Gottéron-Blog 

Ein Brief an Reto Berra 

Wir Gottéron-Fans neigen bekanntlich dazu, masslos zu übertreiben. Aber seien wir für einmal ganz ehrlich und lassen jegliche Übertreibungen weg: Steht Reto Berra nächste Saison im Tor der Drachen, dann wird Freiburg-Gottéron mindestens Schweizermeister! 

Das Problem ist nur, dass die Chancen auf eine Rückkehr Berras nach Freiburg zurzeit noch immer bei "nur" 50 % stehen. Dem NHL bzw. AHL-Goalie wurde eine Vertragsverlängerung in Nordamerika unterbreitet und er weiss noch nicht, ob er das Angebot annehmen wird. Zur Erinnerung: Reto Berra steht bei Freiburg-Gottéron unter Vertrag, sobald er in die Schweiz zurückkehrt. 

Könnt ihr euch noch an den Brief erinnern, den wir Philippe Furrer geschickt hatten? In diesem Brief hatten wir dem Verteidiger des HC Lugano das blaue vom Himmel versprochen, wenn er zu Freiburg-Gottéron wechselt. Kurz nach dem Brief unterschrieb der Nationalverteidiger tatsächlich bei den Drachen und uns wurde mitgeteilt, dass der Brief bei der Entscheidung von Philippe Furrer mindestens eine kleine Rolle gespielt habe. Wir sagen uns nun, was einmal klappt, kann auch ein zweites Mal klappen und schreiben Reto Berra einen Brief.

Lieber Reto

Wie läuft's im Land der Trumps, wir meinen natürlich im Land der Träume? Hier in Freiburg ist alles senkrecht, ausser dass der Haussegen betreffend Torhüter im Hause Gottéron schon wieder schief hängt. Unser Barry war in den Playoffs leider nicht der gewünschte Retter, wie das sein Namensvetter Barry, der Lawinenhund ist. Im Gegensatz zu seinem Nachnamen trat der Kanadier auch nicht gerade mit breiter Brust auf, sondern wie ein Hündchen, das sein Schwänzchen eingezogen hat. Nun müssen wir auf die kommende Saison hin wohl oder übel wieder einmal einen neuen Torhüter suchen. Schade, haben wir nicht bereits einen Top-Goalie unter Vertrag. Einer, der aus einem guten Gottéron ein grosses Gottéron machen könnte. Einer, der von einem Tag auf den anderen mit einem winzigen "Ja" hunderte von Frauen zum Weinen bringen könnte. Einer, der bereits ein gutes Jahr mit uns verlobt ist, jedoch die Hochzeit bisher aufgeschoben hat. Auch nach mehreren Jahren im bezüglich seiner Präsidentschaftswahl dümmsten Land der Welt, wirst du begreifen, worauf wir hinaus wollen: Reto, bitte komm im Sommer zu Freiburg-Gottéron! 

Wir haben Philippe Furrer für einen Wechsel zu Freiburg sehr viel geboten. Einen Fangesang, Nidelkuchen und Seislerbrätzele "en masse", eine Statue, ein Bild auf einem TPF-Bus usw. Für dich haben wir uns jedoch etwas ganz Spezielles ausgedacht. Wenn du auf die kommende Saison hin zu Freiburg-Gottéron wechselst, organisieren wir 100 Personen, die zu deinen Ehren im Gottéron-Trikot auf die Berra (ein Berg im Freiburgerland) wandern und auf dem Gipfel während fünf Minuten deinen Namen skandieren. Etwas Ähnliches hat es für einen Schweizer Sportler noch nie gegeben, auch nicht für Roger Federer. Du darfst übrigens gerne mitkommen. 

Reto, der Entscheid liegt selbstverständlich bei dir und deinen Liebsten alleine, aber der Zeitpunkt für einen Wechsel zu Freiburg-Gottéron könnte nicht besser sein. Unter Mark French hat sich das Team gefangen, eine solide Saison gespielt und wesentliche Fortschritte gemacht. Mit den Zuzügen von Philippe Furrer und Samuel Walser hat Sportchef Christian Dubé ein Team zusammengestellt, das an einem guten Tag das meisterliche SC Bern zerzausen kann. Zudem erhalten wir in Bälde ein neues Stadion, welches das Freiburgerland elektrisieren wird. Und ganz unter Männern, deine Madame möchte ja eigentlich sowieso gerne in die Schweiz kommen... Hör also auf deine zwei besseren Viertel, deine Madame und die Gottéron-Fans. Freiburg ist deine Zukunft! 

Wir würden uns über eine Antwort freuen. Etwa so sehr, wie über die Pressemitteilung von Freiburg-Gottéron, dass du in der kommenden Saison unser Torhüter bist. 

Herzlichst

Deine Gottéron-Fans

Carte Blanche

Die Welt ist Klang

Alles was lebt, vibriert auf Schwingungsebene. Einiges schwingt langsam, anderes sehr schnell - manches so, dass es mit uns zusammen harmonisch schwingt und sich gut anfühlt, anderes schwingt so komplett anders als unser eigenes Wesen, dass wir uns sehr unwohl damit fühlen.

Schwingung = Klang. Auch wenn für uns mit unserer physischen Ausstattung nicht das ganze Spektrum hörbar ist: die Welt ist Klang

Wie klinge ich heute?

Wenn wir «missgestimmt» sind, können wir noch so betonen, dass es uns gut geht. Unser Gegenüber wird es aus unserem Klang der Stimme heraushören, dass sich Schwingungen eingeschlichen haben, mit denen wir uns nicht gut fühlen. «Uh, di het nid guet tönt», heisst es dann.

Umgekehrt hört man auch Lebendigkeit und Aufgeschlossenheit sofort aus einer Stimme heraus. Es braucht nur eine Silbe und man kann sich bereits ein Bild machen. Wie hört sich Enttäuschung an? Wut? Demotivation? Oder wie tönt Freude, Zufriedenheit, Entspannung? So langsam lässt sich diese umfangreiche Klang-Skala erahnen…

Wie klingt mein Leben momentan? 

Durch unser Umfeld, unsere Tätigkeiten, Familie, Partnerschaft, unsere «Einstellung», Job, Hobby, Freunde - vielleicht auch Feinde usw. entsteht in unserem Leben ein ganzes Orchester an Klängen. Wie klingt das? Passen die Töne und Rhythmen zueinander oder tönt es nicht mehr nach Musik? Was möchte ich denn hören von meinem Leben und welche Klänge kann ich anpassen, verändern, ausschliessen, schulen usw. Was will ich als Dirigent meines Lebensorchesters erreichen? Und was braucht das Orchester eigentlich von mir, damit ein gutes Zusammenspiel überhaupt gelingt?

Bin ich bereit, den Dirigentenstab in die eigene Hand zu nehmen oder überlasse ich das lieber anderen?? Höre ich überhaupt den Klang meines Wesens noch oder wird er von allem anderen überdeckt? Was ist mein ganz eigener Rhythmus und wie kann ich ihn einbringen, sodass er passt und ich mich damit nicht über- oder unterfordere?

Hinaus in die Welt der Klänge

Welche «Konzerte der Welt» möchte ich unbedingt einmal gehört haben? An welchen Konzerten bin ich zum Wohle anderer ständig dabei, obwohl mir die Musik gar nicht gefällt oder sie mir nicht gut tut? Wo ist es mir definitiv zu laut, so dass ich meine eigenen Klänge gar nicht mehr hören kann?

Und: wie hört sich denn eigentlich Stille an?…

Text: Barbara Andrey

Corason - herzhaft verbinden und bewegen: www.cora-son.ch

Carte Blanche #46

D Seisler jùscht verstaa (2)          

Alle Jahre wieder! Wen a öutera Seisler epis vùrzöut, de bùchää Seislertütsch-Ùngwaaneti mengisch rooti Oore vom Naadeiche. Was het ächt dää itz wöle sääge? Hie ùmmi maau a Aaliitig fùr Profi-Seisler z verstaa (siehe schon Carte blanche #10 unten). 

 

Öutera Seisler: «Bǜschù o scho det gsyy?»

Rǜckfraag vom a Bäärner: «Neei, doch nid Pöschù – e Rönù han i! Ù jaa, dä isch scho det gsii.»

Verständnishǜüf: «Hùùptsach ma het as Outo fùr naazchoo, was d Seisler fraage. Ù de: chaschù, heschù, woschù, bǜschù?»

Seisler: «Ù dys Miitli, wüvùuti Klass?» – «Di isch z löscht Jaar druus choo.» –

Rǜckfraag: «Di Aarmi! Jetz chunt si i däm Fau hüür nümme druus?»

Verständnishǜüf: «Druus choo, das cha mù o ùs de Schuu usi – na de obligatoorischi Schuuzytt.»

Öutera Seisler: «I ha der daas ggofferiert.» –

Rǜckfraag: «Auso, i de Ggùfere? Klaar! Ds Wort kanet bedütet ja, dass mù epis "i de Chane" versoorget. Demfau isch ggofferiert "i de Ggofere" verpackt.»

Verständnishǜüf: «Neneei, gg- am Wortaafang hii mer mee aus ander: ggofferiert statt offeriert, grasiert statt rasiert, är gjättet statt jättet.»

PS: Ù g-chanet het glyych nüüt mit Chane z tüe.

Seisler: «Geschter bim Spaziere isch a wäuts Pappi gsyy.» –

Rǜckfraag: «Hiisst daas, dass dä Pappi vǜü Chinn het oder dass es a tola Maa isch? Grooss ù epa no dick, dä Vatter.»

Verständnishǜüf: «Pappi oder Papotsch ligt mengisch ùf de Charrwääge ù Matte. Aber nit epa wyl er bsùffen isch.»

Seisler: «I neemi graad as Stängeli.» – «Ii nùme as Myneli.»

Rǜckfraag: «Kirschstängeli hii mer nid ùf de Chaarta – ù Chatze eersch rächt nid! Oder miinet er mit Myneli epa ds Wydebüüsseli.»

Verständnishǜüf: «Verchlynerigsfoorme schwäche ab. Di sy auso ideaau, we di vorsichtige Seisler epis z triiche wetti – ù nid mit de Tǜǜr i ds Huus wii kye.»

PS: Mynelini sygi schynts tatsächlich guet fùr z ässe – auso dii vo de Wyde.

Ù itz haut glyych no zùm Abschlùss:

A Seislera z Bäärn: «I setti epis haa fùr zscheiche.» –

Rǜckfraag: «Scheiche? So grusig cha me doch nid rede! Das sy doch Bei ù nid Scheiche.»

Verständnishǜüf: «Vo der Wandergeschǜcht hii awä ali scho maau köört. Aber Achtung: Scheiche chenti de o no d Ööu-Scheiche syy!»

Text: Christian Schmutz

Carte Blanche #10

D Seisler jùscht verstaa

Wen a auta Seisler epis vùrzöut, de müesse Seislertütsch-Ùngwaaneti leere interpretiere. Was er ächt het wöle sääge? Hie a chlyyni Aaliitig fùr d Seisler z verstaa.

Seisler: «I gaa flingg mys Bebe ga tuusche.» –
Rückfrage: «Minschù de, dù becheemisch as Hǜbschersch defǜǜr?»
Verständnishilfe: «Jaja, wy di Wäutsche tüe wier o d Chliider tuusche (changer) – oder d Windle.»

Seisler: «I ha daas graad ùf de Zyttùng gglääse.» –
Rückfrage: «Hiisst daas, dass dù nùme di eerschti ù lötschti Sytta lisisch? Nùme ‹ùf de Zyttùng›, aber nid drinine?»
Verständnishilfe: «Neei, deich nùme di eerschti. Di lötschti wee nid ùf, sondern ‹ùnder de Zyttùng›.»

Seisler: «I mache der hinacht as Telefon.» –
Rückfrage: «Bruuchschù niid, wäge i ha scho iis. Oder heschù graad as par Lattlini, Naagle ù Kabelini z vǜü?»
Verständnishilfe: «Chiit er graad ùmmi vergässe. As wiis doch niemer mee, was as Telefon isch.»

Seisler: «I chùme de maau vùrbyy.» –
Rückfrage: «We dù ifach ‹vùrbyy› giisch, han i nüüt devaa. Wees nid gschiider, we dù ‹zùcha› cheemisch?»
Verständnishilfe: «Da hii standardtütschi Struktuure ùf di fautschi Fäärta gfüert. Vorbeikommen, vorbeischauen ù soo.»

Seisler: «My Frou tuet Schuu gää.» –
Rückfrage: «Schue gää? Auso Haubschue verchùùffe, i d Hann trǜcke, abgää? Oder moodisch uusstatte? Oder schaffet si a de Schuu? Auso Schuele i Stann stöle? Isch si vilicht Abwarti?»
Verständnishilfe: «Dä setti vilicht no chli z Schuu, ga Schuu nää.»

Seisler: «Nǜmm ds Richterli fùr d Mǜüch z richte.» –
Rückfrage: «Was het si ächt verbroche, di Mǜüch? Graffiti i Anke gsprayet, di liide Häppere nid gschöönet oder de Weichchees la hört choo? Nachtrue-Stöörig im Frigor?»
Verständnishilfe: «Blöödi Ssou-Mûüch daas! Drùm triichen ii mys Ggaffi schwarz.»

Text: Christian Schmutz

Fragen zum Turbo-Kreisel

Ein Brief an die Kantonspolizei

Die Kantonspolizei Freiburg hat gestern folgende Meldung auf Facebook veröffentlicht: 

VERKEHRSINFO ! Am 27. März beginnen die Bauarbeiten an der Murtenstrasse. Um den Verkehrsfluss zu verbessern, wird der Kreisverkehr Lavapesson provisorisch in den Modus "Turbo" versetzt.
Wählen Sie die richtige Spur, denn es wird nicht möglich sein, diese im Nachhinein zu wechseln.

Da stellen sich uns ein paar Fragen, die wir gerne der Kantonspolizei in einem kurzen Brief stellen möchten.

Liebe Kantonspolizei

Wir durften frohlockend erfahren, dass an der Autobahn Freiburg Nord ein Turbo-Kreisel eingerichtet wird. Leider verstehen wir den spannenden Begriff « Turbo-Kreisel » nicht ganz und haben darum eine paar dumme Fragen, obwohl es dumme Fragen laut Volksmund ja gar nicht gibt:

  • Darf ich bei einem Turbo-Kreisel überhaupt anhalten oder ist Putschauto angesagt?
  • Muss ich bei einem Turbo-Kreisel mindesten 50km/h fahren oder gar mehr?
  • Ich habe einen Seat Leon ohne Turbo. Muss ich nun die Autobahn-Ausfahrt Freiburg Süd nehmen, um dem Turbo-Kreise aus dem Weg zu gehen?
  • Hat Knight Rider den Turbo-Kreisel erfunden? Der hatte ja immerhin einen Turbo-Boost.
  • Sind in Freiburg weitere Turbo-Kreisel geplant? In der Unterführung der Poya-Brücke, beim Kreisel nahe der Autobahnausfahrt Düdingen, ja sogar beim Kreisel in Tafers wäre ein Turbo-Kreisel eine tolle Sache, um den Verkehr zu « turboisieren »!

Wir danken jedenfalls für die innovative Idee und schon jetzt für die lustigen Antworten.

Eure Freiburger Verkehrsbenutzer/innen

Gottéron-Blog

1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei!

Wer erinnert sich noch an die berühmte Quizshow für Kinder "1,2 oder 3"? Einfach legendär!

Die Kinder hatten beim Quiz von ZDF und ORF bei jeder Frage jeweils die Auswahl von drei Antwortfeldern. Ziel war es jeweils, auf das Feld mit der richtigen Antwort zu springen, bevor der Moderator mit einem Plopp (bei einem Plopp wird der Zeigefinger zur Erzeugung des Ploppgeräuschs schnell seitlich aus der angespannten Mundhöhle geführt) das Zeichen zum Stillstand gab. "Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht", hiess es und das richtige Antwortfeld erleuchtete. Die Show gibt es heute noch immer. "Was hat diese Kindersendung aber mit Freiburg-Gottéron zu tun?", mag sich die kindliche Wundernase zu fragen. Hier die Antwort.

Nichts, überhaupt rein gar nichts. Ausser vielleicht, dass der Titel auf die Situation der Drachen passt, wie 13'030 Fäuste (22 Gottéronspieler + 8 Gottéron-Funktionäre + (6500 Zuschauer x 2)) auf die Augen von Maxime Lapierre. 1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei! Freiburg-Gottéron braucht nicht 1, nicht 2 sondern 3 Siege, um den Braten, sprich die Serie gegen den HC Lugano zu drehen. Jedes Spiel ist dabei ein Spiel der letzten Chance.

Die erste letzte Chance spielt sich heute Abend in der Sonnenstube der Schweiz ab. "Uno, due, tre – ultima possibilità – passato", würde es wohl heissen, wenn die erwähnte Quizshow für Kinder im wunderschönen Tessin ausgestrahlt würde. Auch dies tut herzlich wenig zur Sache betreffend der misslichen Situation von Freiburg-Gottéron. Ihr merkt, der Chronist versucht dem wirklich wichtigen und brennenden Thema aus dem Weg zu gehen. Ich bitte herzlich um Verzeihung - und nun kommen wir weit weg von der Quizshow für Kinder und von Friede, Freude, Eierkuchen - aber das Leben eines Freiburgers ist in diesen Tagen... A: beschissen; B: verschissen oder C: ich bin aus unerklärlichen Gründen SCB-Fan. Sucht euch die richtige Antwort selber aus! Darum darf man als Gottéron-Anhänger den ernsten Fragen auch mal ausweichen. Der Partner des Moderators der Sendung "1,2 oder 3" war übrigens ein Drache! Kein Witz. Der Drache hiess "Fauchi". Dies sollte mindestens ein gutes Omen sein.

Nun aber wirklich zum Fleisch am Knochen. Für ausfällige Bemerkungen bitte ich prophylaktisch um Nachsehen. Aber bereits ein einziger Gedanke zurück an die Spiele Nummer 2 und 4 der Playoff-Serie gegen den HC Lugano bringen wohl jeden Gottéron-Fan um den Verstand. Um den Kampf gegen die "Pizza-Mampfer" mit einem Sieg heute Abend neu zu lancieren, braucht es nicht 1,2 oder 3 zusätzliche Dinge zu den bisherigen Leistungen von Gottéron, sondern genau deren 2.

1. Gottéron braucht Killerinstinkt

"Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn hinter dem Tor die rote Lampe angeht". Die Herren Sprunger, Rossi, Birner, Cervenka, Bykov und Co. müssen nicht ihren Tiger, sondern ihren Killerinstinkt in sich wecken. Chancen en masse, Tore Fehlanzeige.

Der Lugano-Keeper Elvis Merzlikins zeigt im Tor der Luganesi gewiss Leistungen, die den Auftritten seines verstorbenen Vorname-Vetters auf der Rockbühne gleich kommen. So wie es für Elvis Presley keine Herausforderung war, an einem Abend 35 Frauen den Kopf zu verdrehen, so ist es für Elvis Merzlikins keine Herausforderung, an einem Abend 35 Schüsschen der Gottéron-Stürmer zu halten.

Es ist schwierig, in die Köpfe der Gottéron-Spieler zu blicken. Ein einfacher Tipp hat aber noch jedem Stürmer geholfen, jedenfalls, um eine gewisse Lockerheit vor dem Tor an den Tag zu legen: "Ziele auf die Mitte, in den Ecken geht der Puck von alleine".

2. Gottéron braucht Wettkampf-Glück

Es ist, als ob der Hockey-Gott den Drachen wieder einmal verflucht hätte. Pfosten hier, blöder Gegentreffer da. Auch hier hilft vielleicht ein altes Sportler-Sprichwort: "Glück erarbeitet man sich". Den Gottéron-Akteuren kann bei Gott nicht viel vorgeworfen werden.

Sie arbeiten hart, aber erfolglos. Wer aber immer weiter arbeitet, dem lacht irgendwann das Glück ins Gesicht. Schwachsinn! Verdammter Hockey-Gott, schenk dem French-Team jetzt einfach Glück. Wir wollen noch nicht in die Ferien, verflixt und zugenäht.

Mit Killerinstinkt und Wettkampf-Glück steht einem Gottéron-Sieg heute nichts im Weg und das Quiz "1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei!", kann munter weitergehen.