Are you serious?

Eigentlich würde ich mich freuen am Mittwochabend den Cupfinal zwischen Plaffeien und Ueberstorf schauen zu gehen. Aber in Billens? Zwei Sensler Mannschaften duellieren sich irgendwo in Romont um den Freiburger Cupsieg? Are you serious?

Zufällig ist der Sensebezirk Ehrengast am gleichzeitig stattfindenden Comptoir de Romont, welches an Billens angrenzt. Und was sagen die Broyebezirkler, eh die Glanebezirkler über den Sensebezirk: "Der Sensebezirk ist für uns weit weg" (FN Ausgabe vom Samstag). Ja, genau, Billens ist für uns Sensler auch sehr weit weg. 

Das Erreichen des Cupfinals ist für die jeweiligen Klubs respektive sogar für das Dorf ein Highlight. Ein unvergessliches Abenteuer für Spieler und Staff - ein Spiel, das von Vorfreude, Spannung und Emotionen lebt, und welches vor allem viele Zuschauer anziehen sollte! 

Der Freiburger Fussballverband muss alles unternehmen, dass ein Endspiel für alle Beteiligten zum Erfolg wird. Das ist hier nicht der Fall, denn viele Sensler Zuschauer überlegen sich zweimal nach Billens zu fahren. Und die Romontois? Wollen die wirklich zwei Sensler-Mannschaften beim Kicken zu gucken? Ich glaube nur wenige. Blickt man auf die vergangenen Cupfinals zurück, war das auch dort der Fall: 2016 Romont gegen Gumfens in Murten, 2013 Châtonnaye gegen Murten in Grandvillars etc. 

Der Regionalfussball lebt von der Regionalität. Wieso also bereits vor der Saison den Final-Ort aussuchen? Wieso nicht einfach ein Heimspiel bei einem der Finalteilnehmer (Losentscheid)? Wieso nicht einfach in der geografischen Mitte der beiden Mannschaften (in diesem Fall: Tafers, Düdingen, St. Antoni)? Wieso nicht einfach immer an einem zentralen Ort, z.B. im St. Leonard oder im Birchhölzli, wie das der Fall in der Bundesliga, Premiere League etc. ist?

 

Ein weiterer Zufall: Am Abend vom Cupfinal zwischen zwei Sensler Mannschaften findet zeitgleich am Comptoir in Romont der Sensler Abend mit Trudi Lauper statt. Somit könnten die Gewinner wenigstens nach dem Spiel in der Nähe mit anderen Senslern feiern.

Wahrscheinlich gehe ich troztdem nach Billens. Machen wir das Beste daraus und hoffen, dass sich die Freiburger Fussballverantwortlichen sich etwas überlegen für die nächste Ausgabe 2019 - im Sinne aller Beteiligten.

Text: Lukas Schneuwly

SC Düdingen steigt aus der 1. Liga ab

5:3 Niederlage gegen Naters

Nach einem 2:0 Vorsprung kassierten die Düdinger in der zweiten Halbzeit noch 5 Tore. Auch ein Sieg hätte den Düdingern nichts genützt. Azzurri Lausanne gewann ihr erstes Spiel in der Rückrunde gegen Martigny gleich mit 5:1. 

Seit 2005 spielen die Düdinger das erste Mal also nächste Saison in der zweiten Liga interregional. Wie bereits im Jahr 2009 könnten die Düdinger bei einem allfälligen Rückzug einer Mannschaft aus der 1. Liga die Liga am grünen Tisch trotzdem noch sichern. Dies ist jedoch ein schwacher Trost und zurzeit unwahrscheinlich. 

Freiburger Fussball Cupfinal

Zwei Sensler Mannschaften im Duell

Quelle: Freiburger-Nachrichten, Archiv Kantonsbibliothek (Hier gehts zum Bericht von 2002)

Am kommenden Mittwoch steht der Freiburger Fussball Cupfinal (eigentlich heisst er ja NET+ Cup) in Billens an. Der FC Ueberstorf trifft auf den FC Plaffeien. Lange ist es her, dass sich zwei Deutschfreiburger Mannschaften in einem Cupfinal gegenüber standen. Wir sind in die Archive eingetaucht und haben gefunden: Genau 16 Jahre ist es her, da hiess der Cupfinal auch Ueberstorf gegen Plaffeien. Auf dem Birchhölzli in Düdingen gewannen die Ueberstorfer den Cupfinal mit 1:2. (FN Bericht von 2002)

Der FC Ueberstorf bereitete sich optimal auf die Rückrunde vor mit SPORTING TRAVEL. Film @Yves Grossrieder

Im 2008 konnten die Plaffeier dann den Kübel endlich ins Oberland holen. (FN Bericht von 2008)

Quelle und Bericht: www.freiburger-nachrichten.ch

Seit nunmehr 10 Jahren wartet der Sensebezirk jedoch auf diesen prestigeträchtigen Titel. Immerhin zieht der Sieger in die Hauptrunde des Schweizer-Cups ein, vielleicht sogar gegen einen Superligisten. Das könnte im Herbst der Fall sein.

Cup-Finalspiele der letzten 10 Jahre und Beteiligung von Deutschfreiburger Mannschaften: 

2017 FC Marly (2.) - FC Romont (2.) 0:2 (in Givisiez)

2016 FC Romont (2.) – FC Gumefens (2.) 5:1 (in Murten)

2015 FC Matran (3.) – FC Ueberstorf (2.) 2:1 (im Guintzet)

2014 FC Matran (3.) – FC Murten (2.) 0:1 (in Domdidier)

2013 FC Châtonnaye/Middes – FC Murten (2.) 0:2 (in Grandvillars)

2012 FC Léchelles (3.)– FC Richemond (2.)  5:7 (in Farvagny)

2011 FC Domdidier (3.) – FC Plaffeien (2.) 6:3 (in St. Silvester)

2010 FC Gumefens (2.) – FC Marly (2.) 6:0 (in Châtonnaye)

2009 FC Murten (2.)– FC Farvagny (2.) 1:2 (in Granges-Paccot)

2008 FC Plaffeien (2.) – FC Marly (2.) 2:0 (in Le Mouret)

2005 FC Giffers (3.) – ES Belfaux (2.) 1:0 (in Giffers)

2004 ES Belfaux (2.) – FC Vully-Sport (2.) 1:0 (in Belfaux)

2002 FC Plaffeien (2.) – FC Ueberstorf (2.) 1:2 (in Düdingen)

2000 FC La Tour (2.) – FC Ueberstorf 3:2 (in Farvagny)

Am Mittwoch geht's für beide Mannschaften also um viel. Der Weg in den Final war steinig, aber schlussendlich souverän:

Road to Billens FC Ueberstorf:

1/16 Final: FC Broc (4.) – FC Ueberstorf 1:3

1/8 Final: Haute-Gruyere (2.)– FC Ueberstorf 2:3

1/4 Final: FC Ueberstorf – Ependes (2.) 3:2

1/2 Final: FC Gumefens (2.) – FC Ueberstorf 1:2
 

Road to Billens FC Plaffeien:

1/16 Final: FC Cudrefin (3.) – FC Plaffeien 2:6

1/8 Final: FC Gurmels (3.) – FC Plaffeien 0:1

1/4 Final: ES Belfaux (2.) – FC Plaffeien 3:5 n.E.

1/2 Final: FC Plaffeien – FC Piamont 3:1

Einziger Wermutstropfen ist der Austragungsort des Spieles: Billens! Auf skippr dazu in Bälde mehr...

Goldene Spenglerarbeit

Überbauung Sonnmatt in Murten positiv erwähnt

Der Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz (VDSS) führt im Drei-Jahres-Rhythmus den nationalen Wettbewerb «Goldene Spenglerarbeit» durch. Prämiert werden jeweils besonders anspruchsvolle Spenglerarbeiten und Blechbekleidungen. Am Wettbewerb 2018 nahm auch die Baeriswyl AG aus Düdingen teil.

Verteilt auf die vier Gebäude, wurden bei der Überbauung Sonnmatt in Murten insgesamt 4500m2 Fassade mit Aluminium-Verbundplatten eingekleidet. Das Werk erhielt von der nationalen Fachjury viel Lob und  würdigten die innovative Arbeit. Als Siegerin durfte sich dieses Jahr die Scherrer Metec AG aus Zürich auszeichnen lassen.

Auch wenn es nicht fur den Hauptpreis gereicht hat, nimmt die Baeriswyl AG Effiziente Gebäudehüllen die Erwähnung der Jury gerne als Kompliment entgegen. Die Überbauung Sonnmatt war auf vielen Ebenen eine erfüllende Herausforderung für das traditionsreiche Handwerksunternehmen mit Sitz in Düdingen sowie Filialen in Murten und Plaffeien.

Weitere Bilder auf www.baeriswyl.ch

Abstimmung

Heitenried ist definitiv kein Kaff!

1086 Personen haben abgestimmt und hauchdünn entschieden, dass der Ort im Sensebezirks kein Kaff ist.

Das Resultat zur Frage "Ist Heitenried ein Kaff" ist knapp ausgefallen:

53.2% NEIN (578 Stimmen)

46.8% JA (508 Stimmen)

Ein Brief an den Blick

"Lieber BLICK, Heitenried ist kein Kaff"

Wer hat diesen Text im Blick zu unserem frischgebackenen Schweizermeister Michel Aebischer gesehen? Die ganze Schweiz natürlich... Die grosse Tageszeitung mit den fünf Buchstaben nennt den Geburtsort des Heitenrieder YB-Spielers darin ein "Kaff". Ein "Kaff". Eine unverschämte Frechheit! Wir haben uns entschieden dem Blick einen Brief zu schreiben.

Lieber Blick

Heitenried ist kein Kaff!

Gemäss Wörterbuch ist ein Kaff ein kleiner, langweiliger Ort. Das ist Heitenried mitnichten. Heitenried, Heitenried ist - wie sollen wir es sagen - Heitenried ist eben Heitenried. Klein, aber fein. Langweilig ist Heitenried aber sicher nicht! Immerhin hat es in Heitenried alles, was es in der meisterlichen Stadt Bern auch gibt. Das wollt ihr uns nicht glauben? Hier der Beweis: Bern hat das Münster, Heitenried die St. Michael Kirche; Bern hat Bären, Heitenried hat Kühe; Bern hat den Loeb, Heitenried den Volg; Bern hat YB, Heitenried Seisa 08; Bern hat Alec von Graffenried, Heitenried Bruno Werthmüller; Bern hat das Bundeshaus, Heitenried das Vereins- und Kulturhaus; Bern hat die Reitschulhalle, Heitenried hat auch eine Reitanlage (?!); Bern hat die Aare, Heitenried die Sense; Bern hat den Gurten, Heitenried das Schlossholz; Bern hat das Du Théâtre, Heitenried den Gasthof St. Michael; Bern hat das National, Heitenried hatte den Sternen; Bern hat zu viele Zürcher, Heitenried zu viele Berner; Bern hat das Dahlhölzli, im Heitenrieder Hölzli gibt es auch komische Vögel. Noch Fragen? Von Langeweile kann keine Rede sein.

Wenn Michel Aebischer jetzt aus Selgiswil, Wiler vor Holz oder Schönfels kommen würde, dann hätten wir den Ausdruck "Kaff" mit der Faust im Sack verkraften können. Aber der YB-Mittelfeldspieler kommt aus dem Dorf selbst, aus der City sozusagen.

Heitenried wurde in einer skippr-Abstimmung vor einem Jahr zur drittschönsten Gemeinde Deutschfreiburgs gewählt. Dies ein Detail am Rande. Und ganz ehrlich: in einem "Kaff" gibt es keine so "gailen Sieche" wie diejenigen, die nach dem YB-Meistertitel im Dorfkern von Heitenried stolz dieses Plakat aufgehängt haben:

Hätten die Heitenrieder/innen eine Anbindung ans Schweizerische Bahnnetz oder eine Autobahneinfahrt, dann hätten geschätzte 30 Personen am Tag nach der Veröffentlichung des Artikels vor euren Lokalitäten protestiert.

Lieber Blick, Heitenried ist kein "Kaff". Eine Berichtigung wäre angebracht!

Im Namen vieler Heitenrieder/innen 

Das skippr-Team