichten darf!


 Die regionalen Fragen: 

Wo in Deutschfreiburg würdest du dein Windeline-Stoffylokal eröffnen?
Wohl am liebsten hier in Plasselb, in einem hübschen kleinen Ladenhäuschen oder Bauwagen. Ein Luxus, den ich mir gerne gönnen würde, ist nämlich, zur Arbeit zu laufen :-)

Wo in unserer Region gehst du gern zum Essen aus?
Ich bin gar nicht so der Ausgeh-Typ, ich finde es zu Hause viel gemütlicher - auch dank der Kochkünste meines Mannes. Aber wenn, dann findet man uns wohl am ehesten mal im Schwarzsee.

Was inspiriert dich an Deutschfreiburg?
Die Landschaft. Ich gehe sehr gerne im Wald und auf Wiesen spazieren und finde es toll, dass ich in zehn Minuten zu Fuss in der Ruhe der Natur bin.

Danke für den ehrlichen Blick hinter deine Stoffwindeltürme, eh, Kulissen - und alles Liebe für die Zukunft, liebe Sybille!

News fr.ch

COVID-19: Traditionen in der Adventszeit

Die kantonale Koordinationsstelle COVID-19 hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir in dieser gesundheitspolitisch speziellen Zeit Weihnachten und Neujahr in einer entspannten, sicheren Atmosphäre feiern können. Sie bekräftigt, wie wichtig die Einhaltung der Hygieneregeln ist, insbesondere die strikte Einhaltung des Abstands und der Schutzmassnahmen. Dazu gehört generell, Kontakte zu vermeiden, genügend Platz vorzusehen und Veranstaltungen wenn möglich draussen durchzuführen.

Das grosse Nikolausfest in Freiburg wurde abgesagt.

St.-Nikolaus-Besuche bei Familien seien möglich, sofern die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Von jeglichem Kontakt (Verteilung von Geschenken, Fotos usw.) wird abgeraten.

Bei Nachbarschaftsbesuchen im Rahmen der traditionellen Adventsfenster muss die Teilnehmerzahl entsprechend der Kapazität der Räumlichkeiten unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mindestabstände beschränkt werden (Anlässe nur auf Einladung usw.). Es wird empfohlen, diese Treffen in erster Linie draussen durchzuführen.

Weihnachtsmärkte gelten als Verkaufsveranstaltungen und müssen somit die BAG-Kriterien erfüllen. Bei kleineren Märkten sind die Schutzmassnahmen einzuhalten. Die zuständigen Ämter führen Kontrollen durch.

Eine besondere Situation erfordert besondere Massnahmen. Schützen wir die Gesundheit unserer Liebsten in diesen gemeinsamen Momenten und lassen wir den Zauber von Weihnachten aufleben!

Es wird darauf hingewiesen, dass sich diese Empfehlungen auf den jetzigen Stand der epidemiologischen Situation stützen. Je nach deren Entwicklung könne der vorgegebene Rahmen ändern.

Auflösung Secondhand

Erste Wahl: aus zweiter Hand

Secondhand einkaufen hat nichts mit Verzicht zu tun. Es ist abwechslungsreicher, spannender, günstiger, exklusiver und nachhaltiger als neu kaufen. Die Secondhand-Kultur in unserer Region (und rundherum) hat mehr Aufmerksamkeit verdient.

Hier die Lädelis, Börsen und Brockis, die ihr und wir am liebsten mögen:

Interbroc Brockenhaus, Lanzenhäusern

Brocante La Trouvaille, Laupen

Chesery Brocante, Murten

Mama Mia, Tafers

Coup d'Pouce Fribourg

Emmaüs, Fribourg

ZigZag und CASH, Fribourg

Likido, Marly

Brocante Chez Chantal, Le Mouret

Fundgrube A-Z, Ueberstorf/Flamatt

Brockenstube HIOB, Murten

Sowie lokale, punktuelle Börsen in der Region, zum Beispiel Heitenried/St. Antoni, Alterswil etc.

 

In Bern: The New New, Wirkerei Viktoria, Bärner Brocki etc.

Online: tutti.ch, ricardo.ch, kidis.ch, Facebook Marketplace etc...

 

Happy Shopping!

 

Mehr Tipps? - Merci:

#Frapp

Habt ihr Fragen zu Frapp?

skippr, RadioFr. Freiburg, La Télé und FRiStyle bündeln ihre Kräfte, um ein neues 100 % digitales Medium aus Freiburg anzubieten. Alle News aus der Region als Text, Video und Podcast.

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skippr im Wandel

Frapp: die neue, 100 % kostenlose Freiburger Newsplattform

Ab November 2020 wird die Freiburger Medienlandschaft durch eine neue Newsplattform bereichert, ganz «Made in Freiburg». Die 100 % kostenlose, neue Plattform wird von der MEDIAparc SA verwaltet, die im Mai 2020 gegründet wurde und mehrheitlich auf die audiovisuellen Inhalte seiner Partner RadioFr. und La Télé Vaud Fribourg zählen kann. Die Werberegie Mediapub ist für die Vermarktung dieses neuen digitalen Mediums zuständig.

Geführt von Lukas Schneuwly und Maxime Seydoux werden rund zehn Mitarbeitende exklusiv für den Inhalt des neuen Mediums Frapp tätig sein. Ab Anfang November 2020 wird diese App verfügbar sein. Das zweisprachige Team wird vielfältige Inhalte erschaffen, um möglichst viele User zu gewinnen: regionale, nationale und internationale News, Kultur und Unterhaltung, Lifestyle, Sport, eine regionale Agenda und Gewinnspiele werden tägliche Inhalte darstellen - in einem einfach zu bedienenden Tool mit einer attraktiven, klaren grafischen Linie. Die Inhalte werden in Deutsch und Französisch verfügbar sein, entsprechend dem Merkmal unseres Kantons. Die App Frapp fokussiert sich auf regionale Themen und bietet dem Nutzer die Möglichkeit, die Infos zu lesen, sie anzuschauen oder sich diese via Podcast anzuhören.

Die MEDIAparc SA wurde im Mai 2020 offiziell von der Radio Freiburg AG, La Télé Vaud-Fribourg SA, MediaPub SA, skippr GmbH und Sept.ch SA gegründet. Das Ziel ist es, die Synergien der verschiedenen Medien zu stärken, die seit dem 1. Januar 2019 unter einem Dach vereint sind. Daran anknüpfend hat die MEDIAparc SA die digitale Plattform aus Deutschfreiburg, die von Lukas Schneuwly und Elmar Wohlhauser gegründete skippr.ch, übernommen. Folglich werden die Plattformen skippr und FriStyle mit der neuen Plattform Frapp verschmelzen und die Mitarbeitenden werden in die MEDIAparc SA integriert. Die Firma skippr GmbH konzentriert sich vermehrt auf ihren Bereich rund um die Videoproduktion und die Erstellung von Webseiten sowie ihre Aktivitäten als digitale Agentur.