Marcel Schori, talentierter Deutschfreiburger Jungkoch & Mitglied der Schweizer-Kochnationalmannschaft

Marcel Schori ist talentierter Jungkoch und arbeitet als Patissier bei Swiss Pastry Design in Rüeggisberg. Er ist 22 Jahre alt, Preisträger vom Kochwettbewerb «La Cuisine des Jeunes» und hat einen spannenden Herbst vor sich: Im Oktober nimmt er mit der Schweizer Kochnationalmannschaft an der IKA/Olympiade der Köche in Erfurt teil und ist nominiert für den Gastrostern 2016. Er berichtet skippr exklusiv von seinen bevorstehenden Abenteuern.

Marcel, erzähl uns doch kurz etwas zu deinem Werdegang.

Aufgewachsen und bis zur 5. Klasse zur Schule gegangen in Muntelier, absolvierte ich den Rest der obligatorischen Schulzeit in Tafers und anschliessend die Kochlehre im Restaurant Landhaus in Liebefeld. Auch beim Militär entschied ich mich für die Küche: in der RS war ich Gruppenkoch, als Unteroffizier Küchenchef und dann habe ich noch den Lehrmeisterkurs gemacht. Danach arbeitete ich eineinhalb Jahre als Sous-Chef im Restaurant alpha thun. Während dieser Zeit habe ich regelmässig an Kochwettbewerben teilgenommen und schliesslich dadurch den Sprung in die Schweizer Kochnationalmannschaft geschafft.

Wow, wie kommt man denn in die Kochnationalmannschaft?

Ich wollte eigentlich ursprünglich den Patisserie Part in der Juniorennati übernehmen und hatte dafür den Patissier-Weltmeister und Patisserie-Coach der Nati Rolf Mürner kontaktiert. Er hat mir viele wertvolle Tipps gegeben und mir ein Jobangebot gemacht. Seither arbeite ich bei ihm im Swiss Pastry Design in Rüeggisberg. Er hat mich dazu bewegt, die Juniorennati quasi zu überspringen und es sofort in der „richtigen“ Nati mit den Grossen zu versuchen. Seit diesem Jahr bin ich dort Mitglied. Vom 22. bis 25. Oktober 2016 werden wir an der IKA/Olympiade der Köche in Erfurt gegen die internationale Kochelite antreten.

Wie läuft denn so eine Koch-Olympiade ab?

Es gibt verschiedene Disziplinen, genannt Programme. Neben über 30 Nationalmannschaften nehmen auch Jugendnationalteams, Regionalmannschaften etc. teil. Ein Team besteht aus sechs aktiv kochenden Mitgliedern und bis zu vier Helfern. An einem Tag werden die Programme „Kochkunst“ und „Patisserie“ präsentiert. Hier geht es darum, einerseits Fingerfood, Schauplatten, Vorspeisen etc. und andererseits ein Schaustück, verschiedene Desserts sowie eine Platte mit Pralinen, etc. vorzuführen. Bewertet werden Präsentation und Innovation, Zusammenstellung, Zubereitung sowie Servieren und Anrichteweise. Am anderen Tag wird beim Programm „warme Küche“ ein 3-Gang-Abendmenü für 110 Personen vor den Augen der Besucher zubereitet. Die Hauptzutaten sind vorgegeben und das Team kann dazu Spezialitäten ihres Landes herstellen. Ein Teil des Menüs darf vorbereitet mitgebracht werden, der Rest muss in der Wettbewerbsküche mit den dort vorhandenen Utensilien produziert werden. Hier zählen neben dem Geschmack auch Mise en place, Zubereitung, Service und Präsentation.

Zur Info: Tickets für die warme Küche der Schweizer Kochnati sind leider bereits ausgebucht. Wer die begleitende Gastronomiemesse „inoga“ besuchen möchte, findet mehr Infos unter www.inoga.de.

Wie bereitet ihr euch auf diesen Event vor?

Wir alle vom Natiteam arbeiten Vollzeit und müssen in unserer Freizeit für diesen Wettkampf trainieren. Seit Januar laufen die Vorbereitungen, jeden Monat machen wir einen Probelauf der warmen und kalten Programme. Das Niveau an der IKA/Olympiade der Köche ist sehr hoch, alles muss perfekt sein. Ab dem 18. Oktober sind wir dann in Erfurt. Die Lebensmittel nehmen wir übrigens alle aus der Schweiz mit.

Gleichzeitig findet ja in der Schweiz am 24. Oktober die Nacht der Gastronomen statt, wo du für den Gastrostern 2016 nominiert bist. Wie kommst du dazu?

An der „Nacht der Gastronomen“ der Hotel & Gastro Union werden aktuelle Wettbewerbsgewinner nochmals gewürdigt. Für den Award „Gastrostern“ nominiert sind diverse Preisträger vom vergangenen Jahr. Im September 2015 hatte ich den Kochwettbewerb «La Cuisine des Jeunes», den begehrten Nachwuchspreis für Schweizer Jungköche, gewonnen. Die Gewinner werden im Publikumsvoting per Facebook und SMS ermittelt (siehe Ende Beitrag).

Die Rangordnung in der Küche ist klar festgelegt, sagt man. Kannst du das bestätigen?

Es kommt ganz auf das Haus an und kann nicht verallgemeinert werden. Ich habe schon verschiedenes erlebt. Bei Swiss Pastry Design in Rüeggisberg, wo ich aktuell arbeite, gibt es den Chef und danach sind alle etwa gleich gestellt resp. nach Posten unterteilt: die, die Pralinen machen und die, die für Mousse und Gebäck zuständig sind. Daneben gibt es Teilzeitmitarbeiter und Aushilfen. Wir bieten aktuell Kochkurse an, die jeweils der Chef leitet und wir unterstützen. Am 4. Oktober 2016 findet ein Pralinenkurs, am 11. Oktober 2016 ein Dessertbuffetkurs statt. Mehr Infos unter www.swisspastrydesign.ch

Was kochst du am liebsten?

Das werde ich oft gefragt. Ich habe kein eigentliches Lieblingsgericht. Mein grosses Hobby sind Kochwettbewerbe, weil ich da alles zusammenstellen kann, wie es mir gefällt.

Zauberst du zu Hause auch so ausgefallene Kreationen oder magst du es lieber einfach?

Zu Hause habe ich es gerne einfach und bodenständig. Es darf auch mal eine Tiefkühlpizza sein (lacht). Ich bin meistens einfach froh, wenn ich nach Feierabend oder in meiner Freizeit nicht noch lange in der Küche stehen muss. Anders ist es natürlich, wenn ich Gäste habe oder wenn ich etwas ausprobieren will.

skippr wünscht Marcel alles Gute mit der Kochnati bei der Olympiade sowie beim Gastrostern und drückt die Daumen!

Helft mit und unterstützt Marcel mit eurer Stimme: Sendet eine SMS mit dem Text 'HGU 22' an 4636 oder gebt dem Bild auf der Facebook-Seite von skippr ein "Gefällt mir".

Künstliches Hochwasser

Was für ein Spektakel. In der Mageren Au in der Freiburger Unterstadt ist seit heute Nachmittag eine Schleuse offen. Ziel ist es die Saane von schädlichen Algen zu säubern. Dafür wird zwischen der Staumauer des Greyerzersees und Freiburg ein künstliches Hochwasser erzeugt.

Bereits am Nachmittag waren in der Freiburger Unterstand Dutzende Personen vor Ort, um dem Spektakel zuzusehen. Für diejenigen, die keine Zeit gefunden haben vorbeizugehen, war skippr auf Platz. Einfach zum Geniessen: 

Gustav schreibt über sein neues Album

Liebe Deutschfreiburger

Für die Arbeit für mein neuntes Album habe ich mich immer wieder an Orte, Plätze und Räume meiner nahen Umgebung begeben, die für mich wichtig sind oder die mich auf irgend eine Art bewegt haben. Auf der Suche nach inspirierenden Räumen betrat ich kurz nach dem Terroranschlag in Paris die Cathédrale Saint-Nicolas in Freiburg. Der daraus entstandene Song „La prière“ (# 3) ist eine kritische Auseinandersetzung mit Gott und sollte später als wegweisend für das gesamte Werk werden: alle Songs mussten musikalisch und textlich Tiefe haben und Teile meines Lebens reflektieren. Sei es in der Stille der Nacht auf dem Galgenhügel, le Quintzet (# 5) oder in der Enge des Kellers meines verstorbenen Grossvaters (# 6), im elektrisierenden Freudentaumel des Sportstadions (# 1) oder in der aufkeimenden Angst beim Rennen durch den Moncorwald (# 2). In jedem der zehn Songs ist das Leben in seiner Vielfalt und seiner Herausforderung zu spüren. Mit einem Aufnahmegerät hielt ich einzelne Klänge dieser Orte und Räume fest, schrieb meine spontanen Gedanken und Melodien nieder, die ich danach in Zusammenarbeit mit meiner Band, den Paroliers Manu Lods, Pierre Lericq und der Frankokanadierin Jeanne Rochette ausgearbeitet und während zwei Monaten im Studio La Fonderie in Freiburg aufnahm. Aus dieser Auseinandersetzung mit meiner persönlichen Umgebung sind zehn Songs entstanden, gesungen auf französisch, hochdeutsch und in Seislerdütsch, dies auch als Referenz an unsere Zweisprachigkeit und an die multikulturelle Schweiz.

Auch habe ich erstmals ein Cover gemacht. Ich habe Céline Dions Eurovisions-Lied « Ne partez pas sans moi » aus seiner 80er Jahr Knalltüte befreit, ihn in ein jazziges -Kleid gesteckt und ihn mit einem Schuss « Campari Soda » angereichert.  Alle Songs wurden von Clint Murphy in den Modern World Studios in Tetbury / Bristol (GB) gemischt und in New York im Sterling Sound Studio von Ryan Smith gemastert. Am 16. Juli werde ich einge der neuen Songs und natürlich viele meiner alten Lieder am Les Georges spielen. Es ist das erste Mal, seit es die Jazzparade nicht mehr gibt, dass ich auf dem George Python Platz live spielen werde. Ich freue mich sehr auf diesen Auftritt, hoffentlich seid ihr auch dabei.

Euer Gustav

Herr Petkovic... Wie wäre es mit Marco Schneuwly?

Brief-Kolumne zur Fussball-EM in Frankreich

Die Schweiz hat gestern das Testspiel gegen Belgien mit 1:2 verloren. Depp des Spiels war unbestritten Haris Seferovic, der wegen Schiedsrichter-Beleidigung mit einer roten Karte vom Platz geflogen ist. Der Nationaltrainer Vladimir Petkovic kündigte nach dem Spiel an, dass dies für Seferovic Konsequenzen haben werde. Je nach Schiedsrichterrapport ist es sogar möglich, dass Seferovic für einige Spiele, wenn nicht die ganze EM gesperrt wird. Das heisst: im Prinzip könnte ein Platz für einen Stürmer frei werden. Herr Petkovic... Wie wäre es mit Marco Schneuwly?

Während der kommenden EM meldet sich skippr mit einer Brief-Kolumne an alle Fussball-Fans. Heute die erste Ausgabe mit einem von wohl mehreren Briefen an den Nationaltrainer Vladimir Petkovic:

Sehr geehrter Herr Nationaltrainer Vladimir Petkovic; oder wie Xherdan Shaqiri in der Auto-Werbung sagt: „Hallo Herr Trainer“

Wir haben gestern das Spiel gegen Belgien gesehen. War doch schon besser als bei den letzten beiden Länderspielen und weckt Hoffnungen auf einen nicht all zu verpatzten EM-Auftritt unserer „Nati“. Aufgeregt haben wir uns einzig über den Herrn Seferovic. Es freut uns zu hören, dass der Haris Italienisch gebüffelt hat. Dass er dann aber wegen italienischen Fluchwörtern vom Platz fliegt, war wohl nicht Sinn und Zweck der Sache. Jedenfalls ist er nicht gerade ein gutes Vorbild für unsere Jugend und wir würden es begrüssen, wenn Sie ein Zeichen setzen und ihn nicht mit an die EM nehmen würden.

Mit Eren Derdiyok und Breel Embolo würden dann nur noch zwei gelernte Stürmer im Aufgebot stehen. Zudem ist Breel Embolo noch angeschlagen. Deshalb würden wir Ihnen ans Herz legen noch einen weiteren Stürmer zu nominieren. Wir hätten da auch schon eine Idee für den Ersatz des Möchtegern-Italieners. Er heisst Marco Schneuwly, kommt ursprünglich aus Dietisberg bei Wünnewil, spielt aktuell beim FC Luzern und ist nebenbei der beste Schweizer Torjäger der Super League. Doch Herr Petkovic, sie sehen sicher wen wir meinen. Er ist derjenige, der einen Hasen aus den „Stülpen“ gezaubert hat um ein Tor zu bejubeln. Der Schneuwly Marco ist ein sehr bescheidener Typ und stets auf dem Boden geblieben. Wir haben ihn noch nicht gefragt, aber er würde seine Ferien sicher absagen, um mit der Schweiz an die EM zu fahren.

Wissen Sie Herr Petkovic sie können bis 10 Tage vor der Europameisterschaft ihren Kader bekannt geben, also steht einem Spätaufgebot von Marco Schneuwly auch reglementarisch nichts im Wege.

Wir finden jedenfalls, dass es Marco Schneuwly, auch ohne Bestrafung von Haris Seferovic, verdient hätte das Schweizerkreuz auf der Brust zu tragen. Er ist der aufopferungsvollste Schweizer Stürmer der vergangenen Saison. Er ist seit Jahren einer der Top-Stürmer der Schweizer Liga und ist in Topform. Zudem können Ihre andern Stürmer-Genossen nur von der Spielpraxis träumen, die Marco Schneuwly in der vergangenen Saison vorzuweisen hat. Ah ja, und der Ältere der Schneuwly-Brothers wäre eine Identifikationsfigur für alle Schweizer Fans. In den letzten Tagen hat es stets geheissen, dass Sie die Schweizer Fans hinter die Nationalmannschaft bringen wollen.

Wir würden Ihnen selbstverständlich auch die Natelnummer von Marco Schneuwly schicken, da Sie diese anscheinend noch nicht haben, sonst hätten Sie ihn sicher bereits kontaktiert.

„Herr Trainer“, wir sind sicher, dass Sie die richtige Entscheidung treffen werden und wünschen Ihnen und der „Nati“ bereits jetzt ein erfolgreiches Turnier.

Mit sportlichen Grüssen

Ihr skippr-Team

 

ew, 29. Mai 2016

70 Zentimeter fehlen dem TS Volley Düdingen

Sicher nicht? Doch, 70 Zentimeter. Die Sporthalle im Leimacker Düdingen entspricht nicht den Höhennormen für europäische Volleyballspiele. Damit die Powercats ihre internationalen Spiele trotzdem austragen können, gilt es in der nahen Umgebung eine entsprechende Halle zu finden. 

Fündig wurde man in der Basketballarena im St. Leonard in Freiburg. Da Basketball und Volleyball bekanntlich nicht die gleiche Sportart ist, gilt es für die Düdingerinnen diverse Anpassung an der Halleninfrastruktur vorzunehmen. So muss ein mobiles Volley-Spielfeld gemietet und verbaut werden, welches total Zusatzkosten von CHF 5'000 verursacht.

Crowdfunding – i believe in you

Die PowerCats haben nun auf der Schwarmfinanzierungsplattform «i believe in you» ein Projekt zur Finanzierung der Mehrkosten eingereicht. Diese Plattform hat sich seit 2013 auf Vereins- und Sportprojekte spezialisiert. Hier geht’s zum Projekt. 

Mit Unterstützungsbeiträgen ab CHF 10  kann nun jedermann ein Teil dieses Vorhaben sein und das Projekt «europäische Höhenflüge» unterstützen.

Das Sechzehntelfinale gegen die Beziers Angels aus Frankreich findet am 11. Januar 17 statt.