Carte Blanche #74

Seislertütsch vom Oberlann ùf Japan

As git spraachlichi Spuure vom Seisebezirk i de haubi Wäut ùma.
Zùm Byschpǜü bis ùf Japan.

Wo z Fukushima dä wäuts Tsunami de Atomreakter verfläderet het, da het mù vom a GAU ggredt: im Grööschte Anzunehmende Ùnfau. Meischtens potenziere daas d Lütt no zùm a Super-Gau. Auso no grösser aus de allerallergrööscht Ùnfau, wo mù sich cha vorschtöle.

As git as Ggrǜcht, dass äbe im Seisler Oberlann o maau son a Atomreakter gschtanen isch. Ù wo dää i d Lùft isch, 1814, hii ali mit ama Chopfschüttle ù Achsùzùcke gsiit: super, gau! –

 

Das Wort isch vo de Seisler erfùne choo – typisch Seislertütsch. 1418 isch dene maau de Schnaps uusggange. Ki Bätzi mee! A absoluta GAU fùr üser tùùrschtige Vorfaare.

Ù ùs Erinnerig a di schlǜmi Zyt, /

a di chno-che-tro-cheni Epoche /

mit Späut im Rǜgg ù Chläck im Hǜrni /

da hii si bi jedùm Satz «gau» afa aaheiche.

Soozsääge as «Maanmaau», dass es niemer vergisst ù dass daas nie-nie-nie mee taarf passiere. Gau!

 

Übrigens isch GAU o a Chliiderlaade z Englann. Dasch wyl d Tùrischte ùs ùm Seiselann ging gfragt hii: «Ggùgg maau: Das passt, gau». Das het dene englische Laadebsitzer gfale ù si hiis ǜbernoo. Aber de nüü walyysisch Scheff het de di Butygg ùmmi zuetaa. Z Wales hiisst gau näämlich «schliessen». Defǜǜr hii d Amerikaner ù d Tamyyle das Wort ùbernoo. Mit ama -h- behuuchet, sääge si ghaau i de Chue, gau.

A tütscha Familienaame Gau git es, a Insla vo Fidschi hiisst Gau – aus wägg de Seisler. Har Gau sy tämpfti chineesischi «Krabbenklösschen». Di Har Gau sy ganz nooch bi Aar-Gau uufgwachse. Aargau ù Thurgau sy lang Schwytzer Ùndertaane-Gebiet gsyy, Gmeini Herschafte. Aber nid epa vo de Bäärner, Lùzärner ù Zǜrcher, wy mù ging mint, sondern…

Ja, dù wiisch es schoo…, gau? – Vo de Seisler.

Äbe! Ù dasch de Bewyys: Das kuul Wort gau hii d Japaaner ù di haubi Wäut vo üüs ùbernoo… Super, gau!

- Christian Schmutz

Nie mehr etwas vergessen

Forscher und Designer haben nach jahrelanger Forschung eine Schrift entwickelt, mit der man sich Dinge um einiges besser merken kann.

Diese Schrift heisst "Sans Forgetica" und sieht wie folgt aus:

RadioFr. Freiburg hat diese Schrift heute genauer unter die Lupe genommen und erklärt zusammen mit den Entwicklern, wie diese Schrift genau funktioniert.

 

Carte Blanche #73

Zynismus und Perversion des Eventmarketings: Red Bull.

Es begann mit einem geheimen, verbotenen Szene-Getränk in Österreich – heute ist aus Red Bull, dem Lifestyle-Drink mit dem Werbeversprechen, er verleihe Flügel, ein Milliardenimperium geworden.

Viele Extremsportler haben bei den Stunts für den Marketingkonzern den Tod gefunden. Selber schuld? Sicher, andererseits sind die lukrativen Sponsoringverträge so rar, dass sie in der Regel nicht ausgehandelt, sondern den Besten fertig vergeben werden. Die Sportler werden geradezu manipuliert und gekauft für Stunts, die jährlich weitere Todesopfer fordern.

Nun will ausgerechnet der Airport Grenchen laut Konzept als Veranstalter für den Milliardenkonzern auftreten. Wieso eigentlich? Gibt es positive Gründe einen Milliardenkonzern, der jährlich Todesopfer fordert zu unterstützen?

Eine erste Umfrage in der Bevölkerung zeigt: 80% sprechen sich klar gegen eine solche Veranstaltung aus, 3% sind unschlüssig und 17% sprechen sich für eine Durchführung aus.


Schauen wir das Unternehmen einmal etwas näher an. Mit einem vorgängig und lange Zeit verbotenem ungesunden Gebräu beginnt die Geschichte von Red Bull. Von einem Red Bull wird niemand Schaden nehmen, da sind sich Experten einig. Doch mehr als zwei Dosen Energydrink am Tag sind problematisch – vor allem für jene, die mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu kämpfen haben. Auch junge Menschen leben gefährlich. Was also sorgt für den riesigen Erfolg dieser "schlechten" Marke. Ausschliesslich negative Kritiken von Experten, die wissen wovon sie sprechen, ausschliesslich von jungen naiven Menschen und gekauften Partnern. Hier wird mit Menschenleben gehandelt, bei praktisch jedem Event dieses Milliarden Konzerns. Werbefachmann Hermann Strittmatter von der Agentur GGK findet deutliche Worte der Kritik: „Es ist schändlich, es ist sogar ein Mangel an Fantasie und Kreativität, wenn man am Schluss im Marketing nichts mehr Besseres weiss, als die Leute ihr Leben riskieren zu lassen."


Das Erfolgs-Geheimnis ist nicht der süssliche Drink selbst, der einen länger wach halten soll, sondern die Marketing-Maschine dahinter: Mit spektakulären Extremsport-Bildern zeigt „Red Bull"-Gründer Dietrich Mateschitz (68) eine Welt am Limit. Wer Red Bull trinkt, soll sich zumindest ein bisschen als Teil davon fühlen. Mateschitz, der für eine Stellungnahme zur gerüchteweise gestreuten Grossveranstaltung, die in Grenchen stattfinden soll, nicht erreichbar war, wird diese Kritiker auch weiterhin ignorieren.


Obwohl das Engagement von Red Bull vielen schon länger ein Dorn im Auge ist: Erst als Red Bull Boss Mateschitz mit rechtspopulistischen Äusserungen auffiel und bekannt wurde, dass er eine «Rechercheplattform» mit Rechtsdrall finanziert, nahm die Kritik noch mehr Fahrt auf. Aber auch hierzu nahm Red Bull nie Stellung. Todschweigen. Sicher ist nur, dass Red Bull weiterhin ungestört Milliarden für Werbung ausgibt. Dass bei Red-Bull-Veranstaltungen und Aktionen immer wieder zwangsläufig Sportler tödlich verunglücken und bei den von Red Bull ausgerichteten Extremsportveranstaltungen jährlich Extremsportler sterben. „Wer dies in Kauf nimmt, sollte in keinsterweise unterstützt werden. Weder mit dem Konsum dieser fragwürdigen Drinks, noch im Besuch oder gar in der Ausrichtung von Red Bull Veranstaltungen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt eine Bewilligung für eine solche Veranstaltung nicht erteilen wird, sollte eine solche dann auch tatsächlich und nicht nur gerüchtehalber durchgeführt werden. Jeder, der Red Bull unterstützt macht sich mindestens teilweise auch Mitverantwortlich für dieses Grauen", erklärte ein erzürnter Anwohner.

- David Aebischer

Gottéron-Blog

Mittendrin statt nur dabei... Aber keine Sorgen um die Playoff-Qualifikation

Spiel, Spass und Spannung verspricht ein rot-weisses Ei aus Schokolade in der Werbung. Wetten, dass die Schweizer Eishockeyliga diese Saison bis zum letzten Spieltag mehr Spiel, Spass und Spannung bringen wird, als das zweitbekannteste Ei der Welt (Bemerkung: das bekannteste dürfte wohl das Ei des Kolumbus sein). In der laufenden Meisterschaftsrunde scheint es zum grossen Zusammenschluss in der National League gekommen zu sein. Mannschaften wie Ambri-Piotta oder die SCL Tigers haben den Sprung zu seriösen Playoff-Aspiranten geschafft und andere Teams wie der HC Davos, der HC Lugano und die ZSC Lions vermögen nicht ganz - oder im Falle HCD gar nicht - zu überzeugen. Darum ist das Ringen um die Playoff-Plätze in der Saison 2018/2019 so gewaltig wie seit Jahren nicht mehr. Nicht weniger als acht Mannschaften streiten sich um sechs Tickets für die Teilnahme an der schönsten Zeit im helvetischen Eishockey. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich der SC Bern und der EV Zug problemlos für die Playoffs qualifizieren werden.

Freiburg-Gottéron ist im erwähnten Ringkampf mittendrin statt nur dabei. Die Gottéron-Fans dürfen dem Schlussgang jedoch gelassen entgegensehen. Gelassen? Einige Leser dürften den vorhergehenden Satz wohl mehrmals nachgelesen haben. Ja, genau. Der Schreiberling lehnt sich heute weit aus dem angelaufenen Fenster und behauptet stichfest, dass sich Freiburg-Gottéron in den kommenden Wochen behaupten und sich gar aus dem Kampf um die Playoff-Plätze in den letzten zwei Qualifikationsrunden raushalten wird. Vier Gründe machen den Chronisten so sicher, dass er gar sein unterschriebenes Bykov-Leibchen aus der Saison 1992/1993 darauf verwetten würde. Bei den Gründen handelt es sich um Reto Berra, Julien Sprunger, Statistiken und die Wahrscheinlichkeit.

Fangen wir für einmal - wie im Eishockey in den meisten Fällen - von hinten an.  Die Wahrscheinlichkeit spricht klarerweise für eine Qualifikation von Freiburg-Gottéron, immerhin liegt sie bei 75 % (sechs von acht Mannschaften schaffen gemäss den obenstehenden Berechnungen die Qualifikation).

Die Statistiken sprechen auch deutlich für Freiburg-Gottéron. Die Drachen haben in den letzten 10 Jahren die Playoffs acht Mal erreicht, womit wir auch hier bei 80% sind. Im letzten Jahrzehnt haben die Drachen die Playoffs nur einmal mehr oder weniger knapp verpasst. In der Saison 2014/2015 fehlten 7 Punkte auf den EHC Biel. Hingegen konnte sich Freiburg-Gottéron in den letzten 10 Saisons fünf Mal auf den Rängen sechs bis acht in die Ausscheidungsrunde hieven. Am knappsten ging es für Gottéron in der Saison 2007/2008 zu und her. In erwähnter Saison schaffte die St. Léonard-Truppe den Sprung in die Playoffs mit einem Punkt Vorsprung auf den HC Lugano. Wir lernen: Freiburg-Gottéron ist Playoff-kampferprobt und schwingt im Ringen um die acht goldenen Plätze meist oben aus.

Das French-Team hat keinen Kubalik, keinen Pesonen und keinen Jeffrey... aber die Drachen haben Julien Sprunger. Freiburg-Gottéron ist in der laufenden Saison auf den Ausländerpositionen sicherlich schwächer besetzt, als die direkten Konkurrenten um einen Playoff-Platz. Die Schweizer Stürmer Julien Sprunger und Kilian Mottet vermögen dieses Defizit bis dato jedoch auszumerzen. Im Kampf um die Playoff-Plätze dürfte Julien Sprunger wiederum der wichtigste Feldspieler in den Freiburger Reihen sein. Läuft es "Schüggù", dann schnurrt der Gottéron-Motor. Die #86 wird auch in dieser Saison in den wegweisenden Spielen die entscheidenden Tore schiessen, weshalb er einer der wichtigsten Faktoren hin zur Playoff-Qualifikation von Gottéron sein wird.

Grosse Torhüter machen in den entscheidenden Momenten den Unterschied. Reto Berra ist erwiesenermassen ein grosser Torhüter und dies nicht nur aufgrund seiner Körpergrösse. Die Frage, ob die Torhüter der potentiellen Gegner um die Playoff-Plätze mit Reto Berra mithalten können, ist grösstenteils mit Nein zu beantworten. Einzig der HC Lugano mit Merzlikins und die ZSC Lions mit Flüeler dürften betreffend Torhüter in der gleichen Liga spielen. Der HC Lausanne mit Zurkirchen, Ambri-Piotta mit dem altbekannten Conz, Servette-Genf mit dem Duo Mayer/Descloux und die SCL Tigers mit dem ebenfalls in Freiburg bekannten Damiano Ciaccio verfügen über keine Torhüter der Marke Reto Berra.

Liebe Gottéron-Fans, ihr seht also, eure Sorgen um die Playoff-Teilnahme von Freiburg-Gottéron sind trotz der engen Meisterschaft völlig unbegründet.

Lichtfestival Murten

Es werde Licht!

Ab heute Abend erstahlt die Altstadt von Murten wieder in unzähligen Farben.

Das 4. Lichtfestival steht vor der Tür!

31 Arteplage werden in den nächsten 10 Tage unzählige Besucher faszinieren.
Egal ob Projektionen, Lichteffekte, Nebel- und Feuerspiele: Langweilig wird es sicher nicht.

Wie bereits die vorderen 3 Jahre gibt es auch in diesem Jahr eine grosse Projektions-Show am Berntor-Schulhaus, gemacht von den französischen Künstler "Spectaculaires".
Aber, diese Show gibt es in diesem Jahr zum letzten Mal.

Nächstes Jahr soll es eine neue Show geben, passend zum 5 jährigen Jubiläum vom Lichtfestival.

Wer also noch ein letztes Mal Adrian von Bubenberg als Lehrer sehen will, der sollte noch bis am 27. Januar nach Murten reisen.

Und hier ein kleiner Skippr-Tipp für das Lichtfestival:
Nehmt unbedingt eine Kamera mit!

Denn schöne Foto-Optionen gibt es am Lichtfestival an jeder Ecke.