Ein Wort von Skipperin mit Verlosung

Den heimischen Trüffel in Nase & Gaumen

In Murten isst man am 17. und 18. November 2018 den kostbaren Trüffel bereits zum Frühstück. Gehobelt auf dem Rührei, aromatisiert im Weichkäse oder geschäumt als Butter oder eingelegt im Öl.  Auf dem Frühstückstisch gibt es auch Birchermüesli, ganz ohne Trüffel. Hauptsache einheimisch und variantenreich zubereitet.



Am grossen Trüffelmarkt treffen sich Meister und ihre Trüffel-Hunde, Connaîsseurs, Amateure und Spezialisten zum grossen Stelldichein des einheimischen schwarzen Trüffels.

Trüffel wächst fast immer, ausser im April und Mai. Ein Trüffel wird bis zu seiner Fäulnis 8 Monate alt. Skipperin überlegt sich vor dem Trüffelmarkt einen Berufsbegriff des Gold Fingers, eh Trüffelfinders:  Heisst er Trüffeljäger, Trüffelpflücker, Trüffelfischer, Trüffelgraber, Trüffelsammler oder einfach Trüffelhund-Meister, der viel Zeit in die Ausbildung seiner Spürnase investiert?

Viel Spass – ihr Spürnasen!

Ein Wort von Skipperin.

Von Vielem zu viel?

Zu viel Arbeit im Garten, zu viele Kippen im Kies, zu viele wasserbefleckte Gläser. Zuviel Sonne, zu viel Stress, zu viele unbequemen Schuhe? Zuviel Haushalt, zu viel Sport, zu viele Feste.

Ein Zuviel an täglichen Kaffeetassen, an Krimskrams auf dem Sideboard und an Kleidern an der Stange, die für die kältere Saison hervorgeholt werden. Zu viele ungelesene Bücher, zu viele Buchstaben im Kopf und Brandlöcher im Teppich.  

Skipperin hat sich heute unterhalten über eine Beobachtung in Gesellschaft: Zu viele Falten, weil zu viele Diäten, zu viel Knie unter dem Rocksaum (weiblich, älter) – Demgegenüber stehen: zu viel Bauch unter dem strammen atmungsaktiven Freizeitshirt, zu viel après-sportliches Bier und zu viele hochtrumpfende Worte in einer geselligen Rentnerrunde(männlich, älter).

Animiert aus dem Gespräch an die Tasten gegangen, auf der Suche nach dem Zuviel. Zu viele Socken mit Löchern, zu viele Schulaufgaben, zu viele hässige Eltern auf der Sonntagspromenade, an den Schultern der ebenfalls hässig gewordenen Kinder zerrend. Zu viel Luft im Schlauch, zu viel im Einkaufswagen, zu viel Plastik entsorgt und leere Bierdosen gesammelt. Zu viele schlechte Nachrichten gehört, zu viel geredet oder geschwiegen und zu viel nachgedacht. Zu viele Resten im Kühlschrank, zu viele geöffnete Gläser vom gleichen, zu viele Legos am Boden und Kilometer auf dem Asphalt.

Wann und was ist denn euch was zu viel – was missfällt euch im Überdruss am Überfluss?

PS: Eine erste schlüssige Antwort hat Marie Konda parat. Sie weiss, wann die Zeit reif ist,  das Zuviel zu entsorgen und platzsparend zu verstauen? Ihre Bestseller-Bücher und Filme gibt es auch auf Deutsch und auf Youtube. Hochempfohlen: Ihre platzsparende Kleiderfalterei – für Regensonntage ist das Zusammenlegen schon fast so erholsam wie Yoga (ausser man hat zu viele Rühreier für zu viele Gäste am Sonntagsbrunch).  

Die ordentliche Superwoman Marie Konda hat nie zu viel des Vielen, denkt Skipperin bewundernd, die räumt vorher auf und gehört nicht zur Spezies der „Jäger und Sammler“ – okay, als Japanerin bist du zur Ordentlichkeit gezwungen, dort ist wenig Platz vorhanden.

www.konmari.com

Skipperin zieht weiter - dem Zuwenig entlang. Fortsetzung folgt.

Ein Wort von Skipperin

Ein allerheiliges Wort von Skipperin – mit Umfrage

Wenn die Kids am Vorabend gruselig verkleidet für Süsses um die Deutschfreiburger Häuser ziehen, wird Allerheiligen auch in Mexiko gefeiert, als Dia de Muertos. Das dauert vom 31.Oktober bis am 2. November, dem Allerseelen. Diese Feiertage sind grosses, kulturelles Erbe im katholischen Mexiko und sind wie der keltische Brauch von Halloween ebenso Festlichkeiten zu Ehren der Verstorbenen.  

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Heute am 1.11.18 wird Allerheiligen gefeiert, in stiller Würde und eingekehrter Andacht. Ein kultureller Vergleich, wie hier und dort an die Verstorbenen gedacht wird, ist dennoch gar nicht so verschroben, wie Skipperin angenommen hätte. Auch wir gehen ans Grab der Verstorbenen, nehmen Schmuck und Gedanken mit und erinnern uns an einen gewesenen Menschen. Die Mexikaner machen es genauso, nur farbenfroher, lauter, mit beleuchteten, tanzenden Skeletten – einige davon als Zuckerschädel für das Friedhofpicknick. Das Thema gründet wie hier im Tod. Sinn des Dia de Muertos ist, Liebe und Respekt gegenüber den Verstorbenen auszudrücken, mit vielen Gaben, Farben und Festen, um das Leben und den Tod zu feiern.

Das mag uns hier makaber erscheinen. Die Idee, die Verstorbenen einmal im Jahr auferstehen zu lassen, ihnen Licht zu bringen, mit ihnen Party zu machen und sie zu uns in die Lebensmitte zurück zu holen, empfindet Skipperin berührend und tröstlich. Wir gehen auch ans Grab, bringen Kerzenlicht mit und erinnern uns an einen Verstorbenen. Meist bleiben wir in stillen Gedanken in uns gekehrt dabei. Passt ja in den Novemberblues und zu unserer Kultur der Abgrenzung, Dinge alleine zu ertragen. Doch die nächsten Stunden kommen auch viele Deutschfreiburger Familien und Freunde zusammen ans Grab ihrer gestorbenen Lieben und feiern eben genau in Gemeinschaft Allerheiligen.

Ein familienfreundlicher Filmtipp zum Allerheiligen: Der Film Coco handelt vom Tod. Er erklärt lebendiger als das Leben den Dia de Muertos - und gibt einen tröstlich berührenden Zugang zu Fragen von Kultur, Familie, Leben und Tod.


Umfrage:
Wie begeht ihr das Fest zum Allerheiligen?
Habt ihr eure eigenen Traditionen?
Dann erzählt sie uns mit einer Sprachnachricht auf Whatsapp unter der Nummer 079 950 15 71 oder mit ein paar Zeilen per Mail auf info@skippr.ch

 

 

Ein Wort von Skipperin

Igor’s Cover Art

Igor rasiert dem Jim Morrison die Achselhaare. Er will Bruce Springsteen mit einem Kick in den Hintern erschrecken, das vor dem Hintergrund Born in the USA. Er umarmt als Friedenstifter Kim Jong mit rechts und Donald Trump mit links vor the Wall von Pink Floyd. Er lehnt sich mit seinem Kopf an die linke Schulter von Adele und himmelt sie an.



Er fängt die nach hinten gebeugte Rihanna galant wie ein Gentleman auf oder will dem nackten Prince einen Pulli überziehen. Auf dem Cover von Mania mit dem Titel Fall out Boy steht er mit Putzzeug und Kessel mit dem Rücken an der Wand. Auf dem berühmten Abbey Road Cover der Beatles geht er vor John Lennon als erster über den Zebrastreifen.

Igor Lipchanskiy mischt sich in die Geschichte ein, schreibt die Coverstory weiter. Er gibt mit seiner Kunst den Plattenhüllen ein neues Gesicht, verwandelt sie in aktuelle, surreale und urkomische Foto-Performance. Seine Auswahl an Musikern ist vielseitig, mit vielen Klassikern von Ramones bis Michael Jackson.

Er nennt sich übrigens ganz bescheiden: Just some random Russian guy.

Falls ihr Lust habt und Musik liebt, werft einen Blick in die Bildwelten von Igor. Ihr werdet in eurer Musiksammlung bestimmt die eine oder andere CD oder Vinyl wiederfinden. Falls nicht, die Retrotechnica liefert euch Material. (http://retrotechnica.ch)


Igor’s Cover Art ist hier zu sehen:
https://www.instagram.com/igor.lipchanskiy/?hl=de

 Eine treffende Würdigung in Nachlese hier:
https://www.seilers-werbeblog.ch/igor-lipchanskiy-cover-art/

Ein Wort von Skipperin

Wrappt’ den Herbst ein, was das Zeug hält! 

Schichten sind der Saison entsprechend angesagt: Morgens mit Schal, Daunen- oder Mammutweste und geschlossenen Schuhen raus, bis sich die herrliche Sonne zeigt. Gegen Mittag wandeln wir durch schönstes immer noch sehr warmes Sonnenlicht, ohne Weste und schon barfüssig über Platanen-Blätter am Boden.

Liebe Herbstferienverreisende, hier kommt eine Idee an die Hiergebliebenen – Skipperin überlegt, ob das überhaupt jemand liest, jetzt da alle schulpflichtigen Familien weg sind, und sich die Lieblingsbeizer im schönsten Sonnenuntergang auf ihr verdientes Saisonende einstellen. Egal, sie fährt weiter:

Am Nachmittag ziehen wir die Resten des Rekord-Sommers ein und freuen uns über den ausgetrockneten Rasen, der selten bis nie gemäht werden musste.  Zwischen 15.00 und 17.00 Uhr ins Weite oder ans Wasser ziehen, weil Gras oder Blache von der Feuchte trocken sind. Ein dickeres Lycra auf dem Wasser beim SUP’len sei wärmstens empfohlen. Ja, es sind Herbstferien. Herbstferien der Freiburger und Norddeutschen. Die Nordlichter haben danach noch kürzere Tage als wir, also holen sie noch mehr vor und tanken noch mehr Licht auf. Zugegeben, unsere Schulferien sind (zu) spät im Herbst. Zu weit, um nahe gelegen, den Sommer zu verlängern, zu weit, um kurz so zu tun, als sei immer noch Sommer.

Nein, hier kommt keine Klage an das System. Vielmehr, lasst’ uns glücklich sein mit dem absoluten Herbstferienkick, dem Wrappen!

In Schichten, wie eben beschrieben (jeweils das Warme für drüber dabei), wandernd oder golfend, in kurzen Hosen die Sonnenbräune ausgrauen lassen. Abends Kürbisfratzen schnitzen oder direkt zu Suppe verkochen. Wir fischen am Bach, packen das Abendessen ins Freie - in Tortillas, Fladenbrote und/oder Omelettes, indem wir alles von dick nach dünn einhüllen – und so tun als wäre noch Strandparty im Club. Mit eigenem Hecht,  fremden Avocado, Lachs, hausgemachtem Pulled Beef im Wrap. Oder einem heimischen Moitié-Moitié im Garten – eingehüllt in Fellen. Macht Wisstihrwieviel-Spass - auf dem Teller und am Körper. Schöne Städtereisen ans Ufer von Luzern, Genf oder Zürich einplanen? Verlockend, sich vom Shoppinggedanken um den Finger wickeln zu lassen. Komisch nur, dass die Gemeindetageskarte für die Bahn zu 45 Stutz trotz allen Locals, die gar nicht da sind, dennoch immer ausgebucht ist. Also, bleibt es bei der kostengünstigeren Variante: Marroni-Männchen aufstecken oder direkt in die Pfanne hauen, in selbstgefaltete Zeitungstüten wickeln und bei jeder Sommerbar der Region bei der Austrinket dabei sein. Blätter-Girlanden aufziehen, sich in einen trockenen, selbst vorbereiteten Laubhaufen fallen lassen und die Chrysantheme schön finden (die findet sich getrocknet auf dem November-Zwiebelkranz wieder). 

Ja, ihr lieben Deutschfreiburger in den jetzigen Herbst-Ferien, wir wärmen, basteln und bereiten vor für euch, denn ihr kommt schon bald mit dem Winterflugplan auf Sommerreifen und zu Glühwein glücklich und gesund heim. Derweil, wir die hiesigen Runggele-Expresswagen, Spritz im Glas und Sommersachen schon fertig ertragen, ausgetragen, gewaschen und irgendwo im Haus in Kleidersäcke gewrappt haben und ihr die Summertimesadness noch auspacken müsst. 

PS: Und die Schlöf haben wir im Fall auch schon frisch geschliffen oder gemietet. 

Habt’ ganz schöne Ferien!