Skipperins Fragen, die kein Schwein interessieren

Wer räumt als Gast auf? Und warum tut er das?

- von Skipperin -

Habt ihr nach einer geselligen Tafel, dem Gastgeber auch schon den Tisch abgeräumt? In der Küche Pfannen vorgespült und Teller gestapelt? Bitte, bitte lasst’ das in Zukunft sein!

Erstens seid ihr ja eingeladen, also GAST. Da gehört Tisch auf- und abdecken, Essen einkaufen und zubereiten neben der Gastfreundschaft zu den Aufgaben des GEBERS. Ihr könnt es noch so gut meinen, es kommt nicht gut, wenn ihr abräumt oder gar putzt! Skipperin wird allergisch, wenn Gäste ihr ameisenemsig beim Abräumen «helfen». Die gehen dann die Gäste, und sie steht inmitten eines Chaos in der Küche. Sie hat nämlich ihre eigene Ordnung, abzuräumen. Sie würde nie Weingläser neben Teller stellen oder neben eingebrannte Ofenbleche. Nie im Leben kämen Teller, Besteck und Schüsseln in einem Chaos zusammen. Nein, nein. Das gibt es eine militärische Ordnung: Sie räumt nur soviel vom Tisch ab, dass die Abstellflächen in der Küche frei bleiben. Wisst ihr, was sie meint? Wenn Gäste plan- und wahllos ihr Geschirr irgendwo in die Küche stellen, muss Skipperin erst die überfüllte Küche aufräumen, bevor sich überhaupt freien Platz und Struktur für die weitere Aufräumerei ergeben.

Zweitens ist es eine Beleidigung. Nicht der GAST entscheidet, wann es Zeit wird aufzuräumen, höchstens, wann es Zeit wird, aufzubrechen. Der GEBER entscheidet nämlich selber, wann und wie er an den Abwasch denken will. Warum es so gang und gäbe ist, noch so schnell zu helfen, obwohl man ja eigentlich nach Hause will, ist Skipperin ein Rätsel. Anstand? Pflicht? Schlechtes Gewissen? Alles von dem wohl in Kombination. So endet ein gemütlicher Abend im klirrenden Abräumen, sie landet im hektischen Zusammenstellen für ein bisschen Ordnung inmitten von Dreckgeschirr, halbvollen Gläsern, verstopfter Spüle, vollem Kehrichtsack und der Supergau – mit einer bereits gespülten, aber noch vollen Maschine. Die ganz eifrigen Gäste wollen die grad ausräumen, so dass Skipperin danach entweder nichts mehr findet oder synchron erklären muss, wohin das Geschirr hin muss. Noch schlimmer ist, frisch gewaschenes Geschirr neben dem dreckigen Durcheinander hinzustellen. Also bitte, bitte lasst die Ab- und Aufräumerei einfach mit gutem Gewissen sein! Ausser ihr müsst, weil die Gastgeber das so möchten.

Skipperins Standardsatz, der nur manchmal hilft: Bitte lasst alles so stehen!

Der Supergau an Hilfe ist, wenn Skipperin nach dem Staubsauger gefragt wird, nach einem Glastuch oder noch schlimmer: wenn sich ein Gast an ihre Wäsche macht, also bügelt. Oder seine Einkäufe bei ihr verkochen will, ohne vorher was zu sagen, so von wegen es gäbe eine supertolle Kochlektion mit selbstgebrachten Zutaten. Alles schon gehabt und im Keim erwürgt.

Übrigens, liebe Gäste, denkt doch auch daran, wie schön es am Morgen danach sein kann, eine aufgeräumte Küche für den 1. Espresso vorzufinden und einen überfüllten Tisch vom Vorabendgelage mit ein paar Rotweinflecken mehr und Brösmeli von der Tante Tatin am Boden. Der volle Tisch erinnert an eine hoffentlich harmonische und gesellige Tafel und macht Lust, nach Struktur und Ordnung abzuräumen – und wieder einzuladen. Maschine um Maschine gewaschen und wieder dort eingeräumt, wo alles hinkommt.

Ein Wort von Skipperin

Um das Eingemachte

Als wäre der 50. Todestag von Jimmy Hendrix am Freitag, den 18. September oder Bad Boy Boogie von AC/DC nicht genug an Jahrestagen und dem nahenden Herbst. Als wäre das abendliche Masken-Sterilisieren anno 2020 nicht fein genug für ein hausgemachtes Brandwein-Apéro.

Skipperin startet keine Umfrage mehr, weil es hier ums Eingemachte geht und sowieso niemand auf ihre Fragen antwortet. Müsst ihr auch nicht, Skipperin weiss die Antwort: Es kann kein marinierter Schwanbraten oder ein kross gebratenes mageres Kormoran-Filet sein. Aber diese Pflümli, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen und viel Fender und Gibson dazu – im Glas, auf dem Blech oder im Holz.

Ihr lest recht, Gibson und Fender erleben wie die Herbstfrüchtchen Hochsaison. Welcome to the jungle – also, wagt euch aufs Eingemachte im Topf und an die Saiten:

- Schwer: Quittengelée zu Guns N' Roses
- Leicht, aber komisch: Masken auskochen zu Led Zeppelin und ihrem «Dazed and confused»
- Leicht und unbeschwert: Zwetgschen oder «sonst-was-im-Fruchtkorb-Wähen» zum Hendrix «Purple Haze»

Einmachgläser mit Chutneys füllen, Süss-Saures zum Winter-Raclette einkochen, Konfi oder sogar Gelée, einkochen, Gitarrenriffs lernen und so berühmte Sätzli einkochen – Gitarren und Eingemachtes haben aus aktuellem Anlass Hochsaison. Und bitte prüft immer Ablaufdatum von so zimtig gewürzten Quittengelées, die ihr vor Jahrzehnten zu Weihnachten bekommen habt. Die gingen im Fall noch durch – so wie die alte Fender auch.

Das ultimative Kontra-Rezept für Zwetschgenkuchen geht so, egal zu welchem Eingemachtem im Ohr:

1. Du machst dir deinen eigenen Teig und wirfst die Früchte im Wildehilde-Riff drauf, Glasur gleich hinterher.
2. Du kaufst deinen Teig und arrangierst die Früchte wie im Saitenstudium am Konsi schön säuberlich drauf, siehe Bild...

PS: Die legendäre Fender erlebt Hochsaison :-)

PS: Die legendären herbstzeitlosen Früchte auch ;-(

Skipperins Fragen, die kein Schwein interessieren:

Wer bringt einen Kuchen mit und geht damit wieder nach Hause?

Habt ihr auch schon ein Geschenk in Form von Essbarem mitgebracht? Habt ihr euch davor überlegt, ob euer Geschenk in Form von Essen vegan, gluten- und laktosefrei, low carb, süss oder salzig sein sollte? Habt ihr auch schon ungefragt Fresspakete als Geschenk mitgenommen? Nein, nein wir reden nicht von Wein. Oder sonst einer Flasche, sprich Kiste Bier.

Wie kontrovers ist die Situation: Du bist zum Essen eingeladen und bringst Essen mit? Das ist wie, wenn der Gastgeber zu wenig, zu wenig gut auftischt oder aber: du liebst diese kanadischen Existenzialisten-Buffets, wo alle zusammengewürfelt oder sogar koordiniert von der Super-Gastgeberfamilie ihr Essen mitbringen und aufs Buffet stellen?

Im Whatsapp-Chat steht da dann ebenfalls super koordiniert von einer ebenfalls wahnsinnigen Super-Woman: «Du bringst bitte einen grünen Salat. Bitte ohne Kerne, Köbu ist allergisch.» Dir wird vorgeschlagen «Bitte Hörnlisalat, aber mit italienischem Dressing und ohne Speck, Sarah ist Vegetarierin.» Und nach zigfachem Austausch für ein koordiniertes, also unspontan lustigen Fressfest nach einem Ausflug, wo jeder in der Gruppe noch was aus dem Kühlschrank zaubert, kommt die ultimative Frage «Wer bringt einen Kuchen?»

Skipperin schlägt sich immer in die salzige Ecke und fragt auch ohne kanadischen Hintergrund aus reiner Höflichkeit, ob sie was Salziges zum Apéro mitbringen darf. Sie nennt das Feiglings-Verkriecher-Taktik, sie könnte ja gleich ins Restaurant.

Bringt aber eine Schwägerin einen Kuchen als Geschenk mit und geht damit nach Hause, weil sie früher gehen will – tja, wie finden wir das denn? Die muss ihren angefressenen Kuchen mehr geliebt haben, als alle Mitesser am Tisch. Da überlässt man ihr Haus und Hof für einen Familien-Schmaus, schläft unbequem auf dem Boden, das Bett gehört ja der Schwägerin und deinem Bruder. Und der Dank? Einen läppischen Kuchen! Der ist hausgemacht, nicht vegan, aber mit viel Liebe gemacht. Als wäre der eigene Kuchen nicht genug, Schwägerin haut sich noch ein Stück vom Zwetschgenkuchen der Gastgeber ab und haut ab.

Die Frage, die kein Schwein interessiert, ist am Familientisch: was nun? Das Dessert ist früher nach Hause gegangen. Zum Glück locken Tankstellen-Shops mit regionalen Süssigkeiten! Aber bitte, bitte, wer bringt Kuchen und nimmt ihn wieder mit? Ein Geschenk bleibt ein Geschenk. Auch wenn es nicht so sehr munden würde – oder? Wenn die Gäste gegangen sind, bringst du ihn selber heim, den Kuchen, in den kuschligen Food Waste-Abfall mit dem bissigen Kommentar im WhatsApp-Chat: «Dein Kuchen war dermassen köstlich, Nathalie, es hat leider nicht für alle gereicht!»

Ein Wort von Skipperin

Über schräge Vögel

Als wären zum nahen Herbst die wilden Wespen, das Geheul im Rebberg gegen die Stare und Essig gegen Fruchtfliegen nicht genug, kommen nun die Kormorane. Auch sie wissen, wie es geht, einem das Leben schwer zu machen. Wie die Krähen in Frühlingsnestern oder die Baby-Fledermäuse, die vor dem Hochsommer fliegen lernen müssen, kreucht und fleucht es zu jeder Jahres- und Uhrzeit. Mal nett, mal nervig.

Färbt sich der Himmel schwarz über dem Wasser und Schwadronen voller Kormorane fliegen fressend ganz nah über die Seeoberfläche, erinnert das an Hitchcock’s «Die Vögel». Nur sind die Kormorane nicht so kreischend im wilden Möwenhaufen unterwegs. Nein, die formieren sich wie die Patrouille Suisse am Himmel, wenn sie dann angreifen. Die sind so hungrig, dass die Fischer ihren Fang verteidigen müssen, weil der Kormoran pro Tag ein halbes Kilo Frischfisch frisst - und das sogar aus dem Netz der Fischer stibitzt. Da reichen keine Angel, keine Rute und Schleppnetz zur Abwehr, die Kormorane kommen in Scharen – und die sind schneller als die Seepolizei erlaubt.

Um die Fischbestände auf den Seen zu schützen, darf nun ein Berufsfischer jagen. Das gilt für  die Kantone Freiburg, Neuenburg und Waadt,. Sie haben diese Tage ein neues Spezial-Jagdpatent in Kraft gesetzt. Nach bestandener Ausbildung mit Jägerprüfung dürfen Berufsfischer vom 1. September 2020 bis am 28. Februar 2021 in einem Umkreis von 100 Metern um ihre Fischereigeräte Kormorane abschiessen.

Die grosse Herausforderung muss sehr schwierig zu meistern sein: fischen, fahren, schleppen, schiessen, Waffe und Fischereigeräte beherrschen, die 100 Meter Distanz abschätzen, um seine Beute einzufahren. Da würde Skipperin doch glatt den Schützen mit an Bord nehmen, so fischt der eine, nennen wir ihn Bud, und schiesst der andere, er heisst Terence. Sie hofft für jeden Berufsfischer, dass es nun etwas Ruhe auf den Gewässern gibt – mit dem Flaubert auf Spatzen schiessen, das war zu Grossvaters Zeiten. Doch die gute alte Wasserpistole ist immer noch Garantie gegen aufdringlich aggressive Schwäne.

Skipperin überlegt sich ein Spezial-Schwan-Jagdpatent und fragt offen: Wieso können nicht alle übermässigen Populationen an Federvieh direkt in der Brutkolonie eingedämmt werden, bevor sie in freier Wildbahn im Visier einer Waffe sind? Ein Ornithologe ist halt weder Fischer noch Jäger - und sicher auch kein Tontauben-Schütze. So stehen sich Interessen und Berufe im Weg. Doch wir alle mögen es, was kreucht und fleucht, am liebsten auf dem Teller ;-)

In dem Sinn: «Gut Schuss» oder doch besser «Waidmannsheil» und «Petri Heil»!

K(l)eine Anleitung von Skipperin - reloaded

Und, wie war’s in der Schule?

Wer als Vater oder Mutter die eine doofe Frage stellt, meist noch zwei Mal täglich, mittags wie nachmittags, gilt als uncool sondergleichen! Was soll der Schüler dazu auch sagen? Meist bleibt es bei einem „Mhm“, „Wie immer“, „Ganz okay“ oder einem „Frag’nicht immer“. Guter Rat ist, die Antwort stehen zu lassen, sonst gibt es meist Streit. Die Eltern werden erst dann um Rat gebeten, wenn die Kleinen Hilfe beim Einfassen brauchen (oder in Grossversion zu faul sind, es selber zu tun). Dieses lustige Schulkapitel gibt es weiter unten - in praktischer und zeitloser Anleitung.

Die Perle aus den 60er Jahren von SRF zeigt ein süsses Bild von Erstklässlern. Sie treten mit Mutti zum 1. Schultag an, kleine Menschlein mit zu grossen Felltornistern. Und wisst ihr was, Ernstli und Jörgli antworten sogar auf die Frage, wie es in der Schule war! Je kleiner der Schüler, je ausführlicher die Antwort und ja, diese fällt heute so viel anders gar nicht aus – wem die Retro-Reportage zu lang geht, ab 4:30 kommen die herzigen Antworten.

Es liessen sich zum Schulanfang 2020 genauso aktuelle und nicht minder doofe Elternfragen ableiten wie: „Ist die Lehrerin schön?“ „Hast du einen Schulschatz?“ bis zu „Kannst du jetzt schon alle Buchstaben?“

Machen wir uns also nützlicher als mit dummen Fragen, die Schüler zu bombardieren und knöpfen uns das Einfassen von Heftli und Bücher vor. Die Papierauswahl wird bitte dem Kind überlassen. Egal ob Flamingos, Einhörner oder schnelle Boliden Trumpf sind. Am lustigsten wird die alljährlich, wieder kehrende Aufgabe beim Atlas: Kaum ist das Einfasspapier auf die exakte Breite des Rückens sauber eingeschnitten, verrutscht der schwere Schunken. Jetzt weiter zu machen, bringt nichts, der Buchrücken ist entweder gar nicht oder zu eng im Papier eingebunden. Von vorne beginnen – und bitte, bitte vom teuren Papier sparen. In drei Monaten sehen die Bucheinbindungen so was von trischagget aus, weil das Papier zu dünn oder der Umgang zu wenig süferli war.

Es gibt ihn den Master of Bucheinbinder. Der weiss wie es geht, und Skipperin denkt alle Jahre an ihn und seine Anleitung – die echter nicht sein könnte. Drum, mögen sich alle Eltern weiter doof stellen und zwei Mal täglich fragen: Und, wie war’s in der Schule? Das Tutorial zum dummen Einwickeln folgt.

Ein Wort von Skipperin zum grad eben gewesenen Schulanfang

Jetzt nur nicht die Fassung verlieren!

Klar wissen wir, warum die Schule am Donnerstag startet: Die Tonnen an Schulbüchern und Hüseliheftli müssen bis Montag eingefasst werden. Und das braucht Zeit, viel Zeit, wenn mehrere Kinder im selben Haushalt leben!

Das Wochenend-Programm steht also fest: Papier nach absolut freier Wahl der Kinder, ihre Wahl ist nicht unsere Geschmacksache, und genug Klebestreifen kaufen.

Am besten in motivierenden Etappen arbeiten: Bis Freitag nach Schulschluss auf die Nachzügler an Schulbüchern und Linienheftchen warten, Samstag in die Papeterie und am selben Tag Tutorials auf YouTube konsultieren. Falls es nicht mehr in Erinnerung blieb, das Einfassen vom letzten Jahr. Pausen einlegen, Fassung nicht verlieren, etwas Süsses für die Nervenschonung und ja nie ins Buch schneiden oder Blätter verschnippeln – so einfach geht das!

Komme Skipperin mit einem gut gemeinten DIY-Ratschlag vorbei, so von wegen Bücher in Stoff einnähen! Häckeln ginge ihr grad noch, aber lieber für ein Tanktop. Aber Bücher nachhaltig in Stoff einnähen – gar noch ein Wollmäntelchen stricken? Spätestens in einem Trimester sind die Heftli voller Schnüerlischrift, und ein leeres Exemplar muss her – Einfassen von vorne. Und was, wenn der Atlas den Jahrgang wechselt und dein Mädchen sehr lange Aufsätze schreibt – dann ist das Heft eben noch schneller voll und eine weitere Einfassrunde folgt?

PS: Wieso lernen die Kinder das Einfassen eigentlich nicht direkt im Schulunterricht, beispielsweise im Werken oder Handarbeiten, statt Spansägeleien und Topflappen zum Dritten?

Ein Wort von Skipperin - reloaded

SchulStartThemen - Harmos im Etui und auf dem Schulsack

Eine Frage verbindet derzeit Harmos 1 bis Harmos 11 (wir dürften zum Verständnis aller auch Chindsgeler und Neunteler sagen): Welche Nuance soll mein Ersatzorange in der Farbstiftschachtel haben? Jenes Orange vom Leuchzi erledigt sich von alleine, die bestimmt die Polizei. Neongrün kommt später nach in der Hierarchie. In der zerbeulten Farbstift-Schachtel fehlt Orange.

Eine Frage verbindet jeden Schüler, jetzt da er noch zur Schule darf (nicht muss): Neben wem werde ich sitzen? Wer bestimmt meinen Pultnachbarn oder wird hier, ohne zu fragen, einfach ausgelost? Nach ein paar Wochen ist dann eh Schluss mit Wunschkonzert, da setzt die Lehrerin unvorteilhafte Paare eh auseinander (als Paartherapeutin der Gemeinschaft im Kreisli oder im Schulzimmer zuliebe).

Etwas unterscheidet Harmos 1 von Harmos 11: Die gute alte Unterlage. Mit Weltkarte, durchsichtig für die wilden Kleber, schwarz für Tippex-Graffittis oder mit dem Lieblingsheld, passend zu Tresen und Etui, ab Harmos 9 ist Schluss damit: Dann wird Grösse und Schwarz normiert und während des Unterrichts individualisiert (könnte ja mal langweilig werden, und Tippex gibt es auch flüssig zum Zeichnen).

Beim Schulsack gehen die Meinungen auch auseinander, doch der schnell ausverkaufte Verkaufsburner gibt es: ein 5-6 teiliger Schulsack, mit integriertem Turnsack, voll ausstaffiertem Etui, ergonomischem und mitwachsendem Rückeneinsatz, mobilem Einlegefach gegen zerknitterte Einzelblätter, Licht- und Leuchtkörper. Derweil Harmos 11 mit Surf- und Bikerrucksäcken oder Longchamps unergonomisch mit zerbeultem Etui, doch (wenn es andauert als motivierter Schüler) mit aufgepimpten Innenleben in die Schule geht.

Wir staunen, wie gross die Schulsäcke auf den kleinen Rücken sitzen (klar, ergonomisch) und wie klein jener der grossen Rückgrate (klar, schon sehr erwachsen) werden. Liegt es daran, dass die Schulsäcke überdimensioniert konzipiert aussehen oder ihr so schnell wächst?

Was allen gemeinsam bleibt: Hüselipapier und Radiergummis in allen Varianten. Und eben die eine Lieblingsfarbe - jene, die nach dem zigmalen Benutzen immer kürzer wird in der Schachtel. Eine zieht ja bekanntlich immer den Kürzeren. Zum Zweiten gemeinsam bleibt: Geliebte und gehasste Lehrer und Lehrerinnen. Doch seid euch gewiss, auch sie mögen nicht alle ihrer Schüler und Schülerinnen. Wir sind ja alle nur Menschen.

Einfassen, das dritte Merkmal eines alljährlichen Schulstarts: Easy peasy bei Hüseliheftli, weit kniffliger bei Atlanten (der Atlas, in Einzahl) und Büchern. Das Einfasspapier bitte passend zum Outfit und ja nie zukleben, bevor die Länge und Breite der Buchdeckel quasi in Trockenübung im Papier eingefaltet wurde.

Wir denken diesen Donnerstag, 27. August (oder in der Region Kerzers bereits Montag) ganz fest an euch, wünschen viel Glück auf dem neuen Schulweg, einer grossen Entdeckungsreise, vielleicht erst mit Pedibus, oder des langweilig, gewohnten Schulwegs eines letzten Schuljahres.


1. Nachtrag: Die Oldschool Chindsgi-Täschli seien out - da kämen direkt coole Mini-Rucksäcke in Einsatz.

2. Nachtrag: Das Sujet vom ergonomisch-durchdachten Super-Schulsack ist möglicherweise ab Harmos 3 gehasst (nehmen wir die süsse Fee oder das rosa Einhorn, die waren dann auch mal out, ergonomisch hin oder her). Drum, denkt' über die Sujets wie Dino oder Fee gut nach, ihr lieben Schulsack-Designer!

3. Nachtrag: Das Turnsäckli im sechsteiligen Schulsack ist möglicherweise bei Harmos 4 zu klein, Turnschuhe mit Schuhgrösse 40 der Flossen eines Fünft-Klässlers passen da nicht mehr rein. Zum Glück, so ist Dino von selbst recycelt in der Hoffnung, da kommt kein jüngerer Bruder zum Nachtragen...

Verzweifelt gesucht, gefunden und wieder verloren:

Diese verrückten WLAN-Codes

Dsjkf-Dfh-sDk—eer6753—fsfujsF-gaGa

Oder war es doch eher

87iaj-Ddga-286u-tGhjs-fdSmj-moMou ?

Nein es ist definitiv dieser WLAN-Schlüssel:

sdkf- Fthf-7534-dsfK-jfhs-huii

Im digitalen Himmel wird gelebt, geliebt, gestritten, gelernt, gehört und gelesen oder gearbeitet. Zur Hölle wird es, wenn sich das WLAN ohne Adieu verabschiedet.

Also wehe, dem Sch***Gerät, das stets stabil verbunden, sich sang- und klanglos irgendwo verabschiedet. Ohne Passwort geht da gar nichts mehr. Das ist zwar einfach bei Natel, Laptop & Co, weil sich das Gerät mit dem Netzwerk automatisch verbindet – «dieses Netzwerk merken» nennt sich das beim Apfel-Giganten.

Müsste ein verlorenes NAS, der Drucker, Musik oder TV wieder ins Netz geholt werden, meist mit der Aufforderung «in das bestehende Netzwerk einbinden», dann so: Persönlicher WPA Schlüssel, Passwort.

Da darf gesucht, gefunden und geflucht werden. Es darf wie bei 079 sinniert und geraten werden über die Millionen von Kombinationen, die bestimmt nirgendwo und schnell auffindbar sind, weil es den Auskunftsdienst dafür nicht gibt.

 

Ein Wort von Skipperin

Nun gehen auch die Freiburger (Eltern) zur Schule ;-)

Zwei bis drei Wochen nach den Normalos gehen auch die Freiburger Schüler zurück ins Klassenzimmer. Wie genau, ob mit oder ohne Maske, ob das in Halbklassen gehen wird, werden die Eltern und Kinder genug früh erfahren. skippr hat zu den letzten Schulanfängen verschiedentlich berichtet, wie ein Etui säuberlich aufgepimpt wird, wie sich die Fassung beim Einfassen bewahren lässt, und wieso Finken mehr oder weniger nur hässlich sind. Und was ein Schulsack heute alles drauf hat und wieviel er kostet in Höchstausführung. Diese Artikel folgen in Kürze im Reload...

Wir dürften uns hier gerne über Lieblings- und Hasslehrer auslassen, aber wenn Skipperin ehrlich ist, haben die es sonst schon schwer genug.

Deshalb knüpft sie sich mal die Elternschaft vor, die sich mehr oder weniger zimperlich aufspielt. Bedenken wir, dass der Lehrer neben dem Pfarrer, dem Arzt und dem Grossbauern mit den meisten Kühen im Stall die Respektperson eines jeden Dorfes war, so ist er heute ein viel getroffenes Ziel von überbesorgten Helikopter-Eltern.

Also gehen diese Zeilen zum Schulanfang an die Eltern der Schüler: Stürmt nicht, wenn die Note um einen Tausendstel abgerundet wird. Reklamiert nicht, wenn Strafaufgaben anstehen oder Nachsitzen nach drei roten Karten! Ihr wart nicht dabei und euer Lümmel oder Lusmeitschi hat es verdient. Die führen nämlich ein Doppelleben eure Kinder: Die gehen nicht zur Schule. Nein, sie  a r b e i t e n  an der Schule und nehmen dort eine andere Rolle ein als zu Hause. Im Fall wahr. Erster Arbeitstag ist im Kindergarten, wo die Aufgabe «wir arbeiten jetzt am Regenbogenfisch» anstand.

Ganz wichtig, liebe Eltern, beginnt nicht mit der Dorfpolizei zu diskutieren und schon gar nicht mit dem noch schlimmeren Exemplar eines Schulwartes: Vor dem Schulhaus sind Schulkinder willkommen, die zu Fuss, auf dem Radel oder mit dem Pedibus ankommen. Da braucht es kein Argument, das Kind im zu grossen SUV für gefühlte 500 Meter hin- und zurückzufahren, nur weil die Ballettstunde etwas knapp nach Schulschluss angesetzt ist.

Und liebe Eltern, bitte, bitte verkneift euch nach einem trägen Informationsabend mit der neuen Klassenlehrerin so gegen 21.30 Uhr solche Fragen: «Müssen wir nun auch den Atlas einfassen?» und «Wieso kann mein Kind nicht neben seinem Freund sitzen?»

Dass ein Znüni gesund sein müsste, wisst ihr ja, liebe Eltern, aber diese ewig staubigen Darvidas und trockenen Apfelringe dürfen sich mit Chips ablösen, weil es gibt sie ja diese Lehrer: Die erlauben ein Cheating-Znüni pro Monat, wo auch mal ungesund genascht werden darf.

Also dagegen solltet ihr dann auch nicht protestieren, denn euer Kind holt sich das verlockende Ungesunde sonst beim Gspänli, das sein Schoko-Popcorn covidkonform nicht teilen darf.

Und noch was: Lehrer sind auch nur Menschen, die ihre Privatsphäre schätzen – deshalb sind Nachrichten und Telefonanrufe über Lappalien eurer Liebsten tabu. Es gibt ja ein Schul-Sekretariat, das bereits um 7.30 Uhr die Nachricht annimmt, ins Lehrerzimmer weiterleitet und von dort ins Klassenzimmer.

Ein Wort von Skipperin

Zum sonnengebratenen Nachbrand

Kennt ihr den auch, den fiesen Sonnenbrand, medizinisch «solis aesu» genannt? Gerade gegen das Sommerende werden Disziplin zum Hautschutz kleiner und Tuben leerer. Die Haut ist sich ja an die Sommersonne gewöhnt und schützt sich selber, weil schon gebräunt, neigt sie zu denken, die sonnenanbetende Skipperin. Und schon bald ist ja Herbst, also auftanken für die kühleren Tage.

Mehr als dumm gedacht: Denn die Bräune ist 1. alles andere als vornehm oder 2. gesund. Die Haut wehrt sich gegen die UV-Strahlen. Wenn sie davon zuviel abbekommt, verbrennt sie, wird rot und juckt. Im schlimmsten Fall pellt sie sich.

Unschöne Beispiele an Sonnenbräune gibt es genug, die eine Haut ledrig und schneller altern lässt, Schrumpeln an Ellbogen und Knie hinterlässt oder Sonnenbrand-Narben wie Jahresringe von einem Baum.

Die Faustregel, die sich Skipperin selber gesetzt hat: Nie ohne 50 raus und immer ein UV-schützendes Lycra dabei. Und vor 15.00 Uhr Schatten suchen oder spenden.

Also Sonne meiden und sich davor schützen, das weiss nun jedes Kind. Passiert es dennoch, dass ein quälender Sonnenbrand das ganze Bett oder Kleider am Körper kleben lässt, probiere diese Tipps zum Löschen:

- Yoghurt oder Quark aus dem Kühlschrank, natürlich Natur...

- Aloé Vera Pflanze aufschneiden, Saft verteilen

- Gurkenscheiben auflegen, geht auch als Sonnenbrand-Tzatziki mit Yoghurt

- Fenistil-Gel

- gekühltes Eiswasser aus der Sprühflasche

- Bepanthen Sensiderm-Crème

- Weg mit engen Kleidern, spannenden Gummibändern oder Trägershirts

Vielleicht wüsste jemand da draussen, ob gegen diesen Nachbrand von der Sonne auch Zwiebelringe helfen? Die scheinen ein Allerwelts-Heilmittel zu sein – sogar gegen Wespen- und Mückenstiche!

Einen Sonnenstich einzufahren, wird diese Tage tatsächlich auch noch möglich. Drum geniessen wir ihn nochmals ausgiebig, den SOMMER 2020, mit allem drum und dran. Danke Meteo!

Ein Wort von Skipperin

Wunderwaffe(n) gegen Mücken & Co. gesucht

Alle Jahre wieder feiert sie dieselben Rituale mit Mücken, Wespen, Fruchtfliegen, Bremen und den Entenflöhen. Jedes Jahr folgt ein ähnliches Fest an juckenden Stichen, roten Pusteln und geschwollenen Pickeln. Ein sehr hässliches Accessoire, dem sich Skipperin leider nicht entledigen kann und Narben bis in den Herbst hinein hinterlässt. Drum ist sie auf der Suche nach der ultimativen Wunderwaffe gegen die typischen Plaggeister eines jeden Sommers.

Wie macht ihr das bei Wespen?
Die Petflasche mit dem abgeschnittenen Hals, der mit der schmalen Öffnung nach unten auf die Flasche gestülpt wird, funktioniert nur mässig. Und zwar egal, ob Sirup oder Cola drin ist, die Wespen stürzen sich immer auf das Getränk von fremden Gästen. Und sind ja so wertvoll, weil sie mindestens ein halbes Kilo an Mücken pro Tag verspeisen. Skipperin sagt ihr das dann persönlich, wenn eine in ihrem Hosenbein steckt und sie am Steuer sitzt.

Was hilft wirklich gegen Mückenstiche?
Fenistil als Gel, in Tropfenform, als Roll-on, Kik in allen Varianten, Gift-Stecker, Antibrumm in allen Formen, heisses Mückenverbrenn-Gitter, Mückenarmband, Mosquitonetz und neu wird ein Blaulicht gegen Mücken beworben. Scheinbar sei sogar das Vermeiden von Licht ein Ammenmärchen, um nicht gestochen zu werden. Die anzündbare Citronelle-Schlange unter dem Tisch hilft nur gegen gemeine Stiche an Knöcheln und Fersen, solange sie denn auch brennt. Und die Mückenverbrennungsanlage erzeugt ein hässliches Geräusch.

Was tun gegen den Juckreiz von Insektenstichen?
Mit dem Fingernagel das traditionelle Kreuzchen eindrücken, bringt nichts, ausser Blut. Teebaumöl nimmt das Jucken auch nur mässig und die Pflaster gegen den Reiz bleiben am Stich kleben, bis die Wunde offen ist. Das gemeinste unter den Juckreizen – welch’ komisches Wort, als wäre jucken ein Reiz – ist die dicht befahrene Strasse an Stichen: Das sieht dann aus, als hätte ein fieses Insekt Skipperin bepisst. Am schlimmsten an Ellbogen, Knöcheln, wo wenig Haut aber viel Knochen liegt.

Was hilft gegen Entenflöhe?
Skipperin weiss nur, dass es sich besser nicht auf einem Floss treiben lässt und auf einem Holzsteg kleben bleibt. In den Schilfgürtel legt sich sowieso nur das Federvieh hin oder der Wildhüter. Am besten gar nicht mehr im Naturgewässer schwimmen gehen, ist wohl die Lösung.

PS: Übrigens sind Wespen nützliche Schädlingsbekämpfer. Wusstet ihr, dass ein grosses Wespenvolk an einem Hochsommertag etwa ein halbes Kilogramm Fliegen, Bremsen, Stechmücken und Schädlinge verspeist?

Ein Wort von Skipperin

So fühlt sich Sommer 2020 an

Die Jahrzahl muss zum Titel hin. Leider. Oder zum Glück. Denn Sommer fühlt sich zwar seit Urzeiten gleich an. 2020 in anderen Gefühlen. Skipperin bleibt beim Bewährten. D e m einzigen und entscheidenden Sommerfeeling mit der Frage an euch: Wie fühlt sich Sommer an?

- Je nach Lage mit brennenden Schienbeinen oder Schultern

- Barfuss auf heissen Sohlen auf Pflaster oder Sand

- Frisch gestochen mit juckend-brennendem Mückenstich

- Das gute Gefühl von kaltem Wasser im Nacken

- Klebrig in Kleidern an der prallen Sonne

- Die kleine feine Morgenbrise in der Herrgott’s Früh

- Das kühle Nass eines feuchten Pareos

- Der Schattenspender Strohhut

- Die Schweisstopfen unter dem Hut

- Vom Badituch alle 3 Minuten ins Becken

- Das Eintauchen in einen Bergsee und in seine Menschenmenge

- Das Bad in der Menge mit 1.5 Meter Abstand

- Der Duft der Haut nach einem Baditag

- Die Seele nach einem Sommersonnenuntergang

- Das Unbeschwerte auf der Luftmatratze oder im Schwimmring

- Die Mittagssiesta unter einem Baum

- Mit offenen Augen tauchen und Unterwasser zu zweit reden oder singen

- Die Hände in einer eingetrockneten Sandburg, die neu zur Wasserburg wird

- Das Geborgene unter einem selbstgebastelten Zelt aus Tüchern

- Von Fuss bis Knie im kalten Brunnen

- Der erste Biss in eine kühlen Wassermelonen-Schnitz

Und bei euch so? - Sommergefühle mit oder ohne Foto per WhatsApp an 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

So tönt Sommer 2020

Die Jahrzahl muss zum Titel hin. Leider. Oder zum Glück. Denn Sommer tönt zwar seit Urzeiten gleich. 2020 in anderen Tonlagen. Skipperin bleibt beim Bewährten. D e m einzigen und entscheidenden Sommersound mit der Frage an euch: Wie tönt Sommer?

- Das Abklatschen im Dreier-Beachvolleyteam nach einem Erfolg.

- Das Plätschern des Wassers, während man gemütlich drin chillt...

- Das erfolgreiche Abklatschen einer Fliege, Mücke oder "Brääme"

- Der Ohrwurm eines viel gespielten Sommerhits

- Das Klatschen der Figechlepfer (Flipflops)

- Wasser nach einer geglückten Arschbombe

- Die Zirpen der Grillen, zum Glück sind sie immer wieder da

- Die Möwen, schön seid ihr überhaupt geblieben

- Die Brumms und Umms von Motoren aus Autos, Quads und Motorrädern, dank diesen #ferieninderschweiz

- Die Tsch-Tsch’s jedes Grillitariers

- Buena Onda, aber ohne Club oder Party, danke Radio!

- Das Klirren von Eiswürfeln im Glas

- Die Wellenformen des Rasensprengers in Nachbarsgarten

- Die Tonlagen an Tropfen, Gewittern und Hagel, danke Meteo

- Die akustische Ausgelassenheit in einer Badi (oder Strandbar)

- Das Weinen der Kleinen, die im Buggy chauffiert echauffiert werden (hier mal ohne Socken, Schwitzhut und Lammfell:)


Und bei euch so?
 - Sommersoundbeispiel mit oder ohne Foto per WhatsApp an 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

So riecht Sommer 2020

Die Jahrzahl musste zum Titel hin. Leider. Oder zum Glück. Denn Sommer riecht seit Urzeiten gleich. 2020 in anderen Duftnoten. Skipperin bleibt beim Bewährten. Dem einzigen und tollen Sommerduft mit der Frage an euch: Wie duftet, stinkt, riecht bei euch der Sommer?

- Mit Lavendel parfürmierte Desinfektion für die Hände. Meint Eveline.

- Schweiss nach harter Gartenarbeit. Sandro aus Garten Eden.

- Calipo aus dem Karton, vom Lecken zerfezzelt, macht Miss Annanass.

- Der Duft von Mähdreschern, im Schlafzimmer, abends, niesend.

- Citronelle-Kokos eben frisch angerührt, Mücken-Waffe zum xten.

- Die Gabel im Restaurant voller Antibrumm, weiss Skipperin.

- Der Duft vom Label «Greet» namens Island water, sagt Charly. Der ist aus Köln.

- Das Ventil einer Luftmatratze im Mund beim Aufblasen, heute gehabt.

- Die Grill-Haut der knackigen Cervelat, Götti sagt ihr zwar "Glepfer", mit vier Beinchen.

- Nackte Füsse auf feuchtem Teer oder Stein, unvergesslich seit 1976.

- Ein feuchtes Tuch nach dem Bad, Hauptsache Sonnencrème war drauf!

- Sun kissed, zu Neudeutsch "sonnengeküsst", aber mit ungewaschener Haut und Haaren, gilt wohl nicht für alle.

- Ein Gartenschlauch, mindestens eine halbe Stunde in der prallen Sonne aufgewärmt.

- Verspätete Erschtagùùgschte-Verbrennereien

- Das Abblasen einer Luftmatratze – gib’ dir den Gummi zurück, den du vorher reinpustet hast!

- Tomaten-Basilikum (Schnecken waren schneller, drum Basilikum aus dem Laden)

- Wassermelone aus dem Seeland, kurz angegrillt mit Feta serviert.

- Torf nach dem Regen, der Dampf duftet.

- Das Interieur deiner Karre bei 34°C...

- Der heiss gewärmte Teppich im Boot

- Chlor im Pool

- Das Stand Up Paddle, das Pedalo, das Rudern früh morgens: Der See duftet taufrisch, die Füsse auch.

- Frischer von der Sonne warmgehaltener Chuehplätter in den Bergen

Und bei euch so? - Sommerduftbeispiel mit oder ohne Foto per WhatsApp an 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

Macht mobil, bei Arbeit, Spass und Spiel!

Mobil sind wir derzeit wohl alle oder viele, die von A nach B reisen. Ferienhalber. Und Arbeitsbedingt. Da finden sich in Deutschfreiburg auf einmal speziell viele Autos mit den exotisch terrestrisch-seltenen Kürzeln wie TG, AI, GR und TI neben den gewohnten Buchstabenduos wie AG, SO, BE und VD in unmittelbarer Nähe. Willkomm’ – Bienvenue – Benvenuti! Wir nehmen euch alle herzlich auf in diese speziellen Sommerferien und ziehen uns zurück, um euch Platz zu lassen. Gerne geschehen! Skipperin kann ihre Beobachtungen dennoch nicht verklemmen, und diese haben nur halbwegs mit #ferieninderschweiz zu tun. Schön, dass ihr das mit ihr teilt!

Ein Spezialkonvoi aus NE, der hier ganz sicher nicht Ferien macht. Schiene auf die Strasse, statt Strasse auf die Schiene, war das Motto des einen Wagon-Transportes: er war nicht zu beneiden der Chauffeur, mit Konvoi-Fahrzeug, denn er kriegte bei der Autobahnauffahrt Richtung Bern die Kurve nicht. Hinter ihm viele Autos aus UR, AR, SZ; TG voller Veloanhänger und getürmten Autodächern an SUP’s, Kanus oder mit Anhängerkupplung mit Wohnwagen, Boot oder Deltaflieger-Schachtel… Skipperin schwitzte mit dem Zumwald mit – der arme Kerl aus dem Konvoi, zuvorderst an diesen Ferienreisenden, von denen immer mehr wurden! Nach einer Abkürzung aus dem Stau geflohen, via Jägerstein und Galmiz kam Skipperin in Kerzers auf die freie Autobahn und wer fährt ihr vor: Der Zug auf der Strasse! Ist ja bewiesen, die SBB sind immer pünktlich und der Zumwald-Konvoi-Chauffeur, der muss ein Superheld sein, dass er diese Kurve gekriegt hat.

Davor ging es um eine ebenso mobile Sequenz mit Cornet auf zwei Rädern mit Pistache-Schokolade-Vanille getürmt und ebenso professionell im Mobilen hin und her: Ein prall gefülltes Bisquit mit drei verschieden farbigen Kugeln – mmmh, schläck, denkt ihr wohl? Das Guidon auf dem Velo liess die Kugeln kugeln, die Fahrerin rutschte mit, sie versuchte zu retten, was fahrend zu retten war. Immerhin, der Stau hinter ihr blieb aus. Aber ihr Typ fuhr unbeirrt voraus, ohne Cornet, typisch – der kann nicht ihr Typ sein, so viel dazu, als kostenloser Rat von Skipperin.

Danach gab es abends Standup-Yoga zur Entspannung des Tages: Skipperin ist eher am Ufer, im Wasser im Chöpfler, als trocken auf See-Yoga. Ist das nun Yoga oder Standup fragt sie sich mit dem Spritz in der Hand? Die Bretter stehen still, Binsen sind ja genügend vorhanden, um sie zu stoppen. Die Frauen turnen auf den Brettern, irgendwie sieht das leider nicht so «binsig» aus. Seid ihr jetzt von A nach B auf dem Standup unterwegs, am besten von Cocktail A zu Drink B? Oder seid ihr im Ashram am Detoxen mit viel Ayurverda-Öl auf der Stirn? Wieso denn Yoga auf dem Brett? Das Brett verlangt doch schon was an Balance. Kraft und Koordination. Reden wir mal gar nicht von Yoga, das viel abverlangt an Sport, Konzentration und Beweglichkeit. Gemein gesagt: Entscheidet euch je nach Situation für Wassersport oder Yoga, für den Tequila Sunrise oder den Jogi-Tee! Nacheinander aber nicht in Combo!

Fragen wir am besten an diesem einen speziellen Tag den Zumstein-Chauffeur, wie er diesen Eisenbahnwagen um die Kurve gekriegt hat. Sicher nicht auf dem Brett, aber bestimmt mit einem Yoga-OHHHM und einer hoffentlich intakten dreistöckigen Cornet-Glacé am Steuer! Skipperin schenkt ihm ein tiefgekühltes Mars – wer im Fall vergessen hat, was im Titel steht.

Ein Wort von Skipperin

Auch Männer haben Probleme – macht ihr das absichtlich?

 

Eine Verpackung von Venus Gillette lässt sich ohne frisch geschliffenes Sackmesser und zerschnittene Fingerkuppen nicht öffnen. Da war ein Verpackungsgenie vor der Frau dran, die sich rasieren will und nicht schneiden. Mach’ das mit deinem Mach5, Mann! Aber nicht mit Venus!

Es geht hier um die Kraft von Verpackungen, Verschlüssen und Ventilen:



Dein Tankdeckel an deinem eigenen Auto ist auf einmal nicht aufzukriegen? Kein Wunder, da war ein Mann dran, einmalig nur am Tanken – es handelt sich aber um deinen Tank und um dein Auto – kurz ausgeliehen. Die Revanche bei vollem spendiertem Tank eines Mannes ist dermassen gut gemeint, dass du als Schraube den Deckel bei der nächsten Füllung nie mehr alleine aufdrehen kannst. Also braucht es einen Tankwart, ein aussterbender Beruf oder ein mitleidiger Tankstellen-Verkäufer, der dir den Tankdeckel aufschraubt. So mit einem müden Lächeln. Was du ja eigentlich selber kannst, wäre da nicht einer vor dir am Hebel gewesen, macht ein Mann. Das macht er alles, bevor du dir die Drehung und Stärke des Drehverschlusses nach eigenem Ermessen selber einstellst.

Nächster Schauplatz: Kinder-Autositze mit zwei Familienautos, müssten ja ab und zu mobil und dynamisch rein und raus zu versetzen sein. Der Klickverschluss braucht was Kraft. Easy. Sind ja die neuste Generation an Kinder-Autositzen und so easy zu handhaben mit ihren Klicksystemen. Ein kräftiges Hauruck, deine Tränen über die vielen Versuche, die Niederlage und die abgebrochenen nicht-gelierten Fingernägel notabene waren schwächer, und der Sitz ist mit Power des Kindsvaters ausgeklickt. Es waren übrigens zwei Sitze mit acht Klicks von einem ins andere Auto.  Ein und Aus mit einem Klick, und du machst so ein Theater! Sei froh, hat dein Auto überhaupt das Klicksystem auf der Rückbank – es ging davor, diesen Römer, nur mit Sicherheitsgurte um- und anzuschnallen – jeder Grosi-Dienstag endete mit irgendeinem blauen Finger und auch seinem Klick. Eine tolle Sache, übersetzt in Mehrzahl was von  «Maxi Cosi»!

Szenario Scooter-Trotti, Like-a-bike, Velo oder Dreirad zum Zusammenklappen: Weil da noch selten ein WD 40 dran war, sind Daumen blau, das Wörterbuch an ganz groben Flüchen grösser und Lack oder Rahmen zerkratzt, weil in voller Grösse im Kofferraum verstaut: Die Teile lassen sich nie und nicht zusammenklappen. WD 40 oder die Kraft eines Mannes waren grad nicht da oder stärker beim Aufbau – aber nicht beim Abbau. Das gilt für Schlitten, für neue Skatesredli oder Ventile am Rad oder Gummiboot genauso.

 

Gut, wir müssen nicht alles können, ihr lieben Männer: Aber sag’ uns einer von euch, wieso WC-Deckel, Konfi-Gläser, Schächte, Fensterrahmen, Aussenleuchten, Triptrap-Fussbrett und überhaupt Verpackungen aller Art mit voller Kraft vielleicht von euch erfunden, angebracht, aber für keinen Anwender zugeschraubt und installiert werden?  Die Birne, den Ring, das Glas und das Gewind im Alltag wechselt dann irgendeine Venus-Schraube, die das bewirtschaftet und in Eigenkraft eigentlich selber benutzen kann und will.

PS: Und jedem Verpackungsdesigner kommt hier eine raue Wasche. Überlegt euch etwas Besseres beim nächsten Schraub-Klett-Dreh-Schrumpf-Design! Mann!

 

Ein Wort von Skipperin

Über solchen Hot Stuff in der Provinz

Ist, habt oder seid ihr heiss? Und gar nicht so scharf auf Sommerhitze aber auf Donna Summer’s Hot Stuff? Der Song kommt zum Schluss. Nehmen wir uns nach Donna, mal die, nennen wir sie, Käthy, links vor. Und die Suzy, rechts.

Beide sitzen mehr oder weniger angestrengt auf  einem gemütlichen  Bänkli in brütender Juli-Hitze mitten auf heissem begrünten Asphalt mit Pseudo-Park. Skipperin fällt auf, so wie im Bildspiel «Was ist hier falsch»:

Käthy macht alles richtig: Weisse Kleidung gegen die Hitze, Sonnenhut gegen den Sonnenstich, Maske gegen den Covid-Chäfer und vor allem, sie s i t z t entspannt, die liebe Käthy. Beide Beine auf dem Boden. Suzy rechts von ihr, macht eigentlich auch alles richtig, aber dennoch alles falsch, wenn es so richtig heiss ist: Raus aus den Kleidern, aber bitte doch nicht so im öffentlichen Raum. Das Kopftuch ist top, wäre aber als Schweisstuch effizienter und die Art, so verkrampft auf dem Bänkli zu sitzen, sieht zwar akrobatisch heiss aus. Entspannter Sitz sieht anders aus. Kommt Suzy direkt aus dem anstrengenden Gymnastik-Training, dann verzeihen wir ihren Stil, es bleibt ihre Sitzgelegenheit. Sie könnte höchstens das Stirnband als Bikini-Bandeau verwenden und unterstreichen, dass die Achtziger zwar vorüber aber wieder gefeiert werden. In dem Fall ist Suzy also völlig in.

Es mag nach unsinnigen Worthülsen im Sommerloch tönen, aber immer noch im Bildmodus, der so in Echt entstanden ist, fragt euch Skipperin «Was ist hier falsch»? - Genau, der Sonnenschirm täte beiden Damen gut! Nur, was nach vorne versetzen.

PS: Und du liebe Donna, hocke du ja nicht in Lederkluft und Tüll auf dieses Bänkli irgendwo in Deutschfreiburg, du würdest gefressen! Zu heiss!

Aus dem Eltern-Leben

Hilfe, die ertrinken!

Vor dem Schwimmen kommt das Tauchen. Der Kleinkinder-Schwimmkurs verbildlicht das legendäre Nirvana Cover. Da ist aber kein Baby aus dem Nirvana, aber dein eigenes. Und das muss nun in den Schwimmkurs.

Die Teilnehmer sind zwischen 3 und 6 Monaten alt. Die Mütter, meist sind es die Mütter und nicht die Väter, möchten eigentlich noch nicht in die Badi. Weil die Bikinifigur, die kommt erst noch. Oder vielleicht lernst du, deinen Körper zu feiern, schätzen und bewundern für das Wunder, das er vollbracht hat. #bodypositivity

Wir stolzen, pflichtbewussten Eltern lehren unserem Nachwuchs das Schwimmen vor dem ersten gesprochenen Wort. Ziemlich früh also. Und das geht dann so: Huggies, Pampers oder am besten secondhand nachhaltige Badewindelhosen aus feuchtigkeitsabsorbierendem Material. Hauptsache Schwimmwindeln.

Dazu Kraulquappen (für 0-30 kg), die zwar etwas kosten in der Anschaffung, top sind und dann entweder für die nachfolgenden Geschwister genutzt oder für fast denselben Preis weiterverkauft werden können.

Es gibt auch Babyanzüge mit integrierten Schwimmhilfen am Bauch – je besser der Fortschritt, desto mehr schwinden die Schwimmhilfen am Gürtel. Oder wir üben in Neopren mit Auftrieb und Sonnenschutz-Garantie.

Wer neue Bademode braucht oder möchte, schaut am besten nach nachhaltigen Labels. Zum Beispiel «Bobo Choses» hat auch ganz tolle Vorjahresmodelle, die günstiger gehandelt werden via Stadtlandkind, Little Vikings, Smallable, Tausendkind und wie sie alle heissen.

Es ist Sommer, Zeit für Schwimmkurse. Es gibt sie intensiv in einer Woche oder als Jahreskurs und sie sind ungemein beruhigend. Beruhigend zu wissen, dass ein Ausflug ans Wasser immer entspannter wird und das Kind schwimmen kann. Bis dahin liegen Besuche des hygienischen und ästhetischen Grauens im Hallenbad dazwischen…

Und die gesamte Palette an Seepferdli, Seeigel und Delfin-Abzeichen – die es übrigens aufs Badetuch zu nähen gälte. Ein Badetuch, das spätestens ab der 3. Klasse wegen Nichtmehr-Gefallens wechselt, die Abzeichen drauf aber alle weiter gelten und als Schwimmer-Trophäe dienen. Gälte es also, diese abzutrennen und neu aufzunähen – spätestens vor dem Rettungsschwimmer-Brevet.

Doch zurück ins Chaos und ins Chlor. Vor dem Schwimmen wird getaucht und den Eltern wird gelernt, loszulassen. Dieses Cover von Nirvana wird real: Das Kleine taucht ab, sieht dich unter Wasser mit grossen offenen Augen an und fühlt sich sichtlich pudelwohl. Es wird uns gelehrt zu warten, das Kind nicht sofort am Schopf zu packen und an die Luft zu holen. Da holen die Eltern erst tief Luft, beim Zuschauen und denken: “Ich ertränk’ doch kein Kind!“.  Doch es hat funktioniert, Kleinkind lernte erst tauchen und sich unter Wasser fortzubewegen, Luft zu holen und vom Böckli zu springen. Bis die Augen dunkelrot und die Finger schrumpelig wurden. Für die wasserscheuen Ausgaben gibt es Trainings auf der Treppe, die ins Becken führt: Die spielen auf dem Bauch Walfisch und müssen mit dem Kopf halb im Wasser kriechen.

Der Höhepunkt kommt in der Garderobe, in den Wintermonaten ein ganz besonderes Erlebnis: Nach der Hitze im Bad, sind Umkleideräume grässlich kalt, kleine und grosse Menschen klatschnass, alle Föhne, lautes Gekreische um feinste Darvida-Krümel im nassen Badetuch in der viel zu engen Kabine. Bis das Kind angezogen, ist Mutti oder Vati schon lange trocken, blank auf den Nerven und immer noch in Badehose. Sich anzuziehen, wird zum Duell: Wer wird schneller wieder nass? Das Chosli-Angebot ist grossartig, vor allem das Fussbecken bei den Eingangsduschen ist ein Super-Magnet für angezogene Kleinkinder.

Übrigens, in trockenen Socken haben wir es nie in die Winter-Schuhe geschafft. Zum Glück finden Schwimmkurse jetzt im Sommer statt. Nur der Morgentau auf dem Rasen lässt etwas frösteln, aber so früh in der Badi heisst auch: Der Liegeplatz ist covidbedingt gesichert!

Ein Wort von Skipperin

Zum «dernier cri» dem letzten Modeschrei der Saison

Wenn vor einem Jahr Länge, Glitzer und Verspieltheit von Roben das Thema war, wir uns über schlappe Strand-Schlarpen, zu hohe Sandalen und Sommer-Feigenklepfer lustig machten, nimmt sich Skipperin halt den Modesommer 2020 vor. Es geht also leider weder um den neuesten Häkel-Bikini noch um den Pareo, oder die angesagte Brille, doch vielmehr um das sogenannten Key Piece der Saison: der Maske. Die war ja lange ausverkauft in den Schweizer Mode-Läden und wurde als stylisches No-Go von den Pandemie-Beratern gepriesen.

Nun wird die Maske mal im ÖV zur Pflicht und nicht zur Kür – wie eine Vogue schreiben würde, das Must-Have eines jeden Outfits. Auso de haut. Fahren wir noch ÖV oder wieder ÖV? Oder setzen wir uns grad freiwillig den Hetzjagden auf Autobahnen voller SUV’s aus, weil der Maskenball noch nicht jeder unter uns entdeckt hat? Skipperin versucht es also, auf diesem Maskenball mitzutanzen. Venezianisch oder barock am liebsten, aber das ist nicht BAG-geprüft. So wie das BAG von Stoffmasken abrät – Spass oder Modefeeling hin oder her, schade trotzdem.

Logos aus Seide von Dolce & Gabbana, Dior und Vuitton, regionale Nähdesignerinnen in Eigenkonstruktion, nordisches Design, in allen möglichen Mustern, sogar Liebling-Leoprint gibt es, mit Vintage-Tattoos bedruckt, mit Härzli oder Totenmaske, mit Gebiss oder in Angestalt eines Bart Simpson, so hype und hübsch sind Masken!

Da die hellblaue etwas an Krankenschwester erinnert, wegwerfbar und vom BAG empfohlen, hat Skipperin diese an Lager. Die Schweineschnauze, FFP2 bis FFP3 mit oder ohne Ventil, hat sie noch nie ausprobiert, hingegen die Plexihaube schon. Die ist im Fall nicht schlecht. Da passt sogar Lippenstift drunter und sie erkennt Mimik ihrer Gegenüber. Zum Putzen top, weil die Augen auch geschützt sind vor Staub und Insekten. Wichtig bei den Hauben, eigentlich ist es eine Schweissbrille mit Scheibe, auf beiden Seiten ist dringend die Schutzfolie abzuziehen. Zu lange sah’ Skipperin nur Mattscheibe durch das Plexi, schwerhörig von den hellblauen Modellen geworden, aber eben, hinten an der Haube ist eine weitere Folie zum Wegnehmen.

Hier der Link zur Sommer-Mode – einfach erklärt, was an Modellen geht und was nicht

Skipperin fährt eigentlich nie ÖV, trägt aber Maske bei der Arbeit in der Öffentlichkeit – dieser Text ist also eigenerfahren und alleine vor einem Bildschirm geschrieben. Machen wir doch alle mit beim Maskenball – Skipperin beginnt mit einem Fotoaufruf, auch ausserhalb vom ÖV – im Selbstauslöser. Schickt uns eure Maskenfotos per WhatsApp an 079 950 15 71 oder an info@skippr.ch

Auch Männer haben Probleme (und Frauen auch)

Mit der Karre und ihrem Kult

Seien wir mal ganz, ganz und sehr ehrlich im Umgang mit gängigen Klischees: Männer träumen von dicken Karren, frisieren am Auspuff und an den PS, fahren einen Rennwagen, wenn sie alt und reich wie Bernie Ecclestone sind – oder tragen wenigstens ein «Remus» an der Heckscheibe, leasen sich einen RS A8 und legen ihre Chassis tiefer. Jede Traumfrau macht es euch gleich und kurvt im schicken Cabrio in Hellblau rum, setzt sich den Wackel-Elvis auf die Armaturen, klebt Margrittli an den VW-Käfer oder das Gabalier-Konterfei an den Pathfinder.

Das lustige Klischee im Alltag und beim Modelltausch: Beschafft euch Autos, die nicht nur zum Träumen, aber zum Beherrschen sind. Sie, die Zierliche im Pickup, das mag euch gefallen – bis sie einparkt ;-) Das Umgekehrte gilt genauso: Im hellblauen Cabrio mit Plüschtierli seid ihr keine echten Kerle mehr! Wählen, bezahlen und beherrschen wir also unsere Karre selbständig und bestimmen bei einer nächsten Anschaffung selbstverständlich demokratisch im Familienrat, wer, wann und wie gut damit fahren soll! Ein zweiter Kinderwagen erfordert halt mehr Stauraum.

Leider gibt es zu viele Männer und Frauen in zu hohen PS-Cabrio-Schleudern, Pickups und SUVs – wenn es ganz hoch kommt mit Kuhfänger und Göla-Kleber – und die müssen dann damit in die Migros. Oder nur auf die Autobahn.

Zu nahe am nächsten Heck, zu eng im Parkplatz, zu dicht in der Altstadt. Heute besonders und leider auf der dicht befahrenen Autobahn beobachtet: Geiler Pick-Up, geile Sonnenbrille im Rückspiegel gesichtet, als unhöflicher Kerl geortet. Der fühlt sich wie auf der Rallye nach Dakar – stammt mit Kuhfänger eher aus dem Oberland. Wir sind nur auf einer A2, A6 oder A1.

Nennen wir es beim Namen, das A…, das hinter dem Steuer hockt. Hinter der Haube hetzt eine unhöfliche Frau im viel zu grossen Wagen, mit viel zu kleinem Abstand, mit viel zu vielen Autos auf beiden Spuren. Gemeinsam bleibt uns nur dieselbe Pilotenbrille. Sie hockt bei 30 Grad auf, als wäre Dakar das Ziel.

Die will aber nur in die Migros, in die Kita oder zur Arbeit! In einer viel zu grossen Karre. Typischer Familienwagen, ein SUV, im Familienrat ausgewählt, sie sitzt aber alleine in der Karre, ihr Stauraum ist sicher voller Kinderwagen. «Fühle dich doch wie auf deinem Sahara-Trip», denkt die Gehetzte und lässt die schwarze Dreckschleuder mit Kuhfänger überholen.

Ein Traum, so ein Auto, wenn es ohne Piepser, Kamera und Aussenlinsen sauber in eine enge Garage geparkt ist und in den letzten, engen aber freien Parkplatz passt. Das wäre wohl d e r ultimative Test beim Autokauf – ohne Krach, Blechschaden oder Häme, wenn es ein Pilot kaum aus dem tiefergelegten Rennwagen schafft, oder sie kaum auf SUV-Höhe blicken kann. Etwas peinlich, doch lustige Realität.

Das Schöne am Kult der Karre: Wir kommen alle ans Ziel, zwar nicht nach Dakar. Aber vielleicht schneller ins Chablais als ein Cayenne SUV auf Hetzjagd.

 

#solennität2020

Keine Soli ohne Kadettenkader

Ein paar Impressionen aus der heutigen Kaderprüfung - die restlichen Fotos unter "Bilder aus der Region".

#solennität2020
#kadettenmurten

Brevetierung im Livestream - online ab Montag, 22. Juni, 9.50 Uhr:

Der Jugend ist der hohe Tag, so freu‘ sich, wer sich freuen mag!

Skipperin zum allerschönsten Tag im Jahr

Dinge, die heute in Murten passieren

Das Drehbuch ist klar, die Regie bestens erfahren, die grosse Inszenierung zum ersten Mal in der 185jährigen Geschichte abgesagt. Jeder Deutschfreiburger, überhaupt jeder Schweizer, dürfte wissen, was heute in Murten auf kleinster Bühne oder im Herzen gefeiert wird:

- Es ist  d a s  Fest der Jugend schlechthin, das zugleich ein wichtiger Gedenkanlass ist an die Schlacht bei Murten gegen Karl der Kühne und seinem Burgunderheer vom 22. Juni 1476.

- Es wird seit dem 16. Jahrhundert gefeiert und dank dem Kadettenwesen seit 1835 als Jugendfest kurz vor Sommerschulschluss veranstaltet.

- Tagwache ist um 5.00 Uhr mit dem 1. Böllerschuss – es sind über den 22. Juni insgesamt 22 aus der Kanone auf dem Kanonenmätteli.

- Die Geschichte überliefert, wieso das Fest in der Herrgottsfrüh beginnt: Nach verregneten Tagen lichtete sich der Himmel um 5.00 Uhr morgens an diesem besagten 22. Juni 1476. Die versammelten Eidgenossen, die auf die Zürcher warten mussten, kamen über das Franzosenholz und durchbrachen den Grünhaag.  Zusammen mit den Innerschweizern die den Burggraben bezwangen, fielen die Frühaufsteher auf die Heerlager der schlafenden Burgunder und erwischten sie quasi im Unterhemd. Die Burgunder lauerten übrigens einen Tag zu früh auf und zogen sich am Vortag durchnässt in ihre Lager zurück.

- Karl der Kühne ruhte sich auf dem Bois Domingue aus - mit Panorama-Blick auf die belagerte Stadt und wurde arg verklopft und vertrieben.

- Dieser Karl, er verlor bei Grandson das Gut… in Murten den Mut… in Nancy das Blut. Ihr wisst schon, dieser Kerl.

- Nach 5.00 Uhr tourt jedes Jahr die Stadtmusik durch die Quartiere und spielt auf.

- Seit Kind bist du vor Aufregung schon um 4.45 Uhr wach, um den 1. Kanonenschuss nicht zu verpassen. Kleid, Schuhe, Täschchen, Sträusschen und Blumenkränzchen parat.

- Die Farbe des Tages ist weiss – von Kopf bis Fuss oder in Kadettenuniform.

- Die Brunnen sind voller farbiger Blumen und überbieten sich in ihrer Pracht.

- Vom kleinsten Kindergärtner bis zum hochgewachsenen Schulabgänger, alle haben ihre Rolle in der grossen Inszenierung geübt: Umzug, Défilé, Tänze, Takt, Musik, Marsch und Spiel.

- Die Fahne und somit die Macht über die Stadt geht in die Hände des Hauptmanns, seit 2019 zum ersten Mal in die Hände einer Hauptmännin.

- Heute hat jeder einen Schatz, den Solischatz, oder trifft die verflossenen Ex.

- Spätestens am Nachmittag sind die Kleider nicht mehr weiss, aber grün vom Stadtgraben-Spiel oder zerknittert vom Armbrust-Schiessen - oder nur nass von den Wasserpistolen.

- Die Tradition will, dass dich der Solischatz zur Glacé einlädt.

- Unter dem gezeichneten Brunnen auf dem Programm unterschreibt NUR der Solischatz.

- Jedes Murtner Kind kann den Solisong und sogar den Schweizer Psalm auswendig – das in beiden Sprachen, deutsch und französisch.

Worauf wir schwören, heute am gedenkwürdigen 22. Juni 2020: wir warten auf den 1. Böllerschuss, kleiden uns weiss, ziehen Band und Blumen in das Haar, blasen dem Covid den Marsch, feiern die Stadtmusik, heisse Hamme und den Gesang «zum allerschönsten Tag im Jahr»! Den lassen wir uns nicht nehmen, «voici le beau jour annoncé»!

Vor allem: wir denken ganz fest an euch, die vielen Schüler, die das verpassen müsst, sprich nächstes Jahr nach Schulaustritt nicht nachholen könnt. Wir lassen den Kopf nicht hängen, treten im Morgenrot daher, finden Solennität in kleinen Cliquen auch gut, feiern diesen Helden, den Ädu aus Spiez, der unsere Stadt verteidigt hat, nehmen halt die Wasserpistole vom letzten Jahr und machen eine Fahnenübergabe mit dem Murtenleu-Wappen vom 1. August – sie geht an euch, der Jugend ist der hohe Tag!

PS: Chli wehmüetig isch das Jahr glich…

PPS: Die Lyrics zum Solisong:

Zum allerschönsten Tag im Jahr,
Zieht Band und Blumen in das Haar.
Der Jugend ist der hohe Tag,
so freu’ sich wer sich freuen mag,
wenn unsere Stadt im Festkleid steht:
Heut ist Solennität.

Weiterführende Informationen zur gelebten Tradition: fr.ch

Fotoaufruf

#solennität2020 auch ohne Solennität 2020

Vorweg für alle Seisler*innen, die das nicht kennen: Die Solennität ist ein traditionelles Schulfest und Erinnerungsfeier an die Schlacht bei Murten im Jahre 1476. Sie wird auf Berndeutsch liebevoll "Soli" genannt und jährlich am 22. Juni gefeiert. Dazu gehören unter anderem ein Umzug mit uniformierten Kadettenkorps, weiss gekleidete Mädchen, Blumen etc.

Und jetzt kommt's (Murtner, bleibt stark): Die Soli 2020 wurde aufgrund der Coronakrise abgesagt!

Nur weil es aber die Solennität 2020 nicht gibt, soll das Hashtag #solennität2020 nicht leer bleiben. Ladet eure besten Solifotos der letzten 100 Jahre selber hoch auf Instagram mit dem Hashtag #solennität2020 oder schickt sie uns per WhatsApp an 079 950 15 71

#soli #solennität #solennität2020 #kadettenmurten #solennitätmurten

#murten #murtenseeregion @murtenonline @regionmurtensee

Wie sich Skipperin schützt

oder: ihr erstes Mal ;-)

In Zusammenarbeit mit der Mobiliar Murten

Mittlerweile hat sich jeder kleine und grosse Mensch daran gewöhnt, sich die Hände regelmässig zu waschen. Als wäre das vorher nicht schon nötig gewesen. Ja, die Griffe am Einkaufswagen, im Bus oder die Handläufe an Treppen bleiben grüselig genug. Also war es bereits vor den C-Zeiten wichtig, sich nach dem Einkauf nicht direkt an die Nase zu fassen oder die Finger abzulecken. Dasselbe galt und gilt bei Geld, weil es dreckig ist.

Nun sind wir zusätzlich CONDIZIONIERT Abstand zu halten und müssten dabei anständig menschliche Nähe bewahren. Gängige Begrüssungsrituale fallen weg. Müssen wir nun alle den Surfergruss kennen oder die asiatisch gefalteten Grusshände unter dem Kinn, schön nickend, den Kopf nach vorne gebeugt? Davor war es hier Anstand, sich die Hand zu geben, aber auch drei Küsschen anzunehmen – ob gewollt oder nicht.

Der Grund ist deftig genug, sich zu erinnern und auf die vielen Lockerungen einzustimmen – Stimmung auf das, was noch kommt oder bleibt. Süferli und solide.

Das 1. Mal - am Hafen

Ein Aufenthalt am immerhin zugänglichen Hafenbecken glich einer Stimmung, die weder schön noch heimelig war. Zu viele Verbote, Schilder und rot-weisse Absperrbänder. Zuwenig Menschen, die sich in der Sonne suhlen. Links die Polizei, die Leute wegschicken musste, rechts keine Pedalos, keine Gelatis und am Steg keine Tagesausflügler. Auf dem See war Totenstille, Natur pur, leider ohne Delfine. Aber schön war es trotzdem. Es bleibt das Gefühl zurück, dass hier was nicht stimmen konnte, so ganz ohne Lebewesen, die zum Glück und dank den vielen Lockerungen wieder zahlreich ans Ufer strömen.

Das 1. Mal - beim Coiffeur

Das geht nun mit Schutzmaske, Sesselwechsel und Desinfektionsspray à gogo – aber blieb angenehm in Erinnerung an das erste Mal. Die selbst geschnittene Corona-Frise ist Vergangenheit und mit Stirnfransen ging es happy nach Hause. Dass Skipperin von der lange angewöhnten Schutzmaske schwerhörig wird, kann sie sich aber nicht erklären.

Das 1. Mal - in der Kosmetik

Sie, die mit den Schönheits-Zauberhänden sieht aus wie eine Ausserirdische aus dem Universum mit der Plexiglas-Scheibe vor dem Kopf. Oder wie ein Motoguzzi-Fahrer. Alles steril, sogar die Massage am Nacken. Aber deswegen geht Skipperin ja nicht hin. Als Kundin blieb ihr nichts unangenehm in Erinnerung. Ausser, dass sie ihre Freundin vor und nach der Behandlung nicht umarmen, sprich küssen durfte. Corona-Trinkgeld hat sie vor der Spuckscheibe bewusst bezahlt. Die Investition in die behördlichen Schutzmassnahmen ist gigantisch.

Das 1. Mal - zum Golf

Skipperin spielt kein Golf. Sie hörte lachend bei einer Erzählung mit, wie die internationale App auf vier Sprachen mit zu lauter Musik zur Registrierung einer Green Fee einlädt. Sobald die Einführung auf vier Sprachen durch sei, funktioniere nur französisch. Gespielt wird maximal zu Viert und in Abständen von 12 Minuten zwischen den Flights. Moment? War das nicht vorher in etwa so? Neu ist, ein Golfer muss Desinfektion mit sich tragen, darf die Fahne oder den Rechen nicht mehr berühren und kann sich sogar international auf einem Golfplatz anmelden ;-)) Nur: wie kam er dahin? Golfplätze mit Landesgrenzen auf demselben Gelände regelten das unterschiedlich. Die Österreicher durften spielen, die Deutschen nicht. Und denkt bei eurem nächsten Mal daran: am 19. Loch gelten andere Schutzregeln, im Restaurant.


PS: MERCI Mobiliar Murten!

Wie sich Skipperin schützt

Schutzmassnahmen zum Zweiten

In Zusammenarbeit mit der Mobiliar Murten

Stimmung auf das, was noch kommt oder bleibt. Süferli und solide.

Das 1. Mal - ins Restaurant

Komisch war es, sich auszumalen, wie sich das anfühlen wird: Skipperin wollte ins Restaurant und kannte am Nebentisch Leute. Sie durfte sich nicht zu ihnen setzen. Die anderen aber auch nicht zu ihr. Das Gelage nach Mitternacht bei der letzten Rotweinflasche endet zu viert, sitzend ohne die Leute vom Nebentisch und überhaupt VOR Mitternacht. Das «Isch hie no frei» ging nicht mehr, geschweige denn an der Bar, für sich stehend einen heben.

Seien wir also überhaupt froh, dass wir auswärts essen gehen dürfen! Die Gastronomen regeln das unterschiedlich: mit Designermaske, mit Trolley an den Tisch, mit weniger Tischen oder mit Selbstbedienung. Das Anstehen für ein Bier an der Bar ist einzurechnen und bitte direkt absitzen, rumstehen bleibt weiterhin verboten – aber im Club oder bei Demos geht das.

Das 1. Mal - im Fitness

Weil wir uns ja soviel vor Kummer angefressen und angesoffen haben, steht nun wieder mehr Fitness auf dem Programm. Nicht dasjenige auf dem 90er Trampolin mit gefüllten Pet-Flaschen, was mehr Knieschmerzen und Schulterzupfen gefördert als Shape beschert hat, nein das echte Programm. Das, was Rücken und Schultern wieder zurechtrückt. Ohne 10 Kilo-Sandsäcke auf dem Rücken und Navy-TRX. Fitnesstest fällt nur positiv aus:  Jedes zweite Gerät bleibt frei und wir von jedem Trainierenden vor und nach Gebrauch desinfiziert.  Apropos Investition: Die Bezahlung des Jahresabos ganz ohne Gutschein und Unterbruch, das ist Ehrensache.

Das 1. Mal – in der Sonne liegen

Skipperin’s grosse Sorge galt den Sonnenanbetern und Sportlern am und im Wasser. Alle, die zu Recht raus an die Sonne wollten! Sändele, Sünnele und Sein. Eine Challenge ist das Covid-Schutzkonzept für Strände und Bäder, etwa so wie das Eincrèmen von kleinen Kindern!

Es wird sich bestimmt gut anfühlen, wenn man es bei grüner Ampel in der Schlange stehend unter der brütenden Julihitze überhaupt ins Strandbad schafft, weil es luftig gefüllt sein wird. So ganz ohne Fleischmarkt. Denn es gilt auch hier: Beschränkte Personenzahl pro Quadratmeter, 2 Meter Distanz zum nächsten Liegeplatz.

Das 1. Mal – Heiraten

Der schönste Tag von zwei Liebenden, die sich das Ja-Wort geben, wird mit dieser romantischen Zeremonie umrahmt: Spuckschutz zwischen dem Zivilstandesbeamten und dem Hochzeitspaar, je einen zusätzlichen Spuckschutz für die beiden Trauzeugen. Die Gästezahl beschränkt sich je nach Raumgrösse: Es gelten 1 Meter Distanz zwischen den Stühlen, vor- und rückwärts, rechts und links abgemessen. Stetige Flächendesinfektion, Raum lüften, kein Spalier, keine zusätzlichen Gratulanten - aber dicke Küsse und Umarmungen der Spuckschutz-Getrennten nach dem vollzogenen Trauakt :-)


PS: MERCI Mobiliar Murten!

Skipperin's

Corona-Action-Liste

Was haben wir verpasst?

- Delfine & Wale im Murtensee füttern
- Küsse und Umarmungen
- Grosse Gelage mit viel Rotwein
- 2 Meter abzuzählen
- Ungewaschene Hände
- Stinkige Kleidergarderoben in überfüllten Läden
- Blechlawinen
- Konkurs
- Nachts am Wasser von Mücken gefressen zu werden
- Gartencenter
- Bildschirm-Schonzeiten
- Ausverkaufte Konzerttickets
- überfüllte Schulzimmer mit rotzenden Kindern
- vollgestopfte Züge mit jugendlichen Morgenmuffeln
- Heiraten hinter Spuckschutz
- Muskelkater
- Nackt vor der Kamera im Online-Meeting
- Ins Camping ohne Camper
- Maske im DIY-Modus nähen
- Desinfektionsmittel aus faulem Obst selber herstellen

Was haben wir nachzuholen?

- Drei Mal die Woche zum Lieblingskoch essen gehen
- Cocktails à gogo in lockerer Gesellschaft
- Schlangestehen zum Lädele – sogar für muffige Kleidergarderoben  
- 2 Meter mal genau abzählen
- Küsse und Umarmungen
- Muskelkater
- Noch mehr Handcrème nach Desinfektion
- Absichtlich einen Stau suchen, um darin möglichst lange zu stehen.
- Ins Strandbad ohne Fleischmarkt
- Mit Maske an den Sandstrand – Viva Italia!
- Einen Besuch im Affenhaus
- Ein Corona am See mit all den fiesen Mücken teilen
- Mit Abstand Party feiern
- Tanzen hinter Plexiglas-Hauben ;-)

Was wird uns bleiben?

- Schön brav die Hände waschen
- Stosszeiten meiden und über leere Strassen fahren.
- In einer langweiligen Online-Sitzung Verbindungsprobleme angeben und kurz austreten.
- Nie mehr «drei Müntschis» von ungebetenen Personen annehmen müssen.
- Ohne schlechtes Gewissen, online und Heimlieferdienst bestellen.
- Heiraten hinter Spuckschutz
- Gewaschene Hände
- Digitale Kommunikation
- Mimik hinter den Masken erraten
- 2 Meter einhalten
- Junikäfer zählen, ganz ohne R-Wert
- Anstand auch mit Abstand
- Slow down auch beim Einkauf

Ein Wort von Skipperin

Zum Abfall ohne Littering

Wir entsorgen und trennen ihn fach- und sachgerecht, den Müll. Streit, wer ihn auf die Strasse stellt, vermeidet sich am besten, wenn man es direkt selber tut. Jeden Dienstag. Wie fachgerecht entsorgen wir den Müll im Netz, also den Spam, der dank Filter in einem Ordner landet?


Trash, der zum Himmel stinkt

Skipperin war mitten am Aufräumen ihrer Spams, Junks und Trashs. Vor dem Wisch und Weg in den Papierkorb hat sie sich ihnen für einmal gebührend gewidmet. Diesen Pedros und Stephens, die ihr Glück, Geld und Grossartiges versprechen. Entsorgen wir doch mal zusammen, was im Müll landet, und kommentieren die ungebetenen Botschaften! Dass man nie antworten soll, nie auf einen Link klicken, nie Geld überweisen oder Daten bekannt geben soll, ist Regel Nr.1. Aber ohne Sendeknopf fiktiv zu kommentieren, das ist wie Abfall verursachen, ganz ohne die Umwelt zu belasten. Und keine Sorge, es kommt hier nur ein Mini-Auszug und nichts unter der Gürtellinie.


Phishing Highway

Die Weisheit mit Löffeln gefressen hat Bi Coin:

«Erfolge zu erzielen ist nicht einfach, Sie werden viel harte Arbeit brauchen, lernen von Versagen und Beharrlichkeit im Leben.»

(Den Schlusspunkt unter die Weisheit hat Skipperin gesetzt. Die Weisheit kommt übrigens täglich.)

Schöne Grüsse: Eine Nachfolgeregelung

Ich bin Rechtsanwalt Stephane Williams ..
Ich habe Ihnen diesen Brief vor einem Monat geschickt, aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie ihn erhalten haben. Ich möchte, dass Sie als Nachfolger meines verstorbenen Klienten auftreten, der Staatsbürger Ihres Landes war und denselben Nachnamen bei sich trägt. Er starb bei einem Autounfall mit seiner Familie und hinterließ einen riesigen Geldbetrag (dreizehn Millionen fünfhundertachtzigtausend Dollar) auf der Bank. Nach einem erfolglosen Moment auf der Suche nach seinen Verwandten wegen des dringenden Mandats, einen seiner Verwandten mit demselben Nachnamen für die Überweisung und den Anspruch auf das Geld anzugeben, habe ich mich entschlossen, Sie zu kontaktieren. Ich werde Ihnen weitere Einzelheiten mitteilen Sobald ich Ihre positive Antwort erhalte.
Mit freundlichen Grüßen, Rechtsanwalt Stephane Williams

(Ohne Zensur und Deutschkorrekturen von Skipperin, die immer noch nach dem Brief sucht ;-)


Orientierung im Dreck

Auf krumme Geschäfte mit Cha Shih Laura (Mrs.)

I have a business to transact with you, respond and i'll give you more information.

(Was, bitte schön Laura, wenn dein Empfänger kein Englisch kann?)


Hey Joe, deine Kohle kommt also grad ganz unerwartet!

Schönen Tag,
Ich und meine Stiftung spenden eine Spende in Höhe von 2 Mio. USD an Sie. Kontaktieren Sie mich für einen Anspruch über:____
Grüße, John Henry

(Wer ein Highrisker ist, probiere eine Antwort via info@ mit der Endung von seiner Website, die da heisst wie er: Vor- und Nachname, gespickt mit einem org. alles in einem Wort geschrieben. Ein .com am Schluss und dann hat er dich gefischt und du bist bestimmt zweifacher Millionär!)

 

Aus aktuellem Anlass haben nicht nur die Phishing Mails und Betrügereien im Netz zugenommen. Vielmehr erhöhen zu viele Menschen mit zu viel Zeit das Littering in der Natur. Neues Abfallproblem: Schutzmasken und Wegwerf-Handschuhe landen auf dem Feld und im Wald. Dann bitte doch lieber Cyber-Trashen – ohne Geld zu überweisen. Seien wir doch einfach schlau genug! Aber nach dem einmaligen Versprechen von Pedro aus Spanien, sie hätte im Lotto gewonnen, darauf wartet Skipperin wie im echten Lotto: Da kommt nie was. Nada. Null und nichts.


Mit dem Lottogewinn von Pedro entsteht hier die Mega-Villa

Ein Wort von Skipperin

Abgefahrene Tage

Vor einer Ewigkeit musste ein ganz Besonderer des Universums zuerst kläglich an seinem eigenen Kreuz gehen und drauf genagelt sterben. Und das nur wegen  seiner Behauptung, er sei nämlich Gottes Sohn.

Seit diesem traurigen Tod war die Kernbotschaft geboren und sollte sich während 40 Tagen verbreiten: «Seid lieb zu- und miteinander», und so was vom «Reich Gottes» war die Rede. Daraufhin wird ER endlich hoch ins Nirvana gehoben. Exakt zehn Tage danach kommt der Besondere nochmals zurück aus der ewigen Ruh’, man solle seine Lehren doch bitte gnädigst weltweit verbreiten. Man nennt ihn Sohn Gottes, aber unsereins sagt, weil wir ihn schon länger kennen, kumpelhaft Jesus zu ihm. Er musste nach seinem Leiden 50 Tage lang immer wieder missionieren, um uns Menschen diese eine Message in die Hirnzellen zu meisseln.

Und was bleibt davon – genau: wir kriegen frei! Sogar die Reformierten unter uns! Da fährt also einer hoch, damit wir runterfahren und auf freie Tage abfahren. Die Brücken verlängern unsere Weekends und den Stau in den Süden, damit wir vor dem nächsten Frei im Sommer jubeln: «an Pfingsten geht’s am Ringsten»!

Auf was könnten wir denn abfahren, jetzt da sich unser Leben etwas locker(er) vom Hocker anfühlt, ohne allzu übermütig zu werden? Skipperin hat da eine Liste erstellt, auf was ihr stehen könntet, an Auffahrt, ohne Schutzmassnahmen zu gefährden. Fühlt euch frei, zu ergänzen oder an der Umfrage teilzunehmen! Was fährt euch an Auffahrt am meisten ein, oder worauf fährt ihr am meisten ab?

Abgefahrenes Runterfahren an Auffahrt

- Ameisen oder Käfer zählen. Die tun ohne Pause dermassen beschäftigt, das hilft zum Entspannen. Ganz im Sinne von «der Kamerad schafft» und du guckst zu.

- Verwelkte Blüten oder Tannennadeln zusammenkehren ab mindestens zehn Knoten Wind, damit du noch an Pfingsten was zu tun hast.

- Im Bett bleiben. Als wäre ein grauer müder Regentag. Um dich herum wimmelt es von vitalen Tagesreisenden, die du auf der Webcam siehst. Doch du bleibst einfach dort liegen, wo du bist.

- Schlendern. Aber so wie die Franzosen und Spanier es tun mussten: du gehst höchstens um deinen eigenen Block und nur eine Stunde maximal pro Tag. Da fährst du direkt ab auf den milden Bundesrat, der uns die grosse Reisefreiheit innerhalb der Schweiz sogar gelassen hat. Die paar Schnäuze von Ostern, die durch den Gotthard mussten, erinnern sich sicher auch gerne daran.

- Velokette fetten, aber ohne Spray. Am besten eignen sich eine WD-40-Dose mit kaputtem Aufsatz und eine alte Zahnbürste. Zahnstocher mit Mini-Bürstchen dran, machen die Challenge komplett.

- Sonnenbaden - ohne Bad. Der dicht gedrängte Fleischmarkt mit meist weniger guten Stücken wurde sowieso immer überwertet. Sonne satt geht nun immerhin auf dem freien Feld. Das öffentliche Bad ersetzt ein Plantschbecken oder ein Fluss. Und danach, ab dem 8. Juni, erwarten uns angenehm gefüllte Strandbäder, wo du nicht Allen dein bestes Stück von nahe zeigen musst. 

Verfahrenes Abfahren an Auffahrt

- Türzug, äh, Durchzug (von "Düürzug") veranstalten – das entspannt ganz viele Mitglieder deines Haushalts und deine Nachbarn grad inklusive. Alternativ bei Flaute in einem sorgfältig ausgesuchten Hochhaus: Lift fahren, am besten vom 1. in den 15. Stock, rauf und runter, 2 Stunden lang, mit einem Bier in der Hand, ganz glatt.

- Fährtli im Cabrio oder auf dem Töff, es muss bitte nicht auf den Grimsel damit!

- In die Kirche: Richtig! Der Stall ist für uns Schäfchen wieder offen. Die Ruhe und das Erhabene im Innern spenden mit einem Kerzli irgendwie was Nettes.

- Mohn konservieren. Auf der wilden Wiese gepflückt, sofort am Stiel anbrennen, Schlampen sind sie eh’, aber schöne. Die schönsten!

- Feiern ohne Grund. Das geht immer. Auch mit all den vielen guten Playlists, die aus der weltweiten DJ-Quarantäne entstehen. Der Kleiderschrank bietet genügend längst nicht mehr getragene Garderobe dazu. Prosecco fliesst auch ausserhalb vom Club, denn an der Bar darfst du derzeit nicht stehen, geschweige tanzen. Ist das nicht ein guter Grund zum Feiern ;-)? Garantiert bis nach Pfingsten.

- Beachen ohne Strand. Das geht und macht vielen Fünfergrüppchen Lust für frische Luft und gibt etwas normalen Kontakt zurück: Am Ufer auf den Steinen, wo sonst die Ratten hausen, im Zwei-Meter-Abstand. Ist dieser für die nächste Gruppe oder innerhalb der Gruppe angesagt? Skipperin schaut kurz nach.

- oder Jesus anziehen: Als Frigomagnet oder auf www.jesusdressup.com

Ein Wort von Skipperin | Auch Männer haben Probleme

Zum Muttertag

Loco Escrito und wie alle diese Manu Chao’s der Welt heissen, verkündigen heute: Mamasita para siempre!

Liebe Männer, denkt daran, Muttertag ist für eure Mütter und nicht für die Mütter eurer Kinder oder Göttikinder oder gar für eure Schwiegermütter! Ihr müsst also jetzt keine Basteleien mit euren Kids improvisieren, einen Zopf backen oder überhaupt in der Küche wirken, ein Gedicht schreiben, aber geht lieber an den Blumenautomaten* des lokalen Blumengeschäfts und bei euren Mamis vorbei (wenn sie euch denn sehen will) oder ruft sie an.

**Blumen wie Klatschmohn vom Strassenrand und die vom Nachbarn sind auch schön! Und Blumengeschäfte haben bestimmt geöffnet ;-)

Skipperin über Pascal "Paco" Meier

Alles andere als solala

Seit mehr 20 Jahren engagiert sich Pascal Meier alias Paco mit Leib und Seele für die Jugend – im Volleyball als Trainer, im Kadettencorps als Leiter der Kaderprüfungen und im beliebten und legendären Solala als Oberhaupt unter vielen anderen Leitern. Das Solala ist ein Sommerlager für Primarkinder und OS-Schüler, das wie eine verschworene Familie zwei Wochen lang seine Zelte weg von Murten aufstellt. Der 41-jährige Versicherungsberater gibt seine Freizeit und Ferien für die Kids – und so auch für deren Familien, die viel von seiner Persönlichkeit profitieren. Paco ist zwischen Eltern- und Schulhaus mit seiner natürlichen Autorität eine eigene Familie für viele Kids geworden.

Sein Engagement mit Menschen bedeutet ihm extrem viel: «Einschätzen und schätzen, Menschen mit Elan für eine Idee packen und dabei offen bleiben» so beschreibt Paco seinen Umgang und Kontakt mit Menschen, die ihm wichtig sind. Paco tönt so spanisch, dabei ist der Urmurtner per Zufall zu seinem Übernamen gekommen. «Ich weiss nicht mehr wieso, es es war glaube ich in einem Volleyball-Lager, gab mir einer den Spitznamen Paco. Dieser wurde erst im Solala Tradition. Mit 19 war ich da Leiter, und ein paar junge Mädchen meinten: ‘Wir sind jetzt deine Pacitos’!»

Wer Menschen mag
Als ausgebildeter Jugendarbeiter (KDMS heute FMS) hat sich Pascal Meier nicht nur die Erfahrung im Umgang mit Menschen erlernt, er hat nach dem Praktikum in Worb auch die Jugendarbeit in Gurmels aufgebaut, und dabei haben ihm die Lagerleitungen geholfen: «Es ist einfach, schnell was hinzustellen, ungefragt, ob es das braucht oder nicht. Vielmehr haben die Jugendlichen den Raum nach ihren Bedürfnissen gebaut.»

«Ich mag Menschen, auch jene, von denen ‘man’ sagt, sie seien schwierig. So lange ich ihnen selber ehrlich und echt bin, bin ich auch glaubwürdig. Alles andere funktioniert nicht, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die ihre Grenzen ausloten. Du musst dich und deine Person zu erkennen geben. Du musst dich vor allem selber sein. Dass ein Versuch, den Schritt über diese Grenze austesten zu wollen, normal ist, kann ich nur nachvollziehen, weil ich menschlich und empathisch bin. Grenzen und Regeln setzen, das funktioniert im Mannschaftssport genauso wie in den Kadetten-Kaderprüfungen oder im Solala, wo Kinder von der 3. Primarstufe bis Ende der obligatorischen Schulzeit mitmachen dürfen.»

Hart aber herzlich
Ein spielerischer Kindskopf unter strenger Disziplin in einem? Wer in Murten verwurzelt ist, weiss, dass das Kadettenkorps eine verschworene Gemeinschaft ist und wie eine grosse Familie funktioniert. In Kameradschaft und Fachleitung kann jedes Schulkind ein Musikinstrument und/oder eine Sportart zum Quasi-Nulltarif lernen – und die Auswahl ist gross! «Wer geht sich mit viel Trainingsvorbereitung und Ehrgeiz messen, um im Vornhinein zu verlieren? Einer im Team will ganz bestimmt gewinnen! Fair verlieren, das ist okay, aber im Grunde genommen, will eine Mannschaft gewinnen.» Dass die Murtner Tradition mittlerweile neben dem paramilitärischen Augenschein vor allem eine Chance für ein Hobby ist, zeigt auch die hohe Akzeptanz. Ob zugewanderte Jugendliche, ob Mädchen oder Jungs: Alle dürfen im Korps mitmachen und müssen sich einmal im Jahr messen – an den Kadettentagen. Und dahin geht Murten beispielsweise für die Verteidigung des Schwimmfähnleins – ein Muss, dieses zurück nach Hause zu holen. «Es ist ein einziges Zusammensein und das geht einfach nur mit einer gewissen Disziplin, zusammen als Mannschaft Erfolg zu haben.»

So wie Solala
Alle Entscheidungen zu Logistik, Programm und Abläufen setzt er in einem Leiterteam mit klaren Aufgaben und Verantwortungen durch. Spenden und Finanzen organisiert Paco ebenfalls im Leiterteam, denn das Solala ist ein unabhängiges Sommerlager. Lagerleiter wird man nach der 9. Klasse nicht einfach so. Dafür muss man sich bei Paco bewerben – oder er wählt vorher aus. Die Mischung aus Empathie, Sympathie und Gruppenzugehörigkeit muss es sein, das Rezept zum Lagerleiter. Legendär sind die Kindertage, wo die Kinder das Zepter übernehmen und der Abschlussabend. Genauso legendär sind die zweitägigen Wanderungen mit Übernachtung unter freiem Himmel: «Ein meist gehasster Lieblingsanlass», fügt Paco schmunzelnd an.

«Viele Kids kennen Zelten oder draussen schlafen gar nicht mehr. Wir brauchen keine Zelte, Sternschnuppen erleben zu dürfen.» Coronabedingt ist vieles unsicher, doch Paco ist glücklich, dass die Eltern ihre Anmeldungen nicht vorzeitig zurückziehen: «Was heute ist, zählt im Jetzt. Was im Juli ist, können wir nicht wissen. Aber es wird bestimmt eine besondere Ausgabe, das diesjährige Solala.» Neben viel Spass und Lernen, kann sich jeder weiterentwickeln. Das geht in Aufführungen, beim Basteln, Sport, Discos, Ball, Videos. Daneben sind Pflichten da, das Lagerhaus wird jeden Tag geputzt «und zwar nicht nur ein bisschen.»

Lagerkoller
Paco’s Energie wird vor und während dem zwar Lager aufgefressen, doch «den typischen Lagerkoller habe ich nach dem Lager. Energieraubend und dennoch kriege ich mehr Energie, in der Zeit, in der es stattfindet. Ich bekomme viel Dankbarkeit der Leiter und der Eltern, aber vor allem von den Kindern. Da berührt mich enorm. Ich bin so froh, wieder zu Hause zu sein, wieder meine Zeit für mich zu haben, dennoch es zerreisst mich oft, diese Abschiede nach dem letzten Lagerabend.»

Wer sagt «die heutige Jugend»?
«Die heutige Jugend ist - sensationell! Sie ist nicht besser oder schlechter als die frühere Jugend. Sie haben einfach eine zeitgemässe Veränderung durchgemacht. Ich erlebe die Jugend als offen und tolerant, und man kann sie brauchen. Mit den sogenannt ‘schwierigen’ muss ich halt wenig Wischiwaschi reden, aber die ehrliche Auseinandersetzung suchen.» Paco findet auch diesen Zugang, mit dem richtigen Ton, ohne nachtragend zu sein und mit dem Herz am richtigen Fleck. Vielleicht wird in Schulen oder im Elternhaus zu wenig geredet und diskutiert. Tatsache ist, dass sich Menschen im geschützten Rahmen entfalten und Chancen kriegen, sich zu zeigen: «Wer nicht gerne vorsingt oder tanzt, der schafft das vielleicht im Solala, Hauptsache er nutzt seine Chance dazu.» Denn Menschen brauchen Möglichkeiten, sich zu entfalten. Der Widerspruch in sich, dass die heutige Jugend zwar überbehütet aufwächst, um dennoch möglichst schnell erwachsen zu werden, kommentiert der Paco treffend «Bleibt Kind! Lasst eure Kinder, Kinder sein!»

Auch wenn der bescheidene Pascal Meier es nicht gerne hört, aber er bleibt und ist der beliebte Held, Master of the Universe – diesjähriges Motto vom 25. Solala, das wenn alles gut kommt, im Hasliberg vom 11. bis 25. Juli stattfindet. Das schöne Jugendfest der Kadetten, die Solennität am 22. Juni, findet hingegen aus bekannten Gründen nicht statt.


www.solala-murten.ch | Instagram @solalamurten | Facebook @SolalaMurtenhttps://www.instagram.com/shotbylaurag/

 

Ein Wort von Skipperin

osterschmaus@home

Es könnte «auch Männer haben Probleme» heissen, aber diese Zeilen gehen im Rundumschlag an alle Freestyler unter uns, die in der Küche ohne Rezept walten und schalten. Nennen wir es Osterschmaus – oder Ostergraus. Wer bitte weiss die perfekte DIN-Dicke der Strümpfe, um Eier einzupacken? Die gefärbten vom Vortag waren beim heutigen Testessen zu flüssig. Das muss an der Strumpfdichte liegen, oder an der Ungeduld, dass Eier, sagen wir mal 10 Minuten brauchen, um hart zu werden.

Ja, und ihr alle kennt den ultimativen Trick wie die guten alten Zöpfe gehen? Für Skipperin ist Züpfe backen wie Palstek knoten: Sie versucht zwar, übt zu wenig und tarnt den Zopf als Taube, um die selbstgefärbten Eier zwischen den Flügeln zu platzieren. Sie könnte es auch Selbstbeschäftigung in Isolation nennen, sich so was an zu tun. Aber sie hat eben Eier und versucht es immer wieder – nicht besser, aber länger. Immerhin ist der Bärlauch vom Garten schon zerhackt als Pesto im Glas. Und die Schokoladenente vom letzten Jahr zerbröselt in Folie.

Weiter zum nächsten Wagnis: Brioches selber machen, die ersetzen den Zopf. Und da ein Ei vom Strumpf gewürgt übrigbleibt, gibt die eine sinnvolle Verwertung. Der schöne Caminada hat das beste Rezept als Bunes dazu, nur: Frische Hefe ist ausverkauft, trockene hat es zwar, Milchpulver gibt es nicht, Bier schon, und los geht’s. Das nennt sich crazy Caminada – sein Brioche-Rezept wird so verfälscht, da wird jeder Taube schlecht. Zopfmehl gibt es nicht, Weissmehl auch nicht, aber Ruchmehl und Dinkelmehl. Muss dieser Brioche jetzt einfach egal sein. Sie wurde übrigens zum Hefeteig aus einem Tiptopf der Kochschule. Und die Taube wurde zur Schnecke gemacht.

Nächste Ansage: zweite Eierfärberei im Haushalt. Im Hofladen gab es grad nur braune Modelle. «Isch doch glych», das Blauholz aus der 1. Runde liegt noch tiefschwarz in der Pfanne. Muss doch reichen, siehe Test. Blickdichte Strümpfe mit DIN ü20 werden im 2. Durchlauf ignoriert, also her mit neuen, solchen, die nicht mehr gefallen. Wer bitte weiss, wie ein Primeli auf diesem Ei bleibt, bevor der Strumpf es platt macht. Spucke geht, Eiweiss auch. Dennoch, die Primeliblätter sehen auf dem Ei eher schrumpelig aus. Efeublätter, Löwenzahn oder sonst ein grobes Gejät gehen auch. Oder falls ihr eben nur braune Eier habt, Neocolor oder Acrylfarben. Oder Kleber mit Seidenpapierfetzen und Federn. Oder Zitronensaft und Zahnstocher. Aber unbedingt die Eier erst hart kochen.

Da wieder ein Ei platzt im Strumpf, wird dieses als Guss zum Rhabarberkuchen wiederverwertet. Da kommt mahnend dieser Tiptopf und schreibt: 700 g Früchte, es sind aber nur 300 g Rhabarberstangen da. «Isch doch glych» da pantschen wir doch Rhabarber mit Äpfeln. Und nein, das meiste Mehl haben die Brioches-Hefeschnecken gefressen, also muss Skipperin halt mit ungefähren Angaben einen Teig basteln.

Und nein, das meiste Mehl haben die Brioches-Hefeschnecken gefressen, also muss Skipperin halt mit ungefähren Angaben einen Teig basteln.

Es kommt niemand um, nicht mal ein Oster-Lämmli oder ein Gizzi-Schlegel. Wie wohl so was geht? Habt einfach Eier, es zu versuchen, den Ostergraus!

Ein Wort von Skipperin

nest@home

Liebe Osterhasen dieser Welt! Diese Tage müsst ihr euch was ganz Schlaues ausdenken, um unsere Nester so zu verstecken, dass wir sie überhaupt suchen dürfen. Wäre doch schade, wenn es am Sonntag auf der Suche nach den Osternestern zu Hause jeweils heissen würde: warm, wärmer, heiss. Das Schöne an Ostern ist doch, so lange zu suchen, bis die Schokoladenhasen an der Sonne schmelzen.

So geschehen mit Sager-Papu selig, der Skipperin die Schokolade hinter dem holzigen Tenn-Tor versteckt hat. Leider ging die Suche länger. Die Sonne war schneller, wärmte das Versteck und brachte einen Hasen zum Schmelzen. Tränen vor dem Tenn-Tor, das immer diese Spriessen in den Fingerkuppen verursachte. Tränen zum Zweiten, weil danach die Pinzette oder noch schlimmer, die Nähnadel zur Operation am ängstlichen Hochrisiko-Patienten hinzukamen.

Skipperin verrät euch lieben Osterhasen ein paar geniale Verstecke für unser 2020er nest@home: Eier in leere WC-Rollen legen, ja das sind die berühmten WC-Rollen, die sich rund um die Toilette tummeln, weil sie niemand entsorgt. Schokohasen passen je nach Grösse in den Flaschenhalter des Velos, hinter die Sofakissen, in Giesskannen, in den Milchkasten, unter den Busch (Achtung, Igel mögen Schokolade), unter einen umgestülpten Topf, in eine grosse Pfanne direkt in der Schublade.

Eier passen perfekt hinter den Radiator, in die Skijackentasche, in den Schulsack oder bleiben im Eierfach des Kühlschranks, wo sicher niemand nach Ostereiern sucht. Aufgepasst vor dem Versteck in der Skijacke und im Schulsack: diese Eier dürften uns dann stinkend nachlaufen, sollten Klassenzimmer-Unterricht und Schnee-Pisten öffnen bevor sie gefunden wurden. 

Verzierte, prall gefüllte Nestlein passen je nach Höhe in einen Gitarrenkoffer, in einen ewig dreckigen Stallstiefel, aufs vordere linke Wagenrad des Autos, in den vollen Papierkorb, je nach Wohnung auf das Vorhangbrett oder in die Weihnachtsdeko-Kiste inmitten von Lametta.

Nougateier sind klein genug, um sie zwischen Playmobil-Stall, Puppenstube oder Play Station zu verteilen. Zuckereili lassen sich direkt in die Kosmetiktasche, in Unterhosen-Schubladen oder auf die Matratze des Federbetts streuen - am besten nehmt ihr die farbigen, dann gibt es schöne getupfte Muster von den Verfärbungen. Falls ihr im Haushalt Hüte oder Mützen findet: Nehmt als Versteck unbedingt die Wintermodelle! Ostern wird warm, also stülpen sich die meisten einen Sonnenschutz aufs Haupt.

Aber Achtung, nur für den Balkon oder für kurze Spaziergänge im Quartier und lange im Wald. Meiden wir brav und weiterhin alle schönen, gesperrten Plätze, wo sich alle tummeln wollen. Das kommt wieder, das Wilde im Nest;-)

Gärn gescheh’, liebe Osterhasen!

Ein Wort von Skipperin

hair@home oder: Corona-Frisuren olé

Wir versuchen es nicht mal zu vertuschen, diese Stunde der Wahrheit auf dem Kopf. Sieht ja Keiner. Friseure sind geschlossen und Barber zu. So legen wir auch in diesen haarigen Zeiten selber Hand an. Das Suchinteresse an Tipps zum "Haare selber schneiden" ist laut Google Trends in den letzten Tagen markant angestiegen in der Schweiz:

Die Tondeuse, um das Barberprofil am Schopf und im Bart den Konturen nach irgendwie nachzubessern. Oder grad zum Millimeter-Schnitt schreiten, das erinnert an das Marine Corps, das übrigens das TRX-Seil für ihren Drill auch braucht. Das geht in die Disziplin fitness@home.

Eine DIY-Anleitung zum Spitzenschnitt oder aus Langeweile einen Pony züchten (siehe Bewegtbild) sind alles Wahnsinnstaten, um sich irgendwie über die Runden zu verschönern, bis ein Coiffeur dann wieder zum Rechten schaut. Wenn’s nicht gefällt, ist es sowas von egal, sollst dich eh’ nicht unter die Leute mischen. Das dachte sich auch skippr-Nadina und griff zur IKEA-Schere, um sich kurzerhand einen Bock aka Stirnfransen zu schneiden - aus einer Mischung aus das-wollte-ich-immer-schon-mal-machen und wann-wenn-nicht-jetzt.

Auch innovative Ideen sind zu betrachten: Wer eine Perücke hat, setzt sie statt Kappe auf den Kopf oder suhlt sich in der Haltung: Ich gehe dann zum Friseur, wenn meine Haare bis zur Taille, der Bart bis zur Brust und die Nasenhaare bis zum Kinn wachsen. Das ist ein Echtzeit-Zitat aus Skipperin’s Familie, die sich nun nicht mehr sieht, aber kommentiert. Wer keine Echthaar-Perücke besitzt, schaue doch in der Fasnachtskiste nach: Rapunzelmähne in Stroh-Blond, Pipi-Zöpfe in Rot, Mortisha in Schwarz, Barbarella-Mähne in Rot-Blond und Papagena-Haube aus weissen Federn – alles vorhanden.

Und der kalten Bise sei Dank, reicht auch eine Wollmütze, um das Desaster zu verstecken. Aber es sieht ja keiner, so fest du dir auch die Mühe machst, Himmel Herrgott! Eigentlich schade. Beruhigend ist doch der Tipp der Seelenklempner: Du tust es für DICH.

Skipperin selber lässt sich viele graue Haare wachsen über all die Sorgen auf der Welt und sucht nach Tipps, wie denn nun Haare nachgefärbt werden können, so ohne Augen am Hinterkopf - und ohne Hilfe einer wenig motivierten Teenagerin. Denn, wenn ihr das letzte Stündchen schlagen würde, wären graue Haare und unrasierte Beine ihr persönlicher Supergraus. Aber die Farbe hat sie jetzt für ihr hair@home, verschmierte Lavabos, Spiegel und Stirne inklusive Steuern bestellt.

Sie fragt sich auch, wie denn der gesamte Bundesrat in seinen zukünftigen Pressekonferenzen aussehen wird. Die können sich für die Kameras weder frisieren und schminken lassen, müssen aber immer öffentlich vor die Medien stehen. Stimmt, ganz andere Sorgen – wie wir auch.

Und doch freuen wir uns auf die ersten offensichtlichen Corona-Frisuren in der Schlange vom Supermarkt. Spass beiseite; das ist natürlich nicht witzig, weil für die vielen Coiffeure/Coiffeusen existenzbedrohend. Na dann, auf baldiges Wäsche-Lege-Föne in unseren liebsten Salons der Region!

Ein Wort von Skipperin

music@home

Hier ein paar Zeilen, schonungslos und unzensiert gegen den Hüttenkoller: wir basteln, verschönern und machen uns fit, hören eigentlich auch ohne diese C-Zeiten dauernd Musik und tauschen Tracks. Deshalb d e r Isolations-Musik-Überlebenstrick von Skipperin: Jeder macht was in die Warteliste auf Spotify. Alle in Skipperin’s Haushalt legen also ihren Song in die Warteschlange. Vorgestern schub sie das Thema vor: Disco inspiriert von Bee Gee’s «ah ah ah ….staying alive» es folgten ebenso geile Disco-Songs der Youngstars von Abba (Voulez-vous), über Supermax (love machine) bis Boney M. (Sunny). Das war Samstag. Die ultimative Anleitung zur party@home mit Stylingtipps in C-Dur kommt noch.

Nun, Musik als Schulunterricht im hohen C geht nun so: Man nehme ein Triptrap oder einen Kinderstuhl mit möglichst vielen Büchern oder Spielen, um den Laptop auf die Höhe der Tasten zu befördern. Und los geht’s: Kantonales Konservatorium mit der weltbesten und nettesten Lehrerin, die ein Konservatorium überhaupt kennen könnte. Online-Unterricht mit Chopin und Mozart, Hauptsache Isabelle hört was und sieht die Finger, diese eben grad auf dem Stapel an Spielen und Büchern erhöht.

Nach dem Pianounterricht, ging es freiwillig und ohne Druck zur Ukulele, spontan ins Solo-Wohnzimmer-Konzert mit adhoc einstudierter Billie Eilish, es artete danach als Duo aus und hat das ganze Trio glücklich gemacht, Tag 13 in Isolation: Es lebe das hohe C, all’ diese improvisierten Rimes und verpassten Akkorde. Ganz dem Motto getreu: music forever - music was my first love, unter anderem mit nothing compares to U auf Ukulele. Und Alicia Keys an den Tasten. Morgen gehen wir zurück zu den Genres Everlast oder Manu Chao oder Englischer Punk oder Guns’ n’ Roses – die Elektrogitarren gibt’s mit Tickets von Weihnachten in echt und gäbe es inklusive Konzert für diesen Juni live mit Slash «take me down to paradise city» - ohne dieses Sch…C.

Und ihr? Hört oder spielt ihr Musik? Und wenn ja, auch als Wohnzimmer-Konzerte?

Wir haben ja oben bereits den Vorlauf dazu geliefert, very private salon concert mit „Stand by me“ von Ben E. King

Ein Wort von Skipperin

Zur fitness@home

Nun ist es schon eine gefühlte Ewigkeit her seit dem letzten Sportakt im offiziellen Fitness und in der Tanzschule. Das sind mindestens 100 verpasste Kilometer, aber verschonte blaue Flecken vom Verrenken an der Stange. Mit verlorener Gewohnheit aber in Apps Trainings-Alternativen gefunden, drängt sich doch bei uns allen die Frage auf: Was machen wir zur fitness@home?

Ausgerüstet mit einem Spinning-Drahtesel, einem Boxsack von Sohnemann, einer Yogamatte für die kackende Kuh, läppische 2 kg-Hanteln, einem Trampolin aus den 90ern und einem wenig gebrauchten TRX-Seil. Was nun damit? Die Antwort: AMORTISIEREN und LIEGESTÜTZEN. Diese Übung von 2 auf 10 Wiederholungen antrainiert, wäre also viel zu schade zum Verlieren: diese sauberen Liegestützen - mit Nasenspitze bis 4 cm auf den Boden … okay, es sind nur 10 cm.

Ihr denkt wohl, Skipperin soll doch auf Vita oder Parcours oder Biken und Joggen im Freien! Nun ihr wisst, es gibt nun auch das verstärkte „dogs out of home“ mit der Tatsache, dass das Problem am Anfang und nicht am Ende der Leine steckt. Lieber Fifi, Bari, Ferdy, Sally, Pippa und Hasso, nichts gegen euch Hunde!

Isotonische Kontraktionsübungen gehen sogar auf den Bürostuhl und vor der Mattscheibe. Yoga passt auf jede Matte und Quadratmeter-Joggen in jedes Wohnzimmer. Treppensteigen mit vollen Petflaschen eine Variante. Klimmzüge an der Leiter oder der Teppichstange die andere. Sit-ups wirken mit vollen Bundesordnern links und rechts. Alles, was unserer Fitness gut tut, machen wir nun @home und im harten Fight gegen den inneren Schweinehund. Diesen haben wir ausgetauscht, er läuft komischerweise weder im Tanz- noch Fitnessstudio rum, aber bleibt mit uns eng verbunden.

Blibet fescht gsund!

Ein Wort von Skipperin

Zum office@home in Bildern

Sie ist lange erprobt und nun mit neuen Members im Club: office@home! Das macht in Trainerhosen oder Nachthemd bis 11.00 Uhr und ungeputzten Zähnen, also im regulären Schlampenlook, etwas kurzfristige Freude. Habt ihr das auch früher schon gehört: „Wohin gehst du arbeiten?“ - Ach, nur im Homeoffice, wieso?“ – „Du bist drum so zwäg gmacht, für so nur zu Hause rumzusitzen.“ Dabei ist es ja wissenschaftlich erwiesen, dass man leistungsfähiger ist, sich besser konzentrierter und fokussierter arbeiten kann, wenn man ein schönes Outfit trägt.

Also Schlampen-Pantoffel-Look ist lustig: Sagen wir mal eine Woche oder mehr. Oder am Sonntag beim HackindieTasten oder BuchseitenFressen. Nach vielen Jahren im Homeoffice kommt hier dieser ultimative Gratis-Rat von Skipperin: Zieht euch an, möglichst so, wie ihr euch gerne habt und es dem Büro angepasst ist. Schminkt euch, putzt davor die Zähne, zieht Schuhe an, Pantoffeln im Office ist out, frisiert euch, als würdet ihr ins Büro! Nicht erst um 11 Uhr, aber so gegen 8 Uhr mit Kafipause gegen 10 Uhr.

Um 10 Uhr war Skipperin bisher alleine im Büro – oder ging auswärts ins Café oder den Tumbler leeren. Das neue Schöne im Schlimmen: Skipperin bekommt einen Anruf in der Kafipause. Eine auswärtige Stimme zu hören, keinen Gruss nur lesen zu müssen: wie dankbar sie ist für den kurzen Klatsch! Weil sie ist ja sonst alleine an der Arbeit ist, war die Pause am Telefon etwas ganz besonders.

In Zeiten der Isolation werden auch andere zu einsamen Bürogummis, und das verbindet neben der Routine, sich für die Arbeit anzuziehen. Im Style, wie es gefällt, mit kleinen und grossen Kindern, die auf dem Bügu viel helfen wollen.

Die Trainerhose kommt dann später fürs fitness@home zum Zug oder ist beim school@home in.

Also, am besten bequem und trotzdem so, dass du dich nicht schämen musst, wenn plötzlich spontan ein Videoanruf von deiner/m Chef*in kommt. Hack vom Profi: Hemd oder Bluse unter dem gemütlichen Pulli anziehen (und als Frau das Outfit mit Ohrringen oder Kette aufwerten) – oder einen Blazer übers T-Shirt.

Ein Wort von Skipperin - mit Fotoaufruf

Generationen und Solidarität - und: Was macht ihr so in diesen Tagen?

Krisen bringen auch viel Positives ans Licht. Neben den ganzen Horrorzahlen im Halbstunden-Takt, Polizeikontrollen auf Sonnenterrassen, Klopapierhamstereien, grüsligen Bildern von leeren Regalen und Motzereien über Rentner*innen und Junge, die es noch nicht gecheckt haben oder keine Rücksicht nehmen.

Solidarität zu Beispiel! Hilfegruppen, die sich untereinander unterstützen, boomen. Social Media sei Dank wird Hilfe für Einkäufe, Besorgungen, Reinigung und Unterhaltung angeboten, von den alten X’lern, den jüngeren Y’lern und den ganz jungen Z’lern. Wir versuchen zu vermitteln, damit die vielen gut gemeinten Hilfsangebote die 65plus der Region erreichen. Hilfe anbieten kann man in unseren Facebook-Gruppen: Unterstützung im SENSEbezirk | Unterstützung im SEEbezirk. Wir koordinieren mit den Gemeinden, Spitex etc.

Apropos: Wir sammeln ja zurzeit auch Angebote von Kleingewerblern, die sich zur Überbrückung von geschlossenen Läden gerade neu orientieren. Ob Takeaway, Yogalektion via Streaming oder Blumenlieferdienst: bitte melden via Formular oder Flyer schicken an 079 950 15 71. Wir pushen gerne Projekte, die spezielle Zeit etwas einfacher, leichter auszuhalten oder erträglicher machen sollen. 

Diese Zeilen entstehen mitten im Medienrummel um die Diskussion eines kompletten Lockdowns. Um die Pandemie zu verlangsamen, müssen wir ALLE zu Hause bleiben, klar (das ist jetzt durch, oder?). Ob eine Ausgangssperre zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll und verhältnismässig ist, bleibt jedoch offen. Zumal die psychologischen Folgen ja fatal sein könnten. Die Eigenverantwortung wird untergraben, obwohl spazieren und joggen ja eigentlich unproblematisch sind, sofern nicht in Gruppen... Aber überlassen wir diesen grossen Entscheid dem Bundesrat.

In der Zwischenzeit lebe das Leben. Wir machen einen FaceTime-Anruf bei den Eltern und Grosseltern, schreiben einen Artikel über den Frühlingsbeginn, schauen Wimmelbücher (in denen KEIN Mindestabstand gilt), bringen eine Ladung Wäsche in die Waschküche, baggern weiter auf der Terrasse, verzaubern Honig-Salz-Erdnüssli, staubsaugen das Wohnzimmer, machen eine Runde auf dem Velo, chosle bis zum Geht-nicht-mehr und dann ist schon fast wieder Zeit für ins Bett. Dazwischen natürlich das ein oder andere Gfläder, ein paar Stunden Homeoffice, ein paar mit Liebe zubereitete Mahlzeiten - und irgendwie sind die Tage dann doch schnell um, nicht?

Was macht ihr so in diesen Tagen? Wie erlebt Deutschfreiburg die Selbstquarantäne? Schickt uns eure Fotos und Berichte an 079 950 15 71. Wir freuen uns auf die Einblicke in dieser besonderen Zeit...

Auch Männer haben Probleme

Mit der Frau oder mit einer Frau

Zum internationalen Tag der Frau ein paar Zeilen, lassen wir hier offen, ob es um DIE eine Frau oder allgemein um ALLE Frauen von euch geht. Wir starten mit einem Rundumschlag, wie sie denn so sein könnten, sollten, müssten Frauen, weil diese Bilder gingen diese Woche um die Welt. Sie sind dermassen gut gemacht, um euch den Streifen vor die Augen zu halten:

Ganz ohne Quote, kann eine Frau Dinge genau gleich gut wie ihr – oder besser. Auf der anderen Seite muss eine Frau nicht alles können, was ein Mann kann, so die Grünabfuhr von über 50 kg alleine stemmen. Sie muss auch nicht aussehen wie ein Mann, aber denselben Respekt und Lohn verdienen wie er. Eure erste Frau, Mama, euer erster Schwarm, eure grosse oder kleine Schwester haben euch bestimmt früh gelehrt, wie es sich mit dem Weiblichen verhält? Bring’ sie sicher nach Hause, kläffe keiner nach, sei anständig und trage sie auf Händen. Ja? Was, wenn sie unbedingt alleine nach Hause will, dennoch beleidigt ist, wenn ihr niemand mehr hinterher pfeift, und über old school-Gesten wie „auf Händen tragen“ hämisch lacht? Womit wieder beim Weiblichen sind: Was wäre eine Welt, wo es keine Hackordnung unter den eigenen Reihen gäbe, wo keine misstrauisch und stutenbissig gegen die andere keift? Männer, helft den Frauen dabei, mehr Solidarität im Privaten wie im Beruf zu finden, ohne eifersüchtige Blicke auf zu schöne Beine oder eine bessere Figur. Womit wir beim nächsten Problem sind, was euch aber definitiv nicht von Frauen unterscheidet: Bin ich ein Hecht?

Wenn das Schönheitsbild der Frauen zu oft aus der Kunst der Medizin und Fotofiltern entsteht,  kann keinem Geschlecht die Schuld gegeben werden. Doch, wo sind wir gelandet? Wir brauchen internationale Gesetze gegen die Verstümmelung der Frau. Was sich eine Kim Kardashian und mittlerweile Normalas aber selber in OP’s antun, dafür gibt es keine Proteste, aber viel Schmerz und ein tiefer Griff ins Portemonnaie. Die machen das freiwillig – denn es kann nicht ihr Kanye oder euer Kevin schuld daran sein, dass sich mittlerweile immer jüngere Frauen bis zur Unerkenntlichkeit verstümmeln, pardon, verschönern lassen!

Also, vielleicht habt ihr Männer ein Problem weniger mit eurer Lady oder euren Ladies im Umfeld, wenn ihr sie fördert, fordert, verehrt, begehrt und anbetet: mit dem, was sie kann und leistet, wie sie ist und aussieht: ohne Tuning oder Teppichetage. Aber will sie dahin nach oben fliegen, dann helft mit einer Impfung, die bei euch oft zu hoch dosiert ist: Der Dosis an Selbstvertrauen und dem Kraftakt, dass auch ihr neben Beruf Familie und Haushalt schmeissen könnt. Allen weiblichen und männlichen Chefmenschen aus den Generationen Babyboomer und X sei hinter die Ohren geschrieben: Auch eine gebärfähige Frau aus dem Zeitalter der Y oder Z ist ehrgeizig, engagiert und möchte es wagen, mit Kind Karriere zu machen. Gebt ihr die Chance, auch ihr habt in einem früheren Leben Familie und Beruf vereint und hoffentlich nicht verzichten müssen! Alles andere ist Neid und ein Gehacke unter den Frauen selbst, denken wir speziell am 8. März 2020 dem Weltfrauentag daran – und helfen wir für Frieden und Freude unter und zwischen den Geschlechtern. Gleichheit – Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit – Freiheit sei mit euch!

Ein Wort von Skipperin

Im Selfie-Songcontest

Jetzt, da wir uns etwas mehr im kleinen Kreis verkrümeln müssen, ist die Zeit von Self-Entertainment wieder voll in. Was Skipperin für die vielen Künstler und Veranstaltern in den grossen und kleinen Säälen sehr leid tut. Machen wir also aus der Not eine Tugend und unterhalten uns selber!

Wie früher, auf einem leuchtenden Kinderteppich, wo zwar Batterien für die Pseudo-Scheinwerfer fehlen, einen Music Star vorhüpfen und mit dem semi-professionellen Micro Lieder singen – wer das nicht kann, oder sich schäme, nehme Karaoke als Vorlage. Und Netflix sei Dank sind Serien und Filme rund um die Uhr verfügbar, im Kinosaal zu Hause.

Das Lustigste an der Eigenunterhaltung ist unser Bauernenglisch, wenn ihr nicht grad, und wenn, dann bitte klammheimlich unter der Dusche, Beatrice Egli singt: „Ain’t nobody“ von Chaka Khan, neu aufgelegt von Jasmine Thompson wird im Refrain. „loves me better“ zu „don’t fiesta“.  „Alperose“ wurde schon vor Jahren zum „Haube Rosé“ und aus „Veo, veo“ wurde „Theo, Theo ist fit wie Totschuh.“ Und wenn Skipperin „Purple Haze“ mitsingt, dann stolpert sie jedes Mal über den „Scuse me while I kiss this guy“ statt „sky“.

Das Bauernenglisch nennt sich übrigens „Mondegreen“  und steht für Verhörer einer Formulierung in eigener Sprache. Wird aus „I got the Power“ die Agathe Bauer und „aus den Wiesen steiget, der weisse Nebel wunderbar“ der weisse Neger Wumbaba, dann ist es ein Soramimi.

Weitere sehr witzige Anregungen als Alleinkünstler gibt es hier für euch zum Nachsingen: www.spiegel.dewww.karafun.de

Ihr findet in euren eigenen Reihen bestimmt auch feine Patzer? Singt ihr sie uns vor, klammheimlich als Sprachnachricht, eure Mondegreens und Soramimi? Es hört ja keiner zu – und wir lachen euch auch nicht aus, versprochen! Eure Songs auf 079 950 15 71.

Skipperin denkt nach

Wie paradox!

Aus dem Lieblingsäther was aufgeschnappt, das zum Nachdenken genauso angeregt hat, wie zu Lachtränen: Es geht um das Paradoxe, das auf uns Deutschfreiburger genauso zutrifft, was schweizweit gilt: Merkwürdiges sprich Widersprüchliches!

Also, wer von uns zieht aufs Land und will keinen „Lärm“ von Kuhglocken? Wer zieht in den allerhintersten Krachen und fordert einen Ortsbus im Stundentakt? Wer bleibt in einer schönen Altbauwohnung in der Unterstadt und will keine Nachtschwärmer hören? Wer fährt Auto und nervt sich besonders in der Stadt Freiburg über Fussgänger, die ihr Recht so offensiv herausfordern und sich vor die Haube hechten? Wer fährt Velo und nervt sich über das Chaos aus Blech, besonders in Dörfern wie Düdingen?

Wer mag keine Berner und deren high snobiety, geht dennoch wöchentlich in die Stadt Bern einkaufen, ins Shoppy oder ins Westside? Die Deutschfreiburger sind in der Sprachminderheit, stolz auf ihr gutes Französisch und ihre Flexibiliät, sich täglich anzupassen. Und wieso werden wir dennoch dauernd diskriminiert? Wer findet die Murtner oft zu Recht arrogant, kommt aber trotzdem als Dauergast in seine Confiserien und an seine Strände? Warum finden die Seeländer, die von obenai hätten zuviel frei und äffen einen Dialekt nach, der als einer der wenigen in der Schweiz wirklich gut erforscht ist? Wieso wurden die Murtner von Louis d’Avry nicht direkt missioniert und zu Katholiken gemacht? Dann wäre die Frage nach zu viel frei im selben Kanton auch gelöst. Warum beginnen in Deutschfreiburg die Herbstferien im Winterfahrplan? Dürfte uns einer erklären, wieso eine Deutschfreiburger Familie nie in dieselbe Hütte in die Skiferien kann, weil diese jedes Jahr in eine andere Woche fallen? Wie merkwürdig, wenn in derselben Deutschfreiburger Familie zwei Kinder zu unterschiedlichen Zeiten Schulferien bekommen – so was gibt’s!

Wie paradox ist es denn, Fisch und Wasser vom und aus dem See zu verzerren, wenn die Behörden wegen Verschmutzung immer wieder einschreiten müssen? Wie widersprüchlich ist es, als Raucher auf dem Biohof einzukaufen? Darauf braucht Skipperin doch grad ein Corona, ihm sei dank wird der Himmel über China reiner als auch schon, gäu Greta?

Auch Männer haben Probleme

Täglich, bitte: Wösche - Lege - Föhne!

Das haut rein wie eine fette Wasche: Wusstet ihr, dass Bartträger mehr Bakterien tragen als ein Hundefell? Damenbart ausgenommen. Tönt nicht sehr anmächelig, spielt komischerweise aber keine Rolle, wenn es um die Herrenwahl geht: Damen glauben nämlich, ein Bart tragender Mann sei eher was Beständiges, ein echter Kerl zum Heiraten. Wobei es genau die Damen sind, die sich vor Läusen und Zecken ekeln. Das Haarige an der Geschichte: Dreitage-Bärte finden Frauen zwar attraktiver, sie trauen denen aber keine Treue zu.

Waschen, und zwar einmal täglich mit Shampoo und mit dem Kamm entwirren, lautet die Hygieneregel, wer sauber auf den Hund kommen will. Da reicht nicht mal ein wöchentlicher Besuch in einem der vielen Barber-Shops, die sich hier Reihe um Reihe in den Gassen ansiedeln wie anno dazumal im historischen Innern von Damaskus.

In Barthaaren gewühlt haben übrigens Forscher und keine Läuse: In den Gesichtshaaren der männlichen Testpersonen machten sich mehr Mikroorganismen breit als bei den untersuchten Hunden. Umgekehrt wird vermutet, dass in Bärten weniger Staphylokokken oder andere Bakterien hausten als auf einer glattrasierten Haut. Hygienisch ist ein Bart, auch als Staubfänger und Essmantel einsetzbar. erst dann, wenn seinem Bedürfnis nach Pflege nachgegangen wird. Und das geht selber, im Selfspa und ganz stubenrein.

Das Schöne am Bart, ein Mann kann sich auf dem analogen und digitalen Datingmarkt austesten: Bart wachsen lassen, stutzen, pflegen und protokollieren, wie die Chancen sind, bevor der Bart wieder ab ist. Den Frauen sei geraten, auch wenn das Strotzende eines Bärs von einem Bartträger ausgeht, genau hinzuschauen. Scheinbar verstecken viele Männer ihr wahres Gesicht hinter der Haarpracht  - da ist es nach drei Tagen Bart doch viel einfacher, nochmals genau auf den Verehrten hinzuschauen. Vielleicht bleibt er ja länger treu, als eingangs vermutet.

Quelle zum ganzen Artikel: Sonntagszeitung, Anke Fossgreen „Beim Barte des Verehrten“ vom 2. Februar 2020

Ein Wort von Skipperin - HHH statt KKK

Statt KinderKircheKüche heisst es heute HerrHordeHaushalt

Wir hauen hier niemanden in die Pfanne, auch wenn er bzw. SIE wieder zurück an den Herd will.

In aller Munde: Die Frau und ihre Aufgaben zu Hause anno 50er Jahre. Und die Freiheit im 2020 darüber selbst entscheiden zu dürfen, wenn dann einer im Haushalt genug für Beide verdient, dass der andere zu Hause bleibt. Diese Bemerkung muss sein. Aber es geht vielmehr um die Freiheit zur Entscheidung. Egal, ob ein Mann Hausmann sein möchte, oder eine Frau Hausfrau.

Es kann im emanzipierten Gender-#metoo-und sowieso-Gerede doch nicht sein, dass eine Frau nicht entscheiden darf, welche Rolle sie zu Hause nicht spielen, aber voll ausleben will. Derzeit wird auf #tradwives gedisst, über eine, die sich dazu entschieden hat: Für ihren Herr, ihre Horde, und ihren Haushalt, sie arbeitet „nur“ für Herd, Herde und Hof.

Dass sie ihrem Mann gefallen will, dass sie auf die Welt gekommen sei, um ihm zu gefallen, das lassen wir mal so stehen. Das kann im Zeitalter von „Liebe dich selbst“ nur ein Mensch sagen, der sich selber wohl gerne hat. Und dass unsere Eltern die beste Ausbildung für uns und unsere Selbständigkeit wollten, hat mit Liebe und Emanzipation zu tun.

Aber hören wir lieber auf, zu urteilen oder zu verurteilen. SIE will es ja so, wie vielleicht unsere Grossmütter nicht freiwillig wollten, aber mussten. Weil es in den 50ern diese Entscheidungsfreiheit schlicht nicht gab: Mutti blieb zu Hause. Basta. Erst im hohen Alter nahm sie, sie hiess Ida, kein Blatt mehr vor den Mund, wie mühsam diese Zeit als Nur-Hausfrau dabei aber ausgebildete Buchhalterin war.

Wir fragen dann in 10 Jahren wieder - wenn die Kinder flügge, der Mann verleidet und der Arbeitsmarkt ausgetrocknet ist: WTF und warum findet ein Hausmann oder eine Hausfrau keine auswärtige Arbeit mehr nach dem ausgefüllten Manager- und Allrounder-Job zu Hause? Auch das ist gar nicht in Ordnung. Wir fragen dann, wenn es soweit ist, nach, direkt, bei Alena Kate Pettitt, ob sie eine Antwort darauf findet.

Fotos aus dem Heft "Eva im Haus - Vierteljahresschrift für modernes Haushalten", 1. März 1958, aufbewahrt von Ida Klopfstein aus Laupen verheiratete Ruesch, Exil-Stadtbaslerin.

Ein Wort von Skipperin

Schrecklich individuell, uniform und konform


Auch uniformiert! In unseren skippr-Reihen haben wir zwei Ex-Hoste... eh... Ex-Flight Attendants: Martina vor dreissig und Nadina vor zehn Jahren.

Es muss an der urmenschlichen Eigenart liegen, dass wir ohne auffallen zu wollen, bewusst unsere Persönlichkeit hervorheben wollen. Ein Beispiel? Da lassen sich Leute aufwändig schöne Tattoos stechen, um sie zu verstecken. Oder sie behaupten, die Grösse ihrer Brüste sei schon immer so und echt gewesen. Warum das Uniforme zieht, wissen wir seit immer: wer von uns wollte doch am liebsten die gleichen Sneakers wie die beste Freundin – oder Feindin?

Alle tragen phasenweise dieselben Treter in Weiss, mit derselben Wildkatze im Logo drin. Umgekehrt muss, wer aus der Masse stechen will, sich was ganz Schlaues überlegen: einen neonfarbigen Schuhbändel in den weissen Sneaker einfädeln? Aber nur am linken Schuh. Moment, das hatten wir doch schon mal!?

Die Beobachtung lässt sich über Generationen und Geschlechter hinweg beobachten - auch markenunabhängig. Der Bart ist mit 20 hip, die Baggiepants reizt auch mit 40 weiter, die Bauchfreiheit zu hochgeschnittenen Hosen bleibt wie in den 80ern eine nicht immer aufreizende Girlie-Mission – genauso wie der Hoodie mit Kapuze und Surfersujet ab 50 im gehobenen Restaurant dümmlich und der ausgeleierte Gummi-Rand der Boxershorts, weil die Hose viel zu tief geschnitten, ungepflegt. Auch wenn das mal die angesagte Uniform eines ehemaligen Skaters war.

Es sieht schrecklich-komisch aus, wie wir uns mit möglichst hoher Gleichförmigkeit konform verhalten und dennoch so viel wie möglich von unserer Individualität unterstreichen möchten. Augenbrauen wurden ausgedünnt und morgen wieder buschig gekämmt, gefärbt und permanent im Makeup gestochen. Die Krawatte durfte für die weibliche Bordcrew nur in drei Varianten geknotet werden, wurde als Haarband ganz verboten. Die Absatzhöhe ausserhalb des Flugzeuges musste über 8 Zentimeter und an Bord unter 4 Zentimeter betragen. Nagellack war ein Muss, aber nur in gewissen Rottönen und auf bestimmten Nagellängen, die feuerfeste Uniform Pflicht, leicht entflammbare Nylons auch. Die strengen Stylingvorgaben waren übrigens eine grosse und wertvolle Hilfe, sich überhaupt orientieren zu können. Was an Freiheit übrig blieb, war ein Quäntchen Persönlichkeit in Form von Ohrringen (von der Grösse zwischen einer 1- und einer 2-Euromünze), hochgesteckter Frisur und Freundlichkeit.

Im Wandel der Zeit bei Watson gesehen: Uniformen von damaligen Flug-Hostessen, heutigen Flight Attendants ;-)

Die Uniform beim Militär für Polizisten und Piloten. Sie wird, um möglichst hohe Erkennbarkeit des Berufsstandes und für möglichst wenig Individualität eingesetzt. So ist keiner besser, schöner, reicher oder dümmer, weil alle unter sich gleich. Und die Individualität, die neben dem Uniformen so viel gepriesen wird? „Du bist, wie du bist, und du bist gut so, wie du bist“ eine ewige Leier von selbsternannten Insta-Ratgebern. Ja, wir bleiben ja täglich dran und üben! Wir unterstreichen das Individuelle mit einem extra weissen Turnschuh, mit Implantaten Standardkörbchen 2020 und einem Schmuck unter der Haut, der aber gleich wieder unter dem Uniformen verschwinden muss. Schrecklich, wie konform. Ist doch wahr - oder nicht?

Umfrage: Wie stichst du aus der Masse? Und wann besonders? Wir freuen uns auf deine Schnappschüsse an 079 950 15 71 – auch wenn ihr nur an Fasnacht aus der Masse fällt ;-)

Ein Wort von Skipperin

WG im HG

Der letzte, der auf der Toilette war, hinterlässt eine leere WC-Rolle.

Als wäre dieser Umstand nicht genug, sammeln sich lauter leere Kartonrollen in der Designertasche der Badeputzmittel. Eine volle Rolle ist nicht in Reserve und ausser Sicht. Auch nicht im Blindflug mit dem Arm nach hinten. Skipperin spricht von der WG im HG, also nicht vom Grössenwahn (GW) doch von der Wohngemeinschaft (WG) im höchsten Grad (HG). Wohin also gehört die letzte leere WC-Rolle? Skipperin schreibt sie mit Permanent Marker als Mahnung sogar an, mit „Wohin damit?“.

Das alles und viel mehr trifft auch in den Haushalten von Deutschfreiburg zu: Die Zahnpasta klebt im Lavabo, liegt als Tropfen am Boden oder sie vergipst den Deckel so sehr, dass keine Paste mehr rausgepresst werden kann.

Thema Bad: Haarbürsten? Ja, wem gehört jetzt bitte welche, und wieso ist die Wimpernzange bei den Haarbürsten gelandet? Wisst ihr, wie oft wir eigentlich unsere Haarbürsten reinigen sollten? Tatsächlich so häufig, dass sie neben einer Wimpernzange liegen dürfen. Wer hat die Zahnseide von gestern im Lavabo liegen gelassen? Ach, das war im selben Schachzug wie mit der leeren WC-Rolle und dem Wachsstreifen gegen Damenbart passiert?

WG im HG ist ein Spiel, ein grosser Spiessrutenlauf. Es beginnt morgens und endet abends. Verschmierte Gläser vom Mittagslunch auswärts landen voller vertrockneter Speiseresten in der Küche und nicht im Geschirrspüler. Schmutzige Schuhe bleiben monatelang auf der obersten Treppe des Kellers liegen, bis die Schuhgrösse zu klein ist, und Putzen für den Second Hand ansteht. Es geht auch mit Lego-Türmen und -Burgen im Nirwana der WG: Du gehst barfuss im Dunkeln, weil der Morgen für deine Augen zu hell ist, halbblind zur Kaffeemaschine: Fussmassage und Gefluche, weil du was Wertvolles zertrampelt hast, kriegst du inklusive, wie die Seidenwäsche im 60-Grad Programm eines Rekruten, der es im WG-Gedanken gut gemeint hat. Gratis dazu. Und falls ihr je eine Barbie und ihr Abendkleid zertrampelt, bis ihr Gesicht oder die Frous-Frous etwas deformiert sind, wehe dem. Und ja, die Revanche kam subito einer Vierjährigen, im Self-Lippenstift-Make-up-Design des Chanel Rouge. Es war nicht ihr Eigentum.

WG im HG ist: du nimmst dir die Butter aus dem Kühlschrank und es ist nichts mehr drin. Noch schlimmer: Konfi, die du nicht mal mehr mit dem Skalpell auskratzen kannst, weil das Glas leer im Kühlschrank steht. WG im HG ist: Du kaufst Mozzarella für die morgige Pizza, doch beide sind aus den Augen und aus dem Sinn, weil sich jemand im HG einen ganzen Mozzarella gegönnt hat. Also gibt es Pizza mit Gruyère AOP, bis alle am Tisch motzen, die Pizza mit Mozza sei also schon besser. WG ist, einen vollen Tumbler von einem anderen Mitbewohner zu haben, denn deine liegt seit drei Tagen feucht vergraut im Korb am Boden. WG ist, Bier in Hülle und Fülle für alle Fälle eingekauft und auf einmal ist da keine einzige Flasche mehr. Im Fall, du Super Bock.

HG ist, wenn Skipperin selber (ihre grosse Sch… Unart) die Deckel, Schubladen und Schranktüren nie ganz und fest zuschliesst: Da kommt also einer aus der WG und will das volle Konfiglas oder das volle Olivenöl nehmen. Ja ja, ihr wisst, was darauf folgt: Putzerei im HG - aber von der Schuldigen selbst gebüsst. Sie war und ist ja die mit dem halbgeschlossenen Deckel an Flaschen und Gläsern. Das wäre dann ein echter WG-Gedanke: Jeder ersetzt, was er braucht. Oder putzt, was er verursacht. Und überhaupt. Zum Glück gibt es Barber Shops und keine Tondeusen mehr in der verstopften Dusche. Ach WG, du machst Skipperin HG. Und so was nennt sich dann Familie, oder?

Ein Wort von Skipperin

Zieh’ dich ab, du Bildli!

Als wäre der Kleber jedes Jahr mit neuer Zahl vorne an der Scheibe nicht schon obligatorisch genug und das grüne Rad an der Seite Pflicht, es gibt auch die Art oder Unart der etwas anderen Vignette: So Abziehbilder mit «Chiara & Luca an Bord». «Ich bremse auch für Tiere». «In meinem früheren Leben war ich ein Rolls Royce» – und lauter so lustige Sprüche kleben sich manche Menschen freiwillig an ihre Karre.  

Skipperin spricht übrigens nicht über Firmenwerbung wie «Der Schreiner ihr Macher», das «zuverlässig. gut. seit 1993» vom lokalen Sanitärinstallateur oder die oft so gut gemachte Aussenwerbung an Trucks wie «ich bin dein Laster».

Neben Kindern kommen Hunde gross raus: «Huskey’s on board» oder die aufgeklebte Silhouette eines Staffordshire Bullterriers lässt Skipperin, immerhin früh genug warnend, einen Riesenbogen um das geparkte Auto machen. In der Karrosse vier Reihen weiter, zwar ohne Kleber am Lack, geht der Schreck weiter: ein kleiner Kläffer auf der Hutablage kann sich nicht zusammenreissen.   

Hunde, ihre Namen und Rassen sind alle auf Abziehbildern verewigt, und sogar die eigene Frau! Es mag Tradition in der Schifffahrt sein, je nach Modell und dessen Wechsel eine MS Monica I bis III zu beschriften. Peinlich ist es dennoch. Zumal aus Monica mal Maya werden kann. Frauen sind das eine klebrige Thema, Ferien auf Vignetten das andere:  «Corsica Ferries» erinnert, ach wie schön, die waren wohl auf Korsika! Je nach Zustand des Klebers muss das schon eine Weile her gewesen sein. Oder der Fahrer hat ein Occasion-Auto von einem Korsika-Reisenden gekauft und war noch gar nie auf Korsika – aber der korsische Kleber blieb.  Auch viel gesehen sind die «Route66» und «Harley Davidson» – in der Hoffnung, da kommt nie ein Ducati-Liebhaber ans Steuer.

Und nun zum Thema des passiven Sports: Ein Freiburger Kennzeichen mit dem SCB-Kleber auf dem Heck? Eine Provokation! Und umgekehrt, ein Berner Kennzeichen mit dem Drachenkleber – eine Beleidigung, weil nie gesehen! Ist der Lieblings-Fussballclub nicht mehr gut im Rennen, Konkurs gegangen oder mit schlechter Presse wegen randalierenden Rowdies unterwegs, empfiehlt sich starke Nerven wegen mutwilligen Kratzern im Lack – oder den Kleber zu wechseln.



Ach, und falls ihr gar nicht Eltern seid, oder eure Tochter ganz anders als Chiara heisst, und überhaupt keinen Bruder namens Luca hat, wird ein Autotausch sehr, sehr mühsam – wir erinnern mit gewetztem Schaber an das Vignetten-Brösmeli-Chräble.

Schickt uns doch eure Beobachtungen per Handy auf 079 950 15 71
Das originellste Bild bekommt von Skipperin einen Vignettenschaber oder wahlweise Nagellackentferner für die Leimspuren des entfernten Klebers.
 

Auch Männer haben Probleme - und ihr Deutschfreiburger:

Schosshund oder Leithammel?

Seien wir mal ehrlich, wir sind immer mehr als nur eine Person, meist mit Tiernamen behaftet: Hausdrachen oder Schmusekatze. Genauso verhält es sich mit dem Bild des Mannes, das sich im Laufe des zeitgenössischen Lebens verändert, sprich verunsichert. Wann darf ein Mann ein Kerl sein, wann ein Leithammel und wann ein Schosshund? Darf ein Mann überhaupt noch bezahlen oder einer Frau den Hof machen? Die Kluft zwischen Frauenversteher und Frauenfessler ist im Kino mehrfach ins Licht gerückt. Also ihr Deutschfreiburger, geht der schwierigen Frage nach eurem eigenen Männerbild auf den Grund!

Denn einer, der weiss, wie es um euch steht, ist ein Mann. Und er erklärt, warum das gängige Männerbild in der Krise steckt. Stephan Grünewald. Fragt euch mal unter Kumpels, wann ist ein Mann ein Mann? Grönemeier auflegen und nachlesen; frei im Netz unter Stephan Grünewald: www.tagesanzeiger.ch (Quelle: Sonntagszeitung vom 8. Dezember 2019)

Es gebe nämlich zwei komplett verschiedene Regieanweisungen: Da herrsche immer noch das Bild des durchsetzungsstarken Mannes aus der Vergangenheit und gleichzeitig das neue, postmoderne Bild des soften Frauenverstehers. Das führe bei den Männern heute immer wieder zu Inszenierungskrisen. Sie wissen nicht mehr genau, wie sie sein sollen, so wie der eigene Vater oder wie ihr Grossvater: selbstbestimmt, herrisch, richtungsgebend. Oder eher zurückhaltend, bedächtig.

Also immer nur lieb und süss sein wie eine zäh-flüssige Double Creme nervt eine jede Frau, wagt auch Skipperin zu behaupten. #metoo zum Trotz, Frauen begegnen Männern auf Augenhöhe, dürften sich aber dennoch zum Drink einladen lassen, auch wenn sie das alles selber zahlen und tragen kann. Emanzipation heisst übrigens auch, selbstsicher genug zu sein, um männliche, mag sein altmodische, Gesten anzunehmen und zu schätzen: Sich die Tür öffnen zu lassen, den 50 kg Sandsack aus der Landi schleppen oder sich in den Mantel helfen zu lassen.

Stephan Grünewald unterscheidet sieben verschiedene Männertypen, die von einem ins andere Extrem gehen: Der autoritäre Alt-Macho bis hin zum Schosshund, der macht was frau ihm sagt. Platz. Laut Studien von Grünewald ist jeder vierte Mann ein Schosshund, der „die beste Freundin seiner Frau“ sein will. Der Leithammel sucht in anderen Kulturen, wo Frauen sich traditionsgemäss noch eher unterordnen müssen. Die Diskrepanz zwischen Berufsheld und Pantoffelheld sei bei den heutigen Männern übrigens am ausgeprägtesten.

Voilà - es muss das Méli-Mélo sein, was Frau anzieht. So wie sie auch nicht nur Hausdrache oder nur Schmusekatze sein wollte oder sollte.

Ein Wort von Skipperin - reloaded

Autobahnvignetten-Brösmeli-Chräble: Habt ihr schon...?

Kaum warten Tannenbäume reihenweise am Strassenrand auf die nächste Grünabfuhr, und kaum sind mitten in Entschlackungskur die Dreikönigskuchen verschlungen, mahnen Fasnachtschüechli und Vignetten auf das, was noch kommen mag. Kurz nach Neujahr und seinen Silvesterkonfetti steht die nächste Krümmelphase an – sie landet auf Tisch und Armaturenbrett. Manchmal bis in die Lamellen der Lüftung. Vignettenresten vom Januar lüftet es dir dann im Sommer frisch gekühlt um die Ohren!

Fasnachtschüechli kriegen eh’das ultimative Im-Auto-Fressverbot. Doch kennt’ ihr das Brösmele und den alljährlichen Härtetest, die Vignette an der Windschutzscheibe ohne Sauerei abzuschaben? So ratsch und fix in einem Stück am liebsten – wie der Wachsstreifen am Schienbein – schnell und schmerzlos? Skipperin rät, Krümmel-Orgien um Fasnachtschüechli und Vignette nur mit Staubsauger zu veranstalten. Oder dem Fachmann zu vertrauen, wie vor einem Jahr während dem Autoservice.

Weitere Chräbli-Challenges sind: Den Vignetten-Wechsel mit ganz frisch lackierten Nägeln vorzunehmen, um die Qualität des Lacks zu testen. Und als Ober-Herausforderung erst am letzten gesetzlichen Wechseltag in der Morgenkälte, so kurz vor der Fahrt zur Arbeit mit Schlüssel und Schaber bewaffnet. Wenn gelackt und gehetzt, lösen sich Vignetten absichtlich nicht.

Den Schaber beim Ochsen gekauft, jedes Jahr wieder einen neuen, weil den alten an Keramik und Fenster abgestumpft. Die Vignette gab es zum Weihnachtsschampus verbilligt, die liegt also schon eine Weile in der Mittelkonsole rum. Dass nun noch ein Verlängerungskabel für den Föhn ins Cockpit soll, macht das Ganze komplizierter. Der Staubsauger ist ja schon da. Der ultraneue Vignetten-Schaber muss also reichen für die Chräblerei am Auto, Abziehbiudli Jahrgang 2018. Nagellackentferner hilft dann zum Schluss gegen die zerfetzten Resten des Vignetten-Klebestoffs – praktisch auch, weil damit die Nägel auch gleich verblassen. Zum Glück bleiben noch ein paar Tage bis zum ultimativen Angriff auf die Schweizer Autobahn-Panini: 31. Januar 2020!

PS: Wer hat die Vignette gemacht? Den klebrig-klettigen Rücken der Vignette? Dem sollte Skipperin eine kleben! Alle Jahre wieder.

Auch Männer haben Probleme

Wie stolz seid ihr auf eure Kosenamen?

Wie süss oder scharf werdet ihr von euren Frauen verniedlicht? Schatz, wenn es hochkommt, Schätzli? Oder werdet ihr „Mine“ genannt und ihr nennt sie „Mini“?  Es geht auch kreativer und netter als „mein Grosser“ oder „mein Alter“. Kosenamen sind Ausdruck von Wertschätzung  und Verbindung, mal peinlich mal lustig.  Sie verniedlichen Vornamen, Tiere, Fabelwesen, beziehen sich auf bestimmte Eigenschaften oder stammen aus einer Fremdsprache, wie „Habibi“ oder „mi corazon“.

Wird aus dem Tom ein Tomi, aus einem Lukas ein Luki, einem Denis der Dédé und aus dem Nicolas der Nici? Verschwenden wir einen Gedanken daran, wie euer Kosename lautet! Ihr könnt ihn bei Bedarf auch noch im neuen Jahr ablegen. Den Namen - und oder die Frau gleich dazu.

Wer von euch Jungs wollte spätestens ab 5jährig nicht mehr verniedlicht werden? 20 Jahre danach tun es aber immer noch alle um euch rum? Ein Bärli oder Schnäggli kratzt doch am männlichen Selbstbewusstsein. Der starke Wöufu verwandelt sich in ein herziges „Wolfi“, aus einem Kerl wird ein „Süsser“ oder ein „Schnuggiputzi“.

Als wäre das nicht schon zuviel des Guten: Die Steigerung ist der Besitzanspruch „mein“, wie mein Darling, mein Hase, mein Kater. Mein Bae – schon gehört?  Es ist die Abkürzung für „before anyone else“. Und denkt jetzt bitte nicht an Kaffeekapseln, aber an „Mein Ein und Alles“.

Es gibt Go’s und No Go’s für Kosenamen – die Liste hilft eventuell weiter, um über eure eigene Kosenamen Bilanz zu ziehen. Nicht wahr, ihr Sugarbabes und Sweethearts, eure Zuckerpüppchen ;-) verdienen auch einen schönen Kosenamen.

Link: 140 tolle Kosenamen von klassisch bis individuell – und No-Gos

Ein Wort von Skipperin

Im Januar, im Januar

Unvergesslicher Emil mit seinem Sketch zum wohl verkanntesten Monat des Jahres, der umgekehrt sehr schnell vergessen geht. Oder wisst ihr noch, was ihr im Januar 2019 gemacht habt, ausser die Vignette von der Autoscheibe abkratzen?

Der Januar beginnt festlaunig und folgt mit einem Sonntag auf den anderen, es scheint nur noch Sonntag zu sein. Pyjamamodus, Brunch um 12 Uhr und spät aus den Federn oder früh von der Piste nach Hause. Januar ist der Monat der Hoffnung, der Wünsche, aber auch der üppigen Entsorgung von Geschenken und der Festtagsvöllerei. Wobei, in den Läden kommt es schon wieder ganz dick mit Fasnachtsschminke und Dreikönigskuchen.

Guten Mutes machen wir uns auf den Weg nach Lebertropfen, Kardio-Stepper, TRX und Restenverwertung. Frohen Mutes streichen wir Schokolade, Schampus von der Liste und begegnen im Laden den ersten Fasnachtsküechli und Tulpen. Die machen Hoffnung, viel zu früh, auf Frühling.

Januar ist für die Unterländer gerade willkommener milder Winter, aber überall sind Winterbetriebsferien. Gastrobetriebe, Clubs und Kinos sind ausgelaugt, das Konto ebenso und viele freuen sich auf die nächsten Ferien - die sind im Februar.

Januar ist der Monat, in dem man sich laut Knigge bis am 12. "es guets Nöis" (oder "as guets Nüüs") wünschen darf. Januar ist der 1. im Jahr mit dem bereits verprassten 13. Doch Januar ist auch der Monat, wenn Pazifikferien billiger wären, die Russen ihr Neujahr feiern und die heiligen Drei Könige kommen.

Am Montag beginnt die erste Arbeitswoche in einem goldenes Jahr. Sie wünscht euch den König im Brötchen, nicht nur am 6. Januar 2020, sondern jeden Tag: setzt euch diese Krone jeden Tag auf, zur Krönung eines jeden Monat des Jahres 2020.

Wisst ihr noch, ob ihr am 6. Januar 2019 den Jackpot im Dreikönigskuchen geknackt habt? Skipperin weiss es nicht mehr, hat aber Tulpen gekauft.

Umfrage von Skipperin im Umgang mit Worten und Floskeln

Was möchtet ihr 2020 lieber hören, als ... ?

Es gibt ja so Floskeln, In-Worte oder fest gefahrene Sprüche, die sich im Gespräch, im öffentlichen Raum und allgemein Untereinander einschleichen, insgeheim aber nerven.

Vos papiers, s’il vous plaît - Geht das auch auf Deutsch?

Tötschö - Warum nicht gleich Härrgott?

Mein Sohn kann schon Hockey spielen – Dein Gleichaltriger aber kaum laufen...

Er macht nichts – Ihr da Hundehalter, Hundeleinepflicht gesehen?

Ja, das ist ein Problem – Suchen wir eine Lösung, wäre doch positiver.

Easy – Ein peasy dahinter und du kriegst Pickel.

Nidlechueche – Der knusprige Gâteau du Vully ist ein besserer Versuch wert.

Freiburger gegen Berner Rösti  - Da braucht es nicht mal einen Graben dafür.

Seisler Woggabülleer – Respekt, wie gut ihr Senslerisch sprechen könnt!

Ca geits? – Netter Versuch, meist von Deutschfreiburgern, bilingue zu wirken.

Schon wieder frei? – Katholische Freitage sind also schon sehr zahlreich.

Dieser Trump – finden wir den auch im Kanton Freiburg?

LG, GLG, OK, ThX, MfG – wer zu faul zum Schreiben ist, soll es doch gleich lassen!

Sie macht es doch gut – „Hat und gibt sich Mühe“, stand auch schon mal im Zeugnis.

Le Bourg – Leider am Abserbeln, wären nicht so viele Deutschfreiburger da! 

Littering  – wieso Ghüder auf Englisch und Gesetze, seinen eigenen Müll mitzunehmen?

Ke Zyt - dann nimm‘sie dir!


Sonst noch Ideen zu Unworten und sprachlichen Kapriolen? - Schickt sie uns an 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

Nieder mit so Neujahrsvorsätzen!

Wisst ihr, wie easy es ist, sich im neuen Jahr neue Vorsätze zu fassen? Das geht nichts leichter als das: Sich erst gar keine zu fassen, so lautet Skipperin’s Antwort. Am einfachsten ist es sich, um Vorsätze einen Sch... zu scheren, sie sind ja meist zum Scheitern verurteilt.

Sogenannt gut gemeinte pseudowissenschaftliche Lebensratgeber und deren Vorsätze daraus bescheren uns nur mit einem inneren und äusseren Kampf, Liebgewonnes, blöde Mödelis, ungesund Altbewährtes und mieses Schlechtes von dir loszulassen. Drum, lässt es Skipperin grad vorne weg sein, sich was Besseres vorzunehmen, als sie halt ist, kann und sein will. Es gelingt ihr drum selten, Vorsätze erfolgreich oder konsequent umzusetzen, und das ist definitiv frustrierender, als es einfach so bleiben zu lassen, wie es die letzten 365 Tage im Jahr und davor so war.

Die Erleuchtung dazu entstand nicht nur aus ihrer eigenen Überzeugung oder dem mehrmaligen Scheitern, einen gefassten Vorsatz durchzuhalten – ihr dürft es gerne Schwäche nennen. Die Erhellung stammt aus der „subtilen Kunst des darauf Scheissens“ - ein hoch empfehlenswertes Buch von Mark Manson, der allen Sachbüchern für ein glückliches, gesundes und gutes Leben abschwört.  Skipperin hat es geschenkt bekommen und ihr dürft es kaufen ;-) Mark Manson foutiert sich um Selbstoptimierung und positive Selbsthilfe, die uns lediglich auf das fokussieren will, was uns alles fehlt wie mangelnde Fitness, Gesundheit, Zufriedenheit. Er schreibt auch, nicht jeder muss alles können oder alles sein, ausser dazu zu stehen, wenn er eben nicht alles kann oder alles ist. Akzeptierten wir unsere Grenzen, fänden wir heraus, was es für unser persönliches Glück braucht.

Aus dem Hardcover: „Denn: Kein wirklich glücklicher Mensch steht jeden Morgen vor dem Spiegel und rezitiert vor sich hin, dass er glücklicher werden muss. Er ist es einfach!“

In diesem Sinn seid einfach glücklich: Skipperin wünscht euch ein rundum glückliches 2020 und sagt merci viumau, dass ihr diese Zeilen überhaupt bis zum Schluss lest.

Ein Wort von Skipperin ans Christkind

Wünsch’ dir was, heiliger Bimbam!

Wenn die Hälfte unserer Wünsche einfach n i e unter dem Weihnachtsbaum liegt, brauchen wir 2. Weihnacht. Es ist Skipperin schon klar, dass die 2. Weihnacht den Bedürftigen helfen soll, sie spendet manchmal auch. Ob der dekadente Boxing Day mit seiner Rabattschlacht unerfüllte Wünsche stillen kann? Ein Porsche 911, Jahrgang 1972 zum Beispiel. Oder ein Dolce Gabbana Etuikleid. Einverstanden, solche Wünsche sind genauso dekadent.

Historisch betrachtet, war der Boxing Day ein Anlass zum Schenken: Bedienstete und Angestellte bekamen Geschenke von ihren Arbeitgebern – das waren wohl auch Dinge drunter, die der Herrschaft nicht gepasst haben, für den Diener allemal reichen. 

Da fragt sich Skipperin doch glatt, erfüllt das Christkind allen Anderen auch nur die Hälfte ihrer Wünsche, dass sie sich einen Tag nach dem Geschenkesegen mit dem neuzeitlich interpretierten Boxing Day rumschlagen müssen? Vielleicht vertauscht das Christkind die Wunschzettel und bringt die Geschenke an die falsche Adresse? Deshalb müssen so viele Leute am Tag nach Weihnachten grad wieder shoppen gehen.

Weihnachten ohne Geschenke ist kein echtes Fest. Sie gehören dazu. Wie der Abendspaziergang am See mit Grosbi selig, auf der Suche nach dem fliegenden Christkind, das seit gefühlten Ewigkeiten immer nur die Hälfte an Wünschen erfüllt. Mit Kindern eine Paketschlacht zu veranstalten, missfällt den meisten Eltern, sich dagegen zu wehren, wird schwierig. Wäre auch frech, einer jeder der vielen Tanten ein Geschenk zu verbieten. Sie meinen es nur gut und fragen oft nach, was auf dem Wunschzettel steht – und helfen so dem Christkind etwas nach, für die Wunscherfüllung der anderen Hälfte.

Die Pakete dürfen wie der Tannenbaum glitzern und Kinderaugen zum Staunen bringen, Völlerei hin oder her. Umgekehrt brachte Skipperin’s Idee, ihrer Schwester ein selbst gehäkeltes Stricklisi-Buchzeichen in einer überdimensionierten Riesenkiste zu verpacken, Beide aus Enttäuschung über Inhalt und Grösse zum Weinen. Dann doch lieber Wichteln, aber da ist eben auch nie ein Porsche 911 darunter.

Deshalb überlegen wir uns für das nächste Weihnachtsfest ganz genau, was auf unsere Wunschliste soll. Es wird eh die Hälfte davon nicht erfüllt. Der professionelle Büro-Chef-Drehstuhl mit hydraulisch verstellbarer Höhe für ein Mädchenzimmer, das Sekretärin spielen wollte, stand schön beleuchtet unter der Tanne im Garten. Er rief die eine entzückende Frage hervor: Wie kann das Christkind mit einem solch schweren Bürostuhl fliegen?

Ganz einfach, es setzt sich drauf, wie Aladdin auf seinem fliegenden Teppich – doch nächstes Jahr kommt das Christkind grad direkt im Porsche 911.

Auch Männer haben Probleme

Advent, Apéro, Ausgang!

Wenn ihr zusammen im Ausgang seid, geht einer an die Bar, bestellt und bezahlt Bier für alle, oder was auch immer eure Runde will. Die nächste Tournée geht dann auf einen anderen unter euch Bro’s. So beobachtet im Pub, im Club und auf Adventsmärkten: einmal Bier und Wurst für die ganze Runde. Ihr trefft euch, einfach so, unkompliziert zum Feierabendbier, zum Jeudredi-Apero oder Samstagmittag zum Frühschoppen.

Mann hat da null Problem damit, geht raus, trifft sich auf ein Bier et voilà – da könnte frau grad direkt neidisch werden, weil: Wenn Frauen zusammen ausgehen, oder in einer Gruppe auswärts sind, geht das so...

Szenario 1:
Eine jede geht für sich an die Bar, bestellt und bezahlt ihren Extra-Wunsch mit einer extragrossen Note. Die Bestellung ist mit oder ohne weniger Eis, bitte bis oben auffüllen und bitte noch eine Zitronenscheibe mehr dazu.  Der arme Barkeeper leert nach der Bezahlrunde sein ganzes Portemonnaie mit Kleingeld, weil eine Jede ja einzeln bezahlt.  In extragrossen Scheinen. Davor, also bevor es überhaupt zum wichtigen Staatstreffen gekommen ist, wurden pro Empfang mindestens vier Whatsapp’s verschickt, wer, wann, wohin und überhaupt kommen kann. Das Abmachen, das ans Eingemachte geht, funktioniert übrigens auch im Apéro-Doppel: „also, ich fahre jetzt in fünf Minuten los.“ „Muss noch Haare föhnen, wird später.“ „Bist du schon dort?“ „Wartest du draussen auf mich?“ Dates zum Drink finden meist zwischen 18.00 und 19.00 Uhr statt. Zeit, wenn sich eigentlich gerne was zum Futtern einstellen würde. Aber da reicht den Damen ja die kleinste, geizige Schweizer Schale Nüssli für acht Personen.

Szenario 2:
Eine aus der Runde bezahlt die ganze Runde, sie will es dem Servierpersonal einfach machen. Sie bezahlt mit der Karte und kommt mit fettem Portemonnaie nach Hause voller Bargeld. Denn anhand der Rechnung wird eifrig, akribisch ausgerechnet, was und wieviel eine Jede konsumiert hat. „Dein Prosecco war billiger, als meine zwei Gin’s“ – oder „ich esse ja kein Fleisch, also ist mein Beitrag auch kleiner“. „Ich habe keinen Rotwein getrunken, ich ziehe deshalb meinen Anteil ab“. „Nein nein lass’ nur, ich übernehme eine ganze Flasche“. Bei der Bestellung, darf sich der weibliche Mähdrescher, der gerne völlert neben einem „Ich möchte nur einen Salat“ unter den Tisch schämen. Davor, also bevor es überhaupt bis zur Tafelrunde gekommen ist, wurden pro Restaurantvorschlag mindestens vier Whatsapp’s ausgetauscht, wem, wann und überhaupt was an Adressse passt. Die Last Minute-Absagen sind hier nicht mitgezählt.

Wisst ihr was, ihr lieben Männer, ihr habt in diesem Fall echt ein Problem weniger als wir – ihr tauscht Benzin gegen Bier, rechnet keinen Glühwein gegen Gin aus und bleibt grosszügig, locker – so kommt ihr wenigstens rüber – r e s p e c t!

Kasperlitheater von Marianne Oppliger

Premiere von "Em Grosigroseli sys Wiehnachtsböimli" am 22. Dezember

Grosigroseli hat immer weh: Bauchweh am Kopf, Ohrensausen in der Nase, Rückenwind im Kreuz – Grosigroseli hat zu wenig Holz vor der Hütte, deshalb muss ihr Chasperli welches zum Einfeuern holen. Und wenn er schon in den Wald muss, kann er auch gleich eine Tanne aufs Kreuz legen. Sein Freund, dr Chabischöhli soll ihm dabei helfen. Und so passiert den Beiden allerhand im Wald, bis sie einen Christbaum fällen.

Chabischöhli hat trotz Mutsirup grosse Angst im Wald. Der Chasperli beschützt ihn, lässt ihn auf der Suche nach einem Christbaum dennoch kurz allein. Die Angst vor dem Samichlaus oder vor einer Wildsau sind gross, aber eine echte Hexe lässt Chabischöhli mutig werden – auch wenn ihm diese Walpurgi Hexe droht, dieses Tannenwäldchen gehöre ihr alleine, alle Bäume seien hier verhext, und so tief im Wald gäbe es auch Krokodile. Chabischöhli glaubt ihr kein einziges Wort, bleibt eifrig am Holzen und verwandelt sich in ein Krokodil. Und da kommt Kaspar zurück und trifft auf ein Krokodil mitten im Wald.

Für alle Menschen ab vier Jahren und all jene, die das zauberhaft Verspielte nie vergessen haben.

Das traditionelle Kasperlitheater in neuem Gewand und Glanz: die Kindergärtnerin Marianne Oppliger aus Murten führt ihr erstes öffentliches Kasperlitheater auf, eine Eigenproduktion und -Inszenierung mit selbstgemachten Kulissen und Figuren, die sie vor 35 Jahren geschaffen hat.

Am Sonntag, 22. Dezember 2019 in der Senioren-Überbauung Montessalet, Montessaletstrasse 6, 3280 Murten

1. Vorstellung um 10.00 Uhr / 2. Vorstellung um 16.00 Uhr
Vorverkauf: Altstadtbuchhandlung Murten unter 026 670 57 77
Billette zu 10.-

Keine Parkplätze im Montessalet (Parkplatz bei Otto’s benutzen)

Auch Männer haben Probleme

In Vans zum Van

Die gängige Meinung geht ja dahin, dass Frauen einen schlechten Orientierungssinn und zu viele Schuhe haben. Wie also kommt es, dass ein junger Mann mit wenig Schuhen und einer Top-Orientierung sein Auto suchen muss? In abgewetzten Vans zum Van laufen. 70 km weit mit etwas Autostopp dazwischen, obwohl er die 1700 km weite Strecke bis ins Surferparadies im eigenen Auto hingelegt hat.

Beruhigend zu wissen, dass es auch einer männlichen Ausgabe namens Mensch passieren kann: er steigt nach gemeinsamem Skateboarden bei heimischen Kumpels in die Karre ein, um einen Club zu suchen. Irgendwo im Nirvana, eine Stunde Autofahrt weg. An einen Ort, wo man fremd ist und sich einfach easy freut, Neues kennenzulernen. Was von drei Dancefloors mit etwas Selbstversorger-Aussteiger-Hippie-Touch, erzählt er auf seinem Fussmarsch südwärts. Es sei irgendwo auf einem Berg gewesen. Ein älteres Paar in Satinleggings und Gun’s & Roses-Shirt hätten ihn nach Weed gefragt und ihn ganz nett runter auf den Highway gefahren. Er wollte nämlich „heim“, in seinen Van, um sich auszupennen. Die 70 km seien in etwa die Strecke, die er im Militär nicht marschiert sei – oder nennen wir es in diesem Fall einen Ausnüchterungsmarsch. Ob da mehr als Bier intus war, lassen wir mal schön offen. Lustig war das Gespräch allemal.

Nach erneutem Autostopp ist Monsieur bei seinem Van angekommen. Die Vans, die sind ja nicht zum Laufen aber zum Skaten konzipiert, schuld an Blasen und Brandsohlen. Ist das nicht tröstlich, ihr lieben Männer mit euren eigenen Problemen? In falschen Schuhen auf Autosuche, das könnte einer Frau nämlich auch locker passieren. 

Ein Wort von Skipperin - mit Umfrage

Besuche mit Wisch und Weg

Wenn jemand bei ihr zu Besuch kommt, darf, muss oder soll er die Schuhe anbehalten dürfen. Schuhe gehören doch zum Outfit eines jeden Besuchers. Gut, wenn er will, darf er die Schuhe draussen lassen, er sei dennoch herzlich willkommen, der halbfertig gestylte Sockentreter. Skipperin hat gelernt, sich für Besuche der Einladung entsprechend rauszuputzen, also gehören Schuhe dazu. Sex and the City sei Dank erfahren, dass sogar teure Schuhe bei krabbelnden Kindern vor die Türe abzulegen seien, aber auch gestohlen werden könnten (Beim Sport empfiehlt sich, das Schuhwerk – und es müssen nicht mal Choos sein! – immer mit in den Spind einzuschliessen und nie ins öffentliche Schuhregal zu legen. Das ist ein handfester Tipp, im Fall).

Also, der Besuch putzt sich raus, die Gastgeberin putzt. Vor dem Besuch. Kennt ihr das?

Nach dem Besuch nochmals? Überall ist es so sehr aufgeräumt wie bei den anderen, und wir denken, der Besuch komme bestimmt nicht wegen uns, sondern nur, weil wir vorher blitzeblank (geht auch nur oberflächlich) geputzt haben? Vor dem Besuch ist nach dem Besuch: Reinigen. Kleiderbügel befreien, weil alle besetzt sind. Gläser wegen Wasserflecken kontrollieren und meist grad alle polieren. WC-Papier und –Brille checken. Etwas Kerzen und Duftstäbe hin. Alles, was unnütz oder vergraut in Vasen rumsteht, weg (geht in Schränke, die kein Besucher öffnet, oder direkt in den Vorgarten verstaut.) Vorher Staubsaugen, heisst nachher genauso.

Tipp: Keine Blätterteiggebäcke servieren – und ja keine Chrämlis oder fettige Wurst, wenn Kinder dabei sind. Alles, was nicht nach „Schöner Wohnen“ aussieht, oder nach „kreativ spielenden Kindern“, wegräumen (Schrank rein, Türe zu)! Am besten funktioniert ein separater Kindertisch mit Rüebli und Gurken (ohne Dip. Und um Himmelswillen keine Cocktailsauce servieren, die klatscht überall in Rosa.) Beilage? Tuc gehen nicht, Darvida auch nicht und Chips verwandeln kleine Krümelmonster in echte Monster. Das gilt übrigens auch für erwachsene Menschen, die nicht mehr oder schon bald wieder sabbern.

Wieso also all die Sorgen und der ewige Vergleich mit anderen, perfekten Gastgebern? Der himmlische Staubsauger landet sowieso auf den irdischen Boden, wenn der Besuch wieder gegangen ist. Ob mit oder kleinen, mehr oder weniger braven Kids. Ob mit oder ohne helfenden Mann. Ob mit oder ohne Putzfee: Der Besuch kam – wegen DIR. Vergleiche hat er dennoch angestellt, was DU besser machst. Drum lasst uns aufhören, mit oder ohne dem „Schöner Wohnen-Schöner-Familie-Schönen-Kindern“ – weil ihr es euch wert seid! Ansonsten gilt: Wisch und Weg mit solchen Gästen.

Ein Co-Wort von Skipperin

Im Andenken an Clara Louise

Sie rollt das R wie Madame De Meuron: Clara Louise. Das rollende R stamme aus der frühesten Kindheit, die sie bis zum Schuleintritt über lange Zeit bei ihren Grosseltern und Gotte in Estavayer-le-Lac verbrachte. Sie fühle sich deshalb heute noch wie eine Romande im Inneren, fügt sie vor den beiden filigranen Kaffeetassen mit Goldrändern hinzu.

Auf ihrem rollenden E-Bike sagte sie zu sich selbst: „Steig frühzeitig ab, wenn eine Situation unklar wird.“ Das Unklare traf leider kurz darauf mit einem Trottinettler beim Bahnübergang ein. Mit Schreck im Gebein stieg sie unvorsichtig ab, und das Bike fiel auf sie. Der Trottinetter war ihre erste Hilfe. Das war 2014 mit 83 Jahren jungen Lenzen. Die Verletzungen wurden zum Prozess und zum springenden Auslöser, im Leben etwas zu verändern und alte Gewohnheiten loszulassen. Ihr Ehemann war nicht bereit, auf eine Veränderung einzugehen. So zog Clara L. aus dem gemeinsamen Haus in eine moderne 3,5 Zimmerwohnung, wo Lift vorhanden, weil das Treppensteigen unmöglich geworden war. Der Bau und die Einrichtung entsprechen ihrem modernen Freigeist sehr. Der Ehemann hofiert sie aus, Mittag wird gemeinsam gegessen und das Abendessen im Appartement, von ihr zubereitet. Ihr Gatte, mit dem sie seit 1964 verheiratet ist, muss etwas mithelfen und das Geschirr abtrocknen. Er verräumt es auch, was für Clara L. gelegentlich sehr zeitraubend wird, diese Sucherei, bis sie findet, was beim Kochen schnell zur Hand sein sollte.

Die zierliche Frau sagt von sich, sie habe grosse Füsse: „Ja, ich wäre geboren, um auf grossem Fuss zu leben.“ Patronne ist sie auf alle Fälle geblieben, wenn schon, dann schon. Sie gibt gerne den Ton an und nennt sich selber „Schnurripfludi“ – notabene mit Korrespondenz via Mail und PC. Dass sie jahrelang als Unternehmerin einer Firma mit ihrem Mann im Geschäft und Haushalt gewirkt und gearbeitet hat, ist das Eine. Ihr Sinn für das Schöngeistige, die Freude an Kultur und Kunst das Andere in ihrem Leben: Skipperin begegnet ihr überall in der gepflegten Wohnung, wo sich schöne Bücher, Gemälde, Zeitschriften und Pflanzen-Arrangements stilvoll aneinander reihen. Sie selber geht aktiv Kultur konsumieren und hat deshalb viele Abende was vor. 

Clara L. ist 1931 als Bauerstochter als zweitjüngstes von sieben Kindern in einem 200-Seelendorf von Deutschfreiburg aufgewachsen - mit viel harter Sommerarbeit auf dem Hof bis zum Schulaustritt. Ab da ging es erst als Haushalthilfe in das Welschlandjahr. Es folgten Saisonstellen, um im Winter etwas zu verdienen und im Sommer wieder auf dem heimischen Hof zu arbeiten. Einen Winter lang durfte sie die Frauenschule in Bern besuchen, wo ihr Interesse für die Schneiderei geweckt wurde. Im Berner Oberland verbrachte sie zwei Wintersaisons, wo sie ein Ehepaar Engel aus London kennenlernte, das etwas Deutsch sprach und eine Au Pair-Hilfe suchte. Im folgenden Herbst 1952 wagte Clara L. die Reise nach London - mit kleinen Englischkenntnissen in ihrem zu grossen Koffer. Sie blieb hier nur ein paar Wochen. Ihre Arbeitgeber boten ihr dennoch an, den grossen Koffer solange zu bewahren, bis Clara L. eine neue Stelle fand. Das Schicksal war ihr wohlgesinnt:  Sie fand für die Zwischenzeit von fünf Wochen Unterkunft bei einer Schweizerin mit Deutschfreiburger Wurzeln. Clara L. weilte gesamthaft 13 Monate in England, arbeitete in zwei Familien als Au Pair mit häufigem Familienanschluss. Hier entdeckte sie die Kultur, Musik, Kunst und Architektur. Ihr eigenes, verborgenes Talent wurde auch entdeckt: als Schneiderin. So lernte sie nach ihrer Rückkehr in die Schweiz Damenschneiderin und nach einer Reise nach Dänemark führte sie ihr eigenes Atelier in Deutschfreiburg. Dieses befand sich an prächtiger Lage, in einem grossen historischen Gebäude.

Dänemark war übrigens nur als kurzer Ferientripp eingeplant; aber nein, Clara L. wollte mehr von Skandinavien sehen. Schweden war eine weitere, anziehende Destination. Nach sechs Monaten kam der Wunsch der Eltern, sie möge zurückkehren, um beim Umzug vom Dorf ins Städtchen beizustehen, weil ihr Vater für eine Amtsstelle gewählt wurde. Er war wohl der erste und letzte, der dieses Amt als geweselner Landwirt ausgeübt hat.

Die vielen Räumlichkeiten im prächtigen, historischen Gebäude ermöglichten ihr, ihren Beruf als Damenschneiderin auszuüben. Wie sie heute sagt, sei ihre Atelierbezeichnung „Haute Couture“ schon etwas hochgegriffen gewesen. Das Hochgegriffene findet Skipperin mehr als berechtigt. In edlen Mauern, diesen Beruf ausüben zu können, kommt einer „noblesse oblige“ gleich und passte zu Clara’s damaligen Übernamen „Modegagu“.

Sie sei immer geradeaus gewesen, mit Flausen im Kopf, was sie uns heute noch so sympathisch macht. Clara L. sagt von sich, immer viel Glück in kritischen Situationen im Leben gehabt zu haben. Und weil ihr nicht nur in England so viel geholfen wurde, ist ihre Dankbarkeit ganz lebendig geblieben: „Es gibt noch viele Situationen im Leben, in denen ich jemandem helfen kann.“
Ein schönes Credo, liebe Clara L.  

PS: Skipperin fällt übrigens ihre türkisfarbene Steinkette und ihr ultramodernes Kleid auf - mit Spitzen am Ausschnitt. Voll in, wie diesen Sommer als Blusen, Kleider und Tops überall in den Regalen gesehen. Sie habe sich einfach noch einen Gürtel aus Spitze eingenäht, ins weisse Kleid, das mal ein Unterkleid war – sagt Clara L.

Auch Männer haben Probleme – Das nervt an der Frau

Der weibliche Spam


So, oder eben umgekehrt...

Man muss keine ganze Folge von Bachelor studieren, um über das Dümmliche zu schmunzeln. Okay, kein TV-Bachelor erwartet wohl viel Intelligentes. Aber bestimmt kommt das, was im Paarungsprozess noch sexy verpackt ist, ganz offen als Nörglerei aus dem Mund der Auserwählten – wenn sie ihn denn geangelt hat, dann wird es eng im Netz, ihr armen Männer.  Ein komisch-bitteres Spiel, sich vorzustellen, welche der Kandidatinnen wie und wie böse ihren Mann mit Worten drangsalieren könnte. Probiert es bei einer der nächsten Folge aus, eine Challenge!

Was also passiert, wenn aus einem attraktiven, hübschen und lustigen Weibsbild ein Hausdrachen, eine Hexe oder schon als klein, eine richtige Gibe wird? Seien wir ehrlich, ihr habt doch alle schon Dinge hören müssen, die euch an einer Frau nerven. Es muss nicht mal eure eigene sein, im Fall. Ihr dürft auch an Tochter, Mutter, Tante oder Schwiegermutter  denken – und sonst nehmt ihr die Nachbarin, die spart auch nicht mit leicht unterschwellig, aggressiven Worten.

Nennen wir es Frauen-Spam, der einen Mann zumüllen kann. Der Altmeister von Humor und Menschenbeobachter treibt es zur Spitze mit seinem „ich sitz’ hier bloss“ – eine Hommage an den Mann – und Hermann.

Auch Männer haben Probleme – um ihre Allerwertesten

Das sitzt

Es gibt die Siez- und die Sitzgelegenheit * – per Du seid’s ihr schon seit Geburt weg mit einem von euren Allerwertesten, doch sitzen die auch richtig verpackt? Seit 1968 gibt es eine europäische Erfindung, die auch in Deutschfreiburg neu und erfolgreich aufgelegt wird. Label unabhängig, weil wir uns hier nicht aufs Glatteis begeben oder einen Rohrkrepierer riskieren wollen. Um es allgemeingültig zu halten, bekommt ihr hier die ultimative Checkliste für eure Unterhose:

✔ Der horizontale Eingriff passt für Links- wie Rechtshänder.
✔ Die Einlage im vorderen Bereich bietet elastischen Halt.
✔ Nähte in der vorderen Einlage garantieren den körperbetonten Sitz.
✔ Beinabschluss verrutscht oder verleiert nicht.
✔ Der Hüftbund ist ultraweich und engt nicht ein.
✔ Das Textil ist weich, geschmeidig und aus natürlichen Fasern.

Viel Schall um Rauch? Ganz im Gegenteil! Ihr kennt ja die Regel, je grösser der Auspuff...

Das perfekte Drunter könnte aus einem nicht ganz so perfekten Darüber einen selbstbewussten Kerl machen, der auch bei höchster Leistung in Arbeit, Sport und Spiel nicht ständig an sich rumzupfen muss. Denkt bloss an die armen Sportler, denen beim Sprint zu viel des Guten verrutscht, und die Kamera sie schonungslos vorführt.
Drum, versucht’ mal euren, eigenen Service und Body Check. Gefolgt von einer Tat in Entsorgung und Besorgung. Was gut sitzt, ist mindestens so wichtig wie die Wahl der Felgen und Reifenbreite – was euch allerwert ist, beschränkt sich eben nicht auf Krawatte oder Karosse. Ganz dem Motto nach: Weil ihr es euch wert seid ;-)

* Die Siezgelegenheit:

Umfrage:

Ein Wort von Skipperin zum Ende der Herbstferien

So wie ein Jetlag

Sie will sich, sie schwört es euch, nicht über Herbstferien auslassen. Auch nicht darüber, dass die Herbstferien hier seit gefühlten Jahrhunderten so spät angesetzt sind, dass für das wirklich Warme die Reiseziele meist weit liegen. Skipperin will sich nicht über die Jahreszeit beschweren, der diesjährige Oktober sei ja sogar zu warm gewesen. Er fühlt sich retrospektiv wenig wie Indian-Sommer an – oder hat sie es schon vergessen, die Bilder über den goldenen Bergherbst? Äuä scho.

Dass wir immer in die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit fallen, auch darüber können die viel zu späten Schulferien nichts dafür. Doch das eine Gefühl vereint uns zum Ende der Herbstferien, frisch im Novemberregen gelandet: Der Deutschfreiburger Jetlag.

Er trifft Skipperin eine Zeit lang, bis Schlafen, Essen und Arbeiten nicht mehr gestört sind. Der Deutschfreiburger Jetlag startet in der Herrgottfrüh um 5.30 Uhr, just die eine Stunde zu früh. Der Deutschfreiburger Jetlag landet mitten im Hangover vom Nachmittag: Höchste Zeit für Abendessen. Der Deutschfreiburger Jetlag verfolgt sie, wenn sie um 20.00 Uhr gähnend an Bettenhausen denkt. Ganz mühsam wird das am Weekend, falls später noch was auf dem Programm stünde, Sofa und Fernsehschlafen waren stärker. Und wenn die Kids im Sommer abends nie ins Bett wollen, so schlafen sie nach der Kita auf dem Nachhauseweg gegen 17.30 Uhr im Autositz ein.

Wachrufe zum Abendessen statt zum Frühstück, so weit sind wir diese Tage! Es wird noch besser, dann ist es am Morgen auch nicht mehr hell und abends um 16.00 Uhr auch schon wieder dunkel. Man merke sich den Unterschied: abends um 16.00 Uhr – statt nachmittags zum Zvieri!

Willkommen zurück, liebe Deutschfreiburger, wie schön und weit eure Ferienreise auch war, der Jetlag trifft uns grad alle mitten in die F... - vom lauschigen Palmenwald direkt in kratzbürstige Adventskränze. Stellen wir also alle unsere inneren Uhren sachte um, dimmen von Sonnen- auf Kerzenlicht und trampeln den Deutschfreiburger Jetlag in warmen Finken nieder.

Auch Männer haben Probleme – zum Movember

Bart ab und schnauzig werden!

Die tagesaktuellen Medien erinnern derzeit an die weltweite Gesundheitsinitiative, die sich einem echten Problem von Männern widmet. Nein, es ist nicht die gemeine Grippe. Aber Prostatakrebs und Depression. Sinnstiftender Grund genug, auf die Prävention hier in Deutschfreiburg aufmerksam zu machen – und ehemalige Schnauz-Aktionen neu spriessen zu lassen.

Die Solidaritätszeichen für den gesundheitsbewussten Mann machen Spass und gehen ganz einfach: lasst euch im November einen Schnauz wachsen! Barbershops gibt es viele hier, die euch den Bart erst mal wegmachen. Tischbomben-Schnäuze oder schwarze Mascara eignen sich für den Frauen-Schnauz, um ein Zeichen für den Mann zu setzen.

Die weltweite Aktion heisst „Movember“ und findet auch in der Schweiz statt. Wir erinnern uns gerne an das haarige Styling auf dem Eis: Vor den Playoff-Bärten ist es für jeden Hockeyspieler fesch, einen Dandy-Schnauz zu tragen. Diese Aktion gab es zwar schon, doch sie regt zur Aufwärmrunde an, ihr Bullen und Drachen. Es bleiben ja noch ein paar Oktober-Tage, vom Mode-Bart, zur Glattrasur zum November-Schnauz. Macht doch mit und trägt euch hier ein – auch jene ohne Schlööf an den Füssen:
http://www.ch.movember.ch

www.ch.movember.ch

Schaffen wir es mit skippr, dass wir hier ein Zeichen setzen und Schnauz tragen? Es geht immerhin um einen guten Zweck, auf Prostatakrebs aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Auf eine Bildstrecke freuen wir uns – und machen grad mal den Anfang für jeden gesunden Kerl in unserem Umfeld.

Stylingtipps gibt es viele für den gepflegten Schnauz - denkt an „Magnum“ Tom Selleck oder Salavador Dalì oder an den kultigen, funky Willy de Ville.

Auch Männer haben Probleme – in allen Lebenslagen

Ein Hoch auf den Mann

#metoo, dem schönen Frauenanteil im neu gewählten Parlament, den vielen mehrheitlich weiblich gefärbten Kochkursen und Kinderbörsentipps zum Trotz, skippr widmet sich dem Mann, dem Kerl, dem Bro unter euch – ja, der kann mehr als grillieren, der kocht sogar und schafft auf der Karriereleiter die Hälfte in Kindererziehung.  

Wir knöpfen uns jedes Cliché vor, Vater- und Sixpacksorgen und jeden Helden, der weil männlich immer alles kann. Oder können sollte. So wie Fussball und Hockey spielen, handwerken, mechen, boxen, Benzin im Blut hat, stark und trinkfest ist. Und das bis zum Umfallen – in der Klapsmühle oder im Männerhaus.

Dass es für jede Lebenslage einen Drink gibt, das ist in einer Kolumnensammlung der Zeit frisch und frei gesammelt.


@altstadtbuchhandlung_murten @mtsalbqrq

Mit einer urmenschlichen Lebenslage hat der Drink „Singapore Sling“ zu tun: Mit dem Stenzer in uns. Wir nennen den edlen Cocktail, der scheinbar zum Beeindrucken anregt, auch grad um in „FRyBurger Schlingel“ – das Idol dazu ist laut Barkeeper Matteus ein Rian Reynolds (Google und auf Bilder klicken). Wen oder was immer ihr mit eurer Schlinge fesselt, das geht nur euch selber was an.

Ach, ihr lest gar nicht so gerne? Dann mixt und shakt euch doch den Drink selber. Im Fristyle-Modus. Das machen eh’ alle Rushhouers und Midlife-Criser, so wie sie auf einmal Motorrad fahren, schaffen sie sich Hobby-Bartender-Utensilien an. Aber vergesst euer geliebtes Bier: Das entfaltet eure Brüste. Im Fall wahr und ist gerade deshalb eher nur für Weibsbilder ab 40 günstig.

Rezept für die Lebenslage „Stenzer“: Singapore Sling
Grenadine-Sirup, Zitrone, einen edlen Gin, Soda und Chambord (Brombeerlikör).
Passt zum Herbst, zum Imponieren, für edle & gemütliche Stunden, sagt Matteus. Falls euch das zu süss ist, der Negroni geht immer.

Ein Wort von Skipperin

Kruzifix auf ihre Allerheiligen

Sie sammelt keine Kruzifixe, aber hat schon welche am Ohr oder Hals getragen. Die letzten Tage lag ein munziges Kruzifix auf dem Bügelbrett. „Bitte wirf es nicht weg, es gehört einem anderen, und der will es unbedingt wieder.“ So die Mahnung auf WhatsApp aus einer Infanterie-RS. Als würde Skipperin laufend Kruzifixe wegwerfen. Es landete von einem Schlüsselanhänger, in den Hosensack direkt in die Wäschetrommel und aufs Bügelbrett. Danach kam es in ein stilvolles Glas zur Obhut neben einem Exemplar, das an das russisch-orthodoxe Clubemblem erinnert (Anhänger mit Klimbim dran).

Sie weiss auch, dass der 1.11. ein heiliger Tag ist, an die lieben Verstorbenen zu denken. Als würde man das nur an einem Tag im Jahr tun. Aber egal. Sie weiss auch, dass der Freitag 1.11 kein arbeitsfreier Tag ist, weil er dieses Jahr auf einen Ferientag fällt. Also werden die reformierten Läden in Deutschfreiburg dieses Jahr die allerheilige Einkaufsprozession der freien Katholiken kaum bemerken.

Skipperin besucht sie auch gerne, die Gräber und zündet überall Kerzlein an. Bei verwandten oder bekannten Verstorbenen und auf unbekannten Kindergräbern. Das hat etwas Tröstliches und Festliches im Nebel und das beruhigende Friedliche, das auf den letzten Ruhestätten herrscht. Vor Jahren hat Skipperin den Park Père-Lachaise entdeckt (Jim Morrison war das Pilgerziel) und daraus die Poesie von Friedhöfen schätzen gelernt.

Und wenn ihr jetzt denkt, Skipperin sei morbid, ist sie nicht, aber einen Friedhof-Guide behält sie euch nicht vor, weil der passt zum Allerheiligen: Ulmiz hat einen schönen, Laupen auch, und der Friedhof auf der Burg gefällt ihr besonders.

PS: In Luzern’s schöner Hofkirche im Novembernebel-Nieseln wurde sie von Jung-Skipperin vor einem pompösen Kruzifix gefragt: Mama, wer war INRI? Tja, ein Mann mit einem sehr komplizierten Vor- und Familiennamen:
Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum

Ein Wort von Skipperin zum Herbst und der ganzen Romantik drum

Liebe Bastlerinnen (davon ausgehend, dass die Mehrheit weiblich ist)


Lauschiges Plätzchen am Vergammeln

Sie will euch kein Atelier vermiesen und freut sich sehr mit euch, dass euch der Herbst inspiriert und zu kreativen Taten lockt. Möchtet ihr bei Skipperin auch einen Kurs besuchen? Das geht unter dem Motto „Hardcore-Herbst im Freien“ und beinhaltet diese Basteleien:

Kursdaten: jetzt, aber lieber später und mit Mitte November
Kurskosten: gratis
Optimale Kurswitterung: mässiger bis starker Wind oder bei Regen
Verpflegung: Zimis spendiert und inklusive
Mitnehmen: Gummistiefel, Gartenhandschuhe, Rechen
Optional: Laubbläser und weitere Gartencontainer

Als erstes schreiten wir bei Herbstwind in den hauseigenen Blätterwald – keine Lektüre, kein Buchtipp, aber Lauben. Viel Lauben verlangt bei Luft besondere Kreativität. Und verspricht am Strassenrand entlang im Feierabendverkehr oder bei Schulbeginn mit den vielen Bussen extra-abenteuerliche Kicks.

Dabei sieht auch Skipperin ab und zu ein schönes farbiges Blatt-Exemplar. Dass wir daraus nun Blätterketten fädeln, gehört hier nicht in ihren Kreativkurs. Zuviel Laub, das nach kurzer Freude über Farbigkeit fahl und gräulich austrocknet, so dass sich daraus dürre Blätterspäne entwickeln. Wer daran denkt, einen Ast voller Laub mit Tierli zu dekorieren, der darf sich einfach bei Skipperin bedienen. Die Blätter fallen dann drinnen in eurer Stube oder direkt vor eurer Haustüre ab, wo sie jeder mit nassen Sohlen reinschleppt. Das ultimative an der Herbstdeko ist, wenn sie mit Schnee ummantelt in dein Haus trampt ;-)


Vogelblatt oder Laubvogel?

Denken wir gerne an unsere Kindheit zurück und lassen uns genüsslich in den Laubhaufen fallen? Mit Regenwurm- und Büsi-Dreck ein Extra-Vergnügen, deshalb sind die Gummistiefel ratsam. Die dürft ihr dann mit Skipperin’s Gartenschlauch putzen, bevor das Wasser abgestellt werden muss (könnte ja bald gefrieren).

Danach lassen wir ein paar Blätter aus Faulheit und für die Igel liegen. Das gehört sich so. Kastanien-Männchen und – Tierchen mit Zündhölzern basteln? Wie schön ist die Tat des Sammlers und Jägers, wie übel sieht das Resultat nach drei Tagen Zimmerwärme aus. Der schöne Glanz vom Kastanienbraun im Schrumpellook macht Skipperin eher traurig.

Genauso traurig ist der Anblick des selbstgeschnitzten Kürbis-Ungeheuers, wenn es nach drei Tagen mit Kerze von innen anbrennt und tagsüber vom Nebel feucht angraut. Ach, und ihr liebt diese Herbstblumen? Chrysanthemen oder wie die heissen. Finden sich dann getrocknet auf den bünzligen Zwiebelkränzen wieder oder braun vergammelt kurz vor Adventszeit in einer verlorenen Gartenecke.


Kuss gibt es nur unter dem Distelzweig

Da schreitet Skipperin direkt zur Christrose, die blüht bei ihr bis Mai. Und sie geht nun auch basteln, eh lauben. Steigt von Badehose direkt in die Daunenjacke, macht aus Sommer- die Weihnachtsdeko und stellt nach Sommerblumen den Distelzweig auf.

Grosse Berufskunde an der OSRM Murten vom 3. Oktober 2019

Was willst du mal werden, wenn du gross bist?

Da ihr eben schon gross seid, steht bald die Berufswahl an. Unabhängig von Handwerker- oder anderen Traumberufen, zum Astronauten, Schiffskapitän und Entdecker vom Schlaraffenland wird man ohne gelernten Beruf auch nicht automatisch. Wie wird euer Einstieg nach Schulschluss aussehen? Und wohin treibt es euch?

Das könnt ihr aus 40 Berufen an der OSRM erkunden! Ihr müsst euch auch gar nicht an Ort und Stelle entscheiden, aber euch interessieren und informieren - das wäre wohl die beste Tat! Oder eine Schnupperlehre buchen – auch dann, wenn euer Wunschberuf schon in Stein gemeisselt wäre. Vergleichen ist immer gut und erweitert jeden Horizont. Am besten nehmen die Eltern auch teil – das duale Bildungssystem bietet nämlich 1001 Möglichkeiten, die euren Jugendlichen für die Berufswahl zur Verfügung stehen. Aber auch der akute Fachkräftemangel beschäftigt die Schweizer Arbeitswelt und so auch unsere Region. 

Organisator des grossen Tages zur Berufswahl ist der Gewerbeverein Murten und Umgebung zusammen mit der OSRM. Er richtet sich an alle Schüler und Eltern der 10. Klassen

Programm:
14.00 bis 15.30 Uhr in den Klassen während des Unterrichts
15.30 bis 19.00 Uhr mit anschliessendem Apéro

Ort & Zeit: Donnerstag, 3. Oktober 2019 in der Aula der OS Murten

Die Berufs- und Laufbahnberatung des Seebezirks nimmt ebenfalls an der Berufsmesse teil und gibt Tipps und Tricks. Nach dem Rundgang freuen sich alle Lernbetriebe auf angeregte Gespräche mit Jugendlichen und Eltern.
Wie auch immer euer Weg in die Berufswelt verläuft, er muss auch nicht schnurstracks oder geradeaus sein, auch im Zickzack wird aus dir jemand wichtiges. Und es gibt die tolle Möglichkeit, jederzeit vom Schreiner zum Hochseekapitän zu werden oder als Konditor, Entdecker des Schlaraffenlands.

Skipperin denkt nach

Die Qual zur Wahl und den Krampf um den Kampf

Je länger sie überlegt, je weniger crazy ist der Gedanke an einen Friedhof. Der Einfall ist nicht mal von Skipperin. Aber doch gar nicht so hirnrissig. Aber wichtig genug für einen Gedankenbeitrag – sie nennt es Politiker-Dating-Blog. Überall sind derzeit so Namensschildchen am Strassenrand aufgestellt.  Nur Vornamen stehen da. Mitten im Kraut, planlos und ohne Statistik der beliebtesten Vornamen von Neugeborenen, die da wären Mia und Noah. Es sind einfach Vornamen. Planlos und frei von Werbung von wegen Mindest-Strassenabstand. Manchmal stehen Namen mit Foto an öffentlichen Kandelabern. Egal, Politwerbung folgt eben ganz anderen Gesetzen.

Die Namen erinnern an wilde Grabschilder mitten im Feld, die an Verstorbene gedenken. Die Assoziation ist dennoch so lebendig, dass sich Skipperin bei Johanna, Elias, Pierre undsoweiter die Gesichter hinter den Vornamen ausmalt.

Nein, wir werden hier nicht politisch werden. Aber wir wählen bald. Der Kampf bis dahin ist eröffnet und dauert bis am 20. Oktober 2019. Skipperin als politisch Interessierte, ohne Fahrplan in eine Richtung, stellt sich nur die eine Frage: Wählen wir Menschen? Wählen wir eine Haltung? Wählen wir eine Himmelsrichtung oder eine Kreuzung? Links, rechts, geradeaus oder rückwärts? Wählen wir Köpfe? Je nachdem sympathisch, fotogen oder nicht? Wählen wir gar Vornamen? Es scheint grad so.

Falls ihr also ein Bett im Kornfeld sucht: Da gibt es viele Varianten. Die sind sogar angeschrieben. Aber füllt die Stimmzettel aus, sonst heisst es wieder «immer diese Politiker» – die haben WIR uns selber wie ein Blind Date aus dem Kraut geangelt;-) und für vier Jahre an unsere Seite geholt. Schluss machen geht also nicht so easy.

Drum, füllt eure Lieblingsnamen aus, auf einem geheimen Zettel – so wie damals:

www.ch.ch/de/wahlen2019/

Ein Wort von Skipperin

Sie steht zum Modepüppchen

Was die gängigen Fashionblogs und Frauenrevue’s an aktueller Mode passieren lassen, macht Skipperin Mut. Mut und Zuversicht, kein neues Kleidungsstück kaufen zu müssen. Skipperin schwört euch: NICHTS. Es passt und geht nämlich alles, was gehortet und die letzten Jahre angeschafft wurde. Passt in Grösse, Länge, Stil und Farbe. Muss neu gemischt, anders kombiniert oder mit Accessoires aufgemotzt werden. Die Liste der Key Pieces der Saison, worin sich die meisten Herbstmode-Beiträge einig sind, listet Skipperin frei frank aus dem Schrank als persönliche Inventarliste auf:

- Farbiges Leder – türkisfarbener Pencilskirt, olivgrünes Etuikleid, gelbe Lederjacke und rote „vegane“ Lederhosen ✔
- Dark Romance – Doc Marteens anno 1984, kombiniert mit schwarzer Spitze, dem Tülltüttu aus dem Ballettshop oder dem Rüschchenkleid, derbe Boots mit Nieten zur braven Organza-Bluse ✔
- Strickkleider – Bodenlanger Strickschlauch mit Querstreifen in Blau-Korall-Beige (da muss das Modell 2018 reichen, heikel zum Tragen) ✔
- Denim – in drei, vier verschiedenen Jeansfarben gibt es genug Oberteile wie Bluse, Jacke oder Neckleck-Form. Zum Glück sind die hüfttiefen Beinmodelle bis zum nächsten Revival unsichtbar. Ist besser so, für den Effekt von längeren Beinen. Denim passt als Culotte oder in Schlagform und/oder als Skinny in Stilettolänge, aber in Taillenhöhe. ✔
- Federn – vom Pfau oder Vogelstrauss auf Kragen, als Ballonjupe, Bomberjacke und Bolero ✔
- Plateau – in Stiefellette- Sandaletten- Boots und Pumpsform, gwüss Gott gnue ✔
- Roter Teppich-Auftritt – Pailletten, Lack, Fure Fake, Glanz und Glimmer-Fimmel ✔
- Karos – auf Flanellhemd und auf weitem Wollmantel auch Picknick-Decke genannt ✔

Sollte die Versuchung locken, ihre Kohle beim nächsten Shopping in neue Kleider auszugeben, dann macht sie das halt lieber nicht. Aus gutem Gewissen verzichten, oben in Inventarliste öffentlich bewiesen, weil ein ähnliches Stück schon im Schrank hängt. Kleider machen sie glücklich. Schuhe auch. Beide gehören halt genauso wie das Verkleiden zu einem persönlichen Hobby. Meist sind die Stücke mit Sorgfalt getragen, fachgerecht gereinigt und gehortet. Das braucht Platz, Ordnung und ist Teil von Nachhaltigkeit, keine Klamotten zu entsorgen, weil die ja alle in ihren Trends wiederkommen. Liebe Marie Kondo, gäu, ein Gegenargument zu deinem Entsorgungs-Hype?

Der grüne Faden
Mit der richtigen Reinigung und Schuhmacherei, können einzelne Stücke im Second Hand gehandelt werden oder Jahrzehnte überleben. Wir investieren in Marken, die pro Kleidungsstück einen Baum pflanzen oder gehen der fair trade und slow fashion nach. Tragen getragene Kleider und kaufen veganes Leder, nachhaltige Kollektionen, wo immer wir den Überblick auf die Produktionskette behalten – und nicht angelogen werden. Oder aber wir handhaben es wie Emilife: er macht aus unmöglichen Gegenständen im Haushalt Kleider, Hüte und Schuhe.
Inspiriert euch aus seinem originellen Fashion-Statement: #_emilife

DIY-Tipp à la Emillife: Mit dem Staubwedel aus Straussenfedern lässt sich viel machen, mit Nadel und Faden oder mit der Klebepistole auf Kragen und Haarspangen. Und Pailletten stanzen aus alten CD’s. Und den Glimmergold-Weihnachtsspray für etwas ältere Schuhe oder einen Gurt ausprobieren. Die Boa aus der Fasnachtskiste an eine Jackenkragen heften (Postich). Oder den Strick grad mau selber lisme.

Ihr dürft gerne weitere Ideen liefern und fotografieren.

Ein Wort von Skipperin zu den anstehenden Kinderkleider- und Spielzeugbörsen

Was für ein Bazar!

Am Baby- und Kleinkinderklamotten fötelen und ausmessen für die sophisticated Kleinstadt-Mütter auf Facebook, die doch für den guten Preis einfach zuschlagen und halt sonst weiterverkaufen sollen. Die Sorgen habt ihr nicht, oder? Habt ihr jemanden, dem ihr die zu klein gewordenen Kleider direkt weitergeben könnt oder eine tolle Börse um’s Eck? Facebook ist ja gut und gäbig, aber je nach Madame am anderen Ende dann eben schnell mal etwas minim und es bizli zu kompliziert. Sind ja dann doch nur Kleider! Eh ja…

Skipperin hat Markensachen verschenkt an jüngere Buben oder Mädchen. Alles Witzige von H&M auch. Das Billige ging ins Rote Kreuz oder in den Werkhof als Putzlappen. Bücher, Legos, Playmobile alles verschenkt - ausser: die Töff’s von Lego und der Ponyhof von Playmobil, die bleiben da. Auch die Schleichsammlung mit Rittern und Feen und Indianern, und alles was Felix und Lili Fee Dinge sind, erinnern an die Kindheit. Kapla-Hölzer ebenso und unbedingt behalten. Die leisten ihren Dienst auch beim Backen oder beim Pasta machen.

Nach ihrem ersten, letzten und einzigen Versuch, den Lego Monster-Truck auf Tutti zu verkaufen, waren Skipperin die Rückfragen zu blöd: ist das Set komplett? Und wie sieht er zusammengesetzt aus? Und kann ich ihn für 10.- Stutz weniger haben? Obwohl sie „komplett, sauber, in perfektem Zustand" ins Inserat geschrieben und sogar ein Bild der Original-Legoschachtel mitgeliefert hat.

Nach dem Handelsabschluss nach einer Kartonkiste gesucht – in Übergrösse, wie es ein Lego Monster Truck verlangt. Skipperin mit Paket auf die Post gegangen, sie verschweigt die Paketgebühren, damit 70.- „Gewinn“ fürs Kässeli zurückkamen. Und so Börsendeals sind auch der Hammer: je kleiner das Kind, je grösser die Karrottenbrei-Flecken auf dem Kleid und der strenge Kontrollblick bei der Annahme. 

Beim Schenken ist die Freude, die du bereiten kannst, die halbe Miete. Skipperin hat aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis selber extrem viele schöne Sachen einfach so bekommen. Ganz klar, sie bewundert alle, die so auf Tutti und Garage Sale erfolgreich am Dealen sind! Zum Teil ganz geile Deals: wie vier Bose-Lautsprecher mit Mischpult und DJ-Anlage so für 100.- statt 900.-

Sie mit zero Geduld dazu, macht es mit eigenen Kleidern: Frisch gewaschen und gebügelt handelt sie gerne in gehobenen Second Hands. Die Pointe dabei: den Verkaufserlös gibt Skipperin für neue Teile ihrer Garderobe aus - und zwar just im selben Second Hand. Die Versuchung ist zu gross, der Kleiderschrank zwar auch. 

PS: Bald stehen in unserer Region Herbstbörsen für Kinderkleider und Spielzeug an. Meldet uns doch wo, wenn wir eine vergessen haben, wir veröffentlichen gerne Ort und Datum: per WhatsApp an 079 950 15 71.

Dass uns aber keine Mutti ihren Plastik-Ramsch oder vergilbte Legokisten und die hässlichen Klamotten mit uraltem H&M-Logo für viel, zu viel Geld unterjubeln will? Und bitte sorgt für feine Luft im Börsen-Bazar – könnte ja sein, dass die Verkaufsgegenstände aus feuchtelenden Kellern mit Mottenschränken kommen ;-) Eh’ ja ... Börse heisst auch frische Ware.

Mi, 18.09.2019, 10.00-16.00 Uhr
Kinderbörse & Imbiss-Stübli
Kulturraum Primarschule, Plaffeien

Sa, 21.09.2019, 14.00-16.00 Uhr
Kinderkleiderbazar und Kinderflohmarkt
Turnhalle, Ried b. Kerzers

Sa, 21.09.2019, 18.00 Uhr
Kleidertauschbörse
Seelandhalle, Kerzers

Mo, 23.09.2019, 14.00 Uhr
Kleider- und Spielzeugbörse
Schulhaus Beniwil, Alterswil

Sa, 28.09.2019, 09.00 Uhr
Herbst- Winterbörse
Pfandmatta, Heitenried

Sa, 28.09.2019, 09.00-11.00 Uhr
Herbstbörse
Restaurant Sternen, Tentlingen

Sa, 12.10.2019, 09.00 Uhr
Kinderkleider- und Spielzeugbörse
Mehrzwecksaal Schule, Schmitten

Ein Wort von Skipperin

Auf MUUStard kommt CATsigs

Viele lieben Leoprint und Tigerli. Auf Kleidern, Decken oder als Tattoo. Sie auch, die da skippert. Die meisten lieben Katzen, das Panterbehaftete und Katzenaugen, egal ob Moudi oder Busle. Nun, Skipperin auch. Sie mag jungen, verspielten Kätzchen zwar lieber aus Distanz zusehen als sie zu streicheln - und Chätzli als Kosename geht gar nicht. Skipperin macht sich grad viele Feinde in Deutschfreiburg. Schreibt trotzdem weiter und zeigt Kralle.

Im Katzenuniversum gibt es auch ihre auserwählte Katze. Es ist die einzige Katze, die ihr NICHT um die Beine schleicht, sich NICHT aufdrängt und NIE einen Vogel frisst. Geschweige in ihren Garten sch... Es riecht nach. Herbst. Zeit, Laub zu lauben. Zeit in Katzenscheisse rum zu waten und sich zu fragen: ist hier Katzenklo? Die Gegenmittel sind übrigens getestet und weil erfolglos nicht wiederholt worden: CD’s oder mit Wassser gefüllte Flaschen reflektieren und scheuen eine Weile ab. Pfefferkörner auch. Bis ein neuer Geschäftssitz gefunden wird.

Die Medien reden eben darüber, dass die 1.7 Millionen Schweizer Katzen nicht nur in fremde Gärten koten, aber zu viele Vögel fressen. Skipperin ging immer von mit langen Shellack-Fingernägeln serviertem und mit Peterli dekoriertem Sheba aus, weil sie viel davon sah bei anderen Katzenmeistern. Meist in weiblicher Form. Wofür auch die Säcke voller Katzenstreu sind? Statt dem heimischen Kistli steht ja Nachbars Garten da. In diesem Fall der von Skipperin. Also investiert doch direkt in fremde Toi-Toi’s statt in eigene Heimtoiletten. Und streut euch eure Katzenstreu irgendwo hin oder investiert in Mäusefallen – oder lernt, dass Katzen Mäuse fressen, ohne Sheba und Vögel auf dem Speiseplan. Tipps gibt es, um Vögel vor dem Katzenfrass zu schützen. Hier: Raubtier auf leisen Pfoten: Vom Stall ins Bett

Husbüsi-Umfrage: Skipperin würde nicht mal einer Fliege was zu leid tun. Sie möchte einfach keine Hauskatze. Aber ihr doch bestimmt? Laut Statistik finden sich im Kanton Waadt die meisten Katzenhalter. Wie viele Büsis zählen wir in Deutschfreiburg? Skipperin würdigt sie alle und zählt sie alle einzeln auf 079 950 15 71

Ein hochaktuelles und trauriges Kapitel: Was, wenn die Katzen wild zu streunen beginnen, weil sie ihren bösen Haltern davon laufen müssen?

Ein Glückswort von Skipperin zum Freitag, der 13.9.19:

Wo uns das Glück findet

Wenn ihr am Freitag der 13. tatsächlich einer schwarzen Katze von links begegnet, an diesem Pechtag aus Angst nicht zur Arbeit geht oder überhaupt an den Mythos glaubt, ist es reiner Zufall gewesen, oder ihr seid nur abergläubisch. Ihr könnt aber glauben, dass nicht mehr oder weniger Unglück passiert an einem Freitag, der 13.

Die Dreizehn - sie ist nur eine Zahl, die ihr zwar vergeblich in Flugzeugsitzreihen sucht, oder als gleichnamigen Horrorstreifen auf Netflix schaut. Die Dreizehn mache sogar krank, die irrationale Angst vor dieser Zahl nennt sich (Achtung Fremdwort): Paraskavedekatriaphobie. Skipperin übt mal ein bisschen an der korrekten Aussprache dieser Krankheit. Im deutschen Volksmund als Dutzend des Teufels bezeichnet, machen es die Juden und Japaner viel besser: die 13 ist in ihrer Tradition eine Glückszahl!

Halten wir uns also ans Handfeste und bleiben mal schön beim Profi auf dem Boden. Wenn wir das Glück suchen, dann finden wir es auch: am frisch gebeizten Küchentisch oder im brandneuen Kärcher, in der linken Brusttasche der Arbeitskleider oder in der Kiste voller Werkzeug. Das grosse Glück bläst uns um die Ohren und direkt ins Gebläse fallender Herbstblätter, liegt vor uns inmitten von Nägeln und Schrauben und sprüht Funken beim Schneiden, Schweissen oder Schleifen. Wir können das Glück mieten, dauermieten oder löten, sprich reparieren. Manchmal reicht für das Glück ein neuer Schnitt, ein neuer Anstrich unserer Fassadenwand, etwas Gips und - Grips, den wahren Profi kennen zu lernen. Skipperin weiss, wo und wann das Glück seit 96 Jahren zusammenschweisst und wie in Japan als Glückszahl gefeiert wird.

Skipperin wünscht euch allen einen Glückstag, ganz speziell an diesem Freitag, den 13. September. Die nächste 13 kehrt an einem Freitag im Dezember 2019 zurück. Paraskavade....

Ein Wort von Skipperin zum grad eben gewesenen Schulanfang - mit grosser Einfass-Challenge

Jetzt nur nicht die Fassung verlieren!

Klar wissen wir, warum die Schule am Donnerstag startet: Die Tonnen an Schulbüchern und Hüseliheftli müssen bis Montag eingefasst werden. Und das braucht Zeit, viel Zeit, wenn mehrere Kinder im selben Haushalt leben!

Das Wochenend-Programm steht also fest: Papier nach absolut freier Wahl der Kinder, ihre Wahl ist nicht unsere Geschmacksache, und genug Klebestreifen kaufen. Am besten in motivierenden Etappen arbeiten: Bis Freitag nach Schulschluss auf die Nachzügler an Schulbüchern und Linienheftchen warten, Samstag in die Papeterie und am selben Tag Tutorials auf youtube konsultieren. Falls es nicht mehr in Erinnerung blieb, das Einfassen vom letzten Jahr. Pausen einlegen, Fassung nicht verlieren, etwas Süsses für die Nervenschonung und ja nie ins Buch schneiden oder Blätter verschnippeln – so einfach geht das!

Komme Skipperin mit einem gut gemeinten DIY-Ratschlag vorbei, so von wegen Bücher in Stoff einnähen! Häckeln ginge ihr grad noch, aber lieber für ein Tanktop. Aber Bücher nachhaltig in Stoff einnähen – gar noch ein Wollmäntelchen stricken? Spätestens in einem Trimester sind die Heftli voller Schnüerlischrift, und ein leeres Exemplar muss her – Einfassen von vorne. Und was, wenn der Atlas den Jahrgang wechselt und dein Mädchen sehr lange Aufsätze schreibt – dann ist das Heft eben noch schneller voll und eine weitere Einfassrunde folgt?


Einfassen und Bucheinbinden – DIE CHALLENGE

Also, lassen wir uns überraschen von euren Anleitungen, möglichst old school und kultig: Wie eine Schule ohne PC, die Brause-Tiki und die Schreibunterlage aus grünem Linoleum – noch ganz ohne Sudeleien. Schickt uns eure fertigen Einfasswerke per WhatsApp an 079 950 15 71.

Ihr müsst aber schnell schalten, Montag ist bald und die Lehrer ausgeruht, nach zwei Tagen Arbeitsbeginn ;-) sind die besonders wachsam, sollte die Einfasserei nicht pünktlich geklappt haben.


PS: Wieso lernen die Kinder das Einfassen eigentlich nicht direkt im Schulunterricht, beispielsweise im Werken oder Handarbeiten, statt Spansägeleien und Topflappen zum Dritten?

 

K(l)eine Anleitung von Skipperin

Und, wie war’s in der Schule?

Wer als Vater oder Mutter die eine doofe Frage stellt, meist noch zwei Mal täglich, mittags wie nachmittags, gilt als uncool sondergleichen! Was soll der Schüler dazu auch sagen? Meist bleibt es bei einem „Mhm“, „Wie immer“, „Ganz okay“ oder einem „Frag’nicht immer“. Guter Rat ist, die Antwort stehen zu lassen, sonst gibt es meist Streit. Die Eltern werden erst dann um Rat gebeten, wenn die Kleinen Hilfe beim Einfassen brauchen (oder in Grossversion zu faul sind, es selber zu tun). Dieses lustige Schulkapitel gibt es in einem anderen Kapitel - in praktischer und zeitloser Anleitung. 

Die Perle aus den 60er Jahren von SRF zeigt ein süsses Bild von Erstklässlern. Sie treten mit Mutti zum 1. Schultag an, kleine Menschlein mit zu grossen Felltornistern. Und wisst ihr was, Ernstli und Jörgli antworten sogar auf die Frage, wie es in der Schule war! Je kleiner der Schüler, je ausführlicher die Antwort und ja, diese fällt heute so viel anders gar nicht aus – wem die Retro-Reportage zu lang geht, ab 4:30 kommen die herzigen Antworten.

Es liessen sich zum Schulanfang 2019 genauso aktuelle und nicht minder doofe Elternfragen ableiten wie: „Ist die Lehrerin schön?“ „Hast du einen Schulschatz?“ bis zu „Kannst du jetzt schon alle Buchstaben?“

Machen wir uns also nützlicher als mit dummen Fragen, die Schüler zu bombardieren und knöpfen uns das Einfassen von Heftli und Bücher vor. Die Papierauswahl wird bitte dem Kind überlassen. Egal ob Flamingos, Einhörner oder schnelle Boliden Trumpf sind. Am lustigsten wird die alljährlich, wiederkehrende Aufgabe beim Atlas: Kaum ist das Einfasspapier auf die exakte Breite des Rückens sauber eingeschnitten, verrutscht der schwere Schunken. Jetzt weiter zu machen, bringt nichts, der Buchrücken ist entweder gar nicht oder zu eng im Papier eingebunden. Von vorne beginnen – und bitte, bitte vom teuren Papier sparen. In drei Monaten sehen die Bucheinbindungen so was von trischagget aus, weil das Papier zu dünn oder der Umgang zu wenig süferli war. 

Fortsetzung folgt, von einem Master of Heftlieinfasser  - Bis dahin fragen Eltern zweimal täglich: Und, wie war’s in der Schule?

Ein Wort von Skipperin

Ice Age ist lustiger

Schuld an diesem selbsterklärten skippr-Tag ist ein Gummi, ein undichter Gummi. Er war schuld, dass es dauernd tropfte. Aus kleinen Tropfen wurden Bäche, die schnell zu Eisbergen gefroren. Das Auftauen und Reinigen eines Gefrierfachs, so alle vier Wochen, sei abnormal. Der Erbslisack ist in einem Monat tief im Eis verschollen, schneller als Yeti - der alte Sack.

Also musste ein neuer Gummi her. Gesagt getan. Darauf folgte zum wiederholten Mal im 2019 das Abtauen des Gefrierfachs.

Es gäbe echt schönere Situationen zu wassern, denn das geschmolzene Eis muss ja aufgesaugt werden. Nach dem zigfachen Schüsselwechsel mit neuem Heisswasser und nach unendlich vielen Küchentüchern zum Trocknen vergehen Stunden des Gefrierfach-Yogas und der Küchenboden wird zum See. Weil es sich für einen schonenden Umgang lohnt, immer dasselbe Wasser aufzuheizen, ist Zielgenauigkeit mit vollen Wasserschüsseln gefragt: Ein Spagat von etwa 2 Metern zwischen Eisfach und Wasserkocher. Contenance und ein weiterer Lappen – für den Boden.

Weglaufen und was anderes machen, kann man auch nicht. Die Schüsseln zum Abtauen brauchen ja laufend frisches Heisswasser für die grosse Eisschmelze. Ein Föhn ist lebensgefährlich. Ein Gekratze auf den Eisschichten ist Gift für die Umwelt und kann das Gefrierfach ermorden. Und da es ja meist mit dem ganzen Kühlschrank ein Leben lang verbunden ist, bis der Tod sie scheidet: Erst über die Konsequenz der Kratzerei nachdenken - gäbe eine gröbere Neu-Anschaffung.

Nun, der Gummi hält weiter. Nicht dicht – in 14 Tagen zwei Mal Enteisen, da muss ein Experte zum Zweiten her. Und der kommt schon zum Dritten - diesmal mit einem neuen Kühlschrank!

Ein Wort von Skipperin

Ici c’est ... äbe nid Bienne

Es ist peinlich genug, wenn du als Deutschfreiburgerin auf die Frage „Tu veux sortir avec moi?“ mit einem „où“ antwortest. Skipperin machte es dem fragenden Französischfreiburger mit ihrer Antwort „wohin“ nicht minder peinlich. So geschehen. Der Sprachbarriere zum Trotz ist was draus geworden, was ein paar Jahre hielt. Gelebte Sprache in Deutsch und Französisch inkl. Freundschaft. Wieso lernen wir also mit dem Schulfranzösisch nicht jede Bedeutung von „sortir“? Dass „mince“ schöner ist als „merde“, und ein „Baiser“ nicht dasselbe ist wie „baiser“, das lernen wir alle irgendwann in unserer Sprachkarriere, die nie und nimmer zur Barriere verkommen soll.

Umgekehrt ist es müssig zu hören, wenn ein Deutschschweizer, der in Sugiez seit 30 Jahren auf seinem Campingplatz Ferien verbringt, sein Brot nur als B R O T kaufen kann - einem Deutschfreiburger würde so was nie passieren! Genauso wird es mühsam, wenn die Bäckerin nur P A I N verstehen will. Bei einem „hesch ù mier äs Näbeli“ statt „hast du mir eine Zigarette“ zeigen wir den Romands gegenüber Verständnis, wir mit unseren vielen komischen Dialekten! Skipperin hat übrigens „Näbeli“ auch erst lernen müssen, als wäre Senslerdeutsch eine Fremdsprache. Wer sagt denn „es macht kalt“? Ja, sie, die da schreibt, wurde von einem Professor in Germanistik gefragt, ob sie Ausländerin sei. Nein, er aber war Pole. Sie als Nicht-Bilingue hat den groben Deutschfehler aus dem Französischen adoptiert. Ein so kleiner Fehler mag hoffentlich nicht dazu führen, dass noch mehr Schweizer Grosskonzerne Englisch als offizielle Sprache beim vielen Sitzen zwischen Genf und Zürich festlegen. Herrgott, mon dieu! Und der Hinweis zum Wickelraum im Naturhistorischen Museum Freiburg? Möchtet ihr das nochmals sehen? Dötschö, soviel über Zweisprachigkeit in kantonalen Häusern!

Vielgepriesen und vielbeschworen wird diese Sprachgrenze am Röstigraben – dass es eine ehrliche Haltung gibt, Zweisprachigkeit in Echtzeit zu leben, machen uns die Bieler vor. Skipperin hat das Méli-Mélo lange erlebt und ist weiter erstaunt, wie locker ein jeder mit seiner Muttersprache umgeht. Egal, ob du zur Sprachminderheit des Kantons gehörst oder nicht.

Zur Zweisprachigkeit gibt es einen höchst interessanten Artikel von Jean-Martin Büttner (gelesen in der #12-App / Tagesanzeiger), der uns alle hier sehr betrifft. Und die Minderheit anspricht, die wir halt in Deutschfreiburg sind. Historisch, sozio-kulturell und treffend beschrieben – mit Hinweis auf das Buch von Rainer Schneuwly „Bilingue – Wie Freiburg und Biel mit der Zweisprachigkeit umgehen“. Die passende Ausstellung „Le Bilinguisme n’existe pas“ geht noch bis im März 2020 – aber äbe ... à Bienne.

Umfrage „Ici c’est Fribourg“: Sagt ihr uns eure Meinung, wie ihr die Zweisprachigkeit aktiv lebt und erlebt? Es gibt soviel Versöhnliches und Lustiges dazu... Bleiben wir unverkrampft und erzählen uns das, was uns verbindet? Gebt uns mit Sprachnachricht Bescheid auf der zweisprachigen skippr Hotline: 079 950 15 71. Allez-y  -  dites-le ce que vous faites pour le bilinguisme! Auch Beweisfotos von sprachlichen Faux-Pas wie dem oben aus dem Museum sind natürlich willkommen - am liebsten per WhatsApp.

Ein Wort von Skipperin

Bisous, chère Véro!

Da sind Tiefgang, eine grosse Künstlerseele, viel Charme und Witz in Gestik und Wortspiel, ein gutes Herz und ein bezauberndes Lachen: Véronique Muller ist Musikerin, Autorin, Sängerin, Komponistin, Produzentin und Pendlerin, die sich virtuos zwischen unseren Kulturen bewegt, Sprachen und Stile verbindet. Mal auf Französisch, mal in Dialekt, auf Italienisch oder Englisch. Véronique kennt keine Kunst- oder Altersbarrieren, schafft seit Jahren Talentbühnen, arbeitet an einem Musical, spielt, singt und ehrt die Gärten ihres Vaters in verschiedenen Ausstellungsprojekten im Kanton Freiburg. Aktuell feilt Véronique an Musik und Text des poetischen Musicals „Clowns leben ewig“, das in fünf Sprachen inszeniert wird. Das Projekt ist in Entwicklung.

Jüngere unter uns kennen noch den Song „Cardinal“, ein Loblied auf das legendäre „Bier-Unser“. Skipperin selber war fasziniert von „Z’Murte à Morat“, in Endlosschlaufe auf dem ersten Grammophon gehört und zusammen mit der schönen Véronique im Schülerchor unter den Lauben live gesungen.

Zum ersten und bestimmt letzten Mal war Skipperin für dieses Lied in einem seriösen Chor beteiligt, talentfrei aber motiviert. Für einen internationalen Musikstar aus Murten mitzumachen, bedeutete ihr alles. Schwer imponiert über das ansteckende Lachen und Véronique’s Outfit mit roten, weiss getupften Plateaus und den hohen Jeans-Schlaghosen. 20 Jahre später, steuert Skipperin in Saint Tropez auf rote Wildleder-Plateaus - gekauft und dabei fest an Véronique gedacht.

Etwas Showbiz und Glamour umhüllen Véronique, selber ganz ohne abgehobene Starallüren, tief verwurzelt in Murten: Sie hat die Schweiz 1972 beim ESC vertreten und wurde mit „C’est la chanson de mon amour“ mit 88 Punkten 8. von 28 Teilnehmern. „Sämeli - Gi mer no nes Müntschi“ wurde 1980 auf dem damaligen Landessender Radio Beromünster rauf und runter gespielt. Als Muse und Ehefrau stand sie ihrem berühmten TV-Mann Guido Baumann zur Seite und das bis zu seinem letzten Tag im 1992. Noch heute äussert sich Véronique Muller sehr dankbar über die gemeinsame, intensive Zeit, die sie mit Guido erleben durfte.

Von ihrem poetischen Musical „Clowns leben ewig“ mit Nina Dimitri dürfen wir uns überraschen und unterhalten lassen: Véronique Muller strotzt vor Schaffenskraft und offenem Geist. Wie steinig der Weg bis zur Premiere ist, davon weiss Skipperin auch ein Liedchen zu singen. Deshalb: Kulturförderer der Region dürfen sich bei skippr melden und ihr Interesse bekunden.

Ein Wort von Skipperin

Ai ai Captain

Es braucht ein feines Händchen, einen Halbsalondampfer, ohne Schraube, auf See und Fluss, auf 48.5 Meter Länge und bei 1.15 Meter Tiefgang auf Kurs zu halten, mit zwei drehenden Rädern nach links und rechts zu steuern. Es braucht eine gut eingespielte Mannschaft, um mehr als 153 Tonnen bei Wind und Wellengang punktgenau an- und abzulegen. Bei Bilderbuch-Bedingungen sicher an Badenden, Pedalos, Paddlern und Kitesurfern vorbei. Auch wenn der Vortritt dem Verkehrsschiff gehört, so 360 PS in Dampfmaschine betrieben sind schwerfällig zu bremsen. Und die 153 Tonnen gelten nur bei Leerverdrängung.

Der Murtner Schiffskapitän Patrick Morier, alias Patoche hat das Ying und das Yang am richtigen Fleck verstaut. Ihn kann wenig aus der Ruhe bringen. Rot für Backbord sieht er nur in Kumulation von mehreren Umständen. Im grünen Bereich, also Steuerbord ist für ihn, wenn Deck und die Kabine an möglichst vielen Fahrten mit vielen Passagieren gut und sicher besetzt sind.

Skipperin durfte mit der Neuchâtel aufs Wasser. Das letzte Dampfschiff der Drei Seen ist 1912 für 550 Passagiere erstmals ausgelaufen und wurde vor fünf Jahren in grosser Spendenaktion komplett restauriert und gewassert. Auch ein eidg. Diplom als Dampfschiff-Kapitän ist nicht alltäglich – und es gibt ja nur drei Freiburger, die es besitzen und beruflich nutzen dürfen.

Die Navigation des Dampfers funktioniert im wachsamen Zusammenspiel zwischen Kapitän, Mechaniker, Hilfsmechaniker und der Crew mit den dicken Tauen beim An- und Ablegen. Die halbtägige Dampfschiff-Prüfung ist nicht ohne, wenn Scheiben extra mit Folien verdeckt werden, um Schlechtwetter-Situationen zu simulieren. Mann-über-Bord und Bug-Pfahl gehören genauso dazu wie für jeden kleinen Hobby-Kapitän – aber der darf beim Bremsen wenigstens selber Hand anlegen.

Im Maschinenraum mit Diesel-Brenner und Heizkessel wird es satte 50 Grad warm, der Dampf auf 230 Grad erhitzt. Man stelle sich die zusätzliche Hitze anno dazumal mit brennender Kohle vor. Das Klingeln von Kapitän Patoche hat mit der Zeit was Nervendes, ist aber ein wichtiges Kommunikationsmittel zur Ankündigung, dass ein Manöver ansteht, um ein Vorwärts, Rückwärts und die Schubstärke anzugeben. Der Kapitän eines Dampfschiffes signalisiert und steuert, in die Pedale tritt der Mechaniker. Je nach angezeigter Stärke muss er das in vier Nuancen machen: von „Bien doucement“, „Doucement“ über „Demi Vitessse“ bis zu „En Route“. Neben dem altmodischen Klingeln gibt es Mikrofon, GPS, Kameras und Bildschirme.

Der Kamin ist seit Bau der DS Neuchâtel einklappbar, was wichtig ist für die Fahrt unter den Brücken der Broye und der Zihl hindurch. Die Neuchâtel ist extra tief gebaut worden, um See- und Flussweg überqueren zu können.

Mit 45 Umdrehungen der seitlich drehenden Steuer-Räder pro Minute scheint sich ein Chill-Modus einzustellen. Das hat im Fall was. Langsamer, als ein durchschnittliches Herz pro Minute schlägt, bei maximal 23 Stundenkilometern auf dem Wasser, versprechen kontemplative Ying und Yang im Einklang.  

Das Dampfvergnügen als Fahrplan u. a. mit Kapitän Patrick Morier bis 28. September 2019: www.navig.ch/vapeur

Und weitere Events auf dem Wasser der LNM SA: www.navig.ch/calendrier

Über das letzte Dampfschiff auf den Drei Seen: www.trivapor.ch

Und über die Auszeichnung zum jüngsten eidg. dipl. Dampfschiffkapitän der Region: www.trivapor.ch/de/aktuell

Ein Wort von Skipperin – Born to be wild

Mission B spriesst auch in den Gemeinden von Deutschfreiburg

Innerhalb und ausserhalb von Gartenzäunen treibt es Mission B ziemlich bunt. Seit Lancierung ist die Initiative um mehr als 50 Fussballfelder gewachsen. Wer unter uns Deutschfreiburgern der Thurgauerin Mona gefolgt ist, weiss wie wichtig die Mission ist. Informationen folgen zum Schluss – auch der Botaniker-Tipp zum Erkennen von jenen Pflänzchen, die hier ihr Ungutes treiben.

Bestimmt ist es keine Ignoranz, sinniert Skipperin in Selbstkritik, dass sie selber, jede Distel, jede wilde Hirse müde ist, zu entfernen? Oder einfach Faulheit – und in der Hoffnung, dass es doch Blumen wären. Dass ein Sportrasen ohne Margrittli wächst, gilt auf Fussball- Golf- und Badirasen. Dass niedergemähte Wiesen am Strassenrand und auf Verkehrsinseln nicht mehr zum Tagesbild gehören, ist ein schöner Effekt von Mission B. Viele Gemeinden und Städte in der Schweiz lassen es wachsen. Oder legen wie hier gar ganze Wälder lahm. 50 Jahre Pause für die Biodiversität. Damit es kreucht und fleucht. Weil da ja kein Planet B, aber eine hoffentlich nicht zu späte und nachhaltige Einsicht ist. Und wer den Blick über den eigenen Zaun über den vor Hitze vertrockneten Rasen schweifen lässt, entdeckt: Gärten mit Teppichrasen, wo jeder Grashalm gekämmt und jedes Unkraut entfernt ist, aber das Insektenhotel an der Pergola hängt. Ein netter Versuch. Es lassen sich überall wilde Gärten und Grüninseln entdecken, die sich nur wegen dem Zaun drum an ihre Grenzen halten.

Born to be wild – Skipperin’s Lieblingsblumen Klatschmohn und Margritten als ihr persönliches Mission B-Label erkoren. Die wachsen zum Glück überall und an unmöglichen Orten.

Weitere Informationen:

Wo so in Gemeinden Deutschfreiburgs kleine Oasen wachsen, auf Fotopirsch entdeckt. Die guten Beispiele voran! Sie sind hier eingetragen, die Gemeindegebiete mit öffentlichen Flächen für mehr Biodiversität: missionb.ch/karte-de

Zur App PlantNet naturschutz.ch

PS: Zugegeben in dem einen Garten dürfte mal korrekt Sondermüll entsorgt werden. Wo geht nun P2 und P5 hin? P1 und P7 nehmen sie nicht. Im Nachbarsdorf dagegen wird alles Plastik ungeordnet gesammelt. Das mache im Fall noch mehr Aufwand, als von Anfang an zu trennen. Hochgehandelte Handelsware. Doch, jene die unseren Müll trennen, die Asiaten, nehmen ihn schon bald nicht mehr. Haben selber genug.

Und beim nächsten Recycling dran denken: Statt Seife aus der Plastikflasche wieder in Blockform kaufen. Hatten wir schon mal mit eingeklebten Seifenresten im Schachteli – aus Plastik. Und herrjeh: Wer erfindet Nagellack und seinen Entferner, die was für die Umwelt taugen? Zurück in den Garten. Und die Gemeindeumfrage, die nimmt sich skipperin nun unter den Nagel.

Ein Wort von Skipperin - Kontrapunkt zu „Auf Sand gebaut“

Sand im Getriebe

Wem der Sandburg-Bau zu kindisch sei, oder weil es harzt im Unterfangen, für den gibt es hier einen Kontrapunkt. Auch wer eine grössere Herausforderung in Sachen Sand sucht, ihm seien diese Alternativtipps nahe gebracht:

- Im Sand liegend und bei mindestens 5 Beauforts, lieber mehr, ein Buch lesen. Am besten ein dünnes. Es wird abends dreimal so dick sein, quasi ein Sandschunken.

- Mit Spitzenblasen befallenem Kind, das viele Windeln und wenig Wortschatz trägt, in den Sandkasten. Die weiss getupften, weil behandelten Blasen sind danach paniert. Das Gewissen voll schlecht wegen Unverständnis über den quenglig, doch lautstark geäusserten Juckreiz.

-  Mit nassen Füssen über den Sand laufen und versuchen, ohne Sandkorn auf dem Liegetuch zu landen. Geht nur ohne Liegestuhl.

- Chips im Sand essen. Am besten die offene Tüte offen lassen.

- Wassermelone am Sandkastenrand schneiden und mit Sand essen.

- Auf dem Strandtuch im Sand liegen und versuchen, es zwei Minuten sandfrei zu halten.

- Sogenannt dichte Badetasche, tagsüber immer auf einem Ast hochgelagert, zuhause ausräumen, am besten auf dem Sofa.

- Klatschnass auf einem im Sand platzierten Frottiertuch liegen. Vielleicht vorher auf die Waage legen. Je nässer das Tuch, je mehr Gewichtszunahme. Und es muss zwingend Frottée sein.

- Vor dem Nachhauseweg, die Füsse waschen, in die zurecht gelegten Schuhe schlüpfen und sich wundern, warum am Morgen dermassen viele Sandkörner im Bett liegen.

- Sandeliutensilien und Schwimmringe gründlich waschen, in die hermetische Strandtasche verstauen, und sich beim Ausräumen über den vielen Sand in der Stube erfreuen. 

- Mit dem Katamaran im seichten Wassern kentern und beim Aufrichtmanöver solange brauchen, bis sich der Mast mit Sand vollgesaugt hat. Abschleppdienst mit Pneukran garantiert.

- Den Sand vom Vorjahr mit in die aktuelle Saison nehmen.

- Im Winter an den Sommersand denken, weil Gummiboot über den Ski- und Schlittschuhen verstaut. Passt, Skisocken auf Sandkörnern.

- Haie und Einhörner im Sand aufblasen: wäre auch nur ein Sandkorn am Ventil, es macht deine Zähne weisser. Sie werden strahlend weiss, weil mehr als ein Sandkorn am Ventil klebt.

- Die Badewäsche ist nach dem Beachen neu designt, innenseitig sandkörnig gesprenkelt, dabei wurde sie doch unifarben gekauft. Ja, das kommt vom Sitz im Sandburgenbau oder von der Wasserrutsche, die vorher mit Sand matschig angestrichen wurde.

- Nach einem Strandtag, ohne Seife geduscht, am Morgen in knirrschender Bettwäsche aufwachen. Es brösmelet in Haaren und kratzt am Hintern.

- Im See den Unterwasser-Schneidersitz machen. Das Peeling ist gratis, in der Hoffnung, es sind keine Bierflaschen-Scherben dabei.

- Eine Tube Sonnencrème sandfrei durch den Sommer bringen.

- Auf dem Bauch liegend den Sand von rennenden Kinderfüssen ins Auge streuen lassen. Man gönnt sich ja sonst nichts, kaum sind die Gräserpollen weniger.

- Mit feinem Sand mit niedrigem Kieselanteil und Olivenöl eine Paste anrühren: Geht perfekt für schrunde Füsse.

- Versuchen, so lange wie möglich barfuss über heissen Sand zu gehen, nicht rennen oder tanzen, einfach nur gemütlich gehen.

Und das absolute Highlight für alle mückengeplagten Erdenbürger, die Sand und Sommer über alles lieben:

Sich im Sand bis zum Kopf einbuddeln lassen. Roter Rücken, besser noch ist der gerötete Bauch, von Entenflöhen, Sandflöhen und warmem Sand gereizt, rufen nach Tonnen von Fenistil, Antipique, Antiwas... und wie sie alle heissen. What a challenge!

Ein Wort von Skipperin

Über das Mädchen mit den schwarzen Strümpfen

Es war im Sommer des Vorjahres, auch so ein Hitzerekord wie 2019, da zog ein Mädchen aus der grossen weiten Millionenmetropole in die tiefste Provinz der Region. Sie trägt einen Sorgenfresser als Tattoo auf dem Fuss, trug weite Bundfalten-Shorts, meist schwarz und dazu immer schwarze durchsichtige Strümpfe.

Eigentlich ein stylisches No Go im lokalen Strand- und Seeleben, diese Strümpfe, aber dank ihren schönen langen Beinen, war das schnell verziehen. Nun das Mädchen fand schnell einen Job, eine eigene Wohnung, eine Aufenthaltsbewilligung B, gleichaltrige Freunde und ältere Stammkunden, die sie im Service ihren eigenen Aussagen nach hervorragend und freundlich bedient hat. Sogar der Dorfmetzger, der sie nie im Restaurant besucht hat, wusste das. Trinkgeld floss zuhauf, wovon sie zwar nicht alles gesehen hat, weil es in der Gemeinschaftskasse landet. Oben hinauf haben Gäste ein Kanu und ein Standup-Paddle gratis zur Verfügung gestellt. 12 bis 17 Stundentage sind in der Hochsaison normal, für ein junges Mädchen erträglicher, als für eine ü45 Chefin, die gleichzeitig zwei Restaurants führt.

Nun, im Sommer 2019 sind nicht nur Mädchen’s Beine natürlich braun gebräunt und strumpffrei, sun kissed auf Neudeutsch, die Styles schwarz mit farbig-heller Abwechslung, aber die Sonnenbrillen haben sich vermehrt, der Konsum an Sonnencrème auch. Kein Wunder mit der Arbeit im Freien auf der Strandterrasse. Der Traum nach der Matura und einem Studium in Kriminologie oder Psychologie rückt näher und geht nach zwei Jahren Warterei auf ein Stipendium endlich in Erfüllung. Leider nicht hier.

Nach einem Trimester als Seeländer Provinzpomeranze kehrt das Mädchen als Grossstädterin durch endlose Strohballen und Staus zurück in die Traum-Metropole vieler von uns. Skipperin will, dass sie etwas Wasser, Wald und Wiese von hier mit nach Hause nimmt. Etwas, das neben Studium, Gastrojob und Ausgang Seele und Körper gut tut und sie erinnern mag, wie das Seeland neben der grossen weiten Welt duftet. Weil, Parks und Seen gibt es auch im grossen Hasenstall, Berlin.  

Wenn du wüsstest, wie lieb ich dich habe, sagte der grosse Hase zum kleinen Hasen. Au Revoir sagt Skipperin, nahe am Wasser gebaut.

Ein Wort von Skipperin

Auf Sand gebaut

Der Wind wechselte nach heftigem Sturm auf angenehme Leise. Erst von Nord-West dann auf Nord-Ost und trug so Töne klar und deutlich ein paar Kilometer weiter durch Wiesen und Wälder. Das Wasser sieht nun geklärt aus, nach der angenehmen Abkühlung von 36 auf nur noch 26 Grad Lufttemperatur wird Baden schon fast fröstelnd. Eine schöne Gelegenheit, sich nach verbrannten Fusssohlen und unter Sonnenschirm hitzegestauten Schattenstunden an die prächtigen Deutschschweizer Ufer, in den Sandkasten oder überhaupt ins Freie zu sehnen.

Dort, wo Bade- und Campingmeister den Sand von Schwänen und Entendekreten säubern, lässt sich einem sommerlichen Hobby frönen: Dem Bau von Sandburgen. Das geht auch in einem Sandkasten, aber bitte nur im nachts gedeckten. Ihr wisst schon, Sandkästen ziehen Katzen und den Fuchsbandwurm magisch an. Und ohne jegliche Vorkenntnisse über die Existenz einer professionellen Anleitung zum Sandburgenbau, hat Skipperin gelernt, dass Kreditkarten sich gut dazu eignen. Das ausgediente, alte Cumulus-Plastik geht auch, weil im Handy gespeichert. Bisher hat sie mit Kessel, Schaufel, Rechen und Sieb im Freestyle-Modus gebaut. Oder ist in der Sandbäckerei bei Sablés und Meringues stecken geblieben.

Es geht auch kreativer, ganz ohne Utensilien, mit beiden Händen Sandburgen aufgetürmt, mit den Handinnenflächen Fassaden geglättet und mit Zeigefingern Fenster und Schiessscharten gemacht, mit dem Unterarm Flüsse konstruiert. Die Wachtürme und Türmchen kommen mit klatschnassem Sand zwischen den Fingern zu möglichst hohen Häufchen geträufelt, gelingt ganz gut. Diese Baukonstruktion erinnert zwar eher an einen orientalischen Tempel oder an eine barocke Kirche.

Kessel gibt Mittelalter. Die Karte am Bau auch. Ihr seht das hier: bit.ly/mit-hotelzimmerkarte

Das Nonplusultra einer Sandburg ist Lehm vom Seeboden. Dieser lässt sich nach Tauchgang lufttrocknen und im Ofen brennen. Hält Jahre. Für Helden und Prinzessinnen, die es ja in einer belebten Sandburg braucht. Falls ihr in einer öffentlichen Badeanstalt oder einem Camping gestrandet seid, macht das heimlich: Lehm holen, trübt das Wasser ungemein. Und da ist meist einer der Getrübten, der schimpft und vergessen hat, wie klar die Vorstellung über eine gut gemachte Sandburg sein kann.

Wir suchen die schönste Sandburg, egal, woher der Sand auch stammt. Drum eröffnen wir die Fotogalerie „Auf Sand gebaut“: Wie seht ihr das, seid ihr verspielt genug, um es als Architekt und Maurer einer Sandburg aufzunehmen? Wir freuen uns auf eure Sandburgen aus dem vollen Sommerleben!

Falls Ihr einen Bauplan braucht, den gibt es u.a. hier:

bit.ly/ritterburg-von-a-bis-z

bit.ly/profi-sandburgen

bit.ly/sandburg-studie
 

Ein Wort von Skipperin

Viva zum letzten obligatorischen Schultag!

Es ist Zeit, dass sich 11 mehr oder weniger harmonische Schuljahre im Harmos- und Heldenstil feierlich verabschieden. Es ist Zeit, sich im Alter zwischen 15 und 16 in Schale zu werfen. Nein, meist ist es nicht das Modell, wie grad eben im Konfirmationsmai oder zur angehenden Banklehre gekauft. Ja, es darf weniger klassisch, dafür schillernd sein. Und ja, meist stimmen sich die Päärchen farblich ab, was sie tragen. In der Regel geben sich die Zweierformationen für den Abschlussball der Schule schon ein Jahr vorher das Ja-Wort. Auf Zettelchen, die das Versprechen für den gemeinsamen Abschlussball Schwarz auf Weiss verewigen.

Die OS-Schulen von Deutschfreiburg laden diese Tage zum grossen Fest mit Abendessen und Tanz – so wie ein Schlussexamen, ein Fest für die Schulabgänger, nur grösser und grandioser für die nicht erste inoffiziell verbotene Freinacht.

Am Tag danach gilt, in Ballmontur nüchtern, anständig und weniger frisch wie am Vorabend das Zeugnis abzuholen und sich von der Lehrerschaft für immer zu verabschieden. Viele bekannte und bekennende Schulhasser zeigen nun ihr echtes Gesicht und schluchzen ihre Tränen des Abschieds. Eingeschweisste Cliquen, Freunde, Kameraden, Sportkollegen und die Lehrer fallen ab nun nicht mehr ins tägliche Ritual und bestimmen keine Routine mehr – wie euch die fehlen werden, sogar der eurer Meinung nach dümmste aller Mitschüler oder Lehrer!

Die Einfahrt an die grosse Ballnacht ist wie jedes Jahr spektakulär, Väter und Opa’s als Driver in dicker oder antiker Karre gebucht oder mit Fahrer in gemieteter Stretchlimo. Da greifen viele neben dem Outfit zusätzlich tief in die Tasche. Die Anfahrt der Gästeschar kann auch komisch sein: auf Traktor, auf dem Longboard oder dem Velosolex oder im Papa Fritta-Mobil.

Viel sind im Umgang mit Prestige entspannt. Eine hellblaue Fliege, ein bodenlanges grünes Kleid ohne Chichi und etwas Coiffeur für eine locker gebundene Hochsteck-Frisur reichen. Okay, dass die Schneiderin für die Änderungen teurer war als das Kleid selber, ist ein Verhältniswahnsinn.

Doch das spielt jetzt alles gar keine Rolle mehr: Der 4. und 5. Juli 2019 gehört allen Schulabgängern Deutschfreiburgs! Freut euch auf die aufregende Zeit, die vor euch steht und alle Türen, die sich öffnen! Wir freuen uns fest mit euch – auch mit etwas Tränen über die Vergänglichkeit im Auge! Welchen Weg ihr auch einschlägt, ob auf Um- oder Kreuzwegen, ihr werdet mit dem letzten Zeugnis nicht nur eure Eltern und Lehrer egal wie bewegen, doch euch selber von einer Lebensphase verabschieden, die euch hoffentlich allem zum Trotz positiv geprägt hat. Übrigens: Wenn ihr es heute noch nicht merkt, wie gut eure Schulzeit war, dann bestimmt danach. Die obligatorische Schule hat euch zu guten jungen Menschen gemacht, mit heimischen Wurzeln und breitem Wissen. Eine schöne Zukunft, viele Pläne und Träume wünschen wir euch allen - und vor allem: dass ihr glücklich seid. “Das Leben ist eine Schule“ sagte irgendwann so ein Weiser...und ein Judihui auf: „Die heutige Jugend“!

PS: So trashig eure Abschlussnacht wird, auf dass ihr den Müll einsammelt und in eigenen Abfallsäcken mitnehmt –  dafür gibt es das beste Zeugnis!

Und Skipperin muss danach auch keine dümmlichen Kommentare auf Facebook von erzürnten Mamas lesen, denn der Schulabschluss-Kehrrichtsack geht mit ihr auf Entsorgungstour. Und ja, Littering ist im Kanton Freiburg strafbar.

Skipperin war mal weg – wie immer, wo am Wasser

Wisst ihr, wie es sich anfühlt mit Haut und Haut gefressen zu werden – leider grad nur von Mücken?

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Skipperin meint, es erwische immer nur sie, zum Glück ist dem nicht so. In Jahrzehnte-Statisik erfasst, wohl gemeint, gefühlt und endlich weise genug, den ultimativen Trick dagegen getürkt zu haben. Andere hat es diese Hitzetage vor ihr erwischt, ohne Skipperin’s Mückenfänger-Fresscharakter. Nein, nur so, afterwork auf dem Standup. Sie war zum Glück nicht dabei, abends in der Dämmerung, weisch wie schön!

Und zum ersten Mal seit lang gefühlter Zeit konnte Skipperin bei anderen im nahen Liebkreis tupfen, mahnen, nicht zu kratzen und auf neun punktgenau gesetzten Rücken-Mückenstichen etwas Fenistil geelen. Sie weiss am besten, wie es tut, ohne Gel mit Fingernagel auf dem Stich gegen den Juckreiz Mini-Dreiecke einzukreuzen, sie ist eidg. diplomiertes Mückenopfer seit Urzeiten.

Heute mit Biene in den Hosen am Steuer im Auto, Pannen-Lichter am Strassenrand einschalten und anhalten müssen. Nun, freitags hat ein einziger Ausgang in der Mückenclique gereicht, es war für Beachhouse und Volver: professionell gewappnet und bewaffnet mit Anti-Moustiques-Spray, auch für alle anwesenden Gäste und Bandmusiker, dabei mitten, unten durch den Stuhl gestochen worden. Pas de problème, eine Serviette auf den Stuhl legen, das reicht. Bis der Kellner nach dem Zahlen ihr hinterher springt: ist das ihre Serviette oder unsere? Eure, Mann! Und Skipperin hat nichts drauf verloren. Nur etwas Mücken, die von unten durch den gelochten Stuhl, stechen.

Und sie sagt euch, Fenistil-Tropfen schlürfend: Es juckt. Mindestens neun Mal … sagt euch offiziell auch wo, am Rücken. Und sie möchte: Dem Kellner was ganz Derbes zu sagen. Volver hin oder her.

Habt ihr bessere Rezepte als Fenistil und Fingernagel-Dreieck-Formen im gemeinen Müclenstich? - Dann bitte gerne auf 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

Sommerjobs in Deutschfreiburg gesucht!

Vor knapp einem Jahr ging es an dieser Stelle um das Sommerloch, und wie es gefüllt wird oder wie sich das anfühlt. In Erbarmen an alle Eltern mit Schulkindern, die nun bald Monate lang frei haben, aber auch in Erinnerung an den eigenen und den kommenden Sommerstress, verkündet Skipperin ein Lob auf den Sommerjob 2019: Es lebe das Rasenmähen, die Pferdemisterei, das Härdöpfele, das Heuen, der Verkauf und der Service bei anderen fremden Menschen, die einen dafür sogar bezahlen! Das bringt kein Gemaul zu Hause, etwas nur fürs Taschengeld tun zu müssen, und hilft ein klein wenig für die geregelte Tagesstruktur im ungezügelten, schulfreien Sommerferien-Alltag.

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Und die gute Nachricht: Es gibt immer noch freie Sommerjobs für Schüler und Studenten! Da liegen noch andere, eventuell wenig lockende Angebote auf dem Tisch als der Pedalo-Vermieter oder der Soft Ice-Maschinen-Bediener. Die sitzen eh’ in Bruthitze unter dem Schirm und langweilen sich. Nicht nett.  Ganz beliebt ist der jährliche Schulhausputz, meist um Jahre voraus vergeben. Die Lehrer haben schliesslich auch Kinder ;-)

Drum direkt zum Aufruf auf die skippr Sommerjob-Hotline 079 950 15 71
Meldet uns eure freien Sommerjobs, liebe Arbeitgeber, Nachbarn und Grosseltern aus ganz Deutschfreiburg!

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Eure Angestellten brauchen auch mal frei, oder ihr dürft euch selber ein paar Tage gönnen? Ein Schüler kann sehr wohl eure Autos waschen, die Hecke schneiden, jäten und giessen, Katze füttern, Gassi gehen, das Haus lüften und Getränke verkaufen oder in der Küche Gemüse rüsten.

Was früher gang und gäbe war: Ein Sommerjob!  So im Ingenieurbüro für Heliokopie-Kurierdienste und dem Einfärben von Plänen mit Wasser-Caran’d’Âche: Blau für Wasser, Grün für Land. Manchmal und leider zu oft Land mit Wasser verwechselt. Oder beim Italiener unter Angstschweiss - nicht wegen den Fingern, aber wegen der gewünschten Dicke - San Daniele Schinken schneiden: für die Italos jeweils hauchdünn, für die Spanier dick. Oder mit der Milch per Ross und Wagen in die Käserei nach Buntels (Landdienst von Skipperin’s Ma). Beim Nachbarn jeden Tag das Haus lüften und den Garten giessen (der Lohn für Skipperin’s Sohn war astronomisch, im Vergleich zu früher und zu dem, was er tatsächlich geleistet hat). Auf der Strassenfräse mitarbeiten in saubrütiger Hitze (Cousin, der Held), bei Roland heisse Zwieback oder Knäckebrot am Laufband tischen und das in Frühschicht (Sista, die Heldin). Oder jeden Morgen und jeden Abend für wohl behütete Pensionsrössli Stall misten und füttern (Skipperin’s grösste Heldin) mit Traktorpermis steigen Stundenlohn und Marktwert!

Ihr seht, Beispiele für Sommerjobs gibt es viele. Und ihr habt eigene Erinnerungen, weil wir doch alle neben Wasserspass und Sommerlager sommerlich-hart gearbeitet haben – oft hat der Lohn für ein Jahr gereicht. Das war das Schönste daran.

PS: Skipperin hat gehört, dass bei Chröttli im Minigolf in Murten was frei sei... Bälle und Schläger rausgeben, Glacé verkaufen und Bier abzapfen, ist mindestens so lässig wie die Pedalovermietung, aber geschützter im Schatten und mit mehr Garantie auf Trinkgeld. Für’s Bierzapfen müsste der Sommerjöbler übrigens 16 Jahre alt sein.

Ein Wort von Skipperin

So was von schlapp über die Schlarpen

Jetzt, so kurz vor den langen Sommerferien, den schönen Beachpartys, barfuss in der Tunika, den Outdoor-Sunset-Konzerten auf Sommersandalen und den schillernden Freiluft-Outfits im lauschigen Gartenrestaurant sind überall diese hässlichen Schlarpen unterwegs. Die tauchen ohne Vorwarnung auf, meist beim Gemüsestand, in der Tankstelle oder am Postschalter. Ja, ihr lest richtig, nicht in der Badi, im Camping oder am Strand. Die laufen auf heissem Teer rum, sind aber alles andere als heiss. Da kann der Innenraum, wo sie gesichtet werden, noch so kühlschrankklimagekühlt sein.

Skipperin muss weder an Guido’s Masterclass mit Deutschfreiburger Sieger oder an den Winter-Finken-Gedanken erinnern, noch daran, dass sogar der Stilberater Luca behaarte Zehen scheusslich findet und die Schlarpen nicht besser machen. Eher schlimmer. Es ist Sommer, juhu. Sommer heisst aber nicht, Wampe oder Waden auf Schlarpen zu zeigen.

Schlarpen im Contest fallen auch nur auf Instatrends schön aus, so mit Federbüschel vorne dran, um den abgefetzten Nagellack zu verdecken. Oder neu gehandelt: Der hässlichste aller Schlarpen, der Birkenstock. Gibt’s in Gold und noch mehr Glimmer, unten die bewährte, bequem gehandelte Korksohle. Schon in den 80er Jahren Blasen bis zum Abwinken davon bekommen, da kann der bequeme Birkenstock nie mehr neu aufgelegt werden. Skipperin’s Gegenüber im Buchstabentest, la Blonde, testet modebewusst weiter – ist ja auch viel jünger.

Nummer 2 ist der hässliche Croc. Im Winter noch hässlicher mit Fell drin, das Plastik in Camouflage gehalten. Der Anti-Burner Nummer 3, die Adilette –  auf Winter getoppt mit weissen Tennissocken. Aber hygienisch und nie rutschfest, leider auch im Wellnessbereich nicht. Ebenfalls hässlich, doch bequem, Nummer 4 und Luca’s Liebling: UGG in der Variante Flipflop mit Lammfell. Ohne Pompon. Doch die wurden schon als Winterfinken verbloggt.

Ja, was denn nun, jetzt da wir uns so auf den Sommer freuen? Am besten geschlossene Schuhe zu langen Hosen, liebe Männer. So im Great Gatsby-Style. Wenn Surfer-Flips, dann floppt ihr komplett mit unrasierten Zehen und aufgerissen Fersen. Egal, ob aus Leinen, Leder oder Kautschuk. Das gilt auch für uns Weibsbilder. Für uns kommen sicher keine Ballerinas an die Füsse wegen Blähungen und aufgedunsenen Waden, aber Mexicanas, Chucks oder Ipanemas. Zehentreter oder Figechlepfer genannt. Für’s Büro gehen gereinigte Chucks und handgenähte Mexicanas sogar zum Anzug. Da sieht niemand deine schwarzen Füsse vom Barfussmarsch auf heissem Teer vom Vorabend.

Jesussandalen gehören zur Hassnummer 5, ausser sie sind von einem Hippiemarkt auf Ibiza, mit gepflegten Füssen, etwas Leder und Quasteln dran. Und mit den Espadrilles bleibt Skipperin unschlüssig: mit etwas Keil okay, flach schnell aus der Form und auch so irrsinnig schmerzende Blasenschuhe.

Ach liebe summertime, es wäre ohne das nötige Schuhwerk so easy living mit dir!

Ein Wort von Skipperin mit Wettbewerb um Ovo Rocks

Vom Velöle

Es gibt da so einen Rahmen für diese Tour de Velo, die führt am 17.6.19 durch unseren Kanton, von Flamatt über Bulle und Freiburg nach Murten. Am Tag darauf von Murten nach Arlesheim. Also der Rahmen ist gemacht für durchschnittliche 162 Streckenkilometer pro Tag. Die tragen dann nicht gilet aber maillot jaune, die Etappensieger – oder das goldene Tricot zur Demonstration ihrer Leistung – und sie sprechen sogar ihre eigene Sprache! Beat Breu erklärt den Radrennfahrerslang im Jahr 1997 so:

Der Rahmen eines Villigers aus der Börse gibt weder für 162 Kilometer noch fürs maillot jaune was her. Das Velo bleibt Fortbewegungsmittel, tüchtiger Ladetransporter oder Ausgehhilfe am Guidon auf dem Heimweg auf Heels. Alles sportlich. Mit schlafendem Kind hinten in Gegenrichtung des Slow Up über den holprigen Chablais-Nebenweg ist im Vergleich dazu grad obersportlich.

Spitzensportlich wird es auf der Tour de Suisse, wenn wir die Speichen kaum mehr drehen und die Pedalentreter am aerodynamischen Lenker nur noch von hinten sehen, diese gepolsterten Hintern auf schmalen Renn-Sätteln, die nur vom Zuschauen schmerzen. Mit gut geschmierten Ketten, xfach übersetzt in den Kassetten drehend durch die Gegend flitzen. Die Bremsklötze bestimmt von Spezialisten ihres Rennstalls auf Nummer sicher eingestellt. Doch wer unter den Spitzensportlern tritt in die Pedale zum Sieg an, um bremsen zu wollen? Das würde auch seinem Sponsor nicht gefallen, ausser er müsste in der Talfahrt etwas entschleunigen, um ihn als Markenbotschafter nicht zu verlieren.

Heute und morgen steht der Kanton Freiburg auf dem Etappenplan Nummer 3 und 4 der Tour de Suisse und damit im Fokus von Sport und Spiel um Medien und Moneten. D wie Doping nennen wir nicht. Dafür gibt es Ovo ;-) Lieber unterstreichen wir das Fest vor Ort und das Fernsehen mit seinen Übertragungen, wo man mehr und länger was sieht als am Strassenrand. Und von Herzen eine unfallfreie und sportliche Ausgabe der Tour de Suisse 2019 – das gilt nicht minder herzlich den Spitzenradrennfahrern aber auch den lokalen OK’s in Flamatt und Murten.

Und wir Otto Normalvelöler fahren weiter, treten wacker in die Pedale, downhill, dirt und mountain bike, haben ein like a bike oder Stützredli gehabt, dabei voll vergessen, wie oder ob das Velofahren lernen mal schwierig war. Wir treten einfach über Stock und Stein, über Berg und Tal, besorgen uns einen Flyer und einen Helm – wenn es arg sportlicher kommt, diese Popopolster-Hosen, Handschuhe und einen Integralhelm, weil der ja cooler aussieht als von der BFU empfohlen. Wir brauchen Handschuhe, auch so ein Maillot voller Logos, Bärentatzen, kreative Ventile passend zur Felge und tun eigentlich dasselbe wie der Tross an der Tour de Suisse: Wir machen Sport und im Spiel um Marken und Moneten mit. Es lebe doch das liebe Velöle!

Umfrage mit Verlosung von Ovo Rocks:

Komm am Montag, 17. Juni bei uns im Bahnhofzentrum vorbei und sichere dir eine Packung Ovo Rocks.
Es het solang’s het!

Ein Wort von Skipperin mit Foto-Wettbewerb

Falls dir das spanisch vorkommt, es ist es!

Es muss euch gar nicht spanisch vorkommen, die originellsten WC-Türen gibt es auch in Deutschfreiburg. Also da, wo oben schwarz statt rot im Wappen ist.
Hier die bereits von euch gesammelten Bilder:

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Juni ist Zeit der Schulreisen, des Wanderns, der Picknicks und langen Nächte,
Zeit draussen am Grill, Tisch und Tafel.

Wo auch immer ihr steckt, in welchem Etablissement ihr weilt und welches 
stille Örtchen ihr aufsucht, eure Bilder sind immer noch willkommen. Sagen wir so bis
nächste Woche. Denn die hier könnt ihr noch toppen! Und wie heisst es so schön,
auf den Juni kommt es an, wenn die Ernte soll bestahn. 
Zu gewinnen gibt es auch was, ein Mega-Ultrasoftpack an WC-Rollen.

Die Auflösung der Geschichte? Mutterschraube gegen Rohrstück - und damit die
Inspiration zu den originellesten WC-Türen. Die gibt es hier mit Fotowettbewerb 
aufzuholen: https://bit.ly/2Hq56m2

Fotowettbewerb mit Verlosung

Zeigt uns eure Bilder von ausgefallenen Toilettentüren, die Männlein von Weiblein unterscheiden! Eure Fotos sammeln wir auf skippr Whatsapp 079 950 15 71. Wir verlosen unter den Teilnehmern ein Mega-Ultra-Softpack Toilettenpapier und veröffentlichen die Bilder in einer Fotogalerie um die schönsten WC-Türen!

Ein Wort von Skipperin

Alles neu macht der Mai

Dass es zwei linke Daumen mit viel Ungeduld kombiniert zwar länger, aber nicht besser können, ist eine alte Handwerker-Regel. Eine Antwort im Stil von „chum it hüt nid chum i morn“ aber auch. Wer dann wartend selber mit dem Mechen beginnt, pfuscht, vergeudet Zeit und Geld. Und nimmt mal erst ein Znüni zur Erholung vom Desaster.

In der Saison vom Frühling-Reshape rund um Haus und Hof lohnt es sich, den Termin mit dem Handwerker schon im Januar zu nageln und direkt den Profi zu fragen. Also nicht erst jetzt, wo der Mai alles neu möchte.

Das beginnt mit dem neuen Anstrich von „Was du musst, und worauf du Lust hast“ und endet mit der korrekten Entsorgung beim Ausmisten. Jedes Holz wartet wie das Amen in der Kirche jeden Frühling auf seine Ölung – soviel zum „Was du musst“. Falls Muse und Mut malst du auch noch Innen was auf Maiglöcklein-Weiss um, Joggi mischt dir das. Die können das in einer Anlage. Aus der Pistole geschossen wie die Niki de Saint Phalle. Die brauchte übrigens keine Pinsel. Ausser den Tinguely. Aber Skipperin braucht Joggi beispielsweise für Pantone #2. Und viel Abdeck-Papier und Klebeband mit viel Reinigungsmittel für den Schlirgger-Schaden zum Schluss.

Mit soviel Handicap drängt sich ein Pro auf. Wenn alle Selfmade-Gärtner, Heimwerker und Hobby-Bademeister mit eigenen Schwimmbädern nichts mehr selber können, stimmt das schon bedenklich. Für den korrekten Swing auf dem eigenen Platz fragt Skipperin also erst mal bei Joggi nach. Was leichter von Hand ginge, was ausgeliehen werden könnte, was sie selber auch talentlos könnte, oder wo sich das Warten auf den Handwerker lohnt.

Das Entsorgen des Kompostes wird dann zum Geruchfestival, wenn grüne Container so stinken, weil zu lange nicht auf die Strasse gestellt.  Dabei wollte der Container mit Dreitagegepäck gefüllt als Rollkoffer ans Open Air. Bis in die Ostschweiz. So Coachella mässig - nicht nur für Grünschnäbel.

Und wenn der Mai dann alles neu gemacht hat, ist Skipperin durch oder im Sommer noch dran, es muss ja alles vor dem Herbst unter Dach und Fach sein. Oder sie macht im Wonnemonat Köpfe mit Nägel – mit einem Handwerker. Termin Januar 2020. Aber der braucht auch mal seine verdiente Ruhe mit seinem Feierabendbier. Fortsetzung folgt.

Ein Wort von Skipperin

À la BB

Oh là là, es braucht si peu, sich in Sommerlaune à la française zu versetzen. Ein luftiges Stöffchen, Espadrilles, einen Hut, einen Bikini und eine Sonnenbrille. Sich ganz ohne Stau oder mühsam abgefahrene Kilometer an die Côte, Riviéra oder an den Lido zu versetzen, ist charmant und chic. Sie liegen vor Deutschfreiburger Haustüren, diese Plätzchen am Wasser und herzigen Cafés in der Altstadt und im Dorf unter der Platane. Von Boutiquen mit angesagten Trouvaillen sind wir auch umgeben, da braucht es kein Saint Tropez.

Nach der grossen Stil-Ikone BB inspiriert geht es um Bikinis und Brillen: Aus der Boutique belle femme mit Wäsche sowie Strand- und Bademode für Sie und Ihn. Und bei Optic 2000, wo schützende Gläser mit viel Stil angesagt sind. Wenn schon Brille, dann richtig aufgesetzt und dem gefühlten Esprit oder der modischen Epoche angepasst.
Hinter beiden Ladentüren geht es leger und sympha zu und her, mit professioneller Beratung, wenn es um Schutz von Haut und Augen geht.

Dieses savoir-vivre an der Côte de Morat kombiniert etwas Nonchallence mit Natürlichkeit, mit dem Takt von Vater oder Tochter Gainsbourg im Ohr und kommt im angesagten Vintagestil einer Französin daher. Ohne Schnickschnack und ohne Mühe, gut auszusehen. Es ist gut und fühlt sich gut an, wie es ist: das volle Leben an einem vorsommerlichen Nachmittag im Stedtli auf dem Weg zum Strand. 

Schön und inspirierend: French Look ist in aller Munde – für Fashionistas genauso wie für jene, die sich noch erinnern mögen, wie lässig leicht sich la Côte anfühlt. Ein Lebensgefühl mit grosser Aperokultur und dem Baguette vom Beck, das bis  Mittag schlampt. Direkt am Strand mit den Füssen im Sand gibt es den Loup de Mer vom Grill, oder das Glas Champagner im Schatten eines Bistros inmitten von heissen Altstadtmauern.  Ein schönes Spiel mit Clichés - wie Pastis und Pétanque, Gitane und Gabin, Delon und Dassin.

Jetzt BB-Rabatt sichern bis am 8. Juni 19 

Lust auf Sommer à la française? Wer sich dieses Feeling und Styling gönnen mag, darf bei Optic 2000 in Murten von 10% Rabatt profitieren. Unter Codewort „BB“ bis am 8. Juni 2019. Das gilt auch bei belle femme mit 10% Einkaufsrabatt unter „BB“ auf die reguläre Bademode, nicht kumulierbar mit der Kundenkarte.

Ein Wort von Skipperin

Skipperin auf Operation Popeye - Skalpell bitte

Es grünt so grün. Das Weiss, das eben noch an eine schneebedeckte Piste im schwarzen Moos erinnert hat, ist gelüftet – grün ist das Dekor, die Handschuhe hellblau wie im OP-Saal, aber viel schöner, weil gesund und in frischer Freiluft.  Das Chirurgenteam von Gutknecht Gemüse in Schutzkleidung steht auch schon vor Ort, Skalpell am Gurt.

Im Windkanal bot das weisse Vlies Schutz auf dem Operations-Perimeters OP und darunter gedeiht nun Popeye’s Kraftfutter Spinat seit sechs Wochen. Er darf nach vliesbehütetem Wachstum in seiner vollen Erntepracht geschnitten werden. Von Hand und auf den Knien. In Chirurgenhandschuhen oder ganz ohne, weil Handschuhe für die Kartoffelernte sich rasch als zu dick erweisen.

Es braucht viel Fingerspitzen-Gefühl  und Routine für das, was wir Schweizer wegwerfen, in der mediterranen Küche aber vielfältig und ideenreich verkocht wird. Es ist ja nur Spinat, aber einer, der es länger treiben darf, bis er Wurzeln schlägt:  Wurzelspinat. Also Skalpell rechts in die Hand. Ansetzen zum Schnitt auf Wurzelhöhe. Die linke Hand oder der linke Handschuh sollten beim bodenebenen Schnitt sauber bleiben, den Strunk am Stück so halten, damit der Wurzelspinat sich nicht unnötig verdreckt. Skipperin ist Rechtshänderin und bald auch mit links in tiefschwarzer Mooserde am Operieren.

Wurzelspinat wird mit seinen gesamten Stängeln, Trunk und zähen Blättern am Stück geerntet. So dass er nicht auseinander fällt, aber wie ein Kopfsalat kompakt in die Kiste kann. Auf unserem Rüstplan als Abfall bezeichnet. Die jungen Blätter ja, als Babyspinat oder im Frühlingssalat verzerrt. Dabei geht es hier nicht mal um Food Waste oder kulinarische Unterschiede, aber nur um die Länge des Wachstums und des Marktes.

Wurzelspinat ist gefragt – für Spezialitäten vom Balkan bis Portugal. Frittiert, gedämpft, roh oder gekocht. Spinat in seiner vollen Länge, funktioniert auch hier. Skipperin selber ausprobiert – mit Ei, weil der Klassiker. Miguel und Vitòr wissen es dennoch anders und besser. Popeye gab dazu und bisher keinen Kommentar ab. Aber ihr vielleicht?

Probiert es aus, im Hofladen von Gutknecht Gemüse in Ried kann Wurzelspinat erworben werden. Eure Rezepte sind herzlich willkommen! Am besten als Foto via Whatsapp auf  079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin...

...zum grossen Schoggihasen-Fras

Jedes Jahr dasselbe Déjà-vu: Angefressene Schokoladen-Hasen in Nestern, deren Füllung aus grünem Kunststroh, Zuckereili-Täfeli und Geleeeier verklebt und verheddert. Schmeckt nach Kindheit und komisch im Mund, so ein Zuckereieili mit grünen Fäden umhüllt, weil du im Nestli gierig danach gegrabscht hast.

Angefressene Hasen, die weil verloren oder eben verheddert in der Oster-Bananen-Dekokiste mit echtem Heu und echten Strausseneiern im Keller landen und Mitesser anziehen – zwei Feldmäuse haben sich im kalten Januar 2017 bis zur Schokolade in der Dekokiste im Keller durchgefressen. Sie sind zum Glück und dank der mutigsten Nachbarin ganz Deutschfreiburgs mit dem Hockey-Schläger ins Nirwana versetzt worden. Es war keine vorsätzliche Tötung. Ihr Swing war nur exzellent. Davor hat sie im sportlichen Fang mit einer umgestülpten Tiefkühltasche den Transport ins Freie gebucht. Skipperin ist vor Ekel erstarrt und sehr hysterisch geworden. Der Mann der Nachbarin, ein echter Kerl, im Fall auch.

Also, nochmals von vorne: Mit dem Süssen zu Beginn. Nestli gemacht, versteckt und gefunden, prall gefüllt mit Schleckereien und selbst gefärbten Eiern. Die Eier, die überleben Jahrtausende. Nougat auch. Marzipan dito. Wenn Skipperin sie nicht vorher verschlingt.

Der Hase aus Schokolade hingegen, der lebt gefährlich oder ist gar ausgestorben – er wurde zwar vor Urzeit zum Hasen gegossen, was auf ein langes Leben schliessen lässt. Doch vielleicht lebt so ein Hase gar nie bei dir, weil du keine aus Schokolade magst. Oder er überlebt nur kurz, bis die Mäuse ihn fressen. Oder du schneller bist und die ganze Schokolade vor Juli verschlingst. Ein Hase kann an Ostern auch aussterben, weil du Enten bevorzugst. Oder du gewährst ihm ein Überleben, bis die Schokolade weisslich anlaufen wird. Ja, es gab schon in der Kindheit so Streber, die ihre Hasen im Juli noch horteten.

Oder, überlegt sich Skipperin als Ode an die Osterhasen: die Schokoladenhasen haben wohl deshalb keine grosse Zukunft, weil das Beste oben immer fehlt: die Ohren. Wer will schon den dicken Unterteil eines Schokoladen-Hasen essen? Und wer unter uns beisst nicht zuerst in die Ohren? Das wäre also der interessanteste Körperteil an einem Schokoladen-Hasen gewesen. Zeigen wir etwas Mitleid zum kommenden Osterfest und knabbern erst an seinen Füssen!

Nach dem offiziellen Osterhasen-Fras geht es seit dem Mäuse-Intermezzo 2017 auch so: Die dicken, übrig gebliebenen Schokoladen-Hasen-Böden eignen sich perfekt für den Sven Epiney-Schokoladen-Kuchen – der merkt im Juli nicht, dass der arme Hase weiss angelaufen ist und keine Ohren mehr hat. Also doch lieber eine Chance für die Osterhasen in der Epiney-Variante als von Feldmäusen gefressen zu werden. Stimmt doch, oder!

Ein Wort von Skipperin

Im Minimum einen Gummi drum

Also das mit dem Gummi ist so eine Sache. Bitte ja nichts falsch verstehen. Es geht hier um einen seriösen Fachtext. Wenn er zwar doppeldeutig auch um Sicherheit handelt. Wird er heiss, platzt er. Ist ihm kalt, schrumpft er.

Sitzen wir leichter bekleidet schon lange auf vorfrühlingshaften Seeterrassen, verliert der Gummi an Haftung. Zu gross sind die Unterschiede der Bodentemperaturen. Im Schatten unter 8 Grad, in der Sonne satte 30 Grad.

Der Gummi zeigt eben Profil. Lässt sich nicht alles gefallen. 1.6 Millimeter sind Gesetz – empfehlenswert sind 3 Millimeter im Sommergummi. Lufttemperatur entspricht nicht Bodentemperatur. Dies beeinflusst die Länge des Bremsweges enorm und damit die Strassensicherheit. Dennoch und zum Glück: Die Tage werden länger, die Temperaturen auch. So wird die Zeit reif, auf Sommerfinken umzusteigen. Und das nicht erst im Juli, denn ein Wintergummi mag keine Hitze.

Was das heisst, wie wir uns und andere mit einem einem richtigen Reifen schützen, das weiss einer, der für das Pneuhaus Zaugg Gummi gibt. Fachmännisch, kompetent und effizient: es wird ja im Akkord Reifen gewechselt – bis er platzt. Der Terminkalender. 

Über Pneuhaus Zaugg:

Die Garage Pneuhaus Zaugg GmbH in Murten kümmert sich um Beschaffung, Lagerung und Wechsel von Reifen und Felgen aller Marken zu besten Handelspreisen. Neben professionellem Reifenservice werden Reparaturen aller Automarken, Lieferwagen, Zweiräder und Anhänger durchgeführt: Von der umfassenden Fahrzeugwartung, über Lenkgeometrie,  Diagnose und Fahrzeuginspektionen bis hin zum Tuning.

Der Geschäftsinhaber von Pneuhaus Zaugg GmbH und Murtner, Jan Kauer hat den mittlerweile über 20jährigen Betrieb im Jahr 2012 übernommen, laufend weiterentwickelt und erfolgreich modernisiert. So beispielsweise mit einem professionellen Reifenhotel und einer ultramodernen Werkstatt mit Radwaschanlage. Seine Dienstleistungen sind kompetent, schnell und zu fairen Preisen.

Ein Wort von Skipperin

Handgelenk mal pi – so nid!

Kennt ihr auch so Talentierte, die sich ihr Traumbad selber gestalten und sogar selber bauen? Im Idealfall mit selbst gefundenen Steinen aus der Maggia? Passend zugeschnitten, effektvoll als Duschwand gemauert und sorgfältig zugefugt. Das Sideboard im Entrée aus einem alten Holzbalken einer Simmentaler Brücke selbst gezimmert, geschliffen und geölt haben? Die eingelegte Gartenbank selbst betoniert haben? Oder Traumleute, die im Nu ohne Pfusch die ganze Wohnung in den Trendfarben umstreichen, ohne Striemen und lebenslängliche Flecken zu hinterlassen? Aber effektvoll mit Schwamm und Kalkrelief aufgetragen, am liebsten noch mit Bordüren wie in Marrakesch und sauberen Abschlüssen? Passt ja zur Betonbank mit marokkanischen Kissen. Prachtsmenschen, die im DIY-Modus handwerken! Selber schweissen, schreinern, verkabeln, isolieren, hämmern und nageln.

Das sind echte Vorbilder, bei denen kein einziger Duschschlauch tropft, alle Birnen drinnen und draussen im selben Warmton brennen, Garten vor Ostern in Eigenregie auf Vordermann gebracht ist. Die verkabeln Fusswege und Nischen im Freien alleine mit Bodenlichtern, machen sie mit Fernbedienung über das Surround-System der Wohnung dimmbar. Bei denen ist die Schneeschaufel selbstverständlich versorgt und die Klingen des Rasenmähers vor Juli frisch geschliffen, beziehungsweise die Rasenroboter selbst getunt, programmiert, dass sie nicht abhauen. Der Grillrost ist vor der nächsten Cervelat gewechselt, die Teakmöbel geschliffen und geölt und das selbst gezimmerte Outdoor-Sofa frisch gekärchert – oder sagt man in der Fachsprache gehochdruckt?  

Skipperin kennt solche. Möchte auch so sein, aber das geht ihr alles viel zu laaaaangsam und viel zu genau. DIY geht auch im Handgelenk mal Pi. Pfusch ist das triste Ende davon. 

Das langweilige Abkleben vor dem Anstrich, wenn die Wand in der Vorstellung schon lange trendfarbig umgestrichen ist. Die ätzende Lauge an den neusten Jeans macht grad direkt den used look, schöner Nebeneffekt des falschen Equipments. Die Unterlackierung, das lange Trocknen, die exakten Masse, die falschen Handschuhe, die deine Fingernägel von der Beize wochenlang verfärben. Das Wechseln von Dingen, die mit einem Trick noch halbpatzig funktionieren. Birnen lassen sich wechseln, bis du nichts mehr siehst. Fenster putzen auch. Und naht das Finale, muss das kurz durch. Leiter holen ist Luxus. Und das Vertikutieren machen ja schon die Regenwürmer und Amseln – und der Nachbar. Sein SUV ist übrigens gross genug für die Ausleihe des Vertikutiergerätes in einem gesamten Quartier. Also lässt sich ein Vertikutierer auch bei Skipperin kurz nieder, bis die wilde Hirse vor dem Rasen blüht. Man gönnt ihr ja sonst nichts – auch kein Unkrautvertilger mehr.

Haus und Hof in Schuss zu halten, ist im DIY-Modus nicht jedermanns Sache. Drum gibt es Joggi und sein Team das ganze Jahr hindurch. Pünktlich zur Saisoneröffnung aller Heim- und Handwerker findet die Hausmesse vom 5. bis 6. April mit 20% Rabatt statt.

Dort fände auch eine Skipperin alles, was es braucht. Die echten Prachtsmenschen dort sagen dir sogar engelsgeduldig, wie es geht das Handwerk – aber selber machen, müsste sie es weiterhin ;-) Also her mit einem Profi!

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Ein Wort von Skipperin

Jeden Tag so chli Fasnacht

Die armen Basler müssen sich auf drei schönste Tage im Jahr konzentrieren. Mickrige drei Tage von 365. Die Bolzes und weitere Carnavalistos erhöhen den Einsatz vom schmutzigen Donnerstag weg auf sechs närrische Tage. Und Skipperin erfährt im zweitägigen Eigentest, am Morgen danach, wie närrisch-hässlich sich das anfühlt: Ein einziges Konfetti im Bett (bravo), zwei, drei mehr im Haar (bravo) und der Boden konfettitapeziert (na bravo!). Der Sekundenkleber bleibt grünlich angefärbt zwei Tage lang auf der rechten Stirne und die Fäden von der Leimpistole hängen wie Spinnweben am selbstgebastelten Hut, der eine Meringue darstellt. Der war fastnachts schöner als am Morgen danach.

Tomatenstaudenvlies, Maleranzüge, Crèpepapier, Puder - und schon bist du eine weisse Meringue. Nächstes Jahr wird optimiert mit Silikon- oder Isolierschaum auf der Haube! Lustig war es. Vor allem die Vorfreude beim Verkleiden, selbst gemacht natürlich, weder ab Stange gekauft oder gemietet. Einhörner waren letztes Jahr, viele andere Tiere dieses Jahr auf der Gass’. Und dabei nur einen einzigen, kleinen Spiderman getroffen.

Die Sujetwahl fällt meist spontan. Die Clique, die mitmacht, entscheidet auch spontan. So geht jeder durch seinen eigenen Kleider-Altkleider-Schuhschrank-Fundus. Findet Spängeli, Schminke und Schmuck bis zur Verwandlung in einen Paradiesvogel, in eine Schneckenfamilie mit Frischsalat, ins gackernde Huhn mit federlassendem Gockel.

Schade, ist das Schrille, Farbige für Fasnacht reserviert. Etwas Tagesdosis an Konfettis würde vielen Zeitgenossen gut tun. Einfach auf die Haube, den Bürotisch oder unter die Schuhsohlen streuen. Bringt dich zum Lächeln und andere im Fall auch. Und geht ganz billig weil selbst gemacht.

Nämlich so: Mit dem ultimativen, ganzjahrestauglichen Farbtupfer-Fasnachtstipp-Quiz:

Es ist eine DIY-Konfetti-Anleitung und die funktioniert eben ganz ohne Karneval. Genug Papier, mehrere Farben, den Blattlocher und alles süferli sammeln - bis im nächsten Jahr. Wer bringt wie viele Kilos davon durchs Jahr? Wir fragen wieder nach.

Ein Wort von Skipperin

Anna und die gemeine Kiefernwanze

Vor ein paar Tagen waren die Blätter des Tages voll vom Buchdrucker – ein gemeines Familienmitglied der Borkenkäfer in Freiburger Gehölzen. Auch im Holz, gut eingepackt schlummert im Fensterrahmen eines Mädchenzimmers die Kiefernwanze.  Die will jetzt raus.

Ein schöne Vorlage für ein Horrorbuch: Anna und die gemeine Kiefernwanze. Es handelt sich auch um ein lästiges Parasiten-Tierchen, das wegen der grossen Sommerhitze 2018 bestens überwintert und überhaupt hier in unseren Gefilden einnistet.

Die Kiefernwanze ist harmlos, wenn du sie einfach lässt. Nie zerquetschen, und wenn, nur sachte mit dem Absatz eines festen Schuhs, weil die beginnt im Todeskampf zu stinken. Ihr verwandter Bruder heisst übrigens Stinkwanze.

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Anna hört sie im Bett, wenn sie nachts vom Fensterrahmen ins innere Warme fallen. Tagsüber im Freien an der Fassade ist ihnen jetzt dank Dorit und Doris wohlig. Der Panzer ist fest, deshalb tönen die nach dem freien Fall. Sie hätten so dehnbare Beine, meint sie. Gruselig. Und die wollen doch alle zu ihr ins Bett, weil die Wärme suchen. Das tönt nach einem schlechten Traum, aber es stimmt nach eigenen Käferrecherchen: besonders südseitig finden sich so beige-braun gemusterte Käfer mit Dinozeichen auf dem festen Rücken, deren Panzer knackt, wenn du sie sachte, eben sachte, mit dem Absatz killst. Anna schiebt Terror, weil die Schale sei so wie eine Schildkröte, und Google sage, die kämen von importierten Weihnachtsbäumen, diese Kieferwanzen. Dabei, es gab gar keinen Weihnachtsbaum. Noch wäre der importiert gewesen.

Biologisches Kammerjagen gehe nicht, aber eine Wespenzucht anzulegen, das sei effektiv – Zum Glück gibt es die hier schon. Der schnellste Tipp sei, mit einem Blatt Papier die Käfer einzusammeln und aus dem Fenster zu werfen. Oder ins Gefrierfach zu legen. Keine Ahnung, wie schnell die Kieferwanzen sind, aber die Vorstellung von den dehnbaren Beinen lässt Höchstgeschwindigkeits-Züge vermuten.  Bis sie wieder im Mädchenzimmer landen.

PS: Wir bleiben in einem Härtetest dran, ob die marmorierte Baumwanze ekliger stinkt als die Kiefernwanze.  Beide gehören zur Gattung der verschleppten Insektenarten. Nach dem Buchsbaumzünsler und der Kirschessigfliege.

Ein Wort von Skipperin

Es grünt so grün, wenn...

Eben noch im gräulichen Grün auf dem (Sch)Lauch gestanden, weil der grüne Daumen bei Skipperin fehlt. Sie kann auch nicht mit Pflanzen sprechen, muss sie nicht, aber sie aufessen schon. Das gräuliche Grün des Lauchs erinnert übrigens an eine Trendfarbe im Interiorbereich: Salbeigrün.

Dann kam ein kurzer Winter mit seinen zig Arten an Lauchgratins und Salbeiaufgüssen gegen Halsschmerzen. Welch’ Glück, er war bis jetzt milde gestimmt und bleibt es hoffentlich, den jungen zarten Blättern zuliebe.

Die Saisonfarbe wechselt nämlich schon ins Zartgrün. Und falls Frau Holle im Sinn hätte, nochmal zurückzukommen, wehe auch, dann haben die im Seeland die weisse Decke schon ausgebreitet. Da kann sie rütteln und schütteln, wie sie will: die Felder sind schon weiss. Junges Gemüse braucht etwas Schonzeit, bis es schlüpft. Diese Vorboten zur Frühlingsernte sind in ein paar Wochen schon bereit zum Schnitt.

Wurzelspinat, wir warten sehnsüchtig auf dich - und bis dahin können alle da oben auf den Pisten Popeye den Buckel runterrutschen.

Ein Wort von Skipperin

Lasst euch einseifen! 

Skipperin hat wieder mal geduscht ;-) Und dabei blieb ihr Blick so affig-glatt an Namen dieser Wohlfühl-FitfürdenTag seidenfeinen Duschseifen hängen. Seit Adventskalender und Weihnachtsgeschenken türmen sich sehr viele verschiedene Marken mit entsprechenden Namen in und um ihr Boudoir – Wohlfühl-FitfürdenTag seidenfeine Badebomben und Lotions inklusive, so wie im Spa im Fünfsterne-Modus.

Also beginnen wir mit Namaste und dem Happy Morning vor dem frühmorgendlichen AufdenWeckergehstdumir-Ritual im dreifachen Schlummermodus. Also halt, aufstehen mit Namaste und Buddha Belly. Wer will schon einen Bauch wie Buddha? Duschen lässt sich dennoch bestens mit diesem Namen - he, und dick wirst du auch nicht dabei!

Glückliche Auszeit oder den Frischekick gibt es sogar in Blumenform, weil der Dispenser die Seifenblasen blütenweise appliziert. Sieht aus wie ordinärer Rasierschaum, aber eben in Blumenform. Es macht dich vor allem frisch beim Drücken auf den Verschluss. Der hat oben so einen Ring, ja aus gestanzten Blüten, der oben bockt, wenn nicht gleichmässig und mittig gedrückt. Fertig mit den Blüten, das Zeugs als ordinärer Klacks brubbelt wie Ticki im Rachen. Da wirst du davon grad hellwach.

Weiter geht’s in der Seifengalerie mit Namen wie Passion, D’oré, Full of Kindness, Relaxing oil, Yalda, Balancing Serum, Hydrating Foam und zum Schluss  gibt’s noch Glow, Gehwohl und Jeunesse des mains. Skipperin lässt sich lächelnd einseifen in diesem Universum an Namen - und staunt über die vielen Nüsse, die so ein Namensgeber haben muss, um überhaupt auf den Markt zu kommen: Von Mandeln bis Macadamia, von Argan bis Avocado, von Kokos bis Sesam.

Die Pointe? Skipperin nennt alles, was es zum Duschen braucht, Duschdas – eine familiär vererbte Unart aus der Werbesprache, wie sich Stocki, Tesa oder Aromat eingebürgert haben. Dabei gab es anno domini zu Hause auch die ordinäre Olivenseife am Matrosen-Seil, die fix in der Dusche hängt. Mit Badekappe ;-) in der Dusche! Hauptsache, Seife ist zum Einseifen da – auch mit Namen, die eine Konsumentin wie Skipperin gerne verführen mögen.

Ein Wort von Skipperin

Sparsuppe, aber gaaanz knapp zum Monatsende

Liebe SkipprUserFeinschmecker. Dieses Monatsende wird das Rezept für volle Bäuche bei leeren Kühlschränken und Kontoständen aber so was von knapp berechnet, weil die Rezeptsuche für die wässrige Soupe au Chalet vom Vormonat nicht beendet ist. Wahrscheinlich gibt es das wässrige Fondue à la Soupe au Chalet auch gar nicht, und ihr habt den Lohn schon auf dem Konto, aber man kann ja mal fragen. Skipperin macht sich also dann schon noch ännet dr Saane schlau. Dort lässt sich eventuell auch noch einen Suppenkaspar finden:



Also, man nehme:

1. Jedes noch so faltige Randenknöllchen, das seit Wochen im Kühlschrank schrumpft.
2. Jedes einzelne einsame Rüebli.
3. Rüste die Gemüseresten gut, bis sie noch kleiner sind.
4. Füge jedes Minirestchen aus dem Erbsli- und Spinatbeutel vom Gefrierer hinzu.
5. Kratze die leere fettfreie Bio-Bouillon aus dem Nahrin-Topf.
6. Findet noch dumme Resten an Kartoffeln, Reis oder Pasta, die keine ganze Portion mehr ergeben.
7. Und nimmt so chli harte Käseresten zum selber Reiben, bis die Fingerkuppen wund
et voilà:
Hier habt ihr die Minestrone. Die Sparsuppen-Minestrone zum Februarende 2019.
8. Wasser vergessen, das wäre noch eine wichtige Zutat.

Ein Wort von Skipperin - Herzreise 4/4

Hier kommt Romeo

Für ihn wendet sich das Herzblatt, da ist sich Skipperin aber so was von sicher. Kieran weiss sehr viel über tiefe Herzgeschichten - das mit seinen jungen Lenzen, auch darüber was passt und eben nicht zusammen passt, um unter die Haube zu kommen. Selbsterfahrung und eine weise-selbstkritische Reflexion auf der Herzreise darüber zu erzählen, geht bis zu den Haarwurzeln - Hut ab! Kieran kennt den Herzschmerz genauso, wie die Richtung seiner Fühler, die er nach einem neuen Herzmenschen ausstreckt. Romeo findet seinen Romeo, das steht fest. Es darf also im letzten Kapitel der Herzgeschichte etwas süss-sauer sein, nicht gruselig wie an Halloween, mehr bitter-sweet, wie Campari und Liebe eben auch schmecken können. Happy Kieran! Wir sind mit ganzem Herzen bei dir, mit Haut und Haaren ;-)

Und ihr, wie habt ihr mit Valentina oder Valentin den hochgepriesenen und gerne als den hoch kommerziell-extraignorierten 14. Februar verbracht? So wie jeden Tag im Jahr ;-) täglich mit roten Rosen, Kerzenlicht und Komplimenten?

Skippr möchte es ja gerne wissen, auf welcher Etappe der vierteiligen Herzreise ihr mitreist und was euch besonders gefallen hat. Meldet euch, falls Lust dazu! Sonst lernt mal Taxifahren! Skipperin wüsste wie.

Auf Herzreise mit resQshock - Stromstoss für’s Leben

Jedes Taxi kann!
Wenn jeder Laie in den ersten drei lebensrettenden Etappen Notfallhilfe leisten kann, kann das dein Gegenüber auch. Auch wenn er keine Ausbildung hat. Zum Telefon greifen kann er, das Herz drücken auch.

Doch was, wenn Nachbarn weg, Kids in der Schule  oder der Laden zu: dann ist das dichte Netz an Taxis in der Schweiz eine Möglichkeit vor Ort, den Herzkreislauf mit einem Stromstoss zu retten. Das Ziel, so schnell wie möglich die Dichte an Defibrillatoren zu verdichten, an dem arbeitet resQshock unter anderen mit Partnern wie die Taxiunternehmen. Wer ist interessiert, sich darüber zu informieren? Es kostet wenig, Menschenleben zu retten, unterwegs ist ein Taxi sowieso. Platz braucht es auch kaum. Etwas Ausbildung tut gut. Auch das kann resQshock anbieten: alles aus einer Hand, wenn es um Notfallszenarien, -installationen und -hilfe bei Herzkreislaufstillstand geht. Referenzen haben wir gesammelt, zusammen mit dem Verband Taxi Suisse, damit ein Erfahrungsaustausch möglich wird. Also, Taxi Driver, die ihr mit Herzmenschen durch die Schweiz rollt, meldet euch am besten via Telefon  -  dann seid ihr im wahrsten Sinne des Wortes für sichere Menschenleben am Fahren. 

Die sinnvolle und visionäre Initiative, Taxifahrer als Herzretter auszubilden, entstand in Deutschfreiburg, bei Wieland Taxi in Murten und wurde mit resQshock ins Leben gerufen.

Teil 3 - Eveline & Alessandro

They hit the road – sie machten sich vor langer Zeit auf eine gemeinsame Herzreise auf, die durch dick und dünn, von Österreich ins Tessin nach Meyriez geführt hat. Unter ihnen bleibt vieles kurzweilig und bewährt, weil sie sich nie verloren haben. Alessandro musste zwar zu Beginn auf Eveline warten, bis es bei ihr gefunkt hat – sprich, Zeit für ihn hatte;-) Wie schön, hat der Glückspilz gewonnen und sie ihre Prinzenrolle gefunden. Das Feuer ist nicht erloschen, weil Beide nie vergessen haben, aufeinander zu fliegen. Dies als eingespielte Crew mit flügge gewordenen Kindern. Ein paar Tipps dazu bekommt ihr im dritten Teil ans Herz gelegt – der damalige  Ehevorbereitungskurs, wie es die alte Heimat Österreich gesetzlich vorgab, haben Eveline und Alessandro in ihre eigenen Worte gefassst.


www.resqshock.ch

 

Teil 2 - Indra & Pesche mit Klein’ Ena

Amor’s Pfeil traf sie mitten ins Herz: Indra & Pesche
Auf der zweiten Etappe der skippr Herzreise steigen Indra & Pesche mit Klein’ Ena ein. Auch wenn hier behauptet wird, es hätte keine Eroberung im Sturm gegeben. So windstill war es nicht, denn Amor’s Pfeil hatte perfekten Rückenwind. Beiden Herzmenschen war klar, dass da was flattert, was höher und länger fliegen wird. Nach sechs Stunden am Strand mit aufziehendem Sommerwind waren zwei Herzen für einander am Brennen. Sie sind mittlerweile als Familie verbunden – bald mit eigenem Haus und Garten, ein grosser Herzwunsch, der nun in Erfüllung geht. Wenn das kein Volltreffer ist!

 

Teil 1 mit Marie-Louise und Alois

skippr hat sie gefunden, ohne Algorithmen oder Matching Points aus einer Dating-Plattform, doch wahrhaft und lebendig unter uns in Deutschfreiburg! Vier herzerwärmende Liebesgeschichten aus vier verschiedenen Leben, von Menschen wie ihr sie alle kennt. Wie sich die Herzen von Marie-Louise und Alois gefunden haben, wann ihnen heute noch warm ums Herz wird, oder wann es zu rasen beginnt, erzählen sie auf dem Weg nach Liebistorf. Dass alte Liebe nicht rosten muss, dafür sind die Beiden in ihrem Juwelenjahr schönster Beweis. Doch seht gleich selbst, die Herzreise startet hier mit Teil 1:

Ein Wort von Skipperin - Herzreise 3/4

Was lange währt, bleibt gut: Eveline & Alessandro

They hit the road – sie machten sich vor langer Zeit auf eine gemeinsame Herzreise auf, die durch dick und dünn, von Österreich ins Tessin nach Meyriez geführt hat. Unter ihnen bleibt vieles kurzweilig und bewährt, weil sie sich nie verloren haben. Alessandro musste zwar zu Beginn auf Eveline warten, bis es bei ihr gefunkt hat – sprich, Zeit für ihn hatte;-) Wie schön, hat der Glückspilz gewonnen und sie ihre Prinzenrolle gefunden. Das Feuer ist nicht erloschen, weil Beide nie vergessen haben, aufeinander zu fliegen. Dies als eingespielte Crew mit flügge gewordenen Kindern. Ein paar Tipps dazu bekommt ihr im dritten Teil ans Herz gelegt – der damalige  Ehevorbereitungskurs, wie es die alte Heimat Österreich gesetzlich vorgab, haben Eveline und Alessandro in ihre eigenen Worte gefassst.

Die abschliessende Fahrt der vierteiligen Herzreise führt zu Romeo. Er weiss haargenau, was er von Herzen geben will und in einer Beziehung erwartet, findet der junge Coiffeur seinen nächsten Valentin. Bei Drehschluss war er noch nicht unter der Haube. Seine eigene Herzreise beschreibt im vierten Teil Kieran aus Murten.

Diese Herzgeschichten entstehen mit der Firma resQshock – Stromstoss für’s Leben

Ein Herzstillstand gehört zur häufigsten Todesursache. Jede Stunde pro Tag stirbt in der Schweiz ein Mensch an plötzlichem Herzstillstand. Dass im Tessin fast in 6 von 10 Fällen Leben gerettet werden können, lässt hoffen.

Für resQshock ist es ein erklärtes Ziel, dass die Deutschschweiz auch in Bewegung kommt. Hier liegt die Rettungsquote nämlich nur bei 5%. Dabei könnte es funktionieren, wenn die fünfgliedrige Rettungskette zusammenspielt: Neben Hilferuf bei den Rettungskräften, sofortiger Ersthilfe mit Herzmassage und einem dichten Netz an Defibrillatoren, die mit ihrem rettenden Stromstoss, den Herzschlag normalisieren können, wäre dem Notleidenden oft viel geholfen, bis die Rettungskräfte vor Ort eintreffen. Um diese sinnstiftende Mission umzusetzen, ist resQshock mit Aufklärung, Ausbildung und Beratung in Wahl & Einrichtung von Defibrillatoren ein geschätzter Partner. Immer mehr wird sich die Öffentlichkeit der Wichtigkeit erster Herzhilfe bewusst. Aber kleinere oder grössere Unternehmen, Freizeitveranstalter, Sportclubs und Private, die als First Responder agieren möchten, kennen die Überlebenschance, wenn ein Herz plötzlich still steht. Dass niemand mehr am Herzstillstand sterben muss, das bewegt resQshock!

Die sinnvolle und visionäre Initiative, Taxifahrer als Herzretter auszubilden, entstand in Deutschfreiburg, bei Wieland Taxi in Murten und wurde mit resQshock ins Leben gerufen.

Weitere Informationen
www.resqshock.ch

 

Teil 2 - Indra & Pesche mit Klein’ Ena

Amor’s Pfeil traf sie mitten ins Herz: Indra & Pesche
Auf der zweiten Etappe der skippr Herzreise steigen Indra & Pesche mit Klein’ Ena ein. Auch wenn hier behauptet wird, es hätte keine Eroberung im Sturm gegeben. So windstill war es nicht, denn Amor’s Pfeil hatte perfekten Rückenwind. Beiden Herzmenschen war klar, dass da was flattert, was höher und länger fliegen wird. Nach sechs Stunden am Strand mit aufziehendem Sommerwind waren zwei Herzen für einander am Brennen. Sie sind mittlerweile als Familie verbunden – bald mit eigenem Haus und Garten, ein grosser Herzwunsch, der nun in Erfüllung geht. Wenn das kein Volltreffer ist!

 

Teil 1 mit Marie-Louise und Alois

skippr hat sie gefunden, ohne Algorithmen oder Matching Points aus einer Dating-Plattform, doch wahrhaft und lebendig unter uns in Deutschfreiburg! Vier herzerwärmende Liebesgeschichten aus vier verschiedenen Leben, von Menschen wie ihr sie alle kennt. Wie sich die Herzen von Marie-Louise und Alois gefunden haben, wann ihnen heute noch warm ums Herz wird, oder wann es zu rasen beginnt, erzählen sie auf dem Weg nach Liebistorf. Dass alte Liebe nicht rosten muss, dafür sind die Beiden in ihrem Juwelenjahr schönster Beweis. Doch seht gleich selbst, die Herzreise startet hier mit Teil 1:

Ein Wort von Skipperin - Herzreise 2/4

Amor’s Pfeil traf sie mitten ins Herz: Indra & Pesche

Auf der zweiten Etappe der skippr Herzreise steigen Indra & Pesche mit Klein’ Ena ein. Auch wenn hier behauptet wird, es hätte keine Eroberung im Sturm gegeben. So windstill war es nicht, denn Amor’s Pfeil hatte perfekten Rückenwind. Beiden Herzmenschen war klar, dass da was flattert, was höher und länger fliegen wird. Nach sechs Stunden am Strand mit aufziehendem Sommerwind waren zwei Herzen für einander am Brennen. Sie sind mittlerweile als Familie verbunden – bald mit eigenem Haus und Garten, ein grosser Herzwunsch, der nun in Erfüllung geht. Wenn das kein Volltreffer ist!

Demnächst spielen wir die dritte Route auf dem Weg nach Liebistorf ab: Der Zwischenstopp auf der Herzreise findet bei flügge gewordenen Eltern statt, die sich rechtzeitig überlegt haben, was zu Zweit Spass macht, welche Herzangelegenheiten verbinden, und was ausser der Brutpflege zusammenhält, wenn der Nachwuchs ausgeflogen ist.

Diese Herzgeschichten entstehen mit der Firma resQshock – Stromstoss für’s Leben

Herzflimmern? Gerät dein Herz aus dem Takt, braucht es blitzartig einen resQshock. Der lebensrettende Stromstoss unterbricht das Flimmern, ermöglicht dem Herz das rhythmische Schlagen, rettet dein Leben und deine Lieben.

Wusstet ihr, dass diese Art von Herzkreislauferkrankung laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei weitem die häufigste Ursache für den vorzeitigen Tod ist? Obwohl dieser Notfall nur 1 bis 2% aller Einsätze eines Rettungsdienstes ausmacht, sind in Europa täglich etwa 2'000 Personen von einem Herzkreislaufstillstand betroffen - davon betrifft es 24 Schweizer, täglich pro Stunde ein gestorbenes Herz.

Die Firma resQshock betreut schweizweit viele weitere Partner und dankbare Kunden, die der Mission für eine Welt folgen, in der niemand mehr am plötzlichen Herztod sterben muss.

Die sinnvolle und visionäre Initiative, Taxifahrer als Herzretter auszubilden, entstand in Deutschfreiburg, bei Wieland Taxi in Murten und wurde mit resQshock ins Leben gerufen.

resQshock – Der lebensrettende Stromstoss deines Herzes

Weitere Informationen
www.resqshock.ch

 

Teil 1 mit Marie-Louise und Alois

skippr hat sie gefunden, ohne Algorithmen oder Matching Points aus einer Dating-Plattform, doch wahrhaft und lebendig unter uns in Deutschfreiburg! Vier herzerwärmende Liebesgeschichten aus vier verschiedenen Leben, von Menschen wie ihr sie alle kennt. Wie sich die Herzen von Marie-Louise und Alois gefunden haben, wann ihnen heute noch warm ums Herz wird, oder wann es zu rasen beginnt, erzählen sie auf dem Weg nach Liebistorf. Dass alte Liebe nicht rosten muss, dafür sind die Beiden in ihrem Juwelenjahr schönster Beweis. Doch seht gleich selbst, die Herzreise startet hier mit Teil 1:

 

 

Ein Wort von Skipperin - Herzreise 1/4

Auf Herzreise mit Marie-Louise und Alois

skippr hat sie gefunden, ohne Algorithmen oder Matching Points aus einer Dating-Plattform, doch wahrhaft und lebendig unter uns in Deutschfreiburg! Vier herzerwärmende Liebesgeschichten aus vier verschiedenen Leben, von Menschen wie ihr sie alle kennt. Wie sich die Herzen von Marie-Louise und Alois gefunden haben, wann ihnen heute noch warm ums Herz wird, oder wann es zu rasen beginnt, erzählen sie auf dem Weg nach Liebistorf. Dass alte Liebe nicht rosten muss, dafür sind die Beiden in ihrem Juwelenjahr schönster Beweis. Doch seht gleich selbst, die Herzreise startet hier mit Teil 1:

Fortsetzung folgt: An der nächsten Haltestelle auf unserer Herzreise nehmen wir ein junges Paar zu Dritt, beinahe zu Viert, mit auf Herzreise – und glauben tatsächlich an die Liebe auf den ersten Blick, und dass Amors Pfeil tatsächlich mitten ins Herz treffen kann.

Diese Herzgeschichten entstehen mit der Firma resQshock – Stromstoss für’s Leben

Herzflimmern? Gerät dein Herz aus dem Takt, braucht es blitzartig einen resQshock. Der lebensrettende Stromstoss unterbricht das Flimmern, ermöglicht dem Herz das rhythmische Schlagen, rettet dein Leben und deine Lieben.

Wusstet ihr, dass diese Art von Herzkreislauferkrankung laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei weitem die häufigste Ursache für den vorzeitigen Tod ist? Obwohl dieser Notfall nur 1 bis 2% aller Einsätze eines Rettungsdienstes ausmacht, sind in Europa täglich etwa 2'000 Personen von einem Herzkreislaufstillstand betroffen - davon betrifft es 24 Schweizer, täglich pro Stunde ein gestorbenes Herz.

Die Firma resQshock betreut schweizweit viele weitere Partner und dankbare Kunden, die der Mission für eine Welt folgen, in der niemand mehr am plötzlichen Herztod sterben muss.

Die sinnvolle und visionäre Initiative, Taxifahrer als Herzretter auszubilden, entstand in Deutschfreiburg, bei Wieland Taxi in Murten und wurde mit resQshock ins Leben gerufen.

resQshock – Der lebensrettende Stromstoss deines Herzes

Weitere Informationen
www.resqshock.ch

 

Ein Wort von Skipperin

Sparsuppe im Januarloch

Kaum ist der blue monday vorbei, Schneeweekends mit Schümli verdaut, die Flut an Rechnungen überstanden, kündigt sich die 1. Ebbe des Jahres an: Es ist pünktlich zum Monatsende des grossen Januarlochs der skippr-Sparsuppen-Tag.

Wusstet ihr, dass der dritte Montag im Januar blue monday heisst? Es sei DER Montag, der hässlichste des Jahres, die vielen Feiertage in Ferne, die eben erst gefassten Vorsätze weit weg, das Leere nah, weil nichts am Horizont angekündigt sei, ausser: nichts als Kälte, Arbeit, alkoholfreier Ramadan und kein neuer Grund zum Feiern in Sicht. Skipperin würde dem vehement widersprechen, man soll die Feste feiern wie sie fallen – sogar mit Sparsuppe zum Monatsende.

Dieses Mal stammt das Rezept von einer Exilbaslerin, die ihre Heimat schon Jahrzehnte lang hier in Deutschfreiburg hat, den Basler Stab an einer filigranen Kette aber immer noch am Hals trägt. Wir verzeihen ihr ;-), denn wir lieben die Basler und ihren Zolli, ihre Leckerlis und ihre Mehlsuppe, auch ohne Fasnacht. Es braucht übrigens nur Mehl, Butter, Bouillon und etwas Käse – billiger geht nicht, was den Bebbis teuer ist!


Das Bild ist ein Fake der Mehlsuppe, aber bei der Deutschfreiburger-Baslerin entstanden.

Ein gepflegtes Rezept unter allen Chefkochs, Bossis und Foobys gibt es hier.

Wer als Sensler oder Seeländer den schönen Basler-Dialekt aushält, darf die Mehlsuppe in Video & Audio lernen, auch ohne Kalbsfuss, der da hier noch mitguslet: YouTube

Sparsuppenkaspar-Interaktion:
Für alle waschechten und eingewanderten Deutschfreiburger: Helft mit in der skippr-Sparsuppen-Rezeptsammlung 2019! Meldet euch bei skippr mit euren Rezepten für die weiteren 11 Monate des Jahres! Ein Beispiel wäre doch die heimische Soupe au chalet, die tönt auch nach sparsam, weil sie nach ausgedünntem Fondue aussieht – aber lehrt Skipperin und uns was Besseres! Hier die ultimative Rezept-Linie für eure Sparsuppen 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

Skipperin vor Marie Kondo – der Trendsetterin in Ordnung

Ihr mögt euch vielleicht erinnern an den Skipperin-Beitrag „Von Vielem zu viel“, der unseren Überfluss an Sachen und die Overdose an Gedanken thematisiert hat. Und wie es zum ordentlichen Aufräumen und Entmisten mit der Kondo-Methode kommt. Das ist ein halbes Jahr her mit dem Versprechen, das Zuwenig käme schon noch.

Dieser Blog aus dem trendigen Deutschfreiburg ist so erfolgreich, dass es Marie Kondo bis zu einer eigenen Netflix-Serie gebracht hat ;-) Nicht schlecht denkt Skipperin, die von ihrer Ma zum Aufräumen à la Kondo animiert wurde.  Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, wenn sich eher Sammler und Jäger zum Charakter gesellen und japanische Wurzeln sehr weit weg sind. Aber beruhigend zu wissen, dass wir Schweizer eh’ Weltmeister im Entsorgen sind, zum Glück!  

Derzeit heisst es also: Nach mir die Kondo und mit ihr findest du auch das Zuwenig.

Laut der aktuellen Presse sind die Schweizer derzeit so am Entsorgen, dass Brockenhäuser und Dechettieren überhäuft werden mit Dingen, die mehr als ein halbes Jahr nicht beachtet, gebraucht oder getragen wurden. Säcke voller Kleider, volle Sperrgut-Abfuhren und Papier à gogo. In gängigen Trend-Newslettern aber auch von Annabelle bekommt Marie Kondo lobende Beiträge für ihre wirklich einfache Art und simple Anweisung, zu entmisten und sich von Material zu befreien. Ein Ritual, das auch Seele und Geist reinigt, und das übrigens alles sechs Monate wiederholt werden sollte. Kleider, die zu gross sind, immer zu klein bleiben würden oder nicht mehr gefallen, können übrigens verkauft oder verschenkt werden. Das macht als Geschenk an die Freundin oder als Sackgeld aus dem Second Hand doppelte Freude.

Bis zur Wiederholung des Rituals kann sich Skipperin mehr oder weniger an die Kondo-Regel halten. Würde sie nicht jede noch so kleinste Karte von Weihnachten bis Ostern sparen, jedes Jöh-Föteli oder spannenden Zeitungsartikel für später aufbewahren, und die Socken statt wurstig einzurollen, flach gefaltet und als Fächerstapel in die Schubladen verstauen. Das dreiteilige Zusammenlegen von Shirts und Tüchern funktioniert bei mahnendem Reminder an das Ritual dann wieder von selbst.

Um genug Sauerstoff in den nächsten Tauchgang des Ausmistens zu kriegen, wäre wohl die Netflix-Serie hilfreich. Hier der tränenreiche Trailer dazu, weil Entsorgen ja auch Sorgen des Abschieds bedeutet:

Ein Wort von Skipperin

Weihnachtsshopping à la minute und als Erlebnis – 3/3

Die Tüten werden zahlreicher, fehlen noch die Geschenke für Ma’ und Pa’, den grossen Bruder und ja, vielleicht findet unser Youngstar-Shopper etwas für sich selber. Man gönnt sich ja sonst nichts;-)

Gut beraten ist, der sich beim Einkaufen im Fach-Laden nicht einfach die Inspiration holt, aber auch hier kauft – es gäbe „schins“ so Schlaumeier, die nach der Fach-Beratung ins Online-Netz gehen und sich dann ärgernd in Lieferschwierigkeiten oder Retouren verstricken. Zum Glück geht das Fünf vor Weihnachten nicht mehr und während dem Jahr hoffentlich auch seltener, weil sensibilisiert.  

Lässt sich doch lieber von Adventslichtern einer romantischen Innenstadt verzaubern– die Läden leuchten mit wundervollen Schaufenstern bis kurz vor der Bescherung um die Wette und laden ein, ins Warme zu treten. So geht das. Gegen den Strom beim Anti-Surfen.

Was ist nun drin in den Geschenken? Eine chice Wollmütze oder sogar ein Buch, ja eines aus Papier? Ein schöner Staubfänger oder ein edler Tropfen? Die Entscheidung in dieser Prachtsauswahl kann im Stedtli Murten bis am Montag 24.12.18 um 16.00 Uhr gefällt werden.

Bis dahin könnt ihr auch mitlaufen, oder gleich selber auf die Shopping-Tour! Es geht im dritten Teil um warme Hände, ergreifende Geschichten, eine süsse Pause, spanischen Cava – und um das Holtmichhierniemehrraus und das Warumnichtgleichhierbleiben – 365 Tage pro Jahr? Schöne Bescherung ;- !

Ein Wort von Skipperin

Fechtkurs in der Backstube

Kein grüner Daumen, null Zuckerbäckerin in sich, keine Süsse, doch jede Menge Respekt für das grosse Handwerk eines Bäckers: Skipperin durfte einen Blick in die Backstube bei Johann werfen.
En garde, ein Bravo noch treffender, was da abgeht! Da verblasst jedes Mailänderli neben dem frisch gebackenen Panettone, fatto in casa! Der nimmt sich als fauler Teig viel Zeit, ruht scheinbar stundenlang in der Schüssel. Und er wird nach dem Backen aufgespiesst, am Regal kopfvoran ausgekühlt, als gäbe es nichts besseres zu tun, als das Chaubli an der Teppichstange zu machen. Und er wehrt sich nicht mal, fauler Panettone er ist.
Hier das Training aus dem Fechtkurs mit den Panettoni (eine Weihnachtsspezialität wie Kollege Mailänderli aus Mailand):

Ihr dürft gerne nach Rezepten pinterestlen und youtublen, um zum wahren Panettone zu kommen. Skipperin kauft das ein, was sie selber nicht kann, so wie heisse Brötchen backen. Aber gerne Panettone, im knalligen Folienpapier mit Schlaufe. Das Innere am liebsten schlicht gehalten, ohne solche Supplements dazu.
Si si, si chiama Panettone ;-)

Fortbildung: Das Lexikon zum Weizensauerteig-Kuchen, namens Panettone:

https://de.wikipedia.org/wiki/Panettone

 

Ein Wort von Skipperin

Weihnachtsgeschenke à la minute und als Erlebnis – 2/3

Shopping King hat à la minute schon zwei Geschenke auf seinem Weihnachtsbummel gefunden. Nun klopft er seine Kommissionenliste weiter ab. Was er wohl für Nonna, die beiden Nonno’s und für den jüngeren Bruder ausliest?

Wem Ideen und Inspiration fehlen, doch Freude am Schenken aufbringt, gehe entschleunigt und analog einkaufen – selbst, wenn die Zeit bis zur Bescherung knapp, die Auswahl ist üppig. Ja, das ist ein Plädoyer auf die Fach-Läden, die es in Echt gibt, in echten, belebten Innenstädten! Hier gibt es Rat, liebevoll verpackte Geschenke, Praktisches und Verspieltes.

Das kann ein fetter Buddha oder eine ebenso fette Salami sein, ein schlankes Etui oder – sogar die fette Spiegelbrille dazu. Was auch immer in der Tüte landet, unser junger Serienstar David macht es vor, wie effektiv und erlebnisreich das Weihnachtslädele in einem belebten Stedtli Murten sein kann - das gilt im Fall für jede Generation und erst noch bis am Montag 24.12.18 um 16.00 Uhr. 

Schlendert mit im 2. Teil des Films! Es geht um steinalte 150'000 Millionen, jungen Panettone, gut gelagerten Grappa und ein schnittiges Nasenvelo für einen der Blues Brothers.  

Ein Wort von Skipperin

Weihnachtsgeschenke à la minute und als Erlebnis - 1/3

Es geht tatsächlich anders: Für die kleinen Fach-Läden in der Innenstadt, so kurz vor Weihnachten für den analogen Einkauf. Wie im beschaulichen Murten gezeigt, geht der junge Held einkaufen. Er ist zwar sehr spät vor Weihnachten, aber mit vielen guten Gedanken für seine Liebsten gekommen.

Die Post für so Online-Ideen liefert eben rechtzeitig auch nicht mehr aus, aber die Läden und Lädeli , ihre Besitzer und ihr Personal sind bis am 24.12. (und übrigens auch sonst das Jahr hindurch) für die Shopper da. Und das in einer vielfältigen Auswahl! Degustieren hier, schlendern da, sich fachberaten lassen dort, und auf einmal wird das last minute Weihnachtseinkaufen zu einer hocheffizienten Sache und dennoch zum emotionalen Erlebnis. Komplett entschleunigt, weil alle lieb zu einander sind und die Innenstadt friedlich belebt. 

Wer nicht mehr weiss, wie es geht, darf das wirklich bis kurz vor dem Familienfest tun: Da gibt es so viele schöne Verpackungen und kreative Vorfreude zum Schenken, dass du nächstes Mal vielleicht daran denkst, in den Laden zu treten.

Film ab für Inspiration Nr. 1 – es geht um die Frühkonditionierung für gesunden Broccoli und seidenfeine Dessous.

Ein Wort von Skipperin.

Von Vielem zu viel?

Zu viel Arbeit im Garten, zu viele Kippen im Kies, zu viele wasserbefleckte Gläser. Zuviel Sonne, zu viel Stress, zu viele unbequemen Schuhe? Zuviel Haushalt, zu viel Sport, zu viele Feste.

Ein Zuviel an täglichen Kaffeetassen, an Krimskrams auf dem Sideboard und an Kleidern an der Stange, die für die kältere Saison hervorgeholt werden. Zu viele ungelesene Bücher, zu viele Buchstaben im Kopf und Brandlöcher im Teppich.  

Skipperin hat sich heute unterhalten über eine Beobachtung in Gesellschaft: Zu viele Falten, weil zu viele Diäten, zu viel Knie unter dem Rocksaum (weiblich, älter) – Demgegenüber stehen: zu viel Bauch unter dem strammen atmungsaktiven Freizeitshirt, zu viel après-sportliches Bier und zu viele hochtrumpfende Worte in einer geselligen Rentnerrunde(männlich, älter).

Animiert aus dem Gespräch an die Tasten gegangen, auf der Suche nach dem Zuviel. Zu viele Socken mit Löchern, zu viele Schulaufgaben, zu viele hässige Eltern auf der Sonntagspromenade, an den Schultern der ebenfalls hässig gewordenen Kinder zerrend. Zu viel Luft im Schlauch, zu viel im Einkaufswagen, zu viel Plastik entsorgt und leere Bierdosen gesammelt. Zu viele schlechte Nachrichten gehört, zu viel geredet oder geschwiegen und zu viel nachgedacht. Zu viele Resten im Kühlschrank, zu viele geöffnete Gläser vom gleichen, zu viele Legos am Boden und Kilometer auf dem Asphalt.

Wann und was ist denn euch was zu viel – was missfällt euch im Überdruss am Überfluss?

PS: Eine erste schlüssige Antwort hat Marie Konda parat. Sie weiss, wann die Zeit reif ist,  das Zuviel zu entsorgen und platzsparend zu verstauen? Ihre Bestseller-Bücher und Filme gibt es auch auf Deutsch und auf Youtube. Hochempfohlen: Ihre platzsparende Kleiderfalterei – für Regensonntage ist das Zusammenlegen schon fast so erholsam wie Yoga (ausser man hat zu viele Rühreier für zu viele Gäste am Sonntagsbrunch).  

Die ordentliche Superwoman Marie Konda hat nie zu viel des Vielen, denkt Skipperin bewundernd, die räumt vorher auf und gehört nicht zur Spezies der „Jäger und Sammler“ – okay, als Japanerin bist du zur Ordentlichkeit gezwungen, dort ist wenig Platz vorhanden.

www.konmari.com

Skipperin zieht weiter - dem Zuwenig entlang. Fortsetzung folgt.

Ein Wort von Skipperin

Ein allerheiliges Wort von Skipperin – mit Umfrage

Wenn die Kids am Vorabend gruselig verkleidet für Süsses um die Deutschfreiburger Häuser ziehen, wird Allerheiligen auch in Mexiko gefeiert, als Dia de Muertos. Das dauert vom 31.Oktober bis am 2. November, dem Allerseelen. Diese Feiertage sind grosses, kulturelles Erbe im katholischen Mexiko und sind wie der keltische Brauch von Halloween ebenso Festlichkeiten zu Ehren der Verstorbenen.  

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Heute am 1.11.18 wird Allerheiligen gefeiert, in stiller Würde und eingekehrter Andacht. Ein kultureller Vergleich, wie hier und dort an die Verstorbenen gedacht wird, ist dennoch gar nicht so verschroben, wie Skipperin angenommen hätte. Auch wir gehen ans Grab der Verstorbenen, nehmen Schmuck und Gedanken mit und erinnern uns an einen gewesenen Menschen. Die Mexikaner machen es genauso, nur farbenfroher, lauter, mit beleuchteten, tanzenden Skeletten – einige davon als Zuckerschädel für das Friedhofpicknick. Das Thema gründet wie hier im Tod. Sinn des Dia de Muertos ist, Liebe und Respekt gegenüber den Verstorbenen auszudrücken, mit vielen Gaben, Farben und Festen, um das Leben und den Tod zu feiern.

Das mag uns hier makaber erscheinen. Die Idee, die Verstorbenen einmal im Jahr auferstehen zu lassen, ihnen Licht zu bringen, mit ihnen Party zu machen und sie zu uns in die Lebensmitte zurück zu holen, empfindet Skipperin berührend und tröstlich. Wir gehen auch ans Grab, bringen Kerzenlicht mit und erinnern uns an einen Verstorbenen. Meist bleiben wir in stillen Gedanken in uns gekehrt dabei. Passt ja in den Novemberblues und zu unserer Kultur der Abgrenzung, Dinge alleine zu ertragen. Doch die nächsten Stunden kommen auch viele Deutschfreiburger Familien und Freunde zusammen ans Grab ihrer gestorbenen Lieben und feiern eben genau in Gemeinschaft Allerheiligen.

Ein familienfreundlicher Filmtipp zum Allerheiligen: Der Film Coco handelt vom Tod. Er erklärt lebendiger als das Leben den Dia de Muertos - und gibt einen tröstlich berührenden Zugang zu Fragen von Kultur, Familie, Leben und Tod.


Umfrage:
Wie begeht ihr das Fest zum Allerheiligen?
Habt ihr eure eigenen Traditionen?
Dann erzählt sie uns mit einer Sprachnachricht auf Whatsapp unter der Nummer 079 950 15 71 oder mit ein paar Zeilen per Mail auf info@skippr.ch

 

Ein Wort von Skipperin

Anzügliches aus der Werkzeugkiste

Skipperin wird hier etwas anzüglich und bittet jetzt schon um Entschuldigung. Aber was bitte sollen ein Engländer, ein Dietrich oder ein Franzose in ihrer Werkzeugkiste? Und warum gehört ein Nippelspanner, ein Ausreiber oder ein Rohrexpander dazu? Sie denkt grad, der Stechbeutel trifft direkt in ihre Hirnzellen und fragt euch, was ein Spanner, ein Zappel oder eine Konterpunze bei ihr karisieren wollen – Mutternsprengen oder direkt einen Knipp an den Kinnhacken?

Einen Streichelzoo aus Bär, Hahnenschlüssel, Kuh- oder Geissfuss besitzt Skipperin auch nicht – sie kennt zwar den Fuchsschwanz von Nahe, fürchtet sich aber vor vielen Hunden, alle auf den Namen Tasso horchend, also ein Bitte zum Zweiten.

Romantischer könnte es dennoch werden, wenn ihr jemand einen ganzen Planeten oder einen Sammethaken schenkt (gerne den Mars, Skipperin’s Sternzeichen gleich und die Hacken am liebsten 8 cm hoch, in Plateauversion).Winterbikini-Figur in Spe: Wer unter euch hat denn eine Fettpresse oder eine Bauchzange nötig, ausser er will mit dem Universalabzieher etwas abnehmen?

Skipperin ruft zum harten, aber fairen Gefecht auf mit Skelettpistole, Haue oder Knarre und lässt das Justorium oder den Fäustel walten:

skippr startet an dieser Stelle in Bälde ein sehr ernstes Fach-Quiz über das ABC von Werkzeug, dessen Auflösung in Abständen mit sehr viel Lerneffekt folgt. Doch das geht nur mit Liliane. Sie ist sehr schlau mit den Ausdrücken und den Gegenständen, die sich dahinter verbergen und ihren wertvollen Dienst leisten. 

Teilnahmebedingungen

Mitmachen dürfen im Fall keine Fachleute vom jeweilig hochgeschätzten Handwerk, wir vertrösten euch mit einem nigelnagelneuen Bürogummi. Echt gerne geschehen, und bitte mit  Berufs- und Adressangabe, damit wir wissen, wohin Skipperin den Bürogummi hinschicken darf.

Alle anderen, die nie im Leben ein Werkzeug brauchen, ab in die Kiste ;-) in die Quiz-Kiste! Schon bald geht es los.

Ein Wort von Skipperin

Tag der "Wasserglassa" - der multifunktionale Eiswürfel

 

Mögt ihr den Schokoladenspitz einer Rakete auch als erste gierige Handlung abzubeissen? Skipperin meist noch mit Papier am Stiel, weil so dressiert worden. Die Rakete ist für Skipperin DAS typische helvetische Wassereis, die wie die dümmlich-praktischen Adiletten zum Sommer in der Schweiz gehört (Sorry, heute sind Ipanema-Havaianas eher die Frage nach dem guten Stil). Die Originalrakete gibt es übrigens nicht an der Migrolino-Tankstelle, die haben ihre orange M-Eigenmarke. Auch fein. In der Käsi früher oder aktuell bei boomenden, sophisticated Eis-Manufakturen gibt es Wassereis, mit Vanille-Eiscrème gefüllt. Auch fein.

Heute am Tag des Wassereises jedoch geht es um den multifunktionalen, puren oder zuckerhaltigen Einsatz eines Eiswassers (was ja auch einem Wassereis entspricht): Der profane Eiswürfel in Haus, am Herd und im Hals. 
 
Skipperin's best ice cube' list lautet:

Eiswürfel gefüllt mit Beeren zum Himbeer-Sirup, im Hugo oder Gin Tonic
Eiswürfel gefüllt mit Gummibärchen zum Süggelen, als Notmassnahme bei fehlendem Kindernachtisch
Eiswürfel gefüllt mit Ingwerstückchen gegen Halsweh oder Katernachbrand
Eiswürfel gefüllt mit Prosecco für den Campari-Bicicletta
Eiswürfel gefüllt mit Fruchtzwergen für das Kinder-Frühstück
Eiswürfel gefüllt mit Limetten oder Zitronen für die Granità zum Frühstück alla siciliana

Eiswürfel pur auf geschwollene Augenlider, weil zuviel gepartytigert oder geweint
Eiswürfel pur mit Gurken-Yoghurt-Maske vermischt für verbrannte Schultern
Eiswürfel pur in die Kühlbox fürs Picknick, Kinder-Limonadengeburtstag im Freien
Eiswürfel pur oder mit schwarzen Pfefferkörnern gefroren in das Küchentuch und auf die Küchenablage geschlagen als Crashed Ice im Tomatensaft

Eiswürfel pur als Sofort-Massnahme bei Grillrost-Verbrennung im Ofen
Eiswürfel pur im Tuch gegen Knie-Zahn-und Kopfschmerzen - unbedingt pur verwenden, weil Gummibärchen hassen Wehweh's und laufen trostlos über die Verletzung aus und davon.)
Eiswürfel egal, ob pur oder gefüllt, direkt aus dem Gefrierer als Nothilfe ohne Tuch gegen Wespen, Quetschungen und Prellungen - die auslaufenden Gummibärchen trösten bei dieser Massnahme die Seele auch aufgefroren ;-) 
 
Wer gar keinen Eiswürfel-Würfel-Behälter oder eine Eismaschine besitzt: Praktisch ist, den Gefrierer mit Urschweizer-Raketen voll zu stopfen - Erbsen- und Spinatbeutel gehen zwar auch. Aber zum heutigen 
weltweiten Wassereistag gilt: bastelt eure eigene Haus-Rakete und füllt den Gonschelatör mit Eiswürfeln!
 
Habt ihr weitere Ideen?
 
PS: Und die an der nicht im Migrolino Tankstelle gekaufte Originalrakete geht in jedes Getränk, an jede Stirn und in jeden Rachen.

Ein Wort von Skipperin

Bügeln mit Sissi 

Bei Sissi entsteht der Eindruck, als käme Franzl gleich um die Ecke und küsse sie an der Hand. Oder würde ihr hinterher reisen in ihre geliebten Berge, wo er doch so viele Probleme mit den Ungaren hat.

Dabei, Franzl liess seine Gewänder ganz bestimmt nicht bei Sissi bügeln, aber von Zofen oder Wäscherinnen am Hof. Aber 2018 tut es Sissi. Nicht für Franzl alleine, aber für Fritz und Fred - und die gesamte weibliche Deutschfreiburger Gemeinschaft.

Skipperin thematisiert in ihrem heutigen Wort das Bügeln. Das Glätten. Eine inspirierende und beruhigende Tätigkeit, die yogamässig und insichgekehrt genau jetzt im Hochsommer deftig zum Schwitzen bringt. Ausser frau tut es 6.00 Uhr morgens und tief im kühlen Keller.

Für Sissi ist Glätten auch Bügeln, auf Deutsch gesagt. Auch heiss, und immer faltenfrei. Mit modernsten Maschinen, die eine profane Laura bei Skipperin zu Hause vor Neid erblassen lässt. Ja, Laura, die muss sich sputen, um da im Privathaushalt mithalten zu können. Oder Skipperin bügelt nie mehr und bringt die Wäsche nur noch und direkt zu Sissi. Denn hier wird ja auch gewaschen, was zu Hause zu heikel scheint. Und wie gesagt, immer faltenfrei - so ganz im Trend ewiger Frische und Jugend! Zu überlegen, ob es eine Bügelmaschine nicht auch für die Haut um die Kniescheiben gäbe. 

Bleiben wir beim Glätten. Frische Bettwäsche gibt gebügelt einen Fünfsternehotel-Hauch zu Hause. So mit Nachtwäsche drüber drapiert, mit Taille wie ein Barbiepüppchen. Die Bettwäsche schafft Laura noch. Durch vier Lagen mit Hochdruck-Dampf. Aber ein Besuch bei Sissi ist eben fröhlich, witz- und komplimentgeladen, immer voll mit lachendem Leben, wie es die stumme, dampfende Laura trotz gutem Entkalken und Zureden partout nicht will. Laura kann übrigens auch keine Austriazismen.

Sissi schon, astrein, gespickt mit waschechten, jahrelang gelernten Senslerausdrücken. Laura hat noch nie ein Wort über das tolle Stück verloren, über das sie glättend fahren darf. Sissi hingegen hat immer ein bewunderndes Wort offen für Outfits, die nur bei ihr gewaschen und gebügelt werden dürfen. Und sogar für deren Trägerin.

Das macht es wohl aus, dass Skipperin fast wöchentlich ein Stück zum Reinigen bringt. Hauptsache, Sissi hofiert. She makes your day. Ein glättender Aufsteller, dankbar dafür.

Vielleicht macht es auch die Verpackung aus, am schaumstoffüberzogenem Bügel, in Plastik gehüllt, dass das Kleid fast zu schade zum Tragen wird, wie grad neu gekauft. Oder ist es das Tempo, wie schnell aus einem runzligen (Männer)Hemd ein glattes wird? Okay, Runzeln zeugen bei allen Männer von einem prägenden, abenteuerlichen Leben. Und je mehr davon, je besser. Stellen wir uns Clint Eastwood mit gebügeltem Hemdkragen zum gegarbten Runzelgesicht und staubigen Boots vor!  

Vielleicht liegt es am Dampf, mit dem Sissi mit ihrer aufgestellten Energie den Kunden und ihren Kleidern einheizt? Es muss die Kombination sein: Maschine, Mensch und die wertvolle Zeit beim Bringen und Abholen des Gewandes.  

Für Sissi’s Arbeit, die hier persönlich hochfeierlich hochgelobt und gewürdigt wird, gilt: Keine Narben, keine Falten, aber frisch und blütenrein wie unsere weisse Sommerweste. Unverschwitzt verschmitzt, sagt Skipperin im Namen aller feschen Fetzen an Mann und Frau: 

Küss' die Hand Sissi!

Ein Wort von Skipperin

Von vielen Menschen & vielen reiselustigen Menschen

Die Skipperin weiss nun, warum so viele Einheimische weg und weit in die Ferien fahren (müssen): Es hat zu viele Menschen hier. Was im Alltag 10 Minuten dauert, geht nun drei Mal so lang: Das Anstehen an der Laden-Kasse (zum Glück ist bis Oktober auch sonntags offen), drei Mal länger von A nach B kurven (Strassenbau hat Hochsaison), drei Mal länger einen Ankerplatz finden, weil es von auswärtigen Schiffen wimmelt, drei Mal mehr ellböglen für ein freies SUP, drei Mal länger telefonieren, sprich warten für einen freien Tisch im Restaurant. Dreifach länger auf Gärtner oder Handwerker plangen, die sind ja in den hiesigen Feriendomizilen oder für die Festivalveranstalter beschäftigt, und sogar das Tanken geht drei Mal länger: Ergiebiger Ortsverkehr & volle Campings machen das möglich.

Die Skipperin fragt sich, ob es anderswo in den Ferien besser aussieht als zu Hause und kommt zum Trugschluss: Jein. In der Fremde braucht es erfahrungsgemäss beim ersten Aufenthalt drei Mal länger, bis sich das Lieblingsrestaurant überhaupt findet, den besten Bäcker, den freundlichsten Barkeeper und den besten Schatten. Und in der Ferne sind Blechlawinen dreifach länger, wird drei Mal härter gekämpft um eine freie Strandliege, beste Panoramasicht oder ruhige Grillstelle. Kommt die dreifach höhere Gefahr von fremden Sprachen und den Missverständnissen im Umgang mit den Eingeborenen, von andersartigen Insektenstichen und Giftpflanzen. Wohl deshalb ist das Wegfahren auch so schön: Das neugierige Erkunden seines gewählten Feriendomizils, die neuen Erfahrungen und Entdeckungen an Licht, Duft, Tönen, Kulinarik und Klima. Die haben wenig mit einer nervlichen Zerreissprobe zu tun, ausser man spannt in den Ferien nicht aus, sondern an – weil es dort zu viele Menschen auf einen Haufen hat. 

Was den vielen reiselustigen Menschen gemeinsam bleibt, sind viel Arbeit und eine Hochsaison mit hoffentlich frohen Geschäften und Kunden, grosse Entdeckungslust mit wertvollen Geheimtipps (die morgen keine mehr sind) und eine Menge Neues – auch durch die Sonnenbrillen der vielen anderen reiselustigen Menschen. Dafür lohnt es sich doch drei Mal länger zu warten und sich dreifach zu gedulden, findet Skipperin.

Beweismaterial gesucht:

Falls ihr dem zustimmt, dann her mit euren Bildern! Schickt uns Handyschnappschüsse von wo auch immer, am liebsten von Orten, wo es viele Reiselustige, so viele Menschen wie Ameisen hat. Skippr & Skipperin freuen sich und danken euch jetzt schon. Whatsapp 079 950 15 71 oder info@skippr.ch

Ein Wort von Skipperin

Eine Ode an das Selfie

Bisher war das Phänomen des zu langen Armes auf Fotografien bei vielen anderen Menschen als bei Skipperin zu beobachten. Selfies sind etwas peinlich, weil da immer die eine Schulter, der eine Arm unnatürlich ins Bild gezerrt stört - ausser es wird deftig am Bildausschnitt gearbeitet, was Jungskipperin mit 14 meisterlich beherrscht. Zur Seite stehen, Lächeln, Lachen, Schnutte schreissen oder sogar trabend auf dem Pferderücken: die Schultern sind nie gleichmässig hoch beim Selfie. Auch wenn die Hände das Handy von oben aufs Gesicht halten.

Selfies sind schon deshalb peinlich, weil scheinbar ein Mensch fehlt, der dich bildlich festhalten will. Einsame Geschichte. Und voll digital, wo die Überraschung im analogen Fotoumschlag ganz verloren geht - Gott sei' Dank, sagt Skipperin. Manchmal.

Das Schöne am Selfie: Kein Mensch, der dich fotografiert, motiviert dich so oder so in die Linse zu schauen. Nein, du bestimmt selbst, wie damals allein auf dem Drehtabourettli im Passfotoautomaten, einfach ohne Münz und Lösch-Taste. Heute gibt es für uns Schwerverbrecher die Wiederholttaste im Automaten, dann bitte ohne Lächeln für die behördlichen Papiere. Und ohne Sonnenbrille im Haar. 

Das Allerschönste beim Selfie ist aber, zuzuschauen, wie ein anderer Mensch ein Selfie schiesst. 

So am Wochenende auf einer Bank mitten in der Stadt an einem jungen Typen beobachtet: 

Augendeckel und Hut xfach drapiert, Winkel geprobt und verworfen, Profil von seitlich und in Front, Schulter schräg, Kopf ebenfalls, Dramaturgie mit Mundwinkel und Augenbrauen - ein Schauspiel! Dabei, er hätte einen Fotografen zur Seite gehabt: Doch der schoss ebenfalls ein Selfie von sich selbst. Statt zu Zweit, jeder für sich allein. Sie gingen immerhin zu Zweit zu Fuss von dannen. 

Das Komischste am Ganzen: Es gibt keine Bilder mehr, auf denen wir uns selber nicht gefallen. So wie früher. Wir sind unsere eigene Zensur geworden: Auf einen Klick löschen und danach im Album "gelöschte Fotos" löschen. 

So schön ist das Selfie. 

Gladiatorin im Gladiolenfeld

Auf der Suche nach Walliser Aprikosen am Strassenrand, eigentlich nach einer mit Zuckermasse gefüllten Muschel, im prächtig-farbigen Gladiolenfeld gelandet. Mit Schnitzer, Autoschlüssel und Münz in den engen Blütenkorridor gelaufen, ohne Tasche, mit offenen Schuhen. Schwarze Erde zwischen den Zehen, Münz und Schlüssel zu Boden, beim ersten Versuch eine Gladiole möglichst tief am Boden zu schneiden. Suchtrupps fehlen, also Schuhe aus, auf den Knien, das Münz und Schlüssel eingesammelt. Schwarze Knie sind das Emblem eines Grossen Moos-Kindes, als Tätowierungen den harten Rockern vorbehalten waren. Schwarze Erde mit Bimsstein auf geschundenen Knien wegreiben, bleibt übrigens als gemeine Folter in Erinnerung.

Doch zurück in die Farbenpracht: Uni, bicolor bis tricolor sind die Gladiolen in allen Nuancen und Farben fangfrisch vom Feld zu 1.20 Franken das Stück gewachsen. Fischt wie mit der Harpune, lediglich mit einem ordinären Küchen-Schnitzer bewaffnet, mit dem Ziel, möglichst alle gleich lang abzuschneiden, möglichst bunt gemischt und möglichst weit in den Korridor rein. Die faulen Pflücker gehen nur ins erste Drittel. Fleissige Skipperin schafft es bis ins dritte, aber im selben Korridor kämpfend, Schuhe, Schlüssel und Münz müssen ja verteidigt bleiben. Schade, hat sie kein Handy für Fotos dabei, aber das ginge nun mit zehn Gladiolenschwertspitzen ganz schlecht. Schwer, etwas sperrig sind sie und da keine Hand frei ist, stellt sich die Frage nach einer Tasche und nach Fotos beim nächsten Mal – vielleicht im Artischockenfeld. (Erst erkundigen, ob die noch zu haben sind...) 10 mal 1.20 Franken bezahlt, zum Glück nicht lange rechnen müssen, barfuss Schnitzer zurückgelegt und überlegt, wie sich das Schruppen der Knie mit dem Bimsstein danach anfühlen wird. Ruppig sagt sie euch!

Legende zum #Blumenbilddasihreucheinfachvorstellenmüsst:
Gladiolus, auch Schwertblume genannt; lat. gladius „Schwert“

Ein Wort von Skipperin

Wo liegt Sommerloch?

Die Medien erstatten weniger Wichtiges, die Zeitungen werden dünner, die Newsfeeds über Promis dümmlicher, die Haut brauner, der Bierbauch mehr und das Konto vom kulturellen Überangebot weniger. Alle reden von Flaute und Sommerloch? Flaute gilt in den ersten Julitagen schon gar nicht, doch wo liegt Sommerloch? Unter dem Klavierdeckel, weil in der lektionsfreien Zeit nicht geübt wird? Im ruhigen Frieden, in dem wir uns dankbar sonnen dürfen, während dem es auf der Welt übel kocht?

In der Geschirrspülmaschine, weil viel auswärts gespiesen wird? Tief im Keller, wo es schön kühl ist, vor dem Gestell mit Schneesportschuhen. Oder liegt Sommerloch weiter oben beim Bügellift, mit dem sich nun Wanderer und Biker unterhalten? In der gekühlten Praxis oder im überhitzten Büro, wo sich die Menschen für ihre wohlverdienten Ferien im Takt abwechseln. Sommerloch könnte auch zwischen den Koordinaten 1 und 31 liegen, der Juli (nicht bei allen Berufsmenschen) ist luftiger als die anderen Monate im Jahr. Oder befindet sich das Sommerloch in den politischen Köpfen, weil keine Sessionen stattfinden und auch Diktatoren in ihren Ferienvillas weilen. 

Wenn Sommerloch ein Ort wäre, wohl kein Ort der kreativen, ruhigen Muse, elektrisiert mit Ibiza-Party? Aber ein friedlicher Ort, der im Sommer zwar wenig attraktiv ist, oder wenig zu erzählen hat? Er muss unter der Trockenhaube stecken, weil sich niemand mehr die Haare trocknen will? Oder im Spinnenetz um den Hockeystecken? Ist Sommerloch ein Ausdruck für das positive Abhängen (Summer-Chill) oder das negative ins Loch fallen (Depression) – oder ein Ausdruck für lange Ferien und für die neu gefundene Rolle als Animator, Kinder attraktiv zu beschäftigen und Zelten am Fluss zu veranstalten – inkl. Schlechtwetterprogramm in Reserve? 

Sommerloch liegt vielleicht in der Asche vom vorgestrigen Grill, tief im Caquelon, wenn der Gluscht nach Fondue höher ist als das erneute „TschTsch alles andere ist Beilage“? Das Sommerloch kommt auf 100. Wenn das Gummiboot zum Trocknen im Garten oder das Plantschbecken von Katzen zerkratzt und der Rasen verdorrt ist oder die Gänseflöhe zugebissen haben. Das Sommerloch wechselt seinen Standort von SummerPresale in SommerSale. Von Sommerblumen auf kurzen Kleidchen zum Bohemian-Trend-Prefallwinter-Blütenkleidchen. Das Sommerloch findet sich im Kinosaal, viele Filme sind ja jetzt openair. Auf der Karte findet sich Sommerloch nie, es kündigt sich nie an. Wie die Sternschnuppen am Sommerhimmel, fällt es vor die geflipflopten Sommerfüsse. Wann, weiss auch Skipperin nicht.

Finden wir die ultimative Antwort? Sommerloch gibt es nicht. Sommerloch ist ein Gefühl.

Ein Wort von Skipperin - Schulschluss

Von glamourösen Klamotten & dicken Karren 

Gel im Haar, Hosenträger über blütenweisser Weste mit zwei weissen Rosen in der Hand: Zwei der Neunteler-Jungs gehen zu Fuss Richtung Schule, die sie noch zwei Tage besuchen müssen. Harmos gerechnet sind es Elfteler-Jungs, und bestimmt werden sie in ein spektakuläres Vehikel steigen. 

 

Der Abschlussball zum letzten obligatorischen Schultag: Ein unvergessliches Gefühl - ein Glückstag, verbunden mit Freude auf die langen Sommerferien und dem Wissen, dass nun, nach neun (elf) Jahren obligatorischer Schulzeit endlich was Neues kommt. 

 

Die einen fahren im pinkfarbenen Hammer oder in der Stretchlimo auf, die anderen auf dem Brügiwagen vom Traktor gezogen. Morgen kommen sowieso alle barfuss zum „Unterricht", verhudelt von der durchzechten Nacht im Party-Outfit: zum Tschüss sagen. Garantiert werden Tränen fliessen (was an der Sause abends davor floss, wollen wir lieber nicht wissen).  

 

Die Best Dresses-Show unter dem Motto „Oscar“ beginnt beim Aussteigen auf dem Parkplatz (der rote Teppich fehlt, schade eigentlich, da dürfte sich die Schule was einfallen lassen). Die Outfits sind atemberaubend mit Schärpen, Organza, Stoffblüten, Frisuren frisch vom Frisör, etwas Kunst an Wimpern und Nägeln und hohen Glitzer-Heels. 

Die Skipperin mag Party mit Glanz und Gloria und muss sich wohl heute schon eine Sparsau zulegen, nächstes Jahr muss sie dafür blechen: für dickes Blech auf vier Rädern und ein anständiges Ballkleid (notabene nicht in China hergestellt). 

Allen Schulabgängern im ganzen Deutschfreiburg ein glückliches Schulende und der beste Sommer eures Lebens - Ihr seid easy going, Gentlemen mit euren Mädels, die ihr ausführt. Möge euch der Tritt von spitzen Schuhen und hohen Absätzen verschont sein.

Ein Wort von Skipperin

Ein Hurra auf die Sommerferien

Ihr verlässt Deutschfreiburg für die Sommerferien? Wie schön-schade! Statt Tourismus-Loblieder auf Berge und Seen und Ausflüge in unserer Region gibt es hier die eine oder andere Erinnerung, bevor ihr in die grossen Sommerferien verreist.

Unvollständige Vorferien-Checkliste:

- den Autocheck beim Garagisten eures Vertrauens: Reifendruck, Ölstand, Scheibenwischer-Blätter, Scheibenwischer-Wasser, Leuchtweste - wie eben demonstriert und lernbar.

- Haar- und Hautcheck beim Frisör oder der Kosmetikerin eures Vertrauens (Farbe, Schutz, Pflege, Produkte).

- Reiseapotheke erneuert, leere Blister entsorgt, eingetrockene Salben entfernt

- Dokumente wie Kreditkarten, ID, auch die eigene (!) einpacken & Ablaufdaten checken

-Rasenmäher und Katzenfütterer und den Eti-Schutzbrief ordern

Um nicht im Schilf stehen zu bleiben: Vertrauen ist gut, Handeln ist besser. Nehmt die Reisevorbereitung also selber an die Hand, für euren entspannten Urlaubsbeginn en famille, zu Zweit oder solo! Oder verreist nicht mit dem Auto. Velo- Wasser- und Wanderwege zu den schönsten Plätzen gibt es viele in der näheren Umgebung.  Das Tourismusbüro in deiner Umgebung hilft auch Einheimischen auf der Suche nach Sommerferien. Womit wir dennoch ein Loblied auf unsere Seen, Berge und den Sommer singen! Schöne Ferien allerseits!

 

An dieser Stelle gibt es in lockerer Folge Themen zu allen Töchtern, Schwestern, Mamis, Grosis und Frauen, Freundinnen, Partnerinnen und Liebhaberinnen dieser Welt – oder sagen wir wenigstens von Deutschfreiburg. Haarfarbe, Alter, Status, Konfektionsgrösse oder Anzahl Kids und Benehmen der Grosskinder unabhängig. 

 

Es wird eine Sammlung aus Lust und Frust, aus dem vollen Leben geschrieben und aus den Märchen erfunden, die das Leben schrieb. Es dürfte auch ein Erfahrungsaustausch von Live Hacks und Hausmitteli werden; best adresses, für was und wer auch immer uns im Alltag beschäftigt. 

Wir legen hier ein Sammelsurium aus Küchenrezepten oder Hirnfutter an, die auch mal ein Mann erfunden haben könnte – denken wir an Jamie oder Einstein. Es könnten Tipps und Tricks aus Styling und Beauty für jedes Alter kommen, Wohnen, Dekoration, Kinderkram und Krimskrams aus Literatur, Musik und Comedy. Diese Rubrik möge immer gefüllt sein mit einer subjektiven Sammlung an News aus Wirtschaft und Hauswirtschaft, aber auch mit spannenden Porträts von Deutschfreiburgerinnen oder einer Auswahl an Festivals, Serien, Theateraufführungen, Premieren und Vernissagen. Selbstverständlich sind die Themen rund um das Weib, das ewig lockt, so spannend, dass auch das männliche Pendant sie gerne liest. Es könnte ja auch um Kurse für Reifenwechsel oder Burlesque für Anfängerinnen gleich um seine Ecke gehen.

 

Die Rubrik nennt sich "Ein Wort von Skipperin" und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit – einer auf dieser Welt weiss es ja bekanntlich immer besser. Und diese Regel gilt auch für Deutschfreiburg. Deshalb sei an dieser Stelle bereits verraten: Eure Besserwisserei ist herzlichst willkommen! Werden wir also interaktiv kommunikativ, wie auf dem Markt beim Einkaufen, digital mit Skippr. Die Skipperin kann sich übrigens bei Fachspezialisten der Region und im weltweiten Netz auch selber schlau machen.

PS: das Männlich formulierte im Deutschen schliesst hier ganz unemanzipiert auch die Frauen ein. Oder findet ihr Skippr und Skipperinnen schöner? SkipperInnen  als Steigerung? Nun, wir nicht.

NB: und ja, wir plädieren für das Analoge im Laden, im Dorf und auf dem Hof und schlendern gerne über den Markt, sind aber nicht gegen das Digitale, Sistas!

Last but not least: allem Deutschen zum Trotz, es kommen hier viele Anglizismen vor.