"Pilzlen" in den Freiburger Voralpen

Eine skippr-Reportage

Es gibt Jäger, Sammler und solche die das Feuer bewachen. In Form einer Reportage hat sich skippr, eigentlich geborene Feuerbewacher, zu den Sammlern begeben und zwar zu den "Pilzlern".

Pilze sammeln ist ein Volkssport, der wenig Vorbereitung braucht. Ein paar Wanderschuhe, ein Schweizer Sackmesser und ein geflochtener Korb ins Gepäck und ab geht's Richtung Freiburger Voralpen. Natürlich ist auch ein Grundstock an Wissen förderlich, um geniessbare Pilze zu sammeln. Selbstverständlich ist der Gang in die Pilzkontrolle jedoch nach dem "Pilzlen" für Laien ein Muss. Bei unserer Reportage hatten wir das Glück von einem Deutschfreiburger Kenner mitgenommen zu werden. Der Kenner möchte anonym bleiben. Warum? Weil "Pilzler" wie die Pilze selber ein eigenes Gewächs sind. Die Angst, dass dem Kenner nach der Reportage dutzende Personen mit dem Auto nachfahren und auf der Suche nach Steinpilzen, Eierschwämme  usw. nachlaufen würden, ist schlicht zu gross. Ein vorsichtiges Volk diese "Pilzler". 

Die Freiburger Voralpen sind als Goldgrube für Pilze bekannt. Ob auf dem Schwyberg oder im Plasselbschlund hat es gemäss Volksmund Pilze en masse. Der Kenner nahm mich mit Richtung Schwarzsee. Mehr darf ich hierzu nicht verraten. Das Geheimhalten der besten Plätze gehört zum "Pilzlen".  Jedenfalls bin ich überzeugt, dass wir an jenem Morgen höchstens den sechstbesten Platz des Kenners nach Pilzen abgesucht haben. Die fünf Top-Plätze würde ein Pilzesammler nämlich nie preisgeben!

Nach gefühlten 1000 Höhenmeter und 20 Fliegenpilzen der erste Erfolg, der erste Steinpilz. Der Steinpilz wird in Freiburg übrigens "Bolet" genannt. Meine Freude war gross. Der Kenner freute sich mit mir, sagte jedoch, warte nur bis wir etwas weiter oben sind. Wie angekündigt, kam es auch. Wenig später zeigte mir der Kenner einen Ort, an dem die Steinpilze richtiggehend aus dem Boden schossen. Die „Bolets“ waren so gross, dass ich sie als Laie wohl für etwas anderes als für Steinpilze gehalten hätte. Sofort wurden die Pilze beschnitten und die Resten liegen gelassen. Als "Pilzler" lässt man die Abschnitte absichtlich liegen, um dem nächsten mitzuteilen: "hier gibt es nix, aber auch gar nix zu holen". Der Korb füllte sich schnell und als wir das gesetzliche Maximum erreicht hatten, ging es zurück zum Auto.

Dankbar für den interessanten Morgen lud ich den Kenner auf dem Heimweg zu einem Bier ein. Beim kühlen Blonden gab er mir noch einen Tipp mit auf den Weg. Man könne Steinpilze auch sehr gut einfrieren, sagte mir der Kenner. Also begab ich mich mit meinem Korb voller Pilze nach Hause. Der Steinpilz-Risotto am Abend war unschlagbar und der Rest wurde wie angeraten eingefroren.

Wer also an einem schönen Herbsttag noch nichts vor hat, dem kann ich einen "Pilzle"-Ausflug nur wärmstens empfehlen.

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Bringt gegen den Angstgegner den Knoten zum Platzen!

Der HC Lugano verfügt über einen Kader, dass es "chlöpft und tätscht". Klasen, Brunner und Martensson sind nur drei von 10 klangvollen Namen in der Offensive der Bianconeri. Mit Verteidigern wie Furrer und Vauclair haben die Tessiner auch aus der zweiten Reihe Feuerkraft bis zum Abwinken. In den letzten Jahren sind die Tessiner darum zu einem der Angstgegner von Freiburg-Gottéron gereift. Gereift ist das richtige Wort, denn gegen Gottéron fallen die Lugano-Siege wie faule Früchte von den Bäumen. Freiburg-Gottéron hat von den letzten 10 Spielen gegen Lugano nur gerade zwei Partien gewonnen. Ein Zufall? Nein.

Freiburg-Gottéron liegt dem HC Lugano von der Spielveranlagung und der Mentalität her. Die Drachen lieben es viel Platz und Freiheiten zu haben und es gibt nur eine Mannschaft in der Schweiz, die dies noch lieber hat. Genau, der HC Lugano. In einem offenen Spiel, in dem die Mittelzone nur zum Durchfahren gedacht ist und Körperkontakt wie in der Plausch-Liga aus den Spielen verbannt wird, sind die „Luganesi“ mit Abstand die beste Mannschaft der Schweiz. Larry Huras wird darum gut daran tun, seine Spieler vor einem offenen Schlagabtausch gegen den HC Lugano zu warnen, aus einer sicheren Defensive spielen zu lassen und die Tessiner in Zweikämpfe zu verwickeln.

Die Drachen haben am Wochenende mit zwei Siegen gegen Ambri-Piotta den Weg zurück auf die Siegerstrasse gefunden. Trotz den 5 Punkten hatte man jedoch nicht das Gefühl, dass der Knoten bei den Drachen vollends aufgegangen sei. Daher kommt der HC Lugano gerade zum richtigen Zeitpunkt in die FKB-Arena. Ein Sieg gegen den Angstgegner und der Knoten wird bei Ritola, Gustafsson und Co. definitiv platzen. Geht der Knoten nun richtig auf, dann steht Gottéron schon in einigen Wochen auf einem Playoff-Platz. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche und fast so sicher, wie dass Julien Sprunger in einer allfälligen Verlängerung gegen Lugano den Siegtreffer erzielen wird.

Allez Gottéron!

Ankunft in Delémont mit B-Post

Der EHC SenSee vergibt die Führung im letzten Drittel und verliert gegen Delémont mit 5:3.

Der eine Torhüter war krank und der Andere kam erst nach dem Einlaufen. Somit musste der EHC SenSee kurioserweise ohne Torhüter einlaufen!

Obwohl die Sensler bereits nach 14 Sekunden das erste Gegentor kassierten, konnten sie das erste Drittel trotzdem ausgeglichen gestalten. Timi Bührer brachte den EHC SenSee mit einem präzisen Schuss im Powerplay zurück ins Spiel. Leider gab es 5 Minuten vor Ende dieses Drittels nochmals die erneute Führung für die Gastgeber.
Im zweiten Drittel hatte der EHC SenSee das Team aus Delémont fest im Griff und deshalb war es keine Überraschung, dass Sandro Glauser für den Ausgleich sorgte. Das zweite Drittel gewannen somit die Sensler.
In der Drittelspause spürte der EHC SenSee, dass in diesem Spiel eindeutig Punkte machbar sind. Das zeigte sich auch auf dem Eis. Es dauerte nur gerade 16 Sekunden bis Marc Moser den Puck über die Torlinie schoss. Leider vergab das Team, duch unnötige Fehler, den Auswärtssieg und kassierten noch drei Tore. Somit verliert der EHC SenSee im Jura mit 5:3. Schade, da wäre mehr Möglich gewesen!

HC Delémont-Vallée - EHC SenSee
5:3 (2:1 ; 0:1 ; 3:1)

Torschützen des EHC SenSee:

1:1 Timi Bührer (Sandro Glauser, Kilian Amstutz)
2:2 Sandro Glauser (Yannik Grau, Kilian Amstutz)
2:3 Marc Moser (Patrick Zürcher, Dominik Riedo)

Der Beste: Timi Bührer

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Julien Sprunger: Ein Held wie er leibt und lebt

Ein Held ist eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, ausseralltägliche Leistung begeht. Diese Definition passt auf Julien Sprunger, wie seine Handgelenkknaller unter die Latte der gegnerischen Tore passen...

Der Kapitän der Drachen hat im Sommer seinen Vertrag mit Freiburg-Gottéron langfristig verlängert und hat dabei eine Lohnkürzung in Kauf genommen. Eine Lohnkürzung? Bei einem Eishockeyspieler im besten Alter? Das gibt es beinahe so selten, wie Meistertitel von Freiburg-Gottéron. Das gab es bisher noch nie! Dies ist bereits an sich eine Heldentat. Der Grund warum Julien Sprunger jedoch auf einen besseren Vertrag bei einem grossen Klub den SC Bern oder die ZSC Lions verzichtet hat, ist jedoch noch die grössere Heldentat. Julien Sprunger ist in erster Linie nicht Eishockeyspieler, sondern Vater. Sein Sohn war der grösste Grund warum der 1.94m grosse und 90kg schwere Flügel um beinahe jeden Preis bei Freiburg-Gottéron bleiben wollte. Dazu kommt selbstverständlich noch seine Verbundenheit mit Gottéron, seinem Jugendklub, seiner grossen Liebe. Seine Vaterpflichten sind auch die Gründe, warum Julien Sprunger seit geraumer Zeit auf die Nationalmannschaft verzichtet. Eine zweiwöchige WM-Absenz ist mit seiner Vaterrolle nicht zu vereinbaren. Chapeau! Ein wahrer Held.

Wahre Helden zeichnen sich im Sport auch dadurch aus, dass sie in den wichtigen Situationen spielentscheidend sind. In den letzten 10 Jahren hat das bekannteste Gesicht von Freiburg-Gottéron so viele Spiele für seinen Klub entschieden, wie dies wohl keiner anderer Akteur in der National League A vollbracht hat. Wir erinnern uns gerne an die glorreiche Playoffserie gegen die ZSC Lions, seine Sololäufe in der Verlängerung gegen Servette-Genf oder auch an seinen Hattrick vor Wochenfrist gegen die ZSC Lions. Kommt es darauf an, dann ist Sprunger der Mann der Stunde. Dazu kommt, dass Julien Sprunger in der bisher verpatzten Saison von Freiburg-Gottéron der Spieler ist, der sich in bester Form gezeigt hat. Auf Julien Sprunger ist einfach Verlass.

Julien Sprunger ist und bleibt das Wahrzeichen von Freiburg-Gottéron. Für die Gottéron-Fans ist er ein Held. Ein Held wie er leibt und lebt.

ew/14.10.2016

Gottéron-Blog

Drei Zitate für eine schnelle Gottéron-Besserung

In schwierigen Zeiten hilft es oft sich ein Motto zu suchen, um aus der Krise rauszukommen. Hier drei Motto-Vorschläge in Form von Zitaten, die Freiburg-Gottéron helfen könnten, um vom Tabellenende weg zu kommen.

Kämpfen, umfallen, aufrappeln

"Warum fallen wir? Fragt im Spielfilm Batman der Vater den jungen Bruce Wayne. Die Antwort: "Damit wir lernen können uns wieder aufzurappeln". Freiburg-Gottéron ist am vergangenen Wochenende auf den letzten Tabellenplatz gefallen. Das einzig Gute daran ist, dass man in der Eishockey National League A nicht weiter fallen kann. Gegen Ambri-Piotta müssen sich die Drachen nun aufrappeln, um danach wiederum bis zum Umfallen zu kämpfen. Kämpfen, umfallen, aufrappeln; kämpfen, umfallen, aufrappeln und dies solange, bis die Krise überwunden ist, das könnte das erste Motto sein, um aus der Krise zu finden.

Strampeln, strampeln, strampeln

"Zwei kleine Mäuse fallen in einen Topf voll Sahne. Die eine Maus gibt bald auf und ertrinkt. Die zweite Maus gibt nicht auf und strampelt so lange bis sie die Sahne in Butter verwandelt hat und klettert raus."  Dieses Zitat stammt aus dem Film "Catch Me If You Can" und passt sehr gut zur aktuellen Situation von Freiburg-Gottéron. Entweder können die Spieler nun die Saison abhaken und diskussionslos in die Playouts schlittern oder sie können strampeln, strampeln, strampeln, bis sie aus dem Tabellenkeller rausklettern. Die Fans können bei diesem Motto die Mannschaft während der Spiele lauthals unterstützen, damit die Spieler weiterstrampeln, auch wenn es nicht wie gewünscht läuft.

Die Letzten werden die Ersten sein 

Und wenn zwei Filmzitate als Motto nicht weiterhelfen sollten, greifen wir auf die Bibel zurück. „Die Letzten werden die Ersten sein“, steht in der Bibel bei Matthäus 19,30. Das macht doch Mut und genau mit diesem Motto muss Freiburg-Gottéron in die Doppelrunde gegen Ambri-Piotta steigen. Es sind erst 12 Spiele ausgetragen, sprich nicht einmal ein Viertel aller Qualifikationsspiele. Jetzt den Kopf in den Sand zu stecken wäre falsch. Zwei Siege gegen das Team von Hans Kossmann und die Gottéron-Welt sieht um einiges besser aus. Und rein der Gedanke, dass die momentan Letzten am Ende der Saison die Ersten sein könnten, sollte Motivation genug sein. Allez Gottéron!

ew/12.10.2016