Fürna gueta Zwäck: Aktion Weihnachtspäckli

Jetzt erst recht - Sammelfieber bei Familie Freiburghaus

Jedes Jahr werden mit der Aktion Weihnachtspäckli Zehntausende Bedürftige in Ost- und Südosteuropa mit einem Päckli aus der Schweiz beschenkt, als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität. Jael Freiburghaus und ihre Familie aus Wünnewil machen mit und sammeln Waren, die sie dann verpacken und weitergeben. Wir haben mit ihr gesprochen...

Jael, du bist selbstständig, Mami von vier Kindern und hast ja eigentlich genug um die Ohren. Was motiviert dich, bei der Aktion Weihnachtspäckli mitzumachen?
Der Gedanke anderen zu dienen, die Not leiden, liess mich schon als Kind nicht los! Es ist Glück pur, zu erleben, wie meine Kinder diese Werte leben und sooo viele Helden Naturalien spenden! Da opfere ich gerne meine Zeit und unser Wohnzimmer :-)

Eure Sammelaktion ist voll im Gange. Wie läuft das ab?
Spender:innen können bei uns einzelne Waren abgeben, die wir sammeln, in Karton verpacken, in Geschenkpapier hüllen und ans Hilfswerk weiterleiten.

Was könnt ihr aktuell noch brauchen?
Vor allem Dusch für Kinder und Erwachsene, Seife, Farb- und Filzstifte, Notizblöcke und Biskuits... Auch die anderen Artikel nehmen wir gerne noch an.

Dann ergänzt ihr die Päckli?
Genau, wir packen die Päckli gemäss Liste von weihnachtspäckli.ch. Was fehlt, wird ergänzt mithilfe von Spenden, die natürlich auch abgegeben werden dürfen.

Bis wann nehmt ihr die Sachen und Spenden wo an?
Bis am 30. Oktober abgeben in Dietisberg 3 bei Wünnewil.

Wie geht es dir aktuell, so mitten in der Päckliflut?
Ich bin total überwältigt, so wunderbare, grosszügige Herzmenschen um mich zu haben. Ihr seid meine Helden! Danke von ganzem Herzen für jedes Glas Kaffee, jedes Päckli Biscuits, jede Zahnbürste und jedes (neue) Stofftier, das wir verpacken dürfen. Im Namen der Notleidenden: DANKE!

Viel Erfolg, liebe Jael - und schön, dass es Menschen wie euch gibt!


Zur Aktion Weihnachtspäckli

Jedes Jahr beschenken Zehntausende Menschen aus der Schweiz Bedürftige in Ost- und Südosteuropa mit einem Päckli. Damit setzt die Aktion ein starkes Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit notleidenden Menschen. Die Aktion wird gemeinsam von vier Hilfswerken getragen, welche die Sammlung, die Transporte nach Osteuropa und die Verteilung vor Ort organisieren. Alle Werke haben in den Zielländern eigene Niederlassungen oder Partnerorganisationen, mit denen sie seit Jahren zusammenarbeiten. Die Zielländer sind Albanien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Weissrussland und die Ukraine.


Weitere Sammelstellen in der Region (für fertige Päckli):

LIO-Sammelstelle Murten
Muntelierstrasse 10, 3280 Murten
A. Sommer: 079 259 14 74
Vom 2. bis 15. November 2020

FEG
Meylandstrasse 8, 3280 Murten
R. Bongni: 079 620 48 76
Vom 2. bis 15. November

HIOB Grossbrockenstube
Freiburgstrasse 118, 3280 Murten
026 672 13 22
Vom 17. Oktober bis 19. November

Reformierte Kirchgemeinde Laupen
Chroslenweg 4, 3177 Laupen BE
031 748 40 46
Annahme der Päckli im Ökumenischen Zentrum
Noflenweg 6, 3177 Laupen
Mi 11. November 8-10 Uhr
Sa 14. November 9-11 Uhr
Di 17. November 9-11 Uhr

Kirchgemeinde Neuenegg
Stuberweg 6, 3176 Neuenegg
078 627 19 86
Aktionstag auf dem Dorfplatz am 21. November

Interbroc Brockenhaus Hilfswerk
Albligenstrasse 2, 3148 Lanzenhäusern
Vom 3. bis 21. November
Di-Fr, 9-18.30 Uhr, Sa 9-17 Uhr

Die Aktion wird durch Spenden finanziert, zur Deckung der Transport- und Verteilkosten. Gehen mehr Spenden ein als benötigt, werden die Mittel für die regulären Hilfsprojekte in diesen Ländern eingesetzt.

Spendenkonto:
PC 30-222249-0
IBAN CH74 0900 0000 3022 2249 0
Adresse: Aktion Weihnachtspäckli, Bodengasse 14, CH-3076 Worb

Nach Homeoffice-Empfehlung von Bund und Kanton

"Homeoffice mit Kind"-Tipps - reloaded

Im Frühling waren Schulen geschlossen, Kitas nur bedingt offen - und wir haben euch Tipps gegeben zum "Homeoffice mit Kind". Heute sind diese Einrichtungen zwar offen, aber mehr Kinder zu Hause als sonst, wegen Schnuderi, Hueschte, Quarantäne etc. Viele Eltern müssen nun also wieder Kinderbetreuung und Arbeit gleichzeitig stemmen. Hier erneut unsere Gedanken und Tipps vom März - bizli adaptiert gäbig anwendbar jetzt.

"Glück hat, wer im Homeoffice arbeitet", so oder ähnlich tönte es im März vermehrt von Kinderlosen und in grossen Schweizer Medien (Tagesanzeiger von Samstag). Ja klar, wer zu Hause arbeitet, kann easy nebenbei auf die Kinder schauen. Das sieht dann in etwa so aus:


GIF von tenor.com

Ähm, so einfach ist das ja nicht, aber die Herausforderung ist machbar - wir zeigen euch unsere "Hacks". Während Homeoffice ohne Kinder oftmals beschrieben wird mit tagelangem nicht-duschen, kein BH tragen, Musik hören, TK-Pizza futtern und leicht einen sitzen haben, ist es mit Kindern ein bisschen anders, aber eben, auch irgendwie umsetzbar. Not macht ja schliesslich erfinderisch!

Jetzt aber ran an die Arbeit: Baby in der Trage, Kleinkind auf dem Schoss, Cappuccino in der Hand und los geht's - oder so.

In Sachen Homeoffice sind wir ja gäbig erprobt: seit den Anfängen von skippr arbeiten einige von uns fast ausschliesslich von zu Hause. Auch hatten wir schon Übungen am Laptop MIT Kind, wenn mal wieder ein kosmischer Chäfer aus der Kita mit nach Hause geschleppt wurde. Und ja, das geht schon irgendwie. Meist mehr irgendwie als richtig, aber eure Arbeitgeber haben hoffentlich Verständnis - in dieser besonderen Zeit unter diesen besonderen Umständen.

Wer seine Jungmannschaft jetzt wochenlang 24/7 zu Hause behalten, vor gefährlichen Viren schützen und unterhalten muss, sollte locker und kreativ werden. Weil ja gleichzeitig auch konzentriert gearbeitet und die Wirtschaft im Gange gehalten werden muss. Dazu aufpassen und erziehen, logo!

Wenn man sie laissez-faire-mässig einfach machen lässt, sieht es nach kürzester Zeit so aus:

(Dass das Kind danach selig auf dem Fussboden schläft, zeigt, mit welchem Enthusiasmus es zuvor am Werk war...)

Keine persönliche Erfahrung, was grössere Kids oder gar Pubertiere wurschteln, wenn man ihnen ein paar Stunden "freien Lauf" lässt. Wahrscheinlich gamen oder so; das gäbe immerhin weniger Puff am Boden (dafür zwischenmenschlich, haha).

Damit ihr euch Anfängerfehler (mit Anfängerglück) sparen könnt, hier ein paar gute Tipps von denen, die es wissen müssen. Hier sind sie (also die Tipps):

1. Spiel- oder Lernzeug
Gegen Langeweile bei Kleinkindern helfen - für je etwa fünf Minuten: Bücher, Puzzles, Schleichtierli, Autöli und Traktörli, Toniebox, Knete und Salzteig, Malbilder und Filzstifte (nicht an die Waaaand!), Schere (nicht die Haare der Schwester!) und meinetwegen auch verfrühte Geburi- und Weihnachtsgeschenke, oder gar solche, die für andere Kinder gedacht gewesen wären. Weil jetzt findet ja eh kein Geburifest statt und bis dahin kann auch online wieder etwas bestellt werden. Desweiteren könnte ein DIY-Kinderbüro geschaffen werden, damit das Kind selber Homeoffice spielen kann. Ein altes Handy, ein alter Laptop (oder einer aus Karton) und einfach ein Kindertisch mit Stiften, Papier etc. Grössere Kinder hingegen können sich schon während einiger Zeit selber beschäftigen. Schulkinder etwa mit Lernübungen, oder? Sonst bestimmt auch mal elektronisch...

2. Aramsamsam, Paw Patrol und Peppa Wutz
TV, Tablet oder andere elektronische Babysitter sind in stressigen Phasen besonders willkommen zur Ablenkung - auch für Kinder und Pubertiere. Während dieser besonderen Corona-Zeit ist (fast) alles erlaubt, was etwas Druck wegnimmt: mal einen Film schauen, ein Online-Spiel spielen, Podcasts hören etc. Tipp für kleinere "Päblet"-Freaks: YouTube Kids bietet ausgewählte Inhalten sowie Funktionen zur Kindersicherung. Hier aktuell besonders beliebt: Paw Patrol, Puppenmama und Peppa Wutz. Zum Mitsingen: "Ich lieb den Frühling, gungigali gungigali". Früher: Aramsamsam...

3. Zeit klar abgrenzen
Es ist im Homeoffice unabdingbar, die Zeiten klar einzuteilen und Arbeits- von Kinderzeit zu unterscheiden. Während ersterer klar sagen, dass Mämsi oder Päpsi jetzt konzentriert arbeiten muss. Denn für das Kind bist du zu Hause und könntest doch jetzt eigentlich spielen!? Wenn Baby schreit oder Kind sich verletzt hat, ist klar, dass auch das wichtigste Telefonat unterbrochen wird - zum Wohle aller Beteiligten. Und immer gilt: Ruhe bewahren. Danach gibt es wieder wertvolle Qualitätszeit mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Das tut gut - und ermöglicht danach vielleicht wieder einen Moment arbeiten!?

Wie wär's mit zwischendurch zäme cäffele? Stichwort Babyccino...

4. Im Wechsel - oder entweder früh oder spät
Wer als Eltern zu zweit zu Hause ist, ist klar im Vorteil. Man kann sich abwechselnd um die Kinder kümmern. Am besten auch räumlich deutlich machen; wer arbeitet, sitzt im Büro.

Wer keinen Partner zu Hause, aber durch den Arbeitgeber Gleitzeit ermöglicht hat, muss dann wohl entweder früh morgens oder spät abends hinhocken für ungestörtes Schaffen. Wenn es nur vorübergehend ist, kann man das erfahrungsgemäss oft einfacher umsetzen. Ansonsten mal offen mit dem Arbeitgeber sprechen und gemeinsam eine Lösung finden.

5. Teamwork
Der Klassiker: mit Kind(ern) auf dem Schoss arbeiten. Wer zwei Bildschirme hat, kann einen für sich und einen fürs Kinderprogramm nutzen und ist damit klar im Vorteil. Sonst besteht immer noch die Möglichkeit, den Screen zu splitten. Etwa so:

Eine zusätzliche Möglichkeit ist eine zweite Maus, die nicht angeschlossen ist und ein paar Crackers. Dann ist die Kinderunterhaltung sichergestellt und ihr könnt einfach gemütlich weiterbüglsasjdkg asjkdh df uiwzfhfffffffffffffisau  d dsafod dhdh........hg,eogzsjfhjkdfs sfg asg dsfg sdfghsd f


Und ansonsten kann man die Kinder ja auch im Haushalt anpacken lassen, während man selber arbeitet ;-)

Sie könnten beispielsweise kochen...

...Wäsche machen...

...oder die Wohnung aufräumen ;-)

Viel Spass und kreative Effizienz in eurem Homeoffajh,,,,,,,,.fleruial sdfkjha skfzuf adfglsdjf----vsdVSAAAA

RadioFr. News | 21.10.2020

Aktionswoche des Gesundheitspersonals

Die Gewerkschaften des Freiburger Gesundheitspersonals fordern bessere Arbeitsbedingungen. Nächste Woche planen sie verschiedene Aktionen, unter anderem eine Kundgebung am Donnerstagabend auf dem Pythonplatz in Freiburg.

Wie die Organisationen Syna und VPOD vor den Medien sagten, fordern sie unter anderem mehr Personal in Spitälern und Pflegeheimen, mehr Lohn, und höhere Covid-Prämien als vom Grossen Rat beschlossen. Am Samstag, 31. Oktober, ist zudem in Bern eine nationale Kundgebung geplant.


Seit Monaten bejubelt... und jetzt?

«Jetzt erst recht»

Die zweite COVID-19-Welle hat die Schweiz fest im Griff und es wird einmal mehr in den Händen unseres Gesundheitspersonals liegen, wie gut wir die Gesundheitskrise in den kommenden Wochen überstehen werden. Dazu ist es zentral, dass die Ruhe- und Höchstarbeitszeiten des Personals nicht wieder ausgehebelt werden und sein maximaler Gesundheitsschutz diesmal gewährleistet bleibt. Die Arbeitsbedingungen sind nicht nur das Problem der Angestellten, sondern - in Zeiten der Pandemie - betrifft auch PatientInnen und letztendlich uns alle.

In Zeiten steigender Fallzahlen ist es dringendlicher denn je für bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich zu kämpfen. Dies selbstverständlich mit den notwendigen Massnahmen bezüglich Schutzmasken und Sicherheitsabstand.

Du möchtest dem Gesundheitspersonal eine Solidaritätsbotschaft schicken?

Dann beteilige dich an der Social Media Aktion: Poste ein Foto / Video von dir mit deinem Statement / Solidartiätsbekundung und tagge den @VPOD Schweiz (Facebook), @VPOD_Schweiz (Twitter), @vpodschweiz (Instagram) oder @vpod.ssp (Tiktok)

Du möchtest die Anliegen des Gesundheitspersonals nachhaltig unterstützen?

Dann organisiert euch im Team, in eurem Betrieb, in Gewerkschaften. Überzeuge deine Kolleg:innen, dass sich gewerkschaftliches Engagement lohnt!

Du arbeitest im Gesundheitswesen und möchtest dabei sein?

29. Oktober: Versammlung um 17 Uhr auf dem Pythonplatz in Freiburg

31. Oktober: Nationale Aktion um14 Uhr auf dem Bundesplatz in Bern

Im Gespräch mit der irisch-freiburgischen Journalistin Clare O'Dea

«Manchmal möchte ich den Schweizerinnen und Schweizern zuflüstern, dass nicht immer alles perfekt sein muss!»

Quasi pünktlich zum 50. Jubiläum vom Frauenstimmrecht im kommenden Februar hat die irisch-freiburgische Journalistin Clare O’Dea einen Roman mit dem Titel «Der Tag, an dem die Männer Nein sagten» geschrieben. Er spielt sich im Kanton Freiburg und Umgebung im Jahr 1959 ab, als das Frauenstimmrecht abgelehnt wurde. Wir haben mit Clare über die geschlechterspezifischen Ungleichheiten von damals und heute, die Besonderheiten von Freiburg und die Smartphone-Welt gesprochen.

Clare (48) ist in Dublin geboren, wo sie Sprachwissenschaften studiert und als Journalistin gearbeitet hat. Nachdem sie einen Freiburger geheiratet hat, kam sie vor 17 Jahren nach Freiburg. Sie arbeitete mehrere Jahre bei Swissinfo und hat unter anderem das Buch «The Naked Swiss» (2016) / «Die wahre Schweiz» (2018) geschrieben.

Clare, du hast das Buch «The Naked Swiss» geschrieben, in dem du kritisch auf deine zweite Heimat blickst. Wie sind sie denn nun, die Schweizer*innen?
Ja, kritisch aber auch mit Zuneigung. Schweizer*innen haben hohe Erwartungen ans Leben und legen viel Gewicht auf Qualität. Meistens ist diese Einstellung positiv, zum Beispiel wenn es um Demokratie oder Essen geht. Aber es setzt die Gesellschaft auch ein bisschen unter Druck. Manchmal möchte ich den Schweizerinnen und Schweizern zuflüstern, dass nicht immer alles perfekt sein muss!

Was gefällt dir in der Schweiz besser als in Irland?
Das Gesundheitswesen, die zahlreichen Wanderwege und der Schnee. 

Und speziell an der Region Freiburg?
Ich liebe die alte Architektur in Freiburg, von den Bauernhäusern mit ihren ‘Drive-in’ Scheunen zu den Häusern und die Brücken in der Basse Ville.

Wann hast du deine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt?
Zuerst beim Lesen. Meine Grossmutter, die mit uns gewohnt hat, war Lehrerin und eine Leseratte. Sie hat uns Grosskindern gerne Bücher vorgelesen. Für mich waren Bücher etwas Wundervolles. Als junge Erwachsene fing ich an, davon zu träumen, selber einmal kreativ zu schreiben. Schriftsteller*innen sind sehr beliebt in Irland. Die Schweizer gewinnen den Nobelpreis für Physik, die Iren für Literatur (bisher allerdings noch keine Frauen!).

Ist die Lust zum Schreiben bei dir stets gleich stark vorhanden oder musst du dich selbst manchmal zum Schreiben motivieren?
Ich schreibe phasenweise. Die Idee muss stark genug sein, um mich zu motivieren. Das ist der Motor. Wenn ich schon drin bin, schreibe ich täglich bis ich zum Ende komme. Dann brauche ich Erholung und frische Inspiration bevor das nächste Projekt beginnt.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du feste Arbeitszeiten oder wachst du mitten in der Nacht mit einer Idee auf und legst los?
Ich kann überall schreiben, an meinem Pult zu Hause oder am Küchentisch, in einem Café oder im Zug. Es muss zwangweise ausserhalb von meiner (besser) bezahlten Arbeit bleiben, zum Beispiel am Abend oder am Wochenende.

Wie, wo und wann entstehen die besten Ideen?
Im Alltag, zum Beispiel in Gesprächen oder allein beim Spazieren. Eine Kurzgeschichte, welche Erfolg in Irland hatte, war von einer Todesanzeige in einer regionalen Tageszeitung inspiriert.

Du hast den Roman «Der Tag, an dem die Männer Nein sagten» geschrieben, der sich im Kanton Freiburg und Umgebung im Jahr 1959 abspielt. Damals wurde das Frauenstimmrecht abgelehnt. Worum geht es in deinem neuen Buch?
Es ist eine Geschichte über vier Frauen, die durch das Schicksal eines Verdingkindes miteinander verbunden sind. Die Handlung spielt von morgens bis abends des Abstimmungssonntags - ein sehr wichtiger Tag für alle vier Frauen, aber nicht unbedingt wegen der Abstimmung. Eigentlich ist es eher ein Zufall, dass das Buch so nah zum 50. Jubiläum des Frauenstimmrechts am 7. Februar 2021 geschrieben wurde. Die Geschichte von 1959 hat mein Interesse geweckt, als ich ein Interview mit der Frauenstimmrechtlerin Marthe Gosteli (siehe nachfolgendes Bild) führte und sie mir über ihre Enttäuschung an diesem Tag erzählt hat. Wir können es uns heute nicht vorstellen. Oder vielleicht nur durch indivuelle Geschichten, wie die in meinem Buch.

Welches sind die wichtigsten geschlechterspezifischen Ungleichheiten von damals und heute?
Die schlimmste Ungerechtigkeit ist vorbei - zumindest in der Schweiz. Das Gefühl, dass Frauen weniger wert waren, war fest im Alltag verankert – weniger klug, weniger wichtig. Frauen hatten kaum eine Präsenz im öffentlichen Leben und sie waren rechtlich, vor allem in der Ehe, mehr wie Kinder als Erwachsene. Heute wissen Mädchen und Frauen, dass sie gleichwertig und gleich klug sind wie Männer. Trotzdem treffen sie in ihrem Leben ähnliche Hürden an: Sexismus in der Arbeitswelt, sexuelle Gewalt, Doppelbelastung im Haushalt und Beruf usw.

Woher kam die Inspiration für dieses Buch?
Ich liebe es, persönliche Geschichten von Personen mit einer reichen Lebenserfahrung zu hören. Durch meine Arbeit als Journalistin und in meinem Privatleben habe ich dutzende spannende und oft schockierende Stories gehört. Von Heimkindern, Zwangsadoptionen, Armut und Diskriminierungen. Diese liegen nicht sehr weit in der Vergangenheit. Die Inspiration ist überall. Die genaue Idee von vier Frauen hatte ich während eines Spazierganges mit meinem Hund Lucky im Wald.

Als Journalistin bist du ja selbst leidenschaftliche Menschenbeobachterin... Fällt es dir schwer, hier keine Gegenfragen zu stellen? :-)
Nein, man hat zu wenig Chancen im Leben, Einzelheiten über sich zu erzählen (ausser in der Therapie :-)). Ich geniesse es!

Schreibst du auch privat viel? Lieber schreiben (SMS, WhatsApp) oder telefonieren?
Ich habe früher viele Briefe geschrieben, jetzt kommen meine Briefe per Email. Sonst lieber tippen als sprechen. Das gehört zur Smartphone-Welt.

Und lesen? Eher dicke Schunken oder magst du auch kürzere Geschichten?
Ich lese ständig – Belletristik kurz, lang, es ist egal, Memoiren, Sachliteratur und Essays.

Welche Bücher liest du selbst gerne? Hast du ein Lieblingsbuch aller Zeiten (von einem anderen Autor)?
Am liebsten lese ich zeitgenössiche Belletristik. Mein Lieblingsbuch ändert sich von Jahr zu Jahr. Momentan ist es Stefan Hertmans Meisterwerk "Die Fremde". Eine wundervolle Mischung von Fiktion, Memoiren und Geschichte.

Was hast du für Hobbies ausser Schreiben?
Ich habe einen kleinen Gemüsegarten, der mir viel Vergnügen bereitet. Wanderungen mag ich auch, vorallem im Kanton Freiburg. So kann ich meine direkte Umgebung besser kennenlernen. Ich denke immer, es wäre schön in einem Chor zu singen, aber die Zeit fehlt mir im Moment mit drei Kindern und meiner Arbeit als freischaffende Journalistin und Übersetzerin.

Was ist dein Plan für die Zukunft in Bezug auf die Schriftstellerei? Werden wir noch mehr von dir lesen?
Ich arbeite an einem Roman über zwei Kinder auf der Flucht. Die Geschichte spielt sich in einem Land, das von einer finsteren Firma regiert wird. Mal sehen, was es bringt. Klar ist, dass ich nicht aufhöre.

Welche Highlights sind für den Herbst / Winter geplant in deinem Leben (neben dem Launch des neuen Buches)?
Highlights! Schwierig im Moment. Ich möchte unbedingt nach Irland reisen, aber momentan gibt es Quarantäne-Vorschriften in beide Reiserichtungen. Zu Hause in Freiburg haben wir eine Tradition im Winter, dass wir Freunde für einen Hygge-Abend mit dänischen Smorrebord-Sandwiches und Bier einladen. Ich freue mich auf solche Treffen. Ein Schreibwochenende in Wilderswil mit anderen englischsprachigen Autorinnnen habe ich schon reserviert. Mehr gibt es aktuell nicht im Kalender.

Welche Interview-Frage wolltest du schon immer gestellt bekommen und beantworten?
Nicht eine Frage, sondern eine Klärung. Es regnet nicht öfter in Irland als in der Schweiz. Wenn es hier regnet, ist es nicht ‘wie in Irland’ sondern wie in der Schweiz ;-)

 Die regionalen Fragen: 
Wo in Deutschfreiburg gehst du gern zum Essen aus?
D’Ischhalla - Das Bistro in Düdingen. Ihr Club Sandwich ist delicious und die Atmosphäre sehr sympathisch.

Der inspirierendste Ort in der Region für dich als Autorin?
Pierrafortscha. Ich liebe den Blick über die schönen Ackerfelder, Wälder und Berge.

Wo in unserer Region würdest du dein eigenes Buchhaus eröffnen?
Am Bahnhof. Wer braucht so viele verschiedene Tees? :-)


Merci, liebe Clare, für deine Zeit und die Antworten. Für die Zukunft alles Gute für dich - und dass du bald wieder nach Irland reisen kannst.

Twitterclareodea.com

 

 

SwissCovid App 

Wer hat noch nicht...?

Die App schlägt Alarm – und dann? - Marcel Salathé, Professor für Epidemiologie, sprach mit SRF News.

«Wenn die App einen Alarm gibt, dass Sie dem Virus ausgesetzt waren, dann wissen nur Sie das», versichert Salathé. «Es sind nicht der Staat oder die Gesundheitsbehörden, die Sie informieren, sondern nur Ihr Handy.» Es sei bei einer Meldung jeder Person freigestellt zu entscheiden, ob man sich in Quarantäne begebe oder nicht. Dies gehöre zur Freiheit, die man in das Protokoll der App eingebaut habe. Eine Mitteilung, dass man sich in der Nähe einer positiv getesteten Person aufgehalten hat, solle die Menschen also nicht davon abhalten, die App zu benutzen, so der Epidemiologe: «Man kann dann immer noch im Fall der Fälle entscheiden, wie man sich verhalten will. Aber wichtig ist, dass man weiss, dass man dem Virus ausgesetzt war.»

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Die SwissCovid App ist in den Stores von Apple und Google Play verfügbar.

 

PS: Falls ihr euch Gedanken über Datenschutz macht, aber WhatsApp oder Facebook nutzt, schaut mal... ;-)

#becausewecare

Es werde Licht, Plan A von Skipperin

Diese Einbruchschutz-Massnahmen

Dämmert es euch, ihr dummen Diebe? Uns nämlich auch!

Es reicht ja, diese Zeitschaltuhren und Lämpli in jeder Ecke der Wohnung einzurichten, damit die Bude zur frühen Zimisstunde hell wird. Jedes Jahr kommt um diese Zeit ein ähnliches Szenario auf den Plan: Sicherheitsfirmen verschicken Flyer oder klingeln an der Türe, spielen mit unserer Angst, die Türe sei also schon nicht einbruchsicher und ja, diese Kippfenster sollte man unbedingt schliessen. Und bald sei ja schon zum Zvieri dunkel, wenn die Bewohner an oder von der Arbeit unterwegs sind. Und wäre es denn überhaupt noch hell, vernebelt der Nebel alles in eine nonstop-dämmrige Nuance. Die hält sich dann von frühmorgens bis spätabends in der Atmosphäre fest, so dass du das Licht gar nie ausmachen kannst.

Skipperin lässt sich jedes Jahr von diesen hellen Birnen stressen, die entweder zu schwach leuchten oder ganz kaputt sind. Und geht sie dann nach eigenem Lupencheck mit einem Muster in den Laden, gibt es die Birne entweder nicht mehr oder mit einem anderen Gewinde. Sie fragt euch, wieso braucht es eine Lupe, um Volt und Watt auf einer Birne zu entziffern? Ginge das nicht einfacher? Oder kriegen die OSRAM’s dieser Welt Provision bei den Dieben? Damit wir bewusst immer die falschen V und W einkaufen?

Als wären Birnen, Zeitschaltuhren und überhaupt Licht nicht wichtig genug, da toppen Leute mit ihren Kameras das ganze Langfingertum: Ab und zu zirkulieren in den sozialen Medien so unscharfe Schwarz-Weiss-Bewegtbilder von Dieben, meist im Autounterstand am Hebeln und meist im selben Quartier im Murtenbiet. Skipperin sagt euch aus Security-Gründen, weil hochvertraulich, nicht wo, obwohl es in auf Facebook und Co. breitgeschlagen wird.

Tatsächlich gibt es neben den vielen echten Einbruchschutz-Massnahmen auch Fake-Kameras und Fake-Alarmsysteme, Fake-Sirenen und Fake-Kleber – Merci ihr Diebe, ihr müsst’ euch gar nicht meinen. Wir sind alles andere als Fake und ihr im Sommer schon da. Besetzt ganze Ruheplätze für Camioneure auf der einen Autobahnraststätte, schreibt Codes an Türen und Briefkästen und schleicht euch durch offene Terrassentüren oder Gärten. Oder macht einen auf taubstumm und sammelt Spenden vor der Post (derselbe ist dann der Handdrögeler, der nichts auf seinem Instrument kann, und er kommt noch vor Weihnachten.) Doch unsereins bleiben bemüht und hell genug, eine Birne zu ersetzen, die mit dem Bewegungsmelder eine jede streunende Katze erleuchtet.

RadioFr. News l 21.10.2020

Neuer Präsident der tripartiten Konferenz

Der Freiburger Baudirektor Jean-François Steiert wird Präsident der tripartiten Konferenz.

Das schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung.
Steiert wird das Amt per 1. Januar antreten und löst damit den Neuenburger Staatsrat Laurent Favre ab.

Die tripartite Konferenz ist eine Plattform von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden. Sie will die Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Ebenen fördern. Ausserdem setzt sie sich für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen städtischen und ländlichen Räumen ein.
Vor allem befasst sie sich mit Themen wie Raumentwicklung, Finanzierung gemeinsamer Aufgaben und Integrationspolitik. /lis

skippr Wochenumfrage KW 43

Es ist viel geschehen in den letzten sieben Tagen in der Region Deutschfreiburg und wir wollen deine Meinung zu diesen Geschehnissen wissen. 

Und hier noch die Abstimmung von letzter Woche:

Zuckerrüben sollen wieder mit chemischen Mitteln behandelt werden
42% Das Pestizid ist doch verboten, dann müssen die Bauern etwas anderes anpflanzen.  /  12% Mir egal.  /  49% Wenn die Pflanzen sterben, dann sollte man das Mittel wieder einsetzen.

Sicher vom Bahnhof bis zum Bahnhofzentrum
69% Hoffentlich wird das bald realisiert, bei dem vielen Verkehr ist es gefährlich die Strasse zu überqueren.  /  16% Mir egal.  /  15% Finde ich nicht nötig, die Autos können warten.

Freiburg treibt Windenergie voran
71% Sehr gut, endlich ein Schritt in eine klimaneutrale Schweiz.  /  6% Interessiert mich nicht.  /  23% Das verschandelt die Landschaft und ist gefährlich für Vögel.

Was tun in diesen Herbstferien?

Herbstferien-Aktivitäten für Teenager

Wer aus dem Maroni-Männchen-Alter ist und keine Blättergirlande stecken mag, wem weder die Schnitzeljagd noch Tipi reichen, könnte entweder ein frühreifer oder ein waschechter Teenager sein. Und auch sie haben nun Herbstferien. Na toll und hurra!

Was tun Teenager in den späten Herbstferien, die zum Verreisen oder für die Openair Party wenig motivieren, sprich: Was tun Teenager jetzt? Ausser sie werden von ihren Eltern genötigt, den Garten winterdicht zu machen, auf Wanderungen mitzugehen oder den Zugvögeln im Chablais hinterher zu gucken?

Hier die ultimativen Ideen, die ihr doch bitte, bitte gerne ergänzen könntet, denn es sind lange 14 Tage!

1. Schlafen
2. Lang schlafen
3. Ausschlafen
4. Siebenschläfer im Papillorama besuchen
5. Für Geld e i n e n Tag im Garten helfen, aber bitte erst in der 2. Woche (siehe Punkt 1 bis 3: Schlafmanko geht vor)
6. Grossmutters Hund trainieren, damit er den Back Flip auch ohne 10’000 Goodies kann.
7. Skateparks testen, Murten oder neu aufgerüstet: Kerzers

8. Kiten oder Kiten lernen, sobald sich ein Lüftli meldet.
9. Mit Kollegen, einer Cervelat und einem Feuerzeug wandern und bräteln gehen.
10. Maroni-Kuchen backen, low carb ohne Mehl.
11. Lernen. Mit Plan. Denn die ersten Prüfungen sind schon angesagt.
12. Ausschlafen. Die Netflix-Session ging nachts was länger.
13. Wintergarderobe und Kleiderschrank ausmisten.

14. Warten auf jene Kollegen, die eben keine Ferien haben.
15. Mit dem GA und der Maske irgendeinen Zug nehmen und ohne Ziel verreisen.
16. Zimmer ausmisten.

17. Dirtbiken (da gibt es Insiderstrecken, illegale)
18. Fischen lernen und abends eine selbst gemachte Gesichtsmaske aus Algen auflegen

19. Termine abmachen beim Coiffeur, Zahnarzt, Augenarzt, Physio.

20. Nothelferkurs für Babysitter-Job oder Lehrfahrausweis machen.

Habt vielen ganz vielen Dank für eure Teenager-Ferientipps, die wir unbedingt und gerne teilen möchten:

 

Matchbericht Damen-Fussball vom 17.10.20

Team Etoile Carouge 3 - 1 FC Courgevaux 1

Die Freiburgerinnen starteten mit angezogener Handbremse in die Partie und wurden für ihr passives Verhalten bestraft. Das Heimteam aus Genf ging nach 20 Minuten in Führung. Zu allem Überfluss verletzte sich Stammtorhüterin Bourgeois kurz darauf und musste vom Platz. Verteidigerin Betticher stellte sich zwischen die Pfosten und löste die Aufgabe so gut es ging.

In der Pause mussten sich die jungen Wölfinnen zu Recht einige Kritikpunkte von Trainer Tapia anhören. In Halbzeit zwei muss eine klare Steigerung her. Mit vereinten Kräften verteidigten die Courgevaux-Damen ihr Tor und versuchten sich immer wieder vors gegnerische Tor zu spielen. Oftmals fehlte es an Präzision, um wirklich gefährlich zu werden. Doch in der 74. Minute konnten sich die Gäste aus Freiburg schön durchkombinieren. Lola Corminboeuf versenkte den Ball souverän im Eins-gegen-Eins zum verdienten 1:1. Der Ausgleich tat den Wölfinnen sichtlich gut, dennoch schlugen die Genferinnen zurück und stellten die Führung 10 Minuten später wieder her. In der Nachspielzeit, nachdem die Wölfinnen hinten aufmachten, fiel Tor Nummer drei für das spielstarke Team Etoile Carouge.

Die Wölfinnen dürfen die Köpfe nicht hängen lassen, sondern aus den Fehlern lernen und es beim nächsten Spiel wieder besser machen! 

Autorin: Ronja Brüllhardt

Tipps gegen die Herbstdepression

So verjagt ihr den «Herbstblues»

Vielen schlägt der Herbst aufs Gemüt. Die Tage werden kürzer, das Sonnenlicht wird weniger, das Wetter wird zunehmend ungemütlicher und kälter. Obwohl der Herbst als goldene Jahreszeit bekannt ist, haben wetterfühlige Menschen in dieser Zeit oft mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Sie fühlen sich müde und antriebslos.

Wie wär's mit diesen Stimmungs-Aufhellern?

Essen
Es gibt «Gute Laune»-Essen, "Mood Food" genannt. Nüsse, Schokolade, Chili und Banane sollen die Laune heben.

Bewegung
Geh raus an die frische Luft und jogge eine Runde, mach einen Spaziergang im Wald und tanke soviel Sonnenlicht wie möglich oder lass einen Drachen steigen – mit Bewegung sorgst du für Glücksmomente.

Licht & Farben
Wenn es draussen grau ist, kannst du mit zusätzlichen Lampen und Farben in der Wohnung deine Stimmung positiv beeinflussen. Zieh dich bunt an, mach eine schöne Herbstdekoration und stell eine bunte Früchteschale auf – so kommst du auf positive Gedanken und die Früchte sorgen für die Stärkung des Immunsystems.

Wenn du im Herbst für Glücksmomente sorgst, wird er vielleicht sogar zu deiner Lieblingsjahreszeit!

Ein Wort von Skipperin

Was für ä Chiubi!

Auf der Suche nach einem waschechten Fleischmoudi-Sonntagsbraten und der mittlerweile ganzjährigen Cuchaule ist Skipperin auf dem traditionellen Freiburger Chiubi-Menu gelandet. So ganz aktuell und saisonal. Ohne oder mit Fleisch, das wohl schönste an der Tradition ist wortwörtlich zu verstehen: Lasst es gut sein und tanzt jetzt! * (das wussten die schon 1443, also nicht erst jetzt)

Skipperin tanzt mehr als gerne und mit: Sie beginnt bei Cuchaule ohne Senf, geht weiter zum Schafvoräss, tritt bei Chabissuppe aus und wieder ein beim Schinken, geht via Gigot und den Schenkeli und Bretzeli in die halbvolle Chiubi-Platte. Sorry liebe Meringues und geliebter Käse, ein ander’ Mal. So ganz ohni Spezial-Chiubi und nur im Chiubi-Alltag.

Auszug aus benichon.org:
* Lasst es gut sein, tanzt jetzt! - Weil sie früher eines der wenigen weltlichen Feste war im Kanton Freiburg, war die Kilbi lange mit Tanzen verbunden. Trotz ihres religiösen Ursprungs, schloss sich der Feier ein weltliches Fest an, das sehr alt zu sein scheint. Die erste bisher bekannte schriftliche Erwähnung datiert vom 23. September 1443, wo der Rat der Stadt Freiburg in einer Verordnung von Krawallen durch Kilbi-Vagabunden spricht.

Corona-Update vom Bundesrat vom 18.10.2020

Einschränkungen für private Veranstaltungen, keine öffentlichen Versammlungen von mehr als 15 Personen, ausgeweitete Maskenpflicht und Homeoffice

Der Bundesrat hat an einer ausserordentlichen Sitzung am 18. Oktober 2020 mehrere, schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen.

Ab Montag, 19. Oktober, sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt zudem in allen Bahnhöfen, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen. Er hat zudem Regeln für private Veranstaltungen mit mehr als 15 Personen aufgestellt. Ausserdem darf in Restaurants, Bars und Clubs nur im Sitzen konsumiert werden.

Nach Konsultation der Kantone hat der Bundesrat die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» entsprechend angepasst. Darin ist neu auch die Empfehlung zum Homeoffice verankert.

 


Corona-Update vom Staat Freiburg vom 16.10.2020

Ausweitung der Maskenpflicht und leistungsstärkeres Tracing-System in den öffentlichen Gaststätten

Der Staatsrat des Kantons Freiburg erhöht ab diesem Samstag die Anforderungen im Zusammenhang mit der Maskenpflicht: Neu gilt diese auch an geschlossenen, öffentlich zugänglichen Orten, z. B. in Museen, Bahnhöfen und Unterführungen, darin eingeschlossen Perrons, Bibliotheken, Kinos, Gemeinschaftsbereichen von Sporthallen oder Empfangshallen der öffentlichen Verwaltung (Schalter).

Ausserdem verlangt er von den öffentlichen Gaststätten, in denen die Konsumation im Stehen erfolgt, sowie von Veranstaltungsorganisatorinnen und -organisatoren ein leistungsstarkes Tracing-System mittels QR-Code.

Sollte sich die gesundheitliche Lage verschlechtern, können die genannten Massnahmen verstärkt werden.


Corona-Update des Bundesrates vom 15.10.2020

Eigenverantwortung statt Verschärfung der Massnahmen

Heute informierte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga über den Corona-Krisengipfel von Bund und Kantonen. "Die Lage ist ernst", sagte sie, es sei wieder kurz vor zwölf. Weitere Massnahmen hat der Bundesrat jedoch nicht beschlossen.

Die Behördenvertreter betonten an der Pressekonferenz, die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen sei in einem föderalen Staat wichtig. Eine "aussergewöhnliche Lage" mit alleiniger Entscheidungskompetenz des Bundesrates will der Bund nicht mehr aussprechen – trotz stark steigender Zahlen.

Stattdessen appelliert er an die Selbstverantwortung der Bevölkerung. Diese soll weiterhin Abstand halten, die Hände waschen, Masken tragen und beim Contact-Tracing mithelfen.

Update am 16.10.2020 um 18 Uhr: Bundesrat trifft sich am Sonntag um 11 Uhr zur Notsitzung, um dringende Massnahmen gegen das Coronavirus schnellstmöglich anzugehen.

PP - Polarisierende Produkte

Safran - ja gäär oder nei merci??

 

Es gibt ja so Produkte, bei denen scheiden sich die Geister - oder Geschmäcker. Gerne möchten wir wissen, wie die Meinung in unserer Region dazu aussieht. Letztes Mal der war das Magenbrot dran: 98% finden "ja gäär!" und nur 2% sagen "nei merci!" Noch schlimmer war für jemand «Bluetwurscht». Diese Woche: «Safran»

Tiefrote Fäden, die beim Kochen gelb werden – das ist Safran. Die alten Römer brauchten es als Aphrodisiaka aber auch als Gewürz. Da der Ertrag sehr klein ist, kostet diese Krokus-Ausbeute ein Vermögen. Dabei riecht Safran leicht bitter, ledrig, süsslich und manchmal auch rauchig.

Safran-Risotto, Safranbrot, Fisch mit Safransauce oder sogar eine Paella – sieht alles hübsch «Gelb» aus, aber ist das auch jedermanns/frau Sache?
 
Und ihr, wie steht ihr zu diesem Gewürz, welches die Speisen in eine gelbe Augenweide verwandelt?

Umfrage nach dem Abstimmungssonntag

So zufrieden seid ihr mit den Schlussresultaten

Wir wollten von euch wissen wie "happy" ihr mit den Resultaten wart, hier die Auflösung.

12 % Ja, vollkommen!

88 % Nein, nicht so...

 

Wenn nein: Was wäre deine Idealvorstellung gewesen? Da habt ihr folgendermassen geantwortet:

Begrenzungsinitiative: 49% JA und 51% NEIN
Jagdgesetz: 57% JA und 33% NEIN
Vaterschaftsurlaub: 49% JA und 51% NEIN
Kinderabzüge: 18% JA und 82% NEIN
Kampfjets: 47% JA und 53%NEIN

Tipp: SocialShopping

Fair produziert – fair gekauft

Jeden Tag entstehen in den Werkstätten und Ateliers von sozialen Institutionen in der Schweiz eine Vielzahl von besonderen Produkten: Geschenksets, Haushalt- und Küchenartikeln, Taschen aus Blache, Brettspiele, Kerzen von Weizenkorn, Einrichtungen fürs Kinderzimmer und vieles mehr. Mit socialstore.ch bietet die Stiftung Sovalore mit Sitz in Düdingen eine nationale Plattform, auf der bequem von zu Hause aus gestöbert und einkauft werden kann. Auch Firmen finden darauf sinnvolle Ideen für Kunden- und Mitarbeitergeschenke.

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skippr Rezept

Olivenpaste zum Fürabe

Wer sich auf den Feierabend freut, hat vielleicht Lust auf etwas Salziges zum Naschen mit Brot, Cracker oder einfach so. Wie wär's mit Oliventapenade? Selber machen und fixfertig kaufen dauert etwa gleich lange. Aber: selber gemacht schmeckt mindestens 10x besser, versprochen!

PS: Das Apéro muss ja auch nicht in einer Gruppe sein, schon gar nicht ohne Mindestabstand. Deshalb auch die Mengen für einen Zwei-Personen-Haushalt, nicht für eine zehnköpfige Clique ;-)

Zutaten
1 Knoblauchzehe
150 g entsteinte schwarze Oliven 
50 g Pinienkerne
2 EL Olivenöl
(Kräuter-)Salz
Pfeffer

Zubereitung
Im Cutter fein hacken oder kurz pürieren, fertig!

Variationen je nach Gusto:
- getrocknete Feigen und Balsamico-Essig
- Rosmarin, Thymian, Kapern, Zitronenschale
- getrocknete Tomaten, Cornichons, Dijon-Senf
- Kapern, Oregano, Peterli, Limette, Stangensellerie...

Und denn eigentlich...

Kindergeburis in Zeiten von C?

Wenn Kinder ohne (Grossfamilie und) Freunde Geburtstag feiern müssen, ist das keine schöne Aussicht. Gerade die kleinen Geburikinder fiebern meist schon seit Monaten auf ihren Ehrentag hin, schmieden Pläne, schreiben Wunschlisten und zählen die Tage (oder Nächte) bis zum Geburtstag. Wie kann so ein Wiegenfest in Zeiten von Corona aussehen?

In diesem Jahr fallen die grössenwahnsinnigen Themen-Kindergeburifeste wohl oder übel dem Virus zum Opfer. 2020 also kein partytechnisches Wettrüsten. Keine dekadenten Supersize-Ausflüge mit 20 Gsänlis zum Ponyhof oder in die Indoor-Kletterhalle, kein externes Animationpersonal, keine halbkilöner Goodiebags, für uns auch gerne keine smartiesgefüllte Motto-Fondant-Torte ;-)

Dafür richtig schön feiern, einfach mit Schoggikuchen und den Liebsten, wie früher. Und wie immer nach dem Motto "wiederverwenden statt wegwerfen und mieten statt kaufen"...

Party, ob mit oder ohne Gäste! Wer aufgrund von Platz oder Risikopersonen lieber ganz auf Gäste verzichtet, muss die Feierei dennoch nicht lassen. Man kann ja auch einfach zu Hause mit seinen engsten Familienmitgliedern, also Eltern und Geschwistern, feiern.

Snacks, Desserts und Kuchen sind Pflicht, oder? Papierservietten sowie Einweg-Geschirr und -becher müssen jedoch nicht sein; aus Plastik schon gar nicht. Warum nicht einfach das Alltagsgeschirr und Stoffservietten (z. B. vom Brocki, wer noch keine hat) nehmen? Auch auf Trinkröhrli kann man gut verzichten - und sonst gibt es sie ja auch aus Papier oder Karton. Snacks können auch in gesammelten Glas-Joghurtbechern oder Konfigläsern serviert werden. Und mit Finger Food kann man den Abfall gering halten.

Hauptsache bunt: Wimpelketten, Schriftbanner, Papiergirlanden und vieles mehr. Statt wild Einwegdeko zusammenzukaufen, lassen sich mit bizli Planung und Vorbereitung im Voraus viel nachhaltigere Lösungen finden. Die beste Deko ist immer die, die nach der Feier nicht im Abfall landet. Aus wiederverwendbaren Materialien wie Stoff, Papier, oder Karton.

Fotos machen und "Gäste" virtuell teilhaben lassen.

Chärtli-Girlande: Schön, wenn viele liebe Menschen an einen denken, gerade jetzt... Verwandte, Kindergarten- oder Schulfreunde bitten, dem Geburtstagskind eine Karte zu schicken.

König*in sein - und den ganzen Tag bestimmen, was gemacht wird. Schoggikuchen zum Zmorge, fünf Folgen Paw Patrol am Stück schauen, Mami frisieren, bestimmen, was Papi anzieht; alles easy.

Videogratulationen und Geburiständchen - eventuell sogar ein "gemeinsames" Video-Zmorge, -Zvieri oder -Znacht. Vielleicht kann man den virtuellen Gäste vorher sogar Geburtstagsmuffins vorbeibringen, natürlich kontaktlos, damit bei der Online-Sause alle zäme das gleiche schnabulieren können.

Geschenke-Schatzsuche zu Hause - ob ein Wichtel, der die Geschenke entführt hat oder ein Drache, der besiegt werden muss – alles ist möglich! Statt Geschenkpapier, das nach paar Minuten eh zerknüllt in einer Ecke liegt, könnte man gemalte Bilder der Kinder nehmen zum Einpacken, oder ein Stück Stoff, Seiten aus Büchern, Comics, Zeitungen oder Magazinen, Servietten, alte Landkarten etc.

...oder Schnitzeljagd à distance - Hinweise führen das Geburikind zur Wohnung eines Freundes oder einer Freundin, wo Balkon oder Fenster mit Blumen, Konfetti und vielleicht Geschenken geschmückt sind usw.

PS: Auch nach Corona sich am besten vor der ganzen Planerei fragen «Was braucht das Kind? Was ist nötig? Was ist nicht nötig?»... Und nie vergessen, dass Kinder zwar viele Wünsche haben, das aber nicht alles Bedürfnisse sind. Ein Psychologe sagte kürzlich, dass der immense Aufwand nicht nur unnötig, sondern auch schädlich sei. Solche Riesenfeste bergen die Gefahr, dass Kinder ein völlig falsches Selbstbild aufbauen. Wer wird schon als Erwachsener mit einem rauschenden Fest gefeiert bei jedem Geburi oder Jobwechsel? Hahaha...

Und jetzt: frohes Feiern!

Nachgefragt

Wie geht eigentlich... Muldenservice?

Ob beim Hausbau, einer Sanierung, einer Wohnungsräumung, einem Umzug, einer Neugestaltung des Gartens oder einfach beim Entrümpeln... Manchmal fällt so viel (und grosses) Material an, dass dies nicht mehr über den Hauskehricht entsorgt oder mit dem eigenen Auto abtransportiert werden kann. Dasselbe gilt für Bauschutt oder Grünabfälle. Dafür gibt es Experten in Sachen Abfallentsorgung & Recycling. Wir haben bei Andrey nachgefragt...

Andrey hat ein riesen Sortiment an Mulden und Containern für alle Bedürfnisse, zwischen 2 und 36 m3 sowie Pressen für die Kompaktierung. Sie transportieren, lagern und entsorgen fachgerecht - für Industrie, Gewerbe, Gemeinden und Private.

Wie läuft das ab?

- Offerte anfragen unter 026 494 71 00 oder recycling@andreygroup.ch oder gleich direkt bestellen unter 0800 18 02 02

- Andrey liefert die ausgewählte Mulde oder Container auf Wunsch vor die Haustüre und holt sie nach der Befüllung innert abgemachter Frist wieder ab.

Bequemer geht's nicht!?

 

«Die Zufriedenheit unserer Kundschaft hängt vor allem davon ab, sie professionell zu beraten und ihr einen qualitativ hochwertigen Service zu bieten»

Andrey Group
Mariahilfstrasse 51
1712 Tafers

www.andreygroup.ch


PS: Wer ist die Andrey Group? - Ici c'est Fribourg!

Vor rund 25 Jahren gründete Fernand Andrey in St. Silvester das Unternehmen Andrey Transporte AG. Dank eines umfangreichen Fahrzeugparks bietet es verschiedene Leistungen wie Muldenservice, Spezialtransporte, Lastwagen mit Kippmulden, Kranlastwagen, Autokräne, Deckelmulden, Thermosilos, Kommunaltransporte, Kehrfahrzeuge, Abfallentsorgung, mobile WCs und vieles mehr.

Im 2005 schloss sich das Unternehmen mit der Firma Eggertswyler Transporte AG zusammen, Spezialistin im Bereich Strassentransporte mit mehreren Kranfahrzeugen. Im Juni 2006 kam Gevisier Transporte GmbH aus dem Bereich Recycling und Entsorgung dazu.

Um die Produktevielfalt zu erweitern, wurde im 2007 die Andrey Reisen AG gegründet. Sie besitzt drei Reisecars gehobenen Standards und bietet zahlreiche Reisen und Exkursionen zu verschiedensten Destinationen an.

Die Andrey Group hat heute fünf Standorte in der Deutsch- und Westschweiz und beschäftigt ein dynamisches Team aus der Region mit einem umfangreichen Know-how.

"Ich kann auf 190 Spezialisten aus 12 Berufen vertrauen, die unseren Kunden tagtäglich professionelle und kompetente Lösungen im Bereich Baustellen, Spezialtransporte und Krane sowie Abfallbewirtschaftung anbieten"

 

Für weitere Auskünfte oder ein unverbindliches Angebot steht euch der treue Transportpartner aus der Region gerne zur Verfügung unter 026 494 71 00 oder per E-Mail an andrey@andreygroup.ch

Auflösung Wettbewerb

So merkt ihr euch Zahlencodes

Auch wenn wir keine Gedächtniskünstler*innen sind, müssen wir uns im Alltag ständig Passwörter, Geheimzahlen, Codes etc. merken. Wie ihr das so macht:

Gemäss unserer Umfrage merken sich zwei Drittel die Zahlencodes auswendig im Kopf, ein Viertel schreibt sie irgendwo auf. Diese Methoden wurden unter anderem genannt:

- Muster auf der Tastatur merken

- Mit einer Passwort-App auf dem Handy oder -Software auf dem PC.

- Mnemotechnik

- Klang der Zahlen zunutze machen: Zahlen in Dreierblocks rhythmisch vorsprechen...

- Jede Ziffer mit einem Bild belegen und zwar so, dass man durch Assoziation sehr einfach darauf kommt. Statt einer vierstelligen Zahl muss man sich beispielsweise nur noch ein Bild mit vier Komponenten merken.

- Mathematischen Bezug zwischen den Zahlen herstellen, z. B. 23628 - 2 mal 3 gleich 6 plus 2 gleich 8.

- Bildliche Methode: ich stelle mir ein gewöhnliches Ziffernfeld einer Tastatur vor, verbinde die Zahlen des Codes auf dem Feld mit Linien und merke mir das entstehende Bild. Manchmal kommt etwas sehr praktisches wie ein Stern, ein Buchstabe oder so raus.

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AUFLÖSUNG WETTBEWERB
Wir haben drei Schlüsseltresoren aus Gusseisen mit Zahlenkombinationsschloss zur Wandmontage im Wert von je rund 80 Franken verlost.
Die glücklichen Gewinner sind: Schöpfer Coralie, Gasser Michael und Feyer Pascal. Herzlichen Glückwunsch!

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Habt ihr euch schon mal gefragt, woher eigentlich Tresore, Sicherheitstüren, Schliessanlagen, Personenschleusen etc. kommen? - Die Tresortech AG ist DER Sicherheits-Ansprechpartner in der Region. Wir durften ein Video machen über ihr SecurityCenter. Schaut mal:

Sicherheit an erster Stelle – Tresortech schützt, was kostbar ist. Ihre langjährige Erfahrung ermöglicht eine umfassende Beratung zu allen Sicherheitsthemen. Dienstleistungen in hoher Qualität und bewährte Produkte, die auf Langlebigkeit ausgerichtet sind: www.tresortechshop.ch

Tresortech AG | Industriestrasse 34 | 3186 Düdingen
tresortech.ch

Lieblinks und Webtipps

→ Sachen mit Gesichtern

Für manche mag das bloss eine aufgeschnittene Peperoni sein. Wir hingegen haben natürlich sofort gesehen, dass hier ein lustiges und ein weinendes Gesicht uns entgegenblicken. Die Betreiber von der Webseite twfaces.com sowie vom Instagram-Account «Things With Faces» sammeln solche herzige, freundliche, hässige oder zufällig entstandene Gesichter im Alltag. Falls ihr euch auch mal ein Gesicht begegnet, könnt ihr es natürlich einschicken und die unterhaltsame Sammlung erweitern.

Im Gespräch mit Stoffwindelberaterin Sybille

«Es gibt viele gute Gründe, um mit Stoff zu wickeln»

Ein Kind braucht durchschnittlich 5000 Windeln bis zum Trocken werden. Wegwerfwindeln kosten viel Geld und belasten die Umwelt. Dass es auch anders geht, zeigt Sybille Böhler aus Plasselb. Sie hat sich als Stoffwindelberaterin selbstständig gemacht und betreibt seit diesem Sommer auch den Windeline Onlineshop.

Sybille (36) ist gelernte Fachfrau Gesundheit, verheiratet und Mama dreier Mädchen. Sie ist fest überzeugt, dass wir im Umgang mit unseren Kindern wieder bewusster, naturnaher und intuitiver werden müssen. Sie findet, dass nachhaltige Themen wie Stoffwindeln und Abhalten unbedingt wieder zur Norm werden müssen.

Sybille, was hast du eigentlich gegen Windeln?
An sich überhaupt nichts. Aus Stoff finde ich sie sogar unglaublich hübsch! (Haha) Wenn mich etwas stört, ist es eher der unachtsame Umgang damit, in mancherlei Hinsicht.

Deiner Meinung nach: was sind die entscheidenden Vorteile von Stoffwindeln gegenüber herkömmlichen Windeln?
Eindeutig die diversen gesundheitlichen und damit verbunden auch emotionalen Vorteile, die sie bringen. Das fängt bei der gesünderen Haltung der Hüfte an, geht über das bessere Hautbild und endet bei der Tatsache, dass Stoffwindelkinder in der Regel ein viel besseres Gespür für ihre Ausscheidungen haben. Und natürlich spielt hier auch noch positiv mit, dass Stoffwickel-Eltern das Wickeln eher bewusster machen, es fast ein Wenig zelebrieren und es somit zur Qualitätszeit mit ihren Kleinen machen. Wickeln ist hier meist nicht mehr nur ein notwendiges Übel. Und dass man damit auch noch der Umwelt und dem Portemonnaie etwas Gutes tun kann, setzt dem Ganzen natürlich noch das Krönchen auf.

Kommen Stoffwindeln wieder in Mode?
Ja, defintiv!

Wie bist du selbst eigentlich zu Stoffwindeln gekommen?
Eher über Umwege. Es war die Hüftdysplasie einer unserer Töchter, die mich dazu bewogen hat, mit Stoff zu wickeln. Ich wollte alles mögliche versuchen, um ihr eine Schiene zu ersparen. Doch neben dem Erfolg durch die gesündere Hüfthaltung waren die vielen anderen Vorteile ebenfalls sofort sichtbar und schnell wurde klar, dass wir auf jeden Fall dabei bleiben und dass ich das auch nach aussen tragen werde.

Wann hat dich das Stoffwindelfieber gepackt?
Als ich die tollen modernen Stoffwindeln in der Hand hatte und dann merkte, wie extrem einfach die Handhabung ist und wie gut sie meinen Kindern tun. Die Tatsache, dass die Mädels mit den Stoffwindeln immer ein schönes, intaktes Hautbild hatten, auch ohne Cremes und Salben, und wir nie mehr das grosse Geschäft bis in den Body hatten, fand ich einfach grandios.

Wie ist «Windeline» entstanden?
Windeline entstand aus dem Wunsch heraus, so vielen Familien wie möglich zeigen zu können, wieviele Vorteile moderne Stoffwindeln haben, und wie weit weg sie von den verstaubten und vorurteilsbehafteten Vorstellungen der meisten Leute sind. Ich wollte, dass die Familien fundierte Fakten zum Stoffwickeln bekommen und sich nicht durch Unmengen an falschen, halb wahren oder unnötigen Informationen aus dem Netz kämpfen müssen.

Woher kommt der Name?
Dass das Wort „Windel“ im Namen sein muss, war eigentlich von Anfang an klar. Ich mags gern konkret und nicht zu kitschig oder zu umschreibend. Ein Windelinchen bin ich nicht, eine Windeline aber umso mehr  ;-)

Wann lernen Babys am besten, sauber zu werden?
Das „Sauberwerden“ ist ein Prozess, der ab dem Tag der Geburt beginnt. Es kommt stark darauf an, welche Möglichkeiten dem Baby wann und wie geboten wurden. Wenn wir wieder davon weg kommen würden, das Thema Windeln, Ausscheidung und Trockenwerden so zu handhaben, wie wir das seit dem Aufkommen der superabsorbierenden Wegwerfwindel tun, müssten wir uns gar nicht mehr so mühselig mit dem Trockenwerden unserer Kinder beschäftigen. Das würde unkompliziert, quasi nebenbei geschehen, und zwar schon relativ früh.

Wie merkt man, wann das Baby sein Geschäft erledigen muss?
Babies senden Signale, genauso wie sie das tun, wenn sie hungrig oder müde sind, oder Nähe brauchen. Auch hier gilt es, diese zu deuten und entsprechend darauf zu reagieren. Sie werden zum Beispiel unruhig, setzen beim Stillen ab oder weinen und so weiter.
Auch die Initiative der Bezugsperson ist nicht falsch. Ein Abhalten in Standardsituationen wie vor oder nach dem Schlafen, bei jedem Wickeln, nach dem Stillen, ist eine sehr gute Möglichkeit. Es handelt sich hierbei zwar um ein angeborenes Bedürfnis, welches aber in der Umsetzung noch geübt werden will. Genau wie das Stillen, Schlafen, etc. auch.

Was macht man dann?
Man zieht dem Baby die Windel aus und hält es in einer angehockten Position über das WC, ein Töpfchen oder wo es gerade praktisch ist, ab und lässt es sein Geschäft verrichten. Es darf guten Gewissens eine Windel genutzt werden. Deshalb heisst es auch "Hello Nappy" und nicht mehr windelfrei, weil letzteres zu viel Stress suggeriert und somit abschreckend wirkt. Schliesslich muss das Ganze auch zu unserem heutigen westlichen Lebensstil passen und praktikabel bleiben. Da müssen wir realistisch sein. Es geht nämlich nicht prinzipiell darum, jedes Pipi abzuhalten oder keine Windel zu verschmutzen, sondern vor allem darum, das Baby in all seinen Bedürfnissen wahrzunehmen und ihm die Möglichkeit zu bieten, weg von seinem Körper auszuscheiden. Wir stärken damit seine Wahrnehmung in Bezug auf die eigenen Ausscheidungen und fördern einen biologisch gesunden und einfachen Weg zum trocken werden.

Und unterwegs, zum Einkaufen oder bei einem Ausflug in die Stadt?
Macht man es, sofern man sich damit gut fühlt, wie zu Hause auch, beziehungsweise hält es „ins Grüne“. Das geht alles sehr diskret und man sieht das immer öfter. Und ansonsten lässt man es auch einfach einmal gut sein und in die (Stoff-)Windel laufen.

Wie kann man die Stoffwindeln am besten reinigen? Braucht man bestimmte Wasch- oder Reinigungsmittel? Dürfen die auch in den Tumbler?
Die wäscht man im Prinzip ganz normal, wie seine andere 60° Wäsche, mit einem guten Vollwaschmittel-Pulver. Einziger Unterschied ist, dass man vorher einen kurzen kalten Spülgang macht, damit das gröbste an Pipi und eventuelle Stuhlreste bereits ausgespült werden. Und, dass man darauf achtet, ein Programm zu wählen, welches genügend Wasser nimmt (keine Eco Programme), da es sich um sehr saugfähiges Material handelt. Die meisten hochwertigen Stoffwindeln dürfen laut Hersteller in den Trockner auf Schonstufe. Da gilt es dann jeweils aufs Etikett zu achten.

Wie funktioniert denn der ganze Reinigungsprozess bei Stoffwindeln (kleines und grosses Geschäft)?
Milchstuhl und Pipi können in der Windel belassen werden, da beides komplett wasserlöslich ist und bereits im Vorspülgang zum grössten Teil ausgespült wird. Ab Beikost-Start muss das grosse Geschäft aus der Windel entfernt werden. Am Einfachsten geht dies, wenn man ein so genanntes Windelvlies verwendet.

Es gibt doch auch grössere Kinder, die sich vehement weigern, aufs Klo zu gehen – und etwa im hohen Primarschulalter noch Windeln tragen. Woher kommt das?
Im Wesentlichen sind es folgende zwei Hauptprobleme:
- Die superabsorbierenden Wegwerfwindeln von heute machen es den Kindern unmöglich, ein Gefühl für ihre Ausscheidungen zu entwickeln. Es herrscht also zum Beispiel kein sogenanntes Nässe-Feedback, wie wir es in Stoffwindeln oder Unterhosen haben. Denn in dem Moment, wo das Pipi in die Windel geht, fühlt sich alles auch schon wieder trocken an.
- Wir gehen mit den Kindern nicht mehr so früh aufs Töpfchen, wie wir das noch vor ein paar Jahrzehnten gemacht haben. Ich meine hier nicht das „strikte Töpfchentraining“, sondern den Babies schon etwa ab Sitzalter regelmässig das Töpfchen anzubieten, ganz spielerisch und ohne Druck, damit sie langsam damit vertraut werden.
Diese beiden Tatsachen haben zur Folge, dass Kinder über mehrere Jahre nie bewusst Ausscheiden (müssen). Die Vernetzung von Gehirn und Blase hat also nicht stattgefunden, sie orchestrieren folglich nicht.

Und bei Kindern, denen schon früh regelmässig die Möglichkeit geboten wird, ausserhalb der Windel auszuscheiden?
Bei ihnen passiert dieser Lernprozess nicht (nur) kognitiv. Es wird, vereinfacht gesagt, quasi ganz nebenbei gelernt, wie zum Beispiel das Sprechen oder Laufen, in dem einfach immer wieder Impulse gegeben werden. Zwei oder drei Mal am Tag, vielleicht jeweils nach dem Schlafen oder Essen, wären schon ausreichend.

Wie können Kinder mit drei oder fünf Jahren lernen, die Blase zu kontrollieren?
Sie müssen sehr oft mühselig auf der kognitiven Ebene erarbeiten. Je später sie beginnen, desto schwieriger (obwohl leider oft etwas anderes behauptet wird). Das klappt dann durch den Tag und für das Pipi relativ schnell gut, aber nachts können sie es trotzdem dann noch lange nicht, da ihnen die Impulskontrolle fehlt. Dazu kommt noch, dass viele Kinder grosse Probleme damit haben, ausserhalb der Windel Stuhl abzusetzen. Es ist also nicht nur ein psychisches Unvermögen sich umzugewöhnen, sondern auch ein körperliches. Es ist meist keine Frage des Wollens, sondern des Könnens. Diese Kinder können nicht ausserhalb der Windel ausscheiden, auch wenn sie wollten, und leiden sehr darunter.

Was in der Werbung toll klingt und uns verleitet, uns nicht (mehr) so intensiv mit den Ausscheidungen unserer Kinder zu beschäftigen, wird gleichzeitig zu einem Problem.
Ja! Auf der anderen Seite können wir sagen, dass wir glücklicherweise etwas ändern können, da wir das Problem und dessen Lösung bereits kennen. Jetzt müssen wir es nur noch umsetzen!

Bei Stoffys sind ja viele erst einmal skeptisch oder gar ungläubig. Wurdest du auch schon bemitleidet für das Wickeln mit Stoff, «wie früher»…?
Wurde ich tatsächlich auch schon, oder belächelt. Aber ich muss sagen, eigentlich habe ich weit mehr Bewunderung und Lob erhalten. Was eigentlich genauso unnötig ist, denn für mich und viele viele andere ist es einfach ganz normal und macht unglaublich Spass!

Wie ging es deinem Mann: hatte er auch Berührungsängste mit Stoffwindeln?
Zu Beginn hatte er ein wenig Respekt und war immer unsicher, ob er die Windel auch richtig angelegt hat. Doch schon nach kurzer Zeit fand er, dass es ja eigentlich bubieinfach ist und viel angenehmer riecht, als mit Wegwerfwindeln.

Wie würdest du versuchen, jemanden, der noch nie mit Stoff gewickelt hat, dafür zu begeistern?
Die meisten holt man über das herzige Aussehen und die einfache Handhabung der modernen Stoffwindeln ab, denn es geistern in vielen Köpfen doch immer noch die sterilen weissen Mullwindeln und die Gummihöschen herum, die man auskochen muss. Danach schaut man weiter, welche Vorteile der Stoffwindeln auch wichtig für die jeweilige Familie sind.

Welche Stoffwindel-Favoriten hast du?
Huiii, ganz viele. Am liebsten mag ich Stoffwindeln aus Naturmaterialien. Grundsätzlich bin ich Fan von Stoffwindelsystemen, die flexibel genutzt werden können und wäschesparend sind. Konkret also Überhosen mit diversen Hanf- oder Baumwoll-Einlagen und All-in-Three.

Wie hoch sind für Einsteiger generell die fixen Anschaffungskosten für eine Grundausstattung bei Stoffwindeln? Welche variablen Kosten kommen sonst noch hinzu?
Das kommt ganz aufs gewählte System drauf an, und wie genügsam man ist. Für einen entspannten Wickel- und Waschrhythmus rechnet man mit 20-25 Windeln. Beim günstigsten System (keine Chinawindeln, sondern hochwertige) wären das um die 200 bis 250 Franken, und beim teuersten zwischen 600 bis 800 Franken - teurer geht natürlich auch hier immer ;-) Zum Vergleich: Wegwerfwindeln kosten in drei Jahren zwischen CHF 950.- und CHF 2700.-, je nach Marke, und können nicht für weitere Kinder verwendet werden.
Variable Kosten wären dann noch der Wasser- und Stromverbrauch. Das wären mit einem wäschesparenden System und einer energieeffizienten Waschmaschine etwas über 60 Franken in drei Jahren (plus Waschmittel). Zum Vergleich: die Entsorgung von Wegwerfwindeln kostet in drei Jahren etwa CHF 325.-
Betreffend Wasserverbrauch: das wären zirka 1,15 Duschen in der Woche, die einer alleine weglassen müsste. Wenn man zu zweit ist, würde also für den Ausgleich schon eine kürzere Dusche pro Woche reichen.

Wo finden die Beratungstermine statt?
Vor Corona war das so, dass wir alles angeboten haben: Beratungen online in Form eines Videochats, bei Windeline und den Familien zu Hause. Schon da wurden grösstenteils Onlineberatungen in Anspruch genommen, da der Grossteil der Kund*innen nicht aus der Region sind. Das ändert sich aber erfreulicherweise langsam ;-) Für den Moment bleiben wir bei Onlineberatungen, denn Vor-Ort-Beratungen unter Einhaltung aller Auflagen sind einfach nicht das gleiche und fast schon unpersönlicher als eine Videokonferenz.

Was kostet die Beratung? Wird es von der Krankenkasse übernommen?
Wir bieten unterschiedliche Möglichkeiten für Beratungen an. Eine Beratung zu einem Testpaket kostet beispielsweise 60 Franken.
Leider wird von den Krankenkassen noch nichts übernommen. Das sollte aber so sein, da die Verwendung von Stoffwindeln auch gesundheitsrelevant ist. Da muss ein Umdenken stattfinden.
Wir arbeiten zurzeit aber daran, dass Familien in der Schweiz einen Zustupf von der Gemeinde bekommen, wenn sie mit Stoffwindeln wickeln. Die Reduzierung des Müllaufkommens und der damit verbundenen hohen Kosten sind auch im Sinne der Gemeinden. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Österreich, hat man dies bereits fast flächendeckend eingeführt.

Seit neustem bist du ja auch Windelfrei-Fachfrau. Windelfrei = ohne Windeln? - Das tönt stressig…
Deswegen heisst es jetzt „hello nappy“ und nicht mehr windelfrei. Letzteres suggeriert nämlich Stress, den man gar nicht zu haben braucht. Windeln als sogenanntes Backup sind sehr sinnvoll, weil wir entspannte Eltern wollen, die ihre Kinder gern abhalten, weil es so einfach ist. Aber eben am besten mit Stoffwindeln, damit das Nässe-Feedback gegeben ist. ;-)

Was bedeutet abhalten?
Es bedeutet, sein Baby über ein geeignetes Plätzchen zu halten, wo es dann ausserhalb der Windel ausscheiden kann.

Was ist gerade deine grösste Herausforderung?
Nicht zu viel auf einmal zu wollen. Ich habe viele Ideen und möchte diese möglichst auch zeitnah umsetzen. Natürlich alles andere als einfach, wenn ich auch meinen Lieben gerecht werden und genügend Schlaf bekommen will :-)

Welche Highlights sind für den Herbst / Winter noch geplant in deinem Leben?
Es wird verschiedene Zusammenarbeiten mit tollen Leuten geben, die sich den Themen Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit genauso verbunden fühlen wie ich. Hoffentlich die eine oder andere dann auch in der Region. Und ich möchte mit Kolleg*innen an meiner respektive unserer Wunschwindel tüfteln.

Was fordert und motiviert Dich?
Im Moment ist die grösste Herausforderung noch der Spagat zwischen Familie und Geschäft. Das will gelernt sein und ich gebe zu, dass ich das noch etwas üben muss.
Das wachsende Interesse an Stoffwindeln und die wirklich sehr positiven Feedbacks der Test- und Beratungsfamilien motivieren mich ungemein!

Wie kannst du abschalten?
Hmmm… Momentan eigentlich nie wirklich, ausser ich zwinge mich ganz bewusst dazu - das ist eben auch noch so etwas, was ich üben muss. Aber wenn ich wirklich den Kopf lüften und geniessen will, gehe ich im Wald spazieren oder spiele mit den Meitli irgendetwas Lustiges :-)

Welche Interview-Frage wolltest du schon immer gestellt bekommen und beantworten?
Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich finds einfach gerade ganz toll, dass ich hier ein bisschen über eines meiner Herzensthemen berichten darf!


 Die regionalen Fragen: 

Wo in Deutschfreiburg würdest du dein Windeline-Stoffylokal eröffnen?
Wohl am liebsten hier in Plasselb, in einem hübschen kleinen Ladenhäuschen oder Bauwagen. Ein Luxus, den ich mir gerne gönnen würde, ist nämlich, zur Arbeit zu laufen :-)

Wo in unserer Region gehst du gern zum Essen aus?
Ich bin gar nicht so der Ausgeh-Typ, ich finde es zu Hause viel gemütlicher - auch dank der Kochkünste meines Mannes. Aber wenn, dann findet man uns wohl am ehesten mal im Schwarzsee.

Was inspiriert dich an Deutschfreiburg?
Die Landschaft. Ich gehe sehr gerne im Wald und auf Wiesen spazieren und finde es toll, dass ich in zehn Minuten zu Fuss in der Ruhe der Natur bin.

Danke für den ehrlichen Blick hinter deine Stoffwindeltürme, eh, Kulissen - und alles Liebe für die Zukunft, liebe Sybille!

News fr.ch

COVID-19: Traditionen in der Adventszeit

Die kantonale Koordinationsstelle COVID-19 hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir in dieser gesundheitspolitisch speziellen Zeit Weihnachten und Neujahr in einer entspannten, sicheren Atmosphäre feiern können. Sie bekräftigt, wie wichtig die Einhaltung der Hygieneregeln ist, insbesondere die strikte Einhaltung des Abstands und der Schutzmassnahmen. Dazu gehört generell, Kontakte zu vermeiden, genügend Platz vorzusehen und Veranstaltungen wenn möglich draussen durchzuführen.

Das grosse Nikolausfest in Freiburg wurde abgesagt.

St.-Nikolaus-Besuche bei Familien seien möglich, sofern die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Von jeglichem Kontakt (Verteilung von Geschenken, Fotos usw.) wird abgeraten.

Bei Nachbarschaftsbesuchen im Rahmen der traditionellen Adventsfenster muss die Teilnehmerzahl entsprechend der Kapazität der Räumlichkeiten unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mindestabstände beschränkt werden (Anlässe nur auf Einladung usw.). Es wird empfohlen, diese Treffen in erster Linie draussen durchzuführen.

Weihnachtsmärkte gelten als Verkaufsveranstaltungen und müssen somit die BAG-Kriterien erfüllen. Bei kleineren Märkten sind die Schutzmassnahmen einzuhalten. Die zuständigen Ämter führen Kontrollen durch.

Eine besondere Situation erfordert besondere Massnahmen. Schützen wir die Gesundheit unserer Liebsten in diesen gemeinsamen Momenten und lassen wir den Zauber von Weihnachten aufleben!

Es wird darauf hingewiesen, dass sich diese Empfehlungen auf den jetzigen Stand der epidemiologischen Situation stützen. Je nach deren Entwicklung könne der vorgegebene Rahmen ändern.

Auflösung Secondhand

Erste Wahl: aus zweiter Hand

Secondhand einkaufen hat nichts mit Verzicht zu tun. Es ist abwechslungsreicher, spannender, günstiger, exklusiver und nachhaltiger als neu kaufen. Die Secondhand-Kultur in unserer Region (und rundherum) hat mehr Aufmerksamkeit verdient.

Hier die Lädelis, Börsen und Brockis, die ihr und wir am liebsten mögen:

Interbroc Brockenhaus, Lanzenhäusern

Brocante La Trouvaille, Laupen

Chesery Brocante, Murten

Mama Mia, Tafers

Coup d'Pouce Fribourg

Emmaüs, Fribourg

ZigZag und CASH, Fribourg

Likido, Marly

Brocante Chez Chantal, Le Mouret

Fundgrube A-Z, Ueberstorf/Flamatt

Brockenstube HIOB, Murten

Sowie lokale, punktuelle Börsen in der Region, zum Beispiel Heitenried/St. Antoni, Alterswil etc.

 

In Bern: The New New, Wirkerei Viktoria, Bärner Brocki etc.

Online: tutti.ch, ricardo.ch, kidis.ch, Facebook Marketplace etc...

 

Happy Shopping!

 

Mehr Tipps? - Merci:

#Frapp

Habt ihr Fragen zu Frapp?

skippr, RadioFr. Freiburg, La Télé und FRiStyle bündeln ihre Kräfte, um ein neues 100 % digitales Medium aus Freiburg anzubieten. Alle News aus der Region als Text, Video und Podcast.

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Leseratten gefragt

Her mit euren Buchtipps!

Bücherwürmer werden sagen: Lesen kann man immer. Wenn die Tage kürzer, die Nächte länger, der Wind kälter und die Kleider dicker werden, schmeissen sich aber vielleicht auch Gelegenheitsleser gerne wieder mal mit einem tollen Buch aufs Sofa. Nur: Was lesen?

skippr im Wandel

Frapp: die neue, 100 % kostenlose Freiburger Newsplattform

Ab November 2020 wird die Freiburger Medienlandschaft durch eine neue Newsplattform bereichert, ganz «Made in Freiburg». Die 100 % kostenlose, neue Plattform wird von der MEDIAparc SA verwaltet, die im Mai 2020 gegründet wurde und mehrheitlich auf die audiovisuellen Inhalte seiner Partner RadioFr. und La Télé Vaud Fribourg zählen kann. Die Werberegie Mediapub ist für die Vermarktung dieses neuen digitalen Mediums zuständig.

Geführt von Lukas Schneuwly und Maxime Seydoux werden rund zehn Mitarbeitende exklusiv für den Inhalt des neuen Mediums Frapp tätig sein. Ab Anfang November 2020 wird diese App verfügbar sein. Das zweisprachige Team wird vielfältige Inhalte erschaffen, um möglichst viele User zu gewinnen: regionale, nationale und internationale News, Kultur und Unterhaltung, Lifestyle, Sport, eine regionale Agenda und Gewinnspiele werden tägliche Inhalte darstellen - in einem einfach zu bedienenden Tool mit einer attraktiven, klaren grafischen Linie. Die Inhalte werden in Deutsch und Französisch verfügbar sein, entsprechend dem Merkmal unseres Kantons. Die App Frapp fokussiert sich auf regionale Themen und bietet dem Nutzer die Möglichkeit, die Infos zu lesen, sie anzuschauen oder sich diese via Podcast anzuhören.

Die MEDIAparc SA wurde im Mai 2020 offiziell von der Radio Freiburg AG, La Télé Vaud-Fribourg SA, MediaPub SA, skippr GmbH und Sept.ch SA gegründet. Das Ziel ist es, die Synergien der verschiedenen Medien zu stärken, die seit dem 1. Januar 2019 unter einem Dach vereint sind. Daran anknüpfend hat die MEDIAparc SA die digitale Plattform aus Deutschfreiburg, die von Lukas Schneuwly und Elmar Wohlhauser gegründete skippr.ch, übernommen. Folglich werden die Plattformen skippr und FriStyle mit der neuen Plattform Frapp verschmelzen und die Mitarbeitenden werden in die MEDIAparc SA integriert. Die Firma skippr GmbH konzentriert sich vermehrt auf ihren Bereich rund um die Videoproduktion und die Erstellung von Webseiten sowie ihre Aktivitäten als digitale Agentur.

Skurrile Maskerade mit Umfrage

Wann seid ihr froh um die Maske?

Wir gewöhnen uns ja ganz schnell an fast alles, so wie an das Maskenobligatorium. Seid ihr auch schon komischen Szenen begegnet, die wegen dieser Maske besonders waren? Sagt oder zeigt es uns! Wir machen mal den Anfang und fragen uns, wann es die erste Netflix-Produktion mit maskentragenden Schauspielenden gibt.

Dank Maske lieb geblieben und Streit vermieden
Eine Maske zu tragen, hat einen Riesenvorteil: Keiner merkt, wenn sich deine Mimik aus Wut oder Ärger entsprechend verzieht. Nur die Augen könnten dich verraten. Wenn also ein Bäh-Mund oder zusammengekniffene Lippen diskret von der Maske abgedeckt sind, braucht es nur noch die Kunst, die Augen offen zu halten, nicht zu Schlitzen zu verziehen und lieb aus der Maske zu gucken.

Dank Maske Lippenstift gespart
Das Lippenstift-Ritual fällt derzeit gänzlich weg, die Maske saugt leider jeden Gloss auf oder heftet sich klebrig an den Mund. Grosse Bedeutung bekommen nun Wimpern, Kajal, Lidschatten und Co. Das hat die Kosmetikindustrie auch schon bemerkt, dass wir Ladies uns nun voll auf den Augenaufschlag konzentrieren müssen oder wollen. Wenn schon Maske, dann bitte mit schön betontem Augenblick.

Dank Maske schwerhörig geworden
Vielleicht fällt es euch auch auf: Wenn ein Maskenträger normal redet, ist das gesprochene Wort schwer zu verstehen. Bitte, was hast du gesagt? Die Maske dämpft die Stimme, macht eine Unterhaltung leiser. Wir müssen besser zuhören oder den Bass aufdrehen. Das wiederum fällt dann im Haushalt negativ auf mit den Worten: Du sprichst zu laut!

Dank Maske schwer erkenntlich
Auf Gruppenfotos sehen maskierte Menschen nicht nur wie Panzerknacker oder Lucky Lukes aus. Die Personen sind schwer erkenntlich geworden und laden ein zum Ratespiel, wer das nun sein könnte, oben links in der hinteren Reihe auf dem Gruppenbild des Dorfvereins. Zum Glück gibt es Bildlegenden der Journalisten.

Herbstgenüsse

Juhuu, as git ùmi Chöschteni!

Mit den Herbsttagen kommt die Chöschti-Zeit. Marroni sind ein gesunder Snack, enthalten wenig Fett, pflanzliches Eiweiss und viele Nährstoffe.

Der Klassiker sind wohl "heisse Marroni"-Stände in den Städten. Man kann das warme Glück natürlich auch im Backofen oder Cheminée zu Hause zubereiten. Als Snack, zum Znacht oder beim Fernsehgucken. 

Die Marroni können darüber hinaus auch anders verwendet und verwertet werden.

- Bei Fooby gibt es beispielsweise Marroni-Baguettes, ein Marroni-Risotto oder Marroni-Schnecken. Für Weihnachten vormerken: Linsen-Marroni-Braten. Ohne Tierleid und mega geschmackvoll, sehr geil!

- Doris @mrsflury ist für ihre gesunden, einfachen und herrlichen Rezepte bekannt. Sie hat unter anderem eine Marroni-Suppe, ein saftiger Marronikuchen sowie selbstgemachtes Vermicelles im Repertoire.

Und was macht ihr mit den gesunden Kastanien?

 

Text auf Seislertütsch:

Marini, Maruni, Maroni,
di chùùfemer ging büm Toni
Är schnit a Schlitz u nai chunt dHitz,
Marini, Maruni, Maroni.

Marini, Maruni, Maroni,
Si si ächt scho kanet oder no nid?
Är tuet mer verzölle wis giit mitùm Schööne.
Marini, Maruni, Maroni.

Marini, Maruni, Maroni,
jtz hani mis Pack u jtz gahni.
Si hiss, i wiss u nüme glych iis!
Marini, Maruni, Maroni.

Heiztipps von Groupe E Celsius

Sommerwärme im Herbst: so geht's!

Wenn der Sommer sich dem Ende zu neigt, ist der Herbst nicht weit: warme Herbstfarben und kühlere Temperaturen gehören dazu. In der Übergangszeit ist es meist noch zu warm, um die Heizung einzustellen, aber dennoch zu kühl, um die Lüft- und Anziehgewohnheiten vom Sommer weiterzuführen.

Mit den folgenden Tipps bleibt die Wohnung auch im Herbst kuschelig warm:

 


D'Sùnna la hiize
Sonnenstoren öffnen und die letzten Sommersonnenstrahlen in die Wohnung lassen. Die Sonne hat jetzt noch einiges an Energie und kann über den Tag definitiv etwas bewirken. Plus: Das hilft auch beim Sparen von Strom für die Beleuchtung ;-)

 


Pfeischter zue

Tagsüber und vor allem nachts kann es im Herbst schon ziemlich kalt werden. Damit die Wohnung nicht auskühlt, die Fenster mehrheitlich vollständig geschlossen lassen. Kippfenster vermeiden, damit sich die Wärme gut in den Räumen hält.

 


Drüü Mau täglich dedür lüfte

Lüften sorgt für frische Luft in der Wohnung und ein gutes Raumklima. Am besten dreimal täglich Stosslüften: die Fenster für 5-10 Minuten ganz öffnen und danach wieder schliessen. So geht keine Wärme verloren.

 


Alege nachùm Zübele-Prinzip

Im Herbst schwanken die Temperaturen sehr stark: tagsüber reicht oft ein T-Shirt, während es abends Pulli oder Jacke braucht. Das Outfit am besten so zusammenstellen, dass man einfach etwas über- oder ausziehen kann.

 


Nume punktuell hiize

An den ersten kühleren Tagen reicht es häufig schon, die Heizung nur punktuell zur Unterstützung einzusetzen. Moderne Heizungen arbeiten mit Thermostatventilen, bei denen die gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden kann. Dann wird nur geheizt, wenn die Raumtemperatur unter den gewünschten Wert fällt. Die üblichen Werte für die einzelnen Räume sind: 23 °C in Badezimmern, 20 °C in Wohn-/Aufenthaltsbereich und 17 °C in Schlafräumen und auf dem Flur.


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Ein Wort von Skipperin

Maske vergessen? - Wie blöd...

Diese Zeilen entstehen im Maskenmörder-Modus, weil seit Januar immer eine Maske auf. Wie Lucky Luke auf Bankraub.

Nur eben jetzt grad vergessen.

Dumm, wie dumm, zu dumm, nein wie blöd muss die Skipperin sein, zu Fuss an den Bahnhof ohne Clutch mit Maske drin und ohne Handschuhfach mit Couverts voller Masken: ihr Gang war zu Fuss hin und zurück, ganz zeitung- und zigarettenlos, weil der Kiosk Sperrgebiet war.

Skipperin wurde angeschrien von zwei wilden Verkäuferinnen. Sie solle doch Maske kaufen! Ihre Antwort: Will ich ja, me gustas tu, comprende, e compro Maske… doch wie kommt Skipperin überhaupt zur Kasse ohne Maske?

Gar nicht. Sie geht ohne Einkäufe heim. Sohn oder Tochter bringen maskenkonditioniert Zeitung und Zigaretten heim. Vielleicht. Vamos a ver.

Und so fühlt Skipperin sich wie Calamity Jane mit Langgewehr als Maskenmörder aus dem Risikogebiet Deutschfreiburg:

Im Gespräch mit Roland Lerch, Heilpädagoge und Karatelehrer

«Ich hätte sicherlich auch Judo oder Kung Fu trainiert»

Roland Lerch hat die Sensler Karateschule Do Sanchin gegründet, die er vor zwei Jahren von Rechthalten nach Tafers gezügelt hat. Daneben hat er Familie, Tiere und auch sonst einiges auf dem Programm. Mit skippr hat er über die Bedeutung von Karate, die Olympia-Absage und die perfekte Ernährung gesprochen.

Roland (52) ist im Kanton Bern geboren und hat in Freiburg Heilpädagogik studiert. Schon als Kind hat er bei Karate-Weltmeister Sensei Gaetano Leto trainiert. Heute führt er eine Karateschule in Tafers und betreibt mit seiner Frau Karin einen Heilpädagogischen Reitbetrieb mit fünf Pferden.

Roland, wie bist du zum Sport gekommen? Hast du andere Sportarten gemacht, bevor du Karate für dich entdeckt hast?
Da mein Vater und fast alle Klassenkameraden Fussball gespielt haben, habe ich das auch ziemlich lange gemacht und auch gemocht. Als ich dann eine Kampfkunst oder einen Kampfsport machen wollte, war die Sache klar: In unserem Dorf gab es einen bekannten Karatelehrer und so begann ich mit Karate und Kickboxen, weil in seiner Schule diese beiden Kampfformen angeboten wurden. Ehrlich gesagt habe ich mich vorher nicht gross damit auseinandergesetzt; ich hätte sicherlich auch Judo oder Kung Fu trainiert. Ich glaube, das Zentrale war für mich der Lehrer, Sensei Gaetano Leto; ich fand ihn sofort sympathisch und habe ihm vertraut. Auch hat er mich natürlich beeindruckt.

Irgendwann wurde klar, dass Karate für dich eine besondere Bedeutung hat. Wie ging das?
Es hat mich von Anfang an fasziniert und ich habe dann immer mehr trainiert. Und je mehr Du trainierst, desto spannender wird es.

Im Jahre 2002 hast du die Karateschule Karate-Do Sanchin in Rechthalten gegründet, die dann zu eng wurde. Vor zwei Jahren seid ihr nach Tafers in euer eigenes Sportzentrum gezügelt. Was hat dich eigentlich ursprünglich in den Sensebezirk gezogen?
Ben Shido und Polder, zwei Pferde, die ich regelmässig geritten habe und die ich dann noch als Student geschenkt bekam, respektive gekauft habe. Meine Frau habe ich erst ein paar Jahre später kennengelernt.

Unterhalb vom green-power habt ihr jetzt auf 350 Quadratmeter viel Platz. Wie viele Schüler hast du?
Vor Corona hatten wir fast neunzig Schüler; jetzt vielleicht noch knapp siebzig.

Was bietet ihr neben Kampfsport noch an dort?
Ich selber biete dort eigentlich nur Karate und etwas Kobudo (traditionelle Waffen) an, das Reiten findet zu Hause in St. Antoni statt. Unsere Trainingshalle beherbergt aber auch Anbieter von anderen Sportarten, namentlich eine Muay Thai- und eine Yoga- Schule. Auch finden regelmässig Body Combat-, Antara- und Arohakurse statt.

Karate sollte 2020 in Tokio zum ersten Mal olympisch sein. Wie gross war die Enttäuschung, als die Olympischen Spiele dann coronabedingt abgesagt wurden?
Corona und vor allem der Umgang damit, ist für mich in vielerlei Hinsicht eine riesige Enttäuschung. Es gibt neben den olympischen Spielen andere Einschränkungen, die mich viel härter getroffen haben.

Welche wären das?
Da gibt es viele. Beispielsweise durften wir während dem Lockdown weder Karate Trainings noch Reitstunden anbieten. Trotz vielen Versprechungen haben wir keinerlei Entschädigung erhalten. Auch vermisse ich verschiedene zwischenmenschliche Rituale, wie etwa am Ende eines Trainings meinen Schülerinnen und Schülern die Hände zu schütteln.

Wie oft trainierst du pro Woche für dich selber und mit deinen Schüler*innen?
Wenn ich Trainings gebe, versuche ich - wenn immer möglich - auch mitzutrainieren. Dies hat für meine Schüler eine Vorbild- und Identifikationswirkung und ich spare Zeit. In einer durchschnittlichen Woche gebe ich sechs Trainings und immer montags fahre ich nach Kirchberg um bei meinem Sensei Gaetano Leto zu trainieren. Zudem gehe ich täglich reiten.

Wie verbindest das mit deinem Privatleben? Du hast ja daneben auch Frau, drei Kinder, fünf Pferde, drei Hunde und zwölf Katzen…
Die Tiere und das Karate sind meine Freude, Leidenschaft und zum Teil auch mein Beruf. Glücklicherweise interessiert sich die ganze Familie für Karate; und ein Leben ohne Tiere könnten wir uns sowieso nicht vorstellen. Meine Frau macht zwar kein Karate, beschäftigt sich aber intensiv mit anderen meditativen Formen, was für mich auch sehr bereichernd ist. Meine Kinder sind alle drei sehr passionierte Karateka und üben sich auch in anderen Kampfkünsten. Meine Tochter Ayla geht regelmässig mit mir ausreiten.

Wie kann man sich so eine Trainingseinheit bei dir vorstellen?
Eine traditionelle Karatestunde besteht aus drei Teilen: Kihon (Grundschule), Kumite (Partnerübungen) und Kata (Formen). Dies ist auch bei mir so. Als ehrgeiziger und interessierter Pädagoge bin ich bestrebt, die einzelnen Einheiten möglichst spannend und niveaugerecht umzusetzen. Bei jüngeren Kindern versuche ich das Ganze spielerisch aufzulockern. Ältere Kinder und Jugendliche schätzen auch körperlich anstrengende Trainings.

Ist es so, dass Karate vor allem Schlägertypen anzieht?
Nein, das glaube ich nicht. Schlägertypen möchten zuschlagen und nicht Katas üben oder an Techniken feilen.

Deutet ihr die Bewegungen im Training nur an oder lasst ihr sie mit Vollkontakt durchführen?
Effiziente Kampftechniken können nur über Kontakt verbessert werden. Dazu benutzen wir Makiwara, Sandsäcke und Schlagpolster. Ein gut trainierter Sportler kann normalerweise einen Schlag auf den Körper aushalten, bei einem Schlag auf den Kopf sieht es anders aus. Deshalb führen wir diese Schläge mit maximaler Kontrolle aus. Für Kinder sind auch Schläge auf den Körper ungesund und müssen vermieden werden. Im Karate lernt man von Anfang an seine Kampftechniken und auch seine Emotionen zu kontrollieren.

Was ist die Voraussetzung, Karate machen zu können? Können auch sportliche Nieten zu dir kommen?
Karate ist für alle. Körperliche Einschränkungen sollten niemanden vom Trainieren abhalten. Die persönlichen Erwartungen müssen aber den körperlichen Fähigkeiten angepasst werden, beispielsweise müssen Fusstechniken nicht zwingend auf Kopfhöhe ausgeführt werden. Ein gezielter Fusskick  ins Knie des Gegners kann ebenso wirkungsvoll sein. Die einzige Voraussetzung, um Karate zu lernen, ist die, regelmässig das Training zu besuchen. Dies ist oftmals aber schon schwierig genug.

Was unterscheidet Karate von anderen Kampfsportarten wie Judo, Kung Fu und Co.?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den traditionellen Kampfkünsten und den eher moderneren Kampfsportarten. Diese Unterscheidung sagt aber nichts über die Qualität oder Effizienz der verschiedenen Kampf- oder Selbstverteidigungsformen aus. Hierbei geht es rein um die Entwicklungsgeschichte. Judo beispielsweise wurde von Meister Kano aus der Kampfkunst Jiu Jitsu als Wettkampfform entwickelt und gilt somit als Kampfsportart. Das ursprüngliche Karate wurde nicht gezielt als Wettkampfsport erarbeitet, sondern ist über Jahrhunderte eher unstrukturiert entstanden und gilt deshalb als Kampfkunst. Das Wettkampfkarate gleicht aber eher dem Kampfsport.

Woher kommen deine Schüler? Vorwiegend Deutschfreiburger*innen?
Die weitaus meisten Karateka kommen aus dem Sensebezirk. Ich habe aber auch Schüler aus der Stadt Freiburg und aus dem Seebezirk.

Was rätst du deinen Schülern?
Just never give up! Dies gilt bei allen Dingen, auch bei der Ausbildung von Pferden.

Wie wichtig ist der Wille?
Ich denke, der Wille ist das Wichtigste; wo ein Wille ist, ist meist auch ein Weg. Ich habe im Karate meinen Willen geschult und gelernt, mich auf für mich wichtige Dinge zu fokussieren und diese dann mit voller Energie voranzutreiben. Das Schlimme ist nicht das Scheitern an sich, sondern das schale Gefühl, man hätte mit mehr Einsatz sogar Erfolg haben können.

Warum sollte ich Karate machen?
Ich glaube, es ist nicht so wichtig, was Du machst. Viel wichtiger ist, wie Du es machst. Aber gut betriebenes Karate ist schon sehr wertvoll, da es den ganzen Körper anspricht und natürlich auch den Geist.

Wie sieht die mentale Dimension aus?
Die mentale Verfassung ist bei fast allen Dingen ausschlaggebend über Erfolg oder Misserfolg. In einem Kampf beispielsweise kriegst Du vielleicht nur einige wenige Chancen, vielleicht auch nur eine. Diese musst Du wahrnehmen und nutzen. Ohne mentale Stärke geht das nicht. Diese kann man sich durch geistige Übungen (Meditationsformen) und körperlich hartes Training aneignen.

Ist Karate für die Selbstverteidigung die ideale Sportart?
Das kann man so nicht sagen. Wie gesagt, kommt es immer darauf an, wie Du es machst. Man kann Karate auch rein äusserlich betreiben, beispielsweise aus Fitnessgründen oder als gymnastische Übung. Ohne Freude und innere Leidenschaft bleibt die Essenz der Kampfkunst verborgen. Die gut durchdachten und seriell geübten Kampftechniken eignen sich aber sehr gut für eine effiziente Selbstbehauptung. Da die Grösse und das Körpergewicht dabei keine zentrale Rolle spielen, eignet sich Karate als Selbstverteidigung auch für Frauen und Kinder.

Wer kann bei dir mit dem Karatetraining anfangen?
Kinder und Jugendliche ab 5 Jahren und fortgeschrittene Erwachsene. Interessierte können jederzeit unverbindlich und mehrmals bei uns schnuppern. Wenn sie dann sicher sind, dass Karate etwas für sie ist, können sie sich in unserer Schule einschreiben.

Was willst du den Teilnehmenden vermitteln? Um was geht es in der Kampfkunstschule Karate-Do Sanchin?
Für Kinder ist es vor allem wichtig, dass sie die Freude an der Bewegung nicht verlieren. Daneben freue ich mich natürlich immer sehr, wenn meine Schüler eine Leidenschaft für die Kampfkunst entwickeln. Dort versuche ich dann, das Feuer zu schüren. Auch der Aspekt der Selbstverteidigung im Karate ist für mich nicht nur persönlich, sondern auch als Lehrer sehr wichtig.

Die Ninja-Camps für Kinder, die du zusammen mit deiner Frau Karin jeweils über Auffahrt organisierst, sind ja auch bekannt. Worum geht es dort?
In den Ninja- Camps konnten wir drei von unseren Hauptinteressen verbinden: Die Kampfkunst, die Pferde und die Pädagogik. Wobei die Pferde hier sinnbildlich für alles Lebendige stehen, für alle anderen Tiere und auch für die Natur allgemein. Hier versuchen wir Naturerfahrungen und einen tiefen Respekt vor dem Gegenüber (Trainingspartner), den Tieren und den Pflanzen zu vermitteln.

Wie war das Kampfkunstlager in diesem Jahr – mit Corona…?
An Auffahrt mussten wir es wegen dem Lockdown absagen, konnten es aber im August am Ende der Sommerferien nachholen. Die Stimmung und das Wetter waren super. Wir hatten weniger Teilnehmer, ein Schutzkonzept, haben die Abstände eingehalten und regelmässig die Hände gewaschen.

Hat Karate dich verändert?
Ja, ich denke schon. Wobei ich natürlich nicht weiss, wie ich wäre, wenn ich nie Karate gemacht hätte.

Was war bisher dein grösster Erfolg?
In sportlicher Hinsicht das Erreichen des fünften Dan (Schwarzgurtgrades), in privater Hinsicht meine Familie mit unseren Tieren und unserem Hof. Für die Karateschule ist es der Bau unseres eigenen Trainingszentrums und der Auftritt in der „Nacht der Filmpferde“ mit weltbekannten Horsemasters in Koblenz vor zwei Jahren.

Du trägst den schwarzen Gürtel. Bist du unbesiegbar?
Nein, jeder hat seine Schwächen. Sogar der griechische Halbgott Achilles und der Drachentöter und Nibelungen- Held Siegfried wurden schlussendlich besiegt. Wobei ich mich natürlich nicht mit diesen Recken vergleichen möchte.

Welches sportliche Ziel verfolgst du momentan?
Im Karate möchte ich schneller werden, beim Reiten arbeite ich an meinem Einfühlungsvermögen und an der Koordination. Selbstverständlich muss ich aber auch an allen anderen Aspekten der Kampf- oder Reitkunst arbeiten.

Wie sieht bei dir ein Tag mit optimaler Ernährung aus? Was ist dein Lieblingsgericht, egal ob gesund oder nicht?
Eine optimale Ernährung ist ganz klar eine vegane Ernährung, da für mich das Tierwohl und ökologische Aspekte im Vordergrund stehen. Wenn Tiere oder die Umwelt leiden, kann das für mich nicht gesund sein. Leider habe ich es aber noch nicht geschafft, mich rein vegan zu ernähren; dies vor allem wegen dem Käse. Fleisch esse ich aber schon seit bald 40 Jahren nicht mehr. Mein absolutes Lieblingsgericht ist Spaghetti napoli, leider immer noch mit Reibkäse.

Was fordert dich, was motiviert Dich?
Das Leben mit all seinen Herausforderungen fordert mich täglich, ja, sogar stündlich. Ich möchte mein Leben leben und das motiviert mich.

Was ist gerade deine grösste Herausforderung?
Das ist schon seit Längerem mein wundervolles, aber nicht ganz einfaches Pferd Kodansho.

Wie kannst du abschalten?
Im Stall bei meinen Pferden; Misten hat etwas Meditatives. Und natürlich auch im Karate, vor allem wenn ich Kata übe.

Was ist die Essenz aus der jahrelangen Kampfkunst-Praxis für dein persönliches Leben?
Der Weg ist das Ziel und in der Stille liegt die Kraft.

Wenn es Karate nicht gäbe, was hättest du gemacht?
Mir würde auch eine andere Kampfkunst gefallen. Kung Fu, Kobudo, Aikido, Kendo, … ich glaube so ziemlich alles.

Welche Highlights sind für den Herbst / Winter geplant in deinem Leben?
Eigentlich hatten wir eine grössere Show mit dem Jana Jelenova Horse Stunt Team aus Tschechien geplant. Diese haben wir nun aber wegen den unberechenbaren Corona- Vorschriften abgesagt.

 Die regionalen Fragen: 

Wo in Deutschfreiburg würdest du dein zweites Karate-Lokal eröffnen?
In Plaffeien. Seit wir in Tafers sind, haben wir deutlich weniger Schüler aus dem oberen Sensebezirk. Glücklicherweise sind doch einige geblieben. Auch meine Schwarzgurte kommen fast ausnahmslos aus dem Oberland.

Wo in unserer Region gehst du gern zum Essen aus?
Als Vegetarier esse ich gerne italienisch. Hasan Saglam vom Restaurant zum Goldenen Kreuz in St. Ursen bäckt superfeine Pizzas… und seine Mädchen machen Karate.

Was inspiriert dich an Deutschfreiburg?
Mir gefällt die hügelige, teils raue Natur und ihre Bewohner. Deutschfreiburger sind direkt, martialisch und freiheitsliebend; die Ninja der Schweiz.

Merci für den spannenden Einblick in dein vielfältiges Tun, lieber Roland. Und alles Gute für die Zukunft!

Wild auf Wild?

Die Wild-Saison läuft an. In den Restaurantküchen unserer Region gibt's wieder Spätzli, Büschelibire, Hirsch, Reh, Wildschwein etc.

Hier die skippr Tipps für Wild- (und/oder Beilagenteller-)Liebhaber, mit viel Liebe von uns und euch zusammengestellt:

Deutschfreiburg und Stadt Freiburg

- Gasthof Zum Ochsen, Düdingen

- Hotel Restaurant Des Alpes, Düdingen

- Restaurant Birchhölzli, Düdingen

- Landgasthof Garmiswil, Düdingen

- Restaurant Drei Eidgenossen, Bösingen

- Restaurant Maggenberg, Tafers

- Restaurant Senslerhof, St. Antoni

- Restaurant Blüemlisalp, Alterswil

- Restaurant Alpenrose, Alterswil

- Restaurant Traubentreff, Alterswil

- Restaurant Sternen, Tentlingen

- Gasthof zum Roten Kreuz, Giffers

- Restaurant Zum brennenden Herz, Rechthalten

- Restaurant Zollhaus, Plaffeien

- Restaurant Sahli, Plaffeien

- Restaurant Chemi-Hütta, St. Silvester

- Restaurant Schwarzseestärn, Schwarzsee

- Ristorante Moléson, Flamatt

- Gasthof zum Schlüssel, Ueberstorf

- Restaurant zum Bauernhof, Ulmiz

- Hotel Bad, Muntelier

- Hotel Murtenhof, Murten

- Hotel Restaurant Jura, Kerzers

- Restaurant Kreuz, Ried bei Kerzers

- Restaurant Sternen, Gurmels

- Restaurant Kantonsschild, Gempenach

- Restaurant Jäger, Ulmiz

- Brasserie du Commerce, Freiburg

 

Umgebung

- Restaurant Sensebrücke, Laupen

- Restaurant Sensebrücke, Neuenegg

- Restaurant zum Denkmal Bramberg, Neuenegg

- Wirtschaft zum Hähli, Thörishaus

- Restaurant Hirschen, Golaten

- Restaurant Werft, Faoug

- Restaurant Mont-Vully, Lugnorre

- Gasthof 3 Fische in Lüscherz

- Restaurant Bären, Treiten

- Gasthof Kreuz, Gümmenen

- Landgasthof Biberenbad, Rizenbach

- Gasthof Hirschen, Sangernboden

- Hotel Restaurant Sternen, Guggisberg

- Restaurant Bären, Schwarzenburg

- Restaurant zur Schwarzwasserbrücke, Schwarzenburg

- Gasthof Löwen, Riffenmatt

- Restaurant Haberbüni, Bern Liebefeld

- Gaststube Landhaus im Liebefeld

- Gasthof Kreuz in Wohlen

- Gasthof zum Schütz, Oppligen

- Restaurant Jägerheim, Belp

Lieblinks und Webtipps

→ Genderwörterbuch

Sprache formt die Gesellschaft und wir alle sind dafür verantwortlich, diesen Prozess voranzutreiben. Auch wenn sich eine gendergerechte Ausdrucksweise noch nicht in jedem Satz natürlich anfühlt, ist es wichtig ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Diese Intuition kommt aus veralteten Denkmustern - und muss angekämpft werden.

Wenn ihr mit eurem Vokabular dabei auch mal an eure Grenzen kommt und ihr nach eloquenten und geschlechtergerechten Formulierungen sucht: das tolle Online-Wörterbuch gender app kann helfen: genderapp.org

Herbstdeko selbstgemacht? Ja klar!

Vou easy improvisieren und basteln, was das Zeug hält. Mit bunten Herbstsachen, die die Natur hergibt, so fägt's!

Unsere Inspiration für euch - wie immer auf Pinterest:

17 tolle Herbstaktivitäten für Kinder

Man nehme: untenstehende Liste und begeisterte Eltern/Grosseltern/Hüetis etc. (denn wenn diese nicht voll motiviert sind, wird es mit den Kindern meist auch schwierig...)
Allez hopp:

Natur-Bingo spielen! Ziel: zehn bestimmte Dinge suchen und in einem Eierkarton sammeln. Im Internet gibt es viele Vorlagen, einfach "Naturbingo" googlen oder pinterestlen... Oder die Vorlage von wohn-projekt.com nehmen:

- Naturschätze sammeln und kleines Museum einrichten: Pilze, glänzende Chöschteni, kunterbunte Blätter, Tannenzapfen, Buchennüsse, Moos etc.

- Landart oder Naturmandala machen: Bunte Naturmaterialien sammeln und zu Formen legen; zum Beispiel ein Herz aus roten Blättern, ein Haus aus Steinen mit einem Dach aus Chöschteni?

Barfussparcours erstellen zum Beispiel mit Blättern, Ästen, Steinen, Eicheln, Sand, Wasser usw... Barfuss (und eventuell mit geschlossenen Augen) durchspazieren. Tipp für im Anschluss: Fussmassage!

- Zeit im Wald verbringen mit Baumhöhlen bauen, auf Bäume klettern, mit einem Taschenmesser schnitzen und Abenteuer erleben! Zum Essen Schlangenbrot (z. B. mit Pizzateigstreifen) und Schoggi-Bananen über dem Feuer machen!

Drachen fliegen lassen, das fägt im Herbst besonders, wenn die Tage kühler werden und die Lüfte in Bewegung kommen... Am besten auf grossflächigen Wiesen ohne Hindernisse wie Strommasten oder Bäume.

- Neuen Spielplatz erkunden, in der Region gibt es einige - hier die Übersicht

- Küder sammeln in der Umgebung oder im Wald, einfach mit Küdersack, Handschuhen, evtl. Greifzange und offenen Augen spazieren gehen

- Vögel beobachten und bestimmen: Welche Vögel sind jetzt unterwegs und wie kann man sie erkennen?

- Campen im Wohnzimmer - wie draussen, nur drinnen :-)

- Bibliothek besuchen und Bücher ausleihen

- Spielhaus (oder ähnliches) basteln aus einem grossen Karton - Inspiration

Mini-Sandkasten bauen: 1 Packung Vogelsand in eine Box, Kiste etc. leeren und mit Siebli und Spielzeugautos bestücken. Danach Sand zurückleeren und staubstaugen, eh, sandsaugen :-) YES!

- Salzteigen: 2 Einheiten Mehl, 1 Einheit Speisesalz, 1 Einheit Wasser, evtl. Lebensmittelfarbe - Kindheitserinnerungen.....

- Im Lieblingscafé Kuchen essen

- Fenster mit Fingerfarben bemalen

- Herbstwanderung in die Freiburger Voralpen: im Schwarzsee gibt es viele Wandermöglichkeiten. Eine Tour um den See à la Häxewääg (ideal auch mit Kinderwagen), mit dem Sässeli auf die Riggisalp zum Riggli-Weg für einen Abstecher in die Welt der erneuerbaren Energien oder in den Breccaschlund?