Blog

Meine Begegnung mit Roger Federer

Wir schreiben das Jahr 2006. Ein kleiner Freiburger Sport Journalist hat das Glück an den Swiss Sports Awards in Zürich teilzunehmen. Rund 200 Journalisten von Print, Radio und Fernsehen warten im Medienzentrum auf den verspäteten Weltstar Roger Federer. Das SRF-Aushängeschild Rainer-Maria Salzgeber, der die Interviews mit den Kandidaten koordiniert, vertröstet die Journalisten, dass der Tennisstar und Favorit auf den Titel des Schweizer Sportler des Jahres in Bälde kommen werde.

Der Freiburger Sportjournalist schlägt am üppigen Buffet zu und tankt mit gefühlten zwei Litern Orangensaft Vitamine für das bevorstehende Treffen mit seinem Lieblingssportler. Zwei Liter Orangensaft, klar dass man da auch mal auf die Toilette muss. In der Angst die Ankunft Federers zu verpassen, beeilte ich mich beim Gang auf das WC. Als ich dann vor dem Pissoir stand, öffnete sich plötzlich die Tür und ein Mann stellte sich an das Pissoire neben mich. Wie es sich unter Männern gehört, schaut man einander vor dem Pissoire nicht in die Augen. Doch plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel, dass es sich bei meinem "Pinkelnachbarn" nicht um irgendjemanden handelte. Es war Roger Federer! Sonst eigentlich nicht auf den Mund gefallen, brachte ich keinen Mucks raus. Tausend Small-Talk Einstiege gingen mir während weniger Sekunden durch den Kopf. Doch mein Mund schien wie zugeklebt. Auch als wir nebeneinander die Hände wuschen, kam einfach kein Wort aus meiner Kehle. Beim Rauslaufen hatte ich dann wenigstens den Reflex dem Maestro die Türe zu öffnen und er bedankte sich artig. Kaum aus der Toilette, wartet seine Frau Mirka und geschätzte 30 Fotografen auf ihn. Er stellte sich neben Mirka und ein Blitzlichtgewitter erstrahlte den Raum. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man mich auf einigen Bildern sieht, wie ich versuche mich hinter dem Traumpaar Richtung Mediensaal zu schleichen. Auch wenn ich in den Folgejahren zwei-dreimal die Möglichkeit hatte Roger Federer anlässlich eines Interviews Fragen zu stellen, nerve ich mich bis heute, dass ich meine einzige Chance mit dem grossen Roger Federer zwei-drei persönliche Worte zu wechseln, verpasst habe...

Dies meine Begegnung mit Roger Federer. Habt auch ihr schon mal unverhofft einen Star getroffen? Dann beschreibt uns doch euer Treffen per E-Mail auf info@skippr.ch.

ew/ 29. Januar 2017

Gottéron-Blog

Stay calm and drink beer. Keine Panik auf der Titanic

Freiburg-Gottéron wird die Playouts in dieser Saison nach einer katastrophalen Qualifikation nicht umgehen können. Liest man die Kommentare der Gottéron-Fans in den sozialen Medien, wird man das Gefühl nicht los, dass die Drachen bereits um den Abstieg kämpfen. Wenn dann die Gottéron-Verantwortlichen in der grössten Schweizer Tageszeitung - derjenigen mit den fünf Buchstaben - auch noch Panik schüren, dann ist dies nichts anderes als unnötigerweise Öl in ein kleines Feuer zu giessen und der Situation nicht dienlich.

In der aktuellen Lage der Freiburger gibt es für die Fans sowie die Verantwortlichen zwei abgedroschene Ausdrücke, die man sich zu Herzen nehmen sollte, um aus einem Lagerfeuer kein Grossfeuer zu machen.

Für die Gottéron-Fans: „Stay calm and drink beer“. Die Mannschaft braucht seine Fans bis zum Ende der Saison und ist auf die Unterstützung ihrer Anhänger angewiesen. Pfiffe, negatives Denken und Panikparolen sind hierbei nicht angebracht.

Für die Gottéron-Verantwortlichen gilt folgender Ausdruck: „Keine Panik auf der Titanic“. In der Gottéron-Misere sind kühle Köpfe gefragt. Es bringt nichts, noch mehr Unruhe ins Team zu bringen und einzelne Elemente in der Öffentlichkeit zu kritisieren. Muss der Trainer gewechselt werden, dann muss der Trainer gewechselt werden. Punkt. Dies muss aber gut überlegt sein und ohne Polemik erfolgen.

Es gibt keinen Grund für Panik, Unruhe und Selbstzweifel. Freiburg-Gottéron kämpft nicht gegen den Abstieg! Die Drachen haben noch neun Spiele, um bereits in der Qualifikation den Grundstein zu legen, dem Playout-Final entgehen zu können. In der Playoutrunde haben sie es nochmals in den eigenen Händen. Auch wenn Gottéron danach in den Playout-Final müsste, sind die Chancen gross, dass der Ligaqualifikation ausgewichen werden kann, denn die Mannschaft von Larry Huras hat die Qualität, um einen Gegner wie Langnau oder Ambri-Piotta in einer Serie über sieben Spiele ohne Weiteres in Grund und Boden zu spielen. Bereits jetzt von einer möglichen Ligaqualifikation zu sprechen, wäre verfehlt. Soviel sei jedoch vorausgeschickt: kein NLB-Team kann in dieser Saison Freiburg-Gottéron in einer Serie gefährden.

Die Saison der Drachen ist katastrophal. Keine Diskussion. Aber ein Abstieg ist nur möglich, wenn die Gottéron-Fans und die Gottéron-Verantwortlichen diesen mit „Panikmacherei“ herbeischwören. Die Anhänger müssen darum ihre Mannschaft bis zum letzten Spiel unterstützen und die Verantwortlichen müssen diskussionslos hinter dem Team stehen. 

Stay calm and drink beer. Keine Panik auf der Titanic.

Gottéron Blog

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Die Fans von Freiburg-Gottéron durchleben harte Zeiten. Eine Playoff-Qualifikation scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein und die Drachen vermögen aktuell wenig Spass zu vermitteln. Mit Galgenhumor lebt es sich bekanntlich leichter. Darum hier eine Auswahl von Gottéron-Witzen, um in schwierigen Zeiten den Humor nicht zu verlieren.

1. Der Bykov-Witz

Freiburg-Gottéron steht mit dem Traum-Duo Bykov-Khomutov im Jahr 1994 im Final um den Schweizermeistertitel gegen den EHC Kloten. Kurz vor dem vierten Finalspiel: Fritzchen rennt aus dem Garten in das Wohnzimmer und schreit: „Papi, Papi...  Mami schmust im Garten mit dem Nachbar!“. Sagt der Vater: „Fritzli hast du mich erschreckt. Ich dachte schon Bykov könne nicht spielen...“.

2. Der Monnet-Witz 

Wir schreiben das Jahr 2015. Die Gottéron-Fans nerven sich ab der Lustlosigkeit von Thibault Monnet: Der Walliser Stürmer humpelt nach einem Einsatz vom Eis. Schreit der Trainer Gerd Zenhäusern: „Tibi, was ischu passiert, was hümplisch so üma?“ Sagt Monnet: „Scheichu igschlafu!“. 

3. Der Pouliot-Witz 

"..."

4. Der klassische Witz 

Die 3. Klasse der Primarschule Düdingen besucht zum Schulausflug ein Museum in der Stadt Freiburg. Eine nette Dame erklärt den Kindern jeweils von welchem Künstler ein Bild stammt und welchen Titel es trägt. Plötzlich steht die Klasse vor einem Bild auf dem man einen Drachen und das Logo von Freiburg-Gottéron sieht. Fritzchen fragt: „Und wie heisst dieses Bild?“ Sagt die Dame: „Dieses Bild hat leider keinen Titel“. 

Kennt ihr einen Gottéron-Witz, dann schickt diesen an info@skippr.ch

 

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Die Düdingen Bulls

Unsere Retter in harten Freiburger Eishockeyzeiten

Hoch sollen sie leben die Düdingen Bulls! Mit einem 5:1 Sieg in Saastal haben die Düdingen Bulls den Aufstieg in die Swiss Regio League geschafft.

 

Die Aufsteiger-Jungs: Foto: Facebook-Seite Düdingen Bulls

Die Zeiten für Freiburger Eishockeyfans sind hart. Freiburg-Gottéron kann die Herzen der Fans in dieser Saison nicht erwärmen. Der Playoff-Zug scheint seit der gestrigen Niederlage gegen die Langnau Tigers abgefahren und die ganze Saison ist geprägt von negativen Schlagzeilen wie die Abgänge von Gerd Zenhäusern, Marc-Antoine Pouliot, Anton Gustafsson oder Mattias Ritola. Da ist der Aufstieg der Bulls Balsam auf die Freiburger Hockeyseele und kommt genau an dem Abend, an dem die Gottéron-Fans die Saison 2016/2017 wohl definitiv begraben müssen. 

Der Klub aus Düdingen hat diesen Aufstieg mehr als verdient. Die Düdingen Bulls sind seit Jahren ein Vorzeigebeispiel, wie man aus bescheidenen Mitteln Grosses bewirken kann. Wenn man von den Düdingen Bullen spricht, dann kommt man ins Schwärmen. Spiel für Spiel zeigen die Düdinger eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen unglaublichen Siegeswillen. Charaktereigenschaften, die man beim grossen Bruder Gottéron in dieser Saison schmerzlich vermisst. Der Aufstieg in die dritthöchste Liga der Schweiz ist mehr als verdient.

Die Düdingen Bulls retten mit dieser herausragenden Leistung die Freiburger Eishockeysaison. Danke und herzliche Gratulation.

Ein Sensler erobert die USA


Wo'ni no chli bi gsi

u'ni no Tröim ha gha,
da ha'ni gseit, wenn i mau gross bi,
de gah'ni uf Amerika.

So träumerisch dieses Songzitat auch sein mag, so kenne ich wenige, die ihre Kindheitsvisionen verwirklicht haben. Schade eigentlich, weil sonst gäbe es vermutlich 50% Astronauten, 30% Sportprofis, 10% Kindergärtnerinnen, 9% Coiffösen und 1% MacGyver, A-Team oder Rettungsschwimmer. Oder was steht so in euren «Meine Freunde»-Büchern?

Einer, der zwar nicht seinen Kindheitstraum verwirklicht, aber die Gelegenheit am Schopf packte, ist der 21-jährige Schmittner Christoph Schneuwly. Vor eineinhalb Jahren zog es ihn in den mittleren Westen in den Bundesstaat Texas um etwas zu erreichen, was in der Schweiz kaum machbar ist. Er will «Profi»-Fussball und Bachelor-Studium kombinieren.

Grundausbildung und Sport

Die Schweiz steht im internationalen Vergleich in punkto Grundausbildung an der Weltspitze.

«As isch wichtig, dass du epis Guets lehrsch u dini Ausbiudig abschliessisch»

Fünf bis acht Trainingseinheiten sind im Juniorenbereich quasi aller Sportarten die Regel. Zukünftige Superstars werden mit 13 Jahren aus ihren gewohnten Umgebungen gerissen und finden ihren Platz in Sportinternaten wieder.

«Gau, vo nüt chunnt nüt.»

Nach der Grundausbildung, sei es eine Berufslehre oder eben dem Gymi, ist dann vor allem im Fussball und Hockey bei den Klubverantwortlichen meistens Schluss mit Kompromissen – 100% Fokus auf den Sport, heisst das Credo.

Bei Christoph war das ähnlich. Vom FC Schmitten über die Auswahl Bern-West fand er den Sprung in die Juniorenabteilung von YB, in welcher er Fussball und den Maturaabschluss kombinieren konnte. In Anbetracht, dass nur ganz wenige im Fussball eine erwähnenswerte Profikarriere hinlegen, gilt es bei gegebener Voraussetzung «z’Füfi u z’Weggli» zu wollen – in diesem Fall Uni und Fussball.


Einfach mal machen

An einem Schulvortrag kam Christoph mit einer US-Sportvermittlungsagentur in Kontakt, welche er als Grundstein für seinen heutigen Erfolg betrachtet. Sie halfen dem Schmittner, eine potentiell erfolgreiche Uni auszusuchen, welche akademisch und fussballtechnisch hohe Ambitionen hat sowie mithilft, möglichst grosse Stipendien zu erhalten.

So startet Christoph im 2015 sein US-Abenteuer am Tyler Junior College in Texas. Mit 20 Jahren das vertraute Heim verlassen und sich von seinen Freunden verabschieden, um in den Südstaaten sein Glück zu finden, braucht Mut– es sind immerhin vier Jahre bis zum Bachelor-Abschluss.

Gleich im ersten Jahr konnte Christoph in der amerikanischen Leistungskultur überzeugen. Seine schulischen und sportlichen Leistungen gefielen den Verantwortlichen so gut, dass er auf die Stufe 100%-Stipendium kletterte, d.h. all for free! Yeaaah. Kein Wunder, sein Fussballteam schloss die Junior College League (NCJAA) amerikaweit als Zweiter ab. Die Apache Athletics, so nennen sich die Tyler Studenten, verloren das entscheidende Finalspiel mit 0 zu 1.

Video: Entscheidung Finalspiel


US Meister und Scholar Athlete of the Year

Definitiv angekommen in seiner neuen Heimat, konnte Christoph im zweiten Jahr immer mehr Verantwortung im Team übernehmen und entwickelte sich zum Führungsspieler. Mit 24 Siegen aus 24 Spielen gewann das Tyler College die nationale Meisterschaft. Zudem erhielt Christoph die Auszeichnung «Scholar Athlete of the Year», die höchste Auszeichnung für schulische sowie sportliche Leistungen - amerikaweit versteht sich.

Seine Leistungen und diese Auszeichnung - erste Angebote von Top Universitäten liessen nicht lange auf sich warten. Da die Fussballsaison nur im Herbstsemester gespielt wird, kann Christoph nun in Ruhe die Angebote der Unis analysieren. Wohin es ihn dann im Sommer ziehen wird, weiss er noch nicht, aber verlockende Angebote liegen von Harvard, Standford, Santa Barbara und vielen anderen Top-Unis vor. Dies bedeutet nicht nur akademisch, sondern auch fussballerisch eine grosse Veränderung.

Wir wünschen Christoph eine gute Entscheidungsfindung und weiterhin viel Erfolg.