Ein Wort von Skipperin

Skipperin vor Marie Kondo – der Trendsetterin in Ordnung

Ihr mögt euch vielleicht erinnern an den Skipperin-Beitrag „Von Vielem zu viel“, der unseren Überfluss an Sachen und die Overdose an Gedanken thematisiert hat. Und wie es zum ordentlichen Aufräumen und Entmisten mit der Kondo-Methode kommt. Das ist ein halbes Jahr her mit dem Versprechen, das Zuwenig käme schon noch.

Dieser Blog aus dem trendigen Deutschfreiburg ist so erfolgreich, dass es Marie Kondo bis zu einer eigenen Netflix-Serie gebracht hat ;-) Nicht schlecht denkt Skipperin, die von ihrer Ma zum Aufräumen à la Kondo animiert wurde.  Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, wenn sich eher Sammler und Jäger zum Charakter gesellen und japanische Wurzeln sehr weit weg sind. Aber beruhigend zu wissen, dass wir Schweizer eh’ Weltmeister im Entsorgen sind, zum Glück!  

Derzeit heisst es also: Nach mir die Kondo und mit ihr findest du auch das Zuwenig.

Laut der aktuellen Presse sind die Schweizer derzeit so am Entsorgen, dass Brockenhäuser und Dechettieren überhäuft werden mit Dingen, die mehr als ein halbes Jahr nicht beachtet, gebraucht oder getragen wurden. Säcke voller Kleider, volle Sperrgut-Abfuhren und Papier à gogo. In gängigen Trend-Newslettern aber auch von Annabelle bekommt Marie Kondo lobende Beiträge für ihre wirklich einfache Art und simple Anweisung, zu entmisten und sich von Material zu befreien. Ein Ritual, das auch Seele und Geist reinigt, und das übrigens alles sechs Monate wiederholt werden sollte. Kleider, die zu gross sind, immer zu klein bleiben würden oder nicht mehr gefallen, können übrigens verkauft oder verschenkt werden. Das macht als Geschenk an die Freundin oder als Sackgeld aus dem Second Hand doppelte Freude.

Bis zur Wiederholung des Rituals kann sich Skipperin mehr oder weniger an die Kondo-Regel halten. Würde sie nicht jede noch so kleinste Karte von Weihnachten bis Ostern sparen, jedes Jöh-Föteli oder spannenden Zeitungsartikel für später aufbewahren, und die Socken statt wurstig einzurollen, flach gefaltet und als Fächerstapel in die Schubladen verstauen. Das dreiteilige Zusammenlegen von Shirts und Tüchern funktioniert bei mahnendem Reminder an das Ritual dann wieder von selbst.

Um genug Sauerstoff in den nächsten Tauchgang des Ausmistens zu kriegen, wäre wohl die Netflix-Serie hilfreich. Hier der tränenreiche Trailer dazu, weil Entsorgen ja auch Sorgen des Abschieds bedeutet:

Ein Wort von Skipperin

Über das Autobahnvignetten-Brösmeli-Chräble

Kaum warten Tannenbäume reihenweise am Strassenrand auf die nächste Grünabfuhr, und kaum sind mitten in Entschlackungskur die Dreikönigskuchen verschlungen, mahnen Fasnachtschüechli und Vignetten auf das, was noch kommen mag. Kurz nach Neujahr und seinen Silvesterkonfetti steht die nächste Krümmelphase an – sie landet auf Tisch und Armaturenbrett. Manchmal bis in die Lamellen der Lüftung. Vignettenresten vom Januar lüftet es dir dann im Sommer frisch gekühlt um die Ohren!

Fasnachtschüechli kriegen eh’das ultimative Im-Auto-Fressverbot. Doch kennt’ ihr das Brösmele und den alljährlichen Härtetest, die Vignette an der Windschutzscheibe ohne Sauerei abzuschaben? So ratsch und fix in einem Stück am liebsten – wie der Wachsstreifen am Schienbein – schnell und schmerzlos? Skipperin rät, Krümmel-Orgien um Fasnachtschüechli und Vignette nur mit Staubsauger zu veranstalten. Oder dem Fachmann zu vertrauen, wie vor einem Jahr während dem Autoservice.

Weitere Chräbli-Challenges sind: Den Vignetten-Wechsel mit ganz frisch lackierten Nägeln vorzunehmen, um die Qualität des Lacks zu testen. Und als Ober-Herausforderung erst am letzten gesetzlichen Wechseltag in der Morgenkälte, so kurz vor der Fahrt zur Arbeit mit Schlüssel und Schaber bewaffnet. Wenn gelackt und gehetzt, lösen sich Vignetten absichtlich nicht.

Den Schaber beim Ochsen gekauft, jedes Jahr wieder einen neuen, weil den alten an Keramik und Fenster abgestumpft. Die Vignette gab es zum Weihnachtsschampus verbilligt, die liegt also schon eine Weile in der Mittelkonsole rum. Dass nun noch ein Verlängerungskabel für den Föhn ins Cockpit soll, macht das Ganze komplizierter. Der Staubsauger ist ja schon da. Der ultraneue Vignetten-Schaber muss also reichen für die Chräblerei am Auto, Abziehbiudli Jahrgang 2018. Nagellackentferner hilft dann zum Schluss gegen die zerfetzten Resten des Vignetten-Klebestoffs – praktisch auch, weil damit die Nägel auch gleich verblassen. Zum Glück bleiben noch ein paar Tage bis zum ultimativen Angriff auf die Schweizer Autobahn-Panini:
31. Januar 2019!

PS: Wer hat die Vignette gemacht? Den klebrig-klettigen Rücken der Vignette? Dem sollte Skipperin eine kleben! Alle Jahre wieder.

Tipp: Der Blick schaut hinter die Scheibe und in die Konsequenzen www.blick.ch

Skipperin auf Feenfang

Habt ihr alle eine gute Fee an Eurer Seite? Oder wohnt auch mal das pure Gegenteil, so ein böses Warzenwesen mit Knorrnase in und bei euch, das ihr am liebsten wegzaubern möchtet? Da wir ja immer beide Eigenschaften in uns tragen, mal Fee und Hexe sind, lassen wir diese Frage an dieser Stelle links liegen.

Bleiben wir lieber im Feenfieber: Was der Fabel nach guten Feen angedichtet wird, gleicht einem Steckbrief der superlativen Superwoman: lieblich, grazil und sanft, hilfsbereit bis aufopfernd, nie selbstdarstellend, aber diskret im Hintergrund am Zaubern – so ganz „anti social media selfie posend“.

Am diesjährigen Lichtfestival in Murten rücken die Feen zwar vor die Scheinwerfer, wenn auch erneut verborgen, leise flüsternd und singend auf der kleinen Arteplage, in der Grottes des Fées. Ob eine böse Fee ihr Unwesen treibt, wird dem Besucher erst beim Durchspazieren bewusst, wenn er die Ohren spitzt und sich vom Licht, das ihm auf den Fersen folgt, leiten lässt.

Die Feen-Grotte liegt auf Arteplage Nr. 9 des Murtner Lichtfestivals, das vom 16. bis 27. Januar stattfindet. Sie tarnt sich in einer geheimen Passage, in der magische Dinge passieren, zwischen Chesery und Altstadtbuchhandlung.

Skipperin will noch herausfinden, ob dort auch die grüne Fee haust- am Brunnen mit Zucker und Löcher im Löffel.

Programmhinweis: Die Feengrotte ist die Nummer 9 von insgesamt 23 Arteplages.

Weitere Informationen findet ihr auf www.murtenlichtfestival.ch

Ein Wort von Skipperin

Sparsuppenzeit zum Jahresende –Detox für Budget und Bauch

Zwischen zwei üppigen Festen mit seinen traditionellen Tafeln, dem 13. Monatslohn im pendenten E-Banking-Auftrag für fette Rechnungen, ist die Zeit für die Sparsuppe überreif – in der Endjahresversion kommt sie an dieser Stelle aufgepimpt nach Hauptgang, Dessert oder Kur, als Mélimélo im Reich der Resten.

Spar-Hauptspeisen: Je nachdem, wie viel vom Weihnachtsschmaus übrig bleibt, eignen sich Gemüse- und Bouillon-Reste vom Chinoise, um eure Fantasie nach einer heissen Suppe walten zu lassen. Buchstaben als Beilage sind lustig. Wer kennt das Spiel dazu, wer am meisten von den A’s oder B’s oder C’s im Teller schwimmen sieht, sucht dazu die entsprechenden Worte, bis die Suppe kalt wird? 

Für altes Brot eignet sich die italienische Brotsuppe oder zum Frühstück die Fotzuschnitte an Ei mit Zimt und Zucker. Mit unschönen Früchten gibt es feine Chutneys in Rohrzucker oder Honig mit asiatischen Gewürzen eingekocht und Sesamöl aromatisiert. Eine schöne Beilage, immerhin steht ja bald das Chinoise von Silvester auf dem Tisch.

Spar-Dessert: Hart gewordenen Chrämli, Gummibärchen, Marshmellows, Nüssen, Schokobons geht ihr für Streusel mit dem breiten Messer an die Hacke und legt sie auf  Vanille-Eis. Jamie Oliver nennt das crushed ice, weil das Eis vorher angetaut und mit dem Zerhackten vermischt wird.  Die süssen Güezis von Weihnachten ;-) eignen sich grob geschlagen auch als Streusel auf einem Kuchen. Dafür schliesst ihr die Bisquits in einen Beutel gut ein und haut damit fest auf die Küchenablage. Ist reinigend gegen negative Gedanken und etwas Fitness dazu. Restliche Schokolade in der Küche, oder weil viel in den Geschenken war, bleibt auch an Ostern für einen Sven Epiney-Kuchen perfekt.

Spar-Kur: Oder ihr legt in einer Crash-Aktion vor der Silvester-Bowle und dem Schampus-Bad noch kurz eine Pause am Herd und für die Leber ein? Zu Neudeutsch Detox. Da empfiehlt sich Petersilie, Ingwer und Zitrone – oder alles zusammen gemischt und mit siedendem Wasser übergossen, ziehen lassen, warm oder kalt getrunken. Ist je nach Temperatur wärmend, erfrischend, reinigend, macht euch mit Vitamin C –Waffe stark und bis am 31.12. seid ihr wieder fit fürs Cüpli – diesem sparsamen Katertrunk sei Dank. 

Wir warten auf eure geheimen Tinkturen und Rezepturen! Das nächste Monatsende im Januarloch kommt bekanntlich wie das Amen in der Kirche. Hier die ultimative Rezept-Linie für eure Sparsuppen 079 950 15 71

Ein Wort von Skipperin

Feliz navidad INRI!

Als es an dieser Stelle um die beleuchtete Weihnachtsdisco ging, nicht die Silberkugel an der Decke aber diese LED-Girlanden, war das nervöse Blitzen an Balkonen und an stehenden Rentieren Thema. Es ist die ultimative Absage an so ferngesteuerte, Homemade-Lichtshows, die mehr an einen halluzinierenden Chlous erinnern, wenig mit Licht als Kunst zu tun haben.  Diese hiesigen Blinky-Blinky-Farben wecken dennoch schöne Erinnerungen an eine fröhliche Chiubi irgendwo im warmen Spanien an Weihnachten. Genau, auch dort ein grosses Fest, es nennt sich Feliz navidad.

In noch so kleinen Dörfern, wo der Surfstrand breiter und die Kirche grösser sind als der Dorfplatz selber, erinnert das Motto an ein Volksfest. Das Schönste dabei: es gehen landesweit alle Lotto spielen und herausgeputzt auf die Gass’ zum Feiern. Alle sind eingeladen an diese Riesen-Fete zu Ehren von Jesù, die niemand alleine im einsamen Kämmerchen verbringen muss.

Umrahmt wird die Chiubi von Turron, salzigen Tapas in den Bodegas, der Mitternachtsmesse, der Misa del Gallo, die Messe des Hahns, Krippenspielen, Klangkünstlern - meist an Flamenco-Gitarren und auf Nägel besetzten Schuhen - Girlanden, Ballonen y mucho mas. Und zum Drehen laden etwas Rösslispiel, Cava und Carlos I ein, damit der üppige Baumschmuck an Kakteen und Plastiktannen noch üppiger wird.

Skipperin denkt mit euch nach: Es müsste hier doch keine offene Weihnachtstreffen mehr geben, wenn sich alle Menschen gemeinsam tanzend auf dem Dorfplatz treffen würden. Niemand bräuchte Anschluss zu suchen, wenn er mit anderen mitfeiern dürfte. Kein Senior alleine im Heim bleiben, wenn ausgesungen ist. Zur schönen Päcklischlacht oder den Alternativen von Wichteln oder Spenden: Geschenke gibt es in Spanien auch: am 6. Januar ist jeder von uns einer dieserr drei Könige und bringt sein Geburtstags–geschenk. Und wenn die Kleinste im Bund dann fragt, bringe ich mein Geschenk dem INRI? Und heisst er wirklich so? Dann ist das die schönste Bescherung: Feliz navidad!