muwins-Blog

muwins (Mit uns würd' ich nicht spielen!) ist ein Blog über neue, alte, lustige, seriöse, kurze, lange - aber vor allem listige Brettspiele. 

Mehr als Monopoly und Risiko

Es muss an die 40 Jahre her sein. Ich hatte bis dahin die üblichen Spiele aus den bis heute unverändert in den Kaufhaus-Regalen liegenden Sammlungen wie Mühle, Leiterlispiel und Ähnlichem kennen gelernt. Darüber hinaus natürlich Memory (das fast täglich, jeweils Mittags, gespielt wurde), ein wenig Schach und Monopoly. Letzteres kam hingegen kaum auf den Tisch.

Ich war mit meinen Eltern zu Besuch bei Tante, Onkel und meinen Cousins (der coolen Sorte), als mir Peter, der ältere der beiden, sein neues Spiel vorstellte. Die Ähnlichkeiten mit Schach waren unübersehbar, sogar eine Prise Memory war enthalten. Die Regeln waren dementsprechend einfach, wir legten nach einer kurzen Erklärung los. Und nach 30 Minuten war ich ein nervliches Wrack – ein Gefühl, dass ich bei keinem der mir vorher bekannten Spiele erlebt hatte. Sein Feldmarschall war durch meine Reihen spaziert, immer näher auf meine Fahne zu, deren genaue Position eigentlich nur mir bekannt war. Doch sein höchster Offizier wurde scheinbar magisch von ihr angezogen, mit Aufklärer, Mineur und Spion im Schlepptau, so dass auch meine strategisch beinahe schon genial vorbereiteten, rund um die Fahne platzierten Bomben von ihm wirkungslos entsorgt wurden.

Nach zwei weiteren Partien war die Zeit zum Aufbruch gekommen. Peter hatte mich in allen drei Partien in Grund und Boden gestampft – ich war emotional durch die Hölle gegangen… und wollte mehr. Auf der Heimfahrt im Auto packte ich meine Chance: „Wir haben da dieses neue Spiel gespielt… es heisst Stratego“. Ich sehe diesen Abend in Murten rückblickend als offiziellen Beginn meiner Brettspielerkarriere…

Obwohl es noch einige Zeit dauern sollte, bis so richtig Schwung in die Sache kam. An meinen Eltern lag es nicht – die üblichen, damals überhaupt erhältlichen Verdächtigen fanden nach und nach den Weg in mein Zimmer. Meine alte Cluedo-Ausgabe halte ich aus nostalgischen Gründen bis heute in Ehren. Aber immerhin, der Spieleschrank füllte sich über die Jahre zunehmend mit Schachteln. Informationen zu Neuheiten waren ohne Internet nur spärlich erhältlich, aber ab und zu gelang mal ein besonderer Zufallstreffer. Irgendwann hatte so Axis & Allies den Weg zu mir gefunden. Eine Weiterentwicklung des Risiko-Systems, ein wenig komplexer, mit verschiedenen Truppentypen und ihren eigenen Stärken und Schwächen. Ausserdem hat man dafür zu sorgen, dass ausreichend Kohle da ist um Nachschub einkaufen zu dürfen. So einen Flugzeugträger gibts nun mal nicht umsonst…

Eigentlich ist Axis & Allies ein Teamspiel, in dem 2, respektive 3 Personen die Alliierten und Achsenmächte verkörpern und dabei gemeinsam gewinnen oder verlieren. Auf der Schachtel angegebene Spieldauer: 3 Stunden. Uns war das viel zu wenig – wir spielten Axis & Allies nicht ein einziges mal nach den korrekten Regeln, stattdessen ausschliesslich ohne feste Teams, dafür mit ständig verhandelbaren Allianzen. So verbrachten wir während meinen Gymerzeiten ganze Sonntage, weil das Spiel auf diese Art natürlich nie endete. Uns war das egal. Es ging nicht ums Gewinnen. Unvergessliche Episode: Japan startet nach wenigen Runden eine diplomatische Offensive und verteilt gefaltete Zettel an ausnahmslos alle anderen Nationen. Auf jedem steht dieselbe Frage: „Suchst Du Freunde?“

Lange her… unsere Hausvariante erlaubte jede beliebige Kombination von Bündnispartnern…

Und irgendwann, an einem Altjahrabend, war Peter bei uns zu Besuch – und hatte Kreml dabei! Ein so ganz anderes, politisches, hoch satirisches Spiel um das damalige Politbüro der Sowjetunion (Durchschnittsalter ca. 80 Jahre). Sibirien, der KGB, Sanatorien für die von ihrem schweren Amt gebeutelten Politiker… es gewinnt, wer den Parteichef beeinflusst, der erfolgreich dreimal hintereinander winkend die Oktoberparade abnehmen kann, ohne dabei umzukippen. Es sei denn, jemand anders zieht im Hintergrund dessen Fäden… was konnte da schon schief gehen…

Die Spielewelt heute

Mittlerweile sieht die Spielewelt gänzlich anders aus. Die Branche boomt, die jährliche Flut an Informationen zu Neuheiten ist für auch nur halbwegs menschliche Wesen (auch mit Internet) nicht mehr zu bewältigen – geschweige denn, dass man auch nur daran denken könnte, sie alle zu spielen. Unter vielen ähnlichen, sich wiederholenden Mechanismen finden sich dabei auch immer wieder überraschend innovative Ansätze. Neuerungen, welche die inzwischen weltweit vernetzte Spielergemeinde in helle Aufregung versetzen – zumindest, bis schon bald die nächste folgt.

Nein, nicht wie …

Allerdings: All diese Entwicklungen bleiben einem breiteren Publikum weitgehend verborgen. Spricht man mit jemandem über das Thema Brettspiele, folgt als Rückfrage fast unvermeidlich: „Du meinst, so wie Monopoly?“. Ab und zu wird das „M-Wort“ durch „Risiko“ ersetzt. Diese beiden Ikonen prägen unter der nicht-Brettspielvirus-infizierten Bevölkerung nach wie vor das Image des Hobbys, das sich folgerichtig durch stundenlange Würfeleien und kaum enden wollende Partien auszeichnet.

In Wahrheit werden Würfel in modernen Designs entweder kaum, oder dann ganz gezielt und in Abwandlung der bekannten Rolle eingesetzt. Die reine „roll and move“-Mechanik (also würfeln und entsprechend vorwärts ziehen) ist – glücklicherweise – so gut wie ausgestorben, gefragt sind Interaktionen zwischen den Spielenden, echte Entscheidungen, spannende Themen!

Ohne jemanden „bekehren“ zu wollen, möchten wir Euch als eine Truppe zugegebenermassen Brettspielverrückter an dieser Stelle ab und zu Einblick in die heutige Spieleszene geben, indem wir Euch Titel vorstellen, die uns beeindruckt haben, und die wir als besonders geeignet für „Noch-Nicht-Fans“ ansehen. Denn diese Vorauswahl, womit man sich überhaupt beschäftigen sollte, um als Neuling weder über- noch unterfordert zu werden, ist absolut zentral. Aus diesem Grund hier eine enorm vereinfachte Darstellung eines mikroskopischen Ausschnitts des heutigen Spieleangebots:

Nein, das sind nicht alle…

Etwas weniger verkürzt lassen sich zwei grosse Strömungen identifizieren, die mittlerweile zwar mehr und mehr verschmelzen, aber doch hilfreich für eine grobe Kategorisierung sind. Aber wie gesagt: Alles sehr vereinfacht…

Die europäische Schule

Das europäische (ursprünglich vorwiegend Deutsche) Spieldesign geht von den Mechanismen aus. Ein Spieleautor hat eine Idee zu einem interessanten Ablauf, um den sich das Spiel drehen soll. An diesem wird so lange gefeilt und geschraubt, bis er tadellos funktioniert und jedes Zahnrädchen fein säuberlich ins nächste greift. Irgendwann erhält das Spiel dann noch ein Thema, welches naturgemäss eher beliebig ausfällt und sehr oft im Mittelalter angesiedelt ist.

Das prägnante Titelbild der Siedler von Catan

Die europäische Schule hat spätestens mit dem Spiel Die Siedler von Catan Einzug in viele Haushalte gefunden. Beeinflusst von der Kriegsgeschichte Deutschlands finden direkte Konfrontationen (bei denen sich die Spieler direkt schaden können) in Deutschen Designs kaum statt. In die Suppe spucken darf man sich natürlich dennoch – meist aber indirekt, etwa indem man sich gegenseitig Optionen streitig macht. Aufgrund der Themen und der eher geringen Komplexität handelt es sich oft um Familienspiele, die ein breites Altersspektrum ansprechen. Seit einigen Jahren erleben aber auch komplexere „Eurogames“, die höhere Anforderungen an Regelverständnis und strategische Überlegungen stellen, starken Aufschwung.

Die amerikanische Schule

Neben Massenprodukten wie Game of Life (Spiel des Lebens), Candyland oder den bereits erwähnten Monopoly und Risiko entstand in Amerika schon sehr früh ein recht starker Nischenmarkt für vergleichsweise komplexe, strategische Brettspiele. Als Sieger des zweiten Weltkrieges zeigte das amerikanische Spielerpublikum bedeutend weniger Berührungsängste mit dem Thema „Militär“, als das in Deutschland der Fall war. Dies schuf mit die Grundlage, dass dort ein relativ grosser Cosim-Markt (Konfliktsimulationen, Kriegsspiele) entstehen konnte. Interessierte Personen simulieren dabei kleinere Feuergefechte oder Schlachten, bis hin zu gewaltigen Feldzügen aus allen denkbaren Epochen nach, wobei die Komplexität von vergleichsweise mittelschweren Spielen bis hin zu simulationsähnlichen Studien mit Regelwerken in Buchform reicht.

Julius Caesar entpringt der amerikanischen Spieletradition.

Folglich steht in der amerikanischen Schule auch das Thema im Vordergrund, die Mechanismen werden „darum herum“ gebaut. Das kann dazu führen, dass eine Seite gar keine echte Gewinnchance im herkömmlichen Sinn hat – Ziel ist aber auch nicht eine ausgeglichene Ausgangslage, sondern ein möglichst realistisches oder glaubwürdiges Nachempfinden einer historischen (oder auch erfundenen) Situation. Das Ergebnis ist zweitrangig – es zählt das gemeinsame Erleben einer möglichen Geschichte. „Der Weg ist das Ziel“.

… und was daraus wurde…

Mit dem Siegeszug der bereits erwähnten Siedler von Catan auch im angelsächsichen Sprachraum, wurden die beiden Schulen „zusammengeführt“. Die sogenannten Eurogames haben mit schönen und aufwändigen Materialien und benutzerfreundlichen Regelwerken den amerikanischen Spielemarkt überflutet. Deutschsprachige Autoren haben aber umgekehrt zunehmend auch die dort vorhandenen Einflüsse aufgenommen und neu in eigenen Designs umgesetzt. Ebenso liessen und lassen sich amerikanische Autoren durch Elemente aus europäischen Designs inspirieren. Was heute an Spielen veröffentlicht wird, ist in der überwiegenden Mehrzahl weder ganz „europäisch“ noch ganz „amerikanisch“.

Erfreulicherweise drängen mittlerweile mehr und mehr Autoren aus ganz Europa, dem asiatischen Raum und aus weiteren Kulturkreisen mit weiteren, teilweise äusserst innovativen Ansätzen in die Spieleszene, so dass in den kommenden Jahren noch sehr viel Spannendes zu erwarten sein wird.

Der asiatische Einfluss äussert sich in mancherlei Hinsicht.

Ein relativ neues Phänomen ist die grosse und stetig wachsende Familie der Social Deduction-Spiele für grössere Gruppen (das bekannte Spiel Werwolf stand am Anfang), die fast vollständig auf ein Brett verzichten, in denen sich stattdessen das Spiel aus der Diskussion und Interaktion zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entwickelt. Meist haben sich dabei ein oder mehrere (spielerische) Verräter in die Gruppe geschlichen, die unerkannt bleiben, dabei aber ihre Ziele erreichen wollen, die dem Rest der Gruppe in irgend einer Form zuwider laufen.

Wir MUWINSer sind eine Truppe aus zuerst zwei, später fünf, mittlerweile über 15 Spielerinnen und Spielern aus allen Alterskategorien und beruflichen Hintergründen, vorwiegend aus dem freiburgischen Sense- und Seebezirk (den einen oder anderen Berner tolerieren wir aber ausgesprochen gern) mit durchaus unterschiedlichen Vorlieben in Sachen Spieleauswahl, aber dem gemeinsamen Interesse, der Freude und Offenheit gegenüber Mitspielern und neuen Herausforderungen.

Falls wir Euer Interesse ein klein wenig wecken konnten: Verfolgt uns zukünftig hier oder, falls ihr vielleicht sogar einmal einen praktischen Einblick gewinnen möchtet, schreibt uns eine Nachricht. Wir treffen uns öfters, und auch wenn unser Name anderes vermuten lässt: Wir erklären Neulingen sehr gern Spiele und gehen auch schonend mit ihnen um.

Vorerst mal…

Alle Blogs findet ihr auf der Internetseite von muwins.

Wortbruch #10

Gottérons neue Wunderwaffe

«Ausziehbarer Schlafcoach» steht auf der Homepage eines Jauner Ferienhausvermieters.

(Klickt auf das Bild, um es zu vergrössern)

Abgesehen davon, dass eine «Couch» gemeint ist, bietet sich der «ausziehbare Coach» für 1001 Gedanken an. Einen Schlafcoach könnte vorab Torhüter/Fliegenfänger Benjamin Conz gut gebrauchen, obwohl er in den letzten Tagen besser gespielt hat als in der Qualifikation. Jemand, der ihn zu genug Schlaf zwingt, zu Schlaf, der einem Vater zweier Kleinkinder fehlt. Gleichzeitig benötigt Conz einen Anti-Schlafcoach, der ihn am Dösen während der Arbeit hindert.

Dem Sportchef, der trotz Allmachtfantasien nicht auf diese Conz-Schlaf-Idee gekommen ist, täte ein Schlafcoach ebenfalls gut. Schweigen ist Gold und grossmäulige Menschen halten ihren Mund nur beim Schlafen.

A propos «ausziehbarer Coach»: Einer ist schon ausgezogen, der Nachfolger wird ausziehen müssen. Gottéron bräuchte einen Coach ähnlich einem Tisch: Den kann man beliebig ausziehen, sprich verlängern, aber genauso zum Ausziehen zwingen, sprich entlassen und ausziehen, sprich die Hosen runterlassen und blossstellen. Ein Tisch murrt nie, er nimmt keinen Anwalt, vielleicht knarzt er ab und an, aber verlangt sicher keine Abgangsentschädigung.

Aber auch die SchlafCOUCH lässt sich bestens auf Gottéron anwenden: Die berühmte Couch beim Psychiater müsste ausziehbar sein auf eine Länge von 50 Metern, damit das ganze Team darauf Platz findet – oder besser auf 60, für die Ehrenplätze des Vorstandes. Und als Schlafgelegenheit für den übernächtigten Papi Conz, der nächste Saison bei Ambri oder Langnau garantiert aufblühen wird, da seine Kinder dann ja auch schon ein Jahr besser schlafen können und die Leitung von Gottéron ganz weit weg auf der ausgezogenen Couch liegen wird.

Gottéron-Blog

Fertig "puppelet". Stolz ist gefragt.

Das Warten hat ein Ende. Endlich geht die Gottéron-Saison richtig los. Endlich geht es wieder zur Sache. Endlich wird das St. Léonard wieder vibrieren. Endlich hat das Puppenspiel ein Ende. 

Ja, die Gottéron-Saison war bisher verkorkst. Trainerwechsel, Spielerabgänge, verpasste Playoffs, zweitletzter Rang nach der Relegationsrunde. All dies gilt es ab heute ins Offside zu stellen und sich voll und ganz auf den Playout-Kampf gegen Ambri zu konzentrieren. Dies gilt nicht nur für die Spieler und den Staff, sondern auch für die Fans.

Freiburg-Gottéron hat unbestritten Alles, um Ambri-Piotta in die Schranken zu weisen und die Saison in den kommenden Tagen mit einem positiven Ereignis abzuschliessen. Auf dem Papier haben die Drachen die bessere Mannschaft. Alleine das erste Sturmtrio mit Sprunger, Cervenka und Birner kann die Serie gegen die Leventiner für die Freiburger entscheiden und insgesamt hat Gottéron das breitere Kader und die besseren Einzelspieler. Dies bringt jedoch herzlich wenig, wenn das Huras-Team nicht mit Stolz spielt. Es braucht nun Stolz das Gottéron-Trikot zu tragen und Gottéron-Fan zu sein.

Die Spieler müssen nun den Fans zeigen, dass sie gewillt sind sich für ihren Klub und ihre Fans zu zerreissen. Und die Fans müssen zeigen, dass sie alles in die Waagschale werfen um ihren Klub zu unterstützen. Nur hierüber führt der Weg zum schnellstmöglichen Klassenerhalt.

Also liebe Gottéron-Spieler: wir werden mit Stolz als Gottéron-Fans ins Stadion kommen. Zeigt uns, dass ihr mit Stolz aufs Eis geht!

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Themenwoche Seislertütsch

Sensler Gedichte von Angelia Maria Schwaller

erwache 

mǜüchig

graue

d wùuche

am hǜmù

 

dernaa

am morge

na geschter

i dym bett

 

erwachen i

i mym,

lööse mier

va myne trǜǜm

 

zmitts drinn

i där stadt

oni schlaaf

 

gseen i si

zye

aaggùgge

iinisch

as lengs

anann

aaggùgge -

 

dǜr d ùùge

vam andere

di ganzi wäut

gschpǜre

 

ù debyy

mee gsee

aus ali mau

devor

 

as dehiim,

nit bùne

ana ort,

ganz oni

wort -

 

dier sääge

fǜr hüt

oder ging

Mehr Gedichte von Angelia Maria Schwaller und mehr Informationen zu ihr findet ihr unter www.angeliaschwaller.ch.

Gottéron-Blog

Die Relegationsrunde ist ein schlechter Witz

Der schlechteste Witz aller Zeiten geht in etwa wie folgt: Was sind die letzten Worte eines Securitas? „Ist da jemand?“. Die Relegationsrunde ist jedoch noch um Weiten der schlechtere Witz: Was sind die täglichen Worte der Ticketverkäuferinnen während der Relegationsrunde? „Kommt denn niemand?“.

Dem Elite-Sport schadet selten mehr, als wenn es bei einem Spiel um nichts mehr geht. In dieser Eishockey-Saison ist dieser Fall der Fälle ein weiteres Mal eingetreten. In der Relegationsrunde ging und geht es auch in diesem Jahr nicht mehr um Sieg und Niederlage, sondern für Freiburg-Gottéron und Ambri-Piotta nur noch um die Vorbereitung der Playouts. Bei den Langnau Tigers und dem EHC Kloten ging es sogar nicht mehr um nichts, sondern um überhaupt nichts. 

Lex Rapperswil ist unnütz

Die Liga hat auf die Saison 2013/2014 die Relegationsrunde als „Lex Rapperswil“ geschaffen. Zur Erinnerung: Die Rapperswil-Jona Lakers  konnten während Jahren nicht mit der Elite mithalten und entschieden jeweils im Januar auf die Qualifikation zu pfeifen um die damaligen Playout-Halbfinals vorzubereiten. Aus diesem Grund entschied die Liga die Playout-Halbfinals mit einer Relegationsrunde zu ersetzen. Rapperswil stieg in der darauffolgenden Saison ab und kämpft heute um den Wiederaufstieg in die höchste Schweizer Eishockeyliga. Wie sich jedoch zeigt, ist die Relegationsrunde nur genau für diesen „Fall Rapperswil“ nützlich.

Relegationsrunde bringt nix

In den vergangenen Jahren kam in der Relegationsrunde eigentlich nie wirklich Spannung auf. Durch die sechs Spiele besteht zwar mathematisch meist noch die Möglichkeit, dass ein Team noch eine gegnerische Mannschaft abfangen kann. In der Realität sieht dies jedoch stets anders aus. In den vier Jahren der Relegationsrunde war das Verdikt schlussendlich jeweils klar und deutlich. Dies zeigt folgende Übersicht:

(Einfach auf die Statistik klicken um diese genauer anschauen zu können)

Reaktion der Liga gefordert

Die Liga sowie die Klubs müssen endlich reagieren und die Relegationsrunde abschaffen. Eine Wiedereinführung der Playout-Halbfinals wäre denkbar, würde das mit der Relegationsrunde beseitigte Problem („Fall Rapperswil“) jedoch wieder aufleben lassen. Aus diesem Grund ist eine neue Lösung gefordert. Am treffendsten wäre, nach der Qualifikation die Mannschaften auf dem 9. und 10. Rang in die Ferien zu schicken. Die beiden Klubs auf den Rängen 11 und 12 würden danach direkt den Playoutfinal austragen und der Verlierer danach die Ligaqualifikation gegen den NLB-Meister bestreiten. Hierfür müssten einzig die Playoffs in der National League B früher beginnen, was mit weniger Spielen oder Dienstagsrunden durchaus machbar wäre. Diese Lösung wäre aus sportlicher Sicht fair und würde dafür sorgen, dass es in möglichst allen Spielen um Sieg und Niederlage geht. Der Sport und die Fans wären äusserst dankbar.

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