Gottéron-Blog

Lassen wir die Relegationsrunde zu PLAYOFFS werden

Der Kanton Freiburg ohne Eishockey-Playoffs ist wie Bier ohne Alkohol. Schmeckt gut, ist gesünder, macht aber nicht gesprächig und lustig. 

 

Man spürt an allen Ecken und Enden. Freiburg-Gottéron hat in dieser Saison die Playoffs verpasst. Das Lebensgefühl ist einfach nicht wie in anderen Jahren. Ja, man könnte von einer gewissen Hockeydepression sprechen. Das Thema „Gottéron“ wird in diesen Tagen beinahe totgeschwiegen. Ich erinnere mich an Playoff-Zeiten, während denen sogar hockeydesinteressierte Freiburger plötzlich zu Experten wurden und über nichts Anderes mehr sprechen konnten als Freiburg-Gottéron. Ich erinnere mich an März-Monate an denen 75% der Freiburger Tagträume vom Meistertitel hatten, vor dem Einschlafen an das nächste Gottéron-Spiel dachten, nachts von Gottéron träumten und am nächsten Morgen mit Gottéron im Kopf aufwachten. Diese Zeiten fehlen aktuell wohl jedem Gottéron-Fan.

Ja, zugegeben. In der Relegationsrunde geht es für Freiburg-Gottéron nicht um den Ligaerhalt. In den 6 Spielen 11 Punkte aufzuholen würde ein richtiggehendes Hockeywunder bedürfen, was alles Andere als realistisch ist. Aus diesem Grund scheint die Relegationsrunde niemanden zu interessieren. Gottéron braucht jedoch gerade jetzt die Unterstützung der Fans, um auf den richtigen Weg zurückzukehren und so gestärkt in die Playouts gegen Ambri-Piotta zu starten. Darum: Lassen wir die Relegationsrunde zu PLAYOFFS werden.

Hier drei Tipps, wie die Gottéron-Fans die Relegationsrunde zu Playoffs machen können:

1. Gottéron First, alles Andere second

Hochzeitsjubiläum, Geburtstagsfest der Grossmutter, Flitterwochen, Geschäftsessen oder Skiferien sind ab sofort an Spieltagen von Gottéron zweitrangig! Keine Diskussion. Wenn Gottéron in den Playoffs gegen den SC Bern spielen würde, würde sich diese Frage nämlich nicht stellen.

2. Gottéron-Fans wecken

Jeder hat zwei-drei Kolleg/innen, die während dem Verlauf der Saison Freiburg-Gottéron aufgegeben haben oder erst für die Playoutserie wieder ins Stadion kommen wollen. Hier braucht es Klartext: Für einmal, für immer... wer die Relegationsrunde sausen lässt, ist kein richtiger Gottéron-Fan. Punkt.

3. Gottéron-Fieber verbreiten

Wird in der „Z’nüni-Pause“ über Gott, die Welt oder Trump gesprochen, dann einfach den Kollegen ruhig Mitten im Satz unterbrechen und folgende Stichwörter in den Raum werfen: „Gottéron. Sprunger. St. Léonard. Fans. Stimmung usw.“.  Wenn dann keiner über Gottéron sprechen will, dann sofort die Kündigung einreichen...

Egal wie krass das Vorgehen, lassen wir die Relegationsrunde zu PLAYOFFS werden.

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#13 und #44  unters Dach

Eine Hommage an Beni Plüss und Shawn Heins

Beni Plüss und Shawn Heins haben Freiburg-Gottéron im letzten Jahrzehnt geprägt. Nach einem längeren Hin- und Her und aufgrund des stetigen Drucks der Fans, werden ihre Trikots im letzten Heimspiel der Qualifikation nun unter das Dach der Patinoire St. Léonard gehängt. In Zukunft wird sich niemand mehr anmassen dürfen, die Leibchen mit den Nummern #13 oder #44 überzustreifen. Wenn die Nummer eines Spielers nicht mehr vergeben wird, dann hat dieser die Geschichte des Vereins zumindest mitbestimmt. Dies trifft auf Beni Plüss und Shawn Heins zu. 

#13 Beni Plüss

Der gebürtige Bülacher kam im Jahr 2003 nach Freiburg und liess sich in Deutschfreiburg nieder. Über 13 Jahre war er der Motor von Gottéron. Hockeyexperten sagten jeweils zutreffend: „Wenn es Beni Plüss auf dem Eis läuft, dann läuft es auch Gottéron“. Mit seiner Leidenschaft und seiner aufopfernden Spielart war er über ein Jahrzehnt lang das Herz der Mannschaft. Zusammen mit Andrei Bykov und Julien Sprunger bildete der linke Flügel das beste Gottéron-Trio der Neuzeit und wohl das beste Schweizer-Trio des 21. Jahrhunderts. 743 Spiele in der höchsten Liga und 444 Skorerpunkte sprechen Bände. Beni Plüss hat die Geschichte des Vereins mit den Playoff-Highlights gegen die ZSC Lions und den SC Bern geprägt. Leider blieb ihm der Schweizermeistertitel verwehrt. Verdient hätte er es allemal einen Pokal in die Höhe zu stemmen.

#44 Shawn Heins

In Zeiten von Gottéron-Krisen gibt es keinen Spieler, den sich die Gottéron-Fans mehr zurückwünschen würden als Shawn Heins. Der Kanadier war nicht nur ein richtiggehender Haudegen, ein Heisssporn und ein emotionaler Vulkan, sondern auch ein wahrer Teamleader und ein spielerisch oft unterschätzter Verteidiger.  Shawn Heins war stets ein Garant für Emotionen in der Patinoire St. Léonard und bekanntlich braucht Gottéron Emotionen um Erfolg zu haben. Während Jahren hielt die #44 den Weltrekord für den härtesten Slapshot. Dass der damalige Fels in der Brandung noch heute an der Verletzung leiden muss die zum seinem Karriereende führte, schmerzt sehr. Die Freude, dass ihm nun die verdiente Ehre zu Teil wird, ist jedoch unermesslich.

Danke Beni Plüss und Shawn Heins!

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Reto Berra. Ein Wahrzeichen wie die „La Berra“

Der Transfer des Torhüters Reto Berra zu Freiburg-Gottéron ist zwar noch nicht offiziell, aber die übereinstimmenden Medienberichte sprechen dafür, dass der Schweizer Nationaltorhüter für die kommenden fünf Jahre zu den Freiburgern wechselt.

Was die „Berra“- der 1719 Meter hohe Berg in den Freiburger Voralpen - für den Kanton Freiburg ist, könnte Reto Berra für Freiburg-Gottéron werden. Ein Wahrzeichen. Reto Berra ist wahrlich ein Berg wie die „Berra“. Mit seinen 1.94m gehört er zu den grössten Schweizer Torhütern aller Zeiten.  Zwischen Reto Berra und der „La Berra“ gibt es jedoch einen gewichtigen Unterschied. Reto Berra wird ab kommender Saison im Trikot der Drachen klar die Nr 1. Die Berra ist im Kanton Freiburg hinter der Kaiseregg nur die Nr. 2.

Dass sich Reto Berra für Freiburg-Gottéron und gegen den HC Lausanne entschieden hat, kommt auf den ersten Blick überraschend. Auf den zweiten Blick gibt es jedoch mehrere Argumente, die für die St. Léonard-Truppe sprechen. Wie verschiedene Medien berichten, könnte dies daran liegen, dass die aktuellen Investoren des HC Lausanne beim EHC Kloten einen Scherbenhaufen hinterlassen haben und beim HC Lausanne mit Christobal Huet bereits ein Alphatier unter Vertrag steht. Zwei gute Argumente, aber es gibt noch Weitere. Erstens war klar, dass Reto Berra im Kanton der „La Berra“ spielen wollte. Spass bei Seite, aber Reto Berra passt in der Tat besser nach Freiburg, als nach Lausanne. Der 30-jährige Bülacher ist ein einfacher Geselle, der sich im heimeligen Freiburg wohler fühlen wird, als im Möchtegern-Zürich der Westschweiz. Bei Freiburg-Gottéron kann er als Eckpfeiler helfen ein neues Haus, sprich ein neues Team aufzubauen. Beim seit Kurzem ambitionierten Lausanne würde von ihm erwartet, die Mannschaft zu einem Titel zu führen. Mit 30 Jahren, einer WM-Silbermedaille und NHL-Erfahrung muss sich der aktuell wohl beste Schweizer Torhüter jedoch nicht mehr beweisen. Lieber nimmt er die Herausforderung an, dem angeschossenen Drachen auf die Beine zu helfen.

Sportchef Christian Dubé ist mit dieser Verpflichtung ein wegweisender Transfercoup gelungen. Rund um Reto Berra lässt sich in den kommenden Jahren einen Geheimfavoriten bilden. Dass Gottéron den Transfer nicht bestätigen will, ist aus kommunikativer Sicht richtig. Die Drachen müssen sich jetzt auf die bevorstehenden Playouts konzentrieren. Schade nur, dass einige Grossmäuler ihren Mund nicht halten konnten. Nun wird natürlich die Frage in den Raum geworfen, wie Benjamin Conz darauf reagieren wird. Der bekannteste Schweizer Eishockey-Kolumnist wagt sich ins Fenster hinaus und schreibt davon, dass sich Freiburg-Gottéron damit in Abstiegsgefahr bringe. Schwachsinn. Menschen neigen zu Trotzreaktionen. Darum würde es nicht erstaunen, wenn genau diese Nachricht bei der statistisch schwächsten Nummer 1 der Liga den Knoten zum Platzen bringen würde. Wichtig ist jedoch, dass der Sportchef sowie der Trainer nun die richtigen Worte gegenüber Conz finden. Auch wenn nun Wichtigeres ansteht, freuen sich die Gottéron-Fans zu Recht bereits jetzt auf ihren neuen Torhüter, der den gleichen Namen trägt wie das Wahrzeichen im Greyerzerland.

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Schwarzsee oder Schwarzsee-See?

Zwei Freunde streiten sich. Nennen wir sie Fritz und Franz. Fritz hat heute Franz gefragt, ob er mit ihm Schlittschuhlaufen gehen will.

 

Hier das Gespräch:

Fritz: „Kommst du heute mit mir Schlittschuhlaufen auf dem Schwarzsee?“

Franz: „Wo?“

Fritz: „Auf dem Schwarzsee?“

Franz: „Du meinst wohl auf dem Schwarzsee-See“

Fritz: „Was?“

Franz: „Man sagt ich gehe in den Schwarzsee, im Schwarzsee, aber ich gehe in den Schwarzsee-See baden - oder auf den Schwarzsee-See fischen - oder eben auf den Schwarzsee-See Schlittschuhlaufen...“

Fritz: „Du bisch doch nid ganz jùscha!“ Man sagt ich bade im Schwarzsee und fische auf dem Schwarzsee.“

Franz: „Du badest aber im See und nicht auf der Kaiseregg. Darum badest du im Schwarzsee-See“.

Fritz: „Du hast doch keine Ahnung!“

Ganz ehrlich: sagt ihr Schwarzsee oder Schwarzsee-See? Schreibt uns eine E-Mail auf info@skippr.ch 

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Gesucht bis gefunden

Die Schlittschuhe von Marc-Antoine Pouliot hängen in Düdingen

Die Gottéron-Fans erinnern sich ungerne. Am 3. Oktober 2016 wurde der kanadische Stürmer Marc-Antoine Pouliot nach dem „Schlittschuh-Skandal“ suspendiert. Der Kanadier hatte für das Auswärtsspielspiel in Zug seine Schlittschuhe im St. Léonard vergessen. In der Zwischenzeit wurden die Schlittschuhe gefunden. Ein skippr-User hat diese in Düdingen im Bfit2 im Stadion Birchhölzli gesichtet. Kein Witz! Marc-Antoine Pouliot hat diese dem Bfit2 als Abschiedsgeschenk hinterlassen. Dieser Mann hat Humor! Als Beweis die Fotos. Auch wenn es kein Witz ist, erzählen wir euch die ganze Geschichte gerne in Form eines Märchens.

 

Die Schlittschuhe des Marc-Antoine von und zu Pouliot

Ein Märchen aus dem Gottéron-Land

Es war einmal ein kanadischer Eisprinz. Er lebte glücklich im Hause Gottéron. Im Gefolge der Drachen nannten sie ihn liebevoll „Pouli“, mit richtigem Namen hiess er jedoch Marc-Antoine von und zu Pouliot. Der schlaksige und agile Eisläufer war einer der Hoffnungsträger Gottérons in der Schlacht um die Playoff-Plätze. Eines Tages wurde dem Eisprinzen mitgeteilt, dass Marschbefehlshaber Gerd von Zenhäusern das Hause verlassen müsse. Marc-Antoine von und zu Pouliot verärgerte sich sehr ab dieser Botschaft. Im letzten Kampf unter dem Marschbefehlshaber erhob von und zu Pouliot das Wort gegen den abtretenden Gerd von Zenhäusern. Nur knapp entging er der Guillotine und wurde von Graf de Dubé für einige Tage in den Kerker gesperrt. Doch zwei Sonnenaufgänge später wurde „Pouli“ begnadigt und sattelt sein Ross für die Schlacht im Lande Zug. Kurz bevor dem sich die Schwerter und Spiesse zu kreuzen anbahnten, fiel Marc-Antoine von und zu Pouliot auf, dass er seine Schlittschuhe in der Festung St. Léonard vergessen hatte. Für den Grafen de Dubé zu viel des Guten. Er verbannte den Kanadier für immer und ewig aus dem Hause Gottéron. 

Marc-Antoine von und zu Pouliot, ein Ehrenmann in Person, wollte sich vor seiner Reise ins Ungewisse von seinen treuen Dienern verabschieden. Darum begab er sich auch in die Gemächer des Bfit2 in Düdingen, wo er im Sommer jeweils seinen Körper stählte. Dort begehrte man ein Abschiedsgeschenk in Form eines seiner Leibchen, da sich das Bfit2 zur Gewohnheit gemacht hatte, mit Erinnerungsstücken ihrer Athleten die Wand zu schmücken. Doch Pouliot, ein Mann der amüsanten Abstammung, schwebte etwas ganz anders vor. Anstatt eines Leibchens brachte er dem Bfit2 Schlittschuhe und zwar die Schlittschuhe, die er vor der Schlacht in Zug vergessen hatte und die ihn um sein Gemach im Hause Gottéron brachten.

Und wenn sie vor Lachen nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Ende der Geschichte.