«Wier Seisler» giit wytter

«Sy itz Wier Seisler gschpüelet?», het mer iina gfragt. Aba, tùmms Züüg! De Gaschtro-Tǜü vo Wier Seisler z Taafersch gits nümme, aber ds Kulturteam macht wytter.

D Beizeri Sibel Schmutz ù iiras Eggyppa hii Endi Oktoober Uustriicheta ghääbe ù näy ds Inventar verschuttet. Nach sächs Jaar het es ùs familiäre Grǜnd a Wächsù pruucht – d Pacht isch gchǜndet choo. As isch ging a Pracht gsyy, wy ùnkompliziert d Sibel ù iiras Eggyppa fùr di kulturele Aaläss de Raame gschaffe hii. Merci!

D Pfaryy Taafersch ùs Psitzeri vom 260-jerige St. Martin het a nüa Pächter gfùne. Nam aktuele Ùmbuu (Lift, WC-Aalaage, Pizza-Ofe) giit es am 1. Februar 2018 ùmmi loos. Denn wächsle de Toni ù d Linda vo de Taverna i di Oberi. Si setze wytter ùf Pizza ù italienische Spezialitääte.

Ds Kulturteam Wier Seisler macht a chlyyni Pousa. Rund 200 Aaläss het di 10-chöpfigi Trùppala i sächs Jaar ùf d Bii gschtöut. Ù das vǜüfäutig Programm sou im St. Martin ab Februar wytterlùùffe. 

Bi de Uustriicheta han i di Kombination Beiz-Gniesse-Kultur no i chlyyne Tegschtlini veraarbiitet. Wy ds Amüüs-Busch am Seisler Tǜsch. Hie ds eint oder ander Mǜschterli (am böschte lutt voorlääse):

De Aawaut het tääglich mit «Mandante» z tüe,

de Tokter mit «Patiente», de Therapeut mit «Kliente»,

de Gschäftsmaa mit «Chùne», de President mit «Mitgliider»,

der Trainer mit «Spiiler», de Spiiler mit «Schiedsrichter», de Schiedsrichter mit «Trainer»,

der Pfaarer mit «Schääflini», de Sendigg mit «Bǜǜrger»,

aber de Wǜrt – 

de Wǜrt hets am böschte vo aune:

Dä het graad au zäme – ùs «Gescht».

Di dütschspraachigi Serviertochter erkläärt im wäutsche Gascht di hörbschtlichi Chaarta ùf Hochdütsch: «Schauen Sie, wir haben Wild.» – «C'est quoi, Wild.» – Si überliit chùùrz ù siit de schlicht: «Bambi tué!»

As git a Fisch, we dää no jùnga isch, hiisst er Dorsch.

Wenn er graad frǜsch erwachsen isch, isch es de Kabeljau.

We mù ne a de Stange trochnet, isch es de Stockfisch,

we mù ne ùf de Fäuse dörret, isch es de Klippfisch,

we me ne i Fesser yygsauzet, isch es de Laberdan; nid z verwächsle mit dùm Läbertran.

Dä aarm Fisch muess auso au paar Wùche zùm Passbüro seckle fùr ùf de ID sy Naame ga z wächsle.

So epis isch doch ifach zùm Kabel-jaule…

Text: Christian Schmutz

 

 

Hei Schiri!

Koffeinloser Kaffee liegt im Trend, zuckerfreie Coca-Cola so oder so. Alkoholfreies Bier entpuppt sich als Verkaufsschlager und in Marly testet die tpf einen fahrerlosen Bus. Auf den Fussball übertragen bedeutet das konsequenterweise: Fussball ohne Schiri, ohne Abseitsregel, ohne Verein. Wie das gehen soll? Die Laliga macht es vor.

Liebeserklärung an die freiburgische Laliga.

Im Jahr 2004 gründeten vier Deutschfreiburger eine alternative, vereinslose Fussballmeisterschaft, die sie in Anlehnung an die höchste spanische Fussballliga “Laliga“ nannten. Spanischer Tempofussball, katalanisches Tici-Taca oder filigrane, cristiano-ronaldianische Einzelkünste gehörten schon damals nicht zum freiburgischen Pendant und so zeichnet sich die alternative Laliga noch heute durch ihre zahlreichen und nicht wenig frenetisch umjubelten Fehlpässe, Luftlöcherkopfstösse und Eigentore aus.

Und doch hat sich die Laliga gewandelt: Wenn in den Gründungsjahren noch vorgesehen war, dass die spielenden Teams eigens sowohl das Spieldatum, den Spielort sowie die Spieldauer festlegen sollten, existiert heute immerhin ein fixer Spielplan, der dann doch nicht immer eingehalten wird, denn im Regen oder bei kalten Temperaturen sich aufs Terrain zu wagen, das entspricht nicht dem Schönwetterfussballgeist der Laliga. Das Nicht-Spielen im Nass hat jedoch auch andere, freilich pragmatischere Gründe: Im Regen steigt der Wasserpegel der Saane an, der Strom wird schneller und so können die vielen von den Hobbykickern in den Himmel katapultierten und anschliessend in der Saane landenden Bälle nicht mehr herausgefischt werden.

Trotz permanenter Gefahr eines Ballverlustes werden die Partien generell sonntagnachmittags auf dem Terrain “Hinter den Gärten“ ausgetragen. Gespielt wird fünf gegen fünf, das Auswechseln ist zu jedem Zeitpunkt des Spiels erlaubt. Das braucht es auch, denn der klassische Laliga-Spieler ist üblicherweise schon nach zwei Fehlpässen erschöpft (er wechselt sich weniger aus Frust aus, sondern vielmehr aus Gründen des akuten Sauerstoffmangels). Aus diesen Gründen dauert ein Spiel auch nur fünfzig Minuten. Danach folgt mit dem Penaltyschiessen ein weiteres Kuriosum der Laliga: Das Elfmeter(ver)schiessen ist fixer Bestandteil und gehört genauso zum Spiel wie der dritte Gewinnsatz an einem Grand-Slam-Turnier. Für die Penaltyschützen gilt es, den Ball im Tor (und nicht in der Saane) zu versenken und somit den dritten Punkt für die Mannschaft zu ergattern (zwei Punkte für Sieg, einen Punkt für Penaltysieg).

Vor wenigen Wochen ging die mittlerweile 14. Saison mit einem sonnigen Finaltag zu Ende. Die Laliga altert, wird noch langsamer, noch fehleranfälliger, so die Erkenntnis. Aber das macht nichts: So lange die Passion an unterirdischem Fussball ohne Schiri anhält, lebt sie.[1]

Mehr Infos zur Laliga findest du auf www.laliga.ch.

Text: Sebastian Schafer 

Gottéron-Blog

Wir schiessen euch die Löcher in den Käse

"Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse, denn nun geht sie los unsere Polonäse", so lautet der Songtext der Polonäse Blankenese von Gottlieb Wendehals.

Wer dieses Lied nicht kennt, ist während Jahren viel zu früh aus der Grümpelturnier-Bar ins Bett verschwunden. Es ist bis heute einer der meistverkauften deutschsprachigen Schlager und hat es 1982 mit einer Party-Polonäse mit 250'000 Teilnehmern ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Wir helfen euch mit einem zweiten Ausschnitt des Songs, damit auch dem Hinterletzten ein Licht aufgeht: "Wir ziehen los mit ganz grossen Schritten und Erwin fasst von hinten der Heidi an die... Schulter. Das hebt die Stimmung, ja, da kommt Freude auf". 

Um die Schulter von Heidi geht es jedoch in diesem Blog weniger, als um die Löcher im Käse. Denn Freiburg-Gottéron spielt in der FKB-Arena gegen die SCL Tigers, sprich gegen die gefühlten "Hauptstädtler" des Emmentals. Klar gehört das Emmental zum Kanton Bern, in der Hockeylandschaft gilt Langnau jedoch als Hauptort des Emmentals und genau dorther kommt der Emmentaler-Käse. Typisch für den Emmentaler-Käse sind vor allem die grossen Löcher. Diese Löcher entstehen sehr vereinfacht ausgedrückt aus Blasen, die bei der Gärung entstehen. Löchrig scheint nicht nur der Käse im Emmental, sondern in dieser Saison auch die Abwehr der SCL Tigers zu sein. Langnau gehört zu den löcherigsten Defensiven des Schweizer Eishockeys. Genau dies gilt es im Heimspiel für Birner, Rossi und Co. auszunutzen. Das richtige Rezept wird es sein, bei den Langnauern mit schnellen Angriffen für Blasen in den Schlittschuhen zu sorgen, dadurch Löcher entstehen zu lassen und den Sieg möglichst früh ins Trockene zu bringen.

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Wenn wir schon über Käse sprechen: Ein Käse ist übrigens auch - dies sei jedoch nur am Rande zu erwähnen und nicht weiter zu kommentieren - dass ausgerechnet der Sensler Andrea Glauser auf die kommende Saison hin nach Langnau zu den Emmentalerkäse-Essern wechselt. Eins ist klar, lieber Andrea, den besseren Käse als unseren Greyerzer wirst du im Emmental nicht auf den Teller bekommen.

Freiburg-Gottéron ist mit Elan in die Natipause gegangen, immerhin wurden die beiden Spiele vor dem Break gegen den EV Zug und den HC Davos gewonnen. Für das Team von Mark French wird es somit wichtig sein, das Fondue von Anfang an auf grosser Flamme anzurühren und selber keinen Käse zu spielen. Trumpft Gottéron wie zuletzt gegen den HC Davos auf, dann dürfte der Polonäse am Ende der Partie nichts im Wege stehen. "Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse. Denn nun geht sie los unsere Polonäse!"

Was geht im Kopf eines SVP-Grossrates vor?

Einiges? Viel? Wenig? Nichts?

Ich weiss es nicht. Und es geht auch nicht darum.

Am Freitag, 10. November 2017, war in den FN ein Leserbrief von Markus Zosso, seines Zeichens offenbar SVP-Grossrat, aber auch Landwirt, Agrokaufmann, Abklärungsfachmann und Grossvater von 4 Enkeln (nachzulesen auf seinem Internetauftritt), abgedruckt. Zosso ist noch etwas Anderes: gescheiterter Oberamtmann-Kandidat.

Der Titel des Briefes lautete: „Was geht in den Köpfen der Gottéron-Verantwortlichen vor?“. Ich erlaube mir, den Titel leicht abgeändert zu benutzen. 

Ich las den Text, weil mich der Titel ansprach.

Was ich dann las, rief bei mir ungläubiges Kopfschütteln und Ratlosigkeit hervor. Der Reihe nach. Markus Zosso bezeichnet sich als langjährigen Fan und Saisonkartenbesitzer. Dann greift er die Geschichte von Andrea Glauser auf, und sagt, er habe seine Informationen zum Thema „Glauser“ den Medien entnommen. Grosse Überraschungen vorenthalten, haben Markus Zosso und ich in Bezug auf diesen bedauerlichen Transfer dieselben Medien konsumiert. Markus Zosso greift die Verantwortlichen von Gottéron frontal an, wirft ihnen vor, den jungen, klubeigenen Spielern keine Möglichkeiten zur Karriere zu bieten, dem Sportchef ausser dem Transfer von Furrer nur schlechte Arbeit, der Führungsriege einen ungerechtfertigten Lohn und so weiter. Offenbar vergisst Zosso, dass es Glauser war, der eine Luftveränderung wünschte. Er vergisst, dass Gottéron sehr wohl einen durchdachten Plan mit Glauser hatte, diesen während Jahren sanft aufgebaut hat. Ich selber war seit den Einsätzen von Glauser gegen Servette in den Playoffs angetan von diesem Spieler, schade geht er. Spieler die gehen wollen, sollen gehen. Auch wenn es eigene sind. Glauser hat seinen Entscheid gefällt. Ob Zosso private Informationen hat? Dann würde er lügen, spricht er doch im Leserbrief davon, die Dinge aus den Medien entnommen zu haben. Gehört das Lügen zum Repertoire von Zosso? Gehört das Lügen zur SVP? Gehört das Lügen zur Politik?

Was mich völlig ratlos hinterlassen hat und mich dazu brachte, in die Tasten zu greifen, ist die Unterschrift von Zosso: „Markus Zosso, Grossrat SVP, Schmitten“. Was um alles in der Welt hat dieser Leserbrief mit seiner Funktion als Politiker zu tun? Niemand stellt in Frage, dass das St. Leonhard renoviert werden muss. Hat er als Politiker also sonst etwas mit dem Entscheid von Glauser zu tun? Nein. Also gibt es doch keinen Grund, sich zum Thema Gottéron als Grossrat zu äussern. Warum also unterschreibt Zosso als Grossrat (kann es sein, dass dies einfach die FN gemacht hat? Denke ich nicht.)? Wird man als Grossrat in geheime Riten eingeführt, die dazu führen, intelligenter und hellsichtig zu werden? Allenfalls durch einen Schnellkursus bei Uri Geller, Mika Shiva und Uriella? Dies dann alles bezahlt auf Kosten der Steuerzahler, die Zosso als SVP’ler doch nur zum Gemeinwohl schröpfen will. Warum unterschreibt er nicht mit „Markus Zosso, gescheiterter Oberamtmann-Kandidat? Oder als Landwirt? Oder als Gottéron-Fan? Oder einfach als Mensch? Ist Zosso ein eitler Gockel, dem sein Mandat so wichtig ist, dass er den Bezug zur Realität verloren hat? Identifiziert er sich mehr als Politiker denn als Fan oder gar als Mensch? Ist Kalkül dahinter? Die Sünelipartei ist ja bekannt dafür, mal loszupoltern, um im Gespräch zu bleiben. Was also geht im Kopf eines SVP-Grossrates vor?

Ich wünsche Zosso weiterhin viel Freude an Gottéron und an seinen Enkeln (ich kann mir gut vorstellen, dass er ein toller Grossvater ist). Seine Grossrat-Rolle darf er getrost weniger wichtig nehmen, er wird mit Sicherheit nicht in die Geschichte eingehen.

PS: Kann mir jemand erklären, wer Cervenka, Birner, Slater, Holos, Berra, Brust, Rossi, French und Fedorchuck geholt hat? Wer hat die Verträge von Rathgeb, Bykov und Sprunger verlängert? Es kann nicht Dubé gewesen sein, denn als Sportchef hat er ja nichts erreicht. Dixit Zosso. Und das Wort eines SVP-Grossrates ist wahrhaftig in Stein gemeisselt.

Text: Benjamin Zurron

Carte Blanche #31

Lachen gegen Herbstdepressionen

Es ist wieder einmal Herbst und im Oberland grüsst der Schnee bereits von einigen Hügeln. Dauerregen, Nebel und schlechtgelaunte Kollegen drücken auf das eigene Gemüt. Oft hat man das Gefühl, dass einem gleich die Decke auf den Kopf fällt. Dagegen gibt es ein hausgemachtes Rezept. Lachen!

Lachen ist bekanntlich die beste Medizin. Kein Witz! Gemäss Studien verbessert Lachen die Lungenfunktion, massiert die inneren Organe, versorgt das Hirn mit Sauerstoff, unterstützt das Immunsystem, baut Stresshormone ab und setzt "Glückshormone" frei. Lachen setzt den Botenstoff Dopamin frei, ähnlich wie beim... ihr wisst schon.. es fängt mit "S" an und endet mit "x". Nein, es ist nicht die Spitex. Weg vom Fachchinesisch zur entscheidenden Frage: Wie sorge ich dafür, dass ich genügend lache? Hier zwei kleine Vorschläge, die ein Lachen garantieren sollten:

1. Nähe zu einem Witzbold suchen

Jeder hat ihn seiner näheren Umgebung einen richtiggehenden Witzeklopfer. Einer, der immer für einen gutes Spässchen zu haben ist und mindestens alle Carambar-Witze auswendig kann. Im düsteren Herbst lohnt es sich doppelt regelmässig mit genau dieser Person ins Apéro zu gehen.

2. Einen Arbeitskollegen "verarschen"

Es gibt nichts Lustigeres, als einem Kollegen einen Streich zu spielen. Warum nicht wieder einmal zum guten alten Telefonscherz greifen. Ganz einfach. Stimme verstellen, sich als Chef ausgeben und sagen: "Herr Soundso ich bin über das Wochenende im Ausland. Ich wünsche, dass Sie am Samstag um 16:00 Uhr mit meiner Frau ins Pilates gehen und sie danach zum Essen ausführen". Aufgrund des blöden Gesichts des armen Arbeitskollegen wird das ganze Büro lachen und sie auch.

Natürlich gibt es noch viele andere Lach-Garantien. Von lustigen Katzenvideos, über standhafte Standup-Comedians, bis hin zum Furzkissen...

Also: Der Witz sei mit euch ... geht hin und lacht. Es ist die beste Medizin gegen Herbstdepressionen.

Text: Elmar Wohlhauser