Ein Wort von Skipperin

Wrappt’ den Herbst ein, was das Zeug hält! 

Schichten sind der Saison entsprechend angesagt: Morgens mit Schal, Daunen- oder Mammutweste und geschlossenen Schuhen raus, bis sich die herrliche Sonne zeigt. Gegen Mittag wandeln wir durch schönstes immer noch sehr warmes Sonnenlicht, ohne Weste und schon barfüssig über Platanen-Blätter am Boden.

Liebe Herbstferienverreisende, hier kommt eine Idee an die Hiergebliebenen – Skipperin überlegt, ob das überhaupt jemand liest, jetzt da alle schulpflichtigen Familien weg sind, und sich die Lieblingsbeizer im schönsten Sonnenuntergang auf ihr verdientes Saisonende einstellen. Egal, sie fährt weiter:

Am Nachmittag ziehen wir die Resten des Rekord-Sommers ein und freuen uns über den ausgetrockneten Rasen, der selten bis nie gemäht werden musste.  Zwischen 15.00 und 17.00 Uhr ins Weite oder ans Wasser ziehen, weil Gras oder Blache von der Feuchte trocken sind. Ein dickeres Lycra auf dem Wasser beim SUP’len sei wärmstens empfohlen. Ja, es sind Herbstferien. Herbstferien der Freiburger und Norddeutschen. Die Nordlichter haben danach noch kürzere Tage als wir, also holen sie noch mehr vor und tanken noch mehr Licht auf. Zugegeben, unsere Schulferien sind (zu) spät im Herbst. Zu weit, um nahe gelegen, den Sommer zu verlängern, zu weit, um kurz so zu tun, als sei immer noch Sommer.

Nein, hier kommt keine Klage an das System. Vielmehr, lasst’ uns glücklich sein mit dem absoluten Herbstferienkick, dem Wrappen!

In Schichten, wie eben beschrieben (jeweils das Warme für drüber dabei), wandernd oder golfend, in kurzen Hosen die Sonnenbräune ausgrauen lassen. Abends Kürbisfratzen schnitzen oder direkt zu Suppe verkochen. Wir fischen am Bach, packen das Abendessen ins Freie - in Tortillas, Fladenbrote und/oder Omelettes, indem wir alles von dick nach dünn einhüllen – und so tun als wäre noch Strandparty im Club. Mit eigenem Hecht,  fremden Avocado, Lachs, hausgemachtem Pulled Beef im Wrap. Oder einem heimischen Moitié-Moitié im Garten – eingehüllt in Fellen. Macht Wisstihrwieviel-Spass - auf dem Teller und am Körper. Schöne Städtereisen ans Ufer von Luzern, Genf oder Zürich einplanen? Verlockend, sich vom Shoppinggedanken um den Finger wickeln zu lassen. Komisch nur, dass die Gemeindetageskarte für die Bahn zu 45 Stutz trotz allen Locals, die gar nicht da sind, dennoch immer ausgebucht ist. Also, bleibt es bei der kostengünstigeren Variante: Marroni-Männchen aufstecken oder direkt in die Pfanne hauen, in selbstgefaltete Zeitungstüten wickeln und bei jeder Sommerbar der Region bei der Austrinket dabei sein. Blätter-Girlanden aufziehen, sich in einen trockenen, selbst vorbereiteten Laubhaufen fallen lassen und die Chrysantheme schön finden (die findet sich getrocknet auf dem November-Zwiebelkranz wieder). 

Ja, ihr lieben Deutschfreiburger in den jetzigen Herbst-Ferien, wir wärmen, basteln und bereiten vor für euch, denn ihr kommt schon bald mit dem Winterflugplan auf Sommerreifen und zu Glühwein glücklich und gesund heim. Derweil, wir die hiesigen Runggele-Expresswagen, Spritz im Glas und Sommersachen schon fertig ertragen, ausgetragen, gewaschen und irgendwo im Haus in Kleidersäcke gewrappt haben und ihr die Summertimesadness noch auspacken müsst. 

PS: Und die Schlöf haben wir im Fall auch schon frisch geschliffen oder gemietet. 

Habt’ ganz schöne Ferien!

Ein Wort von Skipperin

Nichts für Couch-Potatos



Süss sind sie im Inneren, etwas schrumplig-schrullig im Äusseren. Diese Ernte wird nicht eingefahren, aber wegen ihrer Dünnhäutigkeit von Hand in Kisten gelegt, damit keine Kratzer an der Haut entstehen.

Härdöpfele ganz ohne Samro und das erst jetzt zum Erntedank im warmen Herbst: Die Süsskartoffel ist eine feine Alternative zum Kürbis, als hausgemachte Country Cuts auf der Couch oder als Brei im Glas. Läge sie noch länger in der Erde, würde die Haut dicker und die Maschine möglich. Aber in unseren Breitengraden wird sie mit gebeugtem Rücken, auf den Knien und viel guter Laune vom Boden geholt, nach dem die Erde aufgelockert und sich die „Kartoffel-Kabel“ wie Lianen um die Schuhe wickeln. Beim Zimis den Blick auf die vielen Linien gerichtet, die noch von Hand auszubuddeln sind.

Das Grün der Pflanze erinnert übrigens an Spinat, sei sogar essbar.  Auch bei der Süsskartoffel gilt leider: Die gekrümmten, teils in einander, kreisförmig verschlungenen Exemplare gehören nicht zur 1. Kategorie. Schade eigentlich, die haben sich beim Wachsen doch besonders viel Mühe gegeben.

Die Momentaufnahme entstand am 15. Oktober auf dem Feld der grossen Gewerbeschau GAM 2017 – danach wurde hier gepflügt, gesät, gepflegt und ein Jahr danach bereits geerntet von Stefan und Anita Krähenbühl & friends im Greng. www.hofammurtensee.ch 

PS: an Chips aus Süsskartoffeln liesse sich in keiner Weise zweifeln ;-)

Ein Wort von Skipperin

Haarpracht

Mögt ihr Pixie, Fokuhila, Bob oder Mähne? Oder lieber Waschen-Legen-Föhnen? Seid ihr natürlich blond, braun, schwarz, grau oder rothaarig? Zeit, die Haare zu trimmen, Haarknüppel zu kämmen, sonnengebleichtes Haar zu schneiden, zu pflegen, weg mit dem Chlor- und Seewasser und den ausgebleichten Spitzen – auf hut- und wollmützentauglich getrimmt, bis die Frisur von der Heizungsluft wieder elektrisiert wie ein Ausserirdischer vom Kopf steht.

Eine Jede und ein Jeder geht ja wohl regelmässig zur hochgeschätzten Haar-Handwerkerin, oder dem Frisör eures Vertrauens, Psychologe, Chemiker und Ästhet in Persona. Nun, Stufen kommen und gehen, Schmalzlocke, Olympiarolle oder Rockabilly-Tolle, toupiert aber ohne Toupé für Kostümfeste – der Beehive, wenn Amie Winehouse singt. Farbe, wenn, so natürlich wie möglich, und, egal ob lang oder kurz getragen, der Bob kommt wieder. Sagen auch die Heftli. Oder es bleibt bei langem Haar, gerne zum nuschigen Dutt oder als artiger Chinon hochgesteckt. (Je nach Kultur und Saison, stellt sich die Frage, was als langes Haar gilt.)

Mèches im Naturton oder Sidecut für gerades oder gelocktes Deckhaar, Spängeli- und Aufsteck-Frisuren.  Zöpfe im Haar werden etwas weniger oft im Herbst geflochten, dafür umso mehr die Zwiebelzöpfe. Iroschnitt und Hipsterbart bei Männern, Bigoudie bei Frauen, Rasta für Beide, Glätteisen gegen Locken für den Slice-Look, Welleneisen gegen das Glatte, Bruce Willi-Glatze für den Fighter im Mann – auch als Undercoverlook gegen Haarausfall geeignet. Macht Trump auch, im Comb over.

Wer nun nicht alles verstanden hat, hier steht es im haarigen Lexikon.

Und weil Haare und ihre Träger voller Emotionen sind, lohnt sich ein Blick auf den psychologischen Einblick: Die Sprache der Haare

Wenn wir bei den Emotionen blieben, Skipperin war im schönen emotion hair in Murten.

Verlosung:
5 Reise-Glanz-Shampoos für deine Haarpracht bei emotion hair abzuholen:
Es stehen 5 Reise-Shampoos von Sassoon bei emotion hair abholbereit und parat, wenn du uns deine Haarpracht mit einem Schnappschuss auf Whatsapp zeigst.
First come, first served an der Ryf 60 in Murten.

Montag und Donnerstag geschlossen

Ein Wort von Skipperin

mEimEimEi, heute am 12.10.18 ist Welteiertag

„You got balls“ für Mut, „se casser les couilles“ für die Nervensägen,  „Cojones“ für Mist... Das Wort Ei kommt milde gesagt in vielfältiger Hinsicht zum fremd- und aussprachlichen Ausdruck.

Die Eier im glücklichen Hühnerstall zu suchen, bleibt ein aufregendes Erlebnis. Weil nach einem Stolperstein die Eierbeute im Korb traurig zerschlagen, Skipperin sich danach vor Scham unter der Treppe beim grossen Zuckerstock versteckt hat (dabei mit den Fingern so lange an seiner Papierhülle gegrabscht, bis der Zucker zum Schnausen aus den Rissen rieselte).  Das Ostereier-Färben steht zum Glück alle Jahre wieder auf dem Programm mit vielen Gräsern, Zwiebelschalen, Prosecco, abgeschnittenen Strümpfen und Fäden zum Einwickeln. Oder zum Einnähen in Seidenkrawatten, als Seidenei sozusagen. Neocolor oder Auspusten geht bei einigen Talentierten auch, wenn die Schale nicht vorher zwischen den Fingern zerbricht. Ein Ei über der Küchenabdeckung oder als Rinnsal auf der Innenseite der Kühlschranktüre macht uns zum putzenden Steinmetz – ziemlich hartnäckig wird das eingeklebte Eiweiss. Ein Haushalt ohne Eier? Schwierig, weil bei Null Futterreserve und viel altem Brot Omeletten oder Fotzuschnitten immer gelingen. Tipp: lasst immer Eier als Notvorrat in den Kühlstall rein.

Kurz vor Weihnachten tönt es hier nur nebenbei österlich, weil heute der Welteiertag ist. Ernährungstechnisch betrachtet ist das Wertvolle, was uns das Federvieh liefert, eine Vitamin- und Mineralstoffbombe, eine Diät- und hochwertige Proteinquelle. Und als Rührei mit Tomaten aus der Tube eine einfach Chefkochsache. Salz und Pfeffer sind selbstverständlich bei diesem Rezept: Ein halber Kaffeelöffel Tomatenkonzentrat pro Ei, gut geswingt-gebeselet mit etwas Sprudelmineralwasser, Petersilie und Crème fraiche machen ein floffiges Rührei. Das Ei pochiert auf Carne Cruda alla tavola oder mit frisch gehobeltem Trüffel auf dem Spiegel. Wer heute behauptet, das Ei sei ungesund, dem sei das Gegenteil gesagt. Okay, wie alles Schöne im Leben: in Massen genossen, weil wir über Bodybuilder mit ihren rohen Eiern im Mixer eher lächeln.

Zelebrieren wir heute also das Ei und das bitte in einem Outfit, das aussieht wie aus dem Ei gepellt. In Gänsefederrock, mit Federboa oder Straussenkragen. Und von wegen Ostern, für das Weihnachtsgebäck braucht es auch viele Eier...viel Mut, damit ein Panettone oder eine Bûche gelingt.

 

Das hat es in sich das Ei:

 

100 Gramm Ei* enthalten 11,9 Gramm Protein, 10,9 Gramm Fett sowie 18

lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Das Protein enthält alle

essentiellen Aminosäuren in einem optimalen Mix. Die Fettsäuren im Ei sind

zu 71 Prozent ungesättigt, also vom gesünderen Typ und gut für die

Herzgesundheit. Ausser Vitamin C enthalten Eier alle essentiellen Vitamine;

Vitamin D, B12 sowie andere B-Vitamine in grossen Mengen. Und das bei nur 142

Kalorien.

 

*100 Gramm essbarer Anteil entspricht zwei mittelgrossen, frischen

Hühnereiern | Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

 

Weiterführende Informationen beim Verband Schweizer Ei.

 

 

Ein Wort von Skipperin

Im Schaufenster auf Drachenhöhe

Jetzt, da im Kanton das Drachenfieber ausgebrochen ist, macht Skipperin auch mit. Beschwört das ewige Drachenfeuer, hofft auf die endliche Drachenhöhe und den unendlichen Aufbruch der Helden. Aber es geht grad um was ganz anderes. Keine Wanderschlucht, kein Glatteis, aber es sind genauso viele Wünsche und Legenden verknüpft. Es findet im Luftschloss einer fantasievollen Kinderseele und als Lektüre im Schaufenster statt.

Ein Junge in Deutschfreiburg spart seit gefühlter Urzeit auf ein Buch. Geht in den Laden, fragt nach dem Preis, reserviert sich sein Exemplar, spart sein Taschengeld für den Kauf. Weil es noch nicht ganz reicht, will er sogar auf nächsten Monat warten. Kluge Erziehung zum einen, ein Beweis zum anderen, dass Kids digital und analog unterwegs sind. Er kriegt einen heissen Tipp: Lies’ das Buch bei uns im Schaufenster, und du kriegst es fast geschenkt.

Er bringt seine Eltern vorbei, die von der verrückten, aber gescheiten Idee direkt erfahren. Die kleine Leseratte kann ab dem 2. Oktober im Schaufenster sein Buch seiner Bücher lesen, gemütlich im Sessel verkrochen. Dazu spart der Junge erst noch Taschengeld. Das Datum hat er fett in seiner Schulagenda notiert, denn „Die Legende von Drachenhöhe“ sieht dick aus, ein Schunken, der beim Eintauchen in die Buchstaben vielleicht länger dauert, als das Schaufenster des Ladens geöffnet ist.  Also muss ein zweiter Termin gebucht werden, was bereits geschehen ist. Dass ihm Passanten, wie das Publikum in der eisigen Drachenhöhle, beim Lesen zusehen, wird so was von egal sein, weil ihn das Drachenfieber in seine Welt entführen wird, zum Aufbruch der Helden.  

Still in sich und in das Abenteuer eingekehrt. Spuck’ dein Feuer, du heldenhafter Drachen, und nimm’ dich mit in diese expialigorische Überwelten!  Skipperin findet dich sehr cool und wünscht dir eine erfolgreiche Lese- und Spielzeit mit den Drachen.

Programmhinweis
Wie's funktioniert? Es wird ein Buch aus dem Sortiment ausgesucht, sich in den Sessel im Schaufenster gesetzt, dann beginnt das grosse Schmökern. Das Buch kann nach einer halben Stunde gratis (bis Fr. 20.–) mit nach Hause genommen werden.

Vom 2. bis 13. Oktober 2018 in der Altstadt Buchhandlung in Murten