Ein Wort von Skipperin

Nichts für Couch-Potatos



Süss sind sie im Inneren, etwas schrumplig-schrullig im Äusseren. Diese Ernte wird nicht eingefahren, aber wegen ihrer Dünnhäutigkeit von Hand in Kisten gelegt, damit keine Kratzer an der Haut entstehen.

Härdöpfele ganz ohne Samro und das erst jetzt zum Erntedank im warmen Herbst: Die Süsskartoffel ist eine feine Alternative zum Kürbis, als hausgemachte Country Cuts auf der Couch oder als Brei im Glas. Läge sie noch länger in der Erde, würde die Haut dicker und die Maschine möglich. Aber in unseren Breitengraden wird sie mit gebeugtem Rücken, auf den Knien und viel guter Laune vom Boden geholt, nach dem die Erde aufgelockert und sich die „Kartoffel-Kabel“ wie Lianen um die Schuhe wickeln. Beim Zimis den Blick auf die vielen Linien gerichtet, die noch von Hand auszubuddeln sind.

Das Grün der Pflanze erinnert übrigens an Spinat, sei sogar essbar.  Auch bei der Süsskartoffel gilt leider: Die gekrümmten, teils in einander, kreisförmig verschlungenen Exemplare gehören nicht zur 1. Kategorie. Schade eigentlich, die haben sich beim Wachsen doch besonders viel Mühe gegeben.

Die Momentaufnahme entstand am 15. Oktober auf dem Feld der grossen Gewerbeschau GAM 2017 – danach wurde hier gepflügt, gesät, gepflegt und ein Jahr danach bereits geerntet von Stefan und Anita Krähenbühl & friends im Greng. www.hofammurtensee.ch 

PS: an Chips aus Süsskartoffeln liesse sich in keiner Weise zweifeln ;-)

Ein Wort von Skipperin

Haarpracht

Mögt ihr Pixie, Fokuhila, Bob oder Mähne? Oder lieber Waschen-Legen-Föhnen? Seid ihr natürlich blond, braun, schwarz, grau oder rothaarig? Zeit, die Haare zu trimmen, Haarknüppel zu kämmen, sonnengebleichtes Haar zu schneiden, zu pflegen, weg mit dem Chlor- und Seewasser und den ausgebleichten Spitzen – auf hut- und wollmützentauglich getrimmt, bis die Frisur von der Heizungsluft wieder elektrisiert wie ein Ausserirdischer vom Kopf steht.

Eine Jede und ein Jeder geht ja wohl regelmässig zur hochgeschätzten Haar-Handwerkerin, oder dem Frisör eures Vertrauens, Psychologe, Chemiker und Ästhet in Persona. Nun, Stufen kommen und gehen, Schmalzlocke, Olympiarolle oder Rockabilly-Tolle, toupiert aber ohne Toupé für Kostümfeste – der Beehive, wenn Amie Winehouse singt. Farbe, wenn, so natürlich wie möglich, und, egal ob lang oder kurz getragen, der Bob kommt wieder. Sagen auch die Heftli. Oder es bleibt bei langem Haar, gerne zum nuschigen Dutt oder als artiger Chinon hochgesteckt. (Je nach Kultur und Saison, stellt sich die Frage, was als langes Haar gilt.)

Mèches im Naturton oder Sidecut für gerades oder gelocktes Deckhaar, Spängeli- und Aufsteck-Frisuren.  Zöpfe im Haar werden etwas weniger oft im Herbst geflochten, dafür umso mehr die Zwiebelzöpfe. Iroschnitt und Hipsterbart bei Männern, Bigoudie bei Frauen, Rasta für Beide, Glätteisen gegen Locken für den Slice-Look, Welleneisen gegen das Glatte, Bruce Willi-Glatze für den Fighter im Mann – auch als Undercoverlook gegen Haarausfall geeignet. Macht Trump auch, im Comb over.

Wer nun nicht alles verstanden hat, hier steht es im haarigen Lexikon.

Und weil Haare und ihre Träger voller Emotionen sind, lohnt sich ein Blick auf den psychologischen Einblick: Die Sprache der Haare

Wenn wir bei den Emotionen blieben, Skipperin war im schönen emotion hair in Murten.

Verlosung:
5 Reise-Glanz-Shampoos für deine Haarpracht bei emotion hair abzuholen:
Es stehen 5 Reise-Shampoos von Sassoon bei emotion hair abholbereit und parat, wenn du uns deine Haarpracht mit einem Schnappschuss auf Whatsapp zeigst.
First come, first served an der Ryf 60 in Murten.

Montag und Donnerstag geschlossen

Ein Wort von Skipperin

mEimEimEi, heute am 12.10.18 ist Welteiertag

„You got balls“ für Mut, „se casser les couilles“ für die Nervensägen,  „Cojones“ für Mist... Das Wort Ei kommt milde gesagt in vielfältiger Hinsicht zum fremd- und aussprachlichen Ausdruck.

Die Eier im glücklichen Hühnerstall zu suchen, bleibt ein aufregendes Erlebnis. Weil nach einem Stolperstein die Eierbeute im Korb traurig zerschlagen, Skipperin sich danach vor Scham unter der Treppe beim grossen Zuckerstock versteckt hat (dabei mit den Fingern so lange an seiner Papierhülle gegrabscht, bis der Zucker zum Schnausen aus den Rissen rieselte).  Das Ostereier-Färben steht zum Glück alle Jahre wieder auf dem Programm mit vielen Gräsern, Zwiebelschalen, Prosecco, abgeschnittenen Strümpfen und Fäden zum Einwickeln. Oder zum Einnähen in Seidenkrawatten, als Seidenei sozusagen. Neocolor oder Auspusten geht bei einigen Talentierten auch, wenn die Schale nicht vorher zwischen den Fingern zerbricht. Ein Ei über der Küchenabdeckung oder als Rinnsal auf der Innenseite der Kühlschranktüre macht uns zum putzenden Steinmetz – ziemlich hartnäckig wird das eingeklebte Eiweiss. Ein Haushalt ohne Eier? Schwierig, weil bei Null Futterreserve und viel altem Brot Omeletten oder Fotzuschnitten immer gelingen. Tipp: lasst immer Eier als Notvorrat in den Kühlstall rein.

Kurz vor Weihnachten tönt es hier nur nebenbei österlich, weil heute der Welteiertag ist. Ernährungstechnisch betrachtet ist das Wertvolle, was uns das Federvieh liefert, eine Vitamin- und Mineralstoffbombe, eine Diät- und hochwertige Proteinquelle. Und als Rührei mit Tomaten aus der Tube eine einfach Chefkochsache. Salz und Pfeffer sind selbstverständlich bei diesem Rezept: Ein halber Kaffeelöffel Tomatenkonzentrat pro Ei, gut geswingt-gebeselet mit etwas Sprudelmineralwasser, Petersilie und Crème fraiche machen ein floffiges Rührei. Das Ei pochiert auf Carne Cruda alla tavola oder mit frisch gehobeltem Trüffel auf dem Spiegel. Wer heute behauptet, das Ei sei ungesund, dem sei das Gegenteil gesagt. Okay, wie alles Schöne im Leben: in Massen genossen, weil wir über Bodybuilder mit ihren rohen Eiern im Mixer eher lächeln.

Zelebrieren wir heute also das Ei und das bitte in einem Outfit, das aussieht wie aus dem Ei gepellt. In Gänsefederrock, mit Federboa oder Straussenkragen. Und von wegen Ostern, für das Weihnachtsgebäck braucht es auch viele Eier...viel Mut, damit ein Panettone oder eine Bûche gelingt.

 

Das hat es in sich das Ei:

 

100 Gramm Ei* enthalten 11,9 Gramm Protein, 10,9 Gramm Fett sowie 18

lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Das Protein enthält alle

essentiellen Aminosäuren in einem optimalen Mix. Die Fettsäuren im Ei sind

zu 71 Prozent ungesättigt, also vom gesünderen Typ und gut für die

Herzgesundheit. Ausser Vitamin C enthalten Eier alle essentiellen Vitamine;

Vitamin D, B12 sowie andere B-Vitamine in grossen Mengen. Und das bei nur 142

Kalorien.

 

*100 Gramm essbarer Anteil entspricht zwei mittelgrossen, frischen

Hühnereiern | Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

 

Weiterführende Informationen beim Verband Schweizer Ei.

 

 

Ein Wort von Skipperin

Im Schaufenster auf Drachenhöhe

Jetzt, da im Kanton das Drachenfieber ausgebrochen ist, macht Skipperin auch mit. Beschwört das ewige Drachenfeuer, hofft auf die endliche Drachenhöhe und den unendlichen Aufbruch der Helden. Aber es geht grad um was ganz anderes. Keine Wanderschlucht, kein Glatteis, aber es sind genauso viele Wünsche und Legenden verknüpft. Es findet im Luftschloss einer fantasievollen Kinderseele und als Lektüre im Schaufenster statt.

Ein Junge in Deutschfreiburg spart seit gefühlter Urzeit auf ein Buch. Geht in den Laden, fragt nach dem Preis, reserviert sich sein Exemplar, spart sein Taschengeld für den Kauf. Weil es noch nicht ganz reicht, will er sogar auf nächsten Monat warten. Kluge Erziehung zum einen, ein Beweis zum anderen, dass Kids digital und analog unterwegs sind. Er kriegt einen heissen Tipp: Lies’ das Buch bei uns im Schaufenster, und du kriegst es fast geschenkt.

Er bringt seine Eltern vorbei, die von der verrückten, aber gescheiten Idee direkt erfahren. Die kleine Leseratte kann ab dem 2. Oktober im Schaufenster sein Buch seiner Bücher lesen, gemütlich im Sessel verkrochen. Dazu spart der Junge erst noch Taschengeld. Das Datum hat er fett in seiner Schulagenda notiert, denn „Die Legende von Drachenhöhe“ sieht dick aus, ein Schunken, der beim Eintauchen in die Buchstaben vielleicht länger dauert, als das Schaufenster des Ladens geöffnet ist.  Also muss ein zweiter Termin gebucht werden, was bereits geschehen ist. Dass ihm Passanten, wie das Publikum in der eisigen Drachenhöhle, beim Lesen zusehen, wird so was von egal sein, weil ihn das Drachenfieber in seine Welt entführen wird, zum Aufbruch der Helden.  

Still in sich und in das Abenteuer eingekehrt. Spuck’ dein Feuer, du heldenhafter Drachen, und nimm’ dich mit in diese expialigorische Überwelten!  Skipperin findet dich sehr cool und wünscht dir eine erfolgreiche Lese- und Spielzeit mit den Drachen.

Programmhinweis
Wie's funktioniert? Es wird ein Buch aus dem Sortiment ausgesucht, sich in den Sessel im Schaufenster gesetzt, dann beginnt das grosse Schmökern. Das Buch kann nach einer halben Stunde gratis (bis Fr. 20.–) mit nach Hause genommen werden.

Vom 2. bis 13. Oktober 2018 in der Altstadt Buchhandlung in Murten

Ein Wort von Skipperin

Eine Nachleset von Skipperin zum Winzerfest 2018 am Wistenlach

Was den einen das Oktoberfest in jedem Dorf, ist den anderen das Winzerfest. Die Feier um die Leset. Jene in den Reben. Eben gefeiert, hat Skipperin im kleinen und feinen Rebbaugebiet von Freiburg, der Riviéra Fribourgeoise als Ex-Migrantin im Wistenlach im Vorabendprogramm, bis die Stimmung ins Unmögliche kippt, mitgefeiert. In Begleitung einer Schülerband, mit Autotamponös (Putschautos) und Papabärten (Zuckerwatte) in Erinnerung. Mit einer rosa Plüschsau als Geschenk an der Schiessbude im Visier - und getroffen.

"Bei Vinorama gibt es auch, aber nicht nur Vully"
www.vinorama.ch
Ihr Weinkeller in Laupen

Und natürlich mit dem obligaten Chasselas im obligaten Festglas, das mehr an ein Schnapsglas erinnert, aber Ballon heisst. Garantiert, der 2018 wird ein guter Jahrgang. Und das musste unbedingt gefeiert werden!

Auf dem Kursschiff eine lustige,  junge Truppe namens IG Apero kennengelernt. Die hatten ihren Wein mit Gläser schon teuer über die Gass’ im Stedtli gekauft, also geht es gleich ans Angemachte als selbsternannte Fremdenführerin:

  • am Fête des Vendanges wird Wein vom Vully
  • und aus dem jeweiligen Festglas getrunken
  • Vullykuchen und Egli Fritture sind ein Muss, weil direkt von den Vereinen zubereitet
  • am Vully Blues im November ist es auch schön, weil direkt in den Weinkeller Live-Bands spielen
  • das Schiff geht dieses Jahr nicht zurück, dafür ist ein Busfahrplan bis 3.00 Uhr morgens  angesetzt
  • lieber in Kerzers aussteigen, weil es von da aus bessere Zugverbindungen gibt

Das Weinfest-Sujet auf dem Glas war in diesem Jahr schöner als andere Jahre: Eine Hand mit Zauberstab verteilt Sternchen. Die Vereine haben sich wie jedes Jahr viel Mühe gemacht, der Umzug zum Thema Trickfilme war überaus herzig und liebevoll gemacht. Die marschierenden Supermen, Zwerge und Schneewittchen erinnerten supersüss verkleidet an die Helden der grossen Blockbuster. Die Waffeln (Gaufres) jedes Jahr exzellent, die Wistenlacher wie immer herzlich und ja irgendwie lustig,  und der Vullykuchen bleibt in salziger Speckversion Skipperin’s Favorit.

"Bei Vinorama gibt es auch, aber nicht nur Vully"
www.vinorama.ch
Ihr Weinkeller in Laupen

Der IG Apero sei Dank, dass die Schülerbands soviel auswärtigen Applaus kassieren durften. Der IG Apero sei Dank, dass wohl eine jede Wein-Spezialität als Chasselas degustiert wurde, also auch Sauvignon, Pinot Gris, Blanc de Noir, Traminer, Freiburger usw.  Der IG Apero sei Dank, dass auch junge Menschen Wein trinken und nicht nur den harten Prozenten frönen.  Und Danke an die IG Apero für ihre lustige Idee, eine Gelegenheit für den Aperitif zu finden, egal wo und wann, aber gepflegt und gut gelaunt. War schön, diese Idee mit euch zu teilen, hier wo ja immer Apero gefeiert wird!

Fête des Vendanges 2019: Als kulinarischen Tipp, für die Fleischspiesse anstehen. Und das Wort Autotamponeuse sei erneut aus den Hirnzellen auszugraben. Bis dahin gibt es an jeder Chiubi wieder die ordinären Putschautos. Und der Bus ging nach Murten - via Galmiz und Kerzers. Drum, wenn keine Schiffe mehr fahren, an die Rückreise denken.
Die IG Apero musste Richtung Bern und kommt bestimmt wieder an den Mont Vully – vielleicht an das Vully Blues Festival.