Herr Petkovic... Wie wäre es mit Marco Schneuwly?

Brief-Kolumne zur Fussball-EM in Frankreich

Die Schweiz hat gestern das Testspiel gegen Belgien mit 1:2 verloren. Depp des Spiels war unbestritten Haris Seferovic, der wegen Schiedsrichter-Beleidigung mit einer roten Karte vom Platz geflogen ist. Der Nationaltrainer Vladimir Petkovic kündigte nach dem Spiel an, dass dies für Seferovic Konsequenzen haben werde. Je nach Schiedsrichterrapport ist es sogar möglich, dass Seferovic für einige Spiele, wenn nicht die ganze EM gesperrt wird. Das heisst: im Prinzip könnte ein Platz für einen Stürmer frei werden. Herr Petkovic... Wie wäre es mit Marco Schneuwly?

Während der kommenden EM meldet sich skippr mit einer Brief-Kolumne an alle Fussball-Fans. Heute die erste Ausgabe mit einem von wohl mehreren Briefen an den Nationaltrainer Vladimir Petkovic:

Sehr geehrter Herr Nationaltrainer Vladimir Petkovic; oder wie Xherdan Shaqiri in der Auto-Werbung sagt: „Hallo Herr Trainer“

Wir haben gestern das Spiel gegen Belgien gesehen. War doch schon besser als bei den letzten beiden Länderspielen und weckt Hoffnungen auf einen nicht all zu verpatzten EM-Auftritt unserer „Nati“. Aufgeregt haben wir uns einzig über den Herrn Seferovic. Es freut uns zu hören, dass der Haris Italienisch gebüffelt hat. Dass er dann aber wegen italienischen Fluchwörtern vom Platz fliegt, war wohl nicht Sinn und Zweck der Sache. Jedenfalls ist er nicht gerade ein gutes Vorbild für unsere Jugend und wir würden es begrüssen, wenn Sie ein Zeichen setzen und ihn nicht mit an die EM nehmen würden.

Mit Eren Derdiyok und Breel Embolo würden dann nur noch zwei gelernte Stürmer im Aufgebot stehen. Zudem ist Breel Embolo noch angeschlagen. Deshalb würden wir Ihnen ans Herz legen noch einen weiteren Stürmer zu nominieren. Wir hätten da auch schon eine Idee für den Ersatz des Möchtegern-Italieners. Er heisst Marco Schneuwly, kommt ursprünglich aus Dietisberg bei Wünnewil, spielt aktuell beim FC Luzern und ist nebenbei der beste Schweizer Torjäger der Super League. Doch Herr Petkovic, sie sehen sicher wen wir meinen. Er ist derjenige, der einen Hasen aus den „Stülpen“ gezaubert hat um ein Tor zu bejubeln. Der Schneuwly Marco ist ein sehr bescheidener Typ und stets auf dem Boden geblieben. Wir haben ihn noch nicht gefragt, aber er würde seine Ferien sicher absagen, um mit der Schweiz an die EM zu fahren.

Wissen Sie Herr Petkovic sie können bis 10 Tage vor der Europameisterschaft ihren Kader bekannt geben, also steht einem Spätaufgebot von Marco Schneuwly auch reglementarisch nichts im Wege.

Wir finden jedenfalls, dass es Marco Schneuwly, auch ohne Bestrafung von Haris Seferovic, verdient hätte das Schweizerkreuz auf der Brust zu tragen. Er ist der aufopferungsvollste Schweizer Stürmer der vergangenen Saison. Er ist seit Jahren einer der Top-Stürmer der Schweizer Liga und ist in Topform. Zudem können Ihre andern Stürmer-Genossen nur von der Spielpraxis träumen, die Marco Schneuwly in der vergangenen Saison vorzuweisen hat. Ah ja, und der Ältere der Schneuwly-Brothers wäre eine Identifikationsfigur für alle Schweizer Fans. In den letzten Tagen hat es stets geheissen, dass Sie die Schweizer Fans hinter die Nationalmannschaft bringen wollen.

Wir würden Ihnen selbstverständlich auch die Natelnummer von Marco Schneuwly schicken, da Sie diese anscheinend noch nicht haben, sonst hätten Sie ihn sicher bereits kontaktiert.

„Herr Trainer“, wir sind sicher, dass Sie die richtige Entscheidung treffen werden und wünschen Ihnen und der „Nati“ bereits jetzt ein erfolgreiches Turnier.

Mit sportlichen Grüssen

Ihr skippr-Team

 

ew, 29. Mai 2016

70 Zentimeter fehlen dem TS Volley Düdingen

Sicher nicht? Doch, 70 Zentimeter. Die Sporthalle im Leimacker Düdingen entspricht nicht den Höhennormen für europäische Volleyballspiele. Damit die Powercats ihre internationalen Spiele trotzdem austragen können, gilt es in der nahen Umgebung eine entsprechende Halle zu finden. 

Fündig wurde man in der Basketballarena im St. Leonard in Freiburg. Da Basketball und Volleyball bekanntlich nicht die gleiche Sportart ist, gilt es für die Düdingerinnen diverse Anpassung an der Halleninfrastruktur vorzunehmen. So muss ein mobiles Volley-Spielfeld gemietet und verbaut werden, welches total Zusatzkosten von CHF 5'000 verursacht.

Crowdfunding – i believe in you

Die PowerCats haben nun auf der Schwarmfinanzierungsplattform «i believe in you» ein Projekt zur Finanzierung der Mehrkosten eingereicht. Diese Plattform hat sich seit 2013 auf Vereins- und Sportprojekte spezialisiert. Hier geht’s zum Projekt. 

Mit Unterstützungsbeiträgen ab CHF 10  kann nun jedermann ein Teil dieses Vorhaben sein und das Projekt «europäische Höhenflüge» unterstützen.

Das Sechzehntelfinale gegen die Beziers Angels aus Frankreich findet am 11. Januar 17 statt.

Gottéron ohne Julien Sprunger wäre wie Freiburg ohne Kathedrale – aber was wäre Freiburg ohne die Kathedrale?

Der Gottéron-Käpten Julien Sprunger hat seinen Vertrag vorzeitig um drei Jahre, mit Option für ein zusätzliches Jahr verlängert. Dies sollte eigentlich bei jedem Gottéronfan für Jubelstürme sorgen. Auf den sozialen Netzwerken gibt es jedoch auch kritische Stimmen die preisgeben: „So wird ja Gottéron nie Schweizermeister“ oder „kein Wunder. Kein anderer Klub will den Tänzer" (Originalkommentar Französisch). Es stellt sich somit die Frage, ob die vorzeitige und langjährige Vertragsverlängerung von Julien Sprunger gerechtfertigt ist oder nicht? Ein Kommentar:

 

KOMMENTAR – Elmar Wohlhauser

Julien Sprunger ist die Identifikationsfigur des grössten Freiburger Sportklubs. Sprechen Herr und Frau Freiburger über Freiburg-Gottéron, fällt auch der Name Julien Sprunger. Die Nr. 86 ist das gefühlte Wahrzeichen von Gottéron. Freiburg-Gottéron ohne Julien Sprunger wäre wie Freiburg ohne Kathedrale. Aber was wäre heute Freiburg ohne Kathedrale? Trotzdem Freiburg.  Und was wäre Gottéron ohne Sprunger? Genau. Gottéron.

Julien Sprunger ist durch seine Leistungen im Gottéron-Dress und auch in der Nationalmannschaft der bekannteste Gottéronspieler der Gegenwart. „Schüggu“, wie er liebevoll von den Deutschfreiburger/innen genannt wird, hat in den letzten 10 Jahren eine Unzahl an wichtigen sowie unvergesslichen Toren geschossen und war mit einigen Ausnahmen stets der Topskorer der Mannschaft. Mehr war Sprunger aber ehrlich gesagt nicht! Wer nun schreibt, dass der Captain, der Anführer, der Leitwolf der Drachen für drei weitere Jahre bei Gottéron bleiben wird, liegt falsch. Julien Sprunger ist von seinem Naturell her kein Leader, kein Leitwolf. In einem Rudel von Wölfen wäre der lange Mann aus Grolley der Wolf, der beim Jagen den tödlichen Biss in die Kehle verpasst, jedoch nicht der Wolf, der die Jagd anführen oder zu dieser aufrufen würde... Sprunger ist eine Tormaschine, ein Torjäger, ein Sniper, ein Skorer, ein kaltschnäuziger Vollstrecker. Wohl in dieser Disziplin der Beste auf Schweizer Eis. Basta. Dass ein Spieler die Identifikationsfigur eines Klubs ist, heisst noch lange nicht, dass er auch ein Leader darstellt. Julien Sprunger ist viel zu sehr mit sich selber beschäftigt, um eine ganze Mannschaft anzuführen. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Es gibt im Eishockey nicht nur die zwei häufig zitierten Rollen der Häuptlinge und Indianer. Es gibt auch andere Rollen wie z.B. den Jäger oder den Medizinmann. Julien Sprunger ist kein Häuptling und kein Indianer, sondern ein Jäger. Er sorgt mit Toren für gute Stimmung im Team und nicht mit Worten. Er holt in entscheidenden Momenten die Kohlen für seine Mannschaft mit Toren aus dem Feuer, läuft in schlechten Zeiten jedoch nicht über das Feuer um dem Team zu zeigen, dass mit dem passenden Willen Alles möglich ist.. Aus diesen Gründen sollte Gerd Zenhäusern auch darauf verzichten Julien Sprunger in der neuen Saison zum Captain zu nominieren. Was Gottéron gut tun würde, wäre ein erfahrener kanadischer Leader – wie z.B. Pascal Pelletier - der das Captain-Band übernehmen könnte und als natürlicher Leader der Mannschaft helfen könnte, was Julien Sprunger wiederum Druck wegnehmen würde. Im Playoff-Viertelfinal gegen Servette Genf hat sich leider wieder einmal gezeigt, dass Sprunger nicht geeignet ist, um zu viel Druck zu stemmen. Lasst Sprunger einfach Tore schiessen. Dies hat ihn in den letzten Jahren zu dem gemacht, was er heute ist. Das Symbol eines ganzen Sportkantons.

Wir stellen fest: Sprunger ist kein Leader, kein Häuptling, sondern ein Jäger, eine Tormaschine, ein Wahrzeichen. War die vorzeitige Vertragsverlängerung für drei weitere Saisons nun jedoch gerechtfertigt? Es gibt nur eine Antwort: JA. Ohne Julien Sprunger würden die Drachen über einen Grossteil der Offensivkraft verlieren. Julien Sprunger, das sind 0.77 Skorerpunkte pro Spiel. Darauf kann Gottéron nicht verzichten. Sprunger ist für die Mannschaft enorm wichtig, auch wenn er kein Leader ist. Angesichts seiner 30-Jahre ist ein Dreijahresvertrag trotz seinen vielen Gehirnerschütterungen angemessen. Es stellt sich jedoch die Frage nach den Kosten seiner Dienste. Es ist gut vorstellbar, dass Sportchef Christian Dubé dem oft kongenialen Sturmpartner von Andrei Bykov das Gehalt nicht erhöht hat. Erstens ist Sprunger bereits der bestbezahlte Gottéronspieler, zweitens hat Dubé nicht das Budget dazu, drittens sollte sich Dubé den oben beschriebenen Umständen, dass Sprunger kein Leitwolf ist bewusst sein und viertens hat Julien Sprunger gute Gründe in Freiburg zu bleiben, was sich auf seinen Preis ausgewirkt haben dürfte. Gemäss unseren Informationen hat sich Julien Sprunger entschieden in Freiburg eine Ausbildung zum Lehrer zu machen, warum er sicher in Freiburg bleiben wollte und dementsprechend auf eine Lohnerhöhung verzichtet haben dürfte. Fazit: sollte das Gehalt von Julien Sprunger nicht erhöht worden sein, ist es in allen Belangen ein kluger Entscheid beider Seiten, den Vertrag frühzeitig um drei Jahre zu verlängern. Sprunger hat zudem in den vergangenen Jahren zur Genüge gezeigt, dass er trotz langjährigen Vertrag die Handbremse nicht anzieht.

Freiburg-Gottéron ohne Julien Sprunger wäre also trotzdem Freiburg-Gottéron. Jedoch würden die Fans einen seiner Lieblinge und Gottéron neben dem Drachen sein grösstes Wahrzeichen verlieren. Deshalb war es wichtig die Nr. 86 in Freiburg zu halten.

EW/ 2. Mai 2016

 

 

TEIL 1 - Fakten und Zahlen die sie vom Kanton Freiburg noch nie gehört haben

(Perfekt für am Stammtisch gross aufzutrumpfen)

  

Bevölkerung Kanton Freiburg

1900: 127'951 

2014: 303'377

 

Erwerbstätige Personen

1970: 73’000

2013: 164’700

 

Anzahl geschiedene Partnerschaften

1900: 179  (wovon 93 Frauen, 86 Männer)

2014: 22'757 (wovon 12'527 Frauen, 10'230 Männer)

 

Scheidungen

Die meisten Ehen werden zwischen 6-9 Ehejahren geschieden, jedoch sind die Ehepartner statistisch über 50 Jahre alt.

 

 

Anzahl Kinder pro Frau

2014: 1.66 Kinder 

 

Anzahl Adoptionen

1980: 51

2014: 16

 

 

Bild: Michel Roggo

Grösste Tiefe der Seen

Neuenburgersee: 153 Meter

Murtensee: 46 m

Schwarzsee: 10 m

 

Anzahl Gemeinden:

1850: 285

2015: 163

 

Grösste Gemeinde nach Fläche

Val-de-Charmey: 110 km2

Plaffeien (grösste Gemeinde Sensebezirk): 59.06 km2

 

Durchschnittlicher Brutto-Monatslohn

2002: 4'987 (Männer 5'286, Frauen 4'211)

2012: 5'797 (Männer 6'098, Frauen 5'023)

 

Anzahl Unternehmungen 2013

Kanton Freiburg: 20’736

Sensebezirk: 2’966

Seebezirk: 2’413

 

Anzahl Betreibungen

2007: 90’496

2014: 113’377

 

Das wichtigste Export-Warenart

Uhren

 

Tierbestand in Landwirtschaftsbetrieben 2014

Rinder: 135’635

Schweine: 79’632

 

Tierarten (gemeldete Betriebe)

Strauss: 3

Bisons: 6

Lamas: 46

Alpakas: 51

Hirsche: 601

 

Anzahl Betriebe mit Aprikosenanbau

1984: 1

2014: 89

 

 

Anzahl Milchproduzenten

2005: 2150

2014: 1600

Teil 2 - Fakten und Zahlen die sie vom Kanton Freiburg noch nie gehört haben

(Perfekt für am Stammtisch gross aufzutrumpfen)

 

 

 

Gefangene Fische im Murtensee (von Berufsfischern)

1.    Egli

2.    Rotaugen

3.    Brachsmen

 

Gefangene Fische im Neuenburgersee (von Berufsfischern):

1.    Felchen

2.    Egli

3.    Hechte

 

Leerstehende Wohungen

2015: 1’345

Davon Seebezirk: 217

Davon Sensebezirk: 195

 

Hotels 2014

Anzahl: 118

Anzahl Betten: 4’278

Auslastung: 41.5%

Gäste: 61% Schweizer

Gäste Herkunftsland: Deutschland, Frankreich, Italien

Durchschnitliche Aufenthaltsdauer: 1.62 Tage

 

Strassennetz (National-,Kantons- und Gemeindestrassen)

2011: 4'650 km

 

Anzahl zugelassene Fahrzeuge

1990: 122’914

2014: 222’000

 

Anzahl Boote

2014: 5’699

 

Zugelassene Fahrzeuge (pro Kopf)

Sensebezirk: Heitenried (0.76 Autos)

Seebezirk: Greng (0.91 Autos)

 

Verkehrsunfälle

1994: 1’809

2014: 736

 

Anzahl Flugplätze

3 (Bellechasse, Ecuvillens, Gruyère)

Passagiere 2014: 15’843

 

Grösste Fakulät an der Uni Freiburg

Sozialwissenschaften (2'769 Studenten von Total 10'422)

 

Meistbesuchter Kurs am Konservatorium Fribourg:

1.    Klavier (1'328)

2.    Gitarre (388)

     

Kantonsbibliothek Freiburg

Anzahl: 2.7 Mio Druckschriften

Total Ausleihen: 521’562

 

Anzahl Kinoplätze:

1970: 5’123

2014: 3’030

 

Anzahl Führerausweisentzüge

2014: 4’034

 

Quelle: Statistisches Jahrbuch 2016 Kanton Freiburg